Die Rückreise beginnt!

Hallo wir sind’s mal wieder!                                                                                                                Nachdem wir Joëlle und Moni schweren Herzens, in Bergen verabschiedet haben, motoren wir Richtung Süden, es hat leider kein Wind. Der Weg geht  durch eine wunderschöne Inselwelt, der  uns an eine uns bereits bekannte  Gästebrygge,  führt.

Zwischen den Inseln lassen wir uns etwas treiben und Susanne versucht sich im Angeln. Uns siehe da, einer hat angebissen und wir ziehen in raus. Uns erscheint er etwas klein und desshalb entschliessen wir uns ihm, die Freiheit zu schenken. Nachdem wir in unserem Fischbuch nachgeschlagen haben stellten wir überrascht fest es war ein kleiner Seelachs! ? Kaum angelegt bereiten wir unser Reesi für einen Fischerausflug vor und es geht los. Tatsächlich beisst ein schöner Dorsch an. Jetzt muss ein 2. ran damit das morgige Nachtessen gesichert ist. Ein ebenfalls grosser Pollack (Dorschfamilie) beisst an. Somit kehren wir erfolgreich zur Cachana retour, und packen, nach Empfehlung von Tanja, die beiden Fische für etwa 24 Std in einem Tuch in Kühlschrank. Abends gibts einen gemütlichen Grill.

Ausgeschlafen geht’s weiter mit schönem Wind zum Krabbenhafen «Kolbeinshavn» Aber kaum sind die Leinen fest beginnt es mal wieder so richtig zu regnen und niemand hat Lust den Krabbenkorb auszulegen.

Sonntag Morgen regnets noch, deshalb legen wir erst Mittags ab. Wir segeln Richtung dem 26sm entfernten Mosterhamn, ein kleiner Fischerhafen mit wenig Plätzen. Unterwegs sehen wir eine grosse  Familie Schweinswale mit Jungen. Staunend beobachten wir Sie. Adrenalin hoch ?  Sie sind grösser als diejenigen welche wir von der Ostsee kennen. Sie erscheinen uns Urtümlicher !

Gegen 18.00 kommen wir in Mosterhamn, aber kein Platz. Aber in der Bucht neben an hat es einen kleinen Gästesteg, wo wir die Cachana auch gleich reinparkieren. Ein idyllischer Ort gefällt uns! Gleich wird der Krabbenkorb zur nahen kleineren Felseninsel, die einige Ziegen beherbergt, ausgelegt.

Am nächsten Morgen möchten wir den Krabbenkorb einholen. Wir fahren mit Reesi zur Insel. Susanne steigt aus dem Boot zum Felsen um das befestigte Seil des Krabbenkorbs zu lösen. Schon kommen die Ziegen und bestaunen uns. Jedoch eine von denen wollte mit Susanne tauschen und versuchte Susanne wegzudrengen um auf’s Reesi zu springen. Glücklicherweise hat sich aber Susanne noch in letzter Minute durchgesetzt. Und dies alles für nix, der Krabbenkorb war leer. Entäuscht sind wir zurück zur Cachana und haben uns ein sehr feines Breackfast gegönnt. Moni hatte uns dies einmal serviert und es hat uns dermasssen geschmeckt, dass wir es gleich in unserem Repertoire aufgenommen haben. Crevetten-Melonensalat perfekt!! Dann gings weiter unter Segel nach Haugesund.

Nächsten Tags geht’s den Haugesund runter, mit einem Zwischenhalt um die Gasflaschen aufzufüllen.  Weiter gehts unter Segel in eine schöne  Bucht vor Anker. Das Wetter ist schön und es gibt einen feinen Grill. Nächsten Tag motoren wir weiter, leider kein Wind, dafür viel Sonne und Wärme, wir genießen mal einen Tag ohne Wolken und Regen. Als wir die, von uns gewählte Bucht, erreichen, fängt der Motor an zu vibrieren und Skipper hat gleich die Vermutung Seegras um die Schraube! Da gibts keine Varianten, also zieht  der  Skipper murmelnd den Neopren sowie die Tauchflasche an und entfernt den großen Busch vom Propeller. Brrrrrrrr.

Am nächsten Tag geht’s weiter in eine  Bucht nähe Stavanger, es ist der wärmste Tag.? Ein warmer Süd-Ost Wind fegt uns um die Ohren, obwohl am späteren Nachmittag etliche Wolken aufziehen und die Sonne mehr und mehr hinter den Wolken steht. Aber es bleibt wunderbar warm.

Heute morgen (Freitag) regnet es leicht. Wir motoren nach Stavanger. Wir sollten  klar Schiff machen und Waschen ist auch mal fällig! Zwischen dem Waschen machen wir einen Spaziergang und stellen fest, dass in Stavanger die Gladmatfestivalen sind. Ach so, deshalb das riesen Gedränge um einen Hafenplatz. Am Abend gehen wir auch ans Festival und geniessen die kulinarischen Gaumenfreuden sowie die freundlichen Norweger. Unser lieber Freund Didé kommt Samstags in der Früh, wir freuen uns auf Ihn. Mit lieben Grüßen Susanne und Chérif

 

 

Moni und Joëlle zu Besuch in Norwegen

Meine Anreise nach Bergen stellte sich schwieriger heraus als gedacht. Das Flugzeug will und will nicht in Zürich ankommen. Mit zwei Stunden Verspätung geht es dann aber doch endlich los. Ich kann es kaum erwarten. In Bergen angekommen richte ich mich zuerst in meinem Hotel ein, bevor ich das Städtchen noch ein bisschen erkunde. Bald bin ich jedoch zu müde und mache mich auf den Heimweg.

Am nächsten Tag stehe ich beizeiten auf. Es stellt sich heraus, dass dies definitiv nicht mein Morgen ist. Das Frühstück, welches im Hotel an die Zimmertür gehängt wird, wurde mir gestohlen. Ok, denke ich mir, was solls. Ich will mir daher wenigstens einen Kaffee im Starbucks holen. Gesagt, getan. Ich spaziere mit meinem gesamten Gepäck in den Starbucks, nur damit die Angestellte mir sagen kann, dass die Kaffeemaschine gerade ausgestiegen sei und es deshalb keinen Kaffee gäbe. Naja ok, dann halt keinen Kaffee. Mit Hilfe von verschiedenen Norwegern mache ich mich auf den Weg in Richtung Hafen. Nach 15 Minuten angekommen, sehe ich jedoch weit und breit keine Fähre. Ich erkenne bald, dass ich im falschen Hafen bin. Weiter frage ich mich durch und werde in den nächsten Hafen gelotst. Hier stehen drei riesige Kreuzfahrschiffe, doch von einer kleinen Schnellfähre keine Spur. Langsam wird die Zeit knapp. Ein Hafenarbeiter schickt mich weiter in den nächsten Hafen. Nun nicht mehr Gehen sondern Rennen lautet die Devise. Zwei Minuten vor Abfahrt finde ich dann endlich die richtige Fähre. Nach zwei tollen Stunden auf der Fähre, die mit über 30 Knoten übers Wasser fliegt komme ich in Rosendal an, wo mich Mami und Papi bereits erwarten. Ich freue mich riesig sie endlich wieder zu sehen. Wir entscheiden, dass wir den Tag noch in Rosendal bleiben werden und dann Richtung Bergen fahren würden.

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg. 23 Meilen in Richtung Norden. Durch eine tolle Schlucht fahren wir in eine kleine Bucht mit einer neuen Steganlage. Wir entschliessen uns, die kleine Insel zu erkunden. Auf dem Spaziergang stellen wir fest, dass die kleine Insel eigentlich nur aus Bunkern besteht.

Die kleine Bunkerinsel

Wieder zurück beim Schiff macht Papa den Grill bereit. Während wir auf die Holzkohle warten werfen wir die Angel aus. Ich möchte es auch versuchen. Papa wirft die Angel aus und übergibt sie mir dann. Kurz darauf bricht die Aufregung aus. Ich habe tatsächlich einen Fisch an der Angel. Damit hätte ich nie gerechnet. Wild gestikulierend und nicht ganz leise mache ich auf mich aufmerksam und Papa und Mama eilen mir sofort zu Hilfe. Papa zieht den Fisch auch wirklich aus dem Wasser. Und Mami gibt ihm dann den Rest. Kurze Zeit später befindet er sich bereits auf dem Grill und wir geniessen die super feine Makrele als Vorspeise. Der restliche Abend verläuft friedlich, wir grillieren und geniessen die gemeinsame Zeit.

Heute geht es nun wirklich nach Bergen, da morgen Moni ankommen wird. Wir freuen uns auf sie. Wir haben super Wind, aber leider voll auf die Nase. Deshalb kreuzen wir auf und geniessen die Fahrt. In einer kleinen Bucht werfen wir den Anker raus und essen ein feines Mittagessen. Dann geht es weiter in Richtung Bergen.

Bryggen, Bergen

Dort angekommen bemerken wir, dass hier der Bär los ist. Am Abend findet hier ein Festival statt, welches wir aber nicht besuchen. Dafür gehen wir in’s Olivia zum Abendessen und geniessen das italienische Essen. Mami genoss ebenfalls eine super feine glutenfreie Pizza.

Nach einer kurzen Nacht in der Schweiz und einem Stopp im Duty-Free um den gewünschten Jägermeister zu besorgen, kommt Moni am Mittwoch in Bergen an. Am Fischmarkt in Empfang genommen, gehen wir kurz darauf einkaufen um unsere Vorräte wieder aufzustocken. Nach einem Willkommens-Frühstück teilen wir uns auf. Während dem Mami dem örtlichen Zahnarzt einen Besuch abstattet und Papi sich auf die Suche nach einer lang ersehnten Karte mit netten Buchten und Anlegestegen macht, entdecken Moni und ich Bergen und erledigen gleichzeitig die letzten Besorgungen. Erfolgreich treffen wir uns alle auf der Cachana wieder, wo wir um halb fünf ablegen um nach Norden zu segeln. An einem süssen Steg kurz festgemacht, müssen wir feststellen, dass das Wasser zu flach ist. Kurzerhand entscheiden wir uns um und werfen den Anker in derselben Bucht nahe HÁØYNA aus. Zum Abendessen wirft Papi den Grill an, diesmal leider ohne frischgefangenen Fisch.

 

Papi und ich

Am Donnerstag stehen wir mit schönem Wetter auf, das uns auch für den Rest des Tages erhalten bleibt. Bald schon lichten wir den Anker und segeln weiter Richtung Norden. Durch eine enge Passage erreichen wir eine kleine Bucht, in der wir an einer Boje festmachen. Um heute mit frischem Fisch aufwarten zu können, machen wir (Papi, Moni und ich) auf den Weg um mit Resi einen Erfolg verbuchen zu können.

Nächster Versuch einen Fisch zu fangen

Leider stellt sich auch dieses Verfahren als sehr schwierig heraus und nach einer Stunde müssen wir leider aufgeben. Auch dieser Tag bleibt also ohne frischen Fisch, wie auch die nächsten Tage, die kommen sollten. Dennoch lassen wir uns davon den Grill zum Abendessen nicht vermiesen.

Nachdem es an diesem Abend relativ spät wird, stehen wir am nächsten Tag erst um halb zwölf auf à REKORD!!! Leider bei Regen legen wir ab und motoren in Richtung Fedje. Glücklicherweise kommen wir da bereits am frühen Nachmittag an. Im kleinen Hafen herrschte reger Betrieb. Nicht nur die Fähre, welche alle 30 Minuten kam und eine fast unglaubliche Menge an Autos losliess, auch diverse Motorboote sammelten sich an diesem Nachmittag in Fedje. Auch die Menschen im Hafen scheinen voll beschäftigt zu sein. Bald darauf finden wir heraus, dass am Abend die Party des Jahres steigen soll, Fischwettbewerb am kommenden Tag inklusive. Von der Party bekommen wir am Abend aber nicht sehr viel mit. Nach einem schönen Spaziergang rund um die Insel kehren wir mit einer kleinen Elektrofähre zum Hafen zurück. Dort entschliessen wir uns Lasagne zu machen und geniessen diese in vollen Zügen.

Gemeinsames Frühstück

Bereits kurz nach dem Aufstehen legen wir los. Zuerst noch ein kurzes Stückchen in Richtung Norden, dann weiter in Richtung Süden. Eine wunderschöne Passage zwischen Inseln hindurch bringt uns zu einer kleinen Steganlage, an welcher wir festmachen und von einer deutsch-norwegischen Familie in Empfang genommen werden. Ein kurzer Spaziergang über Graswege liess uns kurzfristig in eine verzauberte Welt voller Zwerge und Trolle eintauchen. Wieder zurück auf der Cachana genossen wir unseren Ankunftsdrink. Gleichzeitig kam eine Bande laut grölender, bereits gut bedienter Teenies an den Steg. Für Unterhaltung war gesorgt J. Glücklicherweise ging ihnen der Alkohol bald aus und unserem gemütlichen und ruhigen Abend stand nichts mehr im Weg.

Der Plan für diesen Tag war an diesem schönen Ort zu bleiben, doch der Wind machte uns einen Strich durch die Rechnung. Er drehte um 180 Grad und drückte uns nun voll auf den Steg. Also doch Leinen los. Zuerst geniessen wir aber ein feines Rührei zum Frühstück. Während dem beobachten wir den erfolgreichen Fischfang einer norwegischen Familie. Unsere Versuche blieben dabei aber erfolglos… Irgendwas läuft da schief. Um 16.00 Uhr ging es dann aber los zu einem Ankerplatz nicht weit entfernt. Es stellte sich aber heraus, dass dieser sich mitten in einem kleinen Hafen befand. Etwas unsicher dümpelten wir vor uns hin, bis ein Mann auf einer riesigen Motoryacht winkte und uns klarmachte, dass wir an seinem privaten Steg anlegen dürfen. Zum Abendessen gab es dann ein Raclette. Kaum fertig gespiesen, besuchte uns der Besitzer der Insel. Bei ein paar Gläser Rotwein gab er uns ein paar Tipps für die kommenden Tage und lud uns danach auf ein Bier in seinem Pub auf der Insel ein. Während des Verlassens des Schiffes erwähnt er, wie interessant es war unser kleines Schiff zu besuchen. Dies kenne er so überhaupt nicht. Er erzählte uns viel von seinen Plänen für die Insel, auf der er ein Restaurant eröffnen möchte. Es ist wirklich ein wunderschöner Platz.

Blick über die Insel

Am nächsten Tag beschliessen wir seinen Tipps nachzugehen und entscheiden uns das „Ende der Welt“ zu besuchen. Ganz zuhinterst in einem Fjord befindet sich Mondalen, ein kleines herziges Dörfchen. Gesagt, getan. Leinen los und ab in Richtung Fjord. Kurz vor dem erwähnten Dörfchen wird der Fjord suuuuper eng, gleicht eher einem Fluss. Mit Vollgas also eigentlich knapp 6 Knoten kämpften wir gegen die Strömung an. Vorwärts kamen wir aber nur mit 1.5 Knoten à seeehr eindrücklich. Zwischen den hohen Bergen befindet sich im Tal dann wirklich das kleine Dorf und wir legen an einer kleinen Steganlage an. Nach dem Ankunftsdrink und einzelnen mal wieder erfolglosen Fischversuchen geniessen wir eine Fischsuppe zum Abendessen.

Der Fluss ans Ende der Welt

Am Dienstag geht es dann definitiv zurück in Richtung Süden. Auf einem anderen Fjordarm geniessen wir die doch etwas kühle Fahrt. Viel berichten kann ich hier nicht. Ich verbringe fast den ganzen Tag mit meinem Buch, welches ich dafür jetzt jedem empfehlen kann J. Am Abend legen wir erneut in einem kleinen Dörfchen an und geniessen den zweitletzten Abend.

Moni, Mami und Papi

Nun ist bereits der letzte Tag angebrochen. Wir entscheiden uns, dass wir zurück in die Bucht fahren, in welcher wir bereits die erste Nacht verbracht haben. Die Überfahrt geht mindestens doppelt so lang wie gedacht. Durch die starke Strömung, den Gegenwind und die Wellen kämpft sich die Cachana Meile für Meile in Richtung Ziel. Ziemlich müde kommen wir dann in der kleinen Bucht an. Zum Abendessen gibt es Pasta und Rahmgeschnetzeltes. Suuuuuuper fein!!! <3 Der letzten Nacht versuchen wir längst möglich aus dem Weg zu gehen und spielen deshalb noch bis um halb zwei Rummikub. Doch irgendwann überkommt uns die Müdigkeit und wir beschliessen doch ins Bett zu gehen.

Diesen Morgen stehen wir verhältnismässig früh auf. Bald heisst es los in Richtung Bergen. Hier festgemacht müssen Moni und ich auch bereits unsere Koffer packen. Während dem gehen Mami und Papi einkaufen, damit wir noch ein letztes gemeinsames Frühstück geniessen können. Nun heisst es auch schon Abschied nehmen. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und das „Auf Wiedersehen“ sagen fällt sehr schwer. Wir freuen uns aber jetzt schon auf die kommenden Jahre und hoffen, dann erneut auf der Cachana Zeit verbringen zu können.

Crew Wechsel in Bergen

Eine neue Crew ein neuer Blog von Sandra und Michi.
Wir sind vom Samstag 24. Juni bis Samstag 1. Juli zu Gast auf der Cachana.

Die Anreise mit dem Swiss Direktflug am Samstag 24. Juni war wunderbar kurz und einfach. Kein warten in Oslo. Nach zwei Stunden Flug kamen wir um 18.30 Uhr in Bergen an. Das Wetter war wie erwartet (nass und kalt). Nach einer 30 minütigen Fahrt ins Zentrum, Hotelbezug und Tenü Wechsel (warme Kleider und Regenschirm) machten wir uns auf die Suche nach Susanne und Cherif. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Natel fanden wir uns um 21.00 Uhr beim Fischmarkt.
Die Begrüssung von Susanne, Nadine, Alex und Cherif war wie immer sehr herzlich. Da wir alle noch nichts gegessen hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal. Trotz Regenschirm und Regenjacken mussten wir unsere Suche unterbrechen und in einem Hauseingang eine Pause einlegen. Ohne diesen Stopp wären wir „klatsch“ nass geworden. Nach einem wunderbaren Essen ging es wohl gestärkt zum „Absacker“ auf die Cachana. Anschliessend machten sich alle auf den Weg ins Bett.
Ausgeruht und voller Tatendrang, besichtigten wir am Sonntag die Stadt Bergen. Mit dem Hop On Hop Off Bus (ein Billett war noch vorhanden) machten wir die Rundreise durch die Quartiere der Stadt und liessen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen. Susanne und Cherif nutzten die Zeit um das Schiff für den Crewwechsel vorzubereiten. Um Mittag trafen wir uns und richteten uns häuslich ein. Ich glaube, an diesem Tag hat es nur einmal geregnet. Zurückblickend müssen wir feststellen, dass Sandra und ich auf dem Weg vom Hotel zum Schiff Glück hatten. In diesem Moment war der Regen nur ein leichtes „nieseln“.
Nach einem ausgezeichneten Nachtessen im Egon und einer erholsamen Nacht auf der Cachana starteten wir am Montag in die neue Woche. Cherif fasste die Aufgabe, den Blogtext von Nadine und Alex mit Bildern zu versehen und den Text ins Internet zu stellen. Da das Wi-Lan im Restaurant sehr, sehr langsam war, hatten Susanne, Sandra, Cherif und ich genügend Zeit, um gemütlich zwei Flaschen Prosecco zu trinken.

Michi

Endlich nach gefühlten 5 Stunden im Restaurant, legten wir um ca. 14.00 Uhr Richtung Süden ab.

Sandra

Bei trockenem Wetter segelten wir nach „Tyssoyna“ eine wirklich traumhafte Bucht.

Die Bucht

Da noch ein „eingelegter“ Fischkopf an Bord war, wurde der Krabbenkorb bestückt und an einer nahen Felswand versenkt.

Am Krabbenkorb auslegen

Nach dieser schweisstreibenden Tätigkeit hatten wir unseren Anlegeapero mehr als verdient. Nach getaner Arbeit machten wir uns bereit, das Nachtessen vorzubereiten. Bratkartoffeln, Hamburger und Susannes „Haussalat“ stillten unseren Hunger perfekt. Ein Glas Wein aus dem Karton rundete das Festmahl ab. Mit einem Schlumi gings ab ins Bett.
Dienstag. Die Routenplanung von Cherif sieht vor, dass wir 35 Meilen nach Rosendal segeln. Das Wetter ist schlicht ein Traum. Sonne, angenehme Temperaturen und meistens guter Wind führten in der Summe zu einem wunderschönen Tag. Das Tüpfelchen auf dem i war unser Ankerplatz („Kalvasundet“) für die Nacht.

Eine Gåste Bryggen ist zwar vorhanden, doch Cherif war nicht überzeugt, ob der Wasserstand für die Cachana angemessen war. Zur Sicherheit machten wir nicht am Steg fest, sondern ankerten in der Bucht.

Wie sich beim Nachtessen auf dem Steg zeigte, war es eine gute Entscheidung nicht am Steg festzumachen. Bei Ebbe wäre die Cachana auf Grund gelaufen und trocken gelegen. Da wir den Untergrund nicht kannten, war es sinnvoll, dieses Experiment nicht einzugehen.
Nun sitzen wir beim Mittwochmorgen Kaffee und beginnen mit der Planung für den heutigen Tag. Da für den heutigen Tag kein Wind erwartet wird, fahren wir nach Rosendal. Im Informationscenter informieren wir uns über An- und Abreise nach Bergen. Einerseits geht es um die Anreise von Joëlle und andererseits für unsere Heimreise am Samstag.
Leider passen die Fähren nicht optimal. Wir müssen am Samstagmorgen relativ früh fahren oder sind am Samstag auf den letzten Drücker am Flughafen. Wie sich später zeigen wird, hätten wir leicht die spätere Fähre nehmen können. Unser Flug kommt mit Verspätung an und wir fliegen in Bergen erst um 21.00 Uhr ab.
Für Joëlle wird es in jedem Fall keine Anreise Lösung am Samstag mehr geben. Das Taxi wäre eine mögliche Variante aber sehr teuer. 3‘000 NOK erscheinen uns allen als zu viel.
Aufgrund des fehlenden Windes ist das Programm für diesen Tag gemacht. Unter Motor fahren wir 17 Meilen zu einem super schönen Ankerplatz im Hardangerfjord. Ein kleiner Felsen im Fjordeingang mit dem symphatischen Namen „Svanholmane“ wird unser Ankerplatz für die Nacht.

Sandra + Michi im Hintergrund Schneebergen/ Gletscher

Die an diesem Nachmittag sehr hohen Temperaturen verleiten zu allerlei Freizeitbeschäftigungen. Die einen geniessen ein Buch und einen Drink im Schatten auf der Insel, die Andern Fischen mit dem „Reesi“ bzw. versuchen einen Fisch zu erwischen und der Letzte opfert die Zeit für einen persönlichen Parkdienst. Ein » Bad» im Fjord und eine Dusche auf der Cachana sowie eine Rasur wirken Wunder. Seebären verwandeln sich so in gesellschaftsfähige Gentleman. Ein Grillabend in dieser wunderbaren Abendstimmung runden den ereignisreichen Tag ab.
Für Heute Donnerstag ist eine neue Route zu planen. Angeblich hat der Wetterbericht keinen Wind vorhergesagt. Alles Märchen. Bei satten 20 – 26 Knoten segeln wir Richtung Süden. Geplant ist das Anlaufen eines Steges im Hardangerfjord. Doch bei näherer Besichtigung stellt man fest, nicht alle Seekarten und Routen Ratgeber sind auf dem aktuellen Stand. Somit muss die Planung angepasst werden. Da die Heimreise nach Bergen in Kürze ansteht und für Freitag überhaupt kein Wind zu erwarten ist, ändern wir das Programm und fahren nochmals in unsere Lieblingsbucht vom Dienstag. Hier geniessen wir unseren Vorabenddrink bei sehr angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Der Skipper erholt sich bei einem Mittagschlaf und der Lehrling schreibt den Blog für diesen Tag. Wir alle freuen uns auf ein Raclette.

Abendstimmung

Am Freitag 30. Juni machen wir Blau. Wie erwartet gab es überhaupt keinen Wind, dafür Sonne satt. Bei guten 25 Grad und wolkenlosem Himmel geniessen wir einen Tag auf dem Schiff. Ausser faulenzen, sonnen, essen und lesen gibt es nicht zu tun. Susanne und Cherif nutzen den Tag um die Cachana mal wieder zu trocknen. Matrazen, Decken und allerlei feuchtes dekorieren das Deck. Die Sonne und ein leichtes Lüftchen trocknen alles wunderbar. Gegen Abend fahren wir mit der Cachana nach Rosendal. Wir brauchen Strom und Wasser und eine Dusche.
Und schon ist die Woche im Norden vorbei. Es ist Samstag neun Uhr. Die Fähre wartet und bringt uns zurück nach Bergen, wo wir noch ein paar Stunden die Stadt anschauen können.
Vielen Dank an Cherif und Susanne für die tolle Woche in den Fjorden von Norwegen.