Wieder zu Zweit

Nyköping, Samstag 6.8.22

Heute morgen in aller Früh

nach 3 wunderschönen Wochen auf See, verliess uns Didé und reiste mit Zug und Flieger wieder in die Schweiz zurück.

Wir hatten noch einiges zu erledigen. Einkaufen, Wasser füllen, Mittagessen :-))

und Abwassertank absaugen, welches wunderbar funktionierte. Kurz nach 14.00 ging es los und wir segelten den langen Schlund von Nyköping aus in die Schären in einer Gemütlichkeit und hatten schön Zeit den weidenden Kühen und Gänsen zuzusehen.

Unser Ziel in den nächsten Tagen war, die Schären noch einmal in vollen Zügen zu geniessen.

So langweilen wir Euch nicht mit täglichen Ritualen wie Schwimmen (Wassertemperatur oft zwischen 13-16 Grad) , Kaffeetrinken, Routenplanung, etc, sondern senden Euch wunderschöne Impressionen und einige aussergewöhnliche Vorkommnisse.

Schlafplatz 1 Lilla Trässö vor Anker

7.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 2 Styrsö Gillersholmen vor Anker

Vorspeise

8.8.22

am nächsten Morgen

Nun waren wir in den Aussenschären.

Der Skip hatte eine wunderhübsche Bucht zum Übernachten gefunden und wir machten uns bereit das Anlegemanöver am Stein in Angriff zu nehmen. Na ja, klappt nicht immer beim ersten Mal. Heckanker hielt nicht. Auf ein Neues. Diesmal den Anker etwas weiter hinten rein. Doch ohh Schreck. Zu weit entfernt vom Stein und der Anker hielt was das Zeug hält und Wutsch , das Band welches den Anker hält war ausgerissen und segelte zum schönen Heckanker auf den Grund der See. Mist. Geistesgegenwärtig liessen wir den Buganker runter, welcher zum Glück hielt, und machten uns an die Bergung des Geschirrs von hinten.

Wie ihr seht, hat alles geklappt. :-))

Band wieder montiert

Nun zum Übernachten hatten wir keinen Bock mehr in dieser Bucht zu bleiben, da auch der Wind in der Nacht, nach neuem Wetterbericht, etwas drehen würde. So fanden wir ganz in der Nähe einen perfekten Platz am Stein, in der Flisô Bucht.

Den Abend genossen wir sehr. Schweinssteak vom Grill, frische Erbsen und Blumenkohl und einer wunderschönen Abendstimmung.

Ah ja und unseren Krabbenkorb kam auch das erste mal zum Einsatz. Mal schauen , was er morgen für Überraschungen bringen wird.

9.8.22

Nichts. Ausser Spesen nichts gewesen. :-)) Nur unsere Crevettenköder schwammen noch drin. Ich als Krabbe, hätte mich auch nicht von so viel Abfall verleiten lassen. 🙂

Auf dem Spaziergang am morgen

Unterwegs

Schlafplatz 4 Byxklabben am Stein

10.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 5 Kårö vor Anker

11.8.22

Unsere Solarmatten brachten die erwarteten Leistungen nicht. Somit machte sich der Captain dran, die Stecker der nicht festinstallierten Matte auszuwechseln. Ein Zeit und Nervenaufreibendes Unterfangen. Doch schlussendlich klappte es und es lädt wieder nach altguter Manier.

Auf unserem Weg Richtung Süden kamen wir an «unserer begehrten» Lachsfarm vorbei und wir kauften grosszügig ein.

Schlafplatz 6 Lilla Vistingsö am Stein

Mond und Sonne, fast zu selben Zeit

12.8.22

Der heutige Tag verlangte dem Skipper ein starkes Nervenkostüm ab. Der Weg war wunderschön, traumhaft aber eng, untief und voller Steine.

Eine gute Meile lang war die Aura des Capitains nicht mehr Violett. Dann mit einem lauten Seufzer und eine Tonne leichter, kamen wir wieder ins Fahrwasser und in sichere Gewässer.

In Klintemåla hatten wir einen Einkaufszwischenstop eingelegt. Die Ausbeute war sehr sehr überschaubar, da sie am Sonntag End of Saison haben. Aber Wasser konnten wir bunkern, da unser Tank langsam aber sicher leer war. Weiter Richtung Abendbucht.

Schlafplatz 7 Skabbholmen vor Anker

Nachts um 03.46 :-))

13.8.22

Heute Abend wollten wir eigentlich noch einmal Ankern oder an einem Stein eine Bucht vor dem Kalmarsund geniessen. Doch auf dem Weg kamen wir an Furö vorbei.

Furö

Eine kleine unscheinbare, flache Insel, welche zum grossen Teil Naturschutzgebiet ist. Ein Traum wie ihr sehen könnt.

Oft begegnen wir Boote welche Ihre Haustierlieblinge im Sommer mit auf ihr Schiff nehmen. Doch den Begleiter unseres Nachbarschiffes hatten wir noch nie gesehen. Ein wunderschöner ausgewachsener Ara sass majestätisch im Cockpit.

Nach einem ausgiebigem Spaziergang

genossen wir das Abendessen auf der Cachana in vollen Zügen.

Bis nächste Woche mit neuen Impressionen unserer Reise

herzlichst Eure Cachanieros

Dänemark – Schweden

schwedische Ostküste 🇸🇪 2022

01.08.2022, Montag

Jungfruskär,mit Heckanker am Stein – Slaholmen mit Heckanker am Stein

Rundsicht

Nach dem Morgenbad, bereits bei 17 Grad kamen wir erst um 11:30 los. Zuvor mussten wir noch unser WC Tank Problem lösen. Wir haben zwei Szenarien entwickelt:

Variante 1- Tanküberlauf zuhalten und mit der WC Pumpe Druck aufbauen, damit sich der Stau ev. löst.

Variante 2 – In den nächsten Hafen mit Absauganlage und versuchen mit dieser das Problem zu beheben. 

Variante 1 hat funktioniert, wir sind wieder entspannt. 

Mit Südwind von bis zu 15 Kn kamen wir gut voran, weiter Richtung Norden. Um 16:00 hatten wir unsere Bucht für die 1. August Feierlichkeiten gefunden. Wir legten mit Heckanker am Stein bei Slaholmen an. Das Schiff wurde ordnungsgemäss mit den Schweizerfahnen geschmückt.

Auf dem Stein gab es Windlichter und eine Lichterschlange.

Grillplatz

Das Wetter kippte leider so, dass nach dem Grill die Party auf das Schiff verlagert werden musste. Fähnchen gleich wieder einziehen. 

Schliesslich konnten wir zu Ehren von Helvetia den Abend mit einem Pintchen Rum aus Khaters feinen Beständen abschliessen. 

Captains Choice!

02.08.2022, Dienstag

Slaholmen mit Heckanker am Stein – Grytsholm mit Heckanker am Stein

Noch etwas später als am Vortag kamen wir nach dem Morgenbad endlich in Fahrt. Von 12:15 – 15:40 brauchten wir um die 12 sm bei SO Winden bis zu 10 Kn zu segeln. Immer wieder eine wunderbare Fahrt durch die Schären. 

03.08.2022, Mittwochs,

Grytsholm mit Heckanker am Stein – Vattenholmen mit Heckanker am Stein

Um 10:10 ging es heute los. Bei südliche Winden bis zu 20 Kn kamen wir gut voran. Wir wollten einen Zwischenstop in Arkösund einlegen um noch ein wenig Einzukaufen. An der Aussenseite der Schwimmstege legten wir längsseits an. Netterweise erliess uns der Hafenmeister die Hafengebühren für den Kurzstop.

Nach dem Einkaufsbummel gab es gleich noch den Mittagsimbiss auf der Cachana. Das Ablegen war etwas hektisch da der Hafenmeister unseren Platz einem Neuankömmling zugeteilt hat. Um 16:00 waren wir nach ingesamt 18 sm bereits am Stein vor Anker.

Kleine Kletterpartie

Da die Wetteraussichten zum Nachtessen etwas Regen in Aussicht stellten, entschlossen wir uns auf dem Schiff zu grillieren. 

04.08.2022, Donnerstag

Vattenholmen mit Heckanker am Stein – frei ankernd bei Langskär

Um 11:30 ging es los, man gewöhnt sich an das Schärenleben mit den kurzen Distanzen. Nach 14 sm waren wir bereits am nächsten Ankerplatz. Wir entschieden uns frei zu Ankern, da auf die Nacht Winddreher von 90 Grad und Regen angesagt waren. 

In Vattenholmen war die Wassertemperatur noch bei 17 Grad, heute Abend wurden wir endlich mit 19 Grad belohnt, was zu einem längerem Bad mit Apero animiert. 


Die Kopffarbe gleicht sich dem Drink an.

Am Vortag hatten wir tiefgefrorenes Hirschfilet eingekauft. So freuten wir uns auf den Grill. Das aufgetaute Fleisch entpuppte sich als geschnetzeltes Entenfilet. Somit gab es eine Menuänderung, heute kein Grill. Die Ente war fein, zum Glück mit wenig Flugstunden, begleitet von Zucchini und Reis.

05.08.2022, Freitag

Frei ankernd bei Langskär – Nyköping

Mitten in der Nacht um 09:50 mussten wir unseren Ankerplatz verlassen.

Ankerplatz

Doch der Frühschwumm bei 19 Grad wurde zuvor ausführlich genossen. Mit Kaffee aus Ägypten, immer wieder ein Highlight. Der frühe Aufbruch hatte seinen Grund. Ab Mittag waren starke Niederschläge angesagt. So schafften wir die 6 sm trocken und legten längsseits im Hafen an. Chérif ging zum Hafenmeister und Susanne und ich schafften es gerade noch die Kuchenbude vor den grossen ersten Tropfen aufzustellen.

Der grosse Regen
Confit de Canard

Bei der ersten Regenpause gingen wir in die Stadt einkaufen. Fürs Nachtessen gab es frische Rekker und Confit de Canard. 

06.08.2022, Samstag

Nyköping – Stockholm – Zürich

Leider geht jede Reise irgendwann zu Ende. 

Ich danke Susanne und Chérif das ich eine wunderbare Zeit verbringen durfte.

Der Autor und Mitsegler Didé

Dänemark – Schweden

Öland 🇸🇪- Gotland 🇸🇪 – schwedische Ostküste 🇸🇪 2022

25.07.2022, Montag

Byxelkrok – Visby

Das Reiseziel von Susanne und Chérif kommt näher. Da für die Überfahrt ca. 45 sm angesagt waren, wollten wir spätestens um 09.00 los, was uns auch gelang. Mit einem guten Schnitt von 6.6 Kn waren wir bereits um 16.00 in Visby, Gotland angekommen. Wo werden wir unseren Hafenplatz finden? Visby hat den grossen Nachteil, dass es bei SW Wind einen starken Schwell im Hafen gibt, der bis zuhinterst in den Gästehafen reicht. So wollten wir in den Fischerhafen. Diese Idee hatten wohl schon einige vor uns, denn er war bis zum letzten Platz besetzt. Als wir  wieder rausfuhren, kam uns der Hafenmeister im Schlauchboot entgegen und meinte nach Klärung unseres Tiefgangs, er hätte einen wunderbaren ruhigen Platz im Privathafen für uns. So konnten wir ihm folgen und bekamen den Platz zugewiesen. Als Dank bekam er von Susanne ein wenig Schokolade. Kommt immer gut an. 

Gästehafen Visby

Für den nächsten Tag ist Visby Sightseeing angesagt. Das Wetter wurde unterdessen schlechter. So beschlossen wir fürs Nachtessen auf der Cachana zu Grillieren.

26.07.2022, Dienstag

Visby, Sightseeing Visby

Wie man das so tut, zuerst Besuch im Tourist Office. Mit Reiseführer und Karte bewaffnet machten wir uns auf die Stadterkundung. Visby hat eine 3.5 km lange Stadtmauer mit vielen Wehrtürmen, die gut erhalten sind. Wir haben beinahe die ganze Stadtmauer abgewandert.

Natürlich mussten wir einen Mittagsrast einlegen. Das war gar nicht so einfach, denn bei allen Restaurants standen die Leute Schlange. Schliesslich haben wir einen Sonnenplatz in einer Tapasbar an einem der Hauptplätze ergattert. Es war sehr fein.

Somit am Nachmittag 2. Teil des Sightseeing,  Stadtmauer, Kirchenruinen und in der aktuellen Kirche ein Orgelspiel.

Ruine
Kirche mit Orgelspiel
Apero unterwegs
Nordtor

Zurück auf dem Schiff haben wir beschlossen nur noch etwas kleines zu Essen. So haben wir den Abend auf dem Schiff genossen.

27.07.2022, Mittwoch

Visby, Ausflug nach Lummelunda

Der Ausflug am Mittwoch führte uns mit dem ÖV nach Lummelunda. Die dortigen Tropfsteinhöhlen sind ca. 13 km nördlich von Visby. Wir haben uns für die kurze, ca. 45 min lange, Touristenführung auf Englisch entschieden. Was wir dann leider erst vor Ort erfahren haben, es gibt auch einen deutschen Audioguide, so hätten wir auch die schwedische Führung buchen können.

Höhleneingang


Die Geschichten rund um die Entdeckung und den Ausbau der Höhle war spannend. Mit Abenteuergeist könnte man mit kleinen Booten und kriechend in weitere Teile der Höhle vordringen. Das haben wir ausgelassen. 

Das Mittagessen gab es in einem saloonähnlichem Lokal gleich vor Ort, da wir eh auf den Rückreisebus warten mussten. In Visby suchten wir nach einem leichten Znacht.

So fanden wir ein Sushi Lokal, das sogar die Gartentische unter den Storen vor dem beginnendem Regen geschützt hatte. Wunderbare Sashimi und Sushi waren die Belohnung. In der nächsten Regenpause ging es zurück aufs Schiff.

28.07.2022, Donnerstag

Visby, Ausflug Gotland Nord, Fårö

Die Insel Gotland ist grösser als man denkt. Die Busse fahren überall hin, aber nur gelegentlich und unregelmässig. Daher haben wir beschlossen für zwei Tage ein Auto zu mieten um flexibel zu sein. Wir haben bei Avis einen gelben Peugeot 208 gemietet. 

Unser gelbes Monster auf der Fähre

So ging es los auf die nördliche Insel Fårö. Die Autofähre zwischen den Inseln ist gratis. Auf Fårö wollten wir die bekannten Rauken besichtigen. Sie sind aus einem jahrmillionen alten Korallenriff entstanden. Der ganzen Küste nach hat es immer wieder Ansammlungen der skurrilen Gebilde die zur Fantasie anregen was sie genau darstellen könnten.


Auf dem Rückweg fuhren wir noch nach Likersham, bereits wieder auf Gotland. Wir besuchten die Rauke Jungfru und durften noch in der Hafenräucherei feine Fische, Makrelen, Saibling und Lachs einkaufen. Der Strand versprach einige Versteinerungen im Kies.  Susanne war nicht zu bremsen und hatte auch einige gefunden.

Fischerdorf

Zurück nach Visby, Nachtessen im einem Wunderbaren Fischlokal nach einem „leider“ langen Apero von einer Stunde. Den Tisch im Apero und im Restaurant durften wir mit drei Stockholmer teilen, welche interessante Erkenntnisse brachte. 

29.07.2022, Freitag

Visby, Ausflug Gotland Süd

Ein Auto kann auch zum Einkaufen hilfreich sein. Am Morgen lag noch Regen in der Luft, darum entschlossen wir uns unsere Vorräte aufzufüllen, sowohl bei den Getränken im Systembolag, wie auch bei den Lebensmitteln im ICA. Zurück aus dem Laden, ergoss sich der Wolkenbruch über uns. Schnell die Einkäufe auf dem Schiff verstaut, fuhren wir mit dem Auto nach Süden. Chérif hat einen Tip bekommen für ein Restaurant im Süden. Es musste eine französische Trouvaille sein, mit einer DS und einem AK als Glacestand. Dort angekommen, der Parklatz war schon fast voll, also ein Geheimtip. Mit einem frischen Salat, Chèvre chaud und Shrimps war es das perfekte Mittagessen in einer perfekten Umgebung.

Chérif inspiziert die DS

Gestärkt ging es weiter Richtung Süden zum kleinen Hafen Vandburg. Von dort aus ging es zu Fuss weiter. Entlang von herrlichen Sandstränden mit frei lebenden Kaninchen wanderten wir zum Raukenfeld mit dem Pferdekopf, bzw. wenn man es von der anderen Seite ansieht dem Nessie.

Pferd
Nessie

Dieser Anblick veranlasste uns zu einem Umtrunk. Da wir am nächsten Morgen zeitig los wollten Richtung schwedisches Festland, wollen wir das Nachtessen auf dem Schiff einnehmen, da die Stadt sehr voll ist und wir nicht nochmals eine Stunde anstehen wollten.

30.07.2022, Samstag

Visby – Mjödö vor Anker

Wir wollten um 09.00 los, war wir auch geschafft haben. Angesagt war am Morgen wenig Wind, doch wir wurden gleich beim Auslaufen mit 10 Kn überrascht. 

Privathafen Visby

Mit südöstlichen Winden bis zu 16 Kn machten wir schnelle Fahrt und kamen nach 53.3 sm um 18.30 in der Ankerbucht Mjödö an.

Mjödö

Der Abendgrill beendete den wunderschönen Segeltag. Wir sind zurück in den Schären.  

31.07.2022, Sonntag

Mjödö vor Anker – Jungfruskär mit Heckanker an Stein

Nach dem Morgenbad, nur Teile der Crew, machten wir uns etwas später auf den Weg. Um 10:30 wieder mit besten Winden konnten wir weiter nach Norden segeln und durften unterwegs einen Zwischenstop machen an einem berühmten Ort in Laxboa, auf Stora Grindö bei Rökt Lax. Der kleine Anlegesteg wurde gleich vor uns freigegeben, so stand unserem Einkauf nichts mehr im Wege. Zum Ablegen konnten wir wieder einmal das Ausdampfen üben. 


Arbeitsboot der Lachszucht

Für das Mittagessen ankerten wir kurz bei Kårö.

Nach 18 sm durften wir um 15:40 in Jungfruskär am Stein mit Heckanker anlegen. Der erste Grill für dieses Jahr auf dem Stein.


Unser Grillör

Leider wurde der Abend getrübt, unser WC Tank ist voll und am Überlaufen. Haben wir diesen nicht geleert? Somit wurden Pläne zur Abhilfe geschmiedet, doch erst der neue Tag wird Klärung bringen.

Fortsetzung folgt.

Der Autor und Mitsegler Didé

Dänemark – Schweden

Dänemark 🇳🇴 – Schweden 🇸🇪 2022

16.07.2022

Ankunft in Bornholm von Kopenhagen aus um 18:05. Mit dem Taxi zum Hafen Nørrekås wo ich von Susanne und Chérif bereits erwartet und herzlich empfangen wurde. 

17.07.2022, Montag

Bornholm – Utklippan

Bereits um 07:15 wurden die Leinen gelöst und wir machten uns an die Überfahrt nach Utklippan. Damit verliessen wir bereits Dänemark. Um 17:15 waren wir schon, nach einem herrlichen Segeltag, auf der kleinen Felseninsel mit dem hübschen Leuchtturm angekommen. Die westlichen Winde mit 20 Kn haben uns zu einer schnellen Überfahrt verholfen. Ein Platz direkt an der Mole war noch frei, sogar mit Stromanschluss. So stand dem Nachtessen nichts mehr im Weg und bald war der Schreibende doch etwas müde in der Koje versunken.

18.07.2022, Dienstag

Utklippan – Grönhögen

Heute durften wir ein wenig länger schlafen, standen doch nur 33 sm auf dem Programm. So ging es nach feinen Nespresso‘s erst um 10:50 los. Beim entfernen der Fender waren wir dann etwas erschrocken. Die beiden weissen Kugelfender hatten die Farbe gewechselt. Wir hatten an einem Betonpier angemacht welcher mit alten Autoreifen behangen war. Diese hatten auf den Fendern deutliche Spuren hinterlassen. Mit Bootspolitur konnten wir das schöne Weiss wieder herstellen. Fast wie neu. Wieder mit 20 Kn WSW Wind hatten wir bereits um 16:40 in Grönhogen festgemacht. Somit waren wir auf der Insel Öland an der Westseite angekommen. Unterwegs war die Sonne etwas verhalten und einige Tropfen waren in der Wetterküche auch dabei. Einen schönen Sonnenuntergang durften wir beim Grill am Strand geniessen. 

Hafen Grönhögen

19.07.2022, Mittwoch

Grönhögen – Bergkvara

Am Morgen wollten wir zur Südspitze von Öland wandern um dem höchsten Leuchtturm von Schweden zu bewundern. Im Hafenguide wurde uns für einen Weg 5 km prognostiziert. Auf zum Leuchtturm! Unterwegs als wir uns nach dem Weg erkundigten, wir wollten die Hauptstrasse meiden, erklärten uns zwei nette Schwedinnen, dass es wohl 9 km pro Richtung seien. Das kontaktierte Google meinte dasselbe. Somit kein Leuchtturm! Unsere Wanderung führte uns in die andere Richtung ein wenig der Küste entlang bis zum Golfplatz. 

Der anschliessende Apero im Hafenkaffee viel nicht ganz zu unserer Zufriedenheit aus, da die Glas Kunstgalerie eher im Vordergrund stand als die Gastro. 

So verliessen wir den Hafen nach dem Mittagsimbiss auf dem Schiff in Richtung Norden. Nach 3 Stunden waren wir bereits in Bergkvara, mit SW bis W Wind von 14 Kn, angekommen. Es war ein heisser Tag mit über 30 Grad. Susanne und Chérif gingen an die Beach und nahmen ein erfrischendes, kühles Bad. Den Abendgrill durften wir neben dem Strand am Wasser verbringen. 

20.07.2022, Donnerstag

Bergkvara – Stora Rör

Ein besonderer Tag! Um 10:30 ging es los weiter nach Norden. Mit mittlerem bis mässigem Südwind ging es mit Genaker schnell voran und so hatten wir bereits um 16.20 nach 22 sm im Hafen angelegt.

So kam bald das das Highlight des Tages. Wir trafen uns mit der Cahira. 

Wir freuen uns auf Nadine, Alex und Sam. Herzlich war die allseitige Begrüssung und auf der Cachana wurde ein Apero ausgeben.

Den gemeinsamen Grill im Hafen mit dem entsprechend schönen Sonnenuntergang rundete den Tag ab.

Cahira im Hafen

21.07.2022, Donnerstag

Stora Rör – Anker bei Björkenäs

Wir liessen uns Zeit am Morgen und liefen erst um 14:00 aus. Der Plan war zusammen mit der Cahira zu Ankern und ein schöne Fotos von der Khater Flottille zu machen. Um 16:00 waren wir nach 13 sm in der wunderschönen einsamen Bucht bei Björkenäs angekommen. 1. Ankerversuch, er hält nicht! Dafür hatten wir einen riesigen Büschel Seegrass aufgepickt. Es dauerte eine Weile bis der Anker davon befreit war. 2. Versuch: Wir entschlossen uns den Anker nicht mehr einzufahren, dafür viel mehr Kette zu geben. Hat funktioniert. So waren wir bereit die Cahira zu empfangen, die etwas mit Verspätung eintraf. Wo war diese Bucht genau? 

Nach dem Ankunftsdrink ging es los die Cahira durfte Ihr nagelneues Beiboot ausprobieren. Sam musste beim Aufpumpen einige technische Hindernisse überwinden, doch es klappte und der Fotosession stand nichts mehr im Weg. 



Der anschliessende Grill war wunderbar und schliesslich liessen wir den Abend bei einem Gläschen Crews Choice ausklingen.

22.07.2022, Freitag

Anker bei Björkenäs – Borgholm

Schon hiess es wieder Abschied nehmen. Cahira nach Süden, Cachana nach Norden. Nach dem Morgenkaffee trennten sich die Wege.

Wir borgen um 11:00 den Anker, zum Glück mit fast keinem Kraut. Die 23 sm bei Sonnenschein und südlichen Winden legten wir schnell zurück und waren bereits um 13:20 in Borgholm. Somit wieder auf Öland. 

23.07.2022, Samstag

Borgholm – Byxelkrok

Um 11:00 Uhr verliessen wir den Hafen und segelten nach Norden fast ans Ende von Öland. Die 15 sm hatten wir um 16:50 hinter uns. Ein wenig bewölkt doch mit warmen südlichen Winden hatten wir eine schnelle Reise. Am Abend nahm der Wind zu und die Grilltische auf der Mole lockten uns nicht mehr. So gab es Nachessen auf der Cachana. Obwohl der Ausblick auf die Tausend „Steinmanndli“ faszinierend gewesen wäre. 

Steinmandligarten neben der Hafenmauer

24.07.2022, Sonntag

Byxelkrok Hafentag, nein Ausflugstag. 

Nachdem wir an der Südspitze von Öland den langen Jan verpasst hatten, mussten wir doch den langen Eric an der Nordspitze besuchen. Gesagt, Fahrräder gemietet und los. Eine schöne Radtour grösstenteils auf Radwegen erwartete uns. Vorbei an der Küste des Neptun Place (Flache Steinformationen am Ufer, die fast wie Pools aussehen)

durch Wälder an die Nordspitze der Insel. Da steht er nun der lange Eric. Imposant! Man kann ihn sogar besteigen, nicht gratis?

Schliesslich muss man da rauf koste es was es wolle! Die Aussicht ist grandios. 


Nach einem Apero inmitten von „Steinmännchen“ ging die Velotour weiter in den Zauberwald. Eine Rundwanderung durch einen alten Wald mit 900 jährigen Eichen und windgepeitschten Föhren ist ein Traum. Susanne bekommt einen Fehen Stab nach überschreiten der heiligen Linie.


Hinten rechts der Zauberstab

Der Rückweg auf dem Velo mit Gegenwind schliesst die sportliche Tagesleistung ab. 

Zur Belohnung gab es Steinbeisser zum Nachtessen.

Ein wunderbares Steinbeisserfilet

Der Autor und Mitsegler Didé

Bornholm eingeweht

Nach einer wunderschönen gemeinsamen Woche, verlassen uns Sandra und Michi und Sie fahren mit dem Bus zum Flughafen. Wir bemerken in der Zwischenzeit ein kleines Loch im Bauch, was eigentlich kaum möglich ist :-), und Chérif kocht uns ein ausgezeichnetes Rührei mit Tomate und Zwiebeln. Wohlgenährt machen wir uns auf, um die grossflächige Hafenanlage von Rønne zu erkunden. Diverse Fähren legen an, fahren schwerbeladen wieder Richtung Zielort fort. Polen, Deutschland, Schweden und Dänemark werden angelaufen.

eine der Fähren

Wir spazieren weiter und entdecken im Südhafen ein Fischgeschäft. Mhhh lecker aber leider schon geschlossen. Morgen werden wir Einkaufen gehen. Weiter gehts an einem wunderschönen 3 Master vorbei

weiter in die verschiedenen Hafenbecken. Nun zurück durch die Stadt an den wunderschönen, zum Teil sehr alten, Bauten vorbei.

Nach einem wunderbaren Essen, wie oft vom Grillmeister höchst persönlich grilliert, geniessen wir bei Vollmond im Cockpit zu zweit einen Schlumi in vollen Zügen. ( Nicht aufs Trinken bezogen 🙂 )

Blick vom Cockpit aus

Donnerstags, nach dem Einkauf beim Fischhändler, gehts mit dem Bus auf Vergnügungsfahrt quer durch Bornholm. Nach Svaneke flanieren, einen Apéro geniessen

einen Sonnen/Regenbogen bestaunen,

weiter mit dem Bus nach Naxø und wieder heim nach Rønne.

Zum Abendessen gibts zur Vorspeise Scampi scharf, danach frisch ausgepulte Erbsen mit Schollenfilet und etwas Reis. Köstlich

Auch heute geniessen wir eine wunderschöne Abendstimmung und gehen danach zufrieden in die Koje.

Freitags geniessen wir unseren schnapszahligen Hochzeitstag. Flanieren in Rønne

und lassen uns am Abend in vollen Zügen im Râzapâz verwöhnen.

Karottenkombination
Tatar mit Johannisbeeren und Estragonschaum

War ausgezeichnet. Danach könnt Ihr Euch vorstellen, vielen wir vollgefressen unter die Federn.

Heute Samstag kommt unser lieber Freund Didé zu Besuch . Wir freuen uns riesig. Der Tag verging mit Einkaufen, vorbereiten, Wasser bunkern etc. Jetzt muss ich aufhören er ist im Anmarsch :-))

Und Tschüss die 3 Cachanieros

Reisebericht von Sandra und Michi

Reiseberich von Sandra und Michi 6. – 13. Juli 2022

Endlich, drei Jahre seit dem letzten Mal und nach Corona ist es wieder soweit. Wir dürfen ein paar Tage mit Susanne und Chérif auf grosse Fahrt. Kurz vor unserer Abreise meldete sich Chérif und gab uns den Treffpunkt Rostock durch. Also husch, husch die Reise geplant, den Flug nach Hamburg gebucht und bei der Deutschen Bahn den Fahrplan studiert. Um 07.20 ging der Flug von Zürich nach Hamburg. Dank vorabend Check-In klappte es auch mit unserem Gepäck. Wie beiliegendes Bild zeigt ist dies nicht selbstverständlich.

gestrandetes Gepäck

Wir Schweizer schätzen unsere SBB viel zu wenig. Denn das erste was der Tourist in Hamburg erfährt ist, dass der gewünschte Zug 10.21 von Hamburg nach Rostock ausfällt. Also Zeit für einen Kaffee und dann die nächste Chance den IC um 12.40 genommen. Alles soweit gut, unser Abteil war leer, bis eine Mutter mit Ihrem Sohn uns von unseren Plätzen verjagte, da sie reservierte Plätze hätte. Und gleichzeitig vehement uns aufforderte, endlich Masken zu tragen. Nun gut. Typisch schweizerisch wechselt man das Abteil, was gut war. Denn so hatten wir ein Abteil für uns alleine.

In Rostock angekommen informierte uns Chérif, dass wir ein 9-Euro Ticket kaufen sollten. Denn das Nachtessen (6 Gänge bei Frank) sei bereits reserviert und das Ticket bräuchten wir um nach Warnemünde zu kommen und abends zurück nach Rostock und wieder zum Schiff. Wie sich jeder, der Susanne und Chérif kennt, vorstellen kann, war das Nachtessen der Hammer. Im kleinen familiären Rahmen, mehr oder weniger extra für uns geöffnet, genossen wir ein Feinschmeckermenü.

Begrüssung auf der Cachana
Robbenforschungszentrum in Warnemünde
Beim Znacht :-)) im «Albert und Emilie» in Rostock

Donnerstag, Abfahrt nach Barhöft. Ein kleiner Hafen auf Rügen. Der Hafen ist wunderschön mit Shop, Hotel und Nationalpark. Jederzeit ein Besuch wert.

Das einzige Problem. Die Müüücken. Wir konnten trotz Insektenspray und Nahkampftaktik die «Viecher» nicht unter Kontrolle halten. Aufgrund des Windes, Wetters und dem Muss, am Mittwoch in Bornholm zu sein, entschlossen wir uns am Freitag nach Stralsund zu fahren. Dies nicht ohne Besuch im Nationalparkzenter, welches manch Interessantes über die Küstenlandschaft und Barhöft bekannt gab.

Ausblick vom Aussichtsturm im Park Barhöft

Bei sehr starkem Wind gelang Chérif ein 1a Anlegemanöver am Nachmittag in Stralsund. Nach dem obligaten Welcome Drink ging es zum Zentrum und ins Touristbüro.

Kurzentschlossen buchten wir Karten für die Störtebeker Freilichtfestspiele in Ralswiek. Durch diesen Entscheid war die nächste Etappe bereits klar und die Planung für den Rest unserer Woche vorgegeben. Aber alles der Reihe nach. Am Freitag in der Früh legten wir ab nach Ralswiek.

Stralsund

Der Törn war mit rund 45 Meilen recht lang aber dank gutem Wind kurzweilig und sehr schön zu segeln.

Ralswiek ist ein kleiner idyllischer Hafen mit kleinem Dörfchen, Hotels, Restaurants und einer professionell gebauten Freilichtbühne.

Da wir nicht viel Hunger hatten und diverse Buden Essen aller Art anboten, haben wir uns entschlossen, unterwegs und vor der Vorstellung eine Wurst zu essen. Auch hier gilt. Liebe Schweizer schätzt Eure Würste. Thüringer Bratwurst tönt zwar gut, aber an eine gute Bratwurst vom Sternen kommt sie nicht heran.

Pünktlich um 20.00 Uhr beginnt die Vorstellung.

Zur Erinnerung rief die Platzsprecherin um 19.55 alle «hurtig, hurtig» auf, ihren Platz einzunehmen. Wer kennt Klaus Störtebeker nicht? Der Pirat der Ost- und Nordsee, welcher der Sage nach, sieben seiner Männer rettete indem er ohne Kopf an ihnen vorbei gelaufen ist. Die Störtebeker Festspiele finden jährlich zwischen Mai und September statt und haben fünf Teile. Im letzten wird Störtebeker geköpft. Wir haben den Teil «Bergen brennt» gesehen und nächstes Jahr kommt Teil 4, Gotland unter Feuer.

Die Aufführung ist einen Besuch wert. Pferde, Schiffe, Komparsen und ein tolles Bühnenbild sorgen dafür, dass der Abend kurzweilig und unterhaltsam ist. Und dies obwohl der Anlass mit ca. 6’000 Zuschauern durchgeführt wird.

Tag Fünf mit Chérif und Susanne führte uns an einen Ankerplatz im Norden von Rügen, östlich von Kap Arkona. Wieder war uns Wind und Wetter hold. Nur ein kurzes Stück musst der Motor gegen den Westwind ankämpfen und dann halfen gute 18 Knoten Wind und tolles Wetter, die rund 42 Meilen zu bewältigen.

Im späteren Nachmittag kamen wir am Ankerplatz an.

Zuerst war unklar ob die Stelle für die Nacht geeignet ist. Doch Petrus hatte ein Einsehen und liess den Wind einschlafen. Da aber am nächsten Tag der Törn nach Bornholm anstand, war klar, dass wir früh in die Gänge kommen mussten. 

Abfahrt um 06.20 Uhr nach Bornholm. Allen Befürchtungen zum Trotz, war der Wind wieder einmal besser und stärker als prognostiziert. Nach nur 10 Stunden waren die rund 60 Seemeilen überwunden. Und dies mit Rudertest und Kontrolle ob die Verbesserungen an der Cachana Wirkung zeigten. Unsere Skipper sind nicht ganz glücklich, stellen aber eine deutliche Verbesserung fest. Popeye hat ausgedient.

Unser vorletzter Abend mit Susanne und Chérif hat begonnen. Wir sitzen im Cockpit, geniessen unseren Drink und studieren über das Nachtessen nach.

Grillen und Gemüse ist angesagt. Wir freuen uns. Morgen gibt es einen «Ruhetag» auf Bornholm. Das Programm ist noch zu fixieren. Wir warten ab.

Abendstimmung im Hafen von Rønne

Dienstag 12. Juli. Unser letzter Tag auf der Cachana naht. Wir schlafen aus und trinken um neun Uhr unseren Kaffee und planen den Tag. Klar Schiff lautet der Auftrag von Chérif. Wasser an Bord ist der Input von Susanne. Aber alle geniessen die Dusche als Erstes. Nach der Dusche geht es los. Der Schlauch wird montiert und das Schiff von Vorne nach Hinten abgespült. Das Geschirr vom letzten Abend noch abgewaschen und nachdem alle Aufgaben erledigt sind, wandern wir nach Rønne.

Den Busbahnhof finden wir erst im zweiten Anlauf (Michi hat Google Maps auf seine Art interpretiert). Nach einem Abstecher ins Tourismusbüro und dem Kauf der Tickets geht’s mit dem Bus nach Nexø. Dort steigen wir um und fahren nach Gudhjem. Nach einer kurzen Stärkung und einer Besichtigung des Ortes geht es mit dem Bus zurück nach Rønne. Natürlich nicht ohne Besichtigung des «Hammerhus».

Nun sitzen wir auf dem Schiff, bereiten das Nachtessen vor (u.a. ganz frische Erbsen, die wir selber ausgeschält haben).  Gemeinsam geniessen wir unseren Apéro und freuen uns auf das Abendessen. Mhhh war ausgezeichnet. Lachsbrötli zur Vorspeise, Erbsen mit angeschwitzten Zwiebeln , Bratkartoffeln mit Rosmarin und Speck vom Grill. Plötzlich, Chérif sieht im Dunkeln einen Fender davon schwimmen. Jetzt kommt Hektik auf. Susanne, ohne zu Zögern zieht alle Kleider aus und springt ins Hafenbecken. Zwei, drei Züge und der Fender ist eingefangen. Eine Minute nach Sichtung des Fenders ist die Rettungsaktion vorbei. Susanne nun in einem grossen Badetuch warm eingewickelt. Wir alle lachen über das Erlebte. Nun noch kurz die Position der Cachana kontrolliert und weiter geht der gemütliche Abend.

Vollmond über Rønne

Wir sind sicher, dass dieses Erlebnis noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird.

Leider gehen unsere Tage mit Chérif und Susanne zu Ende.

Morgen geht’s nach Kopenhagen und am Freitag erwartet uns unser Heimflug nach Zürich. Dann ist der diesjährige Segeltörn endgültig vorbei… 

Hoffen wir auf einen ähnlich schönen in naher Zukunft.

Unsere Reise 2022 geht los

Am 18.5.22 haben wir frühmorgens fertig gepackt, diverse Kaffees intus und los gehts mit frischem Elan Richtung Norden. Über die Autofahrt gibt es nicht viel zu erzählen. Grenze war kein Problem, wir haben sie auch mit sehr gutem Gewissen überqueren können 🙂 . Danach ab und an mal Stau, aber alles im Deutschen Rahmen. Übernachtet haben wir in einem schmucken kleinen Hotel in Lütjensee.

Tags darauf heisst es bei Zeiten aufstehen, Frühstücken und weiter nach Fehmarn fahren. Soll doch heute Horst von der Firma Bicker unser neues Ruder bringen und auch gleich einbauen, wenn die Cachana in den Gurten am Kran hängt. Wir sind angespannt. Klappt alles nach Plan? Doch ja, pünktlich wie immer fährt Horst auf den Werftparkplatz.

Ruder montiert 🙂

Nach der langen Winterpause, endlich wieder Wasser unter dem Kiel. Was für ein Vergnügen für unser Boot. Jetzt heisst es Mast stellen, Wanten schrauben, Grossbaum dran, dies und jenes, es erfordert wie immer sehr viel Zeit. Doch es macht Spass die Cachana für den Sommertrip vorzubereiten. Am Samstag unter Motor raus um das Ruder zu testen. Mhhh keine grosse Veränderung gegenüber dem letzten Turn. Na ja vielleicht ist es ja doch die Schraube welche den Druck nach steuerbord ausübt. Wieder zurück im Hafen feines Nachtessen, take a way vom Margaretenhof, sehr lecker.

Sushi vom Margaretenhof

Sonntags dann unter Segel raus. Wir sind gespannt wie durchgedrehte Gitarrensaiten. Na ja, etwas wenig Wind aber es macht sich keine Freude breit. Doof. Hätten uns schon eine merkbarere Veränderung gewünscht. Auf dem Rückweg zum Hafen erreicht uns eine Nachricht von unseren Kindern. Das heranwachsende Baby in Chantals Bauch hat beschlossen, dass seine Einzimmerwohnung zu klein wird. Yupie . Es geht los.

Zurück im Hafen werden die Möglichkeiten der Heimreise studiert. Der Flug ab Hamburg wird gebucht und die Bahnreise in die Hansestadt ebenso. Ab Montag morgen wird die Cachana alleine gelassen und wir fahren mit dem Taxi zum Bahnhof in Fehmarn Burg. Unsere Heimreise ist ein Thema für sich. Zum Glück haben wir in Hamburg genüsslich zu Mittag gegessen, sodass wir das Debakel am Flughafen einigermassen ruhig und mit starken Nerven ausgehalten haben. Eine gefühlte 3 kilometerlange Schlange vor dem Eurowings Checkin, welche tatsächlich nur 1 Schalter für Unsereiner und einen für Firstclasspeople aufgemacht haben. Nach sage und schreibe 1 1/2 Stunden anstehen, wir sind noch nicht an vorderster Front, wird unser Flug unbegründet gecanzelt. Waas soll das den? Nach weiteren 1 1/2 Stunden am Customerschalter anstehen, mit einem Bier und einem Prosecco als Highlight, haben wir mit Glück noch einen Flug nach Zürich gekriegt. Phuuu mit 3 1/2 Stunden Verspätung kommen wir zu Hause an. Am kommenden Nachmittag dürfen wir unseren Enkel Ari Mael besuchen. Welch Glück und Freude, das Herz geht uns auf.

Ari Mael

Wir kosten die schöne Zeit zu Hause bei sommerlichen Temperaturen in vollen Zügen aus und geniessen unsere Familie, welche in nächster Zeit nochmals grösser werden wird.

Am 10.6 ist es dann soweit und Aïcha Elea erblickt das Licht der Welt. Welch Wunder. Wir sind unsagbar glücklich gehts allen unseren Lieben gut.

Aïcha Elea

Am 17.6 beginnt für Chérif ein weiteres Abenteuer. Er bestreitet mit 5 Freunden das Midsummerrace auf der Ostsee. Vom südlichsten Punkt Wismar bis zum nördlichsten Punkt Törehamn ca 900sm. Sie starten am 21.6 um 13.10. Ich kann Euch verraten Sie waren super. Kommen Sie doch im 1. Drittel am Di 28.6 um 9.08 durchs Ziel. Ich geniesse in der Zwischenzeit unsere Lieben zu Hause und mach mich am 28.6 auf den Weg in den Norden. Wieder vereint auf der Cachana führen wir noch die letzten Vorbereitungen durch und am 5.7 geht unsere Reise endlich los.

Um 9 Uhr Leinen los und wir segeln mit 12 Knoten von Westen Richtung Warnemünde, wo Sandra und Michi für eine Woche zu Besuch kommen werden. Shi…… Log funktioniert nicht. Somit keine Geschwindigkeit und keine Meilen. Was ist den los? Mhhhh

Der Skip telefoniert der nächsten Rainmarine Vertretung, welche in Rostock zu Hause ist. Der Herr ist zur Zeit in Warnemünde, in der hohen Düne, am Arbeiten. Hurtig entschliessen wir uns, schüsst dorthin zu Segeln, da wir seehhr froh wären, wenn unser Log wieder funktionieren würde. Obwohl er uns vergewissert hat, nicht wirklich Zeit zu haben, riskieren wir es. Zwischenzeitlich erinnern wir uns, dass wir in Rostock in einem schmucken kleinen Restaurant exzellent gegessen haben. Im Netz nachgeschaut und ohhhhh nein, «Albert- Emile» haben Mittwoch Abend geschlossen. Schnell ein Mail geschrieben und nachgefragt ob nicht per Zufall eine Veranstaltung stattfinden würde, welche noch 4 Plätze zu Verfügung hätte. Die Antwort kommt prompt. Nö, aber er kocht sehr gerne für uns ein 6 Gang Menu, immer willkommen. :-)) Ist das nicht nett? Einfach nur so was von herzlich. So kommen wir dann um 16.00 in Warnemünde an. Der Fachmann findet wirklich Zeit bei uns vorbei zu schauen und Ergebnis: Der Loggeber ist mit 95% Wahrscheinlichkeit defekt. Eventuell ist noch einer im Lager vorhanden. Ansonsten Wartezeit unendlich. Sirko verspricht uns gleich morgen nach der Arbeit im Lager vorbei zu gehen und uns umgehend Bescheid zu geben.

Abendstimmung im Hafen von Warnemünde

Wir geniessen einen wunderbaren Grill am Abend und schlafen tief und fest. Mittwoch morgen richten wir die Cachana für unseren Besuch zurecht und freuen uns herzlich bis Sie da sind. Telefon von Sirko, Log-Geber vorhanden, Yeahhhh. Super. Unsere Freunde werden den Mittwoch ausführlicher beschreiben, ich kann nur vorweg nehmen, der Abend war ausgezeichnet. Nähere Informationen kommen. :-)) Am Donnerstag morgen kommt Sirko vorbei und installiert den neuen Loggeber. So was von cool. Wir sind sehr froh und dankbar. Und jetzt liebe Freunde, übergeben wir den Blog weiter. Sie werden mit Freuden weiterschreiben, hihihi die Cachanieros

Bald wieder zu Hause

Am Sonntag den 12.9. ziehen wir weiter Richtung Süden. Bagenkop ist unser Ziel. Doch unterwegs entscheiden wir uns um. Nochmals Ankern soll es sein. Mit gut Wind segeln wir im 2. Reff und Fock hinter die Insel Enehøje und machen an einer Boje fest. Wir sind nicht traurig. Da auch im Windschatten der „hohen“ Insel der Wind ziemlich bläst.

Kaum haben wir unser Abendessen besprochen, kommt ein Fischer an und schenkt uns 2 fangfrische Schollen. Das wissen wir so genau, weil sie auf der Cachana noch lebten. Schnell das Messer gezückt um dem Leiden ein Ende zu setzen. Natürlich haben wir uns sehr gefreut und den Menuplan per sofort geändert. Wir geniessen den Abend mit Sonnenuntergang in vollen Zügen.


13.9.

Nach dem Morgenbad, na ja Bad kann man dies fast nicht mehr nennen, morgentliche Abkühlung, gehts weiter Richtung Orth. Wo wir uns heute Abend mit unseren Freunden treffen werden.
Sternensegeln nennen wir das. Alle kommen von einer anderen Richtung. Die einen, wie wir, mit super Windverhältnissen, Raum und ca 15 kn. Die Anderen, Wind und Welle gegenan, was für ne Scheis…….

Doch es klappt zur Freude aller. Abends gib es einen gemütlichen Grill in der Hafenhütte für Segler in Orth. Super gemütlich.

14.9 – 17.9.

Los gehts. Die Cachana fährt Richtung Winterhafen. Immer wieder ein wehmütiges Gefühl. Doch freuen wir uns sehr auf einige Tage Hamburg nach dem Räumen und dann auf unsere Lieben zu Hause. Doch zuerst, ran an den Speck. Beziehungsweise ran ans Aufräumen, Entschimmeln, Putzen, Segel abriggen, Auftanken und was sonst noch alles anfällt bevor die Cachana in den Winterschlaf fällt.

Nach Tagearbeit mit Regenbogen und
Sonnenuntergang belohnt.


Auch wird dieses Jahr das Ruder ausgebaut und Neu angefertigt. Hoffen wir doch sehr, dass im nächsten Frühjahr die Popeje-Seite und die Schoggi-Seite ausgeglichen sein werden.
Di Abend treffen wir uns noch einmal mit unseren Freunden in Orth und Mi und Do Abend lassen wir uns im Margaretenhof verwöhnen. Ein Genuss.

17.9. – 20.9

Die Cachana steht ruderlos in der Halle und wartet auf uns bis nächsten Frühling.

Gegen Abend fährt unser Zug Richtung Hamburg.

Impressionen aus Hamburg vom 17.9-21.9.21

Aussen Alster

die Oberhafenkantine

Hygieia-Brunnen

ohne Worte 🙂

Ausflug nach Blankenese

unterschiedliche Grössen

Hafenrundfahrt durch die Speicherstadt

die Peking

Elbphilharmonie

seit Montag Abend sind wir wieder Daheim und geniessen unsere Familie in vollen Zügen
und Tschüss
die Cachanieros

Weiter geht’s ganz gemütlich…….

Helsingborg, Donnerstag 2. September:

Helsingborg




Nachdem ich mich von Nadine und Alex verabschiedet habe, gehe ich Einkaufen und retour zum Schiff. Ein spezielles Gefühl, plötzlich so alleine an Bord zu sein. Meine Coskipperin ist am 27.8 kurzfristig nach Hause geflogen und kommt am Samstag den 4.Sept. in Kopenhagen wieder auf die Cachana zurück.
Abends mache ich es mir einfach. Spaziere an der sehr belebten Promenade dem Hafen entlang und gehe in einem gemütlichen Restaurant auf der Terrasse etwas essen.
Freitag Morgens geht’s los. Das Ablege Manöver klappt bestens. Ich motore raus dann Grossegel rauf. Es sind nur 8 sm bis zur Insel Ven und ich geniesse die Fahrt in vollen Zügen. Der letzte Platz seitlich an der Mole scheint für mich reserviert zu sein, im Hafen von Norreborg. Den Ankunftsdrink lasse ich mir nicht nehmen. Doch kaum sitze ich an der Sonne und nippe an meinem Drink, kommt der Hafenmeister und meint, ich soll 50 cm nach vorne verlegen, ich sei zu Nahe an der Einfahrt. Ok habe dies gleich ausgeführt, obwohl meine Bugspitze nur noch ca. 20cm entfernt war, von dem vorderen Schiff. Nach getaner Arbeit schlürfe ich weiter an meinem Drink, und schaue zu wie das übernächste Schiff seinen Platz verlegt. Ich bin noch nicht zur Hälfte bei meinem Drink angelangt , so kommt der Hafenmeister Ziel gerichtet auf mich zu. Er hat für mich einen viel besseren Platz. Den übernächsten Platz, welcher frei geworden ist und ich solle unbedingt umgekehrt festmachen, dann habe ich den wunderschönen Sonnenuntergang vom Cockpit aus.
Wo er recht hat hat er recht. Also nochmals Ablegen und dann Anlegen, festgemacht und Drink fertig trinken. Anschließend zum gegenüber liegenden 3 km entfernten Hafen gewandert und zurück, schön und knapp den roten Sonnenuntergang erwischt.


Nächsten Morgen ablegen Gross und Fock gezogen. Und geniesse eine zügige Überfahrt nach Kopenhagen. Ich will im Sportboothafen, Rundhafen, festmachen ist aber voll. In der hinteren Ecke hätte es noch einen Platz, aber so verschachtelt, dass nur ein kleines Boot reinkommt. Ein Schwede winkt, er helfe mir, und wir haben gemeinsam die Cachana in den Platz reingehangelt. Kaum fertig festgemacht ist mein Schatz angekommen. Freude ist gross.

Wir geniessen den Abend in Kopenhagen in einem feinem veganen Restaurant.
Sonntag Morgen wird eine feine Bäckerei aufgesucht, ein paar Naschsachen und ein feines Brot gekauft, leider nur für den Skipper.

Rückweg über Nyhavn mit Apero an der Sonne. Jetzt auch Skipperin glücklich. Frühen Nachmittag auslaufen und segeln nach Skanør (Schweden). Ein idyllischer Ort. Wir beschließen, dass wir am nächsten Tag hier bleiben. Am nächsten Morgen mieten wir Fahrräder und gehen auf Entdeckungs-Tour. So stehen wir auch unser erstes Mal auf einem Golfplatz. Wir genehmigen uns einen Drink auf dem Green und sehen den ambitionierten Golfern zu.


Sehr sehr schön, hat sich gelohnt.

Dienstag Morgen geht’s weiter. Wir Segeln, mit nicht all zu viel Wind wieder nach Dänemark. Dabei begleitet uns der Fridolin?

Wer weiss. Jedenfalls einfach wunderbar..

Angekommen ankern wir in der Fakse Bucht. Idyllisch und einfach nur schön und einen feinen Bordgrill gibt’s dazu, was will man mehr. Ahh doch, die frisch eingekauften Makrelen gibts als Sashimi, Didé sei Dank.


Mittwoch segeln wir weiter in die dänische Südsee. Dann in die Fahrstrasse Richtung Møn. Ist schon ein etwas mulmiges Gefühl, wenn die Tiefe durchwegs zwischen 3 m und 1.70 m liegt. Aber der Skip hat alles im Griff. Wir ankern zum Mittagessen just neben dem Fahrwasser und geniessen den ausgezeichneten Lachs zum Zmittag.

Weiter gehts eher unter Motor als unter Segel, jä nu, was solls. Wir Ankern bei sehr schönem Wetter östlich von Tærø mit Sicht auf Sonnenuntergang. Einfach zum geniessen.


Donnerstag geht’s weiter. Wir segeln 25sm weiter Richtung Westen und lassen den Anker westlich von Femø fallen. Auch hier volles Programm mit Sonnenuntergang und Grill. Einzig sobald die Sonne weg ist müssen wir uns warm anziehen, unglaublich die Temperatur Differenzen.
Freitag segeln wir zum Teil unter Gennaker nach Omø. Die Insel gefällt uns sehr. Deshalb bleiben wir am Samstag liegen. Waschen was das Zeug hält und erkunden die Insel mit den gemieteten Fahrrädern. Nur müssen wir einen grossen Teil der Strecke die Fahrräder schieben, da der reizvolle Weg, den wir ausgesucht haben mehrheitlich mit Sand und Kies ausgestattet ist und unmöglich zum befahren ist.

Aber trotzdem sehr schön. Da morgen genug Wind angesagt ist, wird noch die Genua mit der Fock ausgetauscht und morgen soll es Richtung Bagenkop gehen.

Bis bald

Cachanieros

Fridolin der Schweinswal

Ein Abschied von Sam bedeutete gleichzeitig auch ein Willkommen von Alex, welche mit viel Wind im Handgepäck angereist kam. Soviel, dass wir die nächsten drei Tage im Hafen von Lysekil verbrachten. Die Zeit wurde mit Spaziergängen, Spiele spielen, essen und viel Schlaf vertrieben.

Am Samstag ging es dann endlich los und wir düsten nach Klaverön. Unterwegs in den verwinkelten Schären verloren wir die Orientierung und dank dem Einschreiten des Captains konnte ein «Bums» verhindert werden. Mit den etwas aufgewühlt Nerven hielt dann beim Anlegemanöver am Stein der neue Anker nicht beim ersten Mal. Nach der ganzen Aufregung freuten wir uns auf einen feinen Znacht und das warme Bett.

Am nächsten Morgen wurden die immer noch etwas belasteten Seelen mit Yoga gelöst und es ging weiter nach Donsö, inklusiv Ankerstopp für ein feines Mittagessen und einem Wechsel von der Fock auf die Genua. Nun flitzen wir nur noch nach Donsö wo wir das königinnenlichste Anlegemanöver durchführten und das Schiff längs am Stein festmachen konnten. Kurz vor dem entfachen des Grills wurde uns hörbar bewusst, dass Ebbe ist und wir somit aufgesessen waren. Durch aktivierung diverser Bizeps und Trizeps konnte das Schiff von seinem hohen Podest herunter gezogen werden und wir legten wenige Meter weiter hintern nochmals längs an und konnten dann doch noch zu Freude von Allen (vor allem Alex ) etwas essen.

Die warmen Sonnenstrahlen begrüssten uns am nächsten Morgen und der blaue Himmel begleitete uns bis nach Falkenberg. Gleich zu Anfang der Fahrt wurde der Gennaker gesetzt und freudig darauf angestossen. Ein Schweinswal begleitet uns ebenfalls ein kleines Stück auf dem Weg (ganz zur Freude von Nadine welche vor lauter Begeisterung vergass das Schiff zu manövrieren und ihr Weisswein beim nachvorne rennen ausleerte). (Zum Zeitpunkt des Schreibens des Bloges besuchten uns erneut Schweinswale, somit konnte sich Nadine ebenfalls nicht mehr fokussieren.) Angekommen in Falkenberg wurde grilliert und mit einem Glas Wein in der Hand fasziniert den Sternenhimmel beobachtet und bei jeder gesichteten Sternschnuppe fleissig das schon lang Erträumte herbeigewünscht.

Am nächsten Tag wurde dann dem Sprichwort «nur der frühe Vogel fängt ein Wurm» alle Ehre gemacht und wir haben schon am Morgen das Städtchen Falkenberg besichtigt oder vor allem die best bewertete Bäckerei für frische Zimtschnecken gesucht (und gefunden). Nach der Erkundungstour und der süssen Verköstigung ging es weiter zur Insel Innäset. Auch hier haben uns die Schweinswale begleitet. Beim Anlegemanöver haben Alex und Nadine den Job von Susanne übernommen und vorne Aussicht gehalten. Durch fehlende Übung täuschte das Seegras und es gab nun tatsächlichp einen kleinen «Bums». Der Captain played it cool aber nichtsdestotrotz wurde dann anschliessend frei geankert. Unter der sternenklaren Nacht inklusive Milchstrasse wurden die letzten Überreste der Bäckerei genascht und sogar Reto der Seehund streckte seinen Kopf aus dem Wasser.

Nach einem morgendlichen Bad bei 16°C wurde in die See gestochen mit noch unklarem Ziel. Soll es eine malerische Insel sein oder doch das kurlige Nachleben von Helsingborg? 

—> Aufgrund des starken Gegenstroms wurde uns die Entscheidung irgendwann abgenommen und wir kamen mit 3Stunden Verspätungen in Helsingborg an. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung machten wir uns an ein Rummikub, wobei Cherif mal wieder Steine zurück behielt und somit den Spielfluss (Meinung der Mitspielerinnen) stark störte….. Am nächsten Tag wurde die Stadt noch etwas ausgiebiger erkundigt und fein indisch gegessen. Von der Fähre winkend, bedanken wir uns aller herzlichst für wunderschönen und tollen Momente auf der Cachana _ bis hoffentlich nächstes Jahr!!! :-))


*Steckbrief Fridolin*

– lebt zwischen 8-10Jahre, wenn er nicht vorher in einem Fischernetz oder durch Giftmüll stirbt. Werden ca. 185cm lang.

– gehört zu den Zahnwalen, sind aber mit den  Delfinen verwandt

– Können ca. 6Minuten unter Wasser sein

– Ernähren sich von Fischen, Tintenfischen und Krabben

– Können bis zu 22km/h schwimme , meistens tümpeln sie mit 7km/h an der Wasseroberfläche und nehmen bis zu 4 Atemzuge in der Minute

– Leben meistens als Einzelgänger oder in Zweiergruppen, tlw. gibt es Schulen bis zu 7 Tieren.

– bevorzugt als Lebensraum ruhige Küstengebiete mit mässiger Tiefe von bis zu 20Meter, selten auch Hochseewasser.