aller Anfang ist schwer 2021

Unser Plan 2021:

Mitte Mai nach Trosmø reisen. Cachana auf Vorderschiff bringen, vollgepackt und guter Dinge in den Norden nach Spitzbergen Segeln. Ende Juli wieder nach Norwegen übersetzen, in die Schweiz fliegen um dann an dem Fest des Jahres teilzunehmen. Danach back to the north und gemütlich Richtung Süden segeln und einen geeigneten Winterplatz für die Cachana suchen. Es kommt anders als man denkt:

Die Grenzen unseres Ziellandes öffnen nicht. Wir warten und warten und warten und entschliessen uns am 27.6.21 die grosse Reise ins Ungewisse anzutreten. Getestet, geimpft und in Norwegen registriert gehts los. Doch schon in Zürich Kloten fangen die Diskussionen an. Zertivikat nicht gültig, keine Rückreise Dokumente. Sie brauchen einiges an Überzeugung bis wir ins Flugzeug steigen können. In Frankfurt angekommen keine weiteren Probleme. Mit viel Kribbeln im Bauch gehts weiter nach Oslo. Die Spannung steigt. Der Zöllner nimmt uns in Empfang, fordert das Covid Zertivikat, scannt es und realisiert, was wir schon lange wissen, es funktioniert nicht. Wir zücken unsere Interantionalen Impfpässe, den negativen Coronatest und die schriftliche Aufforderung von Olafsvern, dass wir unsere Schiffe schnellst möglich aus der Hölle entfernen müssen. Er scheint uns sehr angetan zu sein und als er die Bewilligung von Zehnders nach Svalbard zu Segeln sieht, scheint ihm das Herz vollkommen aufzugehen. Er schickt uns weiter mit der Mitteilung, dass er uns in Norwegen einreisen lässt, er uns aber die freie Fahrt nicht gewähren kann ohne dass die Med. Base das Zertivikat akzeptiert oder wir in Quarantäne gehen werden. Grosse Hürde ist geschafft, wir sind in Norwegen und müssen nicht nach Hause. Die Mitarbeiterin versucht den QR Code einzulesen. Funktioniert nicht, wen wunderts, aber sie gibt sich mit den schriftlichen Erklärungen auf dem Covid Fackel zufrieden.

YEAH YEAH YEAH

Nun den wohlverdienten Drink welchen wir in aller Form zelebrieren.

Weiter gehts mit dem Flieger nach Tromsø wo wir um 20.30 ankommen.

Anflug auf Tromsø

Mit dem Taxi ins Hotel wo wir uns bis morgen gemütlich einrichten. Nach dem Nachtessen den Schlumi im Rorbua Pub. Wir gedanklich schon beim nächsten Morgen , wo wir in die Höhle fahren werden, um unsere Schiffe aus dem Winterschlaf zu befreien.

Und es kommt anders als man denkt:

Gut geschlafen, gut gefrühstückt, gepackt und ausgecheckt bekommen wir die Mitteilung, dass ein defektes franz. Marineboot die Ausfahrt der Höhle versperrt.

NEIN

Eine überaus nette, hilfsbereite Receptionistin checkt uns wieder ein und wir bleiben noch eine weitere Nacht in Tromsø. Was Segler wissen: Wir dürfen nicht fixiert sein, immer flexibel bleiben und alles mit ein wenig Humor nehmen, so wird uns das Segeldasein enorm erleichtert. Wir sind der festen Überzeugung, dass es morgen klappen wird.

Wir überbrücken die Zeit mit einem feinen Apero. liebe Grüsse und bis bald die Cachanieros

Der Schluss

Freitag, 4. September

Heute soll es nur leicht regnerisch sein. Wir möchten die Ankerkette, die aus rostfreien Stahl ist, mit einem Seil verlängern. Leider ist der Schäkel (Verbindung Schiff/Kette) komplett verrostet. Diesen zu Entfernen entpuppt sich als sehr schwierig da wir nicht gut dazu kommen! Nach diversen Versuchen diesen zu öffnen wird das Problem mit Hilfe der Trennscheibe von Alex gelöst.

Nun wird beim neuen Seil, ca. 40m lang , an einem Ende ein Auge eingespleisst, sodass wir es in den neuen Schäkel einhängen können. Das andere Ende wird in den letzten 2 Kettenglieder durchgeführt und grosszügig gespleisst. «Schnell» die Kette verlängern beansprucht schlussendlich fast den ganzen Tag.

Susanne ist beschäftigt mit Räumungsarbeiten. Leider hat es in Tromsø Hafen keine Waschmaschine. Da wir unterwegs fast nie die Möglichkeit hatten zu Waschen ist die Not gross. Wir erfahren bei der Tourist-Info, dass beim Campingplatz auf der anderen Seite die Möglichkeit dazu besteht. Samstag morgen regnets. Um 8.00 Uhr nehmen Ursula und Alex ihre grossen Wäschesäcke, schnappen sich ein Taxi und fahren zum Camping. Wir liegen noch gemütlich in der Koje, trinken Café und besprechen den Tag. Gegen Mittag meldet sich Ursula, dass Sie in ca. 30 Minuten fertig sein werden. Wir packen unsere Wäsche und fahren mit dem Taxi zum Camping. Zum Glück hat es 3 Maschinen und doch brauchen wir den ganzen Nachmittag.

Wir verweilen uns im Camping Restaurant. Am späteren Nachmittag geht’s zurück und ein Teil der nicht ganz getrockneten Wäsche wird in der Cachana aufgehängt und der Endfeuchter läuft auf Hochtouren.

Sonntag regnets immer noch, wir veröffentlichen unseren Blog und machen in der Cachana diverse Arbeiten.

Montag, im Lauf des Morgens fahren wir zur Seetankstelle um den Dieseltank der Cachana aufzufüllen.

Tromsø

Danach fahren wir nach Eidkjosen. Dort werden wir die 2 Masten legen und die Schiffe so weit wie möglich für das Winterlager klar machen.

Hafen in Eidkjosen

Montag Nachmittag wird am Motor gearbeitet. Oel und Oelfilterwechsel, sowie beide Dieselfilter und das anschliessende Entlüften werden ausgeführt. Der Motor läuft wieder schön ruhig.

Dienstag Morgen. Schönes Wetter. Wir studieren den Wetterbericht und stellen fest, dass es am Mittwoch Nachmittag mehr Wind geben könnte. Wir sind uns einig, dass es besser wäre, die Masten heute zu legen. Wir telefonieren Ole Tom (der Kranführer) ob er heute Zeit hätte. Er hat!! Jetzt müssen wir vorwärts machen, damit die Silmaril und Cachana um 16.00 Uhr bereit sind! Pünktlich um 16.00 Uhr stehen wir am abgemachten Ort, auch Ole Tom ist pünktlich. Wir bemerken, dass wir schon geübter sind. 🙂 Gegen 18.00 Uhr sind beide Masten gelegt und wir fahren zurück zu unseren Plätzen.

Heute Abend schönes aber kaltes Wetter. Trotzdem wollen wir es nochmals wissen! Wir geniessen einen wunderbaren Grillabend mit Rindsfilet und Auberginen mit Pestosauce.

Gemütliche schöne Stimmung

Mittwoch noch weitere Räumungs- und Reinigungsarbeiten! Am Abend nehmen wir den Bus nach Tromsø! Wir sind auf der Pachamama bei Sabine und Dario zum Nachtessen eingeladen. Kaum sind wir angekommen kommt eine Journalistin und möchte Dario interviewen. Aus schnell 5 Minuten wird sicher eine Stunde. Wir werden von Sabine und Kindern herrlich unterhalten. Dann macht die Journalistin das finale Foto und Dario gesellt sich zu uns. Ein unterhaltsamer, schöner Abend! Gegen Mitternacht sind wir wieder auf unseren Schiffen und morgen früh 6.00 Uhr ist Tagwache. Wir müssen um 10.00 Uhr in Olavsvern sein, da dann das Schleusentor für uns geöffnet wird. Wir sind rechtzeitig dort und fahren nach kurzer Wartezeit in die Höhle. Fast alles perfekt!

Als wir unsere elektrische Kabel anschliessen wollen, hat der Platzchef gemeldet, dass wir wohl Elektrisch anschliessen, aber in unserer Abwesenheit keine Batterien laden dürfen! Wieso? Antwort wegen Brandgefahr! Nur hat das niemand vorher gesagt. Na ja, wir haben die Batterien abgehängt und hoffen auf eine nicht zu grosse Entladung! Aber der Entfeuchter läuft! Wer weiss vielleicht reist die Silmaril- oder Cachana Crew im Winter mal nach Tromsø zum Skifahren und Batterien laden.
Anschliessend werden wir in die Stadt gefahren und beziehen unser Hotel. Wir erhalten ein schönes Zimmer mit Blick auf See.

Dann ein kurzer Besuch bei Sabine und Dario. Wir bringen Ihnen unsere restlichen Essensvorräte, worüber wir sehr dankbar sind, und erfahren, dass wir gestern in der Nord-Norwegischen Zeitung erschienen sind. So schnell wird man populär.

Bericht der Journalistin

Anschliessend geniessen wir unsere Zimmer Aussicht und die warme Dusche! Danach die restlichen Mitbringsel einkaufen und ein feines Nachtessen. Es regnet wie blöd.

Nächsten Morgen, Freitag der 11. geniessen wir unser Frühstück. Anschliessend, überraschenderweise bei trockenem Wetter, einen kleinen Bummel und dann mit dem Schnellbus zum Flughafen. Unser Flug, Tromsø – Oslo ist voll besetzt, mit Schutzmaske und ohne Essen und Trinken! Speziell! Das letzte Mal wo wir eine Maske trugen war auf dem Hinflug vor knapp 2 Monaten. Der 2. Flug Oslo -Zürich nur 20 Personen an Bord zum Glück nicht annulliert. Wir werden von Chantal und Matthias um 20.30 Uhr in Kloten abgeholt. Wir geniessen das feine Spaghetti Essen das Joelle vorbereitet hat mit der ganzen Familie. Wunderschön.

Heute Samstag sind wir am schwitzen und sagen euch vorerst auf diesem Wege, Hallo , wir sind wieder da und freuen uns Euch bald zu sehen.

Mit lieben Grüssen die Cachanieros

Von Bergsfjord nach Tromsø

Dienstag, den 25. August 2020

Wetter heute, bewölkt und regnerisch.

Sind enorm gespannt wie die Antwort von Olavsvern ausfallen wird, betreffend Winterlager der Cachana und der Silmaril. Eigentlich lautet die Aussage der Olavsvernverantwortlichen kein Winterlager mehr für die Sportschifffahrt, da andere Projekte im Vordergrund stehen. Sie hatten gestern eine Sitzung mit den neuen Eignern und die endgültige Entscheidung für diesen Winter steht an. Um 14.30 Uhr erhalten wir folgendes Mail. „I‘m sorry to say, but there will be no winter storage at Olavsvern next season.“ Unsere Enttäuschung ist gross! Umso mehr, da unser Winter Plachen-Schneider abgesagt hat, da seine Schulter operiert werden muss. Na ja, wird wohl einen Weg geben. Wir müssen aber früher nach Tromsø zurück, da es viel zu Organisieren gibt! Weiter gehts. Die Silmaril segelt unter einem Regenbogen, ein gutes Zeichen?

Am Abend in dem 40sm entfernten Skjervøy angekommen sehen wir, wie einst vor 5 Wochen, die Reker (Crevetten) Fischer reinkommen. Der Skip, ein Spurt! Schon sind wir im Besitz von 2kg feinen Shrimps. Lecker.
Beim Abendessen werden jegliche Überwinterungsmöglichkeiten diskutiert. Um 20.30 Uhr erhalten wir ein neues Mail! „Hi, just received a new message. There will be one more season with winter storage.“ Seltsam aber Wow super!! Wir nehmens und denken an den wunderschönen Regenbogen zurück.

Mittwoch morgen noch Einkaufen, Aufräumen und natürlich müssen wir unsere Weinvorräte auffüllen. Der nahe liegende Vinmonopolet hat nur Mittwoch bis Samstag von 12.00-15.00 Uhr geöffnet, passt.
13.30 Uhr Leinen los. Wetter bewölkt, kalt. Wir segeln in Fjord ähnlichen Gewässern, wunderschön.

Ankunft in Havnnes, welches uns von div. Freunden empfohlen wurde, es gefällt uns sehr. Neu ist, dass es einen Schwimmsteg hat zum Festmachen. Wir sind nicht traurig.

Donnerstagmorgen, ein kurzer Spaziergang durch das Dorf welches uns einen kleinen Einblick in ein aufgeräumtes, idyllisches und schmuckes Örtchen zeigt. Sehr beeindruckend ist die Fisch-Fabrik Halle. In welcher Dorsch getrocknet, gepresst und für Übersee verpackt wird. Unglaublich die Mengen!

Dann los Richtung Lyngenalpen. Solche Winde haben wir noch nie erlebt. Sind drehend West, Süddrehend nach Ost und schlussendlich über Nord gehend auf West und dies nicht mit wenig Wind! Die Windanzeige zeigt max. 25 kn. Also ein konzentriertes und vorausschauendes Segeln ist angesagt. Die hohen Berge ringsherum, zum Teil mit Schnee und Gletscher überdeckt, machen die Prognosen nicht einfacher! Aber eine unglaubliche Kulisse!

Lyngenalpen

Gegen Abend in Lyngseidet angekommen weist uns der nette Hafenmeister 2 gute Plätze an dem Schwimmsteg zu. Es scheint, dass Lyngseidet in fester Hand von Schweizerbooten ist.
Bis anhin sind wir 3 Segelschiffen begegnet. 1 Norwegisches, dann natürlich die Silmaril, mit der wir zusammen Segeln und da liegt die Pachamama mit welcher wir, nähe Hammerfest, kurz Funkkontakt hatten.

28. – 29. August

Am Morgen kommen Sabine und Dario Schwoerer von der Pachamama vorbei. 5 der 6 Kinder sind auf dem Boot zu Hause. Auch Melanie, die Lehrerin der Kinder, ist nach 10 tägiger Quarantäne, seit Anfang Woche dabei. Wir verabreden uns am Abend bei der Hexenhütte zum Grillieren. Wir sind für den Dessert verantwortlich. Der Skip hat die rettende Idee. Dem Gabi-Dessert sei Dank und mit dem Bamix der Silmaril ist der Beerendessert ruckzuck fertig. Wir wandern am Nachmittag noch zur Skihütte rauf über Stock, Stein, Sumpf und Wasser, Toll!

So auch die Aussicht von der sich im Umbau befindenden Hütte.
Gegen Abend dann in der kleinen Grillhütte das Treffen zum Essen und gemütlichem Beisammensein.

Hexenhütte
Von rechts nach links: Melanie, Dario, Sabine, verdeckt der Skip und Alex
Dorsch vom Grill, Kartoffelsalat, Salat und Beerendessert

Nicht nur die 8 Schwoerer‘s waren dabei, auch noch div. Freunde. Ein spannender, gemütlicher, informativer, lernreicher Abend. Gegen 23.00 Uhr, mit den Taschenlampen der Handys, machen wir uns auf den Weg zum Abstieg. Am Morgen finden wir uns auf der Pachamama zur Schiffsbesichtigung ein. Sehr beeindruckend! Die Männer sind sehr interessiert an der Technik. Die Frauen sind von anderen Dingen beeindruckt. Alle Kinder haben eine Spielkiste. Kommt ein Spielzeug dazu, entscheidet das Kind welches es weiter verschenken will. Auch wird viel gesprochen über das spannende Projekt der Pachamama „toptotop“ siehe
http://toptotop.org

Pachamama

Danach verabschieden wir uns. Die Pachamama segelt zu einer nahegelegenen Bucht, wo sich ein Kletterfelsen befindet. Wir haben hier noch viel zu entdecken und wandern zu einem See hinauf. Natürlich lassen Susanne und Alex das kalte Bad im See nicht aus! Sie schwärmen!

Susanne und Alex, wie man sieht scheint das Wasser doch kälter als gedacht.
Susanne und Ursula

Wunderschöne Wanderung. Am Abend geniessen wir wieder einmal den Grill auf der Cachana. Die Silmaril und wir wechseln uns täglich mit dem Kochen ab. Super!
Heute der 30. August bei Zeiten Tagwache. Wir wollen zur Hütte „bis ans Ende der Welt“ rauf. Die Wanderung wurde uns empfohlen! Es geht wirklich stotzig bergauf.

Wie bei uns ein Bügellift

Oben mit Regen angekommen nehmen wir in einer kleinen Hütte unseren wohlverdienten Vesper ein. 3 Norweger kommen auch noch und entfachen gleich ein schön wärmendes Feuer. Draussen wirklich saukalt mit Graupelschauer.

Danach der Abstieg. Die ersehnte Dusche bei Freunden der Schwoeres ist eine Wohltat. Dann Leinen los, wir segeln zur Bucht, wo die Pachamama liegt. In der Dämmerung wird an der Boje festgemacht. Wir werden von den Kindern der Pachamama mit dem Schlauchboot abgeholt. Wir verbringen auf der Silmaril einen netten Abend. Im Dunkeln werden wir von Sabine und Dario zur Cachana gerudert. Sie besichtigen kurz unser Boot und verabschieden sich, da sie Sie morgen früh um 5.00 Uhr los Segeln möchten. Dario hat in Tromsø einen Vortrag. Als wir zum Himmel schauen sehen wir ein grosses Schauspiel! Intensive Nordlichter grün bis ein bisschen rot! Unglaublich es ist nicht an Schlaf zu denken.


Wir sind überwältigt von dem wunderschönen Naturspektakel. Plötzlich verschwinden die Lichter um sich nach 30 Minuten wieder zu zeigen. Wunderschön!

Am nächsten Morgen ist es der Bordfrau zu kalt um zu Baden! Noch einige Fotos, dann ab zum Fischen. Wir kochen heute und müssen noch einen zusätzlichen Fisch haben.

Lyngenalpen bei freundlichen Wetter

Nach dem Fang, ruppiges Segeln zurück nach Lyngseidet. Da es kein Wasser gibt an unserem Steg und die Tanks leer sind, werden sie mit einem 20L Kanister nach und nach aufgefüllt.

Am Dienstag ist schlecht Wetter angesagt, desshalb fahren wir mit Bus und Fähre nach Tromsø. Primär um Mast Holz Konstruktion zu organisieren. Ist unser Gestell noch in der Boreal Marina? Ist sie, wir sind glücklich. Alex sein’s ist leider weg. Er hat in der Nähe ein Holzhandel gefunden, welcher Ihm die Bretter so zuschneidet, dass sie nur noch zusammen geschraubt werden müssen. Alles Perfekt. Kurz vor Abfahrt geht ein 2 jähriges Projekt von Susanne zu Ende. Sie kauft einen sehr schönen Norweger Pulli!

kein Frieren mehr!!

Heute Mittwoch, 2. September geht‘s bei Zeiten los. Haben 40 sm vor uns mit unterschiedlichen Winden.

Einer der vielen Gletscher

Müssen aber noch einen kleinen Zwischenstop machen, brauchen Fisch.

Kaum um‘s Kap rum finito. Aber geniessen den sonnigen Tag in vollen Zügen. Wissen wir doch geht‘s langsam aber sicher dem Ende der diesjährigen Reise entgegen. Am Ziel angekommen, haben wir den Eindruck von einem verlassenen Hafen mit einer atemberaubenden Kulisse.

Keine Menschenseele zu sehen. Heute Teigi mit King-Crab Sud und Shrimps auf der Cachana. Lecker!

Donnerstag, 3. September

Heute wandern wir zum blausten See der Welt, so wird es in Norwegen angepriesen. Alex bestellt das Taxi auf 9.00 Uhr. Wir werden an einen touristischen Hot Spot gefahren. In normalen Jahren ca. 6000 Besucher. Corona Jahr ca. 20 000. Auch die Norweger verbringen mehrheitlich Ihre Ferien im eigenen Land. Zum Glück sind wir beizeiten unterwegs. Wunderschöne Landschaft erwartet uns.

Kommt uns etwas finnisch vor. Wandern über Stock und Stein, Stein,Stein über die Gletschermoräne zum See. Hat sich definitiv gelohnt.

Wunderschön!!

Haben nicht allzu lange Zeit. Wartet doch der Abstieg

und danach noch 30sm nach Tromsø auf uns. Gedacht getan! Wo bleibt der angesagte Wind? Wir sind motiviert und versuchen es immer wieder die Segel zu ziehen. Nichts zu machen.

Aber sonnig, somit trockene Segel, so dass wir sie schon unterwegs bergen können. In nächster Zeit soll es immer wieder regnen und feucht sein und wir wollen die Segel unbedingt trocken einwintern. Gegen Abend erreichen wir den Stadthafen in Tromsø. Wir verstauen unsere Segel in die Säcke und helfen der Silmaril Ihr Grosssegel zu bergen und zu verstauen.
Bis bald unsere Lieben!

Westkurs von Alta nach Bergsfjord

Montag, den 17. August

Es regnet! Gegen 11.00 Uhr soll es aufhören. Deshalb gemütlich im Bett lesen und Kaffee. Gegen 11.00 Uhr marschieren wir mit Ursula und Alex los, zur 30 Min. entfernten Busstation. Nehmen Bus ins Zentrum zum Tourist Büro, welches jetzt endlich offen hat. Öffnungszeiten Mo-Fr 11.00-15.00 Uhr. Wir informieren uns über weitere Museen die aber leider Saisonal bereits seit dem 15. August geschlossen haben. Zum guten Glück können wir die imposante Lutheranische Kirche, die Nordlichtkathedrale, besichtigen. Ein sehr spezielles, imposantes und modernes Bauwerk, welches uns sehr gefällt.

Die Nordlichtkathedrale mit Titanplatten umhüllt

Dann spazieren wir weiter zur kleinen alten Kirche. Sie hat als einziges Gebäude den 2. Weltkrieg überstanden, ist leider geschlossen.

Wir schlendern ringsherum , durch einen schön angelegten Friedhof. Die Deutschen haben, beim Rückzug im 2. Weltkrieg, alle Gebäude und Brücken abgebrannt, so dass der Feind keinen Nutzen daraus ziehen konnte. In Finnmark spricht man von „verbrannter Erde“. Darum hat es in ganz Finnmark fast keine alten Gebäude mehr.

Anschliessend Einkauf und vollbeladen zurück zum Schiff. Wir werden bekocht auf der Silmaril. Sehr feines Rentier-Ragout mit Quinoa. Lecker!

Am Dienstag immer noch Regen und viel Wind! Auf der Cachana wird, mit schwieriger Körperhaltung, der elektrische Stecker für den Landstrom demontiert, komplett auseinander genommen, gereinigt, neu abgedichtet und wieder installiert. Der Skip braucht fast den ganzen Tag dafür. Aber es funktioniert wieder! In Innern der Cachana wird während dessen gewaschen, genäht, gekocht, geputzt, die Arbeit geht nie aus.

Heute geht’s endlich weiter!
Zwischendurch scheint die Sonne. Sie wird vom Skip für eine Heckdusche genutzt. Für die Bordfrau leider nur die Haare, da ausnahmsweise viel Betrieb auf dem Steg herrscht! Dann wird der Diesel- sowie Wassertank gefüllt. Und los geht’s. Gross und Genua rauf und wir kreuzen hoch am Wind. Nach etwa 5sm kommt der versprochene Südwind. Somit Genua runter und Gennaker rauf! Dann ein sehr schöner Ritt. Von 12 kn versprochenem Wind werden 23kn. Macht richtig Spass. Kurz vor der Einfahrt der Zielbucht „Indre Pollen“ wird der Gennaker eingeholt und dafür die Angelrute rausgeworfen. Susanne , zuverlässig wie immer, füllt unseren Vorrat mit einem schönen Dorsch auf und ab geht’s in die gut geschützte Bucht!

Silmaril

Ringsherum hohe Berge mit rauschenden Bächen, sehr schön aber mit kühlem Wind. Der Anker wird gut eingefahren. Dann gibt‘s zum Z‘Nacht ä Rösti mit Belperknollen. Rezept von der Despina (Sibylle und Markus) bekommen vor 2 Jahren in Schweden.

Donnerstag morgen nach dem ersten Kaffee, nun das ersehnte kühle Nass für die Bordfrau. 13,4 Grad recht sportlich. Der Skip denkt nur: Danke, der gestrigen Heckdusche! Kaum ist Susanne wieder am Bord, ruft der Skip leise, schau mal!!! Da beobachtet uns ein Elch! Er mustert uns und zieht dann langsam von Dannen. Welch ein unglaublich, ehrfürchtiges Schauspiel!

Fahren dann langsam aus der Bucht. Heute leider kein Wind, also Angel raus und promt fängt die Matrosin einen Lumb.

Lumb

Freude herrscht an Bord!
Die Silmaril fährt mit Verspätung aus der Bucht. Wir erfahren, dass der Motor der Ankerwinde defekt ist! Sie mussten Anker mit Kette per Muskelkraft heraufziehen. Hard work! Auf unserem Weg sehen wir immer wieder, auch sehr nah, viele Schweinswale! Auch Adler kreisen herum, einfach fantastisch!

Schweinswal
Prächtiger Adler

Wir fahren mit einem Richtfeuer in den Ullsfjorden, was hier in Norwegen eher selten ist. Auch ein sehr schöner Fjord mit hohen Bergen und ewigem Eis!

Heute gibt’s Dorschelette Création Cachana. Auf dem Raclette Öfeli, anstatt Käse, werden die Fischstücke gebraten und dazu verschiedene Saucen, wie Sojasauce mit Ingwer, Currysauce und Aglio e Olio, mit Reis als Beilage, serviert. Sehr fein!

Freitag morgen bei Zeiten los um evt. noch nachmittags zu Wandern. Auch heute ölige See und deshalb nur Motorgeräusche! Aber dafür eine unglaublich schöne Landschaft.

Einer der vielen Gletscher

Kommen bei Zeiten in Langfjordhamn an, aber wissen nicht wo festmachen. Ein paar Häuser aber keine Menschenseele im Dorf.

Endlich kommt ein kleines Motorboot an, der freundliche Herr teilt uns mit, dass an dieser Mohle um 18.30 Uhr das Fährboot anlegt. Wir fragen Ihn, betreffend der Wanderung zum Gletscher, wie weit es sei. Er meint etwa gute 1,5 Stunden! Aber Vis à vis an einer anderen Mohle können wir festmachen.

Die Silmaril als grösseres Schiff voraus und wir dürfen an Ihr festmachen. Somit haben wir das Glückslos gezogen. Wir steigen mit der Silmaril, entsprechend dem Tidenhub von 2.80m, hoch und runter. Für Ursula und Alex etwas schwieriger. Die Mohle ist gebaut für Fischkutter, einer ehemaligen Fischfabrik. Deshalb auf verschiedenen Höhen viele Pneus, anwelchen sich Leinen und Reelingsstützen einhängen können. Dementsprechend eine unruhige Nacht für die Silmarilcrew. Auch der angesagte Starkwind aus Süd erleichtert das ganze nicht!

Samstag morgen es bläst wie blöd. Wir möchten die Schiffe auf keinen Fall alleine lassen. Aber warmer Wind, wie der Föhn bei uns. Wir entscheiden, dass wir 2 Gruppen machen. Cachana Crew zuerst, dann Silmaril. Wir haben auf dem Handy eine Landkarte mit einem eingetragenen Wanderweg. Wir folgen dem Weg auf der Karte. Meine Güte, da ist gar nichts mehr vorhanden, was nur im entferntesten einem Weg gleichen würde. Also los von Rom. Rauf, rauf,rauf, oben dann so was von weit weg von unserem Ziel. Also traversieren wir den Berg rauf und runter, über Geröll, Felsen und weichen Morast.

Unglaublich schön aber anstrengend. Dann endlich, wir sehen Stöcke, welche den Weg weisen. Wir hoffen, dass wir nicht den gleichen Weg zurück müssen. Sind guter Dinge. Wunderschöne Seen zeigen sich uns und über die Brücke gehen wir weiter Richtung Gletscher. Plötzlich begegnen wir etwa 100m von uns entfernt einer Rentierherde.

Welch ein erhabenes Erlebnis.
Gehen nicht ganz bis zum Gletscher da die Silmaril Gruppe auch noch starten möchte.

Zwischen den Seen einen kleinen Vesper mit Getränk, das muss sein! Dann der Abstieg mit verhältnismässig einfachem Weg . Angekommen erklären wir Ursula und Alex den Weg und nun die langersehnte Heckdusche. Wow dies geniesst sogar der Skip, obwohl recht kühl.
Gegen Abend lässt der Wind nach, dafür starker Regen. Wir entschliessen uns an Ort zu bleiben. Alex hat ein Superpatent eingerichtet , dass die Silmaril nicht an den Pneus hängen bleibt.

Sonntag gegen Mittag hört der Regen auf und wir motoren los, Richtung Bergsfjord. Leider kein Wind. Also Angel raus. Die Bordfrau hat gleichzeitig 2 schöne Köhler am Hacken und bringt die 2 erfolgreich an Bord. Chérif will auch! Hat dann auch 2 Köhler am Hacken Aber der eine springt kurz vor der Bergung ab. Was soll‘s!

Wir machen in Bergsfjord fest. In der Nacht und am nächsten Tag ist wieder einmal viel Wind angesagt!

Heute Montag, der 24. August nach einer so la la Nacht mit viel Wind bleiben wir hier liegen. Einkaufen, spazieren und schreiben.

Bergsfjord
Grillhaus


Bis bald die Cachanieros

Honningsvåg nach Alta

Samstag, den 8. August
Imponierend, wie schnell das Wetter hier umschlagen kann! Manchmal negativ sowie natürlich auch positiv.

Honninsvåg

Der Wetterfrosch meldet ab 13.00 Uhr etwas Wind, 8-10 kn. Gegen Mittag werden die Leinen losgeworfen. Wir möchten die Nordkap Insel Magerøy durch den Sund im Süden, nach Gjesvær, ganz umrunden. Im Sund haben wir Wind bis 23 kn und dies von hinten, einfach Wunderschön.

Wir ziehen an reich bewohnten Vogelinseln vorbei. Fantastisch. Wir staunen. Sehen wir doch gefühlt tausend Puffins, Seeschwalben, Adler, Möven, Raubmöven und Renntiere an Land! Einfach nur Wow!

Gegen Abend kommen wir an und vertäuen die Cachana sturmfest, da der Starkwind in der Nacht uns erreichen wird. Der Wetterbericht stimmt hier oben ziemlich gut und so pfeifft es in der Takelage bereits in der Nacht, begleitet mit Regen. Am Sonntag verbringen wir unsere Zeit mit Schreiben, Kochen, kleinen Reparaturen und Aufräumarbeiten.

Gjesvær

Montag früh noch grau in grau und ab und zu Regen. Wir beeilen uns nicht. Hoffen wir doch den polnischen Hafenmeister zu erspähen um nochmals nach King-Crabs fragen zu können. Gegen Mittag wird der Hafenmeister aktiv gesucht! Leider nicht! So beginnen wir langsam Klar Schiff zu machen. Kurz vor dem Ablegen kommt der Hafenmeister. Somit starten wir mit 2,1 kg King-Crabs und einem grossem Lächeln im Gesicht.
Wir müssen gegen steile Wellen und 20 kn Wind aus der Bucht raus.

Wir kreuzen zu den 12 sm entfernten Østervågen auf. Schnell sind wir dort. Am vorderen Steg kein Platz und hinten rum zu wenig Raum zum manövrieren und Tiefe unbekannt. Somit wieder raus und nochmals 10 sm aufkreuzen nach Havøysund. Klar zum Znacht gibts King-Crabs.

Dienstag Morgen noch eine Besichtigung von Havøysund, ein paar Einkäufe und weiter gehts. Aus dem Sund heraus gibt es einen Ort, welcher in unserer Karte als guter Fischgrund gekennzeichnet ist. Also wird angehalten, Angel raus! Der Skip im Glück. Zum ersten mal ist ein Plattfisch ein sogenannter „Skrubbe“ an der Angel. Yeahh!!! Freude an Bord!

Weiter geht’s zu einem Ankerplatz auf der Insel Rolvsøy, leider alles unter Motor, kaum zu glauben, wir haben eine ölige (spiegelglatte) See. Kurz vor der Bucht wirft Susanne die Angel und promt einen schönen Dorsch herein geholt. In der wunderschönen Bucht wird der Anker eingefahren. Fische werden geputzt und in den Kühlschrank verstaut, denn heute gibts die 2. Portion King-Crabs, aber auf dem Grill! Sehr Lecker.

Mittwoch morgen wird mit der Heckbrause im Freien geduscht! Dann geht‘s los mit wenig Wind. Aber die Richtung stimmt und somit wird der Gennaker gezogen. Wir segeln langsam Richtung Hammerfest als uns eine Gruppe Schweinswale begleitet. Immer wieder ein emotionales, Adrenalin ausschüttendes Gefühl. Ziehen an der vorgelagerten Insel Melkøy vorbei, auf der die Grossraffinerie „Schneewittchen“ stationiert ist. Die Raffinerie wird von einer 146 km langen Pipeline von der Barentsee gefüttert. Unglaublich!!

Als wir im Hafen von Hammerfest festmachen kommt der Hafenmeister und teilt uns mit, dass wir anlegen aber nicht an Land dürfen. Ziemlich konsterniert fragen wir wieso? Sind ja schon 3,5 Wochen in Norwegen! Er meint Ahh , dann sollte es gehen, er kläre es ab! Da wir länger von ihm nichts gehört haben, erkunden wir, trotz allem, die übersichtliche Stadt.

Sind beim Aperitif da läutet das Natel und erhalten doch Schiffsarest!

Somit wird die Reservation von dem empfohlenen Restaurant wieder abgesagt und es gibt extrem feinen Skrubbe.

Bis jetzt waren die Norweger ziemlich entspannt betreffend Corvid. Keine Masken, Social distance auch kein grosses Thema, das einzige überall Desinfekionsmittel, welches auch benutzt wird. Sie hatten da im Norden wenig bis keine Fälle! Wir Schweizer haben seit einer Woche bei der Einreise in Norwegen Quarantäne Pflicht. Mit dem Hurtigrutenfall in Tromsø und den weltweit steigenden Zahlen wurden in Norwegen neue Gesetze festgelegt, die so glauben wir, einige in Hammerfest missverstanden haben. Denn bis anhin wurden wir meist freundlich empfangen und Willkommen geheißen.

Hammerfest

Donnerstag morgen beginnt Susanne mit der Phonerei. Div. Telefonate bis schliesslich jemand die Verantwortung übernimmt und wir an Land dürfen.
Natürlich auf zum Eisbären-Club. Sehr interessante Photo- Bild Führung und Susanne ist nun Mitglied im Club.

Los geht’s mit drehenden Winden Richtung Süden. Die Silmaril mit Ursula und Alex ist uns auf den Fersen. Am Abend haben wir im Bekkarfjord abgemacht. Wir sehen von weitem ein Segelschiff, welch Seltenheit. Wir nehmen an, dass es die Silmaril ist, nur stimmt die Richtung nicht. Somit wird das AIS zu Hilfe genommen und wir stellen fest, das Schiff ist nicht die Silmaril. Aber es ist ein Schweizerschiff, nämlich die bekannte Pachamama Toptotop. Gibt es so was?
Wir haben auf unserer Reise bis anhin 1 norwegisches Segelschiff gesichtet. Allgemein hat es hier wenig Schiffe ausser Fischer natürlich! Wir nehmen an dieses Jahr durch Corvid noch weniger. Ist ein spezielles Erlebnis fast gänzlich alleine auf dem Meer zu sein mit allen Vor- und Nachteilen!
Wir geniessens! Wir haben mit der Pachamama Kontakt aufgenommen und hatten mit Dario ein sehr nettes, interessantes Gespräch. Sie sind eine Familie die schon seit 20 Jahren unterwegs sind, mit ihren 6 Kindern die alle zum Teil auf verschiedenen Kontinenten geboren wurden. Chapeau! Wir würden uns sehr freuen wenn wir uns später mal treffen könnten.
Wer etwas mehr erfahren möchte, kann auf folgendem Link nachschauen. toptotop.org

Wir segeln weiter,

wobei der Wind immer mehr zum erliegen kommt. Schliesslich wird mit Motor zur Bucht gefahren. Einen wunderschönen Ort, hat da Alex gefunden.

Ein kleiner Metallsteg wo gerade beide Schiffe Platz haben. Am Morgen noch ein kleiner Spaziergang durch den Sejland National-Park. Wunderschön!

Schon geht‘s weiter Richtung Alta wohin wir uns wieder einmal vor dem nächsten Unwetter verstecken wollen. Wir vertreiben uns noch etwas die Zeit mit Fischen. Zuerst 2 kleine die wieder ins Wasser dürfen, dann einen Dorsch der bleiben darf. Wir machen in Alta in der Urnesbukta nebeneinander fest. Am Abend geniessen wir das Chili con Carne auf der Silmaril.
Samstag geht‘s mit Bus ins Alta Zentrum, dann weiter in‘s Museum. Wow! Das lohnt sich. Die grössten Felsritzungen respektiv Felszeichnungen

von Europa , gemacht vor 7000-5000 Jahren, erwartet uns. Wir erwandern den interessanten Pfad mit Audio-Guide und sind völlig fasziniert. Wir verbringen den ganzen Nachmittag dort.

Am Abend gibt‘s auf der Cachana Dorsch mit Kapernsauce und Reis. Sehr lecker! Heute Nacht soll der Sturm loslegen der sicher bis Montag dauern wird,

Heute Sonntag immer wieder starke Böen und immer wieder Regen. Wir nutzen die Zeit um zu Schreiben und kleine Instandstellungen auszuführen. Heute Abend gibts auf der Cachana Raclette. Unsere Gäste Ursula und Alex, wir freuen uns.

Bis bald und herzliche Grüsse die Cachanieros

Nordkap Rundung

Norwegen 2020

Tromsø – Honningsvåg

Samstag, 25. Juli 2020

Ein wunderbarer Direktflug von Zürich nach Tromsø.

Auf der Cachana werde ich schon erwartet und zum Nachtessen in ein kleines, schnuckliges Lokal zum Rentiermahl ausgeführt. 

Sonntag, 26. Juli 2020

Tromsø – Nord-Lenangen

Heute werden wir, wahrscheinlich vor allem ich, geprüft. Bei Kaiserwetter in Tromsø losgesegelt. Am Anfang fast kein Wind dann geht es aufwärts.

Meine Steuermannskünste werden bei achterlichem Wind geprüft, aber nur 2 Patenthalsen.

Dann geht der Wind auf 30 Kn hoch und der Genuaroller bricht, als wir die Genua reffen. Also bergen wir die Genua und zurren sie auf Deck fest. Schliesslich legen wir wunderbar in einem kleinen Fischerhafen an und grillieren fein .

Montag, 27.Juli 2020

Nord-Lenangen – Årviksand

Ruhige Nacht, doch am frühen Morgen um 07.30 geht der Wind von 0 auf 100. Petrus dreht den Schalter, 30 KN Wind. Um die Mittagszeit haben wir uns dann aus dem Hafen getraut, alles repariert. Kaum ausgelaufen Wind weg. Susanne hat dafür unser Abendessen gefangen einen Köhler, fein. Gegrillt wird auf dem Boot und dann machen wir einen Nachtspaziergang auf die Hafenmole um den Sonnenuntergang zu geniessen. Wunderbare Stimmungen aus Nord Nord West.

Dienstag, 28.07.2020

Årviksand – Jøkelfyorden – Skalsabukta

Der nächste Tag bringt uns mit viel Kreuzen und wechselnden Winden dem nächsten Highlight, dem Hängegletscher näher. Mal nicht allein, sondern wir ankern mit einem Norweger Segler in der Bucht, wo der Wildbach rauscht. Wie auf einem Bergsee. 3 Köhler gefischt, zwei Kleine und einen Grossen.

Wir sind gespannt auf den nächsten Tag.

Mittwoch, 29.07.2020

Skalsabukta –  Jøkelfyorden (Gletscher) – Skjervøy

Heute geniesst die ganze Mannschaft ein Morgenbad bei 15 Grad, völlig unerwartet. Mit Spannung fahren wir ganz nach hinten in den Fyord hinein. Es öffnet sich der Blick auf einen hellblauen Hängegletscher und einen Restgletscher, der bis ins Meer reicht. Imposant

Abends im Hafen wollen wir diesen erkunden.
Susanne findet die Waschmaschine im Hafen. Wir gehen einkaufen und ergattern beim Fischer noch frische Shrimps. Diese gibt es gleich zur Vorspeise. Fein.

Donnerstag, 30.07.2020

Skjervøy – Bergsfyord

Am Morgen ist Susanne mit der letzten Wäsche beschäftigt. Alle drei gehen anschliessend zum Vinmonopolet um die Vorräte aufzufüllen. Bei bestem Wetter verlassen wir den Hafen.

Petri heil: Chérif fischt 4,3 Kg Dorsch, 74 cm! neuer Rekord.

Schliesslich lockt das Wetter zum Bade: bei 16.2 Grad geniessen Chérif und Susanne das kühle Nass, der Schreibende kneift.

In Bergsfyord angekommen, ist ein Spaziergang mit bissigen Fliegen und stechenden Mücken angesagt. Wir werden mit einem wunderschönen Blick über die Bucht mit kleinem Dorf belohnt.

Am Ufer hängen noch ganze Gestelle voller Stockfisch, die noch auf die besten Marktpreise warten um verkauft zu werden. 

Das Nachtessen ist gesetzt. Es gibt den Dorsch in Tranchen vom Grill, mmhm!

Der Wassertank wird gefüllt, das Deck gewaschen.

Freitag, 31.07.2020

Bergsfyord – Grunnfyordneset

Sonnenschein mit Wind bis 10 Kn.

Schöner Segeltag von einer Bucht zur anderen. Wir sind uns langsam das Kreuzen gewöhnt, Einreffen, Ausreffen, sowieso. Man hat das Gefühl jeder Fyord oder jedes Kap hat seinen eigenen Wind. Aber Segeln ist ja ein Bewegungssport!

Zum Mittagessen gibt es die feinen Kaviaromletten. 

Wir ankern in einer offenen Bucht mit zwei Häusern, von welchen eines bewohnt ist. Wir werden beobachtet und schauen natürlich mit dem Feldstecher zurück. 

Samstag, 01.08.2020

Grunnfyordneset – Værbotn

Der Wettergott ist in Norwegen bestimmt kein Schweizer! Durchzogener Sonne-Wolkenmix führt uns bei mittleren bis keinem Wind in unsere Ankerbucht zum Nationalfeiertag. Eine grosse Bucht mit Fischzucht und einigen Häusern endet in einer kleinen Ecke zu einem Bassin, perfekt zum Ankern. Küchenbude hoch, Cachana beflaggt, fein gespiesen und den Schweizer gesungen, was will man mehr.

Sonntag, 02.08.2020

Værbotn – Burstad

Sonne Wind O – N 6 -18 Kn

Auf zur nächsten Ankerbucht, ein wunderbarer Segeltag mit Aufkreuzen. 

Die gewählte Bucht ist von Bergen umrandet, daher haben wir befürchtet die Abendsonne zu verpassen. Doch alles bestens. Die Berge nach Nordwesten sind nicht so hoch, so findet unser Grill bei Sonnenuntergang statt.

Es ist eine Bucht mit historischer Vergangenheit. So wurde im Krieg alles zerstört. Jetzt gibt es noch zwei bewohnte Häuser und einige Ruinen.

Montag, 03.08.2020

Burstad – Havøysund

Bedeckt, schwachwindig mit 5-10 Knoten aus Nord drehend

Ein Tag mit ein wenig von allem. Wind zum Kreuzen, kein Wind, Sonne, Wolken und am Ende spannende Passage durch einen Sund (Kanal) zum Hafen. Unter einer Brücke durch mit starker Rückenströmung. Schliesslich haben wir an einem Schwimmsteg festgemacht, der einen dringend benötigten Wasserschlauch hat. Wassertank gefüllt, aber nicht aufgepasst, er überläuft und es folgt eine Trocknungsaktion im Vorschiff. Schliesslich beschliessen wir über Nacht im Hafen zu bleiben.

Dazu wechseln wir den Steg, da es am anderen weniger Schwell hat. Es folgt ein Einkauf in einem perfekten Laden, Lebensmittel, do it yourself und Fischereiartikel. 

Havøysund

Dienstag, 04.08.2020

Havøysund – Gjesvær

Sonne, Wind bis 10 Kn aus Nord 

Gjesvær

Im Hafen angekommen, die schlechte Nachricht, die Duschen sind geschlossen. Also wird bei Sonnenschein die Heckdusche benutzt.

Wir sind jetzt auf der „Nordkapinsel“ im Südwesten. Wunderbares Dörfchen /Fischerhafen sehr idyllisch gelegen. Am Steg polnische Fischer, ebenso der Hafenmeister ist aus Polen. Er offeriert uns Bier und bringt uns schliesslich noch einen grossen Dorsch als Geschenk.

Hafengebühren gibt es keine, der Strom ist gratis. Das Happening:

Kauf von Kingcrabs, 2,1 kg für 45 €, vom Grill wunderbar, mit Bratkartoffeln.

Mittwoch, 05.08.2020

Gjesvær – Nordkap – Skarsvåg

Der Morgen ist das pure Gegenteil vom gestrigen Abend, tiefhängende Wolken, kalt und feucht.

Unterwegs sehen wir hunderte von Vögeln die nach Norden fliegen. Schweinswale, ein Seehund und ein Adlerpaar machen den Tag spannend. Wir laufen den ganzen Tag unter Maschine , da der Wind nur sehr schwach ist.

Nordkap
Nordkap

Das Nordende von Europa ist erreicht. Wir feiern das mit einem Schluck Rum und der nebligen Aussicht auf die Klippen. Nebel ist wohl die falsche Bezeichnung, es sind wohl mehr tiefhängende Wolken.

Schliesslich geniessen wir noch unseren Mittagsimbiss auf See. Kaum aufgetischt beginnt es zu regnen. Kein Problem, wir haben die Kombis schon an, nur das Knäckebrot wird feucht.

Der Regen dauert nicht lange und wir sind schon bald im Hafen.

Netter kleiner Fischerhafen, in kleinem Dorf. Eine Gruppe deutscher Fischer hat einen ca. 1 m langen Heilbutt gefangen, den wir bewundern dürfen. Das Nachtessen können wir unter der Küchenbude einnehmen, was gibt es wohl, Dorsch! 

Donnerstag,06.08.2020

Skarsvåg – Honningsvåg

Ein neuer Tag mit SONNENSCHEIN, leider mein letzter auf See. Angesagt ist null Wind, doch können wir schliesslich fast die Hälfte der 25 sm segeln.

Zwischendurch natürlich immer wieder Fischen mit mehr oder minder Glück. Wir sind den Fischschwärmen hinterher gefahren, leider ohne Erfolg,

schliesslich hat Chérif noch einen Köhler gefangen. 

In Honningsvåg haben wir noch einen freien Platz am Swimmsteg gefunden.

Zum Znacht gibt es nochmals Kingscrabs vom Grill. 

Freitag, 07.08.2020

Honningsvåg – Hafentag

Am Morgen Dauerregen. Wir drehen uns nochmals unter der Decke. Pünktlich um halb Zehn kommt die Front mit Starkwind aus Westen. Die Cachana neigt sich ein wenig und die Fender knarren. Gegen Mittag verzieht sich der Regen, der Wind bleibt, wir gehen ins Dorf zum Einkaufen und statten der Eisbar einen Besuch ab.

Irgendwie beeindruckend.

Nach einem wunderbaren von Susanne gekochtem Mittagessen (Dorsch) muss ich leider die Cachana verlassen und die Heimreise antreten. Heute Flug nach Tromsø, morgen weiter nach Zürich. Besten Dank für die wunderbare Zeit, ich werde die Cachana, Susanne und Chérif vermissen, Didé

Cachana Klar

18.Juli 2020 

14.00 starten wir in Kloten und fliegen mit der Edelweiss direkt nach Tromsø. 

Maskenpflicht. Was beschwerlich, beengend und doch auch beruhigend ist. Der Flieger ist pumpenvoll. Ursula und Alex, von der Silmaril, sind auch mit von der Partie. 

In Tromsø angekommen beziehen wir das Hotel und dann schnur stracks in das stadtbekannte Rorbua zum verdienten Empfangsapero.

Abendessen typisch norwegisch, Rentiereintopf. Deftig und sehr schmackhaft. 

Sonntag morgen Spaziergang zur Eismeerkathedrale von Tromsø. Doch mit dem Besuch wird nichts. Zur Zeit Gottesdienst und für Touristen geschlossen. Somit machen wir einen Ausflug zum Hausberg der Stadt. Wir fliegen mit der Fjellheisen (Seilbahn) zum Top of the mountain und machen eine kleine, wunderschöne Wanderung.

Sie führt uns durch blühende Wiesen und Schneefelder. Wer hätte das gedacht. Um diese Jahreszeit noch so viel Schnee. Die Norweger informieren uns, dass dies absolut nicht die Norm sei. 

Auf dem Heimweg doch noch der Abstecher zur Kirche. Wir empfinden sie als sehr kühl und etwas erdrückend. Doch das wunderschöne Glasfenster in Front macht vieles wett.

Abendessen im kleinen schmucken Art Café, was eine sehr gute Wahl ist. 

20.Juli 2020

Montagmorgen nun Grosseinkauf und los geht’s zu viert mit dem Grossraumtaxi, was auch dringend benötigt wird, nach Olafsvern. 

Wir werden von den netten Angestellten der Olafsvern zu unseren Schiffen gefahren. 

Endlich da  

Aber oh weh. Die Silmaril hat keinen Strom an Bord. Sh…….

Zum Glück ist Alex so begabt und hat das Problem fürs erste beheben können.

Bei uns zum Glück alles im Butter.  Das Entfeuchtungs-Gerät hat seinen Dienst getan und alles trocken und nicht schimmlig. Toll.

Um 13.00 fahren wir aus der Höhle raus

und legen an einem alten verrosteten Kutter an.

Alex hat noch einige Arbeiten an seinem Mast zu verrichten, was von der Cachana aus sehr gut zu bewerkstelligen ist. 

Susanne räumt inzwischen unten das Schiff ein und Chérif packt das Angelfieber. 

Hast du auch alles parat, wenn einer anbeisst, Susannes Frage. 

Passiert eh nicht. Doch kaum die Angel draussen, tönts schon,  Susanne, kommst du schnell. Chérif hat einen wunderschönen Dorsch an der Angel. Mhhhh

Dienstag 21. Juli 2020

Ausschlafen wow. Gut erholt trinken wir unseren feinen ägyptischen Kaffee und machen uns ans Werk.

Da bekommt Chérif eine SMS, dass ein Packet in Olafsvern angekommen ist. 

Ist es die Fock oder die Rettungsinsel, welche in der Revision im Süden von Norwegen war? Die Rettungsinsel. Wo bleibt unsere Fock? Immer noch am Zoll von Hamburg?  Doof.

Es geht weiter und mit gelegtem Mast motoren wir zur Eide Brygg, in Eidkyosen, wo der Kranfahrer hinkommt um uns mit dem Stellen des Mastes unter die Arme, beziehungsweise unter die Saling, zu greifen.

Zuerst bei der Silamril, dann die Cachana.  Juhuu die Masten stehen und beide Boote sehen langsam aber sicher wieder wie Segelschiffe aus. 

Jetzt geht’s an fein tuning. Wir verlegen an den Schwimmsteg der Boreal Yachting, was das Übernachten wirklich viel entspannter macht. 3 Meter Tidde ist für unsereiner schon recht viel.

Mittwoch 22. Juli 

Heute ganzer Tag trimmen, montieren, Segel anschlagen, Heizungsrohr befestigen, einrichten und Einkaufen. :-)) Was für ein toller Laden. Wirklich einer der Besten. Mit toller Auswahl von Fleisch, Fisch, Gemüse und glutenfreien Produkten, das Paradies für Susanne.

Donnerstag 23. Juli

Beim morgentlichen Kaffee, Gespräch über das Füllen der Gasflaschen. Nicht dringend notwendig aber beruhigend wenn wir die Flaschen voll haben.

Die LPG Tankstelle, welche Flaschen auffüllt, ist ganz in der Nähe. 

Aber kurzer Blick ins Internet zeigt , dass sie nur Montags und Donnerstags von 10.00-14.00 geöffnet haben.  Raus aus den Federn und Leinen los Richtung Skattøra. 

Klappt tip top. Sind bei Zeiten da, können aber nur die Grauen auffüllen. Für die blauen Campinggasflaschen fehlt der Adapter.

Macht nichts, es reicht für die nächsten Wochen, hoffen wir doch auf tolles Wetter und somit auch Grill.

Zurück wird gesegelt. Was für en schönes Gefühl.



Nun ist auch Susanne mit Angeln dran. Aber ohhh was ist den das? Premiere. Ein Seestern.

Bis wir den von der Angel hatten. Da trägt sogar Susanne Handschuhe.  

Abendessen auf der Silmaril. Ein wunderbares Chilli con Carne wartet auf uns. 

Freitag 24. Juli 

Auch heute noch einmal einrichten und entscheiden wo wir den kommenden Winter die Cachana lassen werden. Noch nicht ganz klar. Da wir ziemlich sicher nicht mehr in die Höhle können. 

Wir helfen noch bei der Silmaril mit einigen Handreichungen und Muskelkräften aus und schon klingt der Tag langsam aus. Dies bemerken wir nur, wenn die Augendeckel langsam schwer werden und den Blick auf die Uhr , welche meist schon gegen Mitternacht zeigt. Es wird nicht dunkel. Auch um 24.00 gäbe es Schatten, wenn wir Sonne hätten. 

Samstag 25.Juli 

Was für eine Windansage. 4-5 m pro Sek und jetzt 22-30 Knoten von Südost. Hat Petrus einen Schalter aufgedreht? 

Die Charter Boote knallen mit dem Heck auf den Steg. Alex telefoniert den Verantwortlichen. Wir probieren unser Bestes um Schäden zu verhindern. Endlich kommt der Knut und regelt die Misère.

Nun lässt der Wind ein wenig nach. Sofort, nach einer innigen Umarmung mit der Silmarilcrew, Leinen los und ab Richtung Tromsø.  

Didé kommt heute Abend für 2 Wochen auf die Cachana in die Ferien. Wir freuen uns sehr.
bis bald

die Cachanieros

Endlich geht’s los!!!!

Letzten Freitag Mittag hat die Norwegische Regierung informiert, dass die Grenzen für Reisende aus der Schweiz per 15. Juli geöffnet werden. Eine halbe Stunde später ist unser direkt Flug nach Tromsø am Samstag den 18. Juli gebucht! Auch unsere Freunde, die Crew der Silmaril Alex und Ursula fliegen gleichzeitig.

Jetzt läufts rund. Vorbereiten, Abklärungen, Organisieren, Packen etc…. Wir freuen uns sehr!

Unser Plan war diesen Sommer zu den Spitzbergen zu segeln. Nun ist es für uns zu spät und wir haben, trotz den aufwendigen Vorbereitungen, vor ein paar Wochen diese Reise abgesagt. Nun möchten wir die nördliche Küste zwischen Tromsø und dem Nordkap besegeln. Mitte September wollen wir wieder zurück sein.

Wir haben aber noch viel zu tun. Wir müssen die Cachana aus dem U-Boot Bunker nehmen, Mast stellen und Sie wieder fahrtüchtig machen. Und wichtig, wir sowie die Silmaril, müssen ein neues Winterlager finden, da wir leider nicht mehr in der Höhle überwintern können. Es wäre unser Wunsch, schon bevor wir diesen Sommer absegeln, zu wissen, wo die Cachana und die Silmaril über den nächsten Winter bleiben wird. Auf alle Fälle für Spannung ist gesorgt.

So dies ist vorerst mal alles!!! Nächstes mal melden wir uns aus Norwegen. Liebe Grüsse aus Winterthur

By By

Susanne und Chérif

Auf dem Weg in die Höhle

Samstag, den 7.September

Endlich sind wir soweit fertig und der Regen hat auch aufgehört. Wir machen die Cachana startklar und möchten den Dieseltank auffüllen. Deshalb legen wir am Dieselpier an und möchten Tanken. Der Kartenautomat kann sogar Deutsch, aber nach vielen Versuchen mit den verschiedenen Kreditkarten müssen wir klein beigeben und wollen ablegen um in Gibostad zu Tanken. Noch nicht fertig abgelegt kommt ein Norweger eilend zu uns und meint er habe unsere Versuche von seiner Terrasse aus beobachtet. Deshalb habe er den Tankverantwortlichen angerufen, welcher ihm mitgeteilt hat, dass keine ausländischen Karte funktionieren. Wenn wir möchten würde er mit seiner Kreditkarte bezahlen und wir können Ihm das Geld in bar zurückgeben. Sehr nett, haben wir gerne angenommen. Es geht los.

Anschliessend nutzen wir den Südwind und segeln gemütlich nur mit dem kleinen Vorsegel. Die restlichen Segel liegen schon trocken, zusammengelegt in der Heckkoje.

Wir möchten in eine schöne, geschützte Bucht wo auch keine künstlichen Lichter von einer nahliegenden Stadt leuchten, da wir die Hoffnung haben, heute bei klarer Nacht die Nordlichter zu sehen. Wir wählen die Bucht hinter der Insel Hestøj.

Kurz vor der Ankunft fischen wir noch einen Dorsch , wird wohl der Letzte sein in diesen Ferien. Gegen 18.00 Uhr fällt der Anker und bald macht die Silmaril an unserer Backbord Seite fest. Heute sind wir Gast auf der Silmaril; bei Ursula und Alex die uns fein bekochen. Nach diesem gemütlichen Abend klettern wir zu unserem Schiff rüber und natürlich wird der Himmel immer wieder beobachtet. Plötzlich sehen wir`s. Zuerst einen eher gräulichen Nebel der sich schnell bewegt und immer intensiver wird.  Mal weniger, mal mehr, meistens in grau aber auch in grün und gelb, sogar mal einen leichten roten Schimmer.

Einfach fantastisch, wir kommen nicht aus dem Staunen raus. Irgendwann lassen die Nordlichter nach und die Crews gehen zufrieden in die Heja.

Sonntag haben wir durchzogenes Wetter, regnerisch und kalt. Wir beschliessen stationär zu bleiben.

Montag legen wir unter Sonnenschein ab. Heute soll’s richtig schön werden. Wir segeln mit wenig Wind in Richtung Ryøya, die Bucht mit dem Ponton und dem kleinen Häuschen.

Die letzten Meilen müssen wir jedoch Motoren. Angekommen wird das gut getrocknete Vorsegel geborgen und versorgt. Susanne wird zum Masttop befördert um den Windex zu bergen.

Dann wird der Grill aufgestellt und wir geniessen mit Ursula und Alex in der warmen Hütte das Essen.

Nun gilts Ernst. Am Dienstag Mittag geht’s weiter in das 8sm entfernte Olavsvern.

Um 15.00 Uhr haben wir den Termin mit Ole. Er kommt mit einem mobilen Kran, um die beiden Masten zu legen. Die Silmaril hat einen sehr langen Masten aber zu viert schaffen wir das bestens. Auch der Mast der Cachana wird problemlos auf den vorbereiteten Bock gebracht. Gegen 18.00 Uhr ist sind beide Masten fest gezurrt.

Über Nacht baut sich ein nicht angesagter Wind seitlich auf. Er lässt die Cachana tanzen, nicht zu aller Zufriedenheit.  Auch werden die Tampen alle 2 Stunden kontrolliert, da wir an einer Betonmole festgemacht haben und es über 2m Tide hat. Nächsten Morgen steht die Crew etwas müde und gerädert auf. Gegen 10.00 Uhr fahren wir zur Einfahrt der Höhle.

Wegen der Strömung kann das Tor erst bei Hochwasser geöffnet werden, das heisst 14,00 Uhr. Nun werden noch die letzten Vorbereitungen gemacht, wie Wasser entleeren, Gasflasche abhängen, Kühlschrank enteisen und weitere Reinigungsarbeiten.

Pünktlich um 14.00 Uhr geht das Tor auf

und die Silmaril und die Cachana fahren rein und machen fest. Welch ein Abenteuer. Jetzt wird das Gepäck rausgetragen, dass Nessi eingestellt (unser Entfeuchter, dass neue heissgeliebte Gerät der Skipperin.)

Und schon werden wir mit dem Auto aus dem Stollen gefahren. Mit einem Grossraum-Taxi fahren wir nach Tromsø ins Hotel. 

Dort angekommen beziehen wir unser Zimmer im 9 Stockwerk. Toll, sehen über ganz Tromsø.  Am Abend gibt’s im legendären Rorbua Pub ein Bier und weiter geht’s zum Nachtessen, welches aus Crevetten und Muscheln besteht. Da alle ein «wenig» müde sind wird der Abend heute nicht allzu lang. 

Donnerstag stehen wir mit Regen auf. Was solls. 🙂  Chérif geht zum Coiffeur und Susanne Einkaufen 🙂 . Am Nachmittag besuchen wir die Nordnorge der Hurtigrutenflotte.

Sie macht auf dem Weg in den Norden in Tromsø halt, spannend. Danach schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt. Besuchen den Laden der nördlichsten Brauerei der Welt, Macks Øl und den Shop des Polaris-Museums.

Beides steht bestimmt nächstes Jahr auf dem Programm . Ein feines, wunderbares Nachtessen mit der Silmaril-Crew schliesst den letzten Tag unserer Reise in den Norden ab. Morgen früh geht’s heimwärts in die Schweiz. Wir freuen uns sehr auf zu Hause. 

Freitag der 13. 9 klingelt der Wecker in aller Frühe. Schnell noch der letzte Rest eingepackt und ab auf den Bus. Mit einem tränenden Auge und noch grösserem lachenden Auge fliegen wir über Oslo in die Schweiz zurück. 

Allen, welche sich in irgendeiner Form mit uns in Verbindung gesetzt haben, möchten wir von Herzen danken. Auch wenn wir nicht immer zurückgeschrieben haben, freut es uns sehr, etwas von Daheim zu hören.

Bis zum nächsten Mal

die Cachanieros

letzte Etappe bis Tromsø

Dienstag, 20.8.19 Wir ziehen heute gegen Mittag , mit Sonnenschein, von Andenes los.

Wir sind mit gemischten Gefühlen unterwegs. Macht der Motor mit oder geht er in den Streik? Setzen die Tücher mit wenig Wind und segeln langsam Richtung Norden. Doch gegen 14.00 schläft der Wind komplett ein und wir starten den Motor. Und nun?, es brummt und surrt wie zu alten Zeiten. Trotz kleinem Wellengang macht er keine Schwierigkeiten. Wir sind happy und geniessen die schöne Umgebung.

Kommen gegen Abend in Hamn an.

Sehr schön neu gebaute Aurora-Zone mit Hot-Pot und Sauna, welche zur Hotelanlage am Hafen gehört. Wir entschliessen uns jedoch gegen die Benützung, da die Hot Pots schon eingewintert wurden, na ja, ist ja auch schon Mitte August. 🙂

Da unser Tank nur noch 1/3 gefüllt ist und uns das bei hohem Wellengang Schwierigkeiten bereiten könnte, ist Tanken angesagt. Doch oh weh, die Anlage funktioniert nicht. Kurzerhand organisiert Stan, der Hafenmeister und Adventureman, einen Transport für uns. Heidi, die Hotelmanagerin, fährt uns ins Nachbardorf, in welchem wir unsere 3 Kanister füllen können. Sehr sehr nett. Unterwegs schwärmt sie von der wunderschönen Insel Senja. Auch uns gefällt die Insel mit ihren hohen verwinkelten Bergen sehr. Zum Essen Seeteufel zum Zweiten und danach romantischer Abendspaziergang.

Mittwoch 21.8.19 Guten Morgen, wo bleibt der angesagte S/W Wind bis 15 Knoten? Hat wohl auch verschlafen oder ist andere Wege gezogen. Wir legen gegen 10 Wind Uhr ab und Motoren nordwärts. Da wir hoffen, dass der Wind etwas zulegt wird zuerst gefischt. Zagg, hat ein ca 50 cm langer Lumb angebissen. Mhh freuen uns. Da der Wind den Weg zu uns nicht gefunden hat, Motoren wir die ganze Strecke.

Kein Anglerglück mehr.

Doch wir sind sehr froh und dankbar, dass der Motor ruhig und regelmässig vor sich hin tuckert. Begleitet von einem wunderschönen Regenbogen,

kommen wir noch vor dem grossen Nass in Husøy an. Nach den angefallenen Büroarbeiten schlendern wir noch ein wenig durchs Dorf. Aus dem nahegelegenen Festzelt ertönt laute Popmusik. 🙂 doch nichts da. Denn die Husøy-Tage sind erst vom 23 – 25.8, da werden wir schon weiter gezogen sein.

Donnerstag 22.8.19 Leinen los gegen Mittag. War ja auch soo viel zu erledigen am Morgen. Abwasch, Routenplanung, Wetter studieren, Wasser tanken, Entsorgen etc. Auch heute kein Wind und so verbringen wir viel Zeit mit Angeln. Aber entweder falscher Köder oder falscher Ort. Es will keiner anbeissen, was wir ja verstehen können. Schlussendlich beisst doch noch ein Köhler an, das Abendessen ist gesichert. In Sømmarøy machen wir an einem kleinen Gästesteg fest, Platz für nur 2 Boote.

Zum Leidwesen von Susanne, hat der Loppemarked schon zu, Chérif ist nicht traurig :-).

Abends legen wir gleich am Steg noch den Krabbenkorb aus, man weiss ja nie.

Freitag 23.8.19

Zuerst Kaffee, dann Korb hoch. Faszination !! mind. 15 Seeigel und 4 grosse Meerschnecken machen sich über unseren Alten Fischkopf her.

Blos Krabben hat es keine drin. Aufgabe für nächstes Jahr, wie erledigt man Kråkebollen ? Motoren gegen Mittag los. Auf die Windansage können wir uns in den letzten 2 Wochen def. nicht verlassen. Fischen noch einen Dorsch und los gehts Richtung Tromsø. Wow, es kommt immer mehr Wind auf. Zuerst achterlich und schlussendlich kreuzen wir im 2. Reff und gegen 20 Knoten Wind auf.

Unser Schlafplatz heute eine Gästebrygge ohne Landanschluss. Sehr herzig. Hat sogar ein Häuschen drauf. Wir bekamen die Info es sei eine Sauna. Doch es ist eine kleine Stube mit Öfeli drin. Ganz herzige Bucht zum wohlfühlen.

An Baden ist momentan. nicht mehr zu Denken, 11,8 Grad. Brrrrr

Samstag 24.8.19 Das Wasser hat sich über Nacht nicht aufgewärmt, somit heute kein Morgenbad. Da Wind und Strom gegenan, ist heute an Aufkreuzen nicht zu denken.

Bis zu 3 Knoten Strom, die Gezeiten falsch erwischt, ist die Erkenntnis ;-). In Tromsø angekommen

gibts erst mal Frühstück. Dann auf Einkaufstour. Treffen uns danach mit der Crew der Silmaril zum Einlaufbier. Sie werden heute Auswärtsessen gehen, da Lars ein junger Norweger, die Silmaril morgen verlässt. Wir geniessen auf der Cachana Wokdorsch mit Reis.

Sonntag 25.8.19 Wetter heute, nur einmal nass. Da bietet sich doch ein Museumsbesuch direkt an. Das Polarmuseum hat sich wirklich gelohnt. Viele Informationen über die Erforschung der Arktis und Antarktis, sehr spannend und informativ.

Am Abend kommen Ursula und Alex zum Raclette auf die Cachana. Wir haben betreffend Winterlager, welches wir gemeinsam in der Höhle auf schlagen werden, einiges zu organisieren und zu besprechen.

Montag 26.8.19

Heute um 9.00 fährt der Bus nach Kvaløya. Chérif kauft die Ölfilter und den Dieselfilter zum späteren Auswechseln ein. Susanne macht klar Schiff und eine Phototour durch Tromsø.

Am Nachmittag korrespondieren wir mit Run und melden uns für morgen an um die Höhle zu besichtigen. Sind gespannt, wo die Cachana überwintern wird.

Dienstag 27.8.19 Am Morgen noch Einkaufen und los gehts Richtung Stollen. Der Wind ist enorm wechselhaft. Segel hoch, Motor aus, Segel runter, Motor an. Der Skip ist im Element, man merkt die lange Segelpause, welcher er ausgesetzt war. Kommen gegen 14.30 in Olavsvern an, wo uns Run schon erwartet. Die 2 Herren besichtigen mit Run zusammen den eindrücklichen Stollen und sind überzeugt, eine gute Sache.

Nach dem Besuch segeln wir mit gut Wind zur abgemachten Ankerbucht, in welcher es bläst und bläst. Wir nehmen Kontakt mit der Silmaril auf und ändern unseren Übernachtungsplan. Wir Segeln und Motoren durch den Rystraumen, mit wieder bis zu 3 Knoten gegen Strom. 😉

Wir machen am Ponton des Yachtverein Tromsø fest und geniessen einen schönen, gemütlichen, warmen Abend im herzigen Clubhäuschen in welchem Alex sofort den kleinen gusseisernen Ofen eingeheizt hat.

Mittwoch 28.8.19 Haben keine Eile und legen erst nach einem feinen Kaviaromelett Richtung Süden ab. Am Nachmittag ziehen wir den Gennaker hoch und geniessen den schönen Segeltag, im Wissen, dass das farbige Segel nach diesem Tag in den Wintersack verpackt werden wird. Auch unsere Freunde auf der Silmaril haben ihr Grosssegel schon verpackt und sind deswegen, zu ihrem Leidwesen, auf dem Wasser nicht allzu schnell unterwegs.

Kurz vor der Ankerbucht wird noch gefischt und 2 Dorsche beissen an. Am Abend gibt es Grill und wir geniessen das Beisammensein in vollen Zügen.

Ursula und Alex

Donnerstag 29.8.19 Nach dem ersten Kaffee haben wir genug Mut uns in die erfrischenden Fluten zu stürzen. Ah tut das gut, sind wir danach überzeugt.

Am frühen Nachmittag Anker hoch und Richtung Finnsnes. Unterwegs entschliessen wir uns schweren Herzens das Gross, welches jetzt gut trocken ist, zu bergen und zum Geni in die Heckkoje zu legen. Trauriger Moment.

In Finnsnes angekommen machen wir am Gästesteg fest, wo die Silmaril schon auf uns wartet. Heute gibts Grill auf der Terrasse vom Clubhäuschen. Es wird viel diskutiert und gelacht, ein sehr schöner Abend. Hier in Finnsnes werden die Schiffe für den langen Winter auf Vordermann gebracht.

Finnsnes 30.8 – 7.9.19 Die Zeit vergeht wie im Fluge. Wetter : eher kühl, Aprilig, teilweise Sonne, oft Regen

Hier einige Impressionen:

Mastvorrichtung Winterlager

Isolation des Heizungsrohrs defekt

defektes Auspuffrohr

So, wir sind fast fertig mit den Vorbereitungen und verlassen Finnsnes nach einer Woche Arbeit. bis bald

die Cachanieros