Meer und mehr…….!

Die letzten Gäste sind für diesen Segelsommer auf der Cachana angekommen. Wir (Markus & Tanja) dürfen Susan & Cherif von Göteborg nach Kopenhagen begleiten.

Cachana in Göteborg

Göteborg ist die zweit grösste Stadt Schwedens. Sie erscheint uns, im Gegensatz zu Stockholm, jedoch deutlich «schwedischer» – sehr aufgestellt und fröhlich, mit schönen Geschäften, vielen Restaurants + Cafés, jedoch ohne die » Städtetour-Junkies», die Stockholm verstopfen! Göteborg ist der Haupt(handels)hafen Schwedens (Nordsee-zugänglich) und hat sich mehr dem Praktischen zugewandt – ohne monarchische Bauten und aufwendige Sehenswürdigkeiten. Da wir bereits das 3. Mal hier sind, können wir das Touri-Programm auslassen und uns der Ausrüstung und Instandsetzung der Cachana widmen. Der Badezimmer-Wasserhahn ist defekt und Didé hatten einen Ersatz in der Schweiz organisiert. Dass die Anschlüsse an Bord ein Innengewinde besitzen, jedoch der neue Hahn ein Aussengewinde, können wir verhältnismässig einfach lösen. Dass ein wichtiges Ersatzteil durch ein winziges Loch in den Kiel entschwindet (theoretisch eigentlichen gar nicht möglich!) hält uns länger auf Trab und erfordert viel Geduld und schlussendlich Markus Improvisations-Talent.
Am Abend werden wir durch ein exzellentes Dinner belohnt! Das Restaurant Thornstorms Kok können wir unbedingt empfehlen! Schöne Sterne über Göteborg!

Ein grosser Spass ist es am nächsten Tag die Vorräte für unsere Reise zusammenzustellen…wir besuchen zuerst die Fischkirche und anschliessend die Saluhallen (Markthallen) – grossartig!!!

Fischkirche in Göteborg

Einkauf in der Markthalle

Mit zwei randvollen Kühlschränken starten wir am Nachmittag von Göteborg.
Wind SSW 5 Bft., Sonne – perfekt! In der dem Göteborg-Sund vorgelagerten Inselgruppe finden wir in einem schnuckligen Hafen (Fotö) einen Platz an der Aussenmole. Poolposition mit Blick auf die Schäreninseln – traumhaft!

Aussicht

Cachana in Fotö

Der erste Grill mit frischen Jakobsmuscheln (aus der Schale), Seezunge und Nordseeheringen lässt sich eigentlich nicht mehr toppen (mal sehen, was noch folgt…)

Grill in Fotö

Der Wind drehte in der Nacht, gemäss Vorhersage, auf W – auffrischend.
Wir wollen diesen schönen Ort noch nicht verlassen und beschliessen einen weiteren Tag hier zu geniessen. Diverse Arbeitseinsätze lösen Entspannungs- und Aperophasen ab. Wir sind bereits am 2. Tag tiefenentspannt.
Moni’s Geschenk, ein schöner spanischer Schinken, wird direkt zweifach genutzt – neben der Abrundung des späten Frühstückes (Eier mit Fischrogen, ausserdem Crevetten mit Melone – mega!), soll die Speckrinde Krebse in unsere Falle locken. Ausser dem ernstzunehmenden Gestank (!) leider ein erfolgloses Unterfangen.
Am Abend kochen wir gemeinsam Spaghetti Frutti di Mare – mit den mega frischen Meerestieren aus der Fischkirche werden sie grossartig! Nur lecker!!!

Heute Wind W/ WSW 6 Bft., See 2m – eine wirkliche Herausforderung für manche Mägen…! Die Route führt uns durch die Schäreninseln – eine wunderschöne Landschaft und ein toller Segeltag!

Leuchtturm

Markus und Cherif

Nach 24 sm segeln wir an einer kleinen Naturbucht vorbei – ein idealer Ort für den längst fälligen Apero. Es gefällt uns so gut, dass wir spontan beschliessen die Nacht hier zu verbringen. Ein kleiner Regenschauer lädt zur Lese- und Schlafrunde ein. Am Abend ziehen Gewitter um uns herum. Zum Glück werden wir verschont und können unseren Grill geniessen. Sehr schöne Stimmungen!

Ankern in Mönster

Gewitterstimmung

Wir wollen über Anholt unsere Route fortsetzten. Nach dem morgendlichen Schwimmen starten wir unter Maschine. Der Wind ist erst für die Mittagszeit angesagt, da wir jedoch 42 sm vor uns haben, wollen wir ihm entgegen fahren. Daraus wird dann leider nichts…die Windvorhersage trifft wieder einmal nicht zu, dafür haben wir schönes Wetter! Wir Motoren einige Stunden – verkürzen uns aber die Zeit mit Lesen und Sein. Unsere Friedlichkeit wird durch das erst zögerliche, dann immer häufiger auftretende Zicken des Motors gestört… was ist denn das nun wieder…? Unsere kollektive Meinung (inklusive telefonischer Beratung durch Bodo/ auf der Pampero in der Normandie) lässt auf einen verstopften Kraftstofffilter vermuten. Wat en Mist!!! Wir beschliessen den Motor zu schonen und trotz schwachen Windes zu Segeln. Wenigstens frischt der Wind auf und wir erreichen Anholt bereits um 18.30 Uhr. Wir alle sind das erste Mal auf der bekannten dänischen Insel…»der Perle des Kattegats». Wir hatten eigentlich vor hier einen Inseltag zu verbringen. Die kleine Insel (136 Einwohner) bietet jedoch ausser einem grossem Yachthafen (während der Saison > 200 Yachties), einem Minimarkt und wenigen Restaurants nur viiiel Strand – jedoch keinen Schiffsausrüster oder ähnliches. Wir geniessen zur Entschädigung ein köstliches Nachtessen. In einer eher schlichten, aber herzigen Hafenbeiz (sie erinnert uns eher an eine Chiringuito) geniessen wir wunderbare Langusten. Wir diskutieren unsere Möglichkeiten und sind einheitlich der Meinung: morgen Vormittag geht es wieder zurück Richtung Festland, denn die Windvorhersage ist bestens und die darauf folgenden Tagen sind schwachwindig angesagt- ausserdem auf Süd drehend ( ganz schlecht). Inseltag fällt aus. Zitat Cherif: ein guter Grund um wieder her zukommen!

Anholt


Der nächste Tag startet dafür direkt gelungen. Wir können beim örtlichen Fischer frische Langusten (4Kg ca. CHF 35) und 4 Seezungen erwerben (schöne Beute). Ausserdem kann Cherif einen Volvo-Spezialisten für den nächsten Tag um 7.30 Uhr organisieren! Schnell in den Minimarkt. Leinen los 10.30 Uhr. 48sm. Wind NNW, anfänglich 3-4Bft, Regen. Ab ca. 12.00 Uhr 4-5 Bft. Sonne ! Unter Gennaker geniessen wir diesen traumhaften Segeltag! Nur GROSSARTIG! Die Cachana läuft in der Welle mit 140 Grad sehr geschmeidig – die Crew strahlt und geniesst. Zwischendurch werden die Langusten gepult – auch hierbei zeigen Susan und Cherif, dass sie ein unschlagbares Team sind (und/oder viel geübt haben). Mit den Hole-Schlägen werden es dann schlussendlich doch noch 55sm. Um 19.30 Uhr geniessen wir den Einlaufdrink in Höganäs- der Langusten-Sud kocht. Der Koch-Aufwand hat sich völlig gelohnt. Die Langusten-Spaghetti a la Cachana – mindestens 1 Sternchen!

Susan und Chérif

Langusten satt

Beim Pulen

Mmmh…

Pünktlich um 7.30 Uhr ist Tobias, der Volvo-Spezialist, an Bord. Vier, etwas müde, aber hoch-interessierte Lernende schauen ihm über die Schulter und löchern ihn mit vielen Fragen (ein kompetenter und geduldiger Mensch!). Nach einer Stunde ist der Filter gewechselt und alles kontrolliert. Höganäs ist kein wirklich charmantes Örtchen – jedoch mit einem grossem Yachthafen und gepflegter Uferpromenade. Wir füllen unsere Bordvorräte etwas auf und starten um 10.40 Uhr. Wieder einmal stösst unser Navigations-Team (ausschliesslich männlich) unsere Pläne um und aus den geplanten 5sm + Nichts-Tun, werden 19 sm, jedoch ebenfalls mit viel Nichts-Tun… Unterwegs wird geangelt, gebraten Reste-Spaghetti genossen, gelesen und auch ein wenig gesegelt (Gross + manchmal Genacker bei N, 2 Bft.). Wir treiben gemütlich durch den Öresund. Unser heutiges Ziel ist die Insel Ven (Hafen Norreborg). Ein wirklich kleiner und schnuckeliger Hafen. Ausser der Cachana ist nur noch ein weiterer Segler im Hafen. Das Wetter hält und ein gemütlicher Grill wird sehr genossen!

Grill Ven

Wir bleiben heute auf Ven. Die kleine Insel ist nur 16 sm von Kopenhagen entfernt und ein beliebtes Ausflugsziel. Ven ist schwedisch, denn sie wurde 1658 gegen die Insel Bornholm mit Dänemark getauscht. Die Häuser und insbesondere die Gärten sind äusserst gepflegt. Unsere Wanderung führt uns quer über die Insel. Sehr schön! Wir fragen uns jedoch, wie es während der Hochsaison hier aussieht, wenn die 1.500 (!) gelben Miet-Fahrräder ausgeliehen werden und um das Inselchen radeln….? (Gesamtgrösse 7,6 km2). Natürlich besuchen wir die alte Mühle mit der Bäckerei – die hiesige Zimtschnecken müssen wir unbedingt probieren. In der Dauer-Degustation belegen sie jedoch keine nennenswerte Platzierung. (Top 3 Göteborg, Sandhamn, Utö)
Der Grill vom gestrigen Abend steht noch vor der Cachana und warum nicht ein kleiner Mittags-Grill…? Danach sind wir nur noch faul…Lesen, Schlafen, kleines Raclette am Abend.

Cachana in Norreborg


Wir dürfen schon wieder Ausschlafen (!!!) und uns in aller Ruhe bei mehreren Kaffees sammeln. Wir laufen um 10.20 Uhr aus. Wind W mit 5-6 Bft. Die Sonne scheint und wärmt (!). Nur herrlich ! ein fast perfekter Segeltag…einzige Wehmutstropfen: 1. die Strecke ist zu kurz und 2. es ist unser letzter Segeltag. Wir geniessen jedoch jeden Augenblick in vollen Zügen – selbst diverse Salzwasserduschen…!

Tanja und Markus

Auf dem Wasser

Die Brücke in den Christanshavn schliesst direkt vor unserem Bug. Na…dann nehmen wir unseren Apero halt auf der anderen Seite. Schnell machen wir seitlich fest und geniessen ein kleines «Reste-Essen». Um 14.00 Uhr geht die Brücke auf. Cherif hat (wohlweislich) einen Liegeplatz reserviert. Wir sind in Kopenhagen fest.
Christanshavn ist ein kleines Kanalsystem mitten in Kopenhagen. Für alle Ausflugsschiffe ein «Muss» und für viele «Partyboote» ein grosser Spass. Für uns geben diese Vorbeiziehenden ein lustiges Hafen-Kino!
In Kopenhagen findet dieses Wochenende ein Kultur- und Foodfestival statt und es ist Sommer-Wetter – die Stadt gibt Vollgas! Nach kurzer Akklimatisation (back to civilisation) lassen wir uns treiben und landen (oh Wunder) in den Markthallen. Hier kann man feine Lebensmittel (ziemlich überteuert) einkaufen, aber auch viele kleine Leckereien direkt dort geniessen. Eigentlich haben wir ja in einem Restaurant reserviert…ein paar feine Kleinigkeiten vorab gehen jedoch immer…! Den ersten Schlummi nehmen wir später (!) im Nyhavn, den zweiten auf der Cachana!

Opernhaus in Kopenhagen

Christanshavn

Helden in kleinen Booten

Susan und Chérif in der Markthalle

Heute geniessen wir noch ein wenig das Hafentreiben und bereiten uns gemächlich auf die Abreise vor….
Liebe Susan, lieber Cherif HERZLICHEN DANK für die grossartige Zeit!!!! Es war wunderschön!!!!!! bis bald + eine gute und sichere Heimreise! Auf Wiedersehen, CACHANA….

Fotos by Markus, Copyright by Tanja

Von meinem iPad gesendet

5 Tage Zweisamkeit

Lysekil

Lysekil, Samstag, den 12. August 9.45Uhr verabschieden wir unsere Chantal mit den nicht aussergewöhnlichen Abschieds Tränen von Susanne. ? Das Wetter zeigt sich solidarisch, es regnet. Es beeindruckt uns nicht mehr. Jetzt noch Einkaufen und kurz beim Fischhändler vorbei. ?

Women Match Race

Heute ist der Finallauf  der Frauen, so besuchen wir die Ausstellungsstände des Races. Susanne hat eine Primoloft Jacke ergattert. Danach legen wir nach unserem Frühstück ab. Wir kreuzen den ganzen Weg unter Regen nach Gullholmen auf.  Wir belegen einer der letzten Plätze. Gullholmen ist eines der ältesten Fischerdörfer der Westküste von Schweden. Sehr stilvoll und hübsch. Zum Nachtessen gibt es selbstgemachte Fischsuppe.

Gullholmen

Sonntag schein die Sonne und wir haben guten Nordwest Wind. Wir segeln durch eine sehr reizvolle Schärenwelt. Unbeschreiblich, gefällt uns sehr.

Kaum in Marstrand angekommen, geht die Wäscherei los. Dem Skipper wird nun klar wieso die Liegeplatzgebühr so hoch ist. Susanne ist in Hochstimmung das Waschen ist inbegriffen und 5 Waschgänge inklusiv Trocknen sind in nur gut 3 Stunden fertig, da bleibt ja noch viel Zeit in der Segelhochburg der Westküste von Schweden zu Shoppen. Diesmal sind beide erfolgreich und niemand denkt mehr an die Höhe der Liegeplatzgebühr.

Marstrand

Am nächsten Tag geht’s weiter Richtung Süden.  Eine Bucht soll’s sein. Wir kreuzen auf mit leichten Winden.

Da  wir langsam unterwegs sind versucht sich Susanne beim Fischen. Kaum ist die Angel im Wasser, ruft Sie, Sie habe einen Fisch am Hacken! Eine schöne, grosse Makrele, schnell ist sie ausgenommen und wir hoffen auf eine 2. aber keine wollte mehr anbeissen. Wir sind vor der angepeilten Bucht. Der Plan ist Segel runter und langsam unter Motor in die Bucht. Aber noch nicht mal in der Bucht macht es Bums!!! Die Lust auf die Bucht war vorbei. Weiter ging’s in den nahgelegenen Hafen Källö-Knippla, klein aber fein. Unser Nachtessen, die grosse Makrele und ein Blumenkohlgratin war sehr lecker.

Stärkere Südostwinde sind für den nächsten Tag angesagt. Wir können  alles bis nach Göteborg kreuzen, super schöne Fahrt mit kleinem Ankerstop für unser Frühstück/Mittagessen. Dienstag 16.20 machen wir im Göteborger Hafen fest.

Göteborg

Bald beginnt es zu regnen und wir machen klar Schiff. Wir erwarten Tanja und Markus am Donnerstag Morgen. Heute Mittwoch machen wir bei schönstem Wetter Sightseeingtour in Göteborg mit Schiff und Bus. Auch für das kulinarische ist hier gut gesorgt. Im Moment läuft hier das Kultur Festival und in der ganzen Stadt hat es diverse Esstände der verschiedenen Länder.

Von Oslo nach Lysekil

Endlich in Oslo angekommen, finde ich Didé, Papi und Mami im Caffee am Bahnhof. Auch für mich gibt es noch einen leckeren Cappuccino bevor wir uns auf den Weg machen Oslo ein wenig zu erkunden. Wir entscheiden uns für den Hop on Hop off Bus. Die Fahrt dauert gut 90min und wir steigen erst fast am Ende aus, bei dem imposanten neuen Opernhaus.

Das neue Opernhaus

Der Durst führt uns dann in eine nahegelegene Bar, das Bier wird draussen im Sonnenschein genossen. Doch bald folgt der Hunger und Dide führt uns durch Oslo auf der Suche nach der Markthalle. Den Weg dorthin gefällt allen sehr gut, versteckte Gässchen und viele Grafitis.

 

Das Essen schmeckt fabelhaft. Cachana heisst  das nächste Ziel so holen wir mein Gepäck, welches wir bei einem Schliessfach am Bhf deponiert haben, ab und spazieren gemeinsam zur Fähre, welche uns zum Königs-Hafen schifft.

Angekommen gibt es natürlich einen Willommensdrink und danach eine kleine Ruhepause, bevor wir am späteren Abend den Bus zurück nach Oslo nehmen um Sushi zu essen, war eeecht lecker.

Am nächsten Tag erkunden wir Oslo zu Fuss . So besichtigen wir zuerst die Burg. Danach war Shopping time,  jedenfalsl für Mami und mich. Noch während wir im zweiten Laden, die Gestelle und Schnäppchen durchstöbern, geht es den Männern etwas zu lang. So setzen sie sich in die nächste Scotman Bar. Nach erfolgreichen Shoppen bekommn auch Mami und ich Durst, so müssen die beiden Herren gezwungenermassen auch nochmals anstossen. Also Prost.

Danach geht es weiter zum Mittag Essen im Restaurant Olivia. Leckere Pizzen und für Mami eine super leckere Glutenfreie Pizza.
So vergeht auch der Samstag schnell, nach dem wir noch den Lebensmittelvorrat  aufgestockt haben, geht es am Abend in ein leckeres Fischrestaurant.

Am Sonntag morgen lassen wir es uns nicht nehmen das Wikingermuseum zu besuchen.
Dies war sehr Eindrücklich und Spannend.

Danach gibt es noch die letzte gemeinsame Mahlzeit mit Dide, der uns leider nachher verlassen musste. Ich fand es sehr schön noch einige Tage mit meinem Götti zu verbringen ??

Nachdem uns Dide verlassen hat, verlassen auch wir  Oslo. Für mich ist klar, dass ich bestimmt nicht das letzte mal in dieser Stadt war.

Wir laufen unter Motor in eine kleine Bucht vor Anker. Natürlich lässt es sich der Schiffsherr nicht nehmen, die Segel zu setzten als ein wenig Wind aufkommt.  Leider ist dieser nur von kurzer Dauer. Angekommen in der Bucht, gibt es den ersten Grill für mich. Es ist wie immer sehr lecker und wir geniessen den Abend und den schönen Sonnenuntergang zu dritt.

Die Prognosen für den Montag sind nicht auf Seglersseiten! Kaum Wind! Nach gemütlichem Aufstehen, Kaffee und Baden (nicht alle) geht es los. Doch als wir aus der geschützten Bucht kommen; hat es doch etwas mehr Wind als gedacht.

Ca. 20 Knöpf direkt auf die Nase.

Da wir Kreuzen müssen, gehen wir nicht in die geplante Bucht, sondern suchen uns schon vorher einen gemütlichen Schlafplatz. Zum Abendessen gibt es Thailändisch. Sehr fein. Am nächsten Tag suchen wir einen kleinen Hafen, da die Wetterprognosen für den Mittwoch nicht so rosig sind. Unterwegs darf  ich das erste mal auf dem Wasser eine Landesgrenze überqueren. Willkommen in Schweden.

Im schwedischen Hafen angekommen gibt  es einen Willkommensdrink auf der Cachana. Der Sonnenuntergang im Hafen ist   traumhaft und das Essen wie immer super lecker.

Am nächsten Tag haben  die Wetterprognosen recht behalten. Es regnet nur einmal richtig! So bleiben alle lange im Bett. Den Nachmittag verbringen wir dann im Hafenrestaurant, da ich noch für die Schule arbeiten muss, und Mami und Papi auch noch zu tun haben.
Nach diesem verregneten kalten Tag, gibt es leckeres Raclette.

Nun kann es nicht mehr regnen, nach diesem Tag, und wir segeln mit gutem Wind und schönem Wetter in eine Bucht, die wir von Markus empfohlen bekommen haben. Jedoch sind wir leider nicht die einzigen und es hat keinen Platz mehr.

So segeln wir wieder etwas zurück in eine ebenfalls wunderschöne Bucht. Nach missglückten Versuchen am Stein anzulegen (da der Heckanker einfach nicht hält) entscheiden wir uns fürs freie Ankern. Dann heisst es Reslii ins Wasser lassen und einen schönen Platz suchen um zu grillieren. Den finden wir auch.
Es ist ein wunderschöner Abend!

 

Am nächsten Tag heisst es schon fast Ferien vorbei. So steuern wir mit super Wind  Lysekil an. Von dort  kann ich am nächsten Tag auf den Bus nach Göteborg. Kurz vor der Hafeneinfahrt findet noch ein Race statt. Das heisst für uns, spannend zu zusehen. Jedoch ist der Gästehafen reserviert für den Anlass. So gehen wir in den Fischerhafen, welcher jedoch auch schon gut belegt ist. Deshalb gehen wir dann ins «Päckli».

Der letzte Abend für mich ?. Wir gehen sehrsehrsehr lecker Essen! Es waren  wunderschööne Ferien. ??⛵️ Danke.

 

 

Von meinem iPhone gesendet

Mit Didé von Stavanger nach Oslo

Nach einer kurzen Nacht freue ich mich die beiden Seefahrer bereits um 08.30 in Stavanger begrüssen zu können. Die Cachana, meine Heimat für die nächsten beiden Wochen, finde ich auf Anhieb.

Stavanger

Doch von Susanne und Chérif nichts zusehen? Nach Nachfrage per SMS sehe ich beide schon auf mich, bzw. das Schiff zulaufen. Nach einem herzlichen Empfang ist Einkaufen und der Besuch der grössten Jahresparty in Stavanger, der Foodparty, angesagt. Natürlich enden wir an einem Bartisch bei einer Seafoodplatte. Ausgezeichnet.

Am frühen Nachmittag ist Auslaufen angesagt wir segeln zur Insel Rott. Fischen während der Fahrt: Rundwurf -> Angel Wurf in Fahrtrichtung auf Backbord, Durchschuss Genacker, Hacken auf Steuerbord im Wasser.

Die Fische liessen sich nicht verwirren und Bissen nicht an. In Rott machen wir an der Boje fest in einer kleinen Bucht bei ein paar Häusern. Bald kommt ein Ruderboot auf uns zu mit netter Einladung zur Inselparty, in einer alten Sägemühle. Dort wird ein Fischbuffet vom Feinsten aufgetischt mit Aquavit?. Wir lernen Land und Leute kennen ein super Abend. Als Abschiedsgeschenk bekommen schliesslich noch eine Seite geräuchten Lachs?.

Am Sonntag ist früh Aufstehen angesagt es geht bei bestem Segelwetter und ☀️ nach Süden, nach Løvägodden, einer tiefen Bucht mit sehr schöner Umgebung. Wir ankern schwojend. Dies war der „Fisch“ Tag??. Am Abend kam es besser in der Bucht, Susanne und Chérif sind zum Fischen mit Resi ausgefahren und sie kamen mit zwei Köhler zurück, welche sofort zubereitet und verzehrt wurden.

Montag Regentag, beim Frühbad mit 17.6 Grad hielt sich Regen noch zurück. Ansonsten 1 Tag Motorboot mit viel Regen ohne Wind. Eine hübsche kleine Bucht haben wir zum Übernachten gefunden, mit Buchtenkino: ein Schwede hat eine Stunde lang versucht am Stein anzulegen. Wir sind in Ytra auf der Insel Hidra.

Am Dienstag wars Susanns grosser Tag! ??? Drei Makrelen und ein Dorsch. Ich freute mich über die grossen Kugelaugen vom Dorsch schon beim Ausnehmen. Die kleine Makrele schlug ich vor zu Shasimi zu verarbeiten! Da dies noch nicht so bekannt war musste Wikipedia helfen. Makrele ist Shusi Fisch steht da!

Da der Kleine so gut schmeckte musste dann auch noch ein Grosser als Shasimi herhalten. Am Abend machten wir bei der Vestre Seli Gästebryggen zuerst längsseits fest.

Noch während dem Ankunftsdrink hatte der Kiel Grundberührung, was uns zum Anlegen mit Heckanker zwang. Grill auf dem schönen Holzsteg mit Sitzbänken und Tischen schlossen den wunderbaren Tag ab.

Mittwoch Morgen war entsorgen in Korshavn angesagt. Kurzer Stop mit Blitzeinkauf und Glace.? Bei schönem Wetter ging es nach Dyrestad. Der kleine Hafen war ziemlich voll, doch könnten wir uns an der Aussenmole dazwischenmogeln. Mit Heckboye an der Mole angemacht. Kaum fertig, kam der erste unfreundliche Norweger den ich kennengelernt habe und erklärte uns dass das seine Privatboje sei. Also mit Resi Heckanker ausbringen. Abendgrill auf den Steinen.

Am Donnertag Morgen war das Wetter ein wenig feucht. Susanne hat mit Ihren Pfiffen gerade noch unseren Hafennachbarn mit Motorboot zurückpfeifen können, der mit seiner Familie auf Besuch in die nächste Bucht gehen wollte. Wir hatten die Festmacher über Kreuz mit ihm und brauchten ihn daher zum Ablegen. Beim Losmachen eine Stunde später sind wir dann mit dem Kiel in einer Leine hängengeblieben. Zum Glück hatte unser Motorbootfahrer seinen Freund mit 10 PS Dingi dabei der uns freischleppen konnte. Die Ausfahrt aus der Bucht war etwas feucht, Spritzwasser, die Wellen bäumten sich etwas auf und man konnte nur mit Motor gegenan durch die schmale Ausfahrt. Mittagshalt vor Anker in einer Bucht. Nach dem Imbiss kam ein kleines Boot mit klingelnder Schiffsglocke auf uns zu. Was war das? Glaceschiff?, zwei nette junge Girls auf Glaceverkauf, wer kann da widerstehen?

Abends in Kapellōya mit Heckanker an Stein.

Eine mittelgrosse Bucht mit schmaler Einfahrt. Sehr beliebt, darum waren wir alles Andere als allein. Ein netter ??, Nachbarlieger war dann sogleich zu Stelle mit Ausflugstips. Mit Resi quer über die Bucht zur Festungsinsel Helgōya. Im 2. Weltkrieg von den Deutschen mit Kriegsgefangenen gebaut. Sie diente zur Küstenverteidigung. Die kleine Wanderung führte zum Gipfel der Insel mit den Befestigungsanlagen und nebenbei konnten wir die super Aussicht über die unendliche Inselwelt bei einem kleinen Apero aus dem Rucksack geniessen. Etwas spät zurück auf der Cachana entschlossen wir uns direkt auf dem Schiff zu grillen. Unser freundlicher Norweger, der übrigens Deutsch sprach hat uns schliesslich noch zu einem Glas Wein auf das Motorboot seines Freundes eingeladen. Ein Umtrunk in netter Runde mit vielen guten Tips.

Am Freitag geht es etwas früher los, wir haben einen leeren Weinkeller und auch das Gemüse und der Salat geht zu Ende.

So segeln wir nach Kristianssand, wo wir ein wenig später ankommen als gedacht. Nach doppeltem Einkauf im Vinmonopolet und im KIWI liessen wir uns ein feines Mittagessen am Fischmarkt nicht entgehen. Natürlich war Wasser tanken und Schiff abspritzen auch noch angesagt. So kam es, dass wir etwas spät loskamen und daher eine Bucht in der Nähe anliefen wo wir am Stein anlegten. Auf der Insel Stokken Süd. Zum Grillen war es eine Kletterpartie, dafür wurden wir mit Sonne und einer wunderbaren Aussicht verwöhnt.


Samstag Morgen war Regen angesagt und wir wollten erst gegen Mittag los. Leider hat aber der Heckanker nicht gehalten, was dann im leichten Nieselregen zum schnellen Ablegen führte. Es folgte eine schöne Fahrt durch die Schären wo wir all die schönen Häuser bewundern konnten. Nach Mittagsstop vor Anker und wieder ein wenig mehr Regen erreichten wir die einsame Bucht
Bjørkøy, wo wir schwojend ankernd auf die Abendsonne warten. Die ☀️ zeigte sich sehr kurz, doch für den Grill reichte es und pünktlich zum Nachtessen stand die Küchenbude und auch der ? kam wieder.

Am frühen Sonntag Morgen schien die Sonne, doch bei unserm Frühbad bei 17.8 Grad hat sie sich leider schon wieder zurückgezogen. Wir hatten 34 Nm vor uns und hatten den Wind genau auf die Nase. So gab es leider eine Motorbootfahrt mindestens am Anfang. Am Nachmittag dreht der Wind günstig und wir kommen zum Segeln. Leider verfolgt uns eine Regenwolke, die sich vor der Ankunft in Lingør auf uns ergiesst.

 

Wir machen am Steg der Segelmacherei fest wo wir von drei Schweizer Girls begrüsst werden die an den internationalen Gymnastikwettkämpfen waren. Es ??? weiter. Es ist sehr nett ein kleines Restaurant mit Segelshop. Die Liegebühren toppen allerdings alles. Wackelsteg für 300 NKR. Wir haben gar keine Lust bei diesem Wetter auf weitere Erkundungen zugehen. Und entschliessen uns zu einem Raclette in der Küchenbude. Die Nacht ist etwas unruhig, wovon ich aber wie immer nicht viel merke.

Montag, heute stehen 33 Meilen an. Mit super Wind mit bis 20 Knoten machen wir allerdings eine schnelle Fahrt, ein wunderschöner Segeltag mit einer zeitweise etwas fiesen Welle. Wir haben die Bucht Krukodden ausgesucht als Ziel, nach Möglichkeit zum Ankern am Stein. Ein kleiner Holzsteg ist von einem kleinen Motorboot belegt. Ein Versuch daneben an einen Stein anzulegen führt leider zu einem kleinem Touchee mit einem Unterwasserstein. Nach weiterer Suche nach einem Platz finden wir etwas daneben den Steinzugang, ohne Grundberührung. So dem Grill an Land nichts mehr im Weg.



Dienstag, 1. August 726 Jahre Eidgenossenschaft. Nach einem Frühbad steht uns wiederum ein wunderbarer Segeltag bevor. Als Ziel für die Feierlichkeiten haben wir uns einen kleine Hafen oder eine vor Südwinden geschützte Bucht ausgesucht, da die 20 Kn auch nachts weiterhin stehen sollten. Nach guter Fahrt holte uns dann kurz vor dem Zeil leider die Regenfront ein. Zum Hafen mussten wir ein ungenau kartografiertes Gebiet durchqueren. Beim Einrollen der Genua ist es dann leider passiert, da Rollerseil hatte sich verklemmt, sodass wir die Genua auf Deck bergen mussten. Die Besichtigung der Bucht machte uns nicht glücklich, da der Windschutz sehr begrenzt war. Also auf zum Hafen, der gerade um die Ecke lag. Doch leider auch hier Pech, alle Plätze belegt. So entschlossen wir uns weiterzusegeln. Kaum ein Meile weiter entdeckte doch Susanne eine Gästebrygge an einer steilen Felswand. Nur ein anderes Segelboot lag dort, beste Voraussetzungen unsere Feier da zu starten. Wir waren der Insel Ildverket. Der Regen hatte aufgehört so konnten wir den Genuaroller reparieren und Susanne kümmerte sich um die 1. August Deko.

Es folgte die Frage der Nachbarn was da los sei und ein wunderbarer Grill mit bengalischer Beleuchtung der Felswand. Eine gelungene Party! ????????

Mittwoch, das böse Erwachen! Wohl ein grosses Motorboot hat mi seinen Wellen uns an den Holzsteg geknallt, das man meinte es sei alles auf den Boden gefallen. Angedacht waren 16 Meilen nach Tønsberg. Dorthin sollte eine Kanalfahrt führen. Da für den Donnerstag aber Dauerregen???☔️angesagt war, entschlossen wir uns die über 40 Nm nach Oslo etwas zu verkürzen und direkt den Oslo Fijord hochzusegeln, Das Wetter und der Wind passte ??. Der Tip vom Norwegischen Ehepaar war sehr gut, kamen wir nach
Sandspollen einer grossen Ankerbucht, wir Ankern schwojend. Die Bucht ist mit vielen Booten belegt, aber es hat sehr viel Platz. Hinten in der Bucht können wir ein schweizer Schiff ausmachen, wir hatten aber keinen Kontakt. Wir geniessen die Abendsonne bei einem Pastadinner ???.

Chérif am Nachtessenfang,hats geklappt?

Donnerstag
Leider muss eine Reise immer zu Ende gehen ?, aber nur für mich. Nach dem obligaten Frühbad, sogar mit kleiner Schwimmeinlage, geht es endgültig Richtung Oslo. Weiter tief in den Oslofijord leider ohne ? aber auch ohne ? bei ?. So haben wir Zeit die Pastaresten mit Ei und Kaviar zum Brunch zu geniessen. Angelegt im Königlichen Yachtclub in Oslo und der ? kommt.  Auf zum Sightseeing.

 

Liebe Grüsse Didé