Auf dem Weg zur Cachana über die Bretagne! (Eine kleine Zusammenfassung)

Montag 27. Juli 2026

Wir fahren mit dem TGV über Paris nach Lorient. Pünktlich um 22.10 Uhr kommt der Zug am Zielort an. Markus und Didé erwarten uns und wir fahren zusammen in die Unterkunft in Quimperlé. Ein schmuckes Haus mit einem schönen Garten mit diversen Sitzplätzen, wir fühlen uns gleich wohl.

Wir verbringen mit unseren Freunden, Tanja, Markus und Didé eine sehr schöne und intensive Zeit. Diverse Werftbesuche,

noch die letzte Ausrüstung einkaufen und immer wieder diverse Mails zur Abklärung. Jedoch haben wir immer wieder an schönen Orten einen Lunch genossen.

Beach mit Baden und Boule spielen gehört natürlich auch dazu!

Was leider nicht dazu gehören würde und doch…. Leider hat uns ein hartnäckiger Virus erwischt, welcher die Runde gemacht hat. Besonders unangenehm war das viele Husten. Aber wir Alle haben die Zeit extrem genossen und mit jedem Tag wurde es spannender! Denn die Neue JPK 39 sollte am 3. August ins Wasser gelassen werden. Jedoch sieht es noch nach sehr viel Arbeit aus! Wird die Werft fertig werden? Denn bald sind Betriebsferien angesagt. Aber soweit alles gut! Die JPK wird am 3. August in’s Wasser gekrant.

Ein grosser Moment der gebührend mit Champagner gefeiert wird.

Die Werft muss das Schiff noch betriebsbereit machen und der Rigger muss den Mast mit dem ganzen laufenden Gut stellen und trimmen. Am Donnerstag morgen fahren wir mit dem Segelmacher und mit Aymeric ,von der Werft, ein Probesegeln. Die Segel werden getestet und auf die richtigen Masse kontrolliert. Anschliessend muss der Segelmacher noch einige Anpassungen vornehmen und wir können Donnerstag Abend die Pantry einrichten, mit vorangegangen Reinigungsarbeiten. Am Freitag ist die Schiffsübergabe mit teilweiser Einführung. Alles eilt, da die Werft ab Freitag Mittag in die Betriebsferien geht. Auch müssen wir am Freitag mit dem VW-Bus 2 mal vom Haus zum Hafen fahren um das mitgeführte Equipment von A nach B zu bringen. In der Marina werden 2 Schubkaren geschnappt um das ganze Material zum Schiff zu bringen. Auch muss das Haus besenrein gemacht und zur Abgabe bereit geräumt werden. Einkäufe müssen gemacht werden damit wir die nächsten 1-2 Nächte, welche wir unterwegs sein werden, nicht hungern und verdursten müssen. Jeder hat seinen Job und einige husten immer noch! Aber gemeinsam schaffen wir das erfolgreich! Samstag gegen 11.00 Uhr Leinen los. Was für en Moment. :-))

Wir fahren zur Tankstelle um Diesel aufzufüllen. Dann geht’s los direkt nach Guernsey 220sm. Leider sehr wenig Wind, der Motor wird eingefahren! Nach 12sm wird das Schiff vorgetauft. Die Eigner möchten das Schiff nicht ungetauft überführen. Die Taufpatin Susanne hält eine kleine ergreifende Rede.

Wir geniessen die Fahrt. In der Nacht machen wir Schichten à 3 Stunden zu Zweit! Was für ein wunderschönes Sternenmeer und am Morgen werden wir von einer grossen Delphin Familie begrüsst.

Am Sonntag Vormittag fährt endlich der langersehnte Wind ein und wir segeln mit Gross und Gennaker! Wow! Sie läuft wirklich sehr, sehr, schnell und liegt herrlich im Ruder. Da wir viel unter Motor fahren müssen, sind wir zu langsam. Der Hafen in Guernsey ist nur +- 2 Std. Hochwasser befahrbar. Gegen 1.00 Uhr morgens fällt der Anker in einer nahgelegenen Bucht. Es ist schon ein Challenge, in stockfinsterer Nacht, in einer fremden Bucht, mit einem neuem Schiff und einem nicht erprobten Anker zu Ankern! Aber alles Fein. Am frühen Morgen verlegen wir uns in den Hafen.

Wir nutzen den Tag um zu räumen und mit anderen diversen Arbeiten. Dienstag Nachmittag wird dann das Schiff von der Taufpatin in Begleitung des Neptuns auf dem Namen Carissima Mare getauft.

Mittwoch legen wir 6.15 Uhr ab und segeln mit Grosssegel und Gennaker Richtung Plymouth zur Cachana.

Wir haben Wind von hinten bis 20kn und die Carissima Mare logt bis 15kn Speed! Einfach nur Wow!!

Bei Ankunft sind wir sehr gespannt wie es der Cachana geht! Wir sind freudig überrascht, alles bestens! Wir schlafen nochmals auf der Carissima Mare! Donnerstag morgen zügeln wir auf die Cachana. Es stehen einige Arbeiten an wie Reinigung, Einräumen und Einkaufen etc. Besonders erwähnenswert ist; beim Fischerhafen können wir direkt beim Fischgrosshandel einkaufen.

Wir tragen unsere Schätze nach Hause! Lobster, St. Peters Fisch, Tuna, Seeteufel, Jakobsmuscheln und Calamar! Was für Festessen. Freitag Abend geniessen wir die Jakobsmuscheln und anschliessend den wunderbaren St. Peters Fisch mit Spinat.

Samstag 15. August

Es geht los. Wir verlassen dankbar die Sutton Marina in Plymouth. Wir haben während unserer Abwesenheit im Sommer einen sehr guten Eindruck der Marina bekommen. Die Cachana und auch wir möchten noch den Diesel aufgefüllt haben. Anschliessend fahren wir durch die Schleuse

und schon sind wir am segeln Richtung Salcombe! Leider läuft die Cachana wie mit einer leicht angezogenen Handbremse. Wir kennen das ja schon! Wahrscheinlich viel Bewuchs am Unterschiff! Sie läuft 1-1,5 kn langsamer!!!

Plötzlich kommt uns ein graues Schnellboot entgegen, ist das die Küstenwache? Wir Grüssen freundlich! Sie nehmen`s persönlich und drehen ab und folgen uns. Wir nehmen Gas raus, die wollen etwas von uns. 3 Männer kommen raus und wir werden ausgefragt! Woher wir kommen,unser letzter Hafen? Ursprungshafen der Saison? Heimathafen? Nationalität? Ob wir uns in UK angemeldet haben? Ob wir Drogen haben? Und vieles mehr, aber immer nett und höflich! Wir vermuten, denen war es ein wenig langweilig. Sie verabschieden sich!

In Salcombe angekommen, erwartet uns die Carissima Mare. Sie hat eine der letzten Bojen erwischt.

Super. Wir legen uns längsseits zu Ihr. Wir haben heute noch was zu feiern. Didé’s Geburtstag.

Natürlich zelebrieren wir dies mit einem exquisiten Dinner. Primo Piatti: Lobster mit einem feinen Salat

und als Secondi gibt es Seeteufel mit Broccoli vom Grill.

Sehr Lecker.

Weil es uns hier gefällt bleiben wir gleich noch einen Tag. Auf beiden Schiffen wird noch gearbeitet und geräumt. Auch macht der Skip einen kurzen Tauchgang um das Unterwasser zu kontrollieren. Schnell kommt er hoch und wir machen den Neopren mit den kleinen Tauchflaschen bereit. Dann wird das Unterwasser so gut es geht gereinigt bis die beiden kleinen Tauchflaschen leer sind. Das Unterwasser sieht besser aus, aber bei weitem noch nicht sauber. Wir sind sehr gespannt auf den Unterschied. Nun wird das Beiboot der Carissima Mare mit eingebautem Kompressor aufgeblasen. Anschliessend machen wir einen Spaziergang durch Salcombe.

Sehr hübsch, viele kleine Gassen aber auch sehr Touristisch. Zum Nachtessen gibts Tuna Tatar und Hybriden-Salat. Auch sehr lecker!

Montag 17.8. 10.15 Uhr legen wir ab und segeln nach Darthmouth!

Die Einfahrt (Flusseinfahrt) ist beeindruckend mit alten Befestigungen und vielen Häusern.

Wir fühlen uns wie am Mittelmeer auch das Wetter entspricht. Nachmittags machen wir im Päckli mit der Carissima Mare an einem freiliegenden Gäste-Schwimmsteg fest. Auf der Cachana wird eine leckere Paella zubereitet.

Sehr fein und man kann’s nicht glauben! Alles weg! Wir fahren in’s hübsche Städtchen und spazieren durch die idyllischen Gassen, es gefällt! Klar, schnell finden wir den Fischhändler und decken uns für die nächsten 3 Tage ein! Noch ein paar zusätzliche Einkäufe und der Anstrengung entsprechend ein verdientes Bier. Dann geht’s zurück zu den Schiffen noch kurz etwas essen und es geht weiter nähe Brixham in eine Ankerbucht.

Überraschenderweise hat es mehr Wind als angesagt bis 27kn aus West zeigt der Windmesser! Wir segeln gemütlich nur mit Genua einen Ostkurs.

Angekommen sehen wir in der Nachbarbucht, dass es Gästebojen hat. Bei dem Wind machen wir dort fest. Am Abend beruhigt sich der Wind und auf der Carissima Mare geniessen wir

fein gegrillten Wolfsbarsch mit Bohnen und Bratkartoffeln.

Heute Mittwoch, bleiben wir, es gefällt! Lange schlafen, Route von Morgen planen und besprechen!

Apero, äs Jässli, die Cachana Crew im Glück! Heute Abend gibt’s Pasta mit einer leckeren Kalmar-Sauce à la Tanja! Sehr, sehr fein.

So Ihr Lieben, jetzt seid Ihr alle wieder etwas informiert. Der nächste Blog kommt schon bald.

Seid herzlich gegrüsst

Cachanieros