Freitag 22. Mai Abends kaum haben wir den letzten Beitrag veröffentlicht, freuen wir uns auf ein feines Tuna Tatar. Wir möchten nur noch schnell das Brot toasten. Ein grosser Knall, Toaster Tod!!! Doch noch Ofen anwerfen! Es war dennoch sehr sehr lecker.

Samstag 5.30 Uhr ist der Wecker gestellt, wir sind bereits 5.15 Uhr am Kaffee trinken. Pünktlich 6.00 Uhr lösen wir die Leinen und verlassen Howth mit Hochwasser.


Somit sollten wir die Strömung mit uns haben, eine leichte Brise kommt uns entgegen.

Der Wind soll stärker werden, wir wollen vorher in Wicklow sein. Somit machen der Motor und die Strömung den grössten Teil der Strecke, bis zu 2 Knoten schiebt uns die Strömung Wicklow entgegen. Kurz vor 11. 00 Uhr machen wir bereits am Zielort fest.

Hier hat es keine Schwimmstege. Wir befestigen die Cachana an eine dafür vorgesehene Bretterwand . Wir nehmen die langen Leinen, damit wir so die Tide ausgleichen können. Wir hoffen, dass wir in der Nacht nicht aufstehen müssen um zu kontrollieren. Gut ist, dass jetzt Ebbe ist und gegen 18.30 Uhr die Flut kommt. Somit können wir beobachten, ob wir die langen Festmacher richtig gesetzt haben. Alles bestens.

Photo aus dem Küchenfenster

Heute Nachmittag geniessen wir die Sonne, machen einen kleinen Spaziergang und faulenzen.

Bald gibt’s feine Vongole, wir freuen uns.

Sonntag, den 24.Mai stehen wir wieder früh auf! Punkt 6.00 Uhr lösen wir die Leinen.


Wir kreuzen gegen den Wind dem 15sm entfernten Arklow entgegen. So früh damit wir den Strom bis zu 2kn mitnehmen können. Die Sonne scheint, wunderbar und wir sind schneller als erwartet. 9.30 Uhr sind wir schon vor der Einfahrt der Flussmündung, welche nach Arklow führt. Wir fahren hoch und können am Ponton im Fluss festmachen, sehr hübsch.

Es ist herrlich warm, der Sommer ist da. Wir ziehen die kurzen Hosen und ein T-Shirt an. Z’Mittag gibt’s leckeren Lachs mit Prosecco! Die schmutzigen, grünen Fenderhüllen werden gewaschen, sie sind grün von der Bretterwand in Wicklow. Wir machen einen Rundgang in der Stadt und geniessen die Sonne.

Am Abend grillieren wir einen Black Sole, dazu gibt’s Zucchetti.

Den Fisch haben wir in Howth beim Fischändler erstanden, ist extrem lecker. Sein Fleisch hat viel mehr Biss als die Sole die wir kennen, sehr zum Empfehlen! Nächsten Morgen machen wir eine kurze Wanderung dem Fluss entlang, richtig idyllisch.


Am Nachmittag befassen wir uns mit unseren Büchern. Wir möchten morgen Dienstag nach Milford Haven segeln. Milford ist in Wales und ist 85sm entfernt. Wir erfahren, dass Milford Haven der grösste Naturhafen England’s ist und auch sehr schön sein soll. Trotz der Oelindustrie welche schon längere Zeit Einzug genommen hat. Dies bedeutet auch, dass uns evt grosse Oeltanker entgegen kommen können. Deshalb sind einige Regeln zu beachten. Schnell sind 2-3 Stunden vorbei, bis alles klar ist. Wir entscheiden uns, dass wir um 4 Uhr morgen los fahren. Den Strom der 2 – 3 Std. mit 2kn gegen uns fliesst nehmen wir in Kauf und hoffen, dass wir vor dem grossen Gegenstrom in der Nähe von Milford sein werden. Wir fragen noch unseren Freund Markus und er ist auf ein ähnliche Abfahrtszeit gekommen. Dann wird grilliert, feine Lammkotteletten mit grünen Spargeln zum Dessert ein Raclettebrötchen.

Sehr lecker
Dienstag, 26. Mai 3.30 Uhr schrillt der Wecker, zur Erinnerung wir machen das freiwillig!!!! Zuerst mal ein Café, bereit machen, anziehen und Punkt 4.oo Uhr Leinen los! Dann Inverter sei dank noch einen Café. Es ist noch ziemlich dunkel, aber wir können bereits Umrisse erkennen.

Wir motoren den Fluss runter und setzten bald das Grosssegel, leider noch mit wenig Wind, so dass der Motor noch weitere 2 Stunden surrt.

Nun endlich mehr Wind und der Kurs passt, dass wir den Gennaker seit langem mal wieder setzten können.

Wir rauschen Richtung Milford, leider müssen wir nach 3 Stunden etwas anluven, da der Strom uns nun stark nach Süden versetzt. Wir werden von Delphinen begleitet, immer wieder ein tolles Erlebnis.

Wir rollen den Gennaker ein und segeln mit der Genua weiter. Zwischendurch lässt der Wind so nach, dass wir den Motor mitlaufen lassen. Der Gennaker steht wieder und das Log zeigt 6-8kn. Trotz unseren Bemühungen sind wir aber immer noch 20 sm von der Einfahrt Milford Haven entfernt. Der Gegenstrom beginnt bereits 13.oo Uhr und nicht wie in den Büchern zwischen 14.oo und 15.oo Uhr angesagt. Wir landen im starken Gegenstrom. Unsere Fahrt über Grund leider nur noch zwischen 2-4kn.

Puah!!! Wir kommen schleichend vorwärts. Schlussendlich machen wir in Milford Haven um 20.oo Uhr fest.


Wir räumen auf und geniessen auf der Veranda des Hafenrestaurant, mit der Crew der Bass Rock, einen Drink. Anschliessend auf der Cachana Pasta Aglio, Olio e Saggio und wir kriechen hundemüde in die Koje. Mittwoch morgen, den 27. Mai, machen wir uns auf dem Weg zum Fischhändler. Spazieren bei den Fischern vorbei. Nach kurzer Nachfrage von Susanne kriegen wir 2 grosse Hummer. Er fragt uns ob wir noch Seeteufelbäckchen wollen! Natürlich! Beim Fischhändler kaufen wir Jakobsmuscheln und Krabbenfleisch ein! Wow!!! So können wir Susanne’s Geburtstag gebührend feiern. Wir freuen uns! Zurück auf der Cachana wird gleich der grosse Topf aufgesetzt und die Hummer werden zu ihrem Leidwesen nacheinander von ihrer Gefangenschaft befreit und landen im Topf. Am Mittag bereitet der Skip die Seeteufelbäckchen zu, sehr lecker.

Gemeinsam geniessen wir den Tag und haben die meisten Arbeiten auf Donnerstag verschoben. Wir gehen auf Erkundungstour durch Milford! Hübsch!

Ein Gebi Apero wird genossen. Unser feines Nachtessen: zuerst gibt’s die Jakobsmuscheln

und dann den Hummer!

Wir schaffen nicht alles! Macht nix! Der Rest gibt eine feine Vorspeise für Donnerstag Mittag! Zum Schluss noch etwas Salat. Es gibt nur ein Wort für das Geburtstagsessen. Genial :-))

Donnerstag morgen beginnen wir die hintere Koje zu leeren. Sie ist voll mit unserem Krempel. Wir machen Platz für Sandra und Michi, welche heute Abend zu uns stossen. Zu Mittag gibt’s den Rest vom Hummer und das Krabbenfleisch, sehr Lecker. Am Nachmittag wird weiter geräumt, geflickt, gereinigt innen und aussen. Gegen 18.oo Uhr kommen Sandra und Michi! Grosse Begrüssung, einen Apero auf der Cachana und dann in’s Restaurant zum Nachtessen.
Auf bald Eure Cachaneros