Mittwoch, den 19. August, wir liegen friedlich in der Crystal Bucht mit der Carissima Mare an einer Boje. Es gefällt, wir entscheiden, dass wir heute hier bleiben. Wir geniessen den Tag mit Schwimmen, Jassen und Balavern!


Abends wird endlich Tanja’s Wunsch nach Pasta erfüllt! Sie serviert als Vorspeise einen leckeren Brocoli Salat (asiatico Style) und als Hauptspeise Pasta mit einer leckeren Calamar-Sauce, wie immer sehr fein!

Am nächsten Morgen legen wir, ganz leise, um 5.40 Uhr ab!

Wir möchten nach Weymouth segeln, es sind ca. 55sm. In 40sm Entfernung liegt das Cap; Bill of Portland dort sind starke Gezeitenströme, die wir nicht gegen uns haben möchten. Der Wetterforcoast hat viel Wind aus Westen prophezeit. Wir entscheiden, dass wir das Cap mit ca. 5sm Entfernung umrunden um dem Kreuzgewell und den Wirbeln auszuweichen. Die Carissima Mare Crew ist am weiter dösen! Sie starten 1 Stunde später, da die Carissima Mare viel schneller unterwegs ist! Der Wind bläst im Moment mit 6-10kn genau von Hinten. Wir segeln Schmetterling mit Gross und Genua. Nach ein paar sm werden die Wellen grösser Wir rollen die Genua ein. Wir laufen immer noch mit 5-5.5 kn nur mit Grosssegel. Das passt, da wir bis zum Cap 8 Std berechnet haben. Übrigens, das reinigen des Unterwasser hat geholfen! Die Cachana läuft nun nur noch 05-0.75 kn langsamer. Schmerzt immer noch aber besser als die vorherigen 1-1,5kn. Im Laufe des Morgens werden wir von der Carissima Mare überholt, welche mit Gross und Gennaker angesaust kommt.

Dafür segeln sie einen Zick-Zack Kurs. Das heisst mehr Weg aber schnellere Fahrt und die Carissima Mare ist dann im Verhältnis viel schneller!

Gegen 11.00 Uhr wechselt der Wind wie angesagt von West auf Südwest. Jetzt ziehen wir wieder die Genua und die Cachana läuft zwischen 6-8kn. Immer wieder werden wir von Delfinen begleitet, welche mit unserem Bug spielen.

Fantastisch!

Gegen Mittag frischt der Wind auf bis zu 30kn. Wir reffen Gross und Genua und bleiben gleich schnell. Schwarze Wolken kommen auf und plötzlich regnet es kurz! Das erste Mal seid wir wieder unterwegs sind, unglaublich dieser Sommer! Um das Cap herum ist Weymuth nicht mehr weit! Am Schluss segeln wir nur noch mit der Genua am Wind. In Weymuth angekommen, sehen wir riesige Sandstrände, mit viele Badegästen.

Das Gesehene erinnert einem fast an die italienische Rivera.


Wir fahren einige 100m den Fluss hoch. Die Carissima Mare ist vor der geschlossenen Brücke festgemacht welche nur alle 2 Stunden öffnet. Wir legen bei Ihnen an und trinken zusammen einen Apero. 16.00 Uhr geht die Brücke auf und fahren zu unserem reservierten Liegeplatz. Wir sind alle ziemlich müde! Am nächsten Morgen werden die Schiffe entsalzt und gereinigt, dann wird eingekauft und durch die hübsche Stadt gebummelt.


Viele Touristen sind unterwegs und die Garten Tische der Pup’s und der Restaurant sind gut gefüllt. Aber, wir finden einen Platz um unsere durstigen Kehlen zu befeuchten.

Zum Nachtessen haben wir in einem Fischlokal reserviert und geniessen einen schönen, feinen Abend miteinander. Samstag morgen spazieren wir nochmals zum Fischshop und füllen unsere Vorräte mit vielen Leckereien auf! Da freut man sich schon. Kurz nach dem Mittagessen legen wir ab, wir wollen die Brückenöffnung um 14.00 Uhr erwischen, klappt bestens.

Während wir wieder den Fluss raus fahren ist ringsherum Party! Unglaublich! Wir segeln mit wenig Wind aber bei schönstem Wetter Richtung Lulworth Cove,

einer fast in sich geschlossenen Bucht. Angekommen, sehen wir dass hier viel, sehr viel Betrieb ist, viele Segelschiffe und Motoryachten für die kleine Bucht. Wir finden noch ein Plätzchen, unser Anker fällt.

Die Carissima Mare macht an uns fest! Wir sitzen alle auf der Cachana und geniessen, den feinen Gin Tonic. Ein ausgezeichneter Gin den wir in der Destillerie in Salcombe gekauft haben. Langsam leert sich die Bucht, einzig das Motorboot, welches uns etwas zu Nahe ist. Wir ziehen den Anker und suchen uns ein anderes Plätzchen. Der Anker fällt, wir sind nicht ganz zufrieden desshalb wird er nochmals geborgen. Die Ankerwinsch hat etwas Mühe? Als der Anker die Wasseroberfläche erreicht sehen wir, dass sich in eine dicke Kette eingehackt hat. Mit Bootshacken können wir den Anker befreien, Glück gehabt! Das nächste Ankermanöver klappt und alle sind zufrieden.

Ein Makrelenschwarm schwimmt in die Bucht. Von oben wird er von den Möwen attackiert und von unten greifen die grösseren Fische an. Ein Schauspiel ( für die einen)! Am Abend wird der Grill auf der Carissima Mare eingefeuert, Chérif ist mit grillieren dran. Erste Vorspeise, Jakobsmuscheln mit etwas Schata (Peperoccini) und mit Noilly Prat abgelöscht! Zweite Vorspeise, Kalamar eingelegt mit Knobli und Olivenöl, und Hauptspeise feinen Wolfsbarsch! Alles sehr, sehr fein!!

Und trotzdem spüren wir alle eine etwas bedrückende Stimmung an Bord. Der Grund ist uns allen klar. Morgen früh 6.00 Uhr werden wir in verschiedene Richtung segeln. Die Carissima Mare segelt zu dem 72sm entfernten Guernsey und macht sich langsam auf den Weg zurück nach Lorient. Ende September soll sie dort ins Winterlager. Wir möchten nach Poole segeln. Am Mittwoch Abend kommen Nadine und Sam zu uns. Wir freuen uns sehr auf Sie. Während der Nacht dreht der Wind wie versprochen auf Nord. Das ist bestens aber es bläst mehr als angesagt. Wahrscheinlich durch die hohen Felsen beschleunigt sich der Wind (Fallwinde). Wir sind etwas unruhig, hält unser Anker das Gewicht der beiden Schiffe? Der Ankeralarm ist eingeschaltet, das beruhigt doch! Um 6. 00 Uhr früh, noch eine Umarmung und wir verabschieden Tanja, Markus und Didé! Bye Bye Carissima Mare! Wir hoffen Sie nächstes Jahr wieder zu treffen, mal sehen!

Wir gehen nochmals in die Koje und schlafen noch ein wenig! Gegen 9.00 Uhr strömen in Massen die Touristen den Berg herunter mit gross gefüllten Rucksäcken mit Allerlei! Sie besetzen den Strand. Auch kommen schon Motorboote und Segelboote in die Bucht. Schnell ist die Bucht wieder völlig belegt. Wir ziehen den Anker und segeln gemütlich nach Poole. Wir kommen an wunderschönen Felsformationen vorbei, zum Teil auch grosse Kreidefelsen welche in der Sonne richtig glitzern.


Auch sehen wir in der Ferne die Isle of Wight mit Ihren Kreidefelsen, faszinierend.

Kurz vor der Bucht in der Poole liegt, nehmen wir die Segel runter. Wir fahren in die Bucht, die als einer der Weltgrössten flachen Naturhafen gilt.

Die Wasseroberfläche beträgt ca. 36km². Festgemacht erledigen wir die Anmeldung und wir liegen so, dass wir grillieren können. Die Jakobsmuscheln und der Sole sind sehr fein.

Nächsten Morgen bläst ein starker Wind, wir liegen aber völlig ruhig! Die Bordfrau macht Wäsche! Der andere schreibt Blog. Wir besuchen den 20Min. entfernten Fährterminal. Dort werden wir Nadine und Sam am Mittwoch Abend empfangen. Auch erkunden wir das hübsche Städtchen.

Am Abend geniessen wir ein feines Nachtessen im ältesten Pub von Poole, aus dem Jahr 1635, sehr fein.

Dienstag gegen 10.40 Uhr spazieren wir zur Busstation, da sollte der Hop On Hop Off anhalten der eine 1 1/2 stündige Fahrt um den Naturhafen anpreist. Nach Fahrplan hält er 10.50 Uhr und startet 11.00 Uhr. Tatsächlich kommt ein doppelstöcker Cabrio Bus um 10.50 Uhr angefahren. Zu unserer Überraschung kosten die Daily Tickets nur 5.50 £, seltsam! Es geht nicht lange stellen wir fest, dass wir im falschen Bus sitzen. Aber es kommt noch besser! Der Bus fährt durch die ganze Umgebung, Fahrdauer retour ca. 4 Std.

Gegen 13.00 Uhr steigen wir in Chrischurch aus!
Spazieren durch das Städtchen und finden am Fluss beim Hafen ein hübsches Lokal.


Mit gefüllten Magen flanieren wir zurück und besuchen die grosse Kathedrale. Eine riesige, interessante Kathedrale, hat uns sehr imponiert !

Anschliessend wieder in den Bus rein

und gegen 18.00 Uhr kommen wir wieder in Poole an. Jeden Dienstag im Sommer findet hier in Poole ein Motorradtreffen statt. Angekommen sehen wir, wie hunderte von Motorrädern angefahren kommen. Von der Vespa bis zu den schweren Trike’s, alles ist da, neu und alt! Wir schätzen, dass es sicher über 500 Motorräder sind. Eine Augenweide!





Heute Mittwoch wird die Cachana bereit für den Besuch gemacht. Mittag’s geniessen wir je 6 Austern, so lecker!

Um 22.00 Uhr nehmen wir Nadine und Sam in die Arme und spazieren mit Ihnen zur Cachana. Den nächsten Bericht werdet Ihr von den Zweien erhalten. Herzlich Grüsse Ihr lieben Leser!
Die Cachanieros
Hallo ihr beiden
Wie immer herzlichen Dank für eure spannenden Berichte. Es ist sehr unterhaltsam diese zu lesen. 🙂
Weiterhin eine wunderschöne “Reise” ohne Probleme an viele spannende und tolle Orte.
Sonnige Grüsse aus Wisi
Anita