
Hier noch der Track unserer Route. Leider hat das I Pad von Largs nach Lamlash die Verbindung verloren, darum fehlt dieser kleine Teil m Norden. Largs liegt im oberen rechten Rand der Karte gleich oberhalb des Regional Parks. Und Tschüss bis bald

Hier noch der Track unserer Route. Leider hat das I Pad von Largs nach Lamlash die Verbindung verloren, darum fehlt dieser kleine Teil m Norden. Largs liegt im oberen rechten Rand der Karte gleich oberhalb des Regional Parks. Und Tschüss bis bald
Hallo, Ihr Alle!
Der 1. Beitrag, etwas verspätet, aber es ist so viel los, dass wir nicht dazu kamen oder einfach zu Müde waren! Wir bitten um Verständnis!
Am 3. Mai steigen wir in’s Flugzeug und fliegen über Frankfurt nach Glasgow.

Anschliessend fahren wir mit unseren 4 schweren, grossen Gepäckstücken mit dem Taxi nach Largs und diesmal ohne Zwischenfälle. Auch der Bezug des uns bekannten Airbnb “Blossom” geht problemlos über die Bühne!

Wir feiern unsere Ankunft mit einem Nachtessen in der Tapas Bar um die Ecke, sehr lecker. Anschliessend runden wir den ersten Abend im Drouthy Neebors Pub ab. Was für ein Erlebnis. Das Pub ist pumpenvoll und die Stimmung ausgelassen und sehr laut. Es spielen Glasgow Rangers gegen Heart of Midlothian ( Edinburgh). Endresultat 1:2 Wie zu erwarten war, gehen nicht alle gut gelaunt nach Hause. Uns jedoch betrifft dies nicht und wir schlendern zufrieden ins Blossom.
Nächsten Morgen fahren wir nach Fairlie Quai und begrüssen die Mitarbeiter der Werft. Natürlich besichtigen wir umgehend die Cachana. Soweit alles bestens, juhu.

Der Mast steht auch schon! Ben, der Rigger, teilt uns mit, sobald die Cachana in Largs sei, er noch den fein Trimm ausführen werde. Wir buckeln die schweren Taschen über die Leiter auf’s Schiff und nun wird eingeräumt, gereinigt, Propeller geschmiert und diverse Arbeiten ausgeführt. Am Abend spazieren wir zu Fuss nach Largs zurück.

Heute gehen wir zum Italiener essen, auch sehr fein.
Schon ist es Dienstag morgens. Die Cachana soll um 13.00 Uhr ins Wasser. Das Wetter ist trocken und sonnig mit wenig Wind, aber kalt. Der Mechaniker soll noch ein paar kleine Arbeiten am Motor ausführen, aber der ist nicht da! Nach telefonischer Nachfrage wird uns mitgeteilt, dass er leider erst um 14.00 Uhr kommen kann. Um 14.00 Uhr soll bereits das nächste Schiff gewassert werden. Um 13.50 hängt die Cachana in den Gurten über dem Wasser und wartet auf den Mechaniker.

Zu unserem Erstaunen wird niemand nervös und regt sich auf oder reklamiert! Die Werftmitarbeiter werden während der Wartezeit mit Schokolade versorgt! Um 14.30 kommt der Mechaniker und macht sich gleich an die Arbeit. Ein tolles Gefühl. :-)) Die Cachana schwimmt und wir tuckern von Fairlie Quai raus. Draussen auf See, lassen wir uns treiben und stossen mit einem Glas Weisswein an.

Dann fahren wir Richtung Largs Marina welche wir anfunken. Sie weisen uns einen Platz zu welchen wir auch problemlos finden. Nun weiter reinigen, einräumen, waschen und die Cachana segelbereit machen. Am Abend gehts heute wieder zu Fuss nach Largs. Wirklich ein schöner Spaziergang.



Heute ein Thai Abendessen, welches wir auch sehr geniessen. Kochen auf der Cachana ist leider noch etwas problematisch. :-))
Mittwoch morgen geht Chérif direkt zum Segelmacher bei welchem wir unsere 2 Segel überwintert haben. Der Skip kommt und kommt nicht. Was ist denn da los? Nach gefühlt 1 Stunde kommt er mit nur einem Segel zurück. Sie finden das Grosssegel nicht. Mhhh wir drehen (noch) nicht im roten Bereich und sind optimistisch. Der Tag vergeht mit weiter einräumen, waschen, vorbereiten und vor allem die Installation des neuen Inverters vorbereiten. Gegen Abend noch kein Segel in Sicht. Mhh wir sind noch immer (voll) entspannt. Essen, heute noch einmal in der Tapas Bar.
Donnerstag morgen machen wir Einkäufe, finden einen ausgezeichneten Fischladen und können nicht widerstehen. Auch der Home Hardware gibt einiges her und erst Morrisons. Wir brauchen einen Taxi um in die Marina zu kommen.

Kaum angekommen, die wunderbare Überraschung. Unser Grosssegel wurde gefunden. Eine falsche Nummer hat das ganze Durcheinander verursacht. Um 14.00 kommt nun auch Ben um dem Rigg den letzten Schliff zu geben. Am Spätnachmittag fangen wir an einen neuen Inverter (Wechselrichter)einzubauen. Kabel werden verlegt, Löcher gebohrt, an die Batterien angeschlossen und weitere Kabel verlegt. Irgendwann gegen 22.30 gibts dann endlich das lang ersehnte Thuntatar.

Die eine ist müde und geht zu Bett. Der andere verlegt unermüdlich weiter.

Morgen mehr.
Also heute morgen wird es ausprobiert. Nespresso Café ohne Landstromanschluss. Klappt bestens. Ist wohl eine grosse Belastung für die Batterien aber alles im grünen Bereich. Cool. Gegen Mittag sind wir und die Cachana bereit zum Auslaufen! Wettervorhersage berichtet von trockenem Wetter mit leichten Winden, wechselhaft mit Wolken und Sonne, aber kalt. Wir legen ab,

ziehen das Grosssegel und die Genua, dann werden noch die Reffs kontrolliert und das 3. eingezogen. Alles bestens!


Wir segeln zur Aran Insel nach Lamlash wo wir an einer Boje festmachen. Wunderschön! Natürlich wird der Grill herausgeholt

und zuerst ein Pfännchen mit Jakobsmuscheln als Vorspeise zubereitet.

Anschliessend etwas Lachsforelle mit Bratkartoffeln und Broccoli! Köstlich!

Nun aufräumen und müde in’s Bett. Schliesslich müssen wir früh aufstehen! Morgen möchten wir mit Nordwind zu dem ca. 60sm entfernten Bangor (Irland) nähe Belfast segeln. 6.30 Uhr geht der Wecker los. Wir testen nochmals erfolgreich unseren Inverter, es funktioniert einwandfrei und nach 4 Café geht’s dann los!

Weniger Wind als angesagt aber wir bleiben ruhig die Cachana läuft immer noch mit knapp 5kn. Der Skip will unbedingt an der kleinen Insel Ailsa Craig vorbei segeln, nur ein kleiner Umweg, sagen die Einen. :-))

Die Insel Ailsa Craig ist eine wichtige Insel für den Curlingsport, denn der Granit von der Ailsa Craig ist der härteste und der Wasser undurchlässigte Granit auf der Welt. Und damit der geeigneste Granit für die Curlingsteine. Wer mehr darüber wissen möchte kann da mehr nachlesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Ailsa_Craig
An der Insel vorbei mit viel ho-ho!! Mit leicht steigender Windkraft läuft die Cachana immer schneller. Bald wird das 2. Reff eingebunden und auch die Genua verkleinert. Wir surfen Nordirland entgegen!
Juhu , wir werden von Delphinen empfangen.

Immer wieder ein emotionaler Moment. Die Wellen werden immer höher

und wir haben ein ungutes Gefühl um in Bangor (im Süden der Bucht gelegen) einzulaufen. Der Hafen ist wohl gut geschützt aber wir müssten Quer zur Welle im Hafen einlaufen. Wir segeln lieber noch 4sm weiter nach Carrickfergus, dass im Norden der Bucht liegt.

Dort festgemacht spazieren wir zum Hafenmeister, bezahlen den Hafenplatz und gehen ins Restaurant Windrose. Auf der Terrasse, welche völlig windgeschützt ist, geniessen wir unter Sonnenstrahlen ein feines Guinness. Dann zum Schiff und die Bordfrau zaubert ein sehr feines Nachtessen. Salat, Sole auf einem Lauchbeet mit Reis, mmh! Fein!
Nächsten Morgen weckt uns wieder der Wecker. Der Wetterbericht hat immer noch Nordwind angesagt. Leider etwas weniger aber genügend für die Cachana. Wir möchten sehr gerne nach Isle of Man segeln.

Die Wettervorhersagen melden für Dienstag bis Donnerstag starke Winde, somit hätten wir schön Zeit die Insel zu erforschen. Die Frage lautet, sollen wir nach Peel (ca. 50sm) oder nach Douglas (74sm)? Beide Häfen haben ein Gezeitentor. Die Tore werden nur 2 Std. vor + bis 2 Std. nach Hochwasser geöffnet. Somit müssen wir rechtzeitig dort sein. Peel ist der Hafen der uns etwas mehr gefällt (klein + charmant), Douglas, (grösser, geschäftiger) dafür bessere Ausgangslage für die weitere Fahrt Richtung Süden. Es hat deutlich mehr Wind als prognostiziert, somit kommt Douglas immer mehr ins Visier! Wir halten Kurs auf Douglas. Aber plötzlich bekommen wir viel Gegenstrom, der nach den Stromtabellen nicht sein sollte. Langsam wird es Zeitlich knapp für Douglas und wir korrigieren den Kurs nach Peel. Nahe Peel funken wir und erhalten die Anweisung in der Bucht vor dem Hafen eine Boje zu nehmen und zu warten. Sie melden sich wenn Sie das Tor öffnen. Gesagt getan, aber die Wellen laufen in die Bucht rein die Cachana tanzt sehr unangenehm in der Welle. Sie macht dann auch einen Vortrieb und schlägt an die Boje an, so dass wir den Festmacher verlängern müssen.

Zum Glück meldet sich die Marina bald und meldet, dass das Tor jetzt geöffnet wird und wir sollen hinter den anderen 2 Segelbooten einfahren und am langen Pantoon festmachen. Wir fahren hinter denen rein und fahren langsam zum langen Pantoon.

Doch kurz davor stecken wir auf Grund. Nach Rückfrage über Funk wurde uns mitgeteilt, dass es ja nur Schlick sei, aber falls wir möchten würden Sie uns einen Liegeplatz mit 4m Tiefe zuweisen. Wir wollen!! Mit viel Rückschub sind wir dann aus dem Schlick gefahren doch plötzlich hat der Propeller kurz geknattert (vielleicht ein kleines Holzstück)? Der Skip geht natürlich sofort vom Gas. Nach nochmaligem Versuch mit weniger Gas war soweit alles gut, bis auf den Moment wo er nochmals mehr Gas gibt. Nun fällt der Motor von den Touren. Mit weniger Gas läuft alles wie am Schnürchen und wir parken mit genügend Tiefe ein. Wir sind hungrig, hundemüde und mögen nicht mehr kochen. Wir schauen im Netz nach und finden gleich gegenüber ein Indisches Restaurant mit vollen 5 Punkten bewertet. Die Rezenssionen hören sich sehr gut an. Also laufen wir rüber und erhalten den letzten Tisch.


Wir sind gleicher Meinung 5 Punkte voll verdient. Bedienung sehr nett und hilfsbereit! Für Susanne das erste Indische Lokal, welches klar auf der Menu Karte glutenfreie Speisen definiert und die Mehrzahl der Speisen auch glutenfrei sind! Das Essen war ausgezeichnet!
Am nächsten Morgen suchen wir den Hafenmeister auf, um uns anzumelden. Auch um nachzufragen, warum Sie uns einen Platz anweisen mit zu wenig Wassertiefe für die Cachana. Wir haben gleich gespürt, dass es Ihm gar nicht wohl war, als er das hörte und er entschuldigte sich für das Passierte! Er erklärt uns, dass die Toröffnungen und die Platzzuweisungen von einer zentralen Stelle in Douglas gemacht werden. Auch haben wir Ihm vom gestrigen Malheur erzählt und gefragt, ob er einen Taucher kennt um den Propeller zu kontrollieren. Leider ist das knapp 10° Wasser etwas zu kalt für den Skip!!! Der Hafenmeister hat sich gleich bemüht und hat jemanden gefunden der am Mittwoch 8.30 Uhr tauchen wird. Wir sind sehr gespannt!
Nun geht’s auf Entdeckungsreise.



Nach grossem Studium des Busfahrplans finden wir die Busstation mit dem richtigen Bus nach Ramsey. Von dort möchten wir einen Anschlussbus nehmen nach Bride und von dort eine Wanderung zum ca. 5km entfernten Leuchtturm Point of Ayre, an der nördlichsten Spitze der Insel, machen.

In Ramsey angekommen erkundigen wir uns am Schalter der Busstation mit welchem Bus wir nach Bride fahren können. Seine Antwort, was wir dort möchten und ob wir zurück wollen. Wir erklären Ihm unseren Plan. Er teilt uns mit, dass der Bus in einer Minute fahren würde. Dann würde der Bus uns nach gut 2 Stunden, um 15.00 Uhr am gleichen Ort wieder abholen. Oh etwas sportlich!! Schaffen wir schon. Als wir wieder aus der Station laufen kommt ein kleiner Bus angefahren der uns erwartet! Wir sind alleine im Bus. Er fährt uns durch eine wunderschöne Gegend, nur…… er fährt an Bride vorbei und wir bemerken, dass er Richtung Leuchtturm fährt . Wird wohl nix mit unserer Wanderung und wir stellen schnell fest, dass es auf der Strasse wahrscheinlich auch nicht so schön ist zum Wandern. Etwa 200m vom Leuchtturm hält der Bus und wir steigen aus. Es gibt den alten Leuchtturm,

dann ein kleines Gebäude mit 2 riesigen Nebelhörnern und der neuere höhere Leuchtturm welcher noch in Betrieb ist. Wir spazieren dem wunderschönen Strand entlang, welcher aus tausenden feingeschliffenen, flachen, farbigen Steinen besteht.

Natürlich ist Susanne am Steine sammeln. Wir beobachten div. Vögel und eine Robbenkolonie.

Dazu geniessen wir unseren mitgebrachten Weisswein.


Punkt 15.00 Uhr steigen wir im selben Bus ein und wir werden mit wunderbaren Musik nach Ramsey gefahren. Dort flanieren wir noch.

bis uns um 16.10 Uhr der Bus zurück nach Peel fährt. Nun am Hafen ein feines Krabbenbrötchen und schon gehts los auf den Peel Hill.
Eine wunderschöne Aussicht auf das Peel Castle

und die nahe Umgebung empfängt uns.


Der “steile” Aufstieg hat sch gelohnt. :-)) Etwas Zucchetti, Fleisch vom Grill und der Rest Lauchreis gibts zum Znacht. Einige Schreibarbeiten werden erledigt und nun gute Nacht.
Am Dienstag morgen nehmen wir den Bus nach Douglas. Dort ausgestiegen spazieren wir zum Hafen und stellen fest, dass unsere Entscheidung nach Peel zu segeln die richtige war. Douglas gefällt uns auch, aber!

Eine Stadt mit schönen und prachtvollen Gebäuden, einer grossen Einkaufsmeile mit vielen kleinen bis mittelgrossen Geschäften und einer grosszügigen Promenade dem Meer entlang!

Entsprechend aber viel Verkehr und hohem Lärmpegel. Nahe dem Hafen hat es eine Dampfbahn die Douglas mit Port Erin verbindet.

Leider fahren die am Dienstag nicht! OK, wir spazieren weiter zum Summerhill fairy glen, ein wunderschöner Spaziergang durch einen Feen Wald !

Nun weiter zur Strassenbahn Station, welche von 1893 von Douglas nach Ramsey fährt.

Dies lassen wir uns nicht entgehen und geniessen die einstündige Fahrt

durch eine wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft.

Von Ramsey mit dem Bus zurück nach Peel.
Ende Mai beginnt das Isle of Man TT (Motorradrennen), das seit 1907 veranstaltet wird. Die Vorbereitungen sind voll im Gange. Auf der Busfahrt sehen wir, dass in vielen Kurven bereits Matten am Strassenrand aufgestellt sind.


Es soll das älteste, gefährlichste und umstrittenste Motorradrennen der Welt sein. Wer mehr darüber wissen möchte kann unter https://de.wikipedia.org/wiki/isle_of_Man_TT nachlesen. Gerne hätten wir das mal erlebt aber so lange warten….. obwohl uns Isle of Man sehr sehr gut gefällt. Den heutigen Abend verbringen wir mit schon lange wartenden dringlichen Schreibarbeiten :-))
Mittwoch früh wir sind wach! Vielleicht weil der starke Wind durch die Takelage pfeifft! Oder weil der Taucher um halb 9 kommen soll. Immerhin könnte das Ergebnis unsere Reisepläne verändern! Beim Café spüren wir auch, dass die Cachana mehr in Bewegung ist als es sollte. Hat sich vielleicht eine Leine gelockert? Susanne will zu den “Showers & Amenities”, ist doch nett geschrieben, bei uns heisst es Duschen und Toiletten! Im vorbeigehen will sie die Festmacher der Cachana kontrollieren. Der Skip beginnt mit der Auswechslung der USB-A Steckdosen, neue leistungsstärkere USB-A+C Kombidosen. Als die Skipperin zurückkommt sagt sie, dass die Festmacher, welche angebracht worden sind, in Ordnung seien. Nach Überlegen meint der Skip, vielleicht sollen wir versuchen den Backbord Festmacher zu straffen (Die Cachana liegt Rückwärts parkiert in der Box gegen den Wind). Die Bordfrau antwortet auch gleich, da ist keine!!!! Schnell sind wir raus und ergänzen den fehlenden Festmacher!!! Pünktlich um halb 9 klopft es an der Bordwand. Der Taucher ist da und der Skip geht gleich raus um Ihn zu begrüssen. Er stellt fest, dass Sie mit einem RIB-Boot zu 5. da sind. Der Taucher fragt auch gleich ob ich auf Ihr Boot kommen wolle, da kann ich auf dem Bildschirm gleich mitschauen!

Wow, das sind Vollprofis! 2 Taucher machen sich bereit, beide haben Trockenanzüge von der dicken Sorte an. Auf dem RIB-Boot ist ein Kompressor, welcher mit dicken Schläuchen am Helm verbunden sind, also keine Tauchflaschen! Am Helm sind Kamera, Lampe und Headset montiert. Sie können miteinander sprechen.

Alles wird genaustens getestet. Dann springt der eine ins Wasser der andere bleibt. Er würde erst reinspringen, wenn etwas ausser Plan käme. Das Unterwasser der Cachana wird genaustens von Vorne nach Hinten kontrolliert. Der Skip schaut gebannt auf den Bildschirm, alles ist gut erkennbar! Bald ist Entwarnung, alles Gut! Nun kommt die Frage was wir schuldig sind. Sie verneinen, wir müssen nichts bezahlen. Nachgefragt, teilt er mit, dass sie von der Douglas Marina angestellt sind für Unterwasserarbeiten! Da die Organisation an der ganzen Sache durch die falsche Platzanweisung involviert ist, müssen wir nichts bezahlen. Schon sehr nett und freundlich. Mit der Übergabe von Schokolade und etwas Trinkgeld waren alle Beteiligten aber sehr glücklich! Gegen Mittag war dann auch der Skip fertig mit dem Einbau der neuen Dosen. Die Nachricht, dass alles OK ist muss gebührlich gefeiert werden! Wir stossen mit etwas Prosecco an und geniessen die geräucherte Lachsforelle, welche wir in Largs beim Fischhändler ergattert haben. Sehr lecker! Auf der Suche nach einem Geschäft, welches frischen Fisch verkauft, sind wir bis jetzt hier in Peel gescheitert. Kann eigentlich gar nicht sein mit den vielen Fischerbooten. Wobei wir bis jetzt keinen gesehen haben welcher rein oder raus fährt. Susanne findet im Netz, dass es hinter dem Hafen eine Fischverabeitungs Industrie hat und dort könne man hervorragenden Fisch und Krustentiere kaufen. Wir spazieren hin und sehen, dass da mehrere Firmen angesiedelt sind. Alle haben was mit Fisch zu tun. Leider ist das ganze Gelände eingezäunt und beim grossen Eingangstor hat es eine grosse Tafel, dass nur berechtigte Personen in das Gelände rein gehen dürfen. Einen Laden sehen wir weit und breit nicht. Auch sehen wir keine Menschen die wir fragen können. Aber so schnell aufgeben wollen wir nicht. Siehe da, es fährt ein grosser Lastwagen raus. Ich schaue den Chauffeur fragend an und er hält doch tatsächlich. Wir fragen gleich ob wir hier irgendwo frischen Fisch kaufen können? Er lacht und sagt er müsse schnell den Lastwagen auf die Seite stellen, dann zeige er uns wo. Er führt uns ins Gelände und wir marschieren in eines der Gebäude. Dort sind diverse Arbeiter am Fisch verpacken. Wir haben eine grosse Auswahl und müssen uns etwas beherrschen damit wir nicht zuviel kaufen. Die Leckereien, ein bisschen Sole, Wolfsbarsch, Scallops und Kneepers (Krabbenscheren) werden im Kühlschrank der Cachana versorgt. Nun spazieren wir weiter, nicht vorher noch etwas Schokolade vorbei gebracht zu haben. Wir stemmen uns gegen den Wind zur Ausfahrt des Hafens. Wir möchten die Wildheit des Meeres in der Bucht bei dem starken Wind begutachten.

Eindrücklich, klar dass kein Boot den Hafen verlässt. Anschliessend ins House of Manannan (Museum).

Manannan ist bekannt als der keltische Meeresgott, Herrscher des Jenseits und Beschützer der Isle of Man. Wer mehr darüber lesen möchte siehe unter https://de.wikipedia.org/wiki/Manannan Das Museum gefällt! Es ist toll und spannend aufgebaut.


Die 2 Stunden gehen im Fluge vorbei, 16.30 Uhr ist Schluss! Hätten wir wohl etwas mehr Zeit einrechnen müssen. Anschliessend besuchen wir die Kathedrale.

Eine Kathedrale mal anders nicht so gross aber lebendig! Drinnen ein Anschlag für diverse Konzerte und Anlässe. Wir bemerken einen Tisch mit grossen Suppentöpfen und eine kleine Küche! Einfach anders, aber toll! Dann geht’s noch durch’s Zentrum in’s Pup!

Jetzt auf’s Schiff und bald besprechen wir unser leckeres Nachtessen und heute Abend steht endlich die Veröffentlichung unseres Blogs an!
Tschüss bis zum nächsten Blog Cachanieros
Sonntag Abend, der 13. Juli.
Gegen 17.00 Uhr erreichen wir Crinan. Es hat bereits aufgefrischt und falls Ihr Euch an den letzten Blog erinnern mögt, hat das Crinan Office uns mitgeteilt, dass wir auch direkt in der offenen Schleuse Übernachten dürfen. Da es heute Nacht stürmisch werden soll, fahren wir in die Schleuse und machen fest. Wir sind alleine. Drin ist es windstill. Aber die Geräuschkulisse ist imponierend da das Wasser über das geschlossene Tor, Wasserfall ähnlich, fällt.


Was soll‘s. Kaum festgemacht kommt der Schleusenwärter vorbei. Er spricht uns nett an und macht uns darauf aufmerksam, dass wir der Tiede, ca. knappe 3m, ausgesetzt sind. Guter Tipp haben wir gar nicht daran gedacht, aber logisch. Wir nehmen unsere beiden langen 30m Seile und binden so die Cachana fest. Wir bauen den Grill am Heckkorb auf. Spezielles Gefühl in der Schleuse zu grillieren!

Abends hat eine Crew die gleiche Idee und fährt mit ihrem Segelschiff ebenfalls in die Schleuse. Eine Familie mit 3 Kindern. Gleich nach dem Festmachen wird gegrüsst etwas gequatscht und ein paar Branchli werden übergeben, nicht nur zur Freude der Kinder. Der Wind dreht auf und wir müssen die Cachana straffer anbinden sonst ist die Gefahr zu gross, dass die beiden Schiffe zusammen stossen. Susanne und ich stellen den Wecker 2 stündlich alternierend, um die Leinen zu lösen bzw. nachzuziehen. Auch unser Nachbar bleibt bis 02.00 auf. Das Crinan Office hatte uns mitgeteilt, dass die erste Schleusung um 8.30 Uhr beginnen soll. Ziemlich müde, sind wir um diese Zeit parat zum Schleusen. Es wird dann 9.30 Uhr. Macht nix, dafür hat‘s aufgehört zu Regnen und die Sonne guckt zwischen den Wolken durch. Wir bewältigen 2 Schleusen hintereinander und fahren ein kleines wunderschönes Stück weiter,


bis wir nach der Bellanoch Bridge an einem idyllischen Ort festmachen.



Kaum festgemacht beginnt es zu regnen aber nicht lange. Wir machen einen Spaziergang am Ufer entlang Richtung Crinan. Susanne möchte dort ein paar Austern kaufen. Der Skip läuft nicht die ganze Strecke. Toll, die Skipperin kommt mit 12 Austern zurück. Jetzt gibt’s Apero auf einer Sitzbank mit toller Aussicht und Sonnenschein.


Wunderschön.

Zum Abendessen gibt‘s dann die feinen Austern, sehr lecker und anschliessend noch das Resteessen vor ein paar Tagen „ Chili con carne“ 🤪 Nicht gerade das passende nach Austern 🦪 aber trotzdem sehr fein😉!
Nächsten morgen regnets,

Wir haben vor 36 Jahren geheiratet, der Frühstück Champagner wird ausgelassen, wir haben 9 Schleusen vor uns!

Wir sind in den 9 Schleusen immer mit der gleichen Gruppe zusammen, ein Motorboot mit Schotten, ein Segelschiff mit Iren und wir, sehr nett!



Dann vor der Oakfield Bridge machen wir fest, die anderen ziehen weiter! Wir wollen doch noch etwas feiern! 🥂🍾🎉 Und immerhin hat es aufgehört zu regnen. Nachtessen, jetzt kommt‘s „ Wir haben doch noch so einen Lobster im Kühlschrank, dem die Skipperin eigentlich die Freiheit schenken wollte. Köstlich wir geniessen Ihn 🦞zu Zweit 🤪. Anschliessend den gefangenen Köhler auf Lauchbett, himmlisch! Nächsten Morgen geht’s weiter, noch 4 Schleusen. Zusammen mit einer englischen Segelfamilie bewältigen wir die nächsten 3 . Für die letzte Schleuse, das Sealook in Ardrishaig, müssen wir ca. 2 Stunden warten, es ist Ebbe und zu wenig Wasser. Wir nutzen die Zeit um was zu Essen.

Um 12.30 Uhr ist es soweit,

wir schleusen und sind wieder auf See. Der Crinan Canal ist wirklich empfehlenswert und einfach nur schön und doch freuen wir uns wieder auf die See mit der Weitsicht.

Auch sind wir froh, dass wir ohne Kratzer die Schleuserei geschafft haben. Wir haben schönes Wetter, mit Sonnenschein und kein Wind.

Wir fahren unter Motor zu dem 5 sm entfernten Otter Ferry. Bei einem kurzem Unterbruch und fängt der Skip eine schöne Makrele. Angekommen wird an einer Boje festgemacht. Es sieht hier sehr gemütlich und ruhig aus, Landschaftlich eindrucksvoll und nur ein paar wenige Häuser.

In einem der Häuser ist eine Bar/Restaurant, auf dem Namen laufend Oystercatcher und die Rezensionen im Internet sind hervorragend.

Wir packen das Dinghy „Reesi“ aus und fahren an Land. Angekommen sitzen wir auf der Wiese des Restaurants an einem Tisch und möchten ein paar Austern bestellen. Leider kommt die Meldung „sold out“! Da ist nichts zu machen. Enttäuscht bestellen wir 2 Glas Weisswein, aber alles gut. Wir geniessen unser Glas mit Seesicht und werden von einem Crew Mitglied, von einem benachbarten Segelschiff, mit Dudelsack-Spiel berieselt. Aus der Ferne und in der Natur hört sich das toll an, insbesondere in Schottland.

Donnerstag Morgens möchten wir nach Loch Ranza segeln, ca. 20sm. Die Sonne scheint, der Wind bläst uns mässig entgegen. Wir kreuzen gegen den Wind mit Vollbesegelung, es dauert nicht lange und schon haben wir das 2. Reff im Grossegel eingebunden. Natürlich ziehen nach und nach mehr Wolken auf, dann eine Front mit viel Wind und sehr viel Regen, die Tropfen sind sehr sehr gross!

Wir denken, praktisch wäre eine Skibrille mit Scheibenwischer, gibt‘s so was? Gegen 16.00 Uhr machen wir an einer Boje fest. Zum Glück hat es aufgehört zu Regnen und wir können die völlig durchnässten Kleider aufhängen. Mit dem Wind trocknen sie einigermassen. Die Luftfeuchtigkeit ist natürlich trotzdem hoch. Wir geniessen den wunderschönen Abend. Am nächsten Morgen fahren wir mit Reesi an Land

und spazieren zur Aaran Distillery, wir waren ja schon vor 2 Jahren hier.

Käufig sind wir nicht, aber einen Café gibt’s schon noch. Dann zur Cachana zurück und wir legen ab. Wir segeln nach Millport, auf einer Insel gegenüber Largs.

Unterwegs halten wir an um zu Fischen. Ein paar Makrelen wären zum Schluss schon toll. Susanne versucht es und nicht lange dauerts und einer hat angebissen. Wir möchten mehr, also nochmals, diesmal 5 Makrelen am Haken . Das reicht! Angekommen in Millport machen wir an einer Gästeboje fest.

Sehr hübsche Ambiance, ein bisschen mediterran, insbesondere die Sonne scheint mit voller Kraft und es ist richtig warm!

Wir fahren mit Reesi an‘s Land und spazieren durch das Dorf. Hier ticken die Uhren etwas langsamer, die Geschäfte schliessen um 16.00 Uhr. Macht nix wir brauchen nicht mehr viel. Zurück auf dem Schiff wird der Grill vorbereitet. Vorspeise Makrelen Sashimi, dann vom Grill ein Shirloin Steak mit Broccoli und zum Dessert ein Raclette Brötchen.

Sehr fein!

Samstag Morgens 6.30 Uhr, ( Schweizerzeit 7.30 Uhr) läutet das Telefon. Wir vermuten keine gute Nachricht! Chantal ist am Tel. und meldet traurig, dass es unserem Luuser (unsere 18 jährige Katze) nicht gut geht. Wir entscheiden miteinander, dass Sie zum Tierarzt gehen soll. Nach Absprache mit dem Arzt haben wir gemeinsam zugestimmt, dass Luusi nicht leiden muss. Wir sind sehr traurig! Gleichzeitig sind wir unterwegs nach Largs wo wir unsere Reise frühzeitig beenden werden.

Manchmal kommt es anders als man denkt. Gegen 10.00 Uhr sind wir bereits in Largs. Wir füllen noch den Dieseltank und möchten die Segel noch trocken bergen, was auch gelingt.
Am Sonntag Abend gibts das letzte Nachtessen auf der Cachana. Eines von unseren Lieblingsessen, wie ihr wisst.

Dienstag 10.00 Uhr haben wir den Krantermin und sind bis dahin beschäftigt mit Abbauen, Räumen, Waschen, Reparaturen, Reinigung und Organisatorischem. Am Montagnachmittag beziehen wir unser Air B&B in Largs. Wir können uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sieht selbst. Aber es ist sehr sauber und gemütlich.


Dienstag Morgens 8.40 Uhr lösen wir die Leinen, fahren unter Motor nach Fairlie Quai, unsere Stimmung ist etwas wehmütig. Am Ziel angekommen erwarten uns die Werftangestellten bereits mit den Leinen. Wir fahren in die Gurten und routiniert wird die Cachana an Land gehoben.

Jetzt werden noch die restlichen Arbeiten an und auf der Cachana ausgeführt. Am Mittwoch morgen wird sie schon in die Halle transportiert und auch das Cover zum Schutz der Vögel wird angebracht.

Nun heisst es Abschied nehmen. Anschliessend geniessen wir zu zweit noch den letzten Abend in Schottland. Donnerstag morgens gehts ans Packen und einen feinen doppelten Espresso holen beim nahen Italiener. 10.00 holt uns das Taxi nach Glasgow Airport ab. Wir fliegen über Amsterdam nach Zürich wo wir von Joëlle und Kinder herzlichst empfangen werden. Wir freuen uns auf Euch alle daheim. Herzliche Grüsse und hoffentlich bis zum nächsten Jahr Cachanieros
Zum letzten Blogeintrag die dazugehörende Route:

Montag, 30. Juni

Morgens 5.00 Uhr schrillt der Wecker! Didé serviert den Kaffee und bald heisst es Tschüss sagen. Didé kann bei trockenem Wetter zum naheliegenden Bahnhof marschieren.

Gleich beginnt es mal wieder zu regnen. Wir steigen nochmals in die Koje mit Kaffee und besprechen wie’s weiter geht.
Schon vor den Ferien hatte ich hie und da ein Zwicken in der Leistengegend. Mhh,habe ich wieder einen Leistenbruch , fragten wir uns? Es scheint so. Leider meldet sich diesmal der Schmerz immer schneller und ich bin nicht mehr so beweglich. Somit fallen Spaziergänge etc. für mich aus. Auch sind die Wetterprognosen für die nächste Zeit nicht erquickend. Feucht und immer wieder genug Südwestwind, der den Weg zurück auch nicht erleichtert! Wir entscheiden uns, dass wir nicht zu den äusseren Hebriden segeln, sondern umkehren und früher nach Hause kommen in der Hoffnung, dass ich dann bald operiert werden kann und schnell wieder Fit bin.
Noch ein kleines Nickerchen bis 9.30 Uhr. Es regnet immer noch! Wir fahren unter Motor in die 12sm entfernte Isleornsay Bucht. Wir waren vor 2 Jahren mit Chantal und Matthias schon hier. Es hat damals schon geregnet. Der Anker fällt und es regnet immer noch, keine Lust für Landgang.
Nächsten Morgen scheint die Sonne, so schön.

Das Morgenbad von Susanne bleibt leider aus, zu viele Quallen. Leider heute kein Wind! Wir fahren wieder unter Motor zu der 30sm entfernten Insel Canna. 10sm vor dem Ziel möchte der Skip kurz einen Angel Versuch starten, wir lassen uns über einer vielversprechenden Stelle treiben und die Angel wird geworfen ein paar Minuten und es zupft und rupft. Der Ertrag wird gleich mit Kraft hochgekurbelt, denn 4 Köhler (der Dorschfamilie angehörend) haben zugebissen. Der 4. hat Glück er ist noch ein bisschen klein, damit darf er nochmals in sein Reich der Meere zurück.

Kaum in Canna angekommen ist die für uns unangenehme Motor-Fahrt schnell vergessen. Schon in der Einfahrt beeindruckt uns die extrem schöne Landschaftsformation mit dem intensiven grün.

Wir erwischen noch die letzte der 10 Bojen. Wir machen noch einen kurzen Landgang, bewundern die wunderschöne Landschaft und geniessen das schöne Wetter. Am Abend wird die Kohle im Grill erhitzt und es werden leckere Hamburger gebraten, dazu ein Bohnen, Peperoni, Zwiebel Ragout! Nächsten Morgen nimmt die Skipperin ein kurzes, erfrischendes Bad unter der wärmenden Sonne. Dann wird Sie mit dem Beiboot an Land gebracht.

Sie begibt sich auf eine Wanderung um die Bucht.


Gerne wären wir noch eine Nacht geblieben aber die Wetterprognosen lauten einstimmig: Donnerstag soll’s wieder regnen mit Windböen 6-7 aus Süd-West.
Am Freitag: Dauerregen mit Windböen bis 8. Wir haben für Donnerstag und Freitag Abend einen Liegeplatz in Mallaig reserviert. Deshalb legen wir am Nachmittag ab und segeln zur 10sm entfernten Bucht auf der Insel Rhum, die wir auch bereits aus dem vorletzten Jahr kennen. So haben wir am Donnerstag nur noch 15sm nach Mallaig statt 25sm. Auch am heutigen Abend wird der Grill gezündet, wir geniessen die exzellente Hirschlende mit Salat.


Donnerstag Morgen, wie die Wetterprognosen prophezeiten, viel Regen und viel Wind zum Glück aus der richtigen Richtung. Wir setzten nur die Genua und auch die, im gerefften Zustand und segeln mit 6-8kn Richtung Mallaig.

Wir segeln am Kap der Süd Ostseite der Insel Ile of Skye vorbei. Dort begegnen uns viele, viele Delphine die über die hohen Wellen springen, ein grosses Spektakel, so haben wir das noch nie gesehen, leider sehr schwer zur fotografieren und doch sind der Skipperin einige gelungen.

In Mallaig angekommen, die Auskunft vom Hafenmeister der Hafen ist voll wegen schlechtem Wetter. Unser Einwand, dass wir ja reserviert haben, kam seine Entschuldigung er hatte es gestern nicht mehr im Griff aber wir können am Kopfsteg als 3. ins Päckli! Passt auch! Heute Abend gibt‘s den gefangenen Köhler auf Lauchbeet mit Reis. Wir lieben’s!
Freitag Morgens, es regnet in Strömen, wir Duschen und der Skip besucht den besten Bäcker in Schottland den wir kennen. Dann gemütlich ein paar arbeiten, Blog schreiben, etc. Freitag Abend gehen wir ins Restaurant Crab & Creel, vor 2 Jahren waren wir schon dort und es ist uns sehr gut in Erinnerung geblieben. Wir sind wieder in die vollen gegangen und haben eine Seafood-platter für 2 bestellt!

Extrem lecker und viel zuviel!!! Wir nehmen den Rest den wir nicht geschafft haben mit nach Hause!
Samstag ist Trüb, leichter Regen Wind aus der falschen Richtung, wir bleiben liegen! Nicht ganz das 2. Schiff im Päckli will am 9.00 Uhr ablegen, somit sind wir 8.50 Uhr bereit und punkt 9.00 Uhr legen wir ab, damit das Nachbarschiff ablegen kann. Wir machen dann wieder fest am 1. Schiff der uns dann gleich mitteilt, dass er um 16.00 Uhr ablegen möchte. Wir machen ein paar Einkäufe und einen kleinen Bummel durch Mallaig. Pünktlich 15.45 sind wir bereit ablegebereit! Na ja, der nimmt’s nicht so genau es wird 17.00 Uhr! Jetzt liegen wir direkt am Steg! Heute Abend gibt’s feine Pasta mit unserem Fischsud die letzten Köhlerfilet vom letzten Fang und den Resten Meeresgetier, dass wir am Freitag nicht geschafft haben, sehr, sehr fein.

Sonntag, der 6. Juli
Endlich mal nördliche Winde und das nicht wenig! Wir funken kurz den Hafen an und erhalten die Erlaubnis aus dem Hafen zu fahren. In Mallaig ist Pflicht vor dem ein-/ausfahren das Hafenbüro an zu funken, da die Einfahrt eng ist und falls die Fähre gerade am ein-/rausfahren ist….. lieber nicht!!
Wir ziehen nur das Vorsegel und rauschen mit 6-9kn Richtung Süden unser Ziel ist eine gut geschützte Bucht nähe Tobermory! Angekommen stellen wir fest, dass in dieser Bucht Fallwinde mit über 30kn bläst. Ok, zurück nach Tobermory und schnappen uns eine Boje da schlafen wir bedeutend besser.

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingy zum Hafen machen noch ein paar Einkäufe. Wir können nichts dafür! Da hat es doch ein angeschriebenes Haus mit einer beschrifteten Tafel 6 Austern + 2 Gläser Champagner, sehr fein! Dann zur Cachana zurück und wir legen ab und setzten wieder nur das Vorsegel und rauschen Richtung Oban,

wo Walter mit seinem Schiff mit dem gebrochenen Mast auf uns wartet. Ein freudiges Wiedersehen und wir geniessen zusammen ein feines Raclette auf der Cachana.
Heute Morgen, Dienstag lädt uns Walter zum Kaffee ein,

er ist oberglücklich, da er die Nachricht erhalten hat, dass sein neuer Mast transportbereit ist. Jetzt muss nur noch ein guter Spediteur gefunden werden der den 11m Mast von Südengland nach Schottland bringt. Wir füllen unser Wasser + Dieseltank auf

und segeln mal wieder ins Loch Spelve, kaum hält der Anker nehmen wir unser Dinghy und holen in der Muschelfarm 2 kg, Miesmuscheln, somit ist auch klar was es zum Nachtessen gibt. Freuen uns!
Mittwoch, den 12. Juli 10.00 Uhr wird der Anker gelichtet.
Unser Ziel ist die 30sm entfernte Insel Colonsay. In der Bucht Scalasaig hat es 5 Gästebojen, wo wir festmachen möchten. Wir haben Gegenwind und müssen alles aufkreuzen und dies mit zum Teil dichtem Nebel, der Radar läuft.

Als wir in Feldstecher Sichtweite kommen stellen wir fest, dass schon einige Masten in der Bucht sind. Andere Segler haben die gleiche Idee gehabt. Ankern möchten wir nicht da viel Wind angesagt ist und es dort viel Seegras hat. Kurz entschlossen segeln wir nach Loch Tarbert, noch 8 sm aber ohne aufkreuzen. Schnell sind wir dort, beim hinauf Weg, falls Ihr Euch erinnert, hat unser Anker nicht gehalten, deshalb fahren wir tief, tief in die Bucht hinein, um viele Felsen und Steine herum. Angekommen stellen wir fest, dass sich das ausgeschüttete Adrenalin gelohnt hat. Wir ankern und geniessen die Ruhe, ein magischer Ort. Nur schade, dass die Sonne nicht scheint, dies wäre das i- Tüpfelchen gewesen. Die Nacht verläuft völlig ruhig. Wir spüren nichts von den starken Winden auf See!
Donnerstag morgen geniessen wir noch die Umgebung mit einem Café.


Dann Anker rauf und wir fahren meist unter Motor nach Port Ellen.

Mit einem kleinen Zwischenhalt. Die Skipperin wirft die Angel aus, erfolglos! Ein nächster Halt ist schon etwas erfolgreicher oder doch nicht, der Köhler der am Haken hängt ist etwas klein, er wird erlöst und zurück ins Wasser gelassen. Am 3. Ort klappt’s. Ein genug grosser Köhler hat angebissen und wird an Bord gezogen, der 2. folgt im gleich!😀
Gegen 17.00 Uhr machen wir in Port Ellen fest. Die Wettervorhersage hat für Freitag-Sonntag wunderschönes, warmes Sommerwetter angesagt.

Wir könnens fast nicht glauben freuen uns riesig.
Wir hoffen, dass der Lobster/ Krabbenfischer in die See rausgeht und dass wir ihm bei seiner Rückkehr etwas von seinem Fang abnehmen können. Aber das Boot liegt ruhig da.😩 Plötzlich sehen wir ein anderes grösseres Fischerboot reinkommen. Der Skip geht mit Plastiksack und Portemonnaie zur Anlegestelle und fragt die Besatzung ob Sie was gefangen haben und falls ja was? Die Antwort war „of course“! Scallops! Oh! Kann ich welche kaufen? Auf die Frage wieviel Stück? 20 wären toll! Ein kurzes Nicken! Ich muss warten bis die Ladung ausgeladen ist. Jetzt kommt ein junger Mann aus der Ladeluke und drückt mir einen Sack in die Hände. Auf meine Frage wieviel es kostet, schüttelt er vehement den Kopf und sagt, enjoy“ ! Die Schokolade nimmt er dann doch gerne! Wie wir das schon auf den Shetlands gelernt haben, legen wir die Scallops min. 12 Std in Süsswasser ein, dann öffnen sie sich und man kann sie auslösen.

Am Freitag morgen werden wir von den warmen Sonnenstrahlen geweckt, so schön! Wir geniessen draussen den Café und unterhalten uns mit den sympathischen Nachbarn. Wir möchten eine kleine Bustour nach Bowmore machen. Vorher macht sich der Skip an die Arbeit der Scallops

und die Skipperin geht Einkaufen.

Währenddessen wird beobachtet, dass der Lobster-Fischer ausläuft! Kurz nach dem der Skip die Scallops fertig ausgelöst hat kommt der Lobster Fischer rein! Ihr kennt das ja schon. Der Skip kommt zurück mit 3 Lobster und 2 grossen Krabben und das für 50£. Jetzt müssen die Tierchen so schnell als möglich gekocht werden. Sie sollen so wenig Leiden wie möglich. Leider haben wir nicht so grosse Töpfe! Also zuerst die 2 Krabben, dann 2 Lobster, der 3. hat kein Platz. Die Skipperin fragt immer wieder, ob wir dem 3. die Freiheit zurückgeben sollen? Zum Glück setzt sich der Skip durch. Weshalb? Das kommt später! Schlussendlich landet der 3. auch im Kochtopf.

Nachdem alles aufgeräumt, gewaschen und die Tierchen im Kühlschrank liegen ist es zu spät für eine Bustour.

Wir bleiben noch einen Tag.
Samstag nehmen wir den Bus nach Bowmore. Der Bus hat seine Glanzzeit hinter sich. Es knirscht und klappert man versteht sich fast nicht. In Bowmore angekommen spazieren wir durch das Dorf.

Ein hübscher ruhiger Ort in einer Bucht mit kleinem Hafen und einer Destillery. Die Whiskykenner kennen sicher den Bowmore Whisky 🥃.

Aber vor der Degustation möchten wir gerne etwas Essen. Wir finden ein gemütliches Restaurant, sogar mit Terrasse mit Blick aufs Wasser. Wir geniessen eine Antipasti Platte! Sehr fein und sehr nett!

Dann in die Bar der Destillery und der Whisky auch sehr fein. Jedoch kaufen wir den 200 £ teuren Spezial Edition nicht ein. 😀

Anschliessend im Coop einkaufen und mit einem Glacé warten wir auf den Bus. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende. Sonntag Morgen werden die Leinen gelöst und wir segeln nach Crinan. Wir haben uns entschieden über den Crinan Kanal nach Largs zu segeln. Den grössten Teil der Strecke bringen wir segelnd mit genügend Wind hinter uns.

Teilweise segeln wir mit 9kn über Grund, da wir Strömung bis zu 3 kn haben. Bereits ziehen Wolken auf, in der Nacht ist Starkwind prognostiziert. Wir telefonieren mit dem Office of Crinancanal und er teilt uns mit, dass die Schleuse offen ist. Wir dürfen, falls wir möchten, in der offenen Schleuse windgeschützt übernachten. Gesagt getan! 😉Fortsetzung folgt…..😜
Mit lieben Grüssen an Allen lesenden!
Cachaneros
Mittwoch, 25.06.2025
Insel Muck Ankerbucht – Mallaig
Ausgeschlafen, Kaffee, die einen noch ein Morgenbad, leider ohne Seehund Begleitung. Dann 10.30 Anker hoch, wir segelten nach Mallaig. Leider war der Wind bescheiden, das Wetter mehrheitlich bedeckt, aber mit wenig Niederschlag. Immer wieder sonnige Aufhellungen nahmen wir gerne an. Um 15.30 konnten wir nach 19 NM im Hafen von Mallaig anlegen. Gut die Hälfte hatten wir gesegelt. Die Hafeneinfahrt von Mallaig war noch speziell, da hatte es ein Rotlicht, wie bei der Einfahrt in eine Schleuse.

Per Funk erhielten wir von der Kapitanerie bei nicht Rotlicht die Genehmigung zur Einfahrt in den Hafen. Der Hafenmeister hatte uns einen Platz am Schwimmsteg zugewiesen. Den frühen Abend hatten wir im Dorf verbracht mit Erkundungen.
Leider hatte das Sea Food Restaurant geschlossen und den Fischhändler gab es nicht mehr. Dafür konnte ich Leim kaufen um den Flaggen Stick wieder in Postion zu bringen. Leider gab es keine Rettungsboje zu kaufen! Wie immer mussten wir im Pub noch einen Trinken. Susanne war nicht so trinkfreudig, was leider auf ein Magen Darm Problem zurückzuführen war.

Donnerstag, 26.06.2025
Mallaig – Plockton (Bojenbucht)
Wir legten erst um 12.30 Uhr ab.

Meine Wenigkeit wollte vorher noch eine Dusche geniessen, nachdem ich diese am Abend zuvor ausgelassen hatte. Das gute an der Geschichte war, neben den schönen Duschen gibt es eine Bäckerei. Ich konnte es somit nicht lassen und hatte mich nach dem Duschen in Warteschlage gestellt um mit feinem Brot zurück auf’s Schiff zu kommen. Leider gab es für Susanne nichts Glutenfreies und die letzte Zimtschnecke, die ich Chérif bringen wollte schnappte sich der Käufer vor mir. Schade!
Uns erwartete ein Segeltag mit 28 NM bei 20 KN Wind. Leider zwischendurch ein wenig feucht. Um 17.30 hatten wir an einer Boje in der grossen Bucht von Plockton festgemacht.

Das feuchte Wetter und nach wie vor ein zügiger Wind führte dazu, dass niemand Lust hatte Resi aufzupumpen um damit an Land zu gehen.

Freitag, 27.06.2025
Plockton – Portree (Bojenbucht mit Stadtanschluss)

Auch der nächste Morgen zeigte sich von der feuchten Seite. So blieben alle am liebsten im Bett um ein wenig zu lesen. Gegen Mittag rafften wir uns aus den Federn und beschlossen weiter zu segeln. Für Samstag war Sturmwind angesagt, daher hatten wir wieder eine sichere Bucht mit Bojen ausgesucht um gut zu liegen. Schliesslich legten wir dann um 11.20 an der Boje ab.

Wie wollten nun auf dem Am Wind Kurs mit 20 Knoten böigen Winden das neu eingezogene Reff 3 im Grosssegel ausprobieren. Diese bewährte sich bestens. Zusammen mit der zur Fock gerefften Genua lief die Cachana bestens ihren Kurs hoch am Wind.
Kurz vor dem Ziel schien der Wind einzuschlafen, doch nur bis zur Einfahrt der Bucht, wo er uns mit starken Böen von vorne empfing. So wurden die Segel geborgen und wir fuhren unter Motor die letzten 1.5 NM ins Bojenfeld. Da war der Wind auch noch heftig und kleine Wellen begrüssten uns.

Doch wir schnappten und ein Boje machten fest und waren der Überzeugung das wars jetzt. Ankunftsdrink.
Leider kam es anders als gedacht. Durch die steigende Flut hängte sich die Cachana so stark an die Boje, dass diese am Schluss an der Bordwand hing. Also mussten wir raus. Der Wind war noch ein wenig stärker und die Wellen auch mit dem kurzen Fetsch nicht zu vernachlässigen.
Leider hängte sich der Bojentross bei der Fussreling unter die Chromstahlkante, was dazu führte, dass diese stark beschädigt wurde. Losmachen ging unter dieser starken Spannung gar nicht mehr, so dass wir uns schweren Herzens entschliessen mussten den Tross durchzuschneiden.


Mit 30 Knoten Wind wurde die nächste Boje angesteuert und schliesslich im 3 Anlauf waren wir wieder fest. Es stand uns eine schaukelnde Nacht bevor.
Samstag, 28.06.2025
Hafentag an der Boje Portree
Ausschlafen ist immer etwas Schönes. Am Morgen hatte der Wind etwas abgenommen. So wollten wir doch wie angedacht mit Resi an Land. Doch kaum hatten wir mit Aufblasen auf dem Vorschiff begonnen, nahm der Wind wieder zu. Wir hatten Böen von mehr als 35 KN. Fast ist Resi in einer Bö davongeflogen. Doch alles bestens. Schliesslich gingen nur Susanne und ich an Land, da Chérif auf die Cachana schauen wollte. Mit Vollmontur machten wir uns mit Resi auf den Weg zum Dingisteg. Mehr feucht als trocken kamen wir da an. Wo wir von einem Crew Mitglied unseres Nachbarschiffs empfangen wurden Dieser teilte uns mit, sie hätten einen Video von unseren Vorabendmanövern gemacht. Dieses hatte er uns auch geschickt, es ist eindrücklich sich mal von aussen betrachtet zu sehen.
Das Hafenmeisterbüro war leider nicht besetzt und unter der angegebene Telefonnummer hatte niemand abgenommen. So stellten wir die abgeschnittene Boje vor seine Eingangstüre. Ein kleiner Rundgang in Portree war angesagt. Der Touristenort, sehr hübsch, übersichtlich. Leider kein Fischverkauf, die Fischer meinten es hätte zuviel Wind.

So mussten wir wieder ins Pub um uns zu orientieren. Susanne verliess mich dann um ein wenig in den Läden zu stöbern. Noch kurz einkaufen und dann ging es zurück mit Resi auf die Cachana.

Wir hatten eine viel trockenere Überfahrt mit Wind und Wellen achteraus. Die zweite Nacht war ein wenig ruhiger. Doch wie man weiss, ist der Schreibende keine zuverlässige Quelle für die nächtlichen Begebenheiten.
Sonntag, 29.06.2025
Portree – Key of Lochalsh, Swimm Steg im freien Wasser

Nach Strömungskalender war die optimale Zeit für den Aufbruch 11.00. Am Anfang fast kein Wind. Dann plötzlich Böen, wir fuhren aus der Bucht mit Motor. Schliesslich stellte sich der Wind konstanter und wir konnten bei 10 bis 15 KN die 20 NM segeln. Schliesslich war es mein letzter Tag auf See.

Nach dem Passieren der grossen Brücke nach der Isle of Skye legten wir an einem Schwimmsteg in Key of Lochalsh an. Der Steg lag nicht in einem Hafen und bei den angesagten Südwinden, durfte es wohl wieder eine unruhige Nacht werden.

Der Hafenmeister begrüsste uns freundlich auf dem Steg und erklärte uns, wo die öffentlichen Duschen sind, welche nicht zum Hafen gehörten. Schliesslich stand heute Abend noch das Abschlussessen an. Die Empfehlung im Internet schien nicht schlecht, doch nahm niemand das Telefon ab. Da das Lokal im nahen Bahnhofsgebäude liegt war es klar dass wir da vorbeigingen. Es schien geschlossen. Ein erneuter Telefonanruf. Der Chef kam direkt zur Türe raus. Schliesslich hatte er uns im zweiten Service um 19.30 noch untergebracht.


Zurück aufs Schiff und vor Packen, da kam keine Freude auf!
Umso mehr genossen wir das vorzügliche Nachtessen mit Seafood und Fisch in der kleinen gemütlichen Gaststätte. Danach noch ein Absacker auf der Cachana.

Montag, 30.06.2025
Key of Lochalsh – time to say goodbye – Zugreise nach Edinburgh – Flug in die Schweiz
05:00 Tagwache! Kaffee machen. Tschau Cachana, Tschau Susanne und Chérif, es war einmal mehr wunderbar.
05:45 Abfahrt der Scotisch Rail nach Inverness – Edingburgh. Ich stand 10 Minuten vor Zugsabfahrt allein auf dem Bahnsteig. Ich hatte eine reservierten Sitzplatz 14a im Wagen A.
So wie man es gelernt hatte, wo ist Wagen A? Es hatte nur 2, daher wohl der vordere. Da gab es keinen Sitz 14a. Es war niemand da. Also hatte ich mein Gepäck allein gelassen und war im vermeintliche Wagen B den Sitzplatz 14a suchen gegangen. Fehlanzeige. Also zurück und ich nahm den besten Platz. Der Zug fuhr pünktlich ab, ich sah keine Menschenseele.
Doch bald kam die Schaffnerin. Sie erklärte mir, dass die Lokomotivführerin, Sie und ich im Zug seien.
Da sie ja nichts zu tun hatte setzte sie sich zu mir ins Abteil. Dank Ihrem nicht so schottischen Akzent konnte ich mich angeregt mit Ihr unterhalten. Die Aussicht war eh getrübt, da es in Strömen regnete. Bei Halt 5 stiegen zwei weitere Passagiere ein. Das Stelldichein war damit beendet.
Wir hatten unterdessen die Küste verlassen und der Zug bummelte durch das Schottische Hochland. Eine wunderbare Landschaft zog an uns vorbei, der Regen wechselte sich mit Sonnenstrahlen ab. Je näher wir nach Inverness kamen, desto mehr füllte sich der Zug. Ich denke es waren Arbeitspendler. Um 08.30 kamen wir mit 20 Minuten Verspätung in Inverness an.
Nach Fahrplan sollte es in 50 Minuten weitergehen. Die Fahrplananzeige war unverständlich. Schliesslich fand ich eine nette Bahnangestellte die mir die unverständlichen Lautsprecheransagen übersetzte. Ich sollte mich einfach in den nächsten Zug setzen und dann den Zugbegleiter fragen wie es weitergeht. War ich froh, dass ich bis am Abend Zeit hatte an den Flughafen zu kommen.
So begann die Reise Richtung Glasgow. Am Anfang war der Zug mässig besetzt, doch auch der füllte sich ständig. Eine nette Begleiterin setzte sich in mein Abteil. Ich konnte sie verstehen.
Dann kam eine Schottin, no chance. Mein Gegenüber übersetzte. So vergingen die Stunden.
Plötzlich kam der Zugbegleiter, austeigen an der nächsten Station. OK.
Doch tip top um 14:00 war ich in Edinburgh am Flughafen. Um Mitternacht zu Hause.
Eine wunderbare Reise ging zu Ende.
Schottland 🏴 Irland 🇮🇪 Schottland 🏴
Freitag, 13.06.2025
Flug Zürich – Edinburgh, Taxi nach Largs, Largs Marina – Tarbert Loch Fyne Marina
Ein pünktlicher Flug führte mich nach Edinburgh. Doch das Ausladen der Koffer dauerte unendlich. So entschloss ich mich mit dem Taxi nach Largs zu fahren. Um 11.00 war ich bereits in Largs auf der CACHANA, wo ich herzlich empfangen wurde. Schnell wurde das Programm gemacht. Im Städtchen einkaufen, beim Italiener eine kalte Platte zum Mittag geniessen. Um 15.00 hiess es schon Leinen los wir segelten nach Tarbert, Loch Fyne. Der fleissige Blogleser weiss, da hat die CACHANA von 2023 – 2024 überwintert. Um 19.40 hatten wir die 25 NM hinter uns und legten im Hafen an. Apero bei Sonnenschein. Ich wurde verwöhnt mit einem Langustinen Spaghetti Znacht.


Samstag, 14.06.2025
Tarbert Loch Fyne Marina – Campbeltown
Ein wenig Ausschlafen war angesagt und das regnerische Wetter drängte uns nicht zu einem frühen Aufbruch. So ging es erst um 12.15 los. Die zum Teil feuchten 31 NM legten wir leider zu mehr als der Hälfte mit dem Motor zurück. Als Highlight
sichteten wir einige Delphine, leider ein wenig weit entfernt. Um 18.30 haben wir schliesslich in Campbeltown angelegt.

Sonntag, 15.06.2025
Campbeltown Hafentag
Der Plan stand fest, die CACHANA musste nach Irland um in England neue 18 Monate Zollstatus zu erhalten. Somit stand für Montag die Überfahrt nach Irland auf dem Programm. Da die Fahrt über den Nord Channel führte, mussten wir die Strömungstabellen studieren und einen Zeitplan aufstellen. Dabei stellte sich leider ein sehr früher Aufbruch für den nächsten Tag heraus. Susanne und Chérif waren noch Einkaufen und flux war der Tag vorbei.


Montag, 16.06.2025
Campbeltown Schottland 🏴 – Greencastle Irland 🇮🇪

02.30 Tagwache! Etwas verschlafen den schnellen Kaffee schlürfend mussten wir uns beeilen, 03.00 Leinen los war angesagt. 61 NM standen uns bevor, leider mit wenig Wind, so dass wir bis auf 3 SM alles mit Motor gefahren sind.

Um 16.20 sind wir in Greencastel Irland angekommen. Im Hafen hatten wir keinen Platz, es gibt aber auch keine richtigen Gästeplätze. Doch am Schwimmsteg fanden wir Platz und lagen gut geschützt.

Dienstag, 17.06.2025
Greencastle, Hafentag
Ein sonniger Morgen. Ausgeschlafen machten wir uns auf dem Weg zur Erkundung des kleinen Ortes. Ein wunderschöner Strandweg führte uns der Küste entlang im Sonnenschein.

Wir bewunderten die blühende Vegetation und die verschiedenen Baustile der Häuser an privilegierter Lage. Aus einer alten Festung wurde Wohnraum geschaffen, es wäre spannend gewesen die Häuser von innen zu sehen.

Wandern macht Durst, so sind wir nach der Rückkehr im Dorf im Garten des Pubs gelandet. Die Bemühungen Fisch oder Meerestier zu kaufen blieben leider ohne Erfolg. So entschlossen wir uns den Krabbenkorb auszusetzen.
Mittwoch, 18.06.2025
Greencastle Irland 🇮🇪 – Port Ellen Schottland 🏴

Gespannt sind wir am Morgen den Krabbenkorb bergen gegangen, doch leider haben wir nur eine kleine Krabbe gefangen, die wir wieder in die Freiheit entliessen. Um 09.30 haben wir Irland wieder verlassen um erneut in England einzureisen. Nochmals wurden die Vorschriften studiert und Chérif machte die Anmeldung im Internet. Schliesslich haben wir uns entschieden die Zollflagge Q (gelb) vor Ankunft im Hafen zu setzen.
Vorschrift ist Vorschrift. Um 19.30 legten wir nach 40 NM in Port Ellen an. Vom Zoll war wie erwartet weit und breit nichts zu sehen. Leider konnten wir nur 1/3 der Strecke segeln.
Donnerstag, 19.06.2025
Port Ellen, Hafentag
Ein wenig ausschlafen, den Morgenkaffee geniessen und die Sonne liess sich auch noch blicken. Die anschliessende Dusche haben wir alle genossen. Wir durften einkaufen gehen und der Dieseltank war auch ziemlich leer. So gab es eine Aufteilung der Aufgaben. Chérif kümmerte sich um den Diesel, Susanne und ich waren für Food und Beverage zuständig. Die nahe Tankstelle hatte im Internet Dieselkanister und einen Trolley für den Transport versprochen. Leider stellte es sich heraus, dass es gerade ein Kanister gab und dazu ein Sackwagen zum Transport. Somit bedeutete dies einige Male hin und her. Schliesslich fanden wir uns alle wieder zum Apero auf der CACHANA ein. Chérif bemerkte, dass ein Fischer einläuft. Strahlend kam er mit zwei gefüllten Plastiktüten zurück, 3. Krabben und 3. Hummer. Fantastisch. Programmänderung!



Statt dem Nachmittagsspaziergang gab es Krabben zum Mittagessen und die Hummer wurden gekocht und zu kalten Verwendung weiterverarbeitet. Welch ein Festessen.
Freitag, 20.06.2025
Port Ellen – Loch Tarbert, Ankerbucht

Gezeitenreviere haben es in sich. Daher war wieder einmal aufgrund der zu erwarteten Strömungen früh Aufstehen angesagt. Um 07.00 Leinen los, allgemeiner Kurs nach Norden. Ein sonniger Tag mit leider wenig Wind führte uns in die Ankerbucht.

Unterwegs blieben die Versuche zu Fischen leider ohne Erfolg. Um 13.10 sind wir bereits im Loch Tarbert nach 31 NM angekommen. Leider konnten wir nur 6.5 NM segeln. Der erste Ankerversuch verlief mit dem „Fang“ von grossen Algenblättern und ganzen Unterwasserästen. Als wären wir auf dem Seegrund im Urwald gelandet. 2 Versuch, geschätzt im sandigen Grund war erfolgreich.

So verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag mit anschliessendem Grill vor Anker. Kaum richtig eingeschlafen ging um 24.00 der Ankeralarm los. Völlig neu hörte der Schreibende diesen exklusiv und ging diesen an Deck quittieren. Leider driftete der Anker und mir ist es nicht gelungenen den Alarm abzustellen, so beschloss ich Chérif zu wecken. Schlussendlich hatten wir wieder ein Teil des submarinen Urwalds am Anker, weshalb dieser bei stärkerem Wind nicht gehalten hatte. Wir haben neu geankert und die einen haben dann eine ruhige Nacht verbracht.
Samstag, 21.06.2025m
Loch Tarbert, Ankerbucht – Marina Kerrera (Oban)
Bei schottischem Wetter, Sonne, Wolken, Regen, u.s.w. lichteten wir den Anker bereits um 08.00. Vor uns lagen 44 NM, endlich mal wieder 32 NM unter Segel. Um 14.30 machten wir in der Bucht von Loch Spelve auf der Insel Mull einen Zwischenstopp um Moules zu kaufen.


Um 17.30 haben wir in der Marina Kerrera festgemacht.

Wir haben Walter Kreideweiss zum Nachtessen eingeladen. Der liegt mit seinem mastlosen Segelschiff in der Marina und wartet auf einen neuen Mast. Er hat sich sehr gefreut über den Besuch von der CACHANA Crew, hat er doch vor einer Woche seinen Masten in einer Wende geknickt. Er hat uns den Vorfall berichtet und sich über die Moules zum Nachessen sehr gefreut.
Sonntag, 22.06.2025
Marina Kerrera (Oban) – Tobermory Marina
Endlich mal ein Segeltag! 25 NM eine Freude. Um 09.30 ging es los, bei böigen Winden und schottischem Wetter erreichten wir kurz vor 14.00 Uhr Tobermory. Ein schmuckes Städtchen mit vielen bunten Häusern und vielen Touristen. Nicht fehlen darf eine Whiskeybrennerei. Wir erfreuten uns beim Nachtessen der Lobster mit Nudeln.


Montag, 23.06.2025
Tobermory Marina, Hafentag
Ausschlafen, den Kaffee im Bett geniessen und schliesslich Einkaufen und an der Hafenpromenade bummeln, immer wieder mit kurzen Regenschauern. Mittagessen mit Austern und Prosecco im Pub, wunderbar!


Dienstag, 23.06.2025
Tobermory Marina – Insel Muck Ankerbucht
Um 10.30 ging es los, bei 12 KN Wind und einem Anlieger mit nur einem Holeschlag brachten wir die 20 Segel Mailen bis um 14.30 Uhr hinter uns.

Die schwierig anzusteuernde Bucht, machte doch viel Freude lebt doch dort eine kleine Seehundkolonie, die sich wohl der Menschen erfreuen. So waren zwei Schwimmerinnen am Strand eng begleitet von 4 Seehunden. Immer wieder schaute ein Kopf aus dem Wasser der uns beobachtete. Unser Nachbarschiff, die Zephirine, lud uns zu einem Apero zu Ihnen aufs Schiff ein. Wir wurden von Ihnen mit dem Dinghy abgeholt und wieder zurückgebracht.

Nette Gespräche mit dem Eigner Ehepaar und deren Gäste erfreuten uns. Bei der Rückkehr zur CACHANA passierte es, ich stellte fest, dass der Flaggenstock sich nicht zum Festhalten eignet. Des Bösen war nicht genug, beim Aufziehen der Badeleiter ging noch die Rettungsboje über Bord. Ein verlustreicher Abend, mit einem feinen Grill Nachtessen zur Versöhnung.
Fortsetzung folgt.
Di 10.6.25
Mit e bizeli Wehmut verabschieden wir uns von den Mädchen auf dem Bahnhof in Largs. ;-))

Auf dem Nachhauseweg noch im Morrison vorbei um Einzukaufen. Just kommt derselbe Taxifahrer wie vorhin um uns aufzupicken. Wir sind nicht traurig mit dem Auto in die Marina zu fahren, kommen doch schon um 18.00 unsere Kollegen Anne und Bernhard zum Apero. Kaum daheim und fast schon alles verstaut, sehen wir den vis a vis stationierten Fischer einlaufen. Nichts wie hin, der Skip in Eile. :-)) Kaum zu glauben, wie herzlich und freundlich die Menschen hier in Schottland sind. Annähernd 4 kg Langusten einfach so. Der Seemann will partout kein Geld. Bei der Schokolade hat er jedoch keine Einwände. :-))

Gerade eben wieder auf der Cachana kommen unsere Gäste schon anmarschiert. Wir geniessen das Zusammensein und erzählen einander von den Winterlager Erfahrungen und den Sommerplänen. Kaum ist unser Besuch von Bord, fängt das Pulen an.

Wir sind sicher 2 Stunden an der Arbeit und freuen uns, wie kleine Kinder, auf die Langusten Pasta von morgen.

Heute gibts Seeteufelfilet auf Lauchbeet. Mhhh Zufrieden und vollgefress…… fallen wir in die Koje.
Mi 11.6.25
Was lange währt wird endlich gut. Heute werden unsere neuen Batterien eingebaut, 2 neue Solarregler montiert, das neue Landstrom Ladegerät eingebaut und diverses neu verkabelt. Was man für diese Arbeiten alles aufschrauben, ausräumen und abhängen muss, wird ev mit den Photos klar. :-))


In der Zwischenzeit wäscht, imprägniert und entschimmelt die Bordfrau was das Zeug hält. Sage und schreibe knapp 14000 Schritte habe ich zurückgelegt.

Unser Bootsplatz liegt wirklich sehr idyllisch aber nicht gerade neben der Waschmaschine. Wir haben uns die feine Pasta am Abend wirklich redlich verdient.

Do 12.6.25
Der Tag vergeht wie im Fluge. Chérif handwerkelt und zimmert eine Kiste für den gewonnenen Platz bei den Batterien.

Ben kommt noch vorbei um das Provisorium des Unterliekspanners zu ersetzen und das 3. Reff praktikabel zu machen. Eigentlich hätte dies zeitlich nur den Morgen beanspruchen sollen, aber wies so kommt, Ben kommt am Nachmittag wieder. :-))

Nun dies und jenes noch erledigen. Zum Znacht gehts mit Anne und Bernhard ins Scotts. Auch dieses mal sehr lecker. Und Yeah, Morgen kommt unser lieber Freund Didé auf die Cachana. Wir freuen uns sehr. Bis bald Cachanieros
Am Samstag brachen wir früh auf,
mit Eiersandwich und gutem Lauf.
Der Weg war lang, die Pläne vage,
mit Zug und Bus durch manche Lage.
In Largs dann spät an der Abendzeit,
da waren wir zum Schlaf bereit.
Doch erst empfangen herzlich warm,
vom Skipperteam mit gutem Charme.
Ein Mitternachtssnack stillt den Magen,
wir konnten kaum noch weiter klagen.
Dann krochen wir ins kalte Bett,
dass unser Heim ward – stets ganz nett.

Der Wind blies stark, das Meer zu wild,
der Irlandplan war nicht erfüllt.
So blieben wir am Hafenrand
und suchten Zeitvertreib im Land.
Ein Foodmarkt klein, doch gut besucht,
von Regen fest und nass durchflucht.
Die Schott:innen – so standhaft, klar –
und wir, gezwungen, wie es war.
Im Pub gewärmt, bei Bier und Wort,
dann heimwärts an den Promenadensport.
Am Abend dann, oh welch ein Glück,
gab’s Raclette mit viel Käsestück.

Am nächsten Tag durch Moor und Wald,
bei Regen, Nebel, Schafen kalt.
Nadine, sie fand eine Route fein,
durch Heidelbeer und Schlamm hinein.
Mit nassen Schuhen, Zeckenbiss,
verloren wir zwar nicht den Biss.
Windräder drehten leis und stumm,
ein Schloss, bemalt – ganz märchenhaft drum.
Ein Raveplatz lag versteckt im Grün,
wir stapften weiter, ohne Müh’n.
Die App Komoot sprach: “Leicht zu gehen!”
Doch liess uns das ganz anders sehen.
Am Ende war’s ein weiter Tritt,
durch hohes Gras und Matsch und Gritt.
Doch freuten wir uns umso mehr,
die Dusche kam – und wie so sehr!
Ein warmer Strahl, was für ein Los:
nach Wanderschritt durchs Wiesengross.



Dann ging’s mit Zug nach Glasgow rein,
die Stadt bei Regen – grau und fein.
Die Führung dort mit Angi klang
nach Wissen – doch Dialekt sehr bang.
Wir ahnten mehr, als dass wir’s wussten,
doch lachten mit, wenn andre mussten.
Mit Witz und Herz sie weitersprach,
und uns zum Lachen auch verbrach.
Die Stadtrundfahrt – mit Hop on Tour,
gab Einblick tief in Glasgows Spur.
Wir merkten bald, was Glasgow kann –
wir kommen wieder, irgendwann.
Doch nächstes Mal, bei Sturm und Wind
vergessen wir nicht den Regenschirm.


Am Mittwoch stand noch nicht fest,
ob uns der Wind schon fahren lässt.
Wir prüften Böen, suchten Rat,
der Hafen blieb für uns der Pfad.
Wir tankten Wasser, ganz in Ruh,
Alex las aus dem „Ikigai“ dazu.
Nadine jonglierte still dabei,
das Wetter blieb uns einerlei.
Wir blieben dort, die See zu rau,
ein Spaziergang folgte, Himmel grau.
Am Abend kamen Gäste her,
Ursula und Alex – das freute uns sehr.
Bei Fajitas und gemütlichem Sein
kehrte im Hafen Frieden ein.

Am Donnerstag, dann endlich klar:
Die Jungfernfahrt – wie wunderbar!
Drei Stunden segeln, Proben, Test,
bis wir den Anker warfen fest.
Wir fuhren mit dem Schlauchboot sacht,
zur Küste, wo ein Schlossgarten wacht.
Wir kletterten flink und ohne Zaudern,
um Schloss und Garten anzuschauen.
Am Abend dann Rubikon gespielt,
gelesen, gelacht, was uns gefiel.


Der Freitag kam mit kurzer Fahrt,
fünf Meilen mit dem Motor zart.
Dann wieder Resi, diesmal gepackt,
zur Insel Holly hat sie uns gebracht.
Nadine fand, wie stets geschwind,
den Wanderpfad durch Felsen und Wind.
Doch wie so oft, das Timing klemmt,
die App hat uns zu wenig Zeit geschenkt.
Zweimal so lang wie eingeplant,
wir stapften hoch, vom Wind umspannt.
Dreihundertachtzehn Meter steil hinauf,
der Trampelpfad nahm seinen Lauf.
In Felsen gehauen, fern von Worte,
ruhten buddhistische Symbole still am Orte.
Ein Apfel gab uns neue Kraft,
das Gipfelfoto war geschafft.
Dann ging es steil hinab ins Tal,
mit müden Beinen, doch einmalig war’s allemal.


Der nächste Tag kein Wind, kein Hauch,
nur Motorbrummen, Wasser, Rauch.
Wir fuhren still in neuer Spur,
die See ganz glatt, Natur in Ruhe pur.
Regelmässig sank die Angel
in das dunkelblaue Meer,
doch trotz vieler neuer Haken
kam kein Fisch zu uns hierher.
Ein kurzer Ruf, dann grosses Staunen,
ein Delfin sprang durch die Wellenlaunen.
Ein kleiner Gruss aus tiefer See,
bevor es weiterging auf Fahrt im Reh.
Im Hafen von Tarbet dann endlich das Ziel,
mit einem Wunsch, ganz schlicht und viel:
Die Dusche war, ein echtes Fest,
wenn Salz und Wind dich nicht mehr lässt.
Später sass man froh im Gasthaus,
Meeresfrüchte auf dem Tisch:
Muscheln, Scampi, feine Makrele
jedes Stück ein Hochgenuss.


Dann wurde weiter rund gesegelt,
um die Insel Bute, wo der Wind verweht.
Ganz leise zog das Segel mit,
Ref drei gespannt im leichten Schritt.
Vor Anker kam dann grosser Fang,
Nadine hielt durch und hatte Klang.
Vier Makrelen zog sie raus,
der Eimer füllte sich durchaus.
Susanne, Cherif flink und klug
nahmen sich der Fische an mit Mut.
Sie filetierten, legten Gräten sauber aus;
während Alex mit Nadine fuhr im Dingi raus.
Dort entdeckten sie am Felsen
eine kleine Seehundschar,
ruhend, rollend, voller Neugier
fast zum Greifen wunderbar.


Am Montag ging es weiter sacht,
fünf Meilen, die der Hafen lacht.
Wir wollten auf Entdeckungstour,
doch blieb es aus die Inselnatur.
Im Regen standen wir bereit,
für Bus und Bild und Reisefreud.
Doch dann erfuhren wir vor Ort,
der Bus kaputt und heute leider fort.
Susanne fand es dann heraus,
so ging es nass zurück ins Haus.
Doch trocken war das Schiff ganz fein,
so genossen wir die Ruh mit Tee und Wein.
Am Abend gab es ein Gericht,
das jeder Segler:in entspricht.
Raclette, heiss und wunderbar,
mit Käse, Glut und Freude klar.

Am Dienstag ging es heimwärts dann,
zurück nach Largs, wo fing es an.
Dort auf Cachana wartend, lang ersehnt und still,
die Batterien bereit für Strom und Segelwill.
Nadine und Alex steigen aus,
die Reise führte sie nach Haus,
doch erst nach Edinburgh zurück,
zwei Tage Stadt und Landblick.
Trotz Regen, Wind und nassem Kleid
war’s eine schöne, gute Zeit.
Wir danken euch von Herzen sehr
fürs Segeln, Teilen und noch mehr.
Mit Freude blicken wir zurück,
auf Meer, auf Wind, auf kleines Glück.
SUC, ihr macht das einfach fein –
wir hoffen, bald wieder dabei zu sein!

Als wir unser Gepäck begutachten fragen wir uns , wo wird dies alles Platz auf der Cachana haben. Umso mehr kommt diese Frage beim Check-in auf. Ach du meine Güte: 31.8, 29.7, 25.3, 23.4 kg und noch 3 Handgepäckstücke. Jaa ihr habt recht. Ausnahmsweise fliegen wir Business, aber nur wegen dem Gepäck. Man rechne Zusatzgepäck mal aus. Zum Glück haben wir den Flughafen schon am Samstag besucht und können somit ohne Stress am Sonntag beizeiten die ÖV benutzen. Früh morgens schellt der Wecker und wir kommen gut gelaunt am Flughafen Kloten an. Die Flüge ,über Frankfurt nach Glasgow, verlaufen ohne Probleme. Jedoch bei der Ankunft in Glasgow schaukelt es schon ordentlich.

Gut gelaunt holen wir unser Gepäck und kommen ohne Probleme durch den Zoll. :-)). Wir haben noch ordentlich Zeit bis unser Zug nach Largs abfährt. Ein geschäftstüchtiger Taxifahrer offeriert uns die Fahrt nach Largs zum Salepreis. Bingo, wir nehmen an, da uns der Weg vom Bahnhof zu unser Unterkunft schon ein wenig Sorge bereitet hat. Sehr zufrieden beziehen wir unsere kleine Wohnung , welche wir schon vom letzten Herbst kennen. Danach natürlich Pub-Besuch und Schottland spüren.

Gelingt uns sehr gut. Am Abend treffen wir unsere Freunde Ursula und Alex zum Apero . Sie sind schon vor 2 Tagen in Largs angekommen um Ihr Boot, die Silmaril, startklar zu machen. Zum Znacht gehts gemeinsam ins Thirty 3.

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug. Cachana vorbereiten,

Ruder richten,

sich über die Batterien Spedition informieren und verfolgen, Einkaufen, Geburtstag feiern und sich mit lieben Freunden zum Znacht treffen.


Am 28.5. ist es endlich soweit,

die Cachana wird zu Wasser gelassen, welch Freude.

Wir fahren in die Largs-Marina in welcher Alex schon vor längerer Zeit 2 Plätze reserviert hat.

Leider kann die Silmaril erst morgen ins Wasser. Wir verbringen den Nachmittag mit Einrichten, Waschen und den Einbau der neuen Küchen-Armatur. Ach neee, es fehlen Dichtungen und der Anschluss ist nicht der gleiche wie gehabt. Der Bootsausrüster hat schon zu, na ja morgen halt. Das Wasser für den morgen Kaffee holen wir am Steg, passt. :-)) Unser Abendessen geniessen wir im Hafen-Restaurant, es war sehr lecker. Am nächsten morgen auf zum Ausrüster. Armatur montiert und Einsatzfähig :-)) Danach gehts mit dem Bus nach Largs um einzukaufen.

Kaum daheim und fast fertig mit einräumen kommt eine Whatsapp von der Silamril. Sie sind im Anmarsch . :-)) Schnell die Beine unter die Arme genommen und los gehts. Knapp erreichen wir den Anlegeplatz bevor sie kommen, viel weiter könnten unsere Liegeplätze nicht auseinander liegen. :-)) Leinen werden entgegen genommen und schon ist die Silmaril fest in Largs angebunden. Noch einige Arbeiten auf der Cachana erledigen und schon ist wieder Abendessens Zeit. Es gibt frischen Dorsch auf Lauchbeet mit Reis.

Mhhh. Gut ausgeruht erwarten wir am nächsten Vormittag den Rigger, um den neuen Unterliekspanner zu montieren. Es geht viel länger als erwartet. Anstatt 2 Stunden braucht Ben sagenhafte 5 Std. Nein, es ist nicht wie erwartet das Seil gerissen, sondern der Schlitten im Baum ist gebrochen. In der Zwischenzeit macht sich die Vorschoterin auf, um den Kräutergarten zu bestücken. Rosmarin scheint in Schottland nicht zu existieren. Aber Thymian in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Pfefferminz und Oregano sind gut erhältlich. Rosmarin bestellen wir als Setzling bei Nadine in der Schweiz und hoffen es klappt zum Einsetzen. Am späten Nachmittag helfen wir, nach einem kühlen Cider, Ursula und Alex das Grosssegel und die Genua anzuschlagen. Kurz danach wird auch auf der Cachana die Genua montiert. Die Lifelines müssen noch montiert und die Reffs eingezogen werden. Für den geplanten Grill reicht es definitiv nicht mehr.
Wir besuchen das Restaurant Scott zum Znacht, auch die Silmarilcrew ist dabei und wir geniessen einen schönen Abend zusammen. Am Sa morgen werden die Lebensmittel noch aufgestockt und wir freuen uns sehr auf die Ankunft von Nadine und Alex heute Abend. Juhu
bis bald Cachanieros