Vesterålen

4 Uhr Tagwache in Winterthur, looos ging’s in die Ferien. Der Weg in den Norden führte uns mit dem Flugzeug von Zürich nach Oslo und weiter nach Bodø. In Bodø angekommen gab es am Flughafen noch ein kurzes Bier mit Didé . Nun weiter in die Stadt. Nach kurzem Einkauf bei den Fischern (Crevetten), genossen wir im Restaurant am Hafen ein leckeres Essen, da unsere Fähre zu den Lofoten erst um 18:00 Uhr ablegte. Die Schnell-Fähre führte uns an wunderschönen Landschaften von Bodø bis nach Svolvær, vorbei . Um 21.30 Uhr legte die Fähre in Svolvær an und wir fielen den Wartenden um den Hals. 

Nach dem obligaten Willkommensdrink assen wir noch einen Teil der leckeren Crevetten, bevor uns definitiv die Augen zu fielen. 

Am nächsten Tag (nach dem Ausschlafen) segelten wir eine kurze Strecke von Svolvær in eine wunderschöne Bucht. Unterwegs wurde fleissig gefischt und sogar mit grossem Erfolg.

Matthias fischte einen Rotbarsch und Chantal den alt bekannten Dorsch. In der Bucht Gullvika angekommen, machte sich Matthias auf die Suche nach einem geeigneten Ort um die Drohne steigen zu lassen. Dieser wurde schnell gefunden und nach etwas Übung entstanden tolle Videos und Fotos. Beim Zurückkehren über den Schiffssteg, hatten wir auf dem Meeresgrund Krabben entdeckt. So legten wir gemeinsam den Krabbenkorb aus. Das anschliessende Abendessen (Dorsch mit Curry) war ausgezeichnet. 

Am nächsten Tag, o welch Freude, fanden wir 4 grosse Krabben und jede Menge Seesternen im Korb.

Die Krabben wurden von Cherif fachmännisch aus dem Korb geholt und die Sterne wieder in die Freiheit entlassen.

Sogleich wurde Wasser aufgesetzt und die Krabben gekocht. Danach fuhren wir (hauptsächlich unter Motor) weiter in den Norden. Vor dem Trollfjord konnten wir (ein erstes mal) Adler beobachten. Wir entschieden uns, die Cachana ein wenig treiben zu lassen und die Krabben zu essen. Mmmmh echt lecker!!! Doch während dem Essen kam Hektik auf. Chantal hatte einen Fisch an der Angel, welche im Heck vor sich hin badete. Wir zogen mit vereinten Kräften einen grossen Lumb an Bord. 

Nachdem Ruhe eingekehrt und alle fertig gegessen hatten, ging es in den Trollfjord hinein. Echt unglaublich schön und imposant. 

Matthias und Chantal hatten noch einen Auftrag. Sie versuchten das Schriftbild der Pampero, an der Felswand, wieder aufzufrischen. Doch ojeee es war Mittelwasser. Sowohl Matthias als auch Chantal zu klein um aus dem Reeesi heraus zu Sprayen. Somit machten wir uns zuerst daran, die Cachana zu verewigen. Zurück auf dem Boot wurde ein zweiter Versuch unternommen. Doch auch von der Cachana aus reichte es nicht zur Pampero hinauf… Nun ja wir müssen halt nochmals da hin irgendwann☺️.

Gegen halb fünf fuhr die Hurtigruten in die Bucht hinein und wendete an Ort und Stelle was sehr beeindruckend aussah. Nach den ganzen Eindrücken des Trollfjords ging es weiter in eine wunderschöne Bucht.

Das leckere Abendessen folgte. 

Chantal und Matthias unternahmen am darauf folgenden Morgen einen kleinen Inselspaziergang. Karibik-like mit weissem Sandstrand. Wunderschööön! 

Danach ging es weiter, vorerst unter Motor. Jedoch wurden schnell die Segel gezogen. Doch es kam immer mehr Wind und Wellengang auf, ein Routenwechsel war die Folge.

Nach mehrerem hin und her übernachteten wir in einer sehr schönen Bucht mit malerischem Sonnenuntergang.

Doch ojeh, der Ankeralarm ging mehrmals ab. Halb so schlimm unser Skipper hatte alles im Griff und so konnte die „jung“ Mannschaft beruhigt schlafen. 

Am nächsten Tag fuhren wir in den nahe gelegenen Hafen Vinje. Entsorgung, Wasser auffüllen und Einkaufen waren auf dem Plan. 

Alles erledigt ging es auf in die „stürmische“ See, so fühlte es sich auf jedenfall für einige an. Wir legten uns deshalb hin und machten ein kleines Nickerchen. Nach dem „turbulenten“ Ritt gab es den Willkommensdrink in einer herzigen Bucht. Die Gebäude lassen vermuten, dass hier im Sommer wohl ein reges Treiben herrscht. 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Stø. Eine kurze Überfahrt unter Motor. Ein toller Fischerhafen hiess uns Willkommen. 

Tags darauf blieben wir in Stø und unternahmen eine wunderschöne Wanderung!

Über die Bergrücken von Stø nach Niksund.

Nach 1000 Höhemetern und einer Strecke von ca. 14km genehmigten wir uns alle ein Bier in Niksund. Per Zufall entdeckten wir ein in den Hafen einfahrendes Speedboot. Der Weg zurück fand somit nicht zu Fuss statt (isch keine Veruckt gsii) ☺️

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Ein echt tolles Erlebnis (ein Job der sich Matthias auch noch vorstellen könnte). 

Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Bleike. Wir entschlossen uns aufs offene Meer hinaus zu fahren in der Hoffnung Wale zu sehen. Doch leider nützte alles nichts. Die Wale tauchten nicht auf. So segelten wir den weiten Weg zurück.

Auch ohne die Wale gesehen zu haben war es ein sehr schöner Segeltag und für Chantal gab es ein paar Meilen zu notieren. Ein wunderschöner Sonnenuntergang rundete den Tag ab.

Nach erneutem (wie immer) sehr leckerem Essen ging es ab in die Koje, alle waren müde. 

Neuer Tag neues Glück. So versuchten wir erneut aufs Meer raus zu fahren. Doch ojee, der Motor begann zu streiken… Nach mehrmaligen Versuchen (der Motor lief noch, starb jedoch immer wieder ab) entschied der Skip die Segel zu setzen und Kurs auf den Hafen zu nehmen. Alles lief gut. Wir segelten weit möglichst in den Hafen hinein und konnten dann unter Motor Anlegen. Nach erfolgreichem Anlegen und Wassertanken sichteten wir einen Seehund im Hafenbecken der uns für ein paar Sekunden begutachtete und sogleich wieder im Wasser verschwand. Der letzte Abend auf der Cachana brach an. Aufgrund des später zu erwartenden Regens, hatten wir das noch schöne Wetter für einen Spaziergang im Dorf genutzt.

Die Bergkulise um Andenes ist wunderschön und das Dorf, in gewohnt nordischem Stil, eher ruhig und überschaubar. Kaum zurück fing es wie angekündigt an zu Regnen.

Wir bereiteten uns somit das Abendessen zu und spielten Rummikub. Während dem Essen machte sich neben uns, ein Fischerboot zum Ablegen bereit . Susanne witterte eine Chance auf frischen Fisch. Matthias bot den beiden Fischern freundlich etwas Schweizer Schokolade an. Tada ein Seeteufel (riiiiisig) wurde als Geschenk überbracht. Susanne und Cherif freuten sich sehr. Nach dem Essen und dem Verstauen des Seeteufels, war es mit dem Regen auch schon vorbei. Da liess sich der nächste Tiergenosse blicken. Ein Nerz rannte den Steg hinauf und hinunter und suchte ein Schiff um sich darauf auszutoben.

Nach ein paar Fotos wurde alles verschlossen damit er sich nicht an der Cachana vergriff ☺️. Ein sehr schöner letzter gemeinsamer Abend ging zu Ende.

Nun, wie alles Schöne, ging auch dieses Erlebnis viel zu schnell vorbei. Somit hiess es nun auch für uns, unsere sieben Sachen zu packen. 

Nach einem kurzen Flug von Andenes nach Bodø sitzen wir nun wieder in dem tollen Restaurant am Hafen, essen, schreiben Blog, sortieren Fotos und warten auf unseren Weiterflug. 

Vielen Dank für die wuuunderschönen, tollen, erlebnisreichen und erholsamen Ferien!! 

Matthias & Chantal 

Lofoten

Sonntag, 28. Juli 2019

Bliksvær – Bodø Marina Braivika

Am Sonntag war ein wenig früher Tagwache, mussten wir doch zurück nach Bodø wo uns Joëlle und Moni verlassen werden.

Mit leider wenig Wind kamen wir 10.30 Uhr in Bodø an. Beim Abschiedsapero passierte es, platsch. Chérifs Handy lag auf 5 Meter Tiefe am Grund des Hafens. Zur Rettung der Simkarte entschloss sich Chérif einen Tauchgang zu unternehmen. Es wurden dann mehrere Versuche, aber er hat das Handy schlussendlich gefunden und die SIM funktionierte noch.

Am Abend durften wir eine sehr feine Seafoodplatte in der Bryggerikaia geniessen.

Montag, 29. Juli 2019

Bodø

Der Montag Morgen stand unter Motto Handy Einkauf. Es folgte eine Wanderung durch den alten Fischerhäuserbezirk von Bodø zum nahegelegen Einkaufszentrum.

Norwegen ist wirklich teuer und so bestellte Chérif das neue Handy in der Schweiz. Nach einem Express Mittagessen, was aus frischen Crevetten bestand, mussten wir uns beeilen, dass wir den Bus nach Saltstraumen noch erwischten.

Dies ist der Ort mit der grössten Gezeitenströmung. Das ist wirklich eindrücklich und kann von der Brücke, welche über die Meerenge führt, gut beobachtet werden.

Für den Abendgrill haben wir, zurück in Bodø , einen netten windgeschützten Platz ausserhalb der Hafenmauer gefunden.

Dienstag, 30. Juli 2019

Bodø – Søervær

Endlich ging es los Richtung Lofoten. Ziel war ein Kanal zwischen den Ausseninseln, mit einem kleinen Schwimmsteg.

Wir sind genug früh in Sørvær angekommen und so konnten wir einen kleinen Inselrundgang vor dem Abendessen machen. Eine Schule, einige Häuser mit ein wenig Landwirtschaft und einem herzigen kleinen Laden. Eine hübsche kleine Inselgruppe.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Søervær – Reine

Die grosse Überfahrt stand an. Anfänglich mit wenig Wind, segelten wir am Schluss mit frischen 15 Kn Wind, auf die Lofoten zu.

Ein wunderbarer Segeltag.

In Reine angekommen waren die zwei winzigen Gästestege voll besetzt, was uns ins „Päckchen“ zu einem Franzosen führte. Das Schiff war gelb, was leider an den Fendern und der Cachana einige Spuren hinterliess.

Das Nachtessen konnten wir auf dem von Touristen bevölkerten, gleich dem Hafen angegliederten, Dorfplatz geniessen. 

Donnerstag, 1. August 2019

Reine: Busausflug nach Å

Der Wind in Reine war nach wie vor stark, mit Böen von gut über 20 Kn. Wir vermuteten, dass dies auch mit dem Düseneffekt zwischen den hohen Bergen zu tun hatte. So entschlossen wir uns in Reine zu bleiben. Wir machten einen Busausflug nach Å. In Å war die Lofotenstrasse zu Ende, weiter nach Südosten geht es nur per Schiff. Busfahren macht durstig, so war als erstes ein Apero angesagt.

Anschliessend ein Rundgang im Fischerdorf und die Besteigung eines kleinen Hügels um der Aussicht willen.

Wunderschön.

Wieder zurück in Reine ging es darum die Festivitäten zur Bundesfeier in Angriff zu nehmen. Das Wetter verdunkelte sich leider zusehends und so beschlossen wir das Nachtessen und die Party in den Schiffssalon zu verlegen.

Wunderbar kuschlig.

Freitag, 2. August 2019

Reine – Nusfjord

Natürlich war nach der 1. Augustparty Ausschlafen angesagt. So kam es uns entgegen, dass wir nur in den 6 SM entfernten Nusfjord wollten. Die Sonne wollte sich noch nicht zeigen. Ein Angelstop brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. So kamen wir Nachmittags bereits im Nusfjord an, einem malerischen kleinem Fischerdorf welches unter Unesco Weltkulturerbe steht. Der kleine Schwimmsteg für Gäste war leer (Es haben nur 4 Boote Platz) und so konnten wir den besten Platz aussuchen.

Es folgte ein Rundgang im Dörfchen mit Besuch des Landhandels. Ein Tante Emma Laden wie 1950.

Das Besondere dieses Ortes : Wunderschöne Häuschen, die aber leider von Möwennestern und -kot trieften.

Entsprechend war das Gekreische derselben. Schliesslich zeigte sich noch die Sonne, der Wind nahm ab, was uns einen wundervollen Grill mit Aussicht ermöglichte.

Samstag, 3. August 2019

Nusfjord – Mortsund

Am Morgen hatte ich den ersten Kaffee schlafend verpasst, um 09.30 Uhr war ich dann auch aus den Federn gekrochen. Da wir Landstrom hatten, wurden meine Lebensgeister mit einem feinen Nespresso geweckt.

Beim Bergen des Krabbenkorbs wurden wir mit einer Grossen und vielen kleinen Krabben überrascht.

Nach dem Einkauf beim Bäcker

ging es dann 10.30 Uhr los. Mangels Wind haben wir nach guten Fischgründen gesucht, da unsere Vorräte aufgebracht waren. Leider war der Himmel noch völlig bedeckt, so dass bei unserem geplanten Bad, der Vorsatz zuerst noch wachsen musste. Schliesslich war es soweit, Susanne war die Erste gefolgt vom Schreibenden und Chérif. Dies alles bei 15 Grad Wassertemperatur. Unterdessen lies sich die Sonne zaghaft blicken um auch bald wieder zu verschwinden. Kurz danach stellte sich der Anglererfolg ein. Susanne zog einen 70cm langen Dorsch aus dem Wasser.Nach dem „Erfolgscampari“ machten wir uns auf den Weg nach Mortsund.

Wir besuchten das Lofoten Seacenter, welches sich mit der Lachszucht beschäftigt. Zuerst war aber noch ein kleines Mittagessen im angegliederten Restaurant angesagt. Beim anschliessenden Besuch im Infotainment wurden wir über die nachhaltige? Lachszucht in Aquakulturen aufgeklärt.

Im Hafen zurück wurden wir von einem Fischer mit einer Kiste frisch gefangenen Fisch begrüsst: „Nehmt was Ihr wollt“! Wir haben uns für zwei Makrelen entschieden. Zum Nachtessen konnten wir dann Makrelenshasimi und Krabbe geniessen, gleich zwei Delikatessen!

Sonntag, 4. August 2019

Mortsund – Æsøya- Hennigsvær

Ein bedeckter Himmel erwartete uns zum Morgenkaffee. Der Krabbenkorb war wieder mit einer Grossen und vielen Kleinen gefüllt, welche wieder in die Freiheit entlassen wurden. Ohne Wind machten wir uns auf die kurze Fahrt zum Mittagsankerplatz in Æsøya, natürlich mit Fischfangambitionen. So gelang Susanne der grosse Fang von 75cm, neuer Rekord.

Welch grosse Überraschung, als wir plötzlich einen lieblichen Gesang vernahmen und unweit von uns 2 Walfinnen auftauchten. Unbeschreiblich. Das Mittagessen verbrachten wir im Miniankergrund einer hübschen Insel mit leider verfallenen Häusern mit Makrelen und Lachs Shasimi, die Krabbe nicht zu vergessen. Nach dem feinen Mittagessen ging es dann mit Wind nach Henningsvær, dem Venedig der Lofoten.

Nach einem Rundgang im kleinen Ort, waren wir uns einig, der Übername passt nicht. Ein wenig enttäuscht, suchten wir einen hübschen Grillplatz, den wir aber auch nicht fanden. So grillten wir auf dem Steg beim Bootsanleger ausgestattet nur mit einem Bänkchen,

aber hübschem Blick auf den «Kanal».

Montag, 5. August 2019

Henningsvær – Gullvika

Für den sonnig angesagten Tag hat uns Chérif eine hübsche Ankerbucht in Aussicht gestellt. Eine schöne Fahrt entlang der Küste

mit den hohen Bergen direkt im Blick oder auch im Hintergrund brachte uns an den hübschen Platz. Eine Bucht von Hügeln umrundet mit einem Schwimmsteg am Ende.

Doch dieser war belegt und so beschlossen wir schwojend zu Ankern, anstatt ins „Päckli“ zu gehen. So passierte am wunderbaren Ort die zweite Versenkung. Ich hatte noch nicht bemerkt, dass der Feumer mit einer Magnethalterung ausgestattet war. Schwups verschwand er im Wasser. Doch freuten wir uns trotzdem auf den feinen BIG Dorsch vom Grill.

Dienstag, 6. August 2019

Gullvika – Trollfjord – Skipøya

Ein weiteres Highlight stand auf dem Programm. Mit fast keinem Wind ging es in die Traverse von den Lofoten zu den Vesterålen. Ein Seitenarm davon ist der berühmte Trollfjord. Eine schmale Einfahrt mit links und rechts hohen Felswänden öffnete sich nach hinten in einem kleinen Becken umrahmt von hohen Bergen. Schliesslich hatten wir an der Steuerbordfelswand die Inschrift der Pampero gefunden, welche vor einigen Jahren auch schon hier war. Ein imposanter Platz. Weiter ging es durch die Durchfahrt zurück, unserem Ankerplatz entgegen. Eine Bucht in offener Landschaft, völlig anders als die Letzte. Freies Ankern in Mitte von kleinen Inseln.

Chérif und Susanne brachten den Krabenkorb aus und machten einen Rundgang auf der Insel. Als Mitbringsel gab es Heidel- und Moltbeeren. Dem Abendgrill steht nichts mehr im Weg.

Mittwoch, 7. August 2019

Skipøya – Stokmarknes – Lonkanfjorden

Mit Freude stiegen Chérif und ich ins Resi um den Krabenkorb zu leeren. Doch leider hatten sich nur kleine Krebse und Schnecken in den Korb verirrt. Also Segel setzen und unsere wunderbare Ankerbucht verlassen. Mit anfänglich wenig Wind konnte gefischt werden. Einen Biss hatten wir, doch der gefangene Köhler war zu klein, so wurde er wieder in die Freiheit entlassen. Der Wind nahm zu und so kamen wir mit schneller Fahrt bald in Stokmarknes an.

Doch der Schwimmsteg war von Fischern besetzt. Also ins Päckli mit einem Fischerboot.

Der Schreibende blieb auf der Cachana und die Eigner gingen Einkaufen. Vor allem war ein Feumer und natürlich auch Lebensmittel und Weinnachschub gefragt. Nach dem Mittagessen ging es mit frischem Wind in unseren Fjord, wo wir Ankern wollten.

Natürlich wurde unterwegs gefischt, ein Köhler und ein Dorsch waren die Ausbeute. Im Fjord ankommen, ein Traum, wunderbarer Grill mit angenehmen Temperaturen. 

Donnerstag, 8. August 2019

Lonkanfjorden – Store Steinsøya

Sonnenschein in der Bucht,

kein Wind, da lud das Wasser zum Baden ein. Die Temperatur war nebensächlich. Die grosse Medusa (Qualle) von gestern Abend war auch verschwunden. So genossen wir den Morgen mit Kaffee, Bad und Yoghurt mit selbst gepflückten Heidelbeeren. Wie erwartet stellte sich der Wind im Fjord nicht ein und so konnten wir mit langsamen Geschwindigkeiten Fischen. Doch die Fische wollten nicht Beissen. Zum Mittagessen gab es schon wieder Lachs Sashimi, welch ein Muss, wek! Schliesslich stellte sich der Wind aus allen Richtungen ein und wir konnten Segeln.

Bei den nächsten Fischgründen konnte Chérif einen über 50 cm langen Dorsch, nach langem Kampf, an Bord bringen. Natürlich mit Unterstützung des neuen Feumers. 

Freitag, 9. August 2019

Store Steinsøya – Svolvær

Auch eine wunderschöne Reise muss zu Ende gehen!

Doch alles der Reihe nach. Da der Abend zuvor bis in die tiefe Nacht, die zwar keine ist, hineinreichte, konnten wir beruhigt Ausschlafen hatten wir doch nur 15 NM vor uns. Die Eigner liessen sich zu einem Bad hinreissen, ich spekulierte auf die Dusche am Abend im Hafen. Doch zuerst stieg die Spannung, waren uns die Kraben in den Korb gekrochen? Leider nein, der Korb war erneut leer. So verliessen wir gegen Mittag unsere Ankerbucht, und waren unterwegs mit Segeln, Lunch und Fischen beschäftigt. Schliesslich waren wir in Svolvær

angekommen und hatten auch sogleich einen Platz am Schwimmsteg gefunden. 

Alle Drei waren vom Ort überrascht, hatten wir doch eher bescheidene Erwartungen gehabt. Nicht das typische Fischerdorf – Stadt. Sondern modern mit Charme.

Schliesslich wurde der Tag im Baccalou mit regionalen Fischspezialitäten beendet.

Um 07.55 verliess ich die Zwei und fuhr mit der Schnellfähre nach Bodø. Die Ferien sind zu Ende.

Es war eine super Zeit auf der Cachana. Didé

Von Selsøyvik nach Bodø

Montag  4.30h Tagwache. Die Reise sollte lange werden, dies nicht nur wegen der grossen Distanz, sondern auch weil es etliche mal Umsteigen mit den entsprechenden Wartestunden hiess. Valencia – Zürich – Oslo – Bodø – Selsøyvik.  Der erste Flug war schlicht und einfach sensationell. Kaum über der Schweiz liess der Pilot vernehmen, es sollte aufgewacht werden, da er mit einer Spezialbewilligung auf weniger als 6000 Metern die Alpen überqueren dürfe.  Eiger, Mönch und Jungfrau waren zum Greifen nahe – ganz einfach fantastisch. Die Weiterreise verlief dann ohne Probleme bis Bodø, wo ich bei grauem Himmel und Nieselregen aufs Hurtigbat wechselte. Nach weiteren 3 Stunden kam ich dann glücklich und müde in  Selsoøyvik an, wo mich Susan, Cherif und Joëlle erwarteten. Die Freude des Wiedersehens war gross und wurde mit einem Wellcomedrink und anschliessendem Nachtessen auf der Cachana besiegelt.

Nach dem trüben Grau des Montags wachten wir am Dienstag nach wohlverdientem langen Ausschlafen bei schönstem Wetter auf.

Ein oder zwei feine Kaffees erweckten die Lebensgeister. Dann ein kleiner Einkauf in einem Tante Emma – Laden, frischer Lachs von der nahen Fischzucht inklusive. Wir wären gerne zu einer Gletscherwanderung aufgebrochen, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, leider – also umplanen und loslegen.

Wir Segeln bei wunderbarem Wetter und sehr angenehmen Temperaturen. Die Landschaft ist wunderschön, mal hügelich aber auch mal mit höheren Bergen. Es ist zum Geniessen.

Auf einem Felsen sehen wir von weither irgendetwas Seltsames – was kann das nur sein? Beim Näherkommen stellen wir fest, dass es sich um eine Badewanne mit Dusche und WC handelt. Wirklich sehr speziell!

Nicht allzu spät legen wir am Steg von Bolga an, einem herzigen kleinen Ort mit den in der Gegend weit verbreiteten speziell für Fischerferien gedachten zu vermietenden Häuschen. Die Leute kommen oftmals von  weither, um zu fischen. Der Fisch wird direkt in speziell dafür vorhandenen „Küchen“ ausgenommen und filetiert, um ihn so kiloweise nach Hause bringen zu können.

Nach einem wunderschönen Spaziergang

grillen wir den feinen am Morgen gekauften Lachs und geniessen den Abend auf dem Schiff.

Der Mittwoch ist grau trüb,  kalt und windig. Das bedeutet Regenkombi, Schwimmweste und Kaugummi für diejenigen, denen es schlecht werden könnte. Da das Wetter weder Bergbesteigung noch Gletscherwanderung zulässt, beschliessen wir, in 0rnes, dem nächsten grösseren Ort anzulegen, um Vorräte aufzufüllen.

Nachher, bei leicht besserem Wetter sucht uns der Skip eine wunderschöne Bucht zum Ankern.

Wir beschliessen den Krabbenkorb auszulegen, vielleicht gibt es morgen dann Krabbenfrühstück?! Wäre das Tüpfchen aufs i.

Fürs Nachtessen filetiert Cherif gekonnt und meisterhaft den vor meiner Ankunft gefangenen Dorsch und den Polak, die dann gegrillt werden. Es   wird ein super feines Essen und ein entspannter, gemütlicher Abend an diesem wunderschönen Ort.

Am Donnertag erwachen wir bei schönstem „Badewetter“….für die einen natürlich….nach dem Morgenbad und einem Kaffee, machen wir uns auf zum Krabbenkorb, der leider leer ist. Aber da der Wasserstand gesunken ist, sehe ich viele kleine Muscheln, welche später einen super Apéro abgeben könnten. 

Wind hat es heute keinen, also müssen wir Motoren. An günstigen Stellen machen wir kleine Pausen zum Fischen. Beim ersten mal schnaubt plötzlich  etwas neben dem Schiff. Wir erkennen einen Seehund und freuen uns trotz erfolglosem Fischen. Beim zweiten Halt beisst sofort ein Dorsch an. Allerdings ist er zu klein und muss wieder losgelassen werden. Gleich darauf beisst dann auch ein grösseres Exemplar an, zudem schwimmen Delfine ums Schiff und auch immer wieder Papageientaucher…es ist ganz einfach

unglaublich!

Beim Weitersegeln werden einem entgegenkommenden Schiff noch Grüsse ausgerichtet – die Welt kann ja so klein sein!

Wir legen dann in Krokholmen an, einer wunderschönen kleinen Insel. Obwohl der Plotter angibt, wir wären auf Land, ist die Wassertiefe um die 6 Meter, also glücklicherweise kein Problem.

Es gibt Ankunftsdrink und Muscheln zum Apéro, sehr lecker. Später dann grillieren wir an Land und geniessen den wunderschönenen Abend.

Beim Morgenspaziergang über wacklige Hängebrücken und weiche Grasböden, sehen wir ausser der Schönheit der Insel auch Nerze, welche allerdings nicht eben Kamerafreundlich, sprich sehr schwierig auf Fotos einzufangen waren.

Wir starten mit Motor, setzen dann aber nach einem feinen Frühstück trotz leichtem Nebel rundherum die Segel, um möglichst „früh“ nach Bodø zu gelangen. Einerseits, um noch Einkaufen zu können, anderseits , um Didé zu empfangen. 

Eigentlich war geplant nicht in Bodø zu bleiben, aber der Nebel ist ungemütlich, so dass wir eine Nacht bleiben und den Abend da geniessen.

Samstag machen wir uns auf nach der nahe gelegenen Insel Kversteinen. Nach dem anlegen am Steg gibt es den berühmt feinen Zmorgen mit Ankunftsdrink narürlich. Das macht zwar faul, aber trotzdem entschliessen wir, uns zu einem Inselrundgang aufzumachen. Es ist wunderbar grün und heiss!!! Man glaubt es kaum. 

Bei der Rückkehr zum Boot fragen wir uns, ob man die vielen vorhandenen roten Seeigel wohl essen könnte. Google meint ja, aber wir lassen trotz allem die Finger davon. Später fahren wir zum Fischen. Susan zieht einen klar zu kleinen an Land, aber das dumme Ding hat sich so arg mit den Haken verfangen, dass es nicht anders geht und wir ihn mitnehmen müssen. Nach der Rückkehr zur Cachana fragt uns der norwegische Nachbar, ob wir Erfolg gehabt hätten, was wir angesichts des Mini-Dorsches mit schlechtem Gewissen verneinten. Kurz später tauchte besagter Norweger mit einem Riesenbeutel bereits filetiertem Dorsch auf – was es dann zum Nachtessen gibt, ist ja wohl klar: feinster Dorsch und Gemüse vom Grill.

Mein letzter Abend auf der Cachana. Es waren wundervolle Tage mit euch, ganz herzlichen Dank, dass ich dabei sein durfte ! Es war ganz einfach traumhaft!