Dänemark – Schweden

Dänemark 🇳🇴 – Schweden 🇸🇪 2022

16.07.2022

Ankunft in Bornholm von Kopenhagen aus um 18:05. Mit dem Taxi zum Hafen Nørrekås wo ich von Susanne und Chérif bereits erwartet und herzlich empfangen wurde. 

17.07.2022, Montag

Bornholm – Utklippan

Bereits um 07:15 wurden die Leinen gelöst und wir machten uns an die Überfahrt nach Utklippan. Damit verliessen wir bereits Dänemark. Um 17:15 waren wir schon, nach einem herrlichen Segeltag, auf der kleinen Felseninsel mit dem hübschen Leuchtturm angekommen. Die westlichen Winde mit 20 Kn haben uns zu einer schnellen Überfahrt verholfen. Ein Platz direkt an der Mole war noch frei, sogar mit Stromanschluss. So stand dem Nachtessen nichts mehr im Weg und bald war der Schreibende doch etwas müde in der Koje versunken.

18.07.2022, Dienstag

Utklippan – Grönhögen

Heute durften wir ein wenig länger schlafen, standen doch nur 33 sm auf dem Programm. So ging es nach feinen Nespresso‘s erst um 10:50 los. Beim entfernen der Fender waren wir dann etwas erschrocken. Die beiden weissen Kugelfender hatten die Farbe gewechselt. Wir hatten an einem Betonpier angemacht welcher mit alten Autoreifen behangen war. Diese hatten auf den Fendern deutliche Spuren hinterlassen. Mit Bootspolitur konnten wir das schöne Weiss wieder herstellen. Fast wie neu. Wieder mit 20 Kn WSW Wind hatten wir bereits um 16:40 in Grönhogen festgemacht. Somit waren wir auf der Insel Öland an der Westseite angekommen. Unterwegs war die Sonne etwas verhalten und einige Tropfen waren in der Wetterküche auch dabei. Einen schönen Sonnenuntergang durften wir beim Grill am Strand geniessen. 

Hafen Grönhögen

19.07.2022, Mittwoch

Grönhögen – Bergkvara

Am Morgen wollten wir zur Südspitze von Öland wandern um dem höchsten Leuchtturm von Schweden zu bewundern. Im Hafenguide wurde uns für einen Weg 5 km prognostiziert. Auf zum Leuchtturm! Unterwegs als wir uns nach dem Weg erkundigten, wir wollten die Hauptstrasse meiden, erklärten uns zwei nette Schwedinnen, dass es wohl 9 km pro Richtung seien. Das kontaktierte Google meinte dasselbe. Somit kein Leuchtturm! Unsere Wanderung führte uns in die andere Richtung ein wenig der Küste entlang bis zum Golfplatz. 

Der anschliessende Apero im Hafenkaffee viel nicht ganz zu unserer Zufriedenheit aus, da die Glas Kunstgalerie eher im Vordergrund stand als die Gastro. 

So verliessen wir den Hafen nach dem Mittagsimbiss auf dem Schiff in Richtung Norden. Nach 3 Stunden waren wir bereits in Bergkvara, mit SW bis W Wind von 14 Kn, angekommen. Es war ein heisser Tag mit über 30 Grad. Susanne und Chérif gingen an die Beach und nahmen ein erfrischendes, kühles Bad. Den Abendgrill durften wir neben dem Strand am Wasser verbringen. 

20.07.2022, Donnerstag

Bergkvara – Stora Rör

Ein besonderer Tag! Um 10:30 ging es los weiter nach Norden. Mit mittlerem bis mässigem Südwind ging es mit Genaker schnell voran und so hatten wir bereits um 16.20 nach 22 sm im Hafen angelegt.

So kam bald das das Highlight des Tages. Wir trafen uns mit der Cahira. 

Wir freuen uns auf Nadine, Alex und Sam. Herzlich war die allseitige Begrüssung und auf der Cachana wurde ein Apero ausgeben.

Den gemeinsamen Grill im Hafen mit dem entsprechend schönen Sonnenuntergang rundete den Tag ab.

Cahira im Hafen

21.07.2022, Donnerstag

Stora Rör – Anker bei Björkenäs

Wir liessen uns Zeit am Morgen und liefen erst um 14:00 aus. Der Plan war zusammen mit der Cahira zu Ankern und ein schöne Fotos von der Khater Flottille zu machen. Um 16:00 waren wir nach 13 sm in der wunderschönen einsamen Bucht bei Björkenäs angekommen. 1. Ankerversuch, er hält nicht! Dafür hatten wir einen riesigen Büschel Seegrass aufgepickt. Es dauerte eine Weile bis der Anker davon befreit war. 2. Versuch: Wir entschlossen uns den Anker nicht mehr einzufahren, dafür viel mehr Kette zu geben. Hat funktioniert. So waren wir bereit die Cahira zu empfangen, die etwas mit Verspätung eintraf. Wo war diese Bucht genau? 

Nach dem Ankunftsdrink ging es los die Cahira durfte Ihr nagelneues Beiboot ausprobieren. Sam musste beim Aufpumpen einige technische Hindernisse überwinden, doch es klappte und der Fotosession stand nichts mehr im Weg. 



Der anschliessende Grill war wunderbar und schliesslich liessen wir den Abend bei einem Gläschen Crews Choice ausklingen.

22.07.2022, Freitag

Anker bei Björkenäs – Borgholm

Schon hiess es wieder Abschied nehmen. Cahira nach Süden, Cachana nach Norden. Nach dem Morgenkaffee trennten sich die Wege.

Wir borgen um 11:00 den Anker, zum Glück mit fast keinem Kraut. Die 23 sm bei Sonnenschein und südlichen Winden legten wir schnell zurück und waren bereits um 13:20 in Borgholm. Somit wieder auf Öland. 

23.07.2022, Samstag

Borgholm – Byxelkrok

Um 11:00 Uhr verliessen wir den Hafen und segelten nach Norden fast ans Ende von Öland. Die 15 sm hatten wir um 16:50 hinter uns. Ein wenig bewölkt doch mit warmen südlichen Winden hatten wir eine schnelle Reise. Am Abend nahm der Wind zu und die Grilltische auf der Mole lockten uns nicht mehr. So gab es Nachessen auf der Cachana. Obwohl der Ausblick auf die Tausend „Steinmanndli“ faszinierend gewesen wäre. 

Steinmandligarten neben der Hafenmauer

24.07.2022, Sonntag

Byxelkrok Hafentag, nein Ausflugstag. 

Nachdem wir an der Südspitze von Öland den langen Jan verpasst hatten, mussten wir doch den langen Eric an der Nordspitze besuchen. Gesagt, Fahrräder gemietet und los. Eine schöne Radtour grösstenteils auf Radwegen erwartete uns. Vorbei an der Küste des Neptun Place (Flache Steinformationen am Ufer, die fast wie Pools aussehen)

durch Wälder an die Nordspitze der Insel. Da steht er nun der lange Eric. Imposant! Man kann ihn sogar besteigen, nicht gratis?

Schliesslich muss man da rauf koste es was es wolle! Die Aussicht ist grandios. 


Nach einem Apero inmitten von „Steinmännchen“ ging die Velotour weiter in den Zauberwald. Eine Rundwanderung durch einen alten Wald mit 900 jährigen Eichen und windgepeitschten Föhren ist ein Traum. Susanne bekommt einen Fehen Stab nach überschreiten der heiligen Linie.


Hinten rechts der Zauberstab

Der Rückweg auf dem Velo mit Gegenwind schliesst die sportliche Tagesleistung ab. 

Zur Belohnung gab es Steinbeisser zum Nachtessen.

Ein wunderbares Steinbeisserfilet

Der Autor und Mitsegler Didé

Bornholm eingeweht

Nach einer wunderschönen gemeinsamen Woche, verlassen uns Sandra und Michi und Sie fahren mit dem Bus zum Flughafen. Wir bemerken in der Zwischenzeit ein kleines Loch im Bauch, was eigentlich kaum möglich ist :-), und Chérif kocht uns ein ausgezeichnetes Rührei mit Tomate und Zwiebeln. Wohlgenährt machen wir uns auf, um die grossflächige Hafenanlage von Rønne zu erkunden. Diverse Fähren legen an, fahren schwerbeladen wieder Richtung Zielort fort. Polen, Deutschland, Schweden und Dänemark werden angelaufen.

eine der Fähren

Wir spazieren weiter und entdecken im Südhafen ein Fischgeschäft. Mhhh lecker aber leider schon geschlossen. Morgen werden wir Einkaufen gehen. Weiter gehts an einem wunderschönen 3 Master vorbei

weiter in die verschiedenen Hafenbecken. Nun zurück durch die Stadt an den wunderschönen, zum Teil sehr alten, Bauten vorbei.

Nach einem wunderbaren Essen, wie oft vom Grillmeister höchst persönlich grilliert, geniessen wir bei Vollmond im Cockpit zu zweit einen Schlumi in vollen Zügen. ( Nicht aufs Trinken bezogen 🙂 )

Blick vom Cockpit aus

Donnerstags, nach dem Einkauf beim Fischhändler, gehts mit dem Bus auf Vergnügungsfahrt quer durch Bornholm. Nach Svaneke flanieren, einen Apéro geniessen

einen Sonnen/Regenbogen bestaunen,

weiter mit dem Bus nach Naxø und wieder heim nach Rønne.

Zum Abendessen gibts zur Vorspeise Scampi scharf, danach frisch ausgepulte Erbsen mit Schollenfilet und etwas Reis. Köstlich

Auch heute geniessen wir eine wunderschöne Abendstimmung und gehen danach zufrieden in die Koje.

Freitags geniessen wir unseren schnapszahligen Hochzeitstag. Flanieren in Rønne

und lassen uns am Abend in vollen Zügen im Râzapâz verwöhnen.

Karottenkombination
Tatar mit Johannisbeeren und Estragonschaum

War ausgezeichnet. Danach könnt Ihr Euch vorstellen, vielen wir vollgefressen unter die Federn.

Heute Samstag kommt unser lieber Freund Didé zu Besuch . Wir freuen uns riesig. Der Tag verging mit Einkaufen, vorbereiten, Wasser bunkern etc. Jetzt muss ich aufhören er ist im Anmarsch :-))

Und Tschüss die 3 Cachanieros

Reisebericht von Sandra und Michi

Reiseberich von Sandra und Michi 6. – 13. Juli 2022

Endlich, drei Jahre seit dem letzten Mal und nach Corona ist es wieder soweit. Wir dürfen ein paar Tage mit Susanne und Chérif auf grosse Fahrt. Kurz vor unserer Abreise meldete sich Chérif und gab uns den Treffpunkt Rostock durch. Also husch, husch die Reise geplant, den Flug nach Hamburg gebucht und bei der Deutschen Bahn den Fahrplan studiert. Um 07.20 ging der Flug von Zürich nach Hamburg. Dank vorabend Check-In klappte es auch mit unserem Gepäck. Wie beiliegendes Bild zeigt ist dies nicht selbstverständlich.

gestrandetes Gepäck

Wir Schweizer schätzen unsere SBB viel zu wenig. Denn das erste was der Tourist in Hamburg erfährt ist, dass der gewünschte Zug 10.21 von Hamburg nach Rostock ausfällt. Also Zeit für einen Kaffee und dann die nächste Chance den IC um 12.40 genommen. Alles soweit gut, unser Abteil war leer, bis eine Mutter mit Ihrem Sohn uns von unseren Plätzen verjagte, da sie reservierte Plätze hätte. Und gleichzeitig vehement uns aufforderte, endlich Masken zu tragen. Nun gut. Typisch schweizerisch wechselt man das Abteil, was gut war. Denn so hatten wir ein Abteil für uns alleine.

In Rostock angekommen informierte uns Chérif, dass wir ein 9-Euro Ticket kaufen sollten. Denn das Nachtessen (6 Gänge bei Frank) sei bereits reserviert und das Ticket bräuchten wir um nach Warnemünde zu kommen und abends zurück nach Rostock und wieder zum Schiff. Wie sich jeder, der Susanne und Chérif kennt, vorstellen kann, war das Nachtessen der Hammer. Im kleinen familiären Rahmen, mehr oder weniger extra für uns geöffnet, genossen wir ein Feinschmeckermenü.

Begrüssung auf der Cachana
Robbenforschungszentrum in Warnemünde
Beim Znacht :-)) im «Albert und Emilie» in Rostock

Donnerstag, Abfahrt nach Barhöft. Ein kleiner Hafen auf Rügen. Der Hafen ist wunderschön mit Shop, Hotel und Nationalpark. Jederzeit ein Besuch wert.

Das einzige Problem. Die Müüücken. Wir konnten trotz Insektenspray und Nahkampftaktik die «Viecher» nicht unter Kontrolle halten. Aufgrund des Windes, Wetters und dem Muss, am Mittwoch in Bornholm zu sein, entschlossen wir uns am Freitag nach Stralsund zu fahren. Dies nicht ohne Besuch im Nationalparkzenter, welches manch Interessantes über die Küstenlandschaft und Barhöft bekannt gab.

Ausblick vom Aussichtsturm im Park Barhöft

Bei sehr starkem Wind gelang Chérif ein 1a Anlegemanöver am Nachmittag in Stralsund. Nach dem obligaten Welcome Drink ging es zum Zentrum und ins Touristbüro.

Kurzentschlossen buchten wir Karten für die Störtebeker Freilichtfestspiele in Ralswiek. Durch diesen Entscheid war die nächste Etappe bereits klar und die Planung für den Rest unserer Woche vorgegeben. Aber alles der Reihe nach. Am Freitag in der Früh legten wir ab nach Ralswiek.

Stralsund

Der Törn war mit rund 45 Meilen recht lang aber dank gutem Wind kurzweilig und sehr schön zu segeln.

Ralswiek ist ein kleiner idyllischer Hafen mit kleinem Dörfchen, Hotels, Restaurants und einer professionell gebauten Freilichtbühne.

Da wir nicht viel Hunger hatten und diverse Buden Essen aller Art anboten, haben wir uns entschlossen, unterwegs und vor der Vorstellung eine Wurst zu essen. Auch hier gilt. Liebe Schweizer schätzt Eure Würste. Thüringer Bratwurst tönt zwar gut, aber an eine gute Bratwurst vom Sternen kommt sie nicht heran.

Pünktlich um 20.00 Uhr beginnt die Vorstellung.

Zur Erinnerung rief die Platzsprecherin um 19.55 alle «hurtig, hurtig» auf, ihren Platz einzunehmen. Wer kennt Klaus Störtebeker nicht? Der Pirat der Ost- und Nordsee, welcher der Sage nach, sieben seiner Männer rettete indem er ohne Kopf an ihnen vorbei gelaufen ist. Die Störtebeker Festspiele finden jährlich zwischen Mai und September statt und haben fünf Teile. Im letzten wird Störtebeker geköpft. Wir haben den Teil «Bergen brennt» gesehen und nächstes Jahr kommt Teil 4, Gotland unter Feuer.

Die Aufführung ist einen Besuch wert. Pferde, Schiffe, Komparsen und ein tolles Bühnenbild sorgen dafür, dass der Abend kurzweilig und unterhaltsam ist. Und dies obwohl der Anlass mit ca. 6’000 Zuschauern durchgeführt wird.

Tag Fünf mit Chérif und Susanne führte uns an einen Ankerplatz im Norden von Rügen, östlich von Kap Arkona. Wieder war uns Wind und Wetter hold. Nur ein kurzes Stück musst der Motor gegen den Westwind ankämpfen und dann halfen gute 18 Knoten Wind und tolles Wetter, die rund 42 Meilen zu bewältigen.

Im späteren Nachmittag kamen wir am Ankerplatz an.

Zuerst war unklar ob die Stelle für die Nacht geeignet ist. Doch Petrus hatte ein Einsehen und liess den Wind einschlafen. Da aber am nächsten Tag der Törn nach Bornholm anstand, war klar, dass wir früh in die Gänge kommen mussten. 

Abfahrt um 06.20 Uhr nach Bornholm. Allen Befürchtungen zum Trotz, war der Wind wieder einmal besser und stärker als prognostiziert. Nach nur 10 Stunden waren die rund 60 Seemeilen überwunden. Und dies mit Rudertest und Kontrolle ob die Verbesserungen an der Cachana Wirkung zeigten. Unsere Skipper sind nicht ganz glücklich, stellen aber eine deutliche Verbesserung fest. Popeye hat ausgedient.

Unser vorletzter Abend mit Susanne und Chérif hat begonnen. Wir sitzen im Cockpit, geniessen unseren Drink und studieren über das Nachtessen nach.

Grillen und Gemüse ist angesagt. Wir freuen uns. Morgen gibt es einen «Ruhetag» auf Bornholm. Das Programm ist noch zu fixieren. Wir warten ab.

Abendstimmung im Hafen von Rønne

Dienstag 12. Juli. Unser letzter Tag auf der Cachana naht. Wir schlafen aus und trinken um neun Uhr unseren Kaffee und planen den Tag. Klar Schiff lautet der Auftrag von Chérif. Wasser an Bord ist der Input von Susanne. Aber alle geniessen die Dusche als Erstes. Nach der Dusche geht es los. Der Schlauch wird montiert und das Schiff von Vorne nach Hinten abgespült. Das Geschirr vom letzten Abend noch abgewaschen und nachdem alle Aufgaben erledigt sind, wandern wir nach Rønne.

Den Busbahnhof finden wir erst im zweiten Anlauf (Michi hat Google Maps auf seine Art interpretiert). Nach einem Abstecher ins Tourismusbüro und dem Kauf der Tickets geht’s mit dem Bus nach Nexø. Dort steigen wir um und fahren nach Gudhjem. Nach einer kurzen Stärkung und einer Besichtigung des Ortes geht es mit dem Bus zurück nach Rønne. Natürlich nicht ohne Besichtigung des «Hammerhus».

Nun sitzen wir auf dem Schiff, bereiten das Nachtessen vor (u.a. ganz frische Erbsen, die wir selber ausgeschält haben).  Gemeinsam geniessen wir unseren Apéro und freuen uns auf das Abendessen. Mhhh war ausgezeichnet. Lachsbrötli zur Vorspeise, Erbsen mit angeschwitzten Zwiebeln , Bratkartoffeln mit Rosmarin und Speck vom Grill. Plötzlich, Chérif sieht im Dunkeln einen Fender davon schwimmen. Jetzt kommt Hektik auf. Susanne, ohne zu Zögern zieht alle Kleider aus und springt ins Hafenbecken. Zwei, drei Züge und der Fender ist eingefangen. Eine Minute nach Sichtung des Fenders ist die Rettungsaktion vorbei. Susanne nun in einem grossen Badetuch warm eingewickelt. Wir alle lachen über das Erlebte. Nun noch kurz die Position der Cachana kontrolliert und weiter geht der gemütliche Abend.

Vollmond über Rønne

Wir sind sicher, dass dieses Erlebnis noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird.

Leider gehen unsere Tage mit Chérif und Susanne zu Ende.

Morgen geht’s nach Kopenhagen und am Freitag erwartet uns unser Heimflug nach Zürich. Dann ist der diesjährige Segeltörn endgültig vorbei… 

Hoffen wir auf einen ähnlich schönen in naher Zukunft.

Unsere Reise 2022 geht los

Am 18.5.22 haben wir frühmorgens fertig gepackt, diverse Kaffees intus und los gehts mit frischem Elan Richtung Norden. Über die Autofahrt gibt es nicht viel zu erzählen. Grenze war kein Problem, wir haben sie auch mit sehr gutem Gewissen überqueren können 🙂 . Danach ab und an mal Stau, aber alles im Deutschen Rahmen. Übernachtet haben wir in einem schmucken kleinen Hotel in Lütjensee.

Tags darauf heisst es bei Zeiten aufstehen, Frühstücken und weiter nach Fehmarn fahren. Soll doch heute Horst von der Firma Bicker unser neues Ruder bringen und auch gleich einbauen, wenn die Cachana in den Gurten am Kran hängt. Wir sind angespannt. Klappt alles nach Plan? Doch ja, pünktlich wie immer fährt Horst auf den Werftparkplatz.

Ruder montiert 🙂

Nach der langen Winterpause, endlich wieder Wasser unter dem Kiel. Was für ein Vergnügen für unser Boot. Jetzt heisst es Mast stellen, Wanten schrauben, Grossbaum dran, dies und jenes, es erfordert wie immer sehr viel Zeit. Doch es macht Spass die Cachana für den Sommertrip vorzubereiten. Am Samstag unter Motor raus um das Ruder zu testen. Mhhh keine grosse Veränderung gegenüber dem letzten Turn. Na ja vielleicht ist es ja doch die Schraube welche den Druck nach steuerbord ausübt. Wieder zurück im Hafen feines Nachtessen, take a way vom Margaretenhof, sehr lecker.

Sushi vom Margaretenhof

Sonntags dann unter Segel raus. Wir sind gespannt wie durchgedrehte Gitarrensaiten. Na ja, etwas wenig Wind aber es macht sich keine Freude breit. Doof. Hätten uns schon eine merkbarere Veränderung gewünscht. Auf dem Rückweg zum Hafen erreicht uns eine Nachricht von unseren Kindern. Das heranwachsende Baby in Chantals Bauch hat beschlossen, dass seine Einzimmerwohnung zu klein wird. Yupie . Es geht los.

Zurück im Hafen werden die Möglichkeiten der Heimreise studiert. Der Flug ab Hamburg wird gebucht und die Bahnreise in die Hansestadt ebenso. Ab Montag morgen wird die Cachana alleine gelassen und wir fahren mit dem Taxi zum Bahnhof in Fehmarn Burg. Unsere Heimreise ist ein Thema für sich. Zum Glück haben wir in Hamburg genüsslich zu Mittag gegessen, sodass wir das Debakel am Flughafen einigermassen ruhig und mit starken Nerven ausgehalten haben. Eine gefühlte 3 kilometerlange Schlange vor dem Eurowings Checkin, welche tatsächlich nur 1 Schalter für Unsereiner und einen für Firstclasspeople aufgemacht haben. Nach sage und schreibe 1 1/2 Stunden anstehen, wir sind noch nicht an vorderster Front, wird unser Flug unbegründet gecanzelt. Waas soll das den? Nach weiteren 1 1/2 Stunden am Customerschalter anstehen, mit einem Bier und einem Prosecco als Highlight, haben wir mit Glück noch einen Flug nach Zürich gekriegt. Phuuu mit 3 1/2 Stunden Verspätung kommen wir zu Hause an. Am kommenden Nachmittag dürfen wir unseren Enkel Ari Mael besuchen. Welch Glück und Freude, das Herz geht uns auf.

Ari Mael

Wir kosten die schöne Zeit zu Hause bei sommerlichen Temperaturen in vollen Zügen aus und geniessen unsere Familie, welche in nächster Zeit nochmals grösser werden wird.

Am 10.6 ist es dann soweit und Aïcha Elea erblickt das Licht der Welt. Welch Wunder. Wir sind unsagbar glücklich gehts allen unseren Lieben gut.

Aïcha Elea

Am 17.6 beginnt für Chérif ein weiteres Abenteuer. Er bestreitet mit 5 Freunden das Midsummerrace auf der Ostsee. Vom südlichsten Punkt Wismar bis zum nördlichsten Punkt Törehamn ca 900sm. Sie starten am 21.6 um 13.10. Ich kann Euch verraten Sie waren super. Kommen Sie doch im 1. Drittel am Di 28.6 um 9.08 durchs Ziel. Ich geniesse in der Zwischenzeit unsere Lieben zu Hause und mach mich am 28.6 auf den Weg in den Norden. Wieder vereint auf der Cachana führen wir noch die letzten Vorbereitungen durch und am 5.7 geht unsere Reise endlich los.

Um 9 Uhr Leinen los und wir segeln mit 12 Knoten von Westen Richtung Warnemünde, wo Sandra und Michi für eine Woche zu Besuch kommen werden. Shi…… Log funktioniert nicht. Somit keine Geschwindigkeit und keine Meilen. Was ist den los? Mhhhh

Der Skip telefoniert der nächsten Rainmarine Vertretung, welche in Rostock zu Hause ist. Der Herr ist zur Zeit in Warnemünde, in der hohen Düne, am Arbeiten. Hurtig entschliessen wir uns, schüsst dorthin zu Segeln, da wir seehhr froh wären, wenn unser Log wieder funktionieren würde. Obwohl er uns vergewissert hat, nicht wirklich Zeit zu haben, riskieren wir es. Zwischenzeitlich erinnern wir uns, dass wir in Rostock in einem schmucken kleinen Restaurant exzellent gegessen haben. Im Netz nachgeschaut und ohhhhh nein, «Albert- Emile» haben Mittwoch Abend geschlossen. Schnell ein Mail geschrieben und nachgefragt ob nicht per Zufall eine Veranstaltung stattfinden würde, welche noch 4 Plätze zu Verfügung hätte. Die Antwort kommt prompt. Nö, aber er kocht sehr gerne für uns ein 6 Gang Menu, immer willkommen. :-)) Ist das nicht nett? Einfach nur so was von herzlich. So kommen wir dann um 16.00 in Warnemünde an. Der Fachmann findet wirklich Zeit bei uns vorbei zu schauen und Ergebnis: Der Loggeber ist mit 95% Wahrscheinlichkeit defekt. Eventuell ist noch einer im Lager vorhanden. Ansonsten Wartezeit unendlich. Sirko verspricht uns gleich morgen nach der Arbeit im Lager vorbei zu gehen und uns umgehend Bescheid zu geben.

Abendstimmung im Hafen von Warnemünde

Wir geniessen einen wunderbaren Grill am Abend und schlafen tief und fest. Mittwoch morgen richten wir die Cachana für unseren Besuch zurecht und freuen uns herzlich bis Sie da sind. Telefon von Sirko, Log-Geber vorhanden, Yeahhhh. Super. Unsere Freunde werden den Mittwoch ausführlicher beschreiben, ich kann nur vorweg nehmen, der Abend war ausgezeichnet. Nähere Informationen kommen. :-)) Am Donnerstag morgen kommt Sirko vorbei und installiert den neuen Loggeber. So was von cool. Wir sind sehr froh und dankbar. Und jetzt liebe Freunde, übergeben wir den Blog weiter. Sie werden mit Freuden weiterschreiben, hihihi die Cachanieros