Weiter geht’s mit Ostkurs

Mittwoch, den 19. August, wir liegen friedlich in der Crystal Bucht mit der Carissima Mare an einer Boje. Es gefällt, wir entscheiden, dass wir heute hier bleiben. Wir geniessen den Tag mit Schwimmen, Jassen und Balavern!

Abends wird endlich Tanja’s Wunsch nach Pasta erfüllt! Sie serviert als Vorspeise einen leckeren Brocoli Salat (asiatico Style) und als Hauptspeise Pasta mit einer leckeren Calamar-Sauce, wie immer sehr fein!

Am nächsten Morgen legen wir, ganz leise, um 5.40 Uhr ab!

Wir möchten nach Weymouth segeln, es sind ca. 55sm. In 40sm Entfernung liegt das Cap; Bill of Portland dort sind starke Gezeitenströme, die wir nicht gegen uns haben möchten. Der Wetterforcoast hat viel Wind aus Westen prophezeit. Wir entscheiden, dass wir das Cap mit ca. 5sm Entfernung umrunden um dem Kreuzgewell und den Wirbeln auszuweichen. Die Carissima Mare Crew ist am weiter dösen! Sie starten 1 Stunde später, da die Carissima Mare viel schneller unterwegs ist! Der Wind bläst im Moment mit 6-10kn genau von Hinten. Wir segeln Schmetterling mit Gross und Genua. Nach ein paar sm werden die Wellen grösser Wir rollen die Genua ein. Wir laufen immer noch mit 5-5.5 kn nur mit Grosssegel. Das passt, da wir bis zum Cap 8 Std berechnet haben. Übrigens, das reinigen des Unterwasser hat geholfen! Die Cachana läuft nun nur noch 05-0.75 kn langsamer. Schmerzt immer noch aber besser als die vorherigen 1-1,5kn. Im Laufe des Morgens werden wir von der Carissima Mare überholt, welche mit Gross und Gennaker angesaust kommt.

Dafür segeln sie einen Zick-Zack Kurs. Das heisst mehr Weg aber schnellere Fahrt und die Carissima Mare ist dann im Verhältnis viel schneller!

Gegen 11.00 Uhr wechselt der Wind wie angesagt von West auf Südwest. Jetzt ziehen wir wieder die Genua und die Cachana läuft zwischen 6-8kn. Immer wieder werden wir von Delfinen begleitet, welche mit unserem Bug spielen.

Fantastisch!

Gegen Mittag frischt der Wind auf bis zu 30kn. Wir reffen Gross und Genua und bleiben gleich schnell. Schwarze Wolken kommen auf und plötzlich regnet es kurz! Das erste Mal seid wir wieder unterwegs sind, unglaublich dieser Sommer! Um das Cap herum ist Weymuth nicht mehr weit! Am Schluss segeln wir nur noch mit der Genua am Wind. In Weymuth angekommen, sehen wir riesige Sandstrände, mit viele Badegästen.

Das Gesehene erinnert einem fast an die italienische Rivera.

Wir fahren einige 100m den Fluss hoch. Die Carissima Mare ist vor der geschlossenen Brücke festgemacht welche nur alle 2 Stunden öffnet. Wir legen bei Ihnen an und trinken zusammen einen Apero. 16.00 Uhr geht die Brücke auf und fahren zu unserem reservierten Liegeplatz. Wir sind alle ziemlich müde! Am nächsten Morgen werden die Schiffe entsalzt und gereinigt, dann wird eingekauft und durch die hübsche Stadt gebummelt.

Viele Touristen sind unterwegs und die Garten Tische der Pup’s und der Restaurant sind gut gefüllt. Aber, wir finden einen Platz um unsere durstigen Kehlen zu befeuchten.

Zum Nachtessen haben wir in einem Fischlokal reserviert und geniessen einen schönen, feinen Abend miteinander. Samstag morgen spazieren wir nochmals zum Fischshop und füllen unsere Vorräte mit vielen Leckereien auf! Da freut man sich schon. Kurz nach dem Mittagessen legen wir ab, wir wollen die Brückenöffnung um 14.00 Uhr erwischen, klappt bestens.

Während wir wieder den Fluss raus fahren ist ringsherum Party! Unglaublich! Wir segeln mit wenig Wind aber bei schönstem Wetter Richtung Lulworth Cove,

einer fast in sich geschlossenen Bucht. Angekommen, sehen wir dass hier viel, sehr viel Betrieb ist, viele Segelschiffe und Motoryachten für die kleine Bucht. Wir finden noch ein Plätzchen, unser Anker fällt.

Die Carissima Mare macht an uns fest! Wir sitzen alle auf der Cachana und geniessen, den feinen Gin Tonic. Ein ausgezeichneter Gin den wir in der Destillerie in Salcombe gekauft haben. Langsam leert sich die Bucht, einzig das Motorboot, welches uns etwas zu Nahe ist. Wir ziehen den Anker und suchen uns ein anderes Plätzchen. Der Anker fällt, wir sind nicht ganz zufrieden desshalb wird er nochmals geborgen. Die Ankerwinsch hat etwas Mühe? Als der Anker die Wasseroberfläche erreicht sehen wir, dass sich in eine dicke Kette eingehackt hat. Mit Bootshacken können wir den Anker befreien, Glück gehabt! Das nächste Ankermanöver klappt und alle sind zufrieden.

Ein Makrelenschwarm schwimmt in die Bucht. Von oben wird er von den Möwen attackiert und von unten greifen die grösseren Fische an. Ein Schauspiel ( für die einen)! Am Abend wird der Grill auf der Carissima Mare eingefeuert, Chérif ist mit grillieren dran. Erste Vorspeise, Jakobsmuscheln mit etwas Schata (Peperoccini) und mit Noilly Prat abgelöscht! Zweite Vorspeise, Kalamar eingelegt mit Knobli und Olivenöl, und Hauptspeise feinen Wolfsbarsch! Alles sehr, sehr fein!!

Und trotzdem spüren wir alle eine etwas bedrückende Stimmung an Bord. Der Grund ist uns allen klar. Morgen früh 6.00 Uhr werden wir in verschiedene Richtung segeln. Die Carissima Mare segelt zu dem 72sm entfernten Guernsey und macht sich langsam auf den Weg zurück nach Lorient. Ende September soll sie dort ins Winterlager. Wir möchten nach Poole segeln. Am Mittwoch Abend kommen Nadine und Sam zu uns. Wir freuen uns sehr auf Sie. Während der Nacht dreht der Wind wie versprochen auf Nord. Das ist bestens aber es bläst mehr als angesagt. Wahrscheinlich durch die hohen Felsen beschleunigt sich der Wind (Fallwinde). Wir sind etwas unruhig, hält unser Anker das Gewicht der beiden Schiffe? Der Ankeralarm ist eingeschaltet, das beruhigt doch! Um 6. 00 Uhr früh, noch eine Umarmung und wir verabschieden Tanja, Markus und Didé! Bye Bye Carissima Mare! Wir hoffen Sie nächstes Jahr wieder zu treffen, mal sehen!

Wir gehen nochmals in die Koje und schlafen noch ein wenig! Gegen 9.00 Uhr strömen in Massen die Touristen den Berg herunter mit gross gefüllten Rucksäcken mit Allerlei! Sie besetzen den Strand. Auch kommen schon Motorboote und Segelboote in die Bucht. Schnell ist die Bucht wieder völlig belegt. Wir ziehen den Anker und segeln gemütlich nach Poole. Wir kommen an wunderschönen Felsformationen vorbei, zum Teil auch grosse Kreidefelsen welche in der Sonne richtig glitzern.

Auch sehen wir in der Ferne die Isle of Wight mit Ihren Kreidefelsen, faszinierend.

Kurz vor der Bucht in der Poole liegt, nehmen wir die Segel runter. Wir fahren in die Bucht, die als einer der Weltgrössten flachen Naturhafen gilt.

Die Wasseroberfläche beträgt ca. 36km². Festgemacht erledigen wir die Anmeldung und wir liegen so, dass wir grillieren können. Die Jakobsmuscheln und der Sole sind sehr fein.

Nächsten Morgen bläst ein starker Wind, wir liegen aber völlig ruhig! Die Bordfrau macht Wäsche! Der andere schreibt Blog. Wir besuchen den 20Min. entfernten Fährterminal. Dort werden wir Nadine und Sam am Mittwoch Abend empfangen. Auch erkunden wir das hübsche Städtchen.

Am Abend geniessen wir ein feines Nachtessen im ältesten Pub von Poole, aus dem Jahr 1635, sehr fein.

Dienstag gegen 10.40 Uhr spazieren wir zur Busstation, da sollte der Hop On Hop Off anhalten der eine 1 1/2 stündige Fahrt um den Naturhafen anpreist. Nach Fahrplan hält er 10.50 Uhr und startet 11.00 Uhr. Tatsächlich kommt ein doppelstöcker Cabrio Bus um 10.50 Uhr angefahren. Zu unserer Überraschung kosten die Daily Tickets nur 5.50 £, seltsam! Es geht nicht lange stellen wir fest, dass wir im falschen Bus sitzen. Aber es kommt noch besser! Der Bus fährt durch die ganze Umgebung, Fahrdauer retour ca. 4 Std.

Gegen 13.00 Uhr steigen wir in Chrischurch aus!

Spazieren durch das Städtchen und finden am Fluss beim Hafen ein hübsches Lokal.

Mit gefüllten Magen flanieren wir zurück und besuchen die grosse Kathedrale. Eine riesige, interessante Kathedrale, hat uns sehr imponiert !

Anschliessend wieder in den Bus rein

und gegen 18.00 Uhr kommen wir wieder in Poole an. Jeden Dienstag im Sommer findet hier in Poole ein Motorradtreffen statt. Angekommen sehen wir, wie hunderte von Motorrädern angefahren kommen. Von der Vespa bis zu den schweren Trike’s, alles ist da, neu und alt! Wir schätzen, dass es sicher über 500 Motorräder sind. Eine Augenweide!

Heute Mittwoch wird die Cachana bereit für den Besuch gemacht. Mittag’s geniessen wir je 6 Austern, so lecker!

Um 22.00 Uhr nehmen wir Nadine und Sam in die Arme und spazieren mit Ihnen zur Cachana. Den nächsten Bericht werdet Ihr von den Zweien erhalten. Herzlich Grüsse Ihr lieben Leser!

Die Cachanieros

Auf dem Weg zur Cachana über die Bretagne! (Eine kleine Zusammenfassung)

Montag 27. Juli 2026

Wir fahren mit dem TGV über Paris nach Lorient. Pünktlich um 22.10 Uhr kommt der Zug am Zielort an. Markus und Didé erwarten uns und wir fahren zusammen in die Unterkunft in Quimperlé. Ein schmuckes Haus mit einem schönen Garten mit diversen Sitzplätzen, wir fühlen uns gleich wohl.

Wir verbringen mit unseren Freunden, Tanja, Markus und Didé eine sehr schöne und intensive Zeit. Diverse Werftbesuche,

noch die letzte Ausrüstung einkaufen und immer wieder diverse Mails zur Abklärung. Jedoch haben wir immer wieder an schönen Orten einen Lunch genossen.

Beach mit Baden und Boule spielen gehört natürlich auch dazu!

Was leider nicht dazu gehören würde und doch…. Leider hat uns ein hartnäckiger Virus erwischt, welcher die Runde gemacht hat. Besonders unangenehm war das viele Husten. Aber wir Alle haben die Zeit extrem genossen und mit jedem Tag wurde es spannender! Denn die Neue JPK 39 sollte am 3. August ins Wasser gelassen werden. Jedoch sieht es noch nach sehr viel Arbeit aus! Wird die Werft fertig werden? Denn bald sind Betriebsferien angesagt. Aber soweit alles gut! Die JPK wird am 3. August in’s Wasser gekrant.

Ein grosser Moment der gebührend mit Champagner gefeiert wird.

Die Werft muss das Schiff noch betriebsbereit machen und der Rigger muss den Mast mit dem ganzen laufenden Gut stellen und trimmen. Am Donnerstag morgen fahren wir mit dem Segelmacher und mit Aymeric ,von der Werft, ein Probesegeln. Die Segel werden getestet und auf die richtigen Masse kontrolliert. Anschliessend muss der Segelmacher noch einige Anpassungen vornehmen und wir können Donnerstag Abend die Pantry einrichten, mit vorangegangen Reinigungsarbeiten. Am Freitag ist die Schiffsübergabe mit teilweiser Einführung. Alles eilt, da die Werft ab Freitag Mittag in die Betriebsferien geht. Auch müssen wir am Freitag mit dem VW-Bus 2 mal vom Haus zum Hafen fahren um das mitgeführte Equipment von A nach B zu bringen. In der Marina werden 2 Schubkaren geschnappt um das ganze Material zum Schiff zu bringen. Auch muss das Haus besenrein gemacht und zur Abgabe bereit geräumt werden. Einkäufe müssen gemacht werden damit wir die nächsten 1-2 Nächte, welche wir unterwegs sein werden, nicht hungern und verdursten müssen. Jeder hat seinen Job und einige husten immer noch! Aber gemeinsam schaffen wir das erfolgreich! Samstag gegen 11.00 Uhr Leinen los. Was für en Moment. :-))

Wir fahren zur Tankstelle um Diesel aufzufüllen. Dann geht’s los direkt nach Guernsey 220sm. Leider sehr wenig Wind, der Motor wird eingefahren! Nach 12sm wird das Schiff vorgetauft. Die Eigner möchten das Schiff nicht ungetauft überführen. Die Taufpatin Susanne hält eine kleine ergreifende Rede.

Wir geniessen die Fahrt. In der Nacht machen wir Schichten à 3 Stunden zu Zweit! Was für ein wunderschönes Sternenmeer und am Morgen werden wir von einer grossen Delphin Familie begrüsst.

Am Sonntag Vormittag fährt endlich der langersehnte Wind ein und wir segeln mit Gross und Gennaker! Wow! Sie läuft wirklich sehr, sehr, schnell und liegt herrlich im Ruder. Da wir viel unter Motor fahren müssen, sind wir zu langsam. Der Hafen in Guernsey ist nur +- 2 Std. Hochwasser befahrbar. Gegen 1.00 Uhr morgens fällt der Anker in einer nahgelegenen Bucht. Es ist schon ein Challenge, in stockfinsterer Nacht, in einer fremden Bucht, mit einem neuem Schiff und einem nicht erprobten Anker zu Ankern! Aber alles Fein. Am frühen Morgen verlegen wir uns in den Hafen.

Wir nutzen den Tag um zu räumen und mit anderen diversen Arbeiten. Dienstag Nachmittag wird dann das Schiff von der Taufpatin in Begleitung des Neptuns auf dem Namen Carissima Mare getauft.

Mittwoch legen wir 6.15 Uhr ab und segeln mit Grosssegel und Gennaker Richtung Plymouth zur Cachana.

Wir haben Wind von hinten bis 20kn und die Carissima Mare logt bis 15kn Speed! Einfach nur Wow!!

Bei Ankunft sind wir sehr gespannt wie es der Cachana geht! Wir sind freudig überrascht, alles bestens! Wir schlafen nochmals auf der Carissima Mare! Donnerstag morgen zügeln wir auf die Cachana. Es stehen einige Arbeiten an wie Reinigung, Einräumen und Einkaufen etc. Besonders erwähnenswert ist; beim Fischerhafen können wir direkt beim Fischgrosshandel einkaufen.

Wir tragen unsere Schätze nach Hause! Lobster, St. Peters Fisch, Tuna, Seeteufel, Jakobsmuscheln und Calamar! Was für Festessen. Freitag Abend geniessen wir die Jakobsmuscheln und anschliessend den wunderbaren St. Peters Fisch mit Spinat.

Samstag 15. August

Es geht los. Wir verlassen dankbar die Sutton Marina in Plymouth. Wir haben während unserer Abwesenheit im Sommer einen sehr guten Eindruck der Marina bekommen. Die Cachana und auch wir möchten noch den Diesel aufgefüllt haben. Anschliessend fahren wir durch die Schleuse

und schon sind wir am segeln Richtung Salcombe! Leider läuft die Cachana wie mit einer leicht angezogenen Handbremse. Wir kennen das ja schon! Wahrscheinlich viel Bewuchs am Unterschiff! Sie läuft 1-1,5 kn langsamer!!!

Plötzlich kommt uns ein graues Schnellboot entgegen, ist das die Küstenwache? Wir Grüssen freundlich! Sie nehmen`s persönlich und drehen ab und folgen uns. Wir nehmen Gas raus, die wollen etwas von uns. 3 Männer kommen raus und wir werden ausgefragt! Woher wir kommen,unser letzter Hafen? Ursprungshafen der Saison? Heimathafen? Nationalität? Ob wir uns in UK angemeldet haben? Ob wir Drogen haben? Und vieles mehr, aber immer nett und höflich! Wir vermuten, denen war es ein wenig langweilig. Sie verabschieden sich!

In Salcombe angekommen, erwartet uns die Carissima Mare. Sie hat eine der letzten Bojen erwischt.

Super. Wir legen uns längsseits zu Ihr. Wir haben heute noch was zu feiern. Didé’s Geburtstag.

Natürlich zelebrieren wir dies mit einem exquisiten Dinner. Primo Piatti: Lobster mit einem feinen Salat

und als Secondi gibt es Seeteufel mit Broccoli vom Grill.

Sehr Lecker.

Weil es uns hier gefällt bleiben wir gleich noch einen Tag. Auf beiden Schiffen wird noch gearbeitet und geräumt. Auch macht der Skip einen kurzen Tauchgang um das Unterwasser zu kontrollieren. Schnell kommt er hoch und wir machen den Neopren mit den kleinen Tauchflaschen bereit. Dann wird das Unterwasser so gut es geht gereinigt bis die beiden kleinen Tauchflaschen leer sind. Das Unterwasser sieht besser aus, aber bei weitem noch nicht sauber. Wir sind sehr gespannt auf den Unterschied. Nun wird das Beiboot der Carissima Mare mit eingebautem Kompressor aufgeblasen. Anschliessend machen wir einen Spaziergang durch Salcombe.

Sehr hübsch, viele kleine Gassen aber auch sehr Touristisch. Zum Nachtessen gibts Tuna Tatar und Hybriden-Salat. Auch sehr lecker!

Montag 17.8. 10.15 Uhr legen wir ab und segeln nach Darthmouth!

Die Einfahrt (Flusseinfahrt) ist beeindruckend mit alten Befestigungen und vielen Häusern.

Wir fühlen uns wie am Mittelmeer auch das Wetter entspricht. Nachmittags machen wir im Päckli mit der Carissima Mare an einem freiliegenden Gäste-Schwimmsteg fest. Auf der Cachana wird eine leckere Paella zubereitet.

Sehr fein und man kann’s nicht glauben! Alles weg! Wir fahren in’s hübsche Städtchen und spazieren durch die idyllischen Gassen, es gefällt! Klar, schnell finden wir den Fischhändler und decken uns für die nächsten 3 Tage ein! Noch ein paar zusätzliche Einkäufe und der Anstrengung entsprechend ein verdientes Bier. Dann geht’s zurück zu den Schiffen noch kurz etwas essen und es geht weiter nähe Brixham in eine Ankerbucht.

Überraschenderweise hat es mehr Wind als angesagt bis 27kn aus West zeigt der Windmesser! Wir segeln gemütlich nur mit Genua einen Ostkurs.

Angekommen sehen wir in der Nachbarbucht, dass es Gästebojen hat. Bei dem Wind machen wir dort fest. Am Abend beruhigt sich der Wind und auf der Carissima Mare geniessen wir

fein gegrillten Wolfsbarsch mit Bohnen und Bratkartoffeln.

Heute Mittwoch, bleiben wir, es gefällt! Lange schlafen, Route von Morgen planen und besprechen!

Apero, äs Jässli, die Cachana Crew im Glück! Heute Abend gibt’s Pasta mit einer leckeren Kalmar-Sauce à la Tanja! Sehr, sehr fein.

So Ihr Lieben, jetzt seid Ihr alle wieder etwas informiert. Der nächste Blog kommt schon bald.

Seid herzlich gegrüsst

Cachanieros

Bald geht’s nach Hause!

Für uns sehr speziell, die Cachana für die nächste Zeit hier zu parkieren und mitten im Sommer nach Hause zu fahren!

Am 2. Juli haben wir den Flug nach Zürich gebucht. Der Plan ist ca. 3 Wochen in der Schweiz zu sein, da einiges zu erledigen ist. Wir freuen uns auf die Kinder, Enkelkinder, Freunde und Mami. Dann soll es nach Lorient in die Bretagne gehen, wo unsere lieben Freunde Tanja, Markus und Didé auf uns warten. Ende Juli soll Ihr lang erwartetes Segelschiff, eine JPK 39, ausgeliefert werden. Wir sind eingeladen auf der Jungfernfahrt von Lorient nach Guernsey (Kanalinseln) mit zu segeln. Wir freuen uns sehr mit Ihnen dies erleben zu dürfen. Von Guernsey aus wollen wir dann wieder zur Cachana. Aber jetzt eins nach dem anderen!

Heute morgen, 29.6., stehen wir beizeiten auf, trinken einen Kaffee und verabschieden uns herzlich von Ursi und Franz. Wir fahren mit dem Taxi zum Notfall, mein Fuss schmerzt immer noch. Angekommen stellen wir fest, dass etwa 10 Patienten bereits am warten sind. Wir melden uns an und beantworten die üblichen Fragen. Dann werden wir aufgefordert uns hinzusetzen.

Nach 10 Min. werden wir bereits aufgerufen. Yeah. Wir werden von einer Pflegefachfrau nochmals befragt und dann wieder aufgefordert uns zu setzen. Gestern hatten wir Santé 24 angerufen um zu fragen ob sie uns ein Rezept für Antibiotika verschreiben könnten. Uns wurde versprochen, dass Sie heute früh mit uns Kontaktaufnehmen werden, nach der Besprechung mit dem Dermatologen. Gegen 10.00 erhalten wir ein Telefon von Santé 24, dass der Arzt nach Konsultation von den von uns geschickten Foto’s der Meinung sei, dass es keine Antibiotika braucht. Fuss hochlagern und kühlen soll reichen!!!! Nach etwa 2 Std. werden wir aufgerufen und können zur Ärztin. Sie meint es sei ein Gichtschub! Wir sind uns nicht so sicher! Ich werde die Medikation auf der Cachana einnehmen, welche wir für diesen Fall dabei haben, mal sehen! Wir fahren mit Uber zum Hafen und sehen Ursi und Franz am warten auf Ihr Taxi, welches Sie zum Bahnhof fahren soll. Bald ist Ihr Gefährt da und wir verabschieden uns zum 2. mal. Zurück bei der Cachana beginnt die Bordfrau mit der Wäsche.

Der Skip nimmt die Medi ein und sitzt faul im Cockpit und lagert sein Fuss hoch. Er nutzt die Zeit, den Bericht zu schreiben.

Am Abend gibt’s Pasta mit Knobli und Salbei! Mmh…

Dienstag morgen stehen wir gemütlich auf. Dem Fuss geht’s besser. Die Schwellung hat abgenommen und auch die Rötung geht zurück. Gemütlich wird die Cachana vorbereitet für Ihren längeren Aufenthalt. Wir spazieren noch zum Schiffsausrüster, der sehr gut bestückt ist! Wir brauchen einen neuen Flaggenstock. Genau unsere Grösse fehlt. Wir bestellen ihn und können den Flaggenstock bei unserer Rückkehr abholen. Eine neue Handfunke gibt’s auch gleich, da die alte den Geist aufgegeben hat. Auf dem Rückweg flanieren wir noch bei den Fischern vorbei und kaufen einige Jakob’s Muscheln und ein schönes Stück Tuna.

Da lacht das Herz schon wieder! Wir machen noch einige Anfragen betreffend Winterlager in der Bretagne/Normandie. Auch beginnen wir uns Gedanken zu machen, was wir alles einpacken sollen. Da wir mit unseren Freunden segeln gehen, müssen wir uns vorbereiten was wir alles benötigen. Zum Znacht gibts heute die Scallops und Resten essen.

Heute Mittwoch, die Sonne scheint. Wir reinigen das Reesi, Packen, Räumen etc. Um 17.00 Uhr spazieren wir ins Zentrum. Wir möchten das Fussballspiel England/Kongo anschauen und die Stimmung spüren. Na ja, die gute Stimmung hat nur 7 Minuten gedauert, betretenes Schweigen.

Zwischendurch bei gelegentlichen Torchancen standen die Zuschauer, aber schnell sind sie jeweils mit grummeln wieder abgesessen. In der 75. Minute gings dann los und nach der 86. Minute lagen sie sich in den Armen.

Alles Gut! Zur Feier gibt’s auf der Cachana ein feines Tuna-Tatar.

Sehr lecker. Donnerstag morgen noch die letzten Sachen einpacken und Abschied nehmen von der Cachana.

Uber fährt uns zum Bahnhof und wir fahren mit der englischen Railway knapp 4 Stunden bis nach London Heathrow.

Am Flughafen das Gepäck aufgeben, dann durch die Sicherheitskontrolle. Beim warten auf die Öffnung des Gates geniessen wir noch ein Glas Weisswein und schon sitzen wir im Flieger. In Kloten angekommen freuen wir uns sehr Ari und Chantal zu umarmen, welche uns abholen. Wir sind gut nach Hause gekommen. Schön wieder bei Familie und Freunden zu sein. Jetzt gibt’s eine Blog Pause und irgendwann im August, so hoffen wir geht’s weiter. Herzliche Grüsse! Susanne und Chérif

Segelferien in Südengland

Unser Track von Falmouth nach Plymouth

Am 20. Juni war es soweit, wir machten uns auf den Weg nach Falmouth, wo wir zu Susanne und Cherif auf der Cachana stossen sollten. Da wir schon vorher eine Woche in Südengland verbracht hatten, war die Anreise relativ kurz und problemlos mit der englischen Bahn.

Auf der App konnten wir den jeweiligen Standort der Cachana verfolgen. So konnten wir feststellen, dass wir und die Cachanieros fast gleichzeitig im Hafen von Falmouth ankamen. Nach der herzlichen Begrüssung durch die Crew gab es den obligaten Willkommensdrink.

Nach kurzer Besprechung der Pläne für die nächsten Tage, machten wir uns auf zum Einkaufen. Das charmante Hauptgässchen in Falmouth lud zu einem kleinen Dorfrundgang ein. Rechts und links gab es kleine Shops aber auch urige Pubs.

Wir blieben standhaft, weder kehrten wir ein, noch wurde “gekrömlet”. Im Lebensmittelladen waren unsere Rucksäcke und Einkaufstaschen schnell gefüllt. Auf dem Rückweg wollten wir noch erkunden, wo sich das Fischrestaurant befindet, in dem Cherif einen Tisch für unser Nachtessen reserviert hatte. Diese Uebung stellte sich als schwieriger heraus, da das Restaurant nur einen kleinen Eingang hatte, der zudem nicht gut beschriftet war. Google Maps sei Dank fanden wir unser Ziel.

Zurück auf dem Schiff blieb noch genügend Zeit, damit wir uns einrichten konnten auf dem Schiff. Da das Restaurant ” Fish Cabin” gute Bewertung hat, konnten wir erst für 20.15 Uhr einen Tisch reservieren. Im Restaurant stellte sich dann heraus, dass wir trotz einer Bestätigungsmail keine Reservierung hatten. Das war nicht weiter schlimm, da es einen freien Tisch für uns hatte. Viel unerfreulicher war, als die Bedienung die verschiedenen Gerichte aufzählte, die alle nicht mehr vorrätig waren. Auch auf der Tafel mit dem “Fish of the day” waren von 4 Fischen bereits 2 ausverkauft. Cherif war sichtlich “not amused”, eher schon etwas angesäuert. Zum Glück fanden wir alle dann doch noch etwas “Feines” um unsere leeren Mägen zu füllen. Und die guten Bewertungen waren berechtigt, das Essen war sehr fein.

Zurück auf der Cachana gab es nach Wunsch noch einen Schlumi, danach verzogen sich alle in die Kojen.

21. Juni 2026

Die angesagten Winde von Osten und deren Stärke machten die Planung der nächsten Tage für den Skipper nicht einfach. Dafür sollte das Wetter in den nächsten Tagen relativ stabil schön und ca. 23 Grad warm werden. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns, in der Einmündung des Flusses Fal zu bleiben und in einem der zahlreichen Seitenarme in einer schönen Bucht zu ankern. Wir fanden ein lauschiges Plätzchen und setzten den Anker.

Nach einem kurzen Mittagessen und einem kurzen Bad im knapp 16 grädigen Meerwasser wurde das Resi aufgepumpt, und wir fuhren an Land zur Bucht des Trellisick Houses. Das Resi deponierten wir auf dem Kiesstrand und marschierten über eine grosse Wiese in Richtung des imposanten Landhauses. Auf einer Uebersichtskarte war eine Rundwanderung von 1,5 Stunden ausgeschildert.

Also machten wir uns auf den “Waldweg”. Immer wieder erhaschten wir einen Blick in einen der Seitenarme des Flusses. Gross war die Ueberraschung, als wir plötzlich einen grauen Koloss vor Anker liegen sahen. Das Ungetüm war ein Versorgungsschiff der Marine, das, wie uns der Hafenmeister später auf Nachfrage erklärte, auf seine Instandstellung oder die Abschrottung warte.

Zurück am Wasser mussten wir feststellen, dass mittlerweile Ebbe war. Nicht gut, denn so mussten wir das Resi einige Meter ins Wasser tragen, bevor es schwimmfähig war. Noch weniger gut war der Untergrund, auf dem wir gehen mussten.

Zuerst waren wir knöcheltief im Schlamm, dann wadentief, mittlerweile ploppte der Schlamm, wenn wir unsere Füsse anhoben und immer wieder stiessen wir mit unseren Füssen auf harte, spitzige Steine. Schliesslich hatten wir knietiefen Schlamm und boten durch unser wankendes Gehen und unserem Gelächter sicher ein herrliches Schauspiel für alle Leute, die uns beobachteten. Bevor wir die Beine gar nicht mehr aus dem Schlamm brachten, waren wir genügend weit draussen, dass wir ins Resi einsteigen konnten und erleichtert den Weg zur Cachana motoren konnten. Fazit dieses Erlebnisss: kleinere und grössere (Cherifs grosse Zehe) Schnitte an den Füssen, dreckige Hosen, schmutziges Resi, aber trotz allem immer noch gute Laune. Um den Schlamm loszuwerden, es war definitiv keine Fangopackung, sondern eine eher klebrige, riechende Masse, war ein Sprung ins Wasser obligat.

Das Abenteuer hatte Hunger gemacht. Der Skiper verwöhnte uns an diesem Abend mit einer überaus feinen Paella, Danke!

Die Schreibende beschloss die wunderbare Midsommernacht an Deck schlafend zu verbringen. So fand dieser wunderschöne Tag einen würdevollen Ausklang. Ueber mir der Halbmond und die vielen Sterne, das ganze in der totalen Stille der abgelegenen Bucht, einfach magisch.

22. Juni 2026

Heute planten wir einen ruhigen Tag an Bord und verbrachten ihn mit Lesen, Blog schreiben, Route planen und am Nachmittag mit einem längeren Jass. Wiederum war das Wetter schön, doch 2 kleine, kurze Regenschauer waren auch dabei.

Am Abend wurde der Grill angeworfen und wir genossen Rindfleisch und Pesto-Auberginen mit Salat und als Abschluss noch ein feines Raclette-Brot, mmmh!

23. Juni 2026

Unser heutiges Ziel war Saint Mawes, eine Bucht in der Nähe von Falmouth. Zuerst aber machten wir in der Marina von Falmouth Halt, um Frischwasser aufzutanken, Abfall zu entsorgen und vor allem um den Kühlschrank wieder aufzustocken. Schwer beladen kamen wir zurück aufs Schiff. Susanne ist eine Meisterin im Verstauen von Lebensmitteln. Irgendwie hat sie für alles ein Plätzchen gefunden, für mich fast ein Wunder.

Leider hatte es wiederum keinen Wind, so dass wir unter Motor unser Ziel ansteuern mussten.

Zuerst wollten wir vor Anker bleiben, da aber der Wetterbericht für die Nacht stärkere Winde angesagt hatte, fühlten wir uns an der Boje doch sicherer. Mit Glück ergatterten wir noch eine freie Boje, was uns alle freute. Kaum war das Boot sicher vertäut, genossen wir alle ein Bad im langsam erwärmenden Meer.

Unser Nachtessen wurde wiederum auf dem Grill zubereitet, Lamm dazu Bratkartoffeln und Broccolisalat, jammi.

24. Juni 2026

Wetter wunderbar, Wind nicht vorhanden!

Also ging’s weiter mit Motorkraft Richtung Osten. Das Ziel Fowey, ein sehr hübsches Dorf am Fowey River. Gross war die Freude und die Erwartung als wir auf dem Weg ein Fischerboot sichteten, das nicht unter Fahrt war. Unsere Frage, ob sie Hummer zu verkaufen hätten, wurde mit einem lächelnden “Ja” beantwortet. Juppiee.

Vier Stück wurden übergeben und dazu wurde uns noch Tintenfisch angeboten. Den lehnten wir aber mangels Lagermöglichkeit dankend ab. Im Flussarm bei Fowey angekommen, fanden wir eine sehr gut gelegene Boje mit schöner Sicht aufs Dorf und auf der Rückseite ein Felsband, welches von Bäumen überwachsen ist.

Auf dieser Fahrt kamen alle ins Schwitzen, da es fast windstill war und die Temperaturen auf 27 Grad kletterten. Beim Bade stellten wir dann fest, dass auch das Wasser bald gegen die 20 Grad Marke geht. Aber als Abkühlung ist es noch allemal gut. Es kam keine Langeweile auf. Wurde auch an diesem Nachmittag gejasst und wir wurden Zuschauer einer Regatta in der Fowey-Bucht. Leider hat mein Favorit ein bisschen geloost.

Die 4 Hummer verzehrten wir genüsslich als Abendessen, es war ein Schmaus.

Müde aber glücklich krochen wir zu später Stunde in unsere Kojen.

25. Juni 2026

Den heutigen Tag verbrachten wir vor Anker in Fowey. Mit dem Resi ruderten wir an den Landungssteg und machten uns auf, durch das Dörfchen zu schlendern. Enge Gässchen, schmucke Häuschen, ursprüngliche Pubs und kleine Shops prägten das Bild. Unser Plan war, einen Rundwalk von ca. 2 1/2 Stunden zu machen. Zuerst mussten wir ganz ans Ende des Dorfes gehen. So kamen wir am Rest. “Game of Cones” vorbei, das gemäss Werbung über 33 Sorten Glace anbietet. Wir waren noch nicht bereit dafür, auch war das Restaurant am Morgen noch geschlossen. Aber als Fixpunkt speicherten wir das Lokal in unseren Köpfen, wer weiss nach der Wanderung…..? Die Wanderung führte angenehm oft durch Wäldchen, was bei der Wärme (ca. 27 Grad) sehr angenehm war.

Schön war’s, mit immer wieder anderen Ausblicken,

so konnten wir z.Bsp. die Cachana von oben bewundern. Nach dem Abstieg bei Polruan lockte uns ein uriges Pub, wo wir eine verdiente Erfrischung genossen. Zurück nach Fowey nahmen wir die Fähre und bald war klar, wir wollten die Glacesorten ausprobieren. Also nochmals durch’s ganze Dorf und es hatte sich gelohnt. Die Glaces sind absolut empfehlenswert.

Die Wahl des Abendessens nahm uns der Wettergott ab, es braute sich ein Gewitter zusammen. Schnell war alles ins Trockene gebracht und wir assen ein sehr feines Raclette.

Das Gewitter traf uns nur am Rand, aber Regen gab es die ganze Nacht hindurch immer wieder.

26. Juni 2026

Heute war ein Segeltag angesagt.

Wir wollten Richtung Osten über Plymouth hinaus nach Salcombe segeln. Es klappte wunderbar, und wir nahmen gut Fahrt auf. Beim Aufziehen des Genacker gab es ein kleineres Malheur, auf Landrattendeutsch: zuerst ein Knuddelmuddel beim Segel und dann ein Chrüsimüsi bei den Seilen.

Aber die Bootsfrau hatte bald alles wieder im Griff, und es konnte weitergehen. Plötzlich war Flaute und das zusätzliche Segel musste wieder eingezogen werden. Mit Motorhilfe liefen wir dann in Salcombe ein, wo uns der Harbour Master anwies am ersten Pontoon im Päckli bei einem anderen Boot anzulegen.

Heute war wieder Grill angesagt, Rind mit Auberginen und Kefen, dann als Abschluss noch ein Raclette Brötli, lecker!

27. Juni 2026

Nach einer ruhigen Nacht am Pontoon genossen wir unseren ersten Kaffee erneut bei Sonnenschein an Deck und schmiedeten Pläne für die Weiterfahrt. Für die Cachana war ab Sonntag ein fixer Hafenplatz in Plymouth reserviert, da Susanne und Cherif für ein Paar Wochen zurück in die Schweiz reisen werden. Vielleicht noch einmal ein Plätzchen in einer ruhigen Bucht, wo wir nochmals baden können?

Da die Winde gut angesagt waren, entschlossen wir uns, unter Segel Richtung Plymouth zu segeln und dort einen lauschigen Ankerplatz zu suchen. Susanne prüft jeweils diverse Wetterapps und alle sagten guten Wind von Süd an. Aber derjenige, der fürs Wetter/Winde zuständig ist, kennt all diese Apps nicht oder er hatte keinen guten Tag. Der Wind wehte von Ost. Also war wieder einmal motoren angesagt. In der Einfahrt zur Bucht von Plymouth fanden wir ein gutes Ankerplätzchen und genossen ein Potpourri aus dem Kühlschrank, aus dem wir ein feines Curry zubereiteten, sehr fein!

In der Nacht schaukelte es während ca. 2 Stunden stärker (mindestens für mich war es stärker). So kam mein E-Book zum Zuge, bis es wieder etwas ruhiger wurde.

28. Juni 2026

Eigentlich wollten wir noch einen kleinen Spaziergang machen und erst am Nachmittag durch die Schleuse zum Sutton Harbour fahren.

Aber es kam anders…..Cherif hatte seit zwei Tagen eine Entzündung am Fuss (vermutlich ein Insektenstich) der trotz der Umsorgung durch die Bordfrau einfach nicht bessern wollte. Also auf zur Schleuse und zum reservierten Hafenplatz. Was dann folgte, war eine bürokratische Odyssee. Zuerst machten wir nach 20 Minuten in der Warteschlange beim Notfallservice des National Health Service ein komplettes Assessment per Telefon. Die hilfsbereite Dame verwies uns dann an die nächstgelegene Apotheke. Dort war Warten angesagt, bis doch noch jemand den Fuss sehen wollte. Der vermeintliche Arzt bestätigte, dass dies ein Antibiotika erfordere, er das aber nicht abgeben dürfe, da wir aus der Schweiz seien. Wir sollen zum Notfall. Dort müsse ein Rezept ausgestellt werden und eventuell müssten wir mit dem Rezept wieder zurückkommen, um das Antibiotika abzugeben…….., einfach nur nervig! Also per Uber zum Notfall, dort hiess es: Wartezeit ca. 4 Stunden. Ich erklärte der Dame, dass wir alles Nötige schon über die Notfallnummer angegeben hätten und auch in der Apotheke klar gesagt wurde, es benötige ein Antibiotika. Sie hatte kein Einsehen oder konnte uns ganz einfach nicht entgegenkommen. Sie riet uns nach 2 Stunden zu telefonieren, vielleicht wäre dann die Wartezeit geringer……., wer’s glaubt!

Euch über die Auflösung dieser Episode mit dem englischen Gesundheitssystem zu berichten, überlasse ich Susanne und Chérif. Unser Aufenthalt auf der Cachana neigt sich nämlich dem Ende zu. Heute noch ein feines Nachtessen in einem gebuchten Lokal, dann alles Packen und Morgen ab nach London zum Flieger.

Wir haben unsere Zeit an Bord sehr genossen, es war einfach wunderbar. Für die liebevolle Gastfreundschaft bedanken wir uns herzlichst und freuen uns darauf, wieder einmal mit euch zu segeln.

Ursi und Franz

Auf zu den Scilly Ilands

14.Juni Der Wecker geht pünktlich 3.45 Uhr los und dies an einem Sonntag! Ist noch ziemlich dunkel draussen! Zuerst Café, dann uns und die Cachana bereit machen. Auch die Toilettenschlüssel zum Hafenmeister bringen, wird nicht vergessen. 4.02 Uhr wird die letzte Leine gelöst. Es ist bereits so hell, dass wir gute Sicht haben. Wir fahren durch das geöffnete Schleusentor von Padstow. Fahren weiter unter Motor, den knapp 2sm langen Wasserweg raus. Im Moment noch wenig Wind.

Darum brummt der Motor. Nicht lange gehts, der Wind steigt stetig. Motor weg, Segel rauf und wir segeln mit 6-7kn. Wunderbar, bald sind wir bei 8kn angelangt, der Strom schiebt mit! Wir sind schneller in der Nähe vom Cap Cornwall als gedacht!

Plötzlich fällt der Wind von 15kn auf 8kn, ein paar Minuten später schäumendes Wasser bis zu 25kn. Das Grosssegel erhält direkt das 2. Reff. Kaum gerefft werden es 30kn, auch die Genua wird eingerefft. Als das Windlog bei 35kn angelangt ist, wird das 3. Reff eingezogen. Beim ziehen hören wir zuerst einen kleinen Knall und was reissen! Shit…. irgendwie hat sich das Ende der Segellatte mit der Reffleine verhakt. Durch das ziehen hat es den Lazybag verrissen!! (Aufbewahrungstasche für das Grosssegel, welches am Grossbaum festgemacht ist) und der Knall vielleicht ist die Segellatte gebrochen? Schliesslich wird die Genua komplett eingerollt. Wir fahren immer noch mit fast 8kn. Es schäumt und sprudelt um uns herum.

Die starken Böen mit Gezeitenstrom sind faszinierend! Um das Kap herum können wir wieder die Genua etwas öffnen. Wir sind schnell unterwegs und sind früher am Kap als gedacht. Somit haben wir immer noch Mitstrom und umfahren das Verkehrstrenngebiet. Nach 78sm sind wir in Hugh Town Scilly’s, fast 3 Std. früher als gedacht, angekommen.

Wir suchen eine gelbe, freie Gästeboje! Leider keine mehr frei! In der äusseren Bucht liegen andere Segler unter Anker. Auch wir setzen den Anker, welcher auch gleich hält. Good News, die Segellatte ist ganz! Wir liegen ruhig. Aber die Vorhersagen meinen, dass der Wind Abends wohl zurückgeht, jedoch am frühen Morgen von Südost auf Westen dreht. Gegen Westen ist die Bucht offen, könnte etwas unangenehm werden. Jetzt sind Anne und Bernhard mit der Bass Rock auch angekommen und versuchen zu ankern. Dieser will partout nicht halten. Nach vergeblichen diversen versuchten Ankermanövern an verschiedenen Orten fahren Sie nochmals in’s Bojenfeld. Siehe da, ein Segelschiff hat abgelegt, der wahrscheinlich eine Nachtfahrt nach Irland macht. Sie schnappen sich die Boje, wir sind froh für Sie. Wir erfahren später, dass Sie festgestellt haben, dass Ihr Anker aus einem unbekannten Grund verbogen ist und desshalb nicht greift. Da wir früher hier sind haben wir noch Zeit und Musse zum grillieren.

Der Grill wird montiert, gekocht und fein gegessen.

Anschliessend fallen wir K.O. in die Koje. 2-3 Stunden später fängt die Cachana an zu tanzen links und rechts, auf und ab! Morgens stehen wir ziemlich zerknittert auf und wir sehen eine freie Boje! Wir ziehen uns an, trinken noch einen Café und schnappen uns die Boje. Ca. 9.00Uhr kommt der junge Hafenmeister mit Schlauchboot vorbei und kassiert die Gebühren für die nächsten 2 Nächte. Die erhaltene Schokolade wird gleich freudenstrahlend vertilgt. Wir blasen unser Reesi (Dingi) zum ersten Mal in dieser Saison auf. Sind gespannt ob der Motor noch will! Glücklicherweise hat er Lust! Wir fahren zur Hafenmole und gehen an Land. Wir möchten heute mit der Fähre zur Insel Tresco. 14.15 Uhr fährt die Fähre, genug Zeit um das Städtchen Hugh Town zu erkunden und etwas zu Essen. Bald finden wir ein Pub mit Terrasse und Blick auf See.

Mit gefülltem Bauch spazieren wir zum Landesteg und fahren mit der kleinen Fähre nach Tresco.

Wir wollen durch den Abbey Garden spazieren. Der Abbey Garden, ist ein botanischer Garten, der um die Ruinen einer 12. Jahrhundert Abtei angelegt wurde. Er wurde 1834 eröffnet und beherbergt eine beeindruckende Sammlung exotischer Pflanzen aus mediterranen und subtropischen Regionen.

Dank des milderen Klimas gedeihen hier zahlreiche Arten, darunter Palmen, Kakteen und Proteas . Der Garten bietet malerische Wege, Teiche und herrliche Meerblicke. Wunderschön, wir haben eher das Gefühl, dass wir in Südspanien sind, einzig die Sonne fehlt!

Zurück zum Schiff geniessen wir ein wenig Käse und Wurst. Die letzten 2 Nächte hatten wir wenig Schlaf, ob es heute besser wird? Ein bisschen aber nur ein bisschen! Irgendwann begann wieder die Schaukelei. Der Wind pfeifft im Rigg. Dienstag Morgen fühlen wir uns wie geschüttelt und gerührt! Hatten wir das nicht schon mal vor 2 Jahren in Westirland??? Gleich steigen wir ins Reesi und fahren an Land. Wir möchten die kleine Halbinsel von Hugh Town mit ihrer Befestigung umwandern. Schöne Wanderung, die Castell Artige mit den ausgestellten Kanonen sind beeindruckend .

Dann noch ein Spaziergang durch Hugh Town.

Wir fahren mit dem Reesi wieder zur Cachana. Unterwegs sehen wir zum ersten Mal in dieser Saison ein Schweizer Schiff. Klar, wir fahren hin und lernen den netten Jean-Pierre kennen. Quatschen eine Weile, und tauschen unsere Kontaktdaten aus. Er hat sein Schiff seit 3 Jahren in Cherbourg. Vielleicht auch eine Möglichkeit für uns. Mal sehen. Am Abend gibt’s ein feines Raclette

und wir legen uns hundemüde in die Koje. Der Wind hat abgegeben, die Cachana schaukelt immer noch. Mittwoch Morgen “No comments!” Es ist wie gehabt grau und neblig.

Wir nehmen die Fähre nach Saint Agnes. Spazieren über den Tombolo und wandern um die Insel Gugh.

Es gefällt uns sehr.

Manchmal guckt die Sonne durch die Wolken, der Nebel verzieht sich.

Ursula und Alex haben uns eine kleine Gaststätte, mit vielen Meeres Leckereien empfohlen, sowie dem naheliegenden Kiosk der selbstgemachte Isch Cräm (Berndütsch) verkauft. Angekommen erfahren wir, dass der Gaststättenbetreiber auf bitte der Freundin wieder zurück auf die grosse Insel gezogen ist. Wer kann Ihm/Ihr dies verdenken, ist nicht jedermann/Frau Sache auf einer Insel mit 7 Einwohner zu leben!!! Dann doch äs Isch Cräm zum Zmittag, sehr lecker!

Jetzt frisch gestärkt umwandern wir noch die grössere Insel St Agnes!

Zurück mit der Fähre. 17.00 Uhr treffen wir Anne und Bernhard im Pub. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus. Anne und Bernhard bleiben noch auf den Scilly’s! Sie erwarten am Freitag Ihren neu bestellten Anker! Wir verabschieden uns und fahren mit dem Reesi zur Cachana. Das Dingi wird gleich gereinigt und verpackt. Wir machen soweit es geht alles bereit, damit wir Morgen 7.30 Uhr ablegen können. Zum Nachtessen gibt es feine Pasta mit Knobli, Salbei und etwas Olivenöl sehr fein. Morgens stehen wir um 6.45 Uhr auf. Das Schaukeln war nicht mehr so extrem aber doch so, dass wir nur mässig geschlafen haben. Heute Donnerstag möchten wir nach Newlyn Harbour (dem grössten Fischereihafen in England), welcher an der westlichen Südküste liegt. Der Wetterbericht meldet ideale Wind Bedingungen, nur leider ist auch viel Nebel angesagt! Aber mit AIS und Radar haben wir ein gutes Gefühl! Wir schaffen die Ausfahrt der Scilly Insel im dichten Nebel ohne Probleme.

Der Nebel weicht uns nicht von der Seite. Teilweise wenig Auflockerungen, aber kaum denken wir an die Sonnenbrille, zieht der dichte Nebel wieder auf. Auf dem Weg begleitet uns eine Delphin Familie. :-))

Immer wieder wunderschön. Angekommen funken wir die Marina an und erhalten zu unserer Freude einen Liegeplatz. Da es ja ein grosser Fischereihafen ist, hat es nicht viele Gästeplätze. Wir sind erstaunt über die Grösse und die vielen Fischerboote hier.

Richtig spannend, man kann draussen sitzen und einfach nur zuschauen. Nicht lange geht’s und wir kaufen vom Fischer 2 grosse Loobster für je 10£, die gleich im Topf landen.

Wir freuen uns bereits auf das morgige Mittagessen. Heute Abend haben wir im Casa Tapa Newlyn reserviert, das von vielen verschiedenen Gästen in den höchsten Tönen gelobt worden ist. Wir sind nicht ganz der Meinung aber es war OK. Auf dem Schiff noch einen kleinen Absacker (Whisky) und richtig müde in die Koje. Heute Morgen aufgewacht. Wow!! Nach 4 Nächten mit wenig oder schlechtem Schlaf haben wir durchgeschlafen. Das tut so gut! Es gefällt uns hier.

Wir bleiben noch eine Nacht. Heute machen wir die Cachana bereit für den lieben Besuch. Am Samstag fahren wir nach Falmouth und werden Ursi und Franz empfangen. Auch möchten wir Anfang’s Juli nach Hause fahren. Wir haben bereits nach diversen Häfen Ausschau gehalten, die nicht trockenfallen, gut geschützt und eine gute Verkehrsanbindung bieten. Platz sollten sie auch noch haben! Nicht ganz einfach in der Hochsaison. Leider melden die Wetterprognosen untypischer Weise für die nächste Zeit Winde aus Ost. Und unsere Hauptrichtung ist nun mal Ost. Wir mögen keinen Stress und entscheiden, dass wir die Cachana in der nicht weit entfernen Plymouth Marina lassen werden. Wir bestätigen die Offerte und bezahlen die gesalzene Rechnung. Bald gibt’s Loobster!!!

Und es war so fein…….! So fein, dass wir uns vornehmen am Nachmittag noch einmal zu kaufen! So können wir morgen Ursi und Franz eine Freude bereiten. Wir müssen noch ein paar Einkäufe erledigen. Wir hoffen einen Fischer zu treffen um nochmals die feinen Tierchen zu ergattern. Die Einkäufe sind erledigt! Aber kein Fischer in Sicht. So viele Fischerboote aber keine Schiffe sind heute raus oder rein. Na dann halt nicht!! Am Abend ein bisschen Käse und kaltes Fleisch mit Rotwein immer wieder fein. Samstag früh morgens hören wir die Fischerboote eins ums andere hinausfahren. Schade, dass wir heute gehen . 7.30 Uhr Leinen los und wir nutzen die Strömung.

Heute kein Wind, der Motor brummt. Der Skip hat den Kurs nahe an’s Kap Lizard geführt. In Absprache mit der Bordfrau sind beide der Meinung, bei diesem ruhigen Wetter sollte es kein Problem sein. FALSCH GEDACHT!!!!! Als wir in die Nähe des Kaps kommen, fängt die Cachana zu tanzen an, richtig unangenehm. Schnell wird ein Kurswechsel ausgeführt und wir fahren mit mehr Abstand um das Kap. Eine Delphin Familie begleitet uns.

Um 13.00 Uhr machen wir in Falmouth fest. Wir senden an Ursi und Franz den Standort und bald begrüssen wir Sie freudig auf der Cachana.

Bis bald tschüss! Cachanieros

Wie wir von Padstow wegkommen!

Freitag morgen 5. Juni, machen sich Sandra und Michi bereit zum Abreisen. Nach der herzlichen Verabschiedung haben wir beschlossen, mit der Fähre zur anderen Seite nach Rock zu fahren und auf dem South-West Coast Path wandern zu gehen!

Wir reservieren für den Sonntag noch im Little Prawn einen Tisch für das Dinner. Das Restaurant hat tolle Bewertungen und die Speisekarte ist nach unserem Gusto! Vielleicht geht es ja dann am Montag weiter! Immer wieder scheint die Sonne, abwechselnd mit Wolken, Wind und Regen.

Nach knapp 3 Stunden wandern macht der Wind und Regen ernst! Wir entschliessen uns zur Umkehr und nehmen den Bus, welcher uns in die Nähe der Fährstation bringt.

Nun zurück mit der Fähre!

Wow! Die heisse Dusche wirkt Wunder! Wir werden von Anne und Bernhard angefragt, ob wir mit Ihnen im St Petroc’s Bistro Nachtessen möchten , mhhh, wir sagen zu. Sehr fein und mit sehr netten, interessanten Gesprächen, ein schöner Abend. Heute Nacht sind Sturmböen aus Süd angesagt. Wir liegen sehr sicher in diesem Hafen. Aber die Cachana beginnt trotzdem zu Schaukeln und es heult und pfeift. Der Skipper erfährt von alledem erst morgens aus der Erzählung der Bordfrau!

Es regnet und wir nutzen die Zeit, um uns schlau zu machen wie es weitergehen soll! Die ganze nächste Woche sind viele Stürme aus West oder Südwest angesagt (bereits die 2. Woche). Am Montag haben die Wettermodelle bis ca. 14.00 Uhr Nordwest Wind, drehend auf West angesagt. Eigentlich möchten wir sehr gerne zu den Scilly Inseln segeln, aber mit diesen Wettervorhersagen eher schwierig! Und dazu wird das Gezeitentor frühestens 9.30 Uhr geöffnet. Wir wollen auf keinen Fall im Dunkeln in den 75sm entfernten Scilly’s ankommen. Dazwischen gibt es keine Häfen, nur ungeschützte Ankerbuchten. Desshalb gibt es nur noch die Variante um Land’s End, (westlichster Punkt von England’s Festlandsküste) in die Penzance Bay zu segeln, die knapp 60sm entfernt ist. Dazu sind Wellen zwischen 2-2.5m aus Westen angesagt und diverse Gezeitenströme. Nicht ganz einfach, mal abwarten und Sonntag’s nochmals die Wettermodelle ansehen! Nachmittags spazieren wir eine halbe Stunde zu einem spannenden Farmer Shop, welcher viele Frischprodukte, Gemüse, Fleisch und Spezialitäten anbietet. Wir kaufen dort einige Delikatessen ein und spazieren weiter zum Tesco. Gestern Abend haben wir festgestellt, dass der Rotwein alle ist. Wir müssen wieder bunkern. Mit 2 schweren Rucksäcken kriechen wir zurück. Pünktlich um 20.00 Uhr nehmen wir Platz an unserem Tisch im Little Prawn ein. Ein kleines Restaurant mit etwa 20 Plätzen und ein junges, sympathisches Team. Das Essen, Tapas artig aber anders!

Hervorragend, wir können das Restaurant nur empfehlen! Wir geniessen den Abend! Heute Sonntag, eher grau, bewölkt und ab und zu Nieselregen.

Wir nutzen die Zeit um einige Arbeiten zu erledigen und das Wetter zu studieren. Was neu ist, dass fast alle Wettermodelle auf nächstes Wochenende eine Wetterberuhigung voraussagen! Wir entscheiden uns, dass wir hier an diesem so wunderschönen Ort bleiben und nächstes Wochenende zu den Scilly’s segeln. Am Mittag geniessen wir unsere hausgemachtes Kaviar-Omelette. Jetzt haben wir Zeit und planen was wir in den nächsten Tagen unternehmen möchten. Montag morgen, bei mehrheitlich sonnigem Wetter, fahren wir mit der Fähre wieder nach Rock und laufen zur 20 Minuten entfernten Busstation. Wir fahren mit dem Bus nach Polzeath

und wandern der South-West Coast Path weiter der Küste entlang zu Port Isaac. Der direkte Weg wäre etwa 2.5 Stunden, der Küste entlang 5.5 Std. mit ca. je 1200 Höhenmeter rauf und runter. Wir entscheiden uns für den längeren.

Wir werden mit wunderbaren Ausblicken belohnt.

Zurück mit Bus nach Rock, dann in einem sehr gut ausgestatteten Laden kaufen wir etwas Wein, Pouletschenkel und grünen Spargel ein. Spazieren zurück zur Fähre und werden doch noch verregnet. Kaum von der Fähre scheint die Sonne wieder. Der Grill wird montiert und die Pouletschenkel und Spargeln kommen gleich auf den Grill, zum Dessert ein Grill-Raclette Brötchen. Sehr fein! Dienstag Morgen laufen wir zum Fahrrad-Verleih und mieten E-Bike’s. Und los geht’s den Camel Trail entlang von Padstow über Wadebridge und Bodmin nach Wenford Bridge.

Die Wege führen dem Fluss entlang, über Wiesen und Wälder auf einem alten Bahntrassee, dass zu einem Fahrrad und Spazierweg umfunktioniert wurde.

Nach ca. 18 Meilen = 29 km erreichen wir Wenford Bridge. Dort geniessen wir unseren Picknick und fahren wieder heimwärts.

Auf dem Weg möchten wir noch einen kleinen Abstecher ins Weingut Camel Valley machen. Ihr liest richtig, Weingut in England? Tatsächlich!! Es gibt hier in der Gegend 2 Weingüter, das Trevibban Mill Vineyard und Camel Valley! Wir degustieren auf der Terrasse,

mit schönem Ausblick auf die Weinberge, 2 Prosecco von der Pinot Noir Traube, Rose und Weiss, dann noch 2 Weissweine ein Chardonnay und ein Bacchus,

sind überrascht alle sind sehr fein! Aber teuer sind sie schon.

Weiter geht’s nach Wadebridge auch dort machen wir halt. Überraschung! Da hat es einen Käsespezialisten der den Käse und Butter selber produziert, es hat aber auch andere ausgewählte Käse. Wir dürfen degustieren und natürlich kommen wir nicht ohne den leckeren Käse heim. Nun müssen wir uns beeilen, der Fahrrad Verleih schliesst um 17.00 Uhr, das wird knapp. Wir ziehen aus den E-Bike den maximalen Strom und mit unserer maximalen Muskelkraft erreichen wir 17.02 Uhr die Station! Die Fahrräder sind bereits eingeräumt, aber die Verleiherin ist noch hier und lächelt, da seid Ihr ja! Die Fahrräder abgegeben laufen wir zur Cachana. Zum Abendessen wird der Grill wieder angefeuert und wir grillieren Lammplätzli, dazu gibts Coco-Bohnen und Salat.

Mittwoch ist Sonne, Regen und Wolken angesagt, trotzdem machen wir uns morgens auf den Weg zur Bus Station und fahren eine knappe Stunde nach Magwan Porth. Die Strassen sind in dieser Gegend sehr eng. Es ist abenteuerlich in den englischen Doppelstock Bussen durch die engen, kurvigen Wege zu crusen! Wir bewundern die Gelassenheit des Buschauffeurs.

Angekommen wandern wir wieder auf dem South-West Coast Path.

Es geht der Küste entlang bis zur Constantine Bay. Wunderschöne Steinmauern säumen den Weg. Was für eine Arbeit, sie faszinieren uns immer wieder.

Von Constantin Bay aus gehts wieder mit dem Bus nach Hause. Wir haben Wetterglück es hat nur einmal kurz geregnet, meistens Wolken mit Sonne und viel Wind. Angekommen scheint die Sonne. Wir geniessen ein Ribeye Steak vom Grill!

Am Donnerstag ist viel Wind und immer wieder Regen angesagt. Es stehen einige Arbeiten, wie Büroarbeiten, Blog und Routenplanung an. Um 17.00 Uhr sind wir bei Anne und Bernhard auf der Bass Rock zum Apero eingeladen wir geniessen den Abend mit den Beiden. Freitag ist das Wetter etwas besser aber eben nur etwas! Macht Nix!! Wir haben immer noch einige Abklärungen zu erledigen und somit ist der Tag schnell vorbei. Samstag hat sich das angekündigte Hoch über uns eingeschlichen. Die Sonne scheint mit einer leichten Brise. Wir flanieren in Padstow. Viele, viele Touristen, aber eine sehr gemütliche Atmosphäre, uns kommt es fast so vor wie an einem schönen Sommertag in Ascona an der Uferpromenade!

Wir begleichen die Hafengebühren, 14 Nächte das haben wir noch nie geschafft! Für uns fühlt es sich so an als hätten wir in Cornwall 2 Wochen Ferien gebucht. Wir nehmen viele schöne Erlebnisse und Eindrücke mit. Wir treffen unsere Vorbereitungen, Einkäufe, Waschen, Wasser bunkern, Wetter/Strom und Routenplanung etc.

Denn Morgen 4.30 Uhr möchten wir ablegen. Unser Kurs soll uns zu den 75sm entfernten Scilly Inseln führen. Wieder ist es so, dass wir Ströme mit uns haben werden aber auch noch stärkere gegen uns, dazu ein 10sm breites Verkehrstrenngebiet, welches wir im rechten Winkel überqueren müssen. Wir sind gespannt. Bis bald Cachanieros

Michi und Sandra

Unsere Tage bei Susanne und Chérif

2026 hatten wir mal wieder die Möglichkeit, mit Susanne und Chérif, ein paar Tage auf der Cachana zu verbringen. Wir freuten uns sehr über diese Möglichkeit, da 2025 die gemeinsamen Tage abgesagt werden mussten (Leistenbruch).

Nach kurzer Vorbereitung war klar, dass wir am Donnerstag 28. Juni um 07.05 den Flug nach London antreten werden und anschliessend mit dem Zug nach Milford Haven fahren würden. Geplant war um 8 Uhr abends gemeinsam zu Essen. Wie öfters in den letzten Jahren driftet Plan und Realität auseinander. So auch dieses Jahr. Denn als wir im Bahnhof Paddington ein Billett nach Milford Haven kaufen wollten, teilte uns der nette Mann hinter dem Schalter mit, dass dies nicht möglich sei. Die nächsten Züge würden nur bis Swansee fahren. Dort müssten wir warten und könnten erst einen Zug nach 19.00 Uhr nehmen, womit wir erst um ca. viertel nach acht oder gegen halb neun ankommen würden.

Was nun? Zuerst einen Apero trinken. Während wir also unseren Prosecco genossen kam mir die Idee, dass man dennoch früher fahren könnte. Dann besteht vielleicht die Möglichkeit in Swansee einen Uber zu nehmen und so dennoch zurzeit anzukommen. Ein guter Plan. Denn so verlief die Reise auch, so dass wir zurzeit bei Chérif und Susanne waren und rechtzeitig Nachtessen konnten. Nach dem üblichen «Schlumi» ging es ins Bett. 

Am nächsten Tag konnte ausgeschlafen werden, was wir alle genossen. Denn der Wasserstand, aufgrund der Gezeiten, erlaubte ein Auslaufen sowieso erst kurz nach Mittag. Es blieb somit genügend Zeit um zu Essen, Wasser zu bunkern und Diesel zu tanken.

Gemütlich segelten wir den Fluss nach Llangwm hoch

und ankerten in ruhigen Gewässern. Nachdem die Cachana an der Boje festgemacht war, begannen die Arbeiten für das Nachtessen und Chérif startete die Planung für die nächsten Tage.

Es war von Beginn weg klar, dass die Cachana und ihre Crew weiter nach Süden segeln muss. Nächstes Etappenziel wird sein, «Padstow». Also war Wind (ungünstig), Strömung und Wetter zu studieren und den bestmöglichen Plan zu entwerfen. Wie immer hatte Chérif eine Idee, welche die Crew widerspruchslos folgte. Der Plan war, am nächsten Tag gemütlich und unter Motor in

die Bucht von «Dale Beach» zu fahren

und am übernächsten Tag die rund 74 Seemeilen nach Padstow zu segeln. Ein Törn, welches frühes Aufstehen, guten Wind und wenig Gegenströmung erforderte.

Glücklicherweise konnten wir beide Tage wie geplant umsetzen, so dass wir am Sonntag 31. Mai fahrplanmässig in Padstow ankamen.

Bei traumhaften Wetter segelten wir in rund 14 Stunden bis in den Hafen von Padstow, wo wir in der «zweiten Reihe» festmachen konnten.

Der Montag war mit englischem Wetter gesegnet. Somit hiess es ausschlafen und einen ruhigen Tag mit Einkaufen, Duschen, Kaffeetrinken und Ortbesichtigung zu verbringen. Alles gut. Leider war während dieser Woche ein Weitersegeln ausgeschlossen. Wind zu stark und aus der falschen Richtung und es war mit Wellen von drei bis vier Metern zu rechnen. Was also tun. Der Plan war schnell gefasst. Am Dienstag gab es eine wunderschöne Wanderung der Küste entlang von Padstow.

Und für Mittwoch / Donnerstag mieteten wir ein Auto und fuhren nach Cardiff, wo wir übernachteten.

Leider war es unmöglich einen Hop on Hop off Bus zu finden, weshalb wir die Stadt und einige Geschäfte zu Fuss erkunden mussten.

Wer uns kennt, weiss, dass dies für uns keine Herausforderung darstellte. Wir vier finden regelmässig zu essen, zu trinken

und bei Bedarf etwas zu kaufen. 

Am Donnerstag genossen wir den Vormittag noch kurz in Cardiff

ehe wir über Bristol zurück nach Padstow fuhren. Die bekannte Clifton Brücke von Bristol

und der Hafen kann jedermann empfohlen werden.

Auch in Bristol kann man sich gut verweilen und es gibt / gäbe einiges zu entdecken.

Leider war unsere Zeit auf der Cachana am Freitag schon wieder zu Ende.

Um die Rückreise in die Schweiz etwas entspannter angehen zu können planten wir eine Nacht und einen Tag in London ein, so dass wir London kurz und per Hop on Hop off Bus erkunden konnten. Da wir das Mietauto bis Freitag reserviert hatten half uns dies, unser Gepäck nach Bodmin zu bringen. Danach fuhr uns das Taxi zum Bahnhof.

Die Tage mit Susanne und Chérif vergingen wie im Flug und waren wie immer traumhaft. Vielen Dank

Bye bye Irland

Freitag 22. Mai Abends kaum haben wir den letzten Beitrag veröffentlicht, freuen wir uns auf ein feines Tuna Tatar. Wir möchten nur noch schnell das Brot toasten. Ein grosser Knall, Toaster Tod!!! Doch noch Ofen anwerfen! Es war dennoch sehr sehr lecker.

Samstag 5.30 Uhr ist der Wecker gestellt, wir sind bereits 5.15 Uhr am Kaffee trinken. Pünktlich 6.00 Uhr lösen wir die Leinen und verlassen Howth mit Hochwasser.

Somit sollten wir die Strömung mit uns haben, eine leichte Brise kommt uns entgegen.

Der Wind soll stärker werden, wir wollen vorher in Wicklow sein. Somit machen der Motor und die Strömung den grössten Teil der Strecke, bis zu 2 Knoten schiebt uns die Strömung Wicklow entgegen. Kurz vor 11. 00 Uhr machen wir bereits am Zielort fest.

Hier hat es keine Schwimmstege. Wir befestigen die Cachana an eine dafür vorgesehene Bretterwand . Wir nehmen die langen Leinen, damit wir so die Tide ausgleichen können. Wir hoffen, dass wir in der Nacht nicht aufstehen müssen um zu kontrollieren. Gut ist, dass jetzt Ebbe ist und gegen 18.30 Uhr die Flut kommt. Somit können wir beobachten, ob wir die langen Festmacher richtig gesetzt haben. Alles bestens.

Photo aus dem Küchenfenster

Heute Nachmittag geniessen wir die Sonne, machen einen kleinen Spaziergang und faulenzen.

Bald gibt’s feine Vongole, wir freuen uns.

Sonntag, den 24.Mai stehen wir wieder früh auf! Punkt 6.00 Uhr lösen wir die Leinen.

Wir kreuzen gegen den Wind dem 15sm entfernten Arklow entgegen. So früh damit wir den Strom bis zu 2kn mitnehmen können. Die Sonne scheint, wunderbar und wir sind schneller als erwartet. 9.30 Uhr sind wir schon vor der Einfahrt der Flussmündung, welche nach Arklow führt. Wir fahren hoch und können am Ponton im Fluss festmachen, sehr hübsch.

Es ist herrlich warm, der Sommer ist da. Wir ziehen die kurzen Hosen und ein T-Shirt an. Z’Mittag gibt’s leckeren Lachs mit Prosecco! Die schmutzigen, grünen Fenderhüllen werden gewaschen, sie sind grün von der Bretterwand in Wicklow. Wir machen einen Rundgang in der Stadt und geniessen die Sonne.

Am Abend grillieren wir einen Black Sole, dazu gibt’s Zucchetti.

Den Fisch haben wir in Howth beim Fischändler erstanden, ist extrem lecker. Sein Fleisch hat viel mehr Biss als die Sole die wir kennen, sehr zum Empfehlen! Nächsten Morgen machen wir eine kurze Wanderung dem Fluss entlang, richtig idyllisch.

Am Nachmittag befassen wir uns mit unseren Büchern. Wir möchten morgen Dienstag nach Milford Haven segeln. Milford ist in Wales und ist 85sm entfernt. Wir erfahren, dass Milford Haven der grösste Naturhafen England’s ist und auch sehr schön sein soll. Trotz der Oelindustrie welche schon längere Zeit Einzug genommen hat. Dies bedeutet auch, dass uns evt grosse Oeltanker entgegen kommen können. Deshalb sind einige Regeln zu beachten. Schnell sind 2-3 Stunden vorbei, bis alles klar ist. Wir entscheiden uns, dass wir um 4 Uhr morgen los fahren. Den Strom der 2 – 3 Std. mit 2kn gegen uns fliesst nehmen wir in Kauf und hoffen, dass wir vor dem grossen Gegenstrom in der Nähe von Milford  sein werden. Wir fragen noch unseren Freund Markus und er ist auf ein ähnliche Abfahrtszeit gekommen. Dann wird grilliert, feine Lammkotteletten mit grünen Spargeln zum Dessert ein Raclettebrötchen. 

Sehr lecker

Dienstag, 26. Mai 3.30 Uhr schrillt der Wecker, zur Erinnerung wir machen das freiwillig!!!! Zuerst mal ein Café, bereit machen, anziehen und Punkt 4.oo Uhr Leinen los! Dann Inverter sei dank noch einen Café. Es ist noch ziemlich dunkel, aber wir können bereits Umrisse erkennen.

Wir motoren den Fluss runter und setzten bald das Grosssegel, leider noch mit wenig Wind, so dass der Motor noch weitere 2 Stunden surrt.

Nun endlich mehr Wind und der Kurs passt, dass wir den Gennaker seit langem mal wieder setzten können.

Wir rauschen Richtung Milford, leider müssen wir nach 3 Stunden etwas anluven, da der Strom uns nun stark nach Süden versetzt. Wir werden von Delphinen begleitet, immer wieder ein tolles Erlebnis.

Wir rollen den Gennaker ein und segeln mit der Genua weiter. Zwischendurch lässt der Wind so nach, dass wir den Motor mitlaufen lassen. Der Gennaker steht wieder und das Log zeigt 6-8kn. Trotz unseren Bemühungen sind wir aber immer noch 20 sm von der Einfahrt Milford Haven entfernt. Der Gegenstrom beginnt bereits 13.oo Uhr und nicht wie in den Büchern zwischen 14.oo und 15.oo Uhr angesagt. Wir landen im starken Gegenstrom. Unsere Fahrt über Grund leider nur noch zwischen 2-4kn.

Puah!!! Wir kommen schleichend vorwärts. Schlussendlich machen wir in Milford Haven um 20.oo Uhr fest.

Wir räumen auf und geniessen auf der Veranda des Hafenrestaurant, mit der Crew der Bass Rock, einen Drink. Anschliessend auf der Cachana Pasta Aglio, Olio e Saggio und wir kriechen hundemüde in die Koje. Mittwoch morgen, den 27. Mai, machen wir uns auf dem Weg zum Fischhändler. Spazieren bei den Fischern vorbei. Nach kurzer Nachfrage von Susanne kriegen wir 2 grosse Hummer. Er fragt uns ob wir noch Seeteufelbäckchen wollen! Natürlich! Beim Fischhändler kaufen wir Jakobsmuscheln und Krabbenfleisch ein! Wow!!! So können wir Susanne’s Geburtstag gebührend feiern. Wir freuen uns! Zurück auf der Cachana wird gleich der grosse Topf aufgesetzt und die Hummer werden zu ihrem Leidwesen nacheinander von ihrer Gefangenschaft befreit und landen im Topf. Am Mittag bereitet der Skip die Seeteufelbäckchen zu, sehr lecker.

Gemeinsam geniessen wir den Tag und haben die meisten Arbeiten auf Donnerstag verschoben. Wir gehen auf Erkundungstour durch Milford! Hübsch!

Ein Gebi Apero wird genossen. Unser feines Nachtessen: zuerst gibt’s die Jakobsmuscheln

und dann den Hummer!

Wir schaffen nicht alles! Macht nix! Der Rest gibt eine feine Vorspeise für Donnerstag Mittag! Zum Schluss noch etwas Salat. Es gibt nur ein Wort für das Geburtstagsessen. Genial :-))

Donnerstag morgen beginnen wir die hintere Koje zu leeren. Sie ist voll mit unserem Krempel. Wir machen Platz für Sandra und Michi, welche heute Abend zu uns stossen. Zu Mittag gibt’s den Rest vom Hummer und das Krabbenfleisch, sehr Lecker. Am Nachmittag wird weiter geräumt, geflickt, gereinigt innen und aussen. Gegen 18.oo Uhr kommen Sandra und Michi! Grosse Begrüssung, einen Apero auf der Cachana und dann in’s Restaurant zum Nachtessen.

Auf bald Eure Cachaneros

Mit vielen Erlebnissen geht’s weiter

Donnerstag, 14. Mai

Wir geniessen den Kaffee in der vorderen Koje, die Heizung läuft. Schön, so können wir uns später bei angenehmen Temperaturen anziehen. Die Kälte des Wasser drückt durch den Boden und breitet sich im ganzen Schiff aus. Das wird dann richtig kalt. Gegen Mittag spazieren wir zum Fischbrötchenstand gleich beim Strand und bestellen dort Queenies.

Queenies sind auf der Isle of Man die lokale Bezeichnung für eine besonders zarte, kleine Jakobsmuschel. Exxtrem Lecker! Anschliessend zur Busstation nach Douglas. Wir möchten noch mit der Dampfbahn fahren.

Von Douglas nach Port Erin und zurück. In der Hauptstadt angekommen marschieren wir im Laufschritt zum Bahnhof, ergattern uns die Tickets und schon sitzen wir in einem dieser wunderbaren, nostalgischen Wagon. Jedes Abteil hat eine eigene Türe und wir haben ein Abteil für uns! Toll! Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde und führt uns an der Küste entlang durch Wiesen und Wälder, einfach wunderschön.

In Port Erin haben wir eine gute Stunde Zeit. Beim Spaziergang stellen wir schnell fest, das Städtchen gibt nicht so viel her! Eine sehr schöne Bucht mit grossem Sandstrand ist vorhanden, aber es ist zu kühl und windig um zu bleiben.

Wir gehen noch in’s Bahnhof Museum, dass uns sehr gefällt. Schon bald ist es 16.00 Uhr und wir steigen in den Wagon ein.

Die Dampflok fährt nun den ganzen Weg rückwärts! Wir geniessen die Rückfahrt mit einem Glas Pro Secco.

Kaum auf der Cachana angekommen erblicken wir einen wunderschönen Regenbogen. Wow!

Susanne übernimmt mal wieder die Küche. Der Skip klärt ab, ob es möglich ist auf vernünftige Weise nach Liverpool zu Segeln. Das heisst alles mit den Zeiten koordinieren. Wann das Schleusentor in Peel aufmacht, bis wir im 90sm entfernten Queenskanal vor dem Schleusentor von Liverpool sind. Dazwischen gibt es leider keinen gescheiten Hafen. Es könnte knapp aufgehen, bis die Erkenntnis vorliegt, dass in der Nacht in Liverpool nicht geschleust wird. Die Literatur beschreibt den Queenskanal folgendermassen. Strom bis 5kn, keine Anlege Möglichkeiten und vom Ankern wird dringend abgeraten, da der Untergrund weich ist und somit kein Anker mit diesen Stromgeschwindigkeiten hält und falls doch, wird der Grund sein, dass sich der Anker in dem vielen deponierten Unrat verhakt hat. Dies wollen wir auf alle Fälle nicht!!!!

Wir entscheiden uns, dass wir nach dem 72sm entfernten Howth nähe Dublin segeln, die grosse Frage wann! Am Freitag morgen soll es noch viel Nordwind haben, gegen Nachmittag abflauend. Am Samstag sehr wenig Wind und falsche Richtung.

Am Freitag morgen spazieren wir zum Strand und begutachten die Wellen, welche da entgegenkommen. Wir sind beide der Meinung das müsste gehen. Wir gehen zum Hafenmeister um die Hafengebühr zu bezahlen. Wegen dem Tiefenmalheur verrechnet er uns nur 3, statt 5 Tage, sehr sehr nett. Auch verspricht er, das Gezeitentor um 10.00 Uhr zu öffnen.

Punkt 10.00 Uhr fahren wir durch das Tor und setzen gleich das Grosssegel mit dem 2. Reff. Wir kämpfen uns mit Hilfe des Motors durch die anrollenden Wellen, es geht besser als gedacht. Dann Kurswechsel und wir surfen mit ebenfalls gerefftem Vor- und Grosssegel. Schnelle und schöne Fahrt! Leider fällt am Nachmittag der Wind komplett zusammen und wir müssen mit dem Motor nachhelfen. Wir möchten um 21.30 Uhr in Howth sein, bevor es ganz dunkel wird. Dies wird immer schwieriger, da wir Gegenstrom haben von 0,5-1,8kn welcher nicht kippen will.

Um 22.30 Uhr fahren wir in Howth ein. Zum Glück haben wir einen Platz reserviert, da müssen wir nicht lange im Dunkeln suchen. Gleich bei der Einfahrt sehen wir überraschenderweise die Bass Rock! Die Crew, Anna und Bernhard haben wir letztes Jahr bereits kennengelernt. Wir fahren zu unserem reservierten Platz, aber den hat sich jemand anders geschnappt. Kurz entschlossen fahren wir wieder Rückwärts raus und machen hinter der schlafenden Crew der Bass Rock fest. Müde und zufrieden geniessen wir noch etwas Käse und dann freuen wir uns auf die Koje.

Nächsten Morgen ein grosses Hallo mit Anna und Bernhard. Anschliessend gehen wir zum Hafenmeister um uns anzumelden und uns betreffend Platz zu informieren. Sie entschuldigen sich wegen der misslungenen Reservation und bitten uns aber Umzuparken, kein Problem. Was uns nicht ganz glücklich macht ist, dass Lorraine uns mitteilt, dass wir nur bis Donnerstag bleiben können da Sie 10 zusätzliche Schiffe erwarten. Wir überlegen uns, ob wir gleich in einem anderen Hafen segeln, da der Wetterbericht viel Wind von Süden prophezeit und dies die ganze Woche. Schlussendlich sagt Sie, wir sollen am Dienstag nochmals nachfragen, dann sei der Manager da und meistens geht es schon irgendwie. Das passt! Dann gemütlich zurück aufs Schiff. Duschen, Cachana aufräumen, kleiner Spaziergang am Hafen. Uns gefällt’s hier. Gleich neben der Marina hat es ein grosses Becken, mit vielen Fischerbooten, kleine und grössere, der Fischerhafen.

Das gibt eine schöne natürliche Atmosphäre welche wir immer sehr geniessen. Dann Spaziergang durch’s Dorf, sehr touristisch. Wir hören alle möglichen Sprachen. Am Schluss finden wir doch noch einen Stehplatz und geniessen ein paar feine Austern zum Lunch.

Auch in unserem Becken ist heftig Betrieb. Da werden Schiffe eins um’s andere durch den Kran gehoben. Das Unterwasser (unterer Teil des Schiffsrumpf) wird gereinigt und und das Boot wird wieder ins Wasser gelassen. Heute Nachmittag und auch am Sonntag sind Regatten vorgesehen und viele machen mit. Gegen Abend wird es aber wieder richtig kalt und wir schalten unsere Diesel Heizung ein. Oh vom Auspuff her qualmt es heftig . Da der Rauch nicht aufhört stellen wir die Heizung ab. Google und Chatgpt, sowie die Bedienungsanleitung werden studiert. Sieht nicht so gut aus! Besonders da es scheinbar die Herstellerfirma nicht mehr gibt. E-Mail+Tel. Nr. nicht mehr gültig! Wir entscheiden uns für weitere Abklärungen bis am Montag zu warten.

Am Abend geniessen wir feine Krabbenscheren, anschliessend ein paar Scallops

und zum Schluss ein wenig Käse! Was will man mehr.

Sonntag morgen ein kleiner Spaziergang zum Leuchtturm.

Dann überprüft der Skip die elektrischen Anschlüsse des Dampferlichts, welche leider defekt sind. Das Dampferlicht, ein weisses Licht, welches nach vorne strahlt, muss bei Nacht unter Motor eingeschaltet werden. Es nützt alles nichts, der Fehler muss an der Lampe selber liegen, vielleicht die Birne defekt? Gleich wird die Skiperin den Mast erklimmen, nicht ohne grosse Hilfe des Skips, neehh eigentlich nur mit Winsch und Muskelkraft des Skips :-)). Die Lampe wird geöffnet um die Birne heraus zu nehmen.

So hoffen wir, die gleiche kaufen zu können.

Montag morgen machen wir uns auf den Weg.

Wir möchten auf dem Cliffway, die Halbinsel umwandern ca. 13km. Wunderschöner Weg über den Klippen.

Gegen 13.00 Uhr trudeln wir in Howth ein und geniessen ein paar Austern. Anschliessend zum Ausrüster und wir werden fündig. Bei der Cachana angekommen, es regnet noch nicht. Also Susanne rauf auf den Mast.

Sie montiert die Glühbirne, schnell erfolgreich getestet und wieder runter, es beginnt zu tröpfeln. Es werden noch einige Abklärungen geführt und bestätigt unsere Vermutung, dass die Fa. unserer Dieselheizung nicht mehr existiert. Somit wird es schwierig werden das Gerät zu reparieren/reinigen, da beim zusammenbauen dringend neue Dichtungen verwendet werden müssen. Ansonsten ist die Gefahr, dass Kohlenmonoxid mit der Warmluft im Kabinenraum eindringt. Zum Glück haben wir noch den kleinen Heizlüfter, welchen wir mit Landstrom betreiben können. Wir hatten in letzter Zeit das Gefühl beim Betreiben der Heizung, einen undefinierbaren Geruch wahrzunehmen. Heute Abend ist es kalt, stürmisch mit Regenschauer. Das passende Wetter für ein Raclette. Mmh fein!!! Aber…. Eine Kerze des Raclette Öfchens von Susanne hat kein Power mehr und es wird gleich mit einer neuen Kerze ersetzt. Die neue Kerze brennt richtig stark mit grosser Flamme, es zischt und tut. Susanne’s Käse schmilzt in kürzester Zeit! Plötzlich die Erkenntnis, könnte es sein, dass es zu heiss ist für unseren Tisch? Susanne hält die Hand unter den Tisch und meint sehr warm!! Wir löschen die Kerzen des Öfchens und platzieren es weg. Da ist bei der Crew, schon Frust aufgekommen!! Obwohl wir ein doppeltes Handtuch unter die Ofen plaziert haben lässt sich das Malheur nicht von der Hand weisen.

Am nächsten Morgen will Susanne waschen und Chérif räumt die Backskiste aus. Rettungsinsel, Grill, Gasflaschen, etc. Der Skip versucht sich an der Heizung, welche demontiert werden muss. Ziemlich eng in der Backskiste aber er passt immer noch rein…..

Endlich ausgebaut wird die Heizung auseinandergenommen, so dass der Glühstift gereinigt werden kann. Der Skip möchte die Brennkammer reinigen und hat sie bereits leicht geöffnet.

Er bemerkt jedoch, dass es mit der Dichtung nicht gut kommt. Also alles wieder zusammen- und einbauen ( es liegen auch keine losen Teile herum):-)), Dieselleitung entlüften. Fertig! Falls die Heizung anspringt wäre die Idee, die Heizung unter Volllast 1 Std. laufen lassen, damit Russpartikel verbrennen können. Beim 2. Versuch springt sie an. Freude kommt auf! Noch ein Blick nach hinten, ohhh nein , da kommt ein massiv grau/ weisser Rauch aus dem Auspuff.

Die Leute schauen alle etwas erstaunt, wir liegen ja am Hauptsteg, sagen aber nichts und gehen weiter. Wir müssen auch im Innern die Fenster öffnen, da es wieder so riecht! Susanne montiert die Mob1, Seenot-Sender in die Schwimmwesten, die wir gestern mit viel Mühe und Geduld programmiert haben. Der Versuch wurde schon vor längerer Zeit schon mal gemacht, ist dann wegen Nervenverlust vom Skip aufgegeben worden. Jetzt hat alles geklappt. Zurück zur Heizung nach etwa 40 Minuten unter Vollast, wird der Qualm etwas weniger. Nach der Stunde ist kein Rauch mehr vorhanden. Wir hoffen! Am Abend sitzen wir im Bauch der Cachana und machen nochmals einen Test mit der Heizung. Sie springt ohne Probleme an, aber gleich kommt wieder dieser Geruch, wir stellen ab. Wir halten Rücksprache mit unserem Freund Markus, er fährt morgen zur Despina. Er meint die Gerüche könnten immer noch von schlecht verbrannten Russresten stammen, ob wir nicht ein Kohlenmonoxid Messgerät auf der Cachana haben. Leider nein, must have :-))

Mittwoch morgen gehen wir zum Ausrüster und erkunden uns ob sie Kohlenmonoxid Messgeräte im Sortiment haben. Er nickt, wir kaufen gleich 2, für jede Koje eine und schlendern weiter zum Bahnhof. Wir wollen den Tag in Dublin verbringen. Nach 30 min. Fahrzeit mit der Dart kommen wir in der Hauptstadt der Insel an. Wir spazieren durch Dublin und viele schöne Erinnerungen kommen auf.

Wir waren ja schon vor 2 Jahren hier! Wir lassen uns treiben!

Doch nicht ganz. Vor 2 Jahren haben wir in Belfast in einer Bar einen Whisky genossen, der uns beiden sehr, sehr geschmeckt hat, aber schwer erhältlich ist. In Dublin sind wir dann in einem von vielen Whiskeyläden fündig geworden. Nach studieren von Googlemaps finden wir das Geschäft ohne Probleme, scheint Eindruck gemacht zu haben. Es hat auch den Dunville’s Whisky, aber leider nur die ganz alten, welche viel zu schwerwiegend für unser Portemonnaie wären. Der Verkäufer meint voller Verständnis es sei auch für Ihn schwierig an diesen Whysky zu kommen. Er liebe ihn und hat zu Hause auch nur noch wenig in der Flasche und er geniesse ihn zu ganz speziellen Anlässen. Wir spazieren weiter durch die Fussgängerzone, derjenigen die Pub um Pubs hat. Wir sehen eine Anzeigetafel Whisky Shop wir gehen rein ist aber ein Pub mit viel Whisky. Wir fragen ob Sie mit Whisky handeln. Of Course! Aber leider hat er ihn auch nicht. Er gibt uns einen Tip in der Nebenstrasse hat es ebenfalls ein Pub, welcher noch eine grössere Auswahl hat! Vielleicht…. Wir laufen zum Pub und siehe da! Sie haben ihn und wir kaufen gleich 2 Flaschen. Wir erhalten dazu 2 reichlich gefüllte Gläser und wir geniessen.

Gegen Abend sind wir auf dem Rückweg zum Bahnhof, nicht ohne in 2 Pubs mit Livemusik einzukehren. ( Es gibt auch alkoholfreies Cider ) :-))

Donnerstag morgen werden die CO Messgeräte eingebaut. Anschliessend wird die Dieselheizung eingeschaltet wieder auf Volllast. Es kommt kein sichtbarer Rauch aus dem Auspuff! Die Geruchsentwicklung fast keine mehr! Der Alarm unserer Geräte bleibt aus. Wir freuen uns sehr. Obwohl wir hoffen, dass wir die Heizung nicht mehr viel brauchen werden, da die Wetterprognosen für nächste Zeit schönes, warmes Wetter prophezeit. Was umso schöner ist. Wir möchten Kuchenbude, Sprayhood und noch ein paar andere Sachen entschimmeln. Es ist trocken und die Sonne scheint, also los. Da wir einen hellen Stoff haben müssen wir ihn vorbehandeln. Anschliessend das Schimmelmittel auftragen, alles mit Handschuhen und Atemmasken. 30 min. später gründlich spülen. Jetzt muss es komplett trocknen bis wir mit dem Imprägnieren beginnen können. Wir planen das für morgen Freitag ein, soll sonnig werden. Heute Abend haben wir im Restaurant Mamò reserviert welches ausgezeichnet sein soll. Klein aber fein und wirklich sehr lecker wir verbringen einen wunderschönen Abend.

Heute wird imprägniert, Blog geschrieben und eingekauft. Morgen gehts weiter Richtung Süden.

Bis bald herzlichst Cachanieros