CACHANA Blog 2025 🏮󠁧󠁱󠁳󠁣󠁮󠁿 von DidĂ©, Teil 2

Mittwoch, 25.06.2025

Insel Muck Ankerbucht – Mallaig

Ausgeschlafen, Kaffee, die einen noch ein Morgenbad, leider ohne Seehund Begleitung. Dann 10.30 Anker hoch, wir segelten nach Mallaig. Leider war der Wind bescheiden, das Wetter mehrheitlich bedeckt, aber mit wenig Niederschlag. Immer wieder sonnige Aufhellungen nahmen wir gerne an. Um 15.30 konnten wir nach 19 NM im Hafen von Mallaig anlegen. Gut die HĂ€lfte hatten wir gesegelt. Die Hafeneinfahrt von Mallaig war noch speziell, da hatte es ein Rotlicht, wie bei der Einfahrt in eine Schleuse.

Per Funk erhielten wir von der Kapitanerie bei nicht Rotlicht die Genehmigung zur Einfahrt in den Hafen. Der Hafenmeister hatte uns einen Platz am Schwimmsteg zugewiesen. Den frĂŒhen Abend hatten wir im Dorf verbracht mit Erkundungen.

Leider hatte das Sea Food Restaurant geschlossen und den FischhĂ€ndler gab es nicht mehr. DafĂŒr konnte ich Leim kaufen um den Flaggen Stick wieder in Postion zu bringen. Leider gab es keine Rettungsboje zu kaufen! Wie immer mussten wir im Pub noch einen Trinken. Susanne war nicht so trinkfreudig, was leider auf ein Magen Darm Problem zurĂŒckzufĂŒhren war.

Donnerstag, 26.06.2025

Mallaig – Plockton (Bojenbucht)

Wir legten erst um 12.30 Uhr ab.

Meine Wenigkeit wollte vorher noch eine Dusche geniessen, nachdem ich diese am Abend zuvor ausgelassen hatte. Das gute an der Geschichte war, neben den schönen Duschen gibt es eine BĂ€ckerei. Ich konnte es somit nicht lassen und hatte mich nach dem Duschen in Warteschlage gestellt um mit feinem Brot zurĂŒck auf’s Schiff zu kommen. Leider gab es fĂŒr Susanne nichts Glutenfreies und die letzte Zimtschnecke, die ich ChĂ©rif bringen wollte schnappte sich der KĂ€ufer vor mir. Schade!

Uns erwartete ein Segeltag mit 28 NM bei 20 KN Wind. Leider zwischendurch ein wenig feucht. Um 17.30 hatten wir an einer Boje in der grossen Bucht von Plockton festgemacht.

Das feuchte Wetter und nach wie vor ein zĂŒgiger Wind fĂŒhrte dazu, dass niemand Lust hatte Resi aufzupumpen um damit an Land zu gehen.

Freitag, 27.06.2025

Plockton – Portree (Bojenbucht mit Stadtanschluss)

Auch der nĂ€chste Morgen zeigte sich von der feuchten Seite. So blieben alle am liebsten im Bett um ein wenig zu lesen. Gegen Mittag rafften wir uns aus den Federn und beschlossen weiter zu segeln. FĂŒr Samstag war Sturmwind angesagt, daher hatten wir wieder eine sichere Bucht mit Bojen ausgesucht um gut zu liegen. Schliesslich legten wir dann um 11.20 an der Boje ab.

Wie wollten nun auf dem Am Wind Kurs mit 20 Knoten böigen Winden das neu eingezogene Reff 3 im Grosssegel ausprobieren. Diese bewÀhrte sich bestens. Zusammen mit der zur Fock gerefften Genua lief die Cachana bestens ihren Kurs hoch am Wind.

Kurz vor dem Ziel schien der Wind einzuschlafen, doch nur bis zur Einfahrt der Bucht, wo er uns mit starken Böen von vorne empfing. So wurden die Segel geborgen und wir fuhren unter Motor die letzten 1.5 NM ins Bojenfeld. Da war der Wind auch noch heftig und kleine Wellen begrĂŒssten uns.

Doch wir schnappten und ein Boje machten fest und waren der Überzeugung das wars jetzt. Ankunftsdrink.

Leider kam es anders als gedacht. Durch die steigende Flut hÀngte sich die Cachana so stark an die Boje, dass diese am Schluss an der Bordwand hing. Also mussten wir raus. Der Wind war noch ein wenig stÀrker und die Wellen auch mit dem kurzen Fetsch nicht zu vernachlÀssigen.

Leider hĂ€ngte sich der Bojentross bei der Fussreling unter die Chromstahlkante, was dazu fĂŒhrte, dass diese stark beschĂ€digt wurde. Losmachen ging unter dieser starken Spannung gar nicht mehr, so dass wir uns schweren Herzens entschliessen mussten den Tross durchzuschneiden.

Mit 30 Knoten Wind wurde die nÀchste Boje angesteuert und schliesslich im 3 Anlauf waren wir wieder fest. Es stand uns eine schaukelnde Nacht bevor.

Samstag, 28.06.2025

Hafentag an der Boje Portree

Ausschlafen ist immer etwas Schönes. Am Morgen hatte der Wind etwas abgenommen. So wollten wir doch wie angedacht mit Resi an Land. Doch kaum hatten wir mit Aufblasen auf dem Vorschiff begonnen, nahm der Wind wieder zu. Wir hatten Böen von mehr als 35 KN. Fast ist Resi in einer Bö davongeflogen. Doch alles bestens. Schliesslich gingen nur Susanne und ich an Land, da ChĂ©rif auf die Cachana schauen wollte. Mit Vollmontur machten wir uns mit Resi auf den Weg zum Dingisteg. Mehr feucht als trocken kamen wir da an. Wo wir von einem Crew Mitglied unseres Nachbarschiffs empfangen wurden Dieser teilte uns mit, sie hĂ€tten einen Video von unseren Vorabendmanövern gemacht. Dieses hatte er uns auch geschickt, es ist eindrĂŒcklich sich mal von aussen betrachtet zu sehen.

Das HafenmeisterbĂŒro war leider nicht besetzt und unter der angegebene Telefonnummer hatte niemand abgenommen. So stellten wir die abgeschnittene Boje vor seine EingangstĂŒre. Ein kleiner Rundgang in Portree war angesagt. Der Touristenort, sehr hĂŒbsch, ĂŒbersichtlich. Leider kein Fischverkauf, die Fischer meinten es hĂ€tte zuviel Wind.

So mussten wir wieder ins Pub um uns zu orientieren. Susanne verliess mich dann um ein wenig in den LĂ€den zu stöbern. Noch kurz einkaufen und dann ging es zurĂŒck mit Resi auf die Cachana.

Wir hatten eine viel trockenere Überfahrt mit Wind und Wellen achteraus. Die zweite Nacht war ein wenig ruhiger. Doch wie man weiss, ist der Schreibende keine zuverlĂ€ssige Quelle fĂŒr die nĂ€chtlichen Begebenheiten.

Sonntag, 29.06.2025

Portree – Key of Lochalsh, Swimm Steg im freien Wasser

Nach Strömungskalender war die optimale Zeit fĂŒr den Aufbruch 11.00. Am Anfang fast kein Wind. Dann plötzlich Böen, wir fuhren aus der Bucht mit Motor. Schliesslich stellte sich der Wind konstanter und wir konnten bei 10 bis 15 KN die 20 NM segeln. Schliesslich war es mein letzter Tag auf See.

Nach dem Passieren der grossen BrĂŒcke nach der Isle of Skye legten wir an einem Schwimmsteg in Key of Lochalsh an. Der Steg lag nicht in einem Hafen und bei den angesagten SĂŒdwinden, durfte es wohl wieder eine unruhige Nacht werden.

Der Hafenmeister begrĂŒsste uns freundlich auf dem Steg und erklĂ€rte uns, wo die öffentlichen Duschen sind, welche nicht zum Hafen gehörten. Schliesslich stand heute Abend noch das Abschlussessen an. Die Empfehlung im Internet schien nicht schlecht, doch nahm niemand das Telefon ab. Da das Lokal im nahen BahnhofsgebĂ€ude liegt war es klar dass wir da vorbeigingen. Es schien geschlossen. Ein erneuter Telefonanruf. Der Chef kam direkt zur TĂŒre raus. Schliesslich hatte er uns im zweiten Service um 19.30 noch untergebracht.


ZurĂŒck aufs Schiff und vor Packen, da kam keine Freude auf!

Umso mehr genossen wir das vorzĂŒgliche Nachtessen mit Seafood und Fisch in der kleinen gemĂŒtlichen GaststĂ€tte. Danach noch ein Absacker auf der Cachana.

Montag, 30.06.2025

Key of Lochalsh – time to say goodbye – Zugreise nach Edinburgh – Flug in die Schweiz

05:00 Tagwache! Kaffee machen. Tschau Cachana, Tschau Susanne und Chérif, es war einmal mehr wunderbar.

05:45 Abfahrt der Scotisch Rail nach Inverness – Edingburgh. Ich stand 10 Minuten vor Zugsabfahrt allein auf dem Bahnsteig. Ich hatte eine reservierten Sitzplatz 14a im Wagen A.

So wie man es gelernt hatte, wo ist Wagen A? Es hatte nur 2, daher wohl der vordere. Da gab es keinen Sitz 14a. Es war niemand da. Also hatte ich mein GepĂ€ck allein gelassen und war im vermeintliche Wagen B den Sitzplatz 14a suchen gegangen. Fehlanzeige. Also zurĂŒck und ich nahm den besten Platz. Der Zug fuhr pĂŒnktlich ab, ich sah keine Menschenseele.

Doch bald kam die Schaffnerin. Sie erklĂ€rte mir, dass die LokomotivfĂŒhrerin, Sie und ich im Zug seien.

Da sie ja nichts zu tun hatte setzte sie sich zu mir ins Abteil. Dank Ihrem nicht so schottischen Akzent konnte ich mich angeregt mit Ihr unterhalten. Die Aussicht war eh getrĂŒbt, da es in Strömen regnete. Bei Halt 5 stiegen zwei weitere Passagiere ein. Das Stelldichein war damit beendet.

Wir hatten unterdessen die KĂŒste verlassen und der Zug bummelte durch das Schottische Hochland. Eine wunderbare Landschaft zog an uns vorbei, der Regen wechselte sich mit Sonnenstrahlen ab. Je nĂ€her wir nach Inverness kamen, desto mehr fĂŒllte sich der Zug. Ich denke es waren Arbeitspendler. Um 08.30 kamen wir mit 20 Minuten VerspĂ€tung in Inverness an.

Nach Fahrplan sollte es in 50 Minuten weitergehen. Die Fahrplananzeige war unverstĂ€ndlich. Schliesslich fand ich eine nette Bahnangestellte die mir die unverstĂ€ndlichen Lautsprecheransagen ĂŒbersetzte. Ich sollte mich einfach in den nĂ€chsten Zug setzen und dann den Zugbegleiter fragen wie es weitergeht. War ich froh, dass ich bis am Abend Zeit hatte an den Flughafen zu kommen.

So begann die Reise Richtung Glasgow. Am Anfang war der Zug mĂ€ssig besetzt, doch auch der fĂŒllte sich stĂ€ndig. Eine nette Begleiterin setzte sich in mein Abteil. Ich konnte sie verstehen.

Dann kam eine Schottin, no chance. Mein GegenĂŒber ĂŒbersetzte. So vergingen die Stunden.

Plötzlich kam der Zugbegleiter, austeigen an der nÀchsten Station. OK.

Doch tip top um 14:00 war ich in Edinburgh am Flughafen. Um Mitternacht zu Hause.

Eine wunderbare Reise ging zu Ende.

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Freitag, 13.06.2025 

Flug ZĂŒrich – Edinburgh, Taxi nach Largs, Largs Marina – Tarbert Loch Fyne Marina

Ein pĂŒnktlicher Flug fĂŒhrte mich nach Edinburgh. Doch das Ausladen der Koffer dauerte unendlich. So entschloss ich mich mit dem Taxi nach Largs zu fahren. Um 11.00 war ich bereits in Largs auf der CACHANA, wo ich herzlich empfangen wurde. Schnell wurde das Programm gemacht. Im StĂ€dtchen einkaufen, beim Italiener eine kalte Platte zum Mittag geniessen. Um 15.00 hiess es schon Leinen los wir segelten nach Tarbert, Loch Fyne. Der fleissige Blogleser weiss, da hat die CACHANA von 2023 – 2024 ĂŒberwintert. Um 19.40  hatten wir die 25 NM hinter uns und legten im Hafen an. Apero bei Sonnenschein. Ich wurde verwöhnt mit einem Langustinen Spaghetti Znacht. 

Samstag, 14.06.2025

Tarbert Loch Fyne Marina – Campbeltown

Ein wenig Ausschlafen war angesagt und das regnerische Wetter drĂ€ngte uns nicht zu  einem frĂŒhen Aufbruch. So ging es erst um 12.15 los. Die zum Teil feuchten 31 NM legten wir leider zu mehr als der HĂ€lfte mit dem Motor zurĂŒck. Als Highlight

sichteten wir einige Delphine, leider ein wenig weit entfernt. Um 18.30 haben wir schliesslich in Campbeltown angelegt. 

Sonntag, 15.06.2025

Campbeltown Hafentag

Der Plan stand fest, die CACHANA musste nach Irland um in England neue 18 Monate Zollstatus zu erhalten. Somit stand fĂŒr Montag die Überfahrt nach Irland auf dem Programm. Da die Fahrt ĂŒber den Nord Channel fĂŒhrte, mussten wir die Strömungstabellen studieren und einen Zeitplan aufstellen. Dabei stellte sich leider ein sehr frĂŒher Aufbruch fĂŒr den nĂ€chsten Tag heraus. Susanne und ChĂ©rif waren noch Einkaufen und flux war der Tag vorbei. 

Montag, 16.06.2025

Campbeltown Schottland 🏮󠁧󠁱󠁳󠁣󠁮󠁿 – Greencastle Irland 🇼đŸ‡Ș 

02.30 Tagwache! Etwas verschlafen den schnellen Kaffee schlĂŒrfend mussten wir uns beeilen, 03.00 Leinen los war angesagt. 61 NM standen uns bevor, leider mit wenig Wind, so dass wir bis auf 3 SM alles mit Motor gefahren sind.

Um 16.20 sind wir in Greencastel Irland angekommen. Im Hafen hatten wir keinen Platz, es gibt aber auch keine richtigen GĂ€steplĂ€tze. Doch am Schwimmsteg fanden wir Platz und lagen gut geschĂŒtzt. 

Dienstag, 17.06.2025

Greencastle, Hafentag

Ein sonniger Morgen. Ausgeschlafen machten wir uns auf dem Weg zur Erkundung des kleinen Ortes. Ein wunderschöner Strandweg fĂŒhrte uns der KĂŒste entlang im Sonnenschein.

Wir bewunderten die blĂŒhende Vegetation und die verschiedenen Baustile der HĂ€user an privilegierter Lage. Aus einer alten Festung wurde Wohnraum geschaffen, es wĂ€re spannend gewesen die HĂ€user von innen zu sehen.

Wandern macht Durst, so sind wir nach der RĂŒckkehr im Dorf im Garten des Pubs gelandet. Die BemĂŒhungen Fisch oder Meerestier zu kaufen blieben leider ohne Erfolg. So entschlossen wir uns den Krabbenkorb auszusetzen.  

Mittwoch, 18.06.2025

Greencastle Irland 🇼đŸ‡Ș – Port Ellen Schottland 🏮󠁧󠁱󠁳󠁣󠁮󠁿 

Gespannt sind wir am Morgen den Krabbenkorb bergen gegangen, doch leider haben wir nur eine kleine Krabbe gefangen, die wir wieder in die Freiheit entliessen. Um 09.30 haben wir Irland wieder verlassen um erneut in England einzureisen. Nochmals wurden die Vorschriften studiert und Chérif machte die Anmeldung im Internet. Schliesslich haben wir uns entschieden die Zollflagge Q (gelb) vor Ankunft im Hafen zu setzen. 

Vorschrift ist Vorschrift. Um 19.30 legten wir nach 40 NM in Port Ellen an. Vom Zoll war wie erwartet weit und breit nichts zu sehen. Leider konnten wir nur 1/3 der Strecke segeln. 

Donnerstag, 19.06.2025 

Port Ellen, Hafentag

Ein wenig ausschlafen, den Morgenkaffee geniessen und die Sonne liess sich auch noch blicken. Die anschliessende Dusche haben wir alle genossen. Wir durften einkaufen gehen und der Dieseltank war auch ziemlich leer. So gab es eine Aufteilung der Aufgaben. ChĂ©rif kĂŒmmerte sich um den Diesel, Susanne und ich waren fĂŒr Food und Beverage zustĂ€ndig. Die nahe Tankstelle hatte im Internet Dieselkanister und einen Trolley fĂŒr den Transport versprochen. Leider stellte es sich heraus, dass es gerade ein Kanister gab und dazu ein Sackwagen zum Transport. Somit bedeutete dies einige Male hin und her. Schliesslich fanden wir uns alle wieder zum Apero auf der CACHANA ein. ChĂ©rif bemerkte, dass ein Fischer einlĂ€uft. Strahlend kam er mit zwei gefĂŒllten PlastiktĂŒten zurĂŒck, 3. Krabben und 3. Hummer. Fantastisch. ProgrammĂ€nderung!



Statt dem Nachmittagsspaziergang gab es Krabben zum Mittagessen und die Hummer wurden gekocht und zu kalten Verwendung weiterverarbeitet. Welch ein Festessen.

Freitag, 20.06.2025

Port Ellen – Loch Tarbert, Ankerbucht

Gezeitenreviere haben es in sich. Daher war wieder einmal aufgrund der zu erwarteten Strömungen frĂŒh Aufstehen angesagt. Um 07.00 Leinen los, allgemeiner Kurs nach Norden. Ein sonniger Tag mit leider wenig Wind fĂŒhrte uns in die Ankerbucht.

Unterwegs blieben die Versuche zu Fischen leider ohne Erfolg. Um 13.10 sind wir bereits im Loch Tarbert nach 31 NM angekommen. Leider konnten wir nur 6.5 NM segeln. Der erste Ankerversuch verlief mit dem „Fang“ von grossen AlgenblĂ€ttern und ganzen UnterwasserĂ€sten.  Als wĂ€ren wir auf dem Seegrund im Urwald gelandet. 2 Versuch, geschĂ€tzt im sandigen Grund war erfolgreich.

So verbrachten wir einen gemĂŒtlichen Nachmittag mit anschliessendem Grill vor Anker. Kaum richtig eingeschlafen ging um 24.00 der Ankeralarm los. Völlig neu hörte der Schreibende diesen exklusiv und ging diesen an Deck quittieren. Leider driftete der Anker und mir ist es nicht gelungenen den  Alarm abzustellen, so beschloss ich ChĂ©rif zu wecken. Schlussendlich hatten wir wieder ein Teil des submarinen Urwalds am Anker, weshalb dieser bei stĂ€rkerem Wind nicht gehalten hatte. Wir haben neu geankert und die einen haben dann eine ruhige Nacht verbracht.

Samstag, 21.06.2025m

Loch Tarbert, Ankerbucht – Marina Kerrera (Oban)

Bei schottischem Wetter, Sonne, Wolken, Regen, u.s.w. lichteten wir den Anker bereits um 08.00. Vor uns lagen 44 NM, endlich mal wieder 32 NM unter Segel. Um 14.30 machten wir in der Bucht von Loch Spelve auf der Insel Mull einen Zwischenstopp um Moules zu kaufen.


Um 17.30 haben wir in der Marina Kerrera festgemacht. 

Wir haben Walter Kreideweiss zum Nachtessen eingeladen. Der liegt mit seinem mastlosen Segelschiff in der Marina und wartet auf einen neuen Mast. Er hat sich sehr gefreut ĂŒber den Besuch von der CACHANA Crew, hat er doch vor einer Woche seinen Masten in einer Wende geknickt. Er hat uns den Vorfall berichtet und sich ĂŒber die Moules zum Nachessen sehr gefreut. 

Sonntag, 22.06.2025

Marina Kerrera (Oban) – Tobermory Marina   

Endlich mal ein Segeltag! 25 NM eine Freude. Um 09.30 ging es los, bei böigen Winden und schottischem Wetter erreichten wir kurz vor 14.00 Uhr Tobermory. Ein schmuckes StÀdtchen mit vielen bunten HÀusern und vielen Touristen. Nicht fehlen darf eine Whiskeybrennerei. Wir erfreuten uns beim Nachtessen der Lobster mit Nudeln. 



Montag, 23.06.2025

Tobermory Marina, Hafentag

Ausschlafen, den Kaffee im Bett geniessen und schliesslich Einkaufen und an der Hafenpromenade bummeln, immer wieder mit kurzen Regenschauern. Mittagessen mit Austern und Prosecco im Pub, wunderbar!

Dienstag, 23.06.2025

Tobermory Marina – Insel Muck Ankerbucht

Um 10.30 ging es los, bei 12 KN Wind und einem Anlieger mit nur einem Holeschlag brachten wir die 20 Segel Mailen bis um 14.30 Uhr hinter uns.

Die schwierig anzusteuernde Bucht, machte doch viel Freude lebt doch dort eine kleine Seehundkolonie, die sich wohl der Menschen erfreuen. So waren zwei Schwimmerinnen am Strand eng begleitet von 4 Seehunden. Immer wieder schaute ein Kopf aus dem Wasser der uns beobachtete. Unser Nachbarschiff, die Zephirine, lud uns zu einem Apero zu Ihnen aufs Schiff ein. Wir wurden von Ihnen mit dem Dinghy abgeholt und wieder zurĂŒckgebracht.

Nette GesprĂ€che mit dem Eigner Ehepaar und deren GĂ€ste erfreuten uns. Bei der RĂŒckkehr zur CACHANA passierte es, ich stellte fest, dass der Flaggenstock sich nicht zum Festhalten eignet. Des Bösen war nicht genug, beim Aufziehen der Badeleiter ging noch die Rettungsboje ĂŒber Bord. Ein verlustreicher Abend, mit einem feinen Grill Nachtessen zur Versöhnung.

Fortsetzung folgt.

Einmal mehr in Largs

Di 10.6.25

Mit e bizeli Wehmut verabschieden wir uns von den MĂ€dchen auf dem Bahnhof in Largs. ;-))

Auf dem Nachhauseweg noch im Morrison vorbei um Einzukaufen. Just kommt derselbe Taxifahrer wie vorhin um uns aufzupicken. Wir sind nicht traurig mit dem Auto in die Marina zu fahren, kommen doch schon um 18.00 unsere Kollegen Anne und Bernhard zum Apero. Kaum daheim und fast schon alles verstaut, sehen wir den vis a vis stationierten Fischer einlaufen. Nichts wie hin, der Skip in Eile. :-)) Kaum zu glauben, wie herzlich und freundlich die Menschen hier in Schottland sind. AnnÀhernd 4 kg Langusten einfach so. Der Seemann will partout kein Geld. Bei der Schokolade hat er jedoch keine EinwÀnde. :-))

Gerade eben wieder auf der Cachana kommen unsere GÀste schon anmarschiert. Wir geniessen das Zusammensein und erzÀhlen einander von den Winterlager Erfahrungen und den SommerplÀnen. Kaum ist unser Besuch von Bord, fÀngt das Pulen an.

Wir sind sicher 2 Stunden an der Arbeit und freuen uns, wie kleine Kinder, auf die Langusten Pasta von morgen.

Heute gibts Seeteufelfilet auf Lauchbeet. Mhhh Zufrieden und vollgefress

 fallen wir in die Koje.

Mi 11.6.25

Was lange wĂ€hrt wird endlich gut. Heute werden unsere neuen Batterien eingebaut, 2 neue Solarregler montiert, das neue Landstrom LadegerĂ€t eingebaut und diverses neu verkabelt. Was man fĂŒr diese Arbeiten alles aufschrauben, ausrĂ€umen und abhĂ€ngen muss, wird ev mit den Photos klar. :-))

In der Zwischenzeit wĂ€scht, imprĂ€gniert und entschimmelt die Bordfrau was das Zeug hĂ€lt. Sage und schreibe knapp 14000 Schritte habe ich zurĂŒckgelegt.

Unser Bootsplatz liegt wirklich sehr idyllisch aber nicht gerade neben der Waschmaschine. Wir haben uns die feine Pasta am Abend wirklich redlich verdient.

Do 12.6.25

Der Tag vergeht wie im Fluge. ChĂ©rif handwerkelt und zimmert eine Kiste fĂŒr den gewonnenen Platz bei den Batterien.

Ben kommt noch vorbei um das Provisorium des Unterliekspanners zu ersetzen und das 3. Reff praktikabel zu machen. Eigentlich hÀtte dies zeitlich nur den Morgen beanspruchen sollen, aber wies so kommt, Ben kommt am Nachmittag wieder. :-))

Nun dies und jenes noch erledigen. Zum Znacht gehts mit Anne und Bernhard ins Scotts. Auch dieses mal sehr lecker. Und Yeah, Morgen kommt unser lieber Freund Didé auf die Cachana. Wir freuen uns sehr. Bis bald Cachanieros

vom Winde eingeweht

Am Samstag brachen wir frĂŒh auf,
mit Eiersandwich und gutem Lauf.
Der Weg war lang, die PlÀne vage,
mit Zug und Bus durch manche Lage.

In Largs dann spÀt an der Abendzeit,
da waren wir zum Schlaf bereit.
Doch erst empfangen herzlich warm,
vom Skipperteam mit gutem Charme.

Ein Mitternachtssnack stillt den Magen,
wir konnten kaum noch weiter klagen.
Dann krochen wir ins kalte Bett,
dass unser Heim ward – stets ganz nett.

Der Wind blies stark, das Meer zu wild,
der Irlandplan war nicht erfĂŒllt.
So blieben wir am Hafenrand
und suchten Zeitvertreib im Land.

Ein Foodmarkt klein, doch gut besucht,
von Regen fest und nass durchflucht.
Die Schott:innen – so standhaft, klar –
und wir, gezwungen, wie es war.

Im Pub gewÀrmt, bei Bier und Wort,
dann heimwÀrts an den Promenadensport.
Am Abend dann, oh welch ein GlĂŒck,
gab’s Raclette mit viel KĂ€sestĂŒck.

Am nÀchsten Tag durch Moor und Wald,
bei Regen, Nebel, Schafen kalt.
Nadine, sie fand eine Route fein,
durch Heidelbeer und Schlamm hinein.

Mit nassen Schuhen, Zeckenbiss,
verloren wir zwar nicht den Biss.
WindrÀder drehten leis und stumm,
ein Schloss, bemalt – ganz mĂ€rchenhaft drum.

Ein Raveplatz lag versteckt im GrĂŒn,
wir stapften weiter, ohne MĂŒh’n.
Die App Komoot sprach: “Leicht zu gehen!”
Doch liess uns das ganz anders sehen.
Am Ende war’s ein weiter Tritt,
durch hohes Gras und Matsch und Gritt.

Doch freuten wir uns umso mehr,
die Dusche kam – und wie so sehr!
Ein warmer Strahl, was fĂŒr ein Los:
nach Wanderschritt durchs Wiesengross.

Dann ging’s mit Zug nach Glasgow rein,
die Stadt bei Regen – grau und fein.
Die FĂŒhrung dort mit Angi klang
nach Wissen – doch Dialekt sehr bang.

Wir ahnten mehr, als dass wir’s wussten,
doch lachten mit, wenn andre mussten.
Mit Witz und Herz sie weitersprach,
und uns zum Lachen auch verbrach.

Die Stadtrundfahrt – mit Hop on Tour,
gab Einblick tief in Glasgows Spur.
Wir merkten bald, was Glasgow kann –
wir kommen wieder, irgendwann.
Doch nÀchstes Mal, bei Sturm und Wind
vergessen wir nicht den Regenschirm.

Am Mittwoch stand noch nicht fest,
ob uns der Wind schon fahren lÀsst.
Wir prĂŒften Böen, suchten Rat,
der Hafen blieb fĂŒr uns der Pfad.

Wir tankten Wasser, ganz in Ruh,
Alex las aus dem „Ikigai“ dazu.
Nadine jonglierte still dabei,
das Wetter blieb uns einerlei.

Wir blieben dort, die See zu rau,
ein Spaziergang folgte, Himmel grau.
Am Abend kamen GĂ€ste her,
Ursula und Alex – das freute uns sehr.
Bei Fajitas und gemĂŒtlichem Sein
kehrte im Hafen Frieden ein.

Am Donnerstag, dann endlich klar:
Die Jungfernfahrt – wie wunderbar!

Drei Stunden segeln, Proben, Test,
bis wir den Anker warfen fest.
Wir fuhren mit dem Schlauchboot sacht,
zur KĂŒste, wo ein Schlossgarten wacht.

Wir kletterten flink und ohne Zaudern, 
um Schloss und Garten anzuschauen. 
Am Abend dann Rubikon gespielt,
gelesen, gelacht, was uns gefiel.

Der Freitag kam mit kurzer Fahrt,
fĂŒnf Meilen mit dem Motor zart.
Dann wieder Resi, diesmal gepackt,
zur Insel Holly hat sie uns gebracht.

Nadine fand, wie stets geschwind,
den Wanderpfad durch Felsen und Wind.
Doch wie so oft, das Timing klemmt,
die App hat uns zu wenig Zeit geschenkt.

Zweimal so lang wie eingeplant,
wir stapften hoch, vom Wind umspannt.
Dreihundertachtzehn Meter steil hinauf,
der Trampelpfad nahm seinen Lauf.
In Felsen gehauen, fern von Worte,
ruhten buddhistische Symbole still am Orte.

Ein Apfel gab uns neue Kraft,
das Gipfelfoto war geschafft.
Dann ging es steil hinab ins Tal,
mit mĂŒden Beinen, doch einmalig war’s allemal.

Der nÀchste Tag kein Wind, kein Hauch,
nur Motorbrummen, Wasser, Rauch.
Wir fuhren still in neuer Spur,
die See ganz glatt, Natur in Ruhe pur.

RegelmÀssig sank die Angel
in das dunkelblaue Meer,
doch trotz vieler neuer Haken
kam kein Fisch zu uns hierher.

Ein kurzer Ruf, dann grosses Staunen,
ein Delfin sprang durch die Wellenlaunen.
Ein kleiner Gruss aus tiefer See,
bevor es weiterging auf Fahrt im Reh.

Im Hafen von Tarbet dann endlich das Ziel,
mit einem Wunsch, ganz schlicht und viel:
Die Dusche war, ein echtes Fest,
wenn Salz und Wind dich nicht mehr lÀsst.

SpÀter sass man froh im Gasthaus,
MeeresfrĂŒchte auf dem Tisch:
Muscheln, Scampi, feine Makrele 
jedes StĂŒck ein Hochgenuss.

Dann wurde weiter rund gesegelt,
um die Insel Bute, wo der Wind verweht.
Ganz leise zog das Segel mit,
Ref drei gespannt im leichten Schritt.

Vor Anker kam dann grosser Fang,
Nadine hielt durch und hatte Klang.
Vier Makrelen zog sie raus,
der Eimer fĂŒllte sich durchaus.

Susanne, Cherif flink und klug 
nahmen sich der Fische an mit Mut.
Sie filetierten, legten GrÀten sauber aus;
wÀhrend Alex mit Nadine fuhr im Dingi raus.

Dort entdeckten sie am Felsen
eine kleine Seehundschar,
ruhend, rollend, voller Neugier 
fast zum Greifen wunderbar.

Am Montag ging es weiter sacht,
fĂŒnf Meilen, die der Hafen lacht.
Wir wollten auf Entdeckungstour,
doch blieb es aus die Inselnatur.

Im Regen standen wir bereit,
fĂŒr Bus und Bild und Reisefreud.
Doch dann erfuhren wir vor Ort,
der Bus kaputt und heute leider fort. 

Susanne fand es dann heraus,
so ging es nass zurĂŒck ins Haus.
Doch trocken war das Schiff ganz fein, 
so genossen wir die Ruh mit Tee und Wein.

Am Abend gab es ein Gericht, 
das jeder Segler:in entspricht.
Raclette, heiss und wunderbar,
mit KÀse, Glut und Freude klar. 

Am Dienstag ging es heimwÀrts dann,
zurĂŒck nach Largs, wo fing es an.
Dort auf Cachana wartend, lang ersehnt und still, 
die Batterien bereit fĂŒr Strom und Segelwill.

Nadine und Alex steigen aus,
die Reise fĂŒhrte sie nach Haus,
doch erst nach Edinburgh zurĂŒck,
zwei Tage Stadt und Landblick.

Trotz Regen, Wind und nassem Kleid
war’s eine schöne, gute Zeit.
Wir danken euch von Herzen sehr
fĂŒrs Segeln, Teilen und noch mehr.

Mit Freude blicken wir zurĂŒck,
auf Meer, auf Wind, auf kleines GlĂŒck.
SUC, ihr macht das einfach fein –
wir hoffen, bald wieder dabei zu sein!

Jetzt geht’s Los!

Als wir unser GepĂ€ck begutachten fragen wir uns , wo wird dies alles Platz auf der Cachana haben. Umso mehr kommt diese Frage beim Check-in auf. Ach du meine GĂŒte: 31.8, 29.7, 25.3, 23.4 kg und noch 3 HandgepĂ€ckstĂŒcke. Jaa ihr habt recht. Ausnahmsweise fliegen wir Business, aber nur wegen dem GepĂ€ck. Man rechne ZusatzgepĂ€ck mal aus. Zum GlĂŒck haben wir den Flughafen schon am Samstag besucht und können somit ohne Stress am Sonntag beizeiten die ÖV benutzen. FrĂŒh morgens schellt der Wecker und wir kommen gut gelaunt am Flughafen Kloten an. Die FlĂŒge ,ĂŒber Frankfurt nach Glasgow, verlaufen ohne Probleme. Jedoch bei der Ankunft in Glasgow schaukelt es schon ordentlich.

Gut gelaunt holen wir unser GepĂ€ck und kommen ohne Probleme durch den Zoll. :-)). Wir haben noch ordentlich Zeit bis unser Zug nach Largs abfĂ€hrt. Ein geschĂ€ftstĂŒchtiger Taxifahrer offeriert uns die Fahrt nach Largs zum Salepreis. Bingo, wir nehmen an, da uns der Weg vom Bahnhof zu unser Unterkunft schon ein wenig Sorge bereitet hat. Sehr zufrieden beziehen wir unsere kleine Wohnung , welche wir schon vom letzten Herbst kennen. Danach natĂŒrlich Pub-Besuch und Schottland spĂŒren.

Gelingt uns sehr gut. Am Abend treffen wir unsere Freunde Ursula und Alex zum Apero . Sie sind schon vor 2 Tagen in Largs angekommen um Ihr Boot, die Silmaril, startklar zu machen. Zum Znacht gehts gemeinsam ins Thirty 3.

Die nÀchsten Tage vergehen wie im Flug. Cachana vorbereiten,

Ruder richten,

sich ĂŒber die Batterien Spedition informieren und verfolgen, Einkaufen, Geburtstag feiern und sich mit lieben Freunden zum Znacht treffen.

Am 28.5. ist es endlich soweit,

die Cachana wird zu Wasser gelassen, welch Freude.

Wir fahren in die Largs-Marina in welcher Alex schon vor lÀngerer Zeit 2 PlÀtze reserviert hat.

Leider kann die Silmaril erst morgen ins Wasser. Wir verbringen den Nachmittag mit Einrichten, Waschen und den Einbau der neuen KĂŒchen-Armatur. Ach neee, es fehlen Dichtungen und der Anschluss ist nicht der gleiche wie gehabt. Der BootsausrĂŒster hat schon zu, na ja morgen halt. Das Wasser fĂŒr den morgen Kaffee holen wir am Steg, passt. :-)) Unser Abendessen geniessen wir im Hafen-Restaurant, es war sehr lecker. Am nĂ€chsten morgen auf zum AusrĂŒster. Armatur montiert und EinsatzfĂ€hig :-)) Danach gehts mit dem Bus nach Largs um einzukaufen.

Kaum daheim und fast fertig mit einrÀumen kommt eine Whatsapp von der Silamril. Sie sind im Anmarsch . :-)) Schnell die Beine unter die Arme genommen und los gehts. Knapp erreichen wir den Anlegeplatz bevor sie kommen, viel weiter könnten unsere LiegeplÀtze nicht auseinander liegen. :-)) Leinen werden entgegen genommen und schon ist die Silmaril fest in Largs angebunden. Noch einige Arbeiten auf der Cachana erledigen und schon ist wieder Abendessens Zeit. Es gibt frischen Dorsch auf Lauchbeet mit Reis.

Mhhh. Gut ausgeruht erwarten wir am nĂ€chsten Vormittag den Rigger, um den neuen Unterliekspanner zu montieren. Es geht viel lĂ€nger als erwartet. Anstatt 2 Stunden braucht Ben sagenhafte 5 Std. Nein, es ist nicht wie erwartet das Seil gerissen, sondern der Schlitten im Baum ist gebrochen. In der Zwischenzeit macht sich die Vorschoterin auf, um den KrĂ€utergarten zu bestĂŒcken. Rosmarin scheint in Schottland nicht zu existieren. Aber Thymian in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Pfefferminz und Oregano sind gut erhĂ€ltlich. Rosmarin bestellen wir als Setzling bei Nadine in der Schweiz und hoffen es klappt zum Einsetzen. Am spĂ€ten Nachmittag helfen wir, nach einem kĂŒhlen Cider, Ursula und Alex das Grosssegel und die Genua anzuschlagen. Kurz danach wird auch auf der Cachana die Genua montiert. Die Lifelines mĂŒssen noch montiert und die Reffs eingezogen werden. FĂŒr den geplanten Grill reicht es definitiv nicht mehr.

Wir besuchen das Restaurant Scott zum Znacht, auch die Silmarilcrew ist dabei und wir geniessen einen schönen Abend zusammen. Am Sa morgen werden die Lebensmittel noch aufgestockt und wir freuen uns sehr auf die Ankunft von Nadine und Alex heute Abend. Juhu

bis bald Cachanieros

Der Schlussspurt…

Sonntag, 25. 8.2024 Nachdem wir uns von DidĂ© verabschiedet haben, realisieren wir, dass unsere Ferien definitiv dem Ende zu gehen. Es regnet wieder einmal! :-)) Wir stöbern beim gut ausgestatteten Schiffsbedarf HĂ€ndler herum und kaufen ein paar Kleinigkeiten. Anschliessend rĂ€umen wir die hintere Koje der Cachana und machen sie bereit fĂŒr’s Winterlager. Am Nachmittag telefonieren wir mit der Marina in Largs . Sie haben ab Montag einen Platz fĂŒr uns, Juhu. Am Nachmittag nochmals Windböen ĂŒber 45 kn und das im Hafen.

Zum Znacht gibt’s ein gemĂŒtliches Raclette mit den letzten VorrĂ€ten. In der Nacht pfeift der Wind immer noch durch’s Rigg.

26.8.2024 Zum GlĂŒck bewahrheitet sich heute der Wetterbericht, nur noch 10-15kn Wind auf die Nase. Wir motoren nach Largs.

Nun beginnen die RĂ€umungs-Reinigungsarbeiten. Diverse AbklĂ€rungen und Termine mit dem Elektriker, Rigger, Motormechaniker und Segelmacher werden getĂ€tigt und abgemacht. Die Waschmaschine lĂ€uft im Dauerbetrieb. Die Zeit vergeht im Fluge. Am Abend geniessen wir im gemĂŒtlichen Hafenrestaurant einen feinen Znacht.

27.8.2024 Heute um 17.00 Uhr sind wir bei Anna und Bernhard zum ApĂ©ro eingeladen. Wir haben die zwei schon in Kip kurz kennen gelernt . Doch zuerst gibts noch einiges zu tun. Die Taschen werden gepackt. Der Wassertank gereinigt und die abgemachten Termine mit den Handwerkern fĂŒllen den Tag vollumfĂ€nglich aus. Die Co-Skiperin bringt die 2 vollen Taschen mit dem Taxi in das gemĂŒtliche Air B&B in Largs, welches wir fĂŒr 2 Tage gemietet haben. Der Skip beobachtet aufmerksam den Mechaniker beim Motorservice. Dann endlich ist es soweit. 17.00 :-)) Wir geniessen den hĂŒgeligen ApĂ©ro in vollen ZĂŒgen. Die zwei Gastgeber sind sehr nett und sympathisch! Sie werden Ihr Schiff am gleichen Ort wie wir im Winterlager haben. So hoffen wir doch auf ein Treffen im 2025. 19.10 Uhr mĂŒssen wir uns leider verabschieden. Wir sollten den Bus nach Largs noch erreichen, haben wir doch um 20.00 einen Tisch in der Tapas Bar gebucht, welche in der NĂ€he unserer Wohnung liegt.

Aussicht von der Wohnung

Es ist so superlecker, dass wir fĂŒr morgen Abend gleich nochmals einen Tisch reservieren.

Zufrieden und mit vollen BĂ€uchen fallen wir mĂŒde ins Bett.

28.8.2024 Heute ist frĂŒh Tagwache. Da um diese Morgenstunde noch kein Bus in die Marina fĂ€hrt haben wir ein Taxi geordert. Um 8 Uhr dann Leinen los und wir motoren gemĂŒtlich in die Fairlie Marina, wo um 8.30 der Kran zum Auswassern der Cachana bereit steht.

Es klappt alles wie am SchnĂŒrchen. Dave erklĂ€rt uns das Vorgehen und wir fahren die Cachana in die richtige Position unter die Gurten.

Los gehts. Auf halbem Weg verlassen wir ĂŒber den Bug das Schiff und weiter gehts in die Höhe.

Wir sind sehr gespannt, wie das Unterwasser der Cachana aussieht. Wurde sie doch im FrĂŒhling nicht aus dem Wasser genommen und geputzt. Wieviel Kraut hat es dran, welches uns sicher in der Geschwindigkeit einen Knoten gekostet hat. Wow, beim Wasserspiegel grĂŒnts so grĂŒn wenn Atlantikalgen blĂŒhn.

Mit Hochdruck wird geputzt und den Rest reinigen wir im Schweisse unseres Angesichts mit Schwamm und Putzstein. Das Boot wird fachmÀnnisch auf den Bock gestellt, sodass wir unsere Arbeiten an der Cachana fertig stellen können.

Gegen Abend nehmen wir den Bus zurĂŒck nach Largs. Schnell eine erholsame Dusche und schon sehen wir uns in der Tapas Bar wieder. Auch heute ein Genuss.

29.8.2024 Man könnte Ausschlafen, wenn wir nicht schon um 7 wach wĂ€ren. :-)) Wir gehen den Morgen gemĂŒtlich an. Packen, beim Italiener um die Ecke noch einen feinen Kaffee getrunken und schon gehts zum Bahnhof und mit dem Zug nach Glasgow. Nach einer unterhaltsamen Fahrt, lassen wir uns zur Unterkunft chauffieren. Welch ein altes imposantes Haus, uns gefĂ€llts.

Wir quartieren uns im Dachgeschoss ein, nachdem Chérif unser GepÀck die 3 Stockwerke, mit schmaler Wendeltreppe, hinauf geschleppt hat. Im Garten gönnen wir uns einen feinen Apéro mit Mittagessen. Anschliessend entdecken wir Glasgow. Zuerst Necropolis,

ein Viktorianischer Friedhof mit imposanten GrÀbern und Mausoleen aus dem 19. Jahrhundert.

Direkt danach gehts in die St. Mungo`s Cathedral, eindrĂŒcklich.

Wir zwei mögen “Hop on Hop off” sieht man dabei oft einen grossen Teil der besuchten Stadt. Schon sitzen wir im Bus und geniessen die, bei schottischem Wetter, informative Fahrt.

Uns beeindrucken immer wieder diese Murals in verschiedenen Formen und Farben.

Stundenlang schlendern wir danach durch die Altstadt nicht ohne uns zwischendurch in einem Pub ein kĂŒhles Bier zu genehmigen. Wir geniessen den letzten Abend unserer Reise in vollen ZĂŒgen.

30.8.2024 Das schmackhafte FrĂŒhstĂŒck essen wir mit Freuden und geniessen den italienischen Kaffee. Die Taschen sind schnell gepackt und wir machen uns nochmals auf, Glasgow zu erkunden. FĂŒr einen kurzen StĂ€dtetrip gefĂ€llt uns die Stadt sehr.

Alle Museen kosten keinen Eintritt. Die Architektur wechselt stÀndig, von Alt zu Modern und umgekehrt.

Um 15.15 fÀhrt unser Bus nach Edinburgh Airport. Unser Plan am Flughafen noch etwas kleines zu Schnabulieren geht nicht auf. Zu lange ist die Schlange bei GepÀck, Pass und Sicherheits-Kontrolle. JÀ nu.

Im Flugi gibts fĂŒr die einen noch einen kleinen Snack. In Kloten angekommen holt uns Chantal vom Flughafen ab. Welch Freude einander in die Arme zu schliessen. Zu Hause angelangt geniessen wir das kaltgestellte, kĂŒhle Bier und lassen den Sommer noch ein wenig Revue passieren. Wohin uns unsere nĂ€chste Reise fĂŒhrt wissen wir noch nicht genau.

Aber wenn Ihr Blog lesend dabei sein möchtet, nur zu. Wir haben Freude daran. Und jetzt TschĂŒss bis hoffentlich im 2025.

die Cachanieros

Irland 🇭đŸ‡ș – Schottland 🏮󠁧󠁱󠁳󠁣󠁮󠁿

Flug ZĂŒrich – Dublin, Busfahrt Dublin – Killybegs

Ein beeindruckender Flug fĂŒhrte mich nach Dublin. Mich erstaunten die extrem grossen Windparks vor den KĂŒsten von Holland und Grossbritanien. Mit Regen in ZĂŒrich gestartet ĂŒberraschte mich Irland mit Sonne. Zum GlĂŒck hatte ich den Bus ab Flughafen noch nicht gebucht, da wir doch einige VerspĂ€tung hatten. Sich die Zeit zur vertreiben mit einem Bier gestaltete sich etwas schwierig, da ich nur Coffeeshops finden konnte. Schliesslich fand ich doch noch ein Pub. Auf die vierstĂŒndige Busfahrt nach Killybegs hatte ich mich gefreut, sieht man doch etwas vom Landesinnern. Die ersten zwei Stunden leider nicht, die Autobahn verlĂ€uft in einem Graben, somit keine Aussicht. Der zweite Teil entsprach dann meinen Vorstellungen. In Donegal musste ich den Bus wechseln, leider VerspĂ€tung, Bus weg. Ich entschied mich fĂŒr einen Taxi. So kam ich pĂŒnktlich auf der Cachana um 18.30h an. Mit Freuden begrĂŒssten wir uns. Zum Nachtessen gingen wir auswĂ€rts, was sich ein wenig schwierig gestaltete, entweder geschlossen oder ausgebucht. Bei einem Chinesen kamen wir dann noch unter, Menu soso lala. ZurĂŒck auf dem Schiff puffte ich noch ein und nach einem Schlumi ging’s in die Koje. Im Taxi habe ich erfahren, dass Killybegs der grösste Fischereihafen von Irland ist.

Donnerstag, 08.08.2024

Killybegs – Aran Island

Nach einer kurzen Nacht ging es zeitig um 07.30h los. Stark bewölkt, fast im Nebel, nur mit Motor, der Wind hielt sich noch zurĂŒck. Der Nebel entwickelte sich zum Nieselregen, willkommen in Irland.

Doch alles wird besser, zwar bewölkt, aber trocken konnten wir einen schönen Segel Tag geniessen. Das GlĂŒck war auf unserer Seite, wir konnten einige junge Delphine beobachten, die mit der Bugwelle der Cachana spielten.

Um 17.00h legten wir hinter der Aran Insel an einer Boje an. Die 40sm verflogen wie im Nu und ich hatte mich bereits an die z.t. nicht kleinen Wellen gewöhnt.

Freitag, 09.08.2024

Bojentag Aran Island, Ausflug Burtonport

Nach einer nicht ganz ruhigen Nacht, Windböen kommen ĂŒber den Berg und die Wellen weiss woher, wird noch ein wenig ausgeschlafen. Der Wetterbericht hatte fĂŒr heute Starkwind angesagt, was uns dazu bewog einen Tag in der Bucht zu bleiben.

Das Dingi wurde aufgeblasen und wir konnten auf die Aran Island ĂŒbersetzen. Wohlgemerkt mit Ölzeug Hosen, die Wellen schwappten ĂŒber. Mit der FĂ€hre machten wir einen Ausflug nach Burtonport.

Nach einer kleinen Wanderung durchs Dorf fanden wir uns zum Mittagessen im Lobster Pot wieder, wo wir genötigt wurden auch einen solchen zu verzehren. Es schmeckte wunderbar.

Mit der FĂ€hre zurĂŒck nach Aran Island. Das Pub musste auch noch besucht werden, im Windschatten konnten wir das Guinness sogar Outdoor geniessen.

Mit dem Dingi zurĂŒck auf‘s Schiff, ein wenig trockener als auf dem Hinweg.

Samstag, 10.08.2024

Aran Island, – Sheep Haven, Dunfanagly Bay

Die zweite Nacht an der Boje ĂŒbertraf die Erste ein wenig, doch vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit ans Schwojen und KrĂ€ngen. Um 10.00h legten wir ab an der Boje, nachdem wir Resi wieder platt gemacht hatten. Bei wechselndem, aber trockenen Wetter konnten wir mehrheitlich die Sonne geniessen. Ein weiterer Segel Tag der Freude bereitet. Bei Winden um die 25kn, mit leider einigen starken Böen gut segelbar. Unterwegs zeigten sich wiederum einige Delphine, wenn dieses Mal nur kurz. Um 18.00h konnten wir in der Dunfanagly Bay nach 30sm in 10m Wassertiefe Ankern.

Sonntag, 11.08.2024

Sheep Haven – Ballymastocker Bay

Leider war der Schlafkomfort am Anker auch nicht wie gewĂŒnscht, also eine weitere unruhige Nacht. Um 08.15h ging es bereits los, Anker hoch. Diesen Abend wollten wir in einer Bucht kurz vor dem Malin Head ankern, damit wir diesen am Folgetag umrunden konnten. Der Malin Head ist das Kap an der Nordwestecke von Irland und berĂŒchtigt fĂŒr seine Gezeitenströmungen. Somit waren wir mit Gezeitentabellen beschĂ€ftigt, um den optimalen Zeitpunkt fĂŒr die Rundung am nĂ€chsten Tag herauszufinden. Anfangs mit Wind unter 20 kn segelten wir in die Tullagh Bay. Unterwegs hatten wir AnglerglĂŒck und haben gleich 10 Makrelen gefangen.

Wir ankerten und wollten ĂŒber Nacht bleiben. Nach dem dritten Ankerversuch brachen wir die Übung ab. Der Anker viel immer auf steinigen Grund und hielt nicht.

Wir beschlossen einen anderen Ankerplatz zu suchen, der aber weiter zurĂŒck in Lough Swilly liegt. Beim ZurĂŒcksegeln gab es einen lauten Knall, der Unterliekstrecker war gerissen. Da die Schot mit Übersetzung im Grossbaum verlĂ€uft, konnten wir nur ahnen, dass der Spleiss vom Drahtseil auf die Schot aufgegangen ist.

Schliesslich sind wir um 16.30h in der Ballymastocker Bay angekommen. Eigentlich sollten da Bojen zum Anlegen sein, doch leider nein. Die Wellen waren leider grösser als erwartet und die Windabdeckung liess zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Wir verkrĂŒmelten uns in die hinterste Ecke der Bucht, wo wir glaubten einen ruhigen Ankerplatz gefunden zu haben.

Montag, 12.08.2024

Ballymastocker Bay – Portrush

Die Nacht der NÀchte. Leider war der Eindruck einen vermeintlich ruhigen Ankerplatz gefunden zu haben, völlig falsch. Einige Gewitter mit völlig drehenden Winden und Böen von der Seite liessen die Nacht unvergessen bleiben. Unsere lieben Eigner haben wohl diese Nacht sehr wenig geschlafen, der Schreibende deutlich mehr. Doch in der Koje eine Stellung zu finden, um ruhig zu liegen war definitiv schwierig.

So waren wir froh, dass der Anker gehalten hatte und zudem noch ohne weitere Probleme gelichtet werden konnte. Um 10.00h ging es dann los Richtung Malin Head, mit der Ungewissheit was uns da erwarten sollte? Um 13.40h waren WSW vom Leuchtturm Inishtrahull auf der Spitze des Malin Head.

Die Strömungen hatten wir richtig vorausgesehen und die Wellen hielten sich in Grenzen.

Wir haben um 17.40 den Hafen Portrush erreicht. Die 43sm haben wir schliesslich genossen und uns ĂŒber einen wunderbaren Segel Tag gefreut.

Den Mythos Malin Head hatten wir nun erlebt.

Dienstag, 13.08.2024

Portrush im Hafen

Das Schöne an einem Hafen ist, dass es da Duschen gibt! Wir haben den Tag mit Einkaufen, ein wenig im kleinen Touristen Ort Bummeln und mit dem Genuss der lokalen KĂŒche, verbracht.

Mittwoch, 14.08.2024

Portrush – Rathlin Island

ChĂ©rif hatte mit dem Hafenmeister abgemacht, dass er um 09.00h mit ihm an der Tankstelle Diesel holen kann, da es im Hafen nur Diesel fĂŒr den kommerziellen Gebrauch gibt (roter Diesel). Der nette Mann hatte das aber wohl vergessen, daher fand die Aktion erst um 10.00h statt. DafĂŒr perfekt mit 25L Kanister und grossem Trichter.

Um 10.30h ging es dann endlich los. Bei moderaten sĂŒdlichen Winden und sonnigem Wetter segelten wir Richtung Rathlin Island, einer Nordirischen Insel, die auf der Karte aussieht wie ein Bumerang. Um 15.30h haben wir nach erfolgreichem Angeln von 4 Makrelen im kleinen Hafen angelegt.

Kaum vollbracht wurden wir vom freundlichen Hafenmeister begrĂŒsst und gebeten am anderen Schwimmsteg fest zu machen, da dieser fĂŒr kleinere Boote sei. SelbstverstĂ€ndlich kamen wir seinem Wunsch nach, was uns windtechnisch leider auf die falsche Seite vom Steg brachte.

Dies fĂŒhrte in der Nacht zu quietschenden Fendern. Die Insel ist ĂŒbersichtlich, ein Hotel mit Restaurant und ein Pub. Der Abend wurde etwas lĂ€nger, da wir in meinen Geburtstag hineinfeiern durften mit frischen Hummer zum Znacht.

Ich wurde mit einem KĂ€sekuchen und einer Happy Birthday Girlande ĂŒberrascht.

Donnerstag, 15.08.2024

Rathlin Island im Hafen

Schliesslich mussten wir ein wenig ausschlafen, nach dem nĂ€chtlichen Feiern. Wir machten eine Inselwanderung zum sĂŒdlichen Leuchtturm.

Leider musste ich auf dem halben Weg umkehren da mein Knie streikte. Susanne und ChĂ©rif wurden mit der Sattelrobenkolonie belohnt, die unweit des Leuchtturms lag. Ich verbrachte die Zeit bis zu Ihrer RĂŒckkehr im Pub, wo ich die Zeit mit einigen GesprĂ€chen genoss. FĂŒr das Abendessen hatten wir im Hotel reserviert, wo wir den Service und das Mahl geniessen konnten. FĂŒr nur das einzige Restaurant auf der Insel, war es wirklich einem Geburtstagsessen wĂŒrdig.

Freitag, 16.08.2024

Rathlin Island – Adminish Bay

Wir verliessen am Morgen die Bumerang Insel und somit auch Nordirland.

Wir hatten 32sm vor uns. Unterwegs mussten wir im Nord Channel das Verkehrstrenngebiet senkrecht durchqueren. Am Anfang war weit und breit kein Frachter in Sicht, doch kam dann doch noch einer schnell auf uns zu und wir hofften, dass er seinen Kurs etwas korrigiert, was er schliesslich auch tat.

Da in der Adminish Bay erst kĂŒrzlich ein Steg gebaut wurde konnten wir ohne Resi aufpumpen an Land.

Da genossen wir den Ankunftsdrink in Begleitung einiger Austern in vollen ZĂŒgen.

Samstag, 17.08.2024

Adminish Bay – Crinan Harbour

Um 09.00h ging es bereits los, da wir an unserem Ziel der Einfahrt zum Crinan Kanal noch die Schleuse passieren wollten.

Bereits um 15.00h sind wir vor der ersten Schleuse angekommen.

Wir mussten aber noch bis 15.50h warten, bis wir in diese einfahren konnten.

Die Zweite unmittelbar danach hatten wir bereits um 16.30h passiert. Wir legten an im PĂ€ckchen. Das Boot war verlassen.

Schliesslich wollten wir noch etwas einkaufen, die Weisswein VorrĂ€te waren auf ein bedenklich tiefes Mass gesunken. Unterwegs trafen wir unsere PĂ€ckchenlieger, die wollten nach unserer RĂŒckkehr noch ablegen und ein StĂŒck im Kanal weiterfahren. Dies fĂŒhrte dazu, dass wir leider im Hotel an der Bar keinen Apero einnehmen konnten. So kauften wir zwei Flaschen Weissen ĂŒber die Gasse, da der kleine Laden mehr Hardware als anderes zu verkaufen hatte.

ZurĂŒck am Schiff gab es endlich den Anlegedrink und nachfolgend verliessen uns unsere Nachbarn und wir konnten direkt am Steg anlegen.

Sonntag, 19.08.2024

Crinan Kanal

Wir waren spĂ€t dran, es war ja schliesslich Sonntag. Nach dem AuffĂŒllen des Wassertanks gings es um 12.00h endlich los. Der Kanal war am Anfang sehr schmal und wir hofften nicht gerade auf Gegenverkehr. Man kam sich vor wie auf einer Bergstrasse, rechts der Hang auf der linken Seite die Kanalmauern mit zwischendurch Aussicht auf den trockengefallenen Oberarm.

Die Vegetation war ĂŒppig und die vielen Rhododendron liessen einen erahnen was fĂŒr eine BlĂŒtenpracht da im FrĂŒhling herrschen musste. Nach 2.5sm Fahrt erreichten wir die erste Schleuse mit Handbetrieb. Es ging nach oben. Unter Mithilfe der freundlichen Schleusenmannschaft wurden wir in die Praktiken der alten Schleusen eingewiesen.

Wir fuhren in einem Konvoi von 4 Schiffen, welche immer die Schleusen fĂŒllten, bzw. knapp darin Platz hatten.  Ich durfte die Landmannschaft ĂŒbernehmen, wĂ€hrend dessen sich Susanne und ChĂ©rif um die Leinen kĂŒmmerten. Landmannschaft heisst, Schleusentore auf und zu, Wasserzulauf und -ablauf auf und zu.

Es ging ĂŒber 5 Schleusen nach oben. Um 16.30h waren wir auf der Passhöhe (Höchster Kanalabschnitt) angekommen.

Die Übernachtung wurde aber in tiefere Kanalabschnitte verlegt. UrsprĂŒnglich wollten wir drei Tage im Kanal verbringen. Doch der Wetterbericht liess uns die Kanalfahrt auf 2 Tage beschrĂ€nken. Dies hies vor dem wohlverdienten Abendessen nochmals 4 Schleusen nach unten. Das ging schneller auch dank der grossen Mithilfe der Kanalcrew. Wir bedankten uns mit Schweizer Schokolade. Diese wurde sehr geschĂ€tzt. So hatten wir um 17.40h bereits zur Übernachtung angelegt. Schliesslich war die Zeit gekommen, um das erste Mal in meiner Anwesenheit den Grill auszupacken.

Nach meiner doch leichten MĂŒdigkeit nach 9 Schleusen konnte ich das Abendessen umso mehr geniessen.

Montag, 20.08.2024

Crinan Kanal – Tarbert Loch Fine

Nach der Grillparty waren wir wiederum nicht allzu frĂŒh unterwegs. Schliesslich waren es nur noch knapp 4sm bis Ende Kanal und weitere 4 Schleusen, welche die Letzen zwei davon, automatisiert waren. Die Fahrt dauerte von 11.30h bis 13.00h.

In der ersten Schleuse waren wir von einem riesigen Ausbildungsschiff ĂŒberrascht, das wohl genau in die Schleuse passte.

In der Auslaufschleuse vom Kanal ins Meer waren wir von starkem Seitenwind betroffen, was leider zu einem Kratz an der Cachana Seitenwand fĂŒhrte, da wir die Schleusenwand streiften.

Um 13.30h segelten wir mit viel Wind unserem Tagesziel entgegen. Die Marina, in welcher die Cachana den letzten Winter gelegen hatte. Um 17.00h legten wir an demselben Platz im Hafen von Tarbert an.

Dienstag, Mittwoch, 21. – 22.08.2024

Tarbert Loch Fine im Hafen

Die Entscheidung die Zeit im Crinan Kanal zu kĂŒrzen, bestĂ€tigte sich an unseren beiden Hafentagen. Vor allem am Mittwoch regnet es nur einmal, mal mehr, mal weniger z.T. von starken Böen begleitet. So ein Tag wo man froh ist im Hafen zu sein. Doch die optimale Infrastruktur wurde genutzt, um die Salonkissen zu waschen. Sie sehen aus wie neu!

Leider haben wir erfahren, dass die PlĂ€ne fĂŒr die weitere Fahrt eine Änderung erfahren muss. Cachana wird am Mittwoch in der kommenden Woche ausgewassert und darf den kommenden Winter in einer Halle verbringen. Der Plan bestand darin nach Largs zu segeln und dort das Boot auf die Auswasserung vorzubereiten und am Mittwoch frĂŒh das kurze StĂŒck nach der Fairlie Marina zu Fahren. Doch leider war in Largs Regatta, der Hafen somit voll und hat ĂŒbers Weekend kein Platz fĂŒr die Cachana. Auch alles flehen beim Hafenmeister half nichts. Schliesslich entschieden sich Susanne und ChĂ©rif nach Inverkip (nördlich von Largs) zu segeln und dort zu warten um dann am Sonntag oder Montag nach Largs zu gehen.

Donnerstag, 22.08.2024

Tarbert Loch Fine – Balnakailly Bay

Wir freuten uns, dass es weiter ging. Nach Mittag legten wir ab und segelten mit 20kn SW Wind zu unserem angedachten Ankerplatz. Susanne zeigte nochmals eindrĂŒcklich, wie sie die Fischerei im Griff hat. Innert KĂŒrze 9 Makrelen gefangen.

Die Empfehlung des hĂŒbschen Ankerplatzes stimmte, doch zum Ankern war er uns zu eng.

Somit ging es noch ein wenig weiter in eine grössere Bucht, auch hĂŒbsch. Um 16.50 konnten wir den Anker werfen und die Bucht geniessen.

Freitag, 23.08.2024

Balnakailly Bay – Kip Marina, Inverkip

Der letzte Segel Tag!

Um 11.15h wurde der Anker gelichtet und wir genossen bei moderaten Winden die 13sm nach Inverkip. Um 14.00h kurz vor dem Hafen verdunkelte sich der Himmel, die Böen schossen beim Einlaufen in den Hafen voll in die Einfahrt.

Ein Anlegen am GÀstesteg schien uns unmöglich. So fanden wir am LÀngssteg eine Möglichkeit anzulegen und die Böen abzuwarten. Schliesslich konnten wir uns in der Zeit dem Mittagessen widmen. Als der Wind abflachte verlegten wir an den richtigen Steg, wo uns deutsche Segler beim Anlegen halfen.

Samstag, 24.08.2024

Kip Marina

Die Reise war fĂŒr mich zu Ende. Susanne und ChĂ©rif fuhren mit dem Bus nach der Fairlie Marina, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ich hatte die wichtige Aufgabe das Restaurant fĂŒr unser Abschiedsessen auszulesen.

Ich half noch beim Segel runternehmen und wir schafften es gerade diese mehr oder weniger trocken einzupacken.

Zum Nachtessen hatte ich ein hĂŒbsches Restaurant im Hafen ausgelesen und reserviert. Als wir da ankamen, glaubten wir unseren Augen und Ohren nicht. Komplett ausgebucht, noch ein freier Tisch fĂŒr uns. Der LĂ€rmpegel imposant. Man musste sich anstrengen, um einander zu verstehen.

Doch es kam noch besser. Kurz nach Ankunft begann dann noch der Einmann Musiker mit seinem Konzert. Die Folge: Kommunikation nur noch durch Schreien möglich. So gab es ein Taubstummenessen, das aber fein war. ZurĂŒck aufs Schiff wo wir uns unterhalten konnten und den letzten gemeinsamen Abend ausklingen liessen.

Sonntag, 25.08.2024

Kip Marina – Schweiz

Nach Apero und Sashimi Makrelen wurde ich vom Taxi abgeholt, das mich nach Glasgow brachte.

Mit British Airways ging es nach London und von dort nach ZĂŒrich.

Eine wunderbare Reise. Besten Dank an meine Gastgeber.

Didé

GeschĂŒttelt, nicht gerĂŒhrt!!

Dienstag, 30. Juli,

Gegen Mittag haben wir JoĂ«lle, Fynn und AĂŻcha bei der Busstation verabschiedet. Wir sind alle traurig. Es war eine sehr schöne Zeit, welche wir sehr genossen haben. Wir freuen uns jedoch auch, dass es nun weitergeht. Auf dem RĂŒckweg erledigen wir noch ein paar EinkĂ€ufe. Dann mĂŒssen wir los, da die Hafenausfahrt um 13.38 Uhr bei Hochwasser geschlossen wird. Die Wetterprognosen melden Dienstag und Mittwoch wenig Wind, nachher wird’s eher schwierig, mal sehen! Hier Ă€ndert sich das Wetter ja so schnell, dies ist unsere Hoffnung! Wir motoren raus und siehe da, es hat genug Wind zum Segeln, leider gegen den Wind. Bald werden wir begleitet.

Einfach atemberaubend wenn die Delphine so springen

Unser Ziel ist der Ort, wo es eine Dusche hat, wieder einmal Rossaveel. :-)) Wir kreuzen auf und geniessen Segeln ohne grosse Welle, 20.30 Uhr machen wir fest. Duschen, Kochen, Essen und bald in die Koje, wir sind mĂŒde.

Mittwoch morgen möchten wir weiter zur Bunowen Bay, dies war schon unser Ziel mit Joelle wo wir leider umkehren mussten. Plötzlich sehn wir mehrere Delphine die vor und neben den Bug spielen, so schön. Bei wenig Welle können wir endlich wieder mal Fischen. Die Skipperin ist erfolgreich, 2 Köhler und 3 Makrelen. In Bunowen angekommen fĂ€llt der Anker. Eine hĂŒbsche Bucht mit einer schönen Landschaftskulisse, besonders wenn die Sonne scheint.

Bunowen Bay

Der Skip filetiert die Fische und die Makrelenfilet werden eingefroren. Donnstag morgens segeln wir los, eigentlich möchten wir zur Insel Inishbofin, die etwa 25sm entfernt ist. Der Naturhafen ist leider nach SĂŒdwesten etwas offen. Heute schon viel SĂŒdwest Wind und in den nĂ€chsten Tagen, noch mehr!

Wir segeln an der Insel Inishbofin vorbei

So entscheiden wir, weiter zu segeln bis zur Blacksod Bucht die knapp 60sm entfernt ist. Dort soll es 4 GĂ€stebojen haben und hoffen, dass eine frei ist. Ankern wĂŒrde auch gehen. Aber beim angesagten Wind ist uns eine feste Boje lieber. In der NĂ€he der Blacksod Bucht sind die höchsten Kliff,s von Irland und stellen fest, dass von den Klippen starke Fallwinde herunterkommen bis 36kn.

Die Cachana nur mit gerefftem Grosssegel ist einige Male nicht zu halten und schiesst in den Wind. Bald sehen wir die Bucht und freuen uns, dass es noch eine freie Boje hat. Die 3 anderen scheinen von Einheimischen besetzt zu sein.

Bucht von Blacksod

Wir verzichten auf die Kuchenbude, da noch mehr Wind in der Nacht angesagt ist und wir den Widerstand nicht steigern möchten. Wir feiern den 1. August im Bauch der Cachana mit FÀhnchen und 1.August Kerzchen

dazu Markrelen Sushi als Vorspeise und einem feinen Raclette. Wow!

Zufrieden gehen wir ins Bett. Leider wird die Cachana ziemlich geschĂŒttelt, wir schlafen mĂ€ssig. Freitag bleiben wir hier, draussen hat es zu viel Wind und Welle, am Samstag vielleicht weiter. Wir fahren mit dem Dingi ans Land und gehen auf Erkundigungstour.

Ein GeschichtstrÀchtiger Leuchtturm

Folgendes:

“Wetterbeobachtungen im Juni 1944 durch den LeuchtturmwĂ€chter von Blacksod fĂŒhrten dazu, dass die Landungen in der Normandie verschoben wurden. Obwohl Irland wĂ€hrend dem 2. Weltkrieg sich auf einen neutralen Status berief, lieferte es Grossbritannien weiterhin Wetterberichte im Rahmen eines Vertrages seit Irlands UnabhĂ€ngigkeit. Der D-Day sollte am 5. Juni 1944 beginnen, aber ein Bericht von Maureen und Ted Sweeney (Blacksod LeuchtturmwĂ€rter/in) ĂŒber die AnnĂ€herung von Unwetterfronten veranlasste General Eisenhover, die Invasion bis zum 6. Juni zu verzögern, so dass die Bedingungen gĂŒnstiger waren. Die LeuchtturmwĂ€rter wurden spĂ€ter von Eisenhower geehrt.”

ZurĂŒck auf der Cachana gibt’s einen kleinen Grill bei kĂŒhlen Temperaturen.

Besuch von Delphinen

Freitag Nacht noch mehr Wind, die Cachana schaukelt trotz geschĂŒtzter Bucht. Wir schlafen wieder einmal mĂ€ssig bis schlecht. Der Samstag soll ein bisschen besser werden, aber laut Wettervorhersagen immer noch 3m Welle draussen. Wenn’s nicht sein muss lieber nicht. Wir nehmen den Bus und fahren bis nach Belmullet. Ein hĂŒbsches StĂ€dtchen umgeben von Wasser. Wir genehmigen uns einen Apero und erleben life :-)) im Pub, dass ein irlĂ€nder Kunstturner an der Olympiade Gold im Pauschenpferd holt. Welch eine Freude. Wir machen ein paar EinkĂ€ufe und fahren mit dem Bus zurĂŒck.

Sonntag ist Sturm und Regen angesagt wir bewegen uns nicht, das ist klar. Es windet zu stark. Wir falten unser Reesi zusammen und versorgen es.

Ziemliches Geschaukel. Heute gibt’s eine Siesta.

Ein gemĂŒtlicher Tag auf der Cachana! Die Nacht werden wir mal wieder geschaukelt, nicht gerĂŒhrt!

Montag soll’s weiter gehen nach Ballyglass Bay, wir mĂŒssen aber warten bis die Gezeiten in der richtigen Richtung laufen, deshalb starten wir erst um 12.30 Uhr. Wir sind uns nicht so sicher wieviel Welle es auf dem offenen Meer hat. Wir fahren unter Motor ca. 5sm raus und ziehen die Segel. Der Wind kommt platt von hinten und es wird konzentriert gesegelt mit Besuch von Delphinen, so schön.

Erris Head

Wir runden das Erris Head Kap und gegen 20.00 Uhr fahren wir in die angepeilte Bucht, wir machen an einer GĂ€steboje fest.

Eine gut geschĂŒtzte Bucht, trotzdem wird die Cachana etwas geschĂŒttelt, wir sind’s ja schon fast gewohnt!

Dienstag Morgens legen wir bereits 8.00 Uhr ab, wir möchten nach Sligo. Es sind bis 35kn Wind angesagt,

zum GlĂŒck von der richtigen Richtung. 2 Stunden vor Hochwasser ca. 18.00 Uhr sollten wir bei der Einfahrt sein, dann geht’s weiter 5sm durch untiefes schmales GewĂ€sser.

Wir segeln sehr schnell durch die hohen Wellen, in den starken Böen ist es manchmal schwierig die Cachana auf Kurs zu halten.

Mehrheitlich gelingt’s.

Immer wieder Regenschauer

Wir sind bereits gegen 16,00 Uhr in der NĂ€he der Einfahrt viel zu frĂŒh!! Die Höhe der Wellen sind zum Teil 3-4m hoch. Wenn die Wassertiefe kleiner wird, werden normalerweise die Wellen höher und steiler, dann können sie sich stĂŒrzen. Da ist sich der Skipper nicht mehr sicher ob er die Cachana kontrollieren kann. Wir besprechen und entscheiden, dass wir nach Kellybegs segeln.

In diesem Fall noch weitere 20sm. Kurz, bevor es dunkel wird machen wir in Kellybegs fest.

Mittwoch Morgen studieren wir die Wetterlage. Ab Freitag wird es schwierig werden mit dem angesagten Westwind, aus der Donegal Bay, rauszusegeln.

Gerne wĂ€ren wir noch einen Tag lĂ€nger geblieben. Wir entscheiden uns jedoch, dass wir schon am Donnerstag weiter segeln möchten. DidĂ© hat uns gemeldet, dass er mit dem Bus um 18.30 Uhr ankommen sollte. Wir bringen die Cachana auf Vordermann. Waschen, Reinigen, Koje bereit machen, Einkaufen im grossen Einkaufsmarkt der eine halbe Stunde entfernt liegt. Auch die Tankstelle ist am gleichen Ort. Der Skip lĂ€uft 3x hin und her mit dem 10L Diesel Kanister. Um 18.30 Uhr ist DidĂ© pĂŒnktlich hier, wir freuen uns sehr. Er ist nicht mit dem Bus sondern mit dem Taxi angekommen. Na ja wie Ihr wisst , kommt der nĂ€chste Blog nicht von uns :-))

Von Rossaveel ĂŒber die Araninseln nach Galway – ein bisschen anders als geplant…

Am Freitagmorgen geht es endlich los
 Fynn zĂ€hlt seit Tagen an den Fingern ab, wie oft er noch schlafen muss, bis er endlich zu Nana und PĂšre kann
 Michi bringt uns netterweise an den Flughafen. Beim Aufgeben des GepĂ€cks lĂ€uft alles noch gut
 noch schnell gemeinsam einen Kaffee getrunken, AĂŻcha an die Leine gehĂ€ngt und Los geht’s!

Auch die Sicherheitskontrolle stellt uns noch vor keine grösseren Probleme, ausser dass sie es sehr genau nehmen und wir dadurch viel Zeit verlieren
 Auf dem Weg zum Gate bemerken wir, dass wir durch die Passkontrolle mĂŒssen, damit habe ich nicht gerechnet
 Langsam wird es eng. Wir stellen uns ganz vorne in die Reihe, fragen lieb, ob wir nach vorne dĂŒrfen, da mir bewusst ist, dass wir ansonsten den Flieger sicher nicht mehr schaffen; die Schlange war riesig! Zum GlĂŒck durften wir. Mit AĂŻcha auf dem Arm sprinten wir in Richtung Gate und werden glĂŒcklicherweise gerade noch ins Flugzeug gelassen. Hinter uns schliessen sie das Gate
 Endlich im Flugzeug angekommen, kommt die Durchsage, dass aufgrund IT-Probleme im kompletten Flughafen Chaos herrscht und man noch nicht wisse, ob man ĂŒberhaupt fliegen könne
 Grosse ErnĂŒchterung bei uns allen dreien, die aber zum GlĂŒck bald wieder in Freude umgewandelt wird, als dann feststeht, dass wir starten können. Der Flug und die folgende Busfahrt verlaufen relativ reibungslos. Die Kids haben es mega gut gemacht und Fynn hat super geholfen, sowohl mit GepĂ€ck als auch mit AĂŻcha! Ich war sehr froh. Nach 2.5 Flug und 2.5h Busfahrt sind wir dann glĂŒcklich aber mĂŒde in Galway angekommen, wo uns Nana und PĂšre an der Bushaltestelle bereits erwarten. Ein freudiges und trĂ€nenreiches Wiedersehen. Mit dem Taxi geht es dann noch weiter nach Rossaveel, wo die Cachana ruhig in einem kleinen Hafen liegt. Es tut gut wieder an Bord zu sein. Zum Znacht wĂŒnscht sich Fynn Nana-NĂŒdeli (Teigwaren mit Pilzrahmsauce), dieser Wunsch wird natĂŒrlich erfĂŒllt und bald schon fallen wir alle mĂŒde in die Kojen


Am nĂ€chsten Morgen gehen wir erst einmal einkaufen. PĂšre bleibt auf dem Schiff, um alles bereit zu machen und das noch nötige Tanken von Diesel zu organisieren. Eine Tankstelle hat es zwar nicht, aber der Treibstoff soll dennoch geliefert werden. Wir sind gespannt. Als wir nach dem Spaziergang zum Laden aufs Schiff zurĂŒckkehren, parkieren wir die Cachana um, so dass wir tanken können. TatsĂ€chlich wird der Diesel mit einem Auto in Form von 2 Kanistern und einer kleinen Pumpe geliefert. Nach erfolgreichem BefĂŒllen des Tankes, heisst es dann aber definitiv Leinen Los! Wir machen uns auf den Weg zu den Aran-Inseln. Schon bald wird Fynn ziemlich ruhig und immer bleicher
 Der Arme hat ziemlich ĂŒbel mit den Wellen zu kĂ€mpfen, auch mir macht es viel mehr aus als gewohnt
 Das Baby im Bauch findet die Wellen anscheinend auch nicht so prickelnd


Zum GlĂŒck ist es nicht allzu weit und wir machen bald an einer Boje vor der grössten Aran-Insel fest. Nach einer kurzen Mittagspause gehen Nana, die Kids und ich an Land. Als erstes werde ich von Nana in einen Laden voller Woll-Sachen gefĂŒhrt, wo ich mir ein verfrĂŒhtes Geburtstagsgeschenk aussuchen darf. Die Entscheidung fĂ€llt nicht leicht, so viele schöne Sachen gibt es da. Am Ende fĂ€llt die Wahl auf einen weissen Kragen-Pullover, ich habe riesig viel Freude daran. Vielen Dank fĂŒr das schöne Geschenk! Nachdem Einkauf laufen wir ein bisschen der KĂŒste entlang, denn zur grossen Freude der Kids hat es da sogar einen Sandstrand. Es werden Sandburgen gebaut, FĂŒsse (und mehr) gebadet und Sandengel gemacht
 Die Kids sind ĂŒberglĂŒcklich.

Nana holt dann bald noch PĂšre und ein paar Ersatzkleider vom Schiff bevor wir dann in ein Restaurant essen gehen. Das Essen ist wunderbar, es gibt Crevetten zur Vor- und Moules zur Hauptspeise, und die Aussicht auf die Bucht ist einfach mega schön. Wir geniessen den schönen Abend und gehen nach dem Essen bald zurĂŒck aufs Schiff. FĂŒr die Kids ist Bettzeit angesagt. Wir grossen Trinken noch etwas und gehen dann aber auch bald in unsere Betten.

Am folgenden Morgen entscheiden wir, dass wir noch einen Tag hierbleiben. Wir verbringen den doch ziemlich regenreichen Tag mit viel Spielen, Einkaufen, Spazieren und MĂŒscheli Sammeln. Den Kindern macht der Regen nichts, Fynn meint nur, dass das Wetter hier in Irland ziemlich «grĂŒselig» sei
 AĂŻcha ist vor allem damit beschĂ€ftigt, dass BĂŒsi, welches sie am Vortag gesehen hatte, wieder zu suchen. SĂŒss


Am nĂ€chsten Tag geht’s weiter. Was das eigentliche Ziel gewesen wĂ€re, weiss ich nicht einmal. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass Fynn wirklich ziemlich mit dem Seegang zu kĂ€mpfen hat und auch mir ging es schon deutlich besser. Nachdem wir die Kids fĂŒr einen Mittagschlaf ins Bett verfrachtet haben, besprechen wir das weitere Vorgehen. Ziemlich schnell, wenn auch schweren Herzens sind wir uns einig, dass das so keinen Sinn macht. Zu schade wĂ€re es, wenn Fynn auf einmal keine Lust mehr hĂ€tte, Ferien auf dem Segelschiff zu verbringen. Und da ich mit meiner Schwangerschaft auch nicht seetĂŒchtig zu sein scheine, ist die logische Konsequenz bald gesehen. Wir drehen um, suchen uns eine geschĂŒtzte Bucht und gehen da vor Anker. Der Skipper und die Coskipperin besprechen die möglichen Varianten. Bald ist klar, dass wir zwar noch ein paar Tage in der Region bleiben können, aber nicht die vollen zwei Wochen, da es sonst einfach zu eng wird, um weiter in den Norden und entsprechend rechtzeitig nach Hause zu kommen. Auf diese Erkenntnis gibt es erst einmal einen Drink, fĂŒr mich natĂŒrlich alkoholfrei. Im ersten Moment traurig sind wir uns aber alle einig, dass dies mehr Sinn macht. So können wir die nĂ€chsten Tage ein bisschen geschĂŒtzt von den Aran-Inseln in der Bucht von Galway verbringen, ohne uns den total offenen Atlantikwellen aussetzen zu mĂŒssen. Am spĂ€teren Nachmittag dĂŒrfen die Kids mit Nana und PĂšre nochmals an Land, um MĂŒscheli zu suchen.

Ich komme in den Genuss einfach mal ganz alleine zu sein und in Ruhe einmal durchzuatmen. Das habe ich dann trotz mehrfachem Ankeralarm auch wirklich getan. Nachdem das Ding aber einfach keine Ruhe geben will, muss ich dann doch den Skipper informieren, der dann zurĂŒckkommt, um alles zu kontrollieren. Wir beschliessen den Anker fĂŒr die Nacht nochmals einzufahren
 Das war sicher eine gute Entscheidung, da der Wind auch nachts nicht nachgelassen hat.

Mittlerweile haben sich die Kids an den Ferienrythmus gewöhnt und schlafen lĂ€nger. Das geniesse ich sehr. Das morgendliche Ritual mit Kaffi und Schoppe im Bett wird natĂŒrlich auch dieses Jahr ausgiebig zelebriert.

Nachdem dann alle einmal angezogen sind, entscheiden wir uns nach Rossaveel zurĂŒckzufahren. Die relativ kurze Überfahrt geht eigentlich ganz gut. Auch heute verbringen die Kids ihre Mittagspause unter Deck, auf jeden Fall solange, bis wir, um in den Hafen hineinzufahren, den Motor anlassen mĂŒssen. Es stellt sich heraus, dass AĂŻcha zwar sehr gerne segelt, den Motor aber sehr gefĂ€hrlich findet
 Eigentlich sympathisch 😉 Den Nachmittag verbringen wir an Land, schauen den grossen FĂ€hren zu, welche den Hafen regelmĂ€ssig in Richtung Aran-Inseln verlassen. Ganz klein daneben parkiert bald ein Fischerboot dicht gefolgt von einem «Wu-Wu» (einem Seehund, fĂŒr alle die kein AĂŻcha-isch sprechen). Der Fischer, welcher ganz offensichtlich Freude an den Kids hat, fĂŒttert den Seehund mit Fischen und der Seehund lĂ€sst es sich nicht nehmen, nach den Fischen zu springen. Ein Spektakel fĂŒr die Kids, welches eines der absoluten Highlights der Ferien bleiben sollte. ZurĂŒck auf dem Schiff gibt es noch einen feinen Znacht und dann heisst es fĂŒr die Kinder schon bald: «Ab ins Bett». Wir besprechen noch, ob wir am kommenden Tag im Hafen bleiben oder zu den Aran-Inseln zurĂŒcksollen. Wir entscheiden uns zu bleiben.

Gesagt, getan. Wir verbringen den Tag in Rossaveel und gehen am Morgen einkaufen. Dies fĂŒllt eigentlich den ganzen Morgen, da der Spar einen guten Kilometer weg ist und das mit den Kids halt nicht in 10 Minuten gelaufen ist. Sie haben es aber super gemacht, sind oft auf den MĂ€uerchen gelaufen und haben die Schafe und die Pferde, inklusiv Fohlen, bewundert, welche wir auf dem Weg kreuzen. Nach der obligaten Mittagspause wollen wir Nana und PĂšre den Seehund und die Fischer zeigen, natĂŒrlich in der Hoffnung, frischen Fisch ergattern zu können. Leider schien das Wetter aber sogar den Fischern zu schlecht gewesen zu sein, sie sind nĂ€mlich auch im Hafen geblieben. Der Seehund lĂ€sst sich aber trotzdem kurz blicken, wenn auch nicht so spektakulĂ€r wie am Tag zuvor.

Weiter geht es in Richtung FĂ€hrbĂŒro, in welchem wir fĂŒr den kommenden Tag FĂ€hrtickets kaufen wollen. Wir beraten uns ziemlich lange darĂŒber, auf welche Insel der drei wir denn fahren wollen. Da es mit den Kids aber einfach am meisten Möglichkeiten auf der grössten, uns aber bereits bekannten, Insel zu geben scheint, entscheiden wir uns fĂŒr diese.

So geht es dann am nĂ€chsten Morgen ab ans FĂ€hrterminal und auf die grosse, aber vor allem schnelle FĂ€hre, die uns zu den Aran-Inseln bringen soll. Die Überfahrt geht ziemlich gut und glĂŒcklich kommen wir alle auf Inishmore an. Da es bereits Mittag war entscheiden wir uns im bereits bekannten Restaurant Mittag zu essen.

Dabei wird besprochen, wie wir die Insel erkunden wollen. Wir alle haben eigentlich nicht besonders Lust uns in einen der ĂŒbervollen Touri-Busse zu stopfen
 Wir entscheiden uns deshalb fĂŒr E-Bikes. Leider stellt sich beim HĂ€ndler dann aber heraus, dass mit dem AnhĂ€nger nur ein normales Fahrrad gemietet werden kann
 Naja dann ist halt das Sportprogramm bereits inklusive. Wir fahren los in Richtung einer alten AusgrabungsstĂ€tte. Unterwegs können wir weiter draussen noch Seehunde herumliegen sehen. Die Insel hat unglaublich viele Touristen und die Fahrt mit dem Fahrrad ist zwar schön, aber manchmal wird’s auch ziemlich eng an den Bussen und den Pferdekutschen vorbeizukommen. Nach einer Weile tausche ich mit PĂšre das Fahrrad. Er nimmt das normale mit AnhĂ€nger und ich darf sein E-Bike ĂŒbernehmen.

Leider kommt auch bald schon der nĂ€chste Regen und die Kids finden es auf einmal nicht mehr so gemĂŒtlich. Wir entscheiden uns, dass sich PĂšre mit den Kids auf den RĂŒckweg macht, Nana und ich noch zur Ruine fahren wollen. Leider hat sich dann herausgestellt, dass man zur Ruine noch einen guten Kilometer laufen muss, dafĂŒr reicht uns die Zeit aber nicht, zu bald fĂ€hrt unser Schiff bereits zurĂŒck nach Rossaveel. GlĂŒcklich und zufrieden kommen wir nach einem tollen Tag auf die Cachana zurĂŒck, essen zu Abend und gehen bald auch schon ins Bett.

Unser heutiges Ziel heisst Galway. Ich bin gespannt und freue mich sehr. Da wir aber aufgrund der Tide erst am Abend in den Hafen einfahren können, das Tor öffnet sich immer nur in den beiden Stunden vor Hochwasser, beschliessen wir den Morgen noch an Land zu verbringen. PĂšre geht nochmals einkaufen und wir spielen an Land verstecken, Fangis und bauen Steinmannli
 Ausgetobt geht es dann an Bord fĂŒr ein kurzes Mittagessen bevor wir dann ablegen und in Richtung Galway segeln. Ein toller Segeltag mit viel Wind, aber auch ziemlichen Wellen von hinten. PĂšre ĂŒbernimmt das Steuer und macht das prima. Die Kids sind von Beginn an unter Deck, machen zuerst eine etwas ausgedehntere Mittagspause und spielen danach mit Nana diverse NotfalleinsĂ€tze, bei denen anscheinend so ziemlich alle RettungskrĂ€fte gebraucht werden, welche es gibt. Mehrheitlich muss dabei Karl (Fynns bester Freund) aus irgendwelchen Miseren gerettet werden
 Es hört sich auf jeden Fall amĂŒsant an. Ich verbringe die Zeit aber oben an Deck. Gegen Ende der Fahrt dann ein weiteres tierisches Highlight. Wir werden von drei Delfinen begleitet, welche in der Bugwelle spielen und sich immer mal wieder mit SprĂŒngen in die Luft werfen. Auch die Kinder können die Delfine von unten beobachten und sind begeistert. Ein toller Segelabschluss fĂŒr unsere Ferien.

Vor Galway angekommen, sehen wir, dass das Tor doch bereits schon offen ist. Da das Hochwasser aber noch mehr als zwei Stunden weg ist, sorgt dies zu Beginn eher fĂŒr Verwirrung. Wir fahren hinein und haben GlĂŒck, ein anderes Schiff möchte gleich auslaufen und ĂŒberlĂ€sst uns seinen Hafenplatz. Viele gibt es nĂ€mlich nicht. Nur 30 PlĂ€tze hat es in diesem Hafen. Wer keinen Platz findet, muss an anderen Booten im PĂ€ckli anlegen. Eigentlich kein Problem, aber mit den Kids ist es so doch viel einfacher. Auf dem Schiff essen wir noch zu Abend bevor wir dann bald mĂŒde ins Bett fallen.

Am nĂ€chsten Tag machen wir uns auf, um Galway zu entdecken. PĂšre muss noch zu einem HĂ€ndler eine Dichtung kaufen gehen, da eine der Luken nicht mehr dicht ist. Nana, die Kids und ich verweilen in dieser Zeit ein bisschen am Rande der Altstadt. Wir entdecken einen Markt, die Freude ist gross, hĂ€lt aber nicht so lange. Es stellt sich schnell heraus, dass es sich um einen Töpfermarkt handelt, nicht unbedingt das beste mit zwei doch sehr ĂŒbermĂŒtigen kleinen Kindern. Wir beschliessen, dass wir uns doch lieber die Möwen und Quallen im Wasser ansehen. Weiter spazieren wir dann in Richtung Stadtinneres. Bald schon treffen wir auf Strassenmusikanten, von welchen die Kids hellauf begeistert sind. Wir schauen eine Weile zu, bevor wir uns auf den RĂŒckweg zum Schiff machen, um uns dort mit PĂšre zu treffen. Die Kinder machen eine Mittagspause bevor wir dann wieder losziehen, durch die Stadt spazieren, all den KĂŒnstlern zuschauen und das lebendige Galway geniessen.

Nur das geplante Abendessen in einem Restaurant stellt sich als Herausforderung heraus. Nirgends hat es Platz fĂŒr so fĂŒnf Personen. So entscheiden wir irgendwann, dass wir aufs Schiff zurĂŒckkehren, um dort ein feines Essen zu geniessen.

Heute soll es in Galway zwei MĂ€rkte geben. NatĂŒrlich wollen wir die uns anschauen. Wir machen uns bereits am Morgen auf den Weg. FrĂŒhstĂŒck gibt’s unterwegs. Die beiden MĂ€rkte stellen sich dann aber als einen heraus und auch dieser ist ziemlich ĂŒbersichtlich. Aber das macht nichts. Wir schauen erneut den vielen KĂŒnstlern zu, finden zum Mittagessen, nach erneutem lĂ€ngerem Suchen ein italienisches Restaurant und geniessen feine Spaghetti Vongole (sogar glutenfrei J). Am Nachmittag spazieren wir zu einem Spielplatz, wo sich die Kinder noch ein wenig austoben können, bevor es dann bereits wieder zurĂŒck geht.

Auf dem RĂŒckweg schauen wir uns noch die grosse Kathedrale von Galway an und besorgen den Kindern das lang versprochene Glace. Nur das mit den Resten fĂŒr mich hat nicht geklappt, zu gut hat den beiden das Eis geschmeckt
 naja dann halt morgen! Ein Picknick auf dem Schiff mit dem neuen feinen KĂ€se, welcher Nana und PĂšre im KĂ€seladen eingekauft hatten rundet den schönen Tag ab.

Im Bewusstsein, dass es der letzte Tag unserer Ferien in Irland ist, stehen wir, natĂŒrlich nachdem wir unser alltĂ€gliches Morgenritual genossen haben, erst relativ spĂ€t auf. Es gibt aber einiges zu erledigen. So mĂŒssen wir heute ins HafenbĂŒro und die Cachana und uns noch offiziell im Hafen von Galway anmelden. Wir wollen unbedingt nochmals in den tollen KĂ€seladen und wir mĂŒssen an der Bushaltestelle schauen, ob man das GepĂ€ck da aufbewahren kann, so dass ich nicht mit beiden Kids und dem gesamten GepĂ€ck am nĂ€chsten Tag in Galway herumspazieren muss. Nachdem wir alles erledigen konnten, machen wir uns auf den Weg in ein Restaurant, welches PĂšre auf dem Weg ins HafenbĂŒro gesehen hat. Leider haben die aber heute nur fĂŒr eine geschlossene Gesellschaft geöffnet. Also wieder ab in die Stadt und wir finden heute nun doch noch ein PlĂ€tzchen in einem der vielen Pubs. Wir geniessen das leckere Essen und machen uns dann bald auf den Weg in den bereits erwĂ€hnten KĂ€seladen. Die riesige Auswahl wirkt auf mich ziemlich ĂŒberfordernd, zum GlĂŒck kennen sich Nana und PĂšre diesbezĂŒglich bestens aus. Nach dem KĂ€seeinkauf machen wir uns auf den Weg ins grosse Einkaufszentrum, denn auch die VorrĂ€te sollen heute noch gefĂŒllt werden. Auch ich bin froh, noch ein paar Snacks fĂŒr die doch lange RĂŒckreise einkaufen zu können. NatĂŒrlich gibt es auf dem Weg noch das versprochene Eis und heute auch fĂŒr mich. Sehr lecker! Im Regen geht es dann zurĂŒck auf die Cachana, wo wir das letze gemeinsame Abendessen an Bord geniessen.

Heute ist es schon so weit und es heisst alles wieder einpacken. Die Kinder werden von PĂšre bespasst, so dass ich Zeit habe alles zu verstauen. Zum GlĂŒck mit etwas Hilfe von Nana, so habe ich glaube ich wirklich nichts vergessen einzupacken. Bald schon ist es aber Zeit aufzubrechen und uns von der Cachana zu verabschieden. Nana und PĂšre begleiten uns zur Busstation, wo wir die beiden grossen Taschen verstauen können. Nun heisst es uns zu verabschieden. Das fĂ€llt sehr schwer. Nicht nur mir, sondern auch die Kinder haben dieses Mal ziemlich MĂŒhe «TschĂŒss» zu sagen. Mit einem «Engeli FlĂŒg» gelingt es aber mit einem Lachen im Gesicht uns zu verabschieden. Vielen vielen Dank fĂŒr die wunderschönen Tage mit euch! Wir haben die Zeit sehr genossen. Bis bald! 😀

Der WestkĂŒste entlang Richtung Galway

12. Juli, Freitag 7.30 Uhr werden unsere Lieben, Chantal, Matthias und Ari samt GepĂ€ck mit dem Dingi an Land gebracht. Die Busstation beim Murphy’s ist nah und wir verabschieden uns mit einem oder zwei weinenden Augen.

Der Supermarkt nebenan ist bereits geöffnet. Wir möchten noch etwas frisches GemĂŒse kaufen und der Weisswein ist auch ausgegangen. Wir stehen vor der geschlossenen Alkoholabteilung. Vor 10.30 Uhr ist kein Alkohol-Einkauf möglich. Völlig vergessen!! Dann halt nicht! Der restliche Einkauf ist schnell gemacht. Noch einmal Dieselkanister auffĂŒllen und zur Cachana zurĂŒck. Unser nĂ€chstes Ziel ist eine 30sm entfernte Bucht nĂ€he Sneem. ZunĂ€chst leider wenig Wind wir nehmen den Motor zu Hilfe.

Die Insel Cow

Bald frischt es auf und es reicht zum Segeln. Es ist immer eine Wohltat ohne den MotorenlĂ€rm zu Reisen. Mit dem wenigen Wind können wir die AbkĂŒrzung innen an den Dursey Island nehmen.

Ein kleine Passage die bis zu 4 kn. Strom haben kann. Das Wasser krabbelt und schĂ€umt und ĂŒber den Kanal ist Irland’s einzige Seilbahn.

Wir sehen Delphine, der Skip sieht in etwa 50m Entfernung einen Minkwal. Wow!

Eine idyllische Bucht mit vielen Seehunden.

Die Sonne scheint, es ist mal wieder Zeit den Grill auszupacken. Der Skip will anfeuern, nur fehlt die AnzĂŒndwolle. Er ist sicher, dass die vorrĂ€tig ist, aber wo? Die Cachana wird auseinandergenommen ohne Erfolg! Ups, da hat sich jemand getĂ€uscht! Der Skip hat die zĂŒndende Idee!

Den Grillrost mit etwas Kohle auf dem Gasherd legen und schon wird die Kohle heiss und wieder zum Grill verfrachtet. Primi Piatti; kurz gebratene Lammleber mit Zwiebeln,(leider kein Foto)

Secondo Piatti, grillierte Lammkotelett mit GemĂŒse.

Das geplante Raclette-Brötchen zum Dessert wird gestrichen, wegen ĂŒbervollem Magen.

NĂ€chsten Morgen geht’s weiter, aber nicht bevor die Skipperin ein erfrischendes Bad “genossen” hat. Wir möchten nach Valentia Island zur Knightstown Marina segeln. Um die Ă€usseren Kap’s mĂŒssen wir aufkreuzen und segeln in Richtung Skellock Inseln (Welt Unesco Erbe).

Es sind steinig, kurios geformte Felsen und entsprechend eindrucksvoll. Dazu erleben wir ein einzigartiges Schauspiel.

Wir werden lÀngere Zeit von vielen Delphinen begleitet. Anschliessend hunderte von Möwen und Tölpel welche FischschwÀrme jagen

und eine gefĂŒhlte fast Kollision mit einem Minkwal.

Fantastisch, wir sind ĂŒberwĂ€ltigt! Wir fahren in die grosse Bay hinein und kurz vor der Marina ist eine hĂŒbsche Bucht. Wir haben nach dem Erlebten keine Lust auf Hafen. Kurz entschlossen fahren wir hinein und lassen den Anker runter. Wir geniessen unser Nachtessen, Vorspeise; gebratene Piementos dann Teigwaren mit Langustenfleisch mit einreduziertem Langustenfond. Dazu schwelgen wir gedanklich im Erlebten!

Sonntag Morgens fahren wir nach Dingle. Es liegt in einer grossen, verwinkelten Bucht mit einem schönen, lebendigen Hafen.

Auch das StĂ€dtchen ist hĂŒbsch, dynamisch, touristisch!

Böse Zungen sagen, es habe mehr Pub’s als Einwohner. Uns gefĂ€llt’s! Wir entscheiden, wir bleiben einen Tag hier und fahren erst am Dienstag weiter. Es wird gewaschen, gereinigt, den fast leeren Wassertank gefĂŒllt, Wein und sonstiges wird eingekauft und ein feines Restaurant “Land to see” ausgesucht und schon sind 2 PlĂ€tze reserviert. Wir bestellen das 6 Gang Degustation’s Menu!

Connemara Dry Cured Ham with Tarragon Sauce

Salt Cured Monkfish, Chorizo Salsa, Katsuobushi Emulsion, Squid Ink Coral

Seared Scallops, Caramelised Apple Puree, Lemon Gel, Scallops Roe Bottarga

Apple and Dingle Vodka sorbet

Kerry Lamb Rack with Rosemary and Garlic, Carrot purée and Mint gel

Dingle Honey and Dingle whiskey mousse with honeycomb and sea salt ice cream

PrÀdikat, sehr sehr fein und einzigartig!

Neben uns feiert ein Grossvater mit der Familie seinen Geburtstag, es geht lustig zu und her, spannend zum Beobachten! Nach dem feinen Essen

spazieren wir noch in’s Foxy John’s Pub, ein sehr spezielles, vielfĂ€ltiges Pub, mit mehreren RĂ€umen. TagsĂŒber ist ein Teil davon ein kleiner Baumarkt mit Fahrradwerkstatt und Gas Verkauf.

Nachmittag und Abends ein Pub. Wir treffen dort die Geburtstags Familie und wir werden eingeladen mitzufeiern. Ein anregender, spannender Abend, nach dem 2. Dingle Whisky verabschieden wir uns

und spazieren zufrieden und glĂŒcklich zur Cachana.

Montag morgens pfeift’s in der Takelage. Wir nutzen den Morgen um Logbuch und Blog nachzufĂŒhren. Nach dem kleinen Mittagessen geht der Skip in’s Foxy Johns, nicht um etwas zu trinken, ( sagt der Skip) sondern wir möchten unsere leere Gasflasche umtauschen. Der Barkeeper sagt der Chef sei schnell abwesend, wie lange, ein KopfschĂŒtteln! Ok, dann doch ein Bier dann ein 2. gut ist! Der Chef kommt und die Flaschen werden ausgetauscht.

Anschliessend tingelt die Cachanacrew in Dingel herum :-))

und wir geniessen das StĂ€dtchen. Einfach schön! Wir begegnen noch kurz Marleth und Ingo aus Oesterreich in Begleitung mit Walter aus Deutschland, die wir auch kurz in Baltimore getroffen haben. Es werden die Kontakte ausgetauscht. Sie fragen uns, ob wir mit Ihnen Abendessen kommen, aber wir haben bereits 2 PlĂ€tze im Seafood Restaurant “Out of the blue” ergattert. Auch hier sehr, sehr fein.

Ein paar Austern

Zarter Tintenfisch

Monkfisch an einer Safransauce

Wir sind einstimmig. Man kann in Irland sehr fein essen. Macht richtig Freude.

Dienstag Morgens geht’s weiter. Wir wollen zwischen den Blasket Inseln und dem Cap Slea Head segeln.

Mit Segeln wird dort nix, wenig Wind um so mehr Geschaukel, aber eine wunderschöne Fahrt und immer wieder Delphine, Wow!

Eigentlich möchten wir in den 45sm entfernten Fenit Harbour. Wir entscheiden kurzfristig und wir gehen in die Brandon Bucht ankern, genug Motor!

Nach einer Stunde kommen Marleth und Ingo mit Ihrer Sirius und lassen Ihren Anker in der NĂ€he runter. Kurz danach noch Walter mit seiner Dehler. Alle sind ein wenig faul um das Dingi zu wassern um einander zu Besuchen. Per Handy hat die Gruppe abgemacht am nĂ€chsten morgen um 7.00 Uhr zu starten. Wir wollen zu den knapp 60sm entfernten Aran Inseln nach Kilronan segeln. Walter setzt 7.00 Uhr pĂŒnktlich die Segel, die 2 anderen Schiffe schaffen das etwas spĂ€ter auch noch. Viel Wind von hinten ist angesagt! Was stimmt ist die Richtung platt von hinten. Die StĂ€rke etwa nur 2 Stunden lang, sonst viel weniger als angesagt! Entsprechend kommen wir erst ca. 20.15 Uhr an. Die Sirius ist schon da und meldet das Nachtessen ist bereit. Sehr sehr nett und wir sagen dankend zu. Schnell wird das Dingi gewassert. Wir holen Walter ab, geniessen ein feines Nachtessen und einen lustigen Abend miteinander. NĂ€chsten Morgen treffen wir uns alle an Land und machen zusammen eine kleine Wanderung zur WestkĂŒste der Inishmore Island.

Wow, steile Klippen, da kommt man nicht herum, sich vorzustellen wie das Meer bei WeststĂŒrmen an den Felsen nagt. Sehr imposant! Super schönes Erlebnis. Heute Abend gibt’s die von uns gefangenen 2 Köhler auf einem Pak Choi Beet an einer Safransauce. Mmh.. Dann treffen wir uns Alle noch zu einem Umtrunk mit KĂ€se auf der Cachana und verabschieden uns von Walter, Marleth und Ingo, da sich leider unsere Wege trennen werden. Morgen ist starker SĂŒdwestwind angesagt und Walter ist ein bisschen in Eile. Marleth und Ingo werden Ihn noch eine Weile begleiten. Wir entschliessen uns nach Rossaveel zu segeln und holen JoĂ«lle, Fynn und AĂŻcha in Galway ab. Freitag gegen 13.00 machen wir in Rossaveal fest. 13.40 Uhr fĂ€hrt der Bus. In Galway machen wir ein paar EinkĂ€ufe.

Galway’s Ausgehviertel
Mmh.. und geniessen ein paar Austern

Und schon begrĂŒssen wir mit viel Freude die Jung-Mannschaft. :-)) Es regnet und wir fahren mit einem Grossraum Taxi zum Schiff. Dann, den Ankunftsdrink, Auspacken, Nachtessen vorbereiten “Teigwaren mit Pilzrahmsauce” (Wunsch von Fynn).

Anschliessend werden die Einen in die Koje verfrachtet. Die Anderen palavern noch ein wenig, geniessen das Zusammensein und verkriechen sich jedoch auch bald in die Koje, es war ein langer Tag. Welch Freude :-)) und der nÀchste Blog 

nicht von uns ;-))

Cachanieros