Weiter…., und was die Khater’s alles angeln

Mølde, Samstag, 29. Juni ist das Wetter besser als angesagt.

Anstatt Dauer-Regen, nur ab und zu äs Gütschli. Segeln mit gut Wind und nur mit dem Grosssegel durch das Gebiet Hustadvika, dass bekannt ist wegen seinen vielen Riffs und Kreuzseen. Bei uns auch bekannt geworden im letzten März mit dem beinahe Unglück des Kreuzfahrtschiffes Viking Sky. Wir haben hohen Wellengang aber alles im grünen Bereich. Machen unter Regen in Håholmen fest. Ein lauschiger, schöner Ort.

Eine Brygge mit altem Wikinger-Schiff und ein alt eingerichtetes Restaurant laden zum Verweilen ein.

Wir geniessen jedoch zuerst eine ausgiebige Dusche und entscheiden uns für bequeme Trainer-Hosen und Spaghetti-Resten mit Salat. 

Wetter – Aussichten für die ganze kommende Woche «Dauerregen» und Höchst- Temperaturen zwischen 8-10 Grad. Wir fragen uns: Sollen wir kurzfristig einen Flug in den Süden buchen? Der Gedanke ist verlockend. Nein, nein. Wir stellen uns dem Wetter und richten es uns gemütlich ein. 

Heute geht’s weiter nach Kristiansund. Der Hafen liegt gut geschützt in einer Meeresarm-Bucht. Es sind kräftige Winde angesagt. Die Stadt liegt durch Wasser getrennt auf 4 Inseln, eigentlich hübsch und doch haben wir den Eindruck, dass es an Atmosphäre fehlt.

Vielleicht macht der viele Regen auch dieses Empfinden aus. Susanne nutzt den Tag für Wäsche und Chérif findet eine Gastankstelle, welche die leeren Gasflaschen wieder auffüllt. In kurzen Regenpausen machen wir einige Besorgungen und Spaziergänge und besuchen das Klippfischmuseum und buchen gleich noch den deutschsprachigen Guide.

Hier wurde der Klippfisch bis 1989 verarbeitet. Jetzt zum Museum umgestaltet.

Anschliessend der spannenden Führung erhalten wir ein Probiererli «Bacalao» eine spanisch/portugisisches Rezept für Klippfisch, köstlich. Natürlich kaufen wir gleich Klippfisch ein. 

Dienstag Nachmittag haben wir gegen 16.00 Uhr ein kleines Wetterfenster, wenig Regen und ein bisschen weniger Wind, so dass wir nur mit der Fock Richtung Straumen surfen können. Cool!!!

Mittwoch den 3. Juli bleiben wir im sicheren Hafen, Temperaturen von 8°, gefühlt 3° und wieder sehr starke Winde und Dauer-Regen wie noch nie in unseren Ferien. Wir geniessen’s trotzdem, Lesen, Duschen, Schreiben, Flicken, Planen und «Plegern», wunderbar, wie in einer einsamen Berghütte.

Am Donnerstag gegen Mittag geht’s weiter.

Sehr dynamisches Wetter!!

Möchten in Magerøya ankern, sind aber nicht sicher ob es ruhig ist bei dieser Windlage. Und so ist es, Plan B, es geht weiter nach Børøysund, in welchem wir ein feines, empfohlenes Restaurant ausprobieren möchten. Doch als wir ankommen erfahren wir, dass die Küche in 20 Min. schliesst (20.00 Uhr).

Unser netter Nachbar Frederik, ein Norweger, erzählt uns, dass der hochgelobte Wirt vor 2 Jahren das Geschäft verkauft hat. So kochen wir himself. Auch legen wir für Morgenabend den Klippfisch in Wasser ein. Er muss min. 24 Stunden im Wasser ziehen, bevor er verarbeitet werden kann. Danach spazieren wir noch etwas über die schöne Insel Hitra, welche bei Angler von nah und fern sehr beliebt sein soll. Wir sind ebenfalls begeistert über die tierischen Landbewohner. So sehen wir auf unserem Spaziergang in nächster Nähe ca. 10 Rehe

und können auch 3 ausgewachsene Hirsche beobachten. Wow!! Sehr Imposant. Wir machen gegen Mittag Leinen los, aber nicht bevor uns Frederik bei einem feinen Kaffee viele schöne, lohnenswerte Orte auf der Karte zeigt. 

Wiederum ein sehr schöner Segeltag. Ein wenig verhangen

aber ohne Regen dafür kalt.

Eine hübsche Bucht mit einem kleinen Hafen Stokksund, wo wir seitlich am Steg festmachen. Am Abend kochen wir zum ersten Mal Bacalao und sie ist sehr gut gelungen. Auch Frederik erhält einen Teller seiner Lieblingsspeise und lobt unsere Kochkünste sehr.

Samstag Morgen machen wir im 1 km entfernten Dorfladen noch unsere Einkäufe. Dann geht’s los, ohne Regen aber bewölkt, die Temperaturen etwas moderater, nun zwischen 10 – 13°.

Nach 22sm machen wir in Bessaker fest, welches uns empfohlen wurde. Ach du meine Güte, welch ein Geschaukel. Also Leinen los und weiter nach Setervika. Natürlich in der engsten Passage muss das Hurtigruten – Schiff von hinten aufholen. Wir geben noch mehr Gas und fahren auf der Seite. Trotzdem kommt ein lautes, aufforderndes Hupen vom Heck. Kein Problem Herr Kapitän. 

Als wir im Hafen ankommen sind wir überrascht, es hat keine freien Plätze mehr am Steg. Hier im Norden hat es nicht mehr so viele Sportboote und deshalb ist Platz normalerweise kein Thema. Wir machen seitlich bei Frederik fest.

Heute Sonntag hat es wenig Wind.

Wir segeln trotzdem die ganze Strecke, welche heute sehr kurz ausfällt. Die Sonne scheint und wir geniessen die gefühlten 5° wärmere Temperatur in vollen Zügen.

Susanne geht noch kurz Baden, Wasser ca. 13°, dann nutzt sie die Heckdusche, da sie die Dusche in Setervika nicht gerade umgehauen hat, sicher von 20 Fischern zuvor benutzt. 

 Am frühen Nachmittag machen wir fest in Småvær. Ein charmanter Hafen mit einem Pub und Terrasse.

Wir machen das Schlauchboot, Reesi, startklar, packen die Fischer-Utensilien und etwas gegen den Durst ein und ziehen los. An diversen Orten diverse Versuche auch die Crew wechselt sich ab, aber ohne Erfolg.

Wir sind am Besprechen ob wir aufgeben sollen, da beisst doch beim Skip eine wunderschöne, fette Makrele an.

Weiter geht’s mit vollem Elan. Ein Dorsch beisst an, doch zu klein. Über den 62° Breitengrad müssen die Dorsche eine Länge von 44cm aufweisen. Schade für uns, gut für Ihn. Dänn ohalätz, die Angel krümmt sich durch. Ein grosses Dorsch Exemplar hat angebissen. Doch beim reinholen reisst der Kerl den Hacken vom Köder ab, Autsch!! Pech für uns und Pech für Ihn. 

Zurück im Hafen geniessen wir unsere Makrele in Sashimi-Form und einem feinen Grill auf der Terrasse des Pubs.

Am Montag geht’s weiter mit wenig Wind. Wir segeln langsam durch die Schären, nur mit Gross. Perfekt zum Angeln. Der Skip holt auch gleich einen Dorsch raus. Auch einen 2., doch der ist auch knapp zu klein, also zurück ins Meer. Geniessen den Abend in Lauvsnes. Dienstag morgen wird alles aufgefüllt, Vorräte, Wasser und Diesel. Leider kein Wind, deshalb geniessen wir ,mit Autopilot unter Motor, unser Lachsfrühstück. Dann entschliesst sich der Skip mit einem neuen und grossen Köder zu fischen. Immer diese Plastikteiler an den Haken die schwer abzubekommen sind!!!!! Auuutsch!!! Ausgerutscht und der Haken hat sich in Skiper’s Daumen fest gebissen. Querdurch kommt beim Nagel schon fast wieder raus. Guter Rat ist teuer. Versuchen zuerst selbständig den Haken rauszuziehen. Keine Chance. Alles reissen und zehren nützt nichts, nur noch mehr Schmerzen. Was nun….. Die Co-Skipperin sieht ein Fischerboot ganz in der Nähe, die wissen bestimmt was zu tun ist, denkt sie. Gesagt gefahren. Mittlerweile macht sich die Crew Gedanken wie das wohl ausgehen wird. Bei den Geübten angekommen ist deren Kommentar: No Problem! Der jüngere Kapitän kommt mit Seitenschneider und Pflaster zu uns auf’s Boot. Die grössere Zange lässt er sich nach reichen. Unsere Augen weiten sich. Au weiha!!! Die nächsten 10 Minuten ersparen wir Euch!  Nur Schmerz!! Die Helfer werden dankend mit einer sehr grossen Toblerone verabschiedet und der Skip wird professionell verbunden. Endlich bekommt der Skip die wohl redlich verdiente doppelte Portion Rum.

Danach ziehen wir unter Motor von dannen zur schönen einsamen Insel Gruppe Sør-Gjæslingan.

So wird platzsparend gebaut!

Am nächsten Morgen Schiff klar zum Auslaufen. Da macht ein grösseres Schlauch-Motorboot mit etwa 10 Gästen und 2 Kapitänen in tadelloser Uniform an unserem Steg fest. Sie sind nicht so kommunikativ, eher etwas steif. Wir legen ab und fahren gemütlich aus diesem wunderschönen Archipelago raus. Draussen liegt eine 80m lange Yacht vor Anker.

Königliche Yacht Norge

Der Skip kombiniert, Yacht und Motorboot gleich königliche Hoheit. CoSkipperin googelt und siehe da. Nicht jederMann/Frau kommt der norwegischen Königsfamilie so nah! 

Auch heute nicht viel Wind, somit wird’s ein gemütliches Segeln mit Fischen. Ah ja am Skippers-Daumen geht’s soweit gut. Dann ein Fang, ein Dorsch von gut 60cm beisst an

und zu guter Letzt noch ein Pollak. Sehr fein. Am Abend übernachten wir in einer ganz idyllischen einsamen Bucht und geniessen unseren Dorsch à la Ingwer, natürlich nicht bevor wir den Krabbenkorb noch ausgelegt haben.

Bleiben heute hier liegen. Der Wetterbericht sagt Sonne an, leider nicht, trocken aber bewölkt. Nachmittags spazieren wir noch den vorgeschlagenen Wanderweg entlang

und sehen zu unserer grossen Freude, nah über uns einen wunderschönen See-Adler kreisen. Wow!! Wie edel.

Ah ja unser Mittagessen bestand aus 2 wohlschmeckenden Krabben, sehr lecker. Der restliche Nachmittag wird mit Schreiben, Schreiben und Schreiben ausgefüllt

Freitag eher ein ruhiger, gemütlicher, ohne Zwischenfälle Tag. Schiff klar zur Abfahrt. Kein Wind, die See ist so glatt wie noch nie!! Wir Motoren durch die Schären mit kurzem Fischer-Stop. Ohne Erfolg! Kommen bei Zeiten im herzigen kleinen Hafen, Abelvær, an. Wir geniessen unser Zmo-Zmi ein feines Kaviar Omelette. Am Nachmittag vervollständigen wir unseren Blog mit diversen Fotos und geniessen anschliessend unser Dorsch-Curry Nachtessen.

Ausfahrt Hafen Abelvær

Samstag Morgen legen wir ab und segeln mit einer leichten Brise Richtung Rørvik. Der Himmel ist wieder mal grau. Die Sonne versucht’s, schafft’s leider nicht ganz.

Wegweiser in Norwegen

Beim Anlegen beginnt es leicht zu rieseln aber das kümmert uns auch nicht mehr. Jetzt gilt’s unsere Vorräte wieder aufzufüllen, wie Getränke und Lebensmittel. Auch wird unsere Gästekoje mal wieder ausgeräumt und hergerichtet. Heute Abend 22.15 Uhr kommt Joelle mit der Hurtigruten an und wird die nächsten 2 Wochen bei uns sein, freuen uns sehr.

Vergrösserung der Crew, Sandra und Michi kommen!

Nachdem wir am Samstag bei kühlem Wetter die Schweiz verlassen haben, sind wir am Samstagabend um 19.00 auf der MS Richard With angekommen. Nach einem kühlen Bier und Prosecco sind wir um Mitternacht ins Bett gesunken. Der Wecker war gestellt, denn um 05.30 mussten wir am nächsten Morgen in Maloy das Hurtigruten Schiff verlassen. 

Wie immer in solchen Situationen, geht der Wecker nicht. Es ist nicht klar weshalb. Aber so war es. Zum Glück – wie immer in dieser Situation – ist Sandra zurzeit erwacht. Frisch geduscht, ohne Frühstück und einigermassen ausgeschlafen haben wir das Schiff um 05.45 verlassen.  Zu Fuss machten wir uns auf den Weg zur Cachana. Gemäss Wegbeschreibung lag der Jachthafen Richtung grosse Brücke. Wegweiser oder klare Ortsbezeichnungen sucht man in Maloy vergebens. Auch konnte niemand nach dem Weg gefragt werden, da das Dörfchen wie ausgestorben war. Mit etwas suchen und mit der Hilfe von Susanne kamen wir zeitig bei der Cachana an. Nach einer herzlichen Begrüssung und einem Kaffee wurde der Plan für die nächsten Tage fixiert. Früh war zu regeln, wie die Cachana in den Norden kommen soll und wie wir zwei wieder den Flughafen Bergen erreichen. Doch vorderhand ging es um die Fahrt in den nächsten Hafen. Bei kräftigem Wind kamen wir gut voran. Leider führte die Rute durch eine Region mit kräftigen Wellen aus verschiedenen Richtungen.

Das Resultat war wie es sein musste… Sandra und Michi übergaben die letzte Mahlzeit dem Meer. Doch nach kurzem Leiden beruhigte sich die See und unser Magen, so dass wir bei guter Gesundheit und bester Laune den Hafen von Fosnavag anlaufen konnten. Zum Glück waren wir zeitig unterwegs. So ergatterten wir uns einen schönen Liegeplatz ehe es in der Nachbarschaft voller wurde.

Nette Nordmänner legten neben uns an. Rasch kam man ins Gespräch und erfuhren, dass sie zwei Tage auf die Gelegenheit gewartet hatten nach Süden zu segeln. Jetzt sei der Plan, die rund 300 Meilen zu den Shetland unter die Segel zu nehmen. In 10 Tagen seien sie wieder zurück in Norwegen. Nach einem feinen Znacht und einem Mitternachtsdrink ging es entspannt ins Bett.

Ausgeruht und bei weniger „schönem“ Wetter machten wir uns am nächsten Tag auf nach Runde. Die Vogelinsel ist bekannt für ihre grossen Kolonien von Papageientauchern, Raubmöwen, und diversen andern Seevögeln. Anlegen konnten wir in einem kleinen Hafen. Zu Fuss – mit bestem Material – machten wir uns auf den Marsch auf den Vogelfelsen.

Es war alles in Allem ein sehr schöner Spaziergang, in der Abendsonne, mit einem Cervelat als Picknick und tausenden von Seevögeln, die zu oder von ihren Nestern flogen. 

Mittwoch. Eile steht nicht an. Heute steht die Überfahrt nach Alesund an. Es wird ein kurzer Tripp von ca. sechs Meilen.

Bei wenig Wind gelingt es uns dem perfekt gesteckten Kurs des Skippers zu folgen. Alesund ist eine kleine malerische Stadt umgeben von kleinen Hügeln und Bergen. Die Stadt ist um 1904 vollständig abgebrannt und wurde im Jugendstil wieder aufgebaut.

Der Gästehafen ist zentral gelegen und alle notwendigen Einkaufsmöglichkeiten sind in wenigen Minuten zu erreichen. Weniger toll war als wir ankamen, auch gerade zwei Kreuzfahrtschiffe ihre Tore öffneten. Aus allen Richtungen klickten Fotokameras und grosse Hektik um- gab uns. Ein richtiger Kulturschock zu den beschaulichen Tagen vorher.
Wer Alesund besucht muss einen Fussmarsch auf den Fjellstua Aussichtspunkt machen. Der Aufstieg ist mit Stufen versehen und laufend wird man über seinen Fortschritt informiert. Nach genau 418 Stufen erreicht man den „Gipfel“.

Wir hatten wiedermal ein goldenes Händchen. Sonne, angenehme 17 – 18 Grad und eine traumhafte Aussicht belohnten uns für den Aufstieg. Heute Abend wartet ein Raclette auf eine erholte Crew. Wir freuen uns auf die verbleibenden Tage. 

Donnerstag. Die Reise geht weiter mit WOW Effekt. Auf der Fahrt nach Midsund sieht der Skipper plötzlich etwas im Wasser. Alle suchen die Wasseroberfläche ab. Ein Ruf „Delfine“ ein zweiter Ruf „nein Wale“. Wir ändern den Kurs und beobachten die Tiere, die an der Wasseroberfläche immer wieder auftauchen. Es sind schlussendlich – Google sei Dank – Schweinswale.

Eine Familie von ca. 20 – 40 Tieren jagt nach Fischen und wir segeln zu ihnen hin. Susanne gelingt ein Foto, welches die rund 1.5 – 2.0 Meter langen Säuger zeigt. Nach diesem kurzen Stelldichein geht die Fahrt zügig voran, so dass wir um ca. 18.30 in Midsund ankommen. Der erste Eindruck der Einfahrt ist etwas trist. Industriebauten links und rechts. Man hat den Eindruck, man fahre auf ein Kieswerk zu. Beim Jachthafen angekommen ändert das Bild etwas. Eine sehr schöne gepflegte Hafenanlage begrüsst uns.

Der COOP ist nur wenige Schritte entfernt und die Duschen sind sehr sauber und alles ist neu und gepflegt. Begrüsst werden wir von unsern norwegischen Freunden aus Runde. Wir erfahren, dass die Insel gut geeignet ist um einige Wanderungen zu machen und erhalten eine Karte mit den schönsten Trips.

Die Reise neigt sich dem Ende zu. Nach einem kleinen Frühstück und klar Schiff wird es nach Molde gehen.

Ein kleines Städtchen auf der Hurtigrute. Das Schiff, die MS Nordkapp wird Sandra und Michi um 21.00 Uhr aufnehmen und zurück nach Bergen bringen. Dort wartet am Samstag der Flieger zurück in die Schweiz. Die Woche bei Cherif und Susanne verging viel zu schnell. Das Wetter in Norwegen hat uns positiv überrascht, war trockener als befürchtet und wärmer als erwartet. Alles in allem wieder einmal eine sehr schöne Woche unter Freunden.

Vielen Dank Susanne und Cherif! 

Von Bergen bis Måløy

Als wir in Bergen ankommen, sind gefühlt tausend Schiffe hier. Was ist den hier los? Wir legen uns als 3. ins Päckli. Erfahren schnell, dass dieses Wochenende Festival in Bergen ist, Rambazamba. Wir geniessen zu 4 im Olivia noch eine feine Pizza (auch glutenfrei) und verabschieden uns danach auf Gleis 3 von unseren Lieben. Als wir zurück kommen liegt ein Motorboot an unserer Seite, an 4. Stelle. Wir denken , wenn das nur gut kommt.

Was für eine Nacht. Von 2.30 bis 6.00 Uhr morgens. Ein hier und her, ein stolpern rück und vorwärts, entweder haben die zuviel oder wir zuwenig getrunken. Der Fall ist klar, nicht noch eine solche Nacht. Wir ziehen weiter in eine uns bekannte Bucht. Zwischenhalt zum Bad, Grill und Genuss und machen zeitlich perfekt, vor dem Regen an dem Gästesteg in Little Bergen fest.

Am nächsten Morgen gehts weiter einen wunderschönen Sund hoch. Obwohl die Geschwindigkeit zum Fischanbeissen einladen würde, beisst keiner bei der Coskipperin an. Geduld bringt Rosen. Kurz vor der ausgesuchten Bucht, bergen wir die Segel. Schlängeln uns durch einen engen Sund zum Ankerplatz, welcher uns sehr gefällt.

Montag 17.6.19 Wir geniessen unseren Kaffee unter der Bettdecke und machen uns startklar. Mit gut Wind bis 31 Knoten segeln wir an Fedje vorbei (der nördlichste Punkt von unserem Törn 2017) Richtung Norden. Jetzt ist alles Neu für uns! Haben uns einen schönen ruhigen Hafen, gegen südliche Winde, ausgesucht. Ups!! Beim Anlegen sehr starke seitliche Winde mit engem Raum, der Skipper benötigt mehrere Anläufe bis die Cachana fest ist. Wollen noch einen Inselrundgang machen und beim Aussteigen fällt Susanne die Kamera samt Etui ins Wasser. Oh Kacke!!! Barometer erreicht Tiefststände! Kamera ist futsch! Nur der Fang des 1. Fisches durch den Skip lässt die Stimmung von der Co Skipperin etwas steigen. Da der Skipper gerade im Hoch ist mit der Jagd, wird der Krabbenkorb ausgelegt.

Am nächsten Morgen kommt der Krabbenkorb hoch! Oh!! 2 Krabben gefangen.

Die landen gleich im Kochtopf. Deshalb laufen wir erst um 11.00 Uhr aus. Es hat wieder viel Wind und wir segeln nur unter Fock 5-7 Knoten.

Am späteren Nachmittag erreichen wir den Hafen in Herland nähe Askvoll, ein herziger Fischerhafen! Liegen als einziges Segelschiff vor Ort. Dusche, Waschmaschine alles vorhanden und gratis.

Wir entschliessen uns morgen hier zu bleiben. Susanne fängt gleich an zu Waschen. Zum Abendessen gibt’s als Highlight Spaghetti mit Langustenfond, den selbstgefangenen Dorsch und den gefangenen Krabben. Sehr, Sehr Lecker!!!

Am nächsten Tag eine Wunderschöne Wanderung Up and Down!

Donnerstag geht’s weiter nach Florø. Unter Gennaker ziehen wir leise von dannen. Ein gemütlicher Ort.

Auch hier bleiben wir einen Tag länger. Wir machen einen schönen Spaziergang,

und anschliessend einen Teil der alkoholischen Einkäufe. Der Skip geht noch Infos holen beim benachbarten Motorboot, dauert Stunden, sehr freundlich und zuvorkommend gibt er viele Tipps. Dann ab zum längsten Herrings-Buffet der Welt!! Ca, 350 Meter lang!!! Und alles offeriert!!!

Leider nicht Glutenfrei garantiert!! Somit kommt der Skip in Genuss und die Co-Skipperin erhält feine Trüffel-Chips, auch Lecker! Für Unterhaltung sorgt eine echt coole Irische Band.

Unterwegs am nächsten Morgen, um unsere restlichen Einkäufe zu tätigen stellen wir fest, dass heute ein weiteres Fest mit vielen kulinarischen Angeboten ansteht. Wir verschieben unsere Abfahrt spontan auf Nachmittags. Die Zeit zwischendrin verbringen wir mit der Vorbereitung für unseren nächsten Besuch, Sandra und Michi, welche in Måløy via Hurtiguten zu uns steigen werden. Mittags spazieren wir wieder ins Dorf und auch da wird einiges geboten. Auf der Bühne spielt eine Band, Pop Musik, Klasse!! Und es hat diverse Marktstände mit feinen Probiererli von div. Lachsrezepten, sowie Wurstwaren! Echt sehr lecker. Wir haben uns durchgekostet und sind dann auf’s Schiff, da wir langsam aber sicher nach dem 27sm entfernten Måløy aufbrechen sollten, damit wir Sonntag Morgens 5.40 Uhr Sandra und Michi empfangen können. Wir segeln mit 20-35 Knoten Wind zwischen den zum Teil noch schneebedeckten Bergspitzen. Wow!!!!!!

Wir kommen in Måløy gut an machen Leinen fest. Gehen in ein empfohlenes Restaurant essen, sehr fein. Nun die letzten Vorbereitungen und alles ist bereit für Sandra und Michi.

Sie kommen!!

und Tschüss bis zum nächsten Mal

Im Namen der Frau* wird dieser Eintrag Gendergerecht geschrieben sein.

Anreise wird nicht beschrieben, da wie jedes Jahr problematisch. 

Angekommen in Stavanger sind wir, wie es zum guten Ton gehört, gleich mit einem Willkommensdrink empfangen worden. Nach freudigem Wiedersehen, Küssen und Knuddeln wird so gleich der Grill eingeheizt und freudig in der Abendsonne gegessen. Am nächsten Morgen regnete es sehr sehr fest, trotzdem verliessen wir Stavanger und schaukelten nach Kvitsoy.

Nachdem es mit dem Angeln am Tag nicht geklappt hat, entwischten uns auch noch sieben gutaussehenden Wildfänge beim Anlegen. Zum Glück behielt Susanne einen kühlen Kopf und konnte, trotz des Versagens der restlichen weiblichen Crew, das Schiff befestigen. Wir hoffen auf mehr Beherrschung, wenn wir mit unserer Fräulein Smörenbroed die Meere besegeln. Trotzdem wurde uns am Abend vom Skipper ein Raclette gegönnt. Am nächsten Tag ging es dann schon nach dem uns bekannten Haugesund. Unterwegs konnten wir die Rückenflosse eines Delphins bestaunen! Auch die Norweger*innen feiern Pfingsten, somit konnte Cherif die Gasflaschen nicht füllen – wir hoffen, dass sie auch gegen Ende der Reise noch ihren feinen arabischen Kaffee vom Herd geniessen können ;-). Mit einer Ladung Regen verliessen wir Haugesund und segelten unter strahlender Sonne in einen Naturhafen ein.

Nach frohen Botschaften wurde Nadine vom Karma bestraft und verlor Susannes Lieblingsköder – kein Wunder hatten wird bis Ende Ferien keinen an der Angel!! Der Grill war herrlich – auch wenn etwas spät (die Zeiten des Abendessens waren sowieso für die einen Crewmitglieder problematisch). Früh morgens war Waschtag, bei 13° Wassertemperatur und 18° Lufttemperatur. Die Nacktheit bewirkte das Umkehren der einten oder anderen verklemmten Norweger*innen, somit hatten wir die Bucht für weitere zwei Stunden alleine!! Nach dem Eintreffen der Hebräer*innen war es mit der Ruhe vorbei. Nach einem ausgiebigen Lunch, viel Sonne und weisen Worten der Bibel ging es nach Rosendal. Dank der Hilfe der netten Norweger*innen war das Anlegen für den Skippsprössling kein Problem. Psychisch mussten wir uns nun alle auf die bevorstehende Wanderung zur Gletscherzunge vorbereiten. Nadine suchte die perfekte Wanderroute heraus und alle waren voller Vorfreude!!!

Ging alles super, bis der Stoppknopf im Bus nicht funktionierte und wir drei Stationen zurücklaufen mussten (Es wurden bereits Rachepläne für die Rückreise geschmiedet, im Fall frau/mann wieder auf den gleichen arroganten Busfahrer trifft)

Wanderung hat Spass gemacht trotz Gletscherzungenrückgang. Nach sieben Jahren wurden endlich von allen Crewmitglieder das Combie als wertvoller Besitzt geschätzt. Diese schützen uns aber nicht vor den Fähren, welche uns als Ziel anvisierten aber dank der super Reaktion vom Skipper nicht erwischten. Nach dem Nadine und Alex Susanne und Cherif in die Schranken beim Dog gewiesen haben gab es Grill. Nach dem Grill wurden noch Gymnastikübungen durchgeführt und bis in die Morgenstunden getanzt.

Morgen geht’s noch nach Bergen und am Abend treten Nadine und Alex schon die Heimreise an – wir hoffen alle, dass sie in sitzender Position schlafen können!!!

Vielen Dank für die sonnigen! Tage 🙂

Südküste bis Stavanger (Revidiert)

Bevor wir Ablegen verabschieden wir uns vom Norweger Ben. Er versichert uns noch , dass dieses Jahr nicht der nässeste Mai war, sondern der kälteste seit Anno Domini. Na ja, warme Kleidung haben wir ja dabei. Wir haben den Wind voll auf die Nase. In der engen Blindleja geht Kreuzen nicht, so Motoren wir und geniessen die Gegend. 

Sind beizeiten in der von uns ausgesuchten Bucht, in der schon einige Motorboote festgemacht haben. 

21.00 Uhr. Wir sind am Abendessen vorbereiten. Da klopft es am Schiff. Jan lädt uns zu einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer ein. Das kann man nicht ausschlagen. Schon sitzen wir mit 10 Norwegern am Lagerfeuer. 

Sehr gemütlich. Spontan werden wir am nächsten Mittag zum Krabbenessen eingeladen. Chérif wird um 12.30 abgeholt um mit Jan und Père die Krabbenkörbe einzuholen. Er kommt sehr zufrieden aber triefend nass zurück. Wäsche jetzt unabdingbar. :-)) Krabbenschmaus hervorragend.

danach Verdauungsspaziergang auf der Insel. 

Am Abend sitzen wir nochmals gemütlich am Feuer, als Père mit einem Mega Spiess auffährt.

Bespickt mit Polser, Pouletschenkel, Specktranchen und sonstigen Würsten. Nachahmungswürdig!!! Am nächsten Morgen verabschieden wir uns und ziehen weiter. Finden gegen Abend eine schöne Bucht mit Heckanker am Stein. Nach der Inselbesichtigung sind wir beide in unsere Bücher vertieft, als es Rumpst und Pumpst. Skipersdiagnose, Heckanker hält nicht. Gleichzeitig möchte Petrus der Erde etwas Gutes tun und öffnet die Schleusen. Wir dislozieren zu einer uns bekannten Bucht, lassen den Anker runter und schalten das Ankertoplicht ein. Es funktioniert nicht. Schalten das Dampferlicht ein. Der Skip kontrolliert den Stromverbrauch, geht gar nicht, viel zu viel. Er installiert sein Petrolankerlicht, urgemütlich, und wir legen uns ziemlich müde aufs Ohr. 

Montag morgen stehen wir gut ausgeschlafen auf. Wir lichten den Anker und segeln mit gutem Wind Richtung Farsund, welches uns empfohlen wurde. Gegen 18.00 Uhr machen wir im Städtchen fest. Unser Ankunftsdrink soll ein Ginger Ale mit Lemon sein. Als Susanne die Bilge öffnet um die Lemon herauszuholen meldet Sie schlechte News!!! Wasser in der Bilge!!! Oh Nein! Das Wasser ist etwas salzig aber nicht genug für Meer- Salzwasser. Worauf wir auf die Suche gehen. Bodenbretter und Salontisch werden abgebaut, Küchenschrank unter dem Spültisch wird demontiert und in allen Ecken wird das Leck gesucht. Aber wie es so ist, überall Feuchtigkeitsspuren aber nicht wirklich nass. Der Skip zieht die Rohrschellen der Ablaufleitung des Spültisches nach aber irgendwie glauben wir nicht, dass dies der Ursprung des Problems ist. Susanne will sowieso mal wieder die Kühlschränke abtauen und denkt es gehe im gleichen. Als sie in die Kühlschränke reinschaut stellt sie fest, dass diese bereits abgetaut sind. Ein schiefer Blick zum Skip, der hat doch gestern die Kühlschränke abgestellt um den Stromverbrauch des Dampferlichts zu kontrollieren!!!! Alles klar, das Wasser in der Bilge ist das Tauwasser der Kühlschränke. Zum Glück ist die Hilfsskipperin so entspannt. :-)) Am späten Abend gegen 22.00 Uhr machen wir doch noch einen kleinen Spaziergang durch Farsund. Es ist wirklich ein charmantes Städtchen.

Von Farsund haben wir leider nicht sooo viel gesehen. Aber heute geht es weiter nach Egersund. Es soll nach Wetterbericht einen schönen Segeltag sein; nah ja! Am Anfang wenig Wind aber Welle von quer, die Cachana schaukelt und rollt hin und her. Der Hilfskipperin tut dies nicht wirklich gut. Zum Glück frischt der Wind immer mehr auf und so surfen wir mit dem Gennaker Richtung Egersund und machen nach 40sm dort fest. Nachtessen? Haben noch Resten. Aber der Skip findet ein einladendes Restaurant. Es braucht wenig oder keine Überredungskunst. Sehr Lecker, gute Entscheidung! “Eigra” ein tolles Restaurant.

Der Plan für morgen? Mal schauen es ist sehr viel Wind angesagt.

Wow, ab 5.30 Uhr sind wir wach. Es laufen Hammerböen durch den sehr geschützten Hafen sicher über 40 Knoten, was auch angesagt ist. Wir geniessen die Wärme unter der Decke und schliessen die Augen nochmals. Dann am Morgen immer noch gut Wind. Machen einige Einkäufe und entschliessen uns, nach einem feinen Z’Mittag, doch auszulaufen. Erwarten viel Wind und Welle. Viel Wind passt, Welle nicht, noch besser. Kommen gegen Abend in das 42sm entfernte Tananger an. Ah ja, unterwegs begegnen wir einem Seehund. Er sieht uns erstaunt mit grossen Augen an und fragt sich was wir in seinem Reich tun und ihm in die Quere kommen. Fürs Photo hats leider nicht gereicht. 

Heute, man glaubt es kaum, sind 24 Grad angesagt. Am morgen schon 14 Grad. Wunderbar!! Entschliessen uns trotz Gewitterwarnung auszulaufen. So ein warmer Wind, erstes mal mit kurzen Hosen unterwegs.

Haben eine kleine Insel nach Stavanger im Visier zum Übernachten. Ziehen an der Stadt vorbei und ohalätz das Gewitter holt uns ein. Eine weisse Wand mit Blitz und Donner von allen Seiten empfängt uns. Unsere Kombis sind jetzt sicher nicht mehr salzig. :-)) Wir kehren um und machen schon einen Tag früher als gedacht in Stavanger fest. Zum Abendessen gibts Fischsuppe. Mhhhh

Heute Abend kommen Nadine und Alex auf die Cachana. Erledigen am Tag noch anfallende Arbeiten. Heckkoje räumen, Wäsche waschen, Einkaufen und so weiter. Der Tag vergeht wie im Flug und schon stehen die 2 Reisenden da. Welche Freude. Geniessen den Abend mit Geplauder und einem gemütlichen Grill. Werden von einer Passantin höflich darauf aufmerksam gemacht, dass Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten ist. Ahhh darum hat das vorbeifahrende Polizeiauto so aufmerksam zu uns herüber geschaut. Glück gehabt. 

Geniessen den Abend und einander. Freuen uns auf die kommende Woche. Bis zum nächsten Mal, dann von Nadine und Alex. Hihihihi die Cachanieros

Übers Grosse Belt nach Norwegen

Samstag den 18.5 19

Erwachen beizeiten und der Regen klopft an unser Kuchenbude Dach. Doch nach dem ersten Kaffee verzieht der Niederschlag sich langsam und macht einem dicken Nebel Platz.

Ou weia, wie eindrücklich ist den dass, wenn du Rundrum, von den vorbeifahrenden Frachtern, nur ein lautes Phuuuuu hörst und du keine Ahnung hast aus welcher Richtung das Nebelhorn ertönt. AIS und Radar sei Dank. Jedoch sehr schöne Überfahrt mit viel Nebel, Sonne, Wind aber immer noch in Vollmontur.

Kommen gegen Abend in Anholt an. Das Anlegemanöver des Skips ging leider etwas in die Hose. Gutes Hafenkino. Die Bordfrau sprang jux auf den Steg und zog mit all ihren Kräften an der Leine. Doch dies reichte zum näher ziehen nicht aus. Mit vereinten Kräften kriegten wir die Cachana doch noch an ihren Platz.

Sonntag 19.5.19

6.45 Uhr Tagwache. Nicht weil wir weiter wollen, neeein. Der Fischer kommt mit seinem Fang in den Hafen zurück. Erfolgreich eingekauft. 2 Kilo Langusten vom Feinsten.

Da wir ja schon bei Zeiten wach sind, machen wir uns drauf und dran den Fond der Langusten zu produzieren. Riecht verlockend.

Danach wird der Rucksack gepackt und wir ziehen los um Anholt zu entdecken. Uns wurde gesagt, es sei die Perle des Kattegat. Wahrlich wunderschön, ein abwechslungsreiches Schauspiel der Natur begleitet uns.

Europas grösste Flechtenlandschaft, inmitten von Sanddünen, auch jetzt schon im Frühling eine Augenweide. Geniessen ein mundendes Picknick inmitten der eindrücklichen Landschaft.

Kommen gegen Abend müde und zufrieden zurück und geniessen einen feinen Langusten Grill am Strand.

Da es uns so gefällt bleiben wir noch einen Tag länger. Machen eine Strandwanderung und geniessen den Tag.

Spaghetti mit Langusten

Dienstag morgen früh Tagwache. Sonne und Wolken wechseln sich ab und wir kommen nach einem langen, schönen Segeltag gegen Abend auf der Insel Læsø an.

Am nächsten Morgen mieten wir Fahrräder, um die Insel zu erkunden. Und los gehts! Wir radeln zur sehr interessanten Salzsiederei im Süden der Insel

dann an den eindrücklichen Tangdach-Häusern vorbei.

nach Østerby. Wir fahren einem wunderschönen Rhododendron Weg entlang.

Wetter heute stark bewölkt mit Nieselregen. Kommen gegen Abend mit grandios-schmerzendem Po in Vesterø an. Geben die Fahrräder dankend, mit vielen schönen Eindrücken von Læsø, dem Vermieter wieder ab.

Am Donnerstag gehts weiter zur nördlichsten Stadt von Dänemark, Skagen. Vielen Seglern ein Begriff.

Am nächsten Tag Stadtbummel, dann den obligatorischen Toast Skagen, und jetzt eine Wanderung zum Scheidepunkt von Kattegat und Skagerrak, zum Grenen. Eindrücklich, unbeschreiblich, fantastisch.

Links Skagerrak / Rechts Kattegat

Am Abend noch klar Schiff, da morgen sehr früh los.

3.30 klingelt der Wecker. Nach 2 stärkenden Kaffees legen wir in Skagen ab. Wir erleben eine abwechslungsreiche Fahrt. Anfangs Motor, der Wind legt zu und am Ende rauschen wir mit eingerefften Segeln, Norwegen entgegen.

Frühmorgens 4.30 Uhr

Müde und sehr zufrieden kommen wir in Norwegen an.

26.5.19

Heute gemütliches Segeln durch die norwegische Landschaft . Geniessen das Angekommensein. Den Tvedestrandfyord rein. Eine herrliche grüne Landschaft mit vielen kleinen Inseln. Kurz vor Tvedestrand entdecken wir auf der Insel Foroya eine neue Brygge. Sie lacht uns direkt ins Gesicht . Fahren trotzdem weiter zum Städtli. Entschliessen uns aber doch an der Brygge zu Übernachten. Gute Entscheidung! Machen noch eine kleine Inselwanderung bevor wir den ausgezeichneten Grill, mit Blick gegen Westen geniessen.

Happy Birthday. Susanne wird schon am Morgen mit Kaffee ans Bett verwöhnt. Nach dem 2. Kaffee schälen wir uns aus den Federn und baden zum ersten Mal in der Nordsee. 13 Grad Brrrrrr.

Beweisfoto

Gegen Mittag Leinen los. Kommen gegen Abend in Arendal an. Machen noch einen Spaziergang durch das charmante Städtchen und geniessen ein feines Geburtstagsnachtessen im Restaurant Blom. Ausgezeichnete Wahl.

Vorspeise
Hauptspeise

28.5.19

Dessert

Tags darauf gehts weiter den Wasserwegen entlang zwischen den Inseln durch. Deswegen ergeben sich oft Windänderungen und dies vereinfachen die Sache des Segelns nicht. Somit segeln wir auf die offene See hinaus. Ohalätz. Wind bis zu 26 Knoten und Welle gegenan. 12 Seemeilen lang wird die Cachana und die Crew auf der Kreuz durchgerüttelt bis wir im schmucken Lillesand festmachen.

Lillesand

Da es so lange hell ist haben wir langsam unser Zeitgefühl verloren. Gehen erst spät nach Mitternacht ins Bett und schlafen bis 10 Uhr morgens.

Heute Mittwoch fahren wir durch die Blindleia. Eine landschaftlich, wunderschöne Wasserstrasse, welche zum Teil extrem eng verläuft und vom Skip hohe Konzentration erfordert. Am Abend angekommen machen wir das erste mal längsseits an einem Felsen fest. Wow, Adrenalin pur.

Wir bekommen Besuch vom Norweger Ben , welcher uns schöne Orte östlich und westlich von Kristiansand empfiehlt. Anschliessend ca 22.Uhr Grill mit wunderschönem Ausblick nach Westen.

Gegen Mitternacht ziehen wir uns auf die Cachana zurück. Montieren die Kuchenbude, da morgen Regen angesagt ist. Aussentemperatur 8 Grad. Heizung sei Dank.

Heute Auffahrt bleiben wir an unserem schönen, heimeligen Ort liegen und geniessen den Tag mit Blog schreiben. Scheibenkleister, ohne Netz- Verbindung wurde Text nicht gespeichert, das Ganze von vorn.

Ohne Worte !!!

Genehmigen uns ein Erledigungsdrunk und geniessen den Abend.

Auf geht’s zu unserer Reise in den hohen Norden.

Am 27.4 2019 beginnt unsere 6. Reise. Wir fahren über Konstanz um unser Mietauto, ein Mazda-Kombi, in Empfang zu nehmen. Chérif, der Tetris-Master, bringt die geballte Ladung in das Auto rein. Gute Leistung

Doch was ist denn das? Bei der ersten Pinkelpause kontrolliert der Chef beim Vorbeigehen den Kofferraum. Offen! Wohl ein Witz! Wir müssen dringend. Also doch changing Pinkeln.

Ging nochmals gut. Doch wir gehen dem Problem nach. Tel. an Vertretung, natürlich Samstag. Die gute Fee am Draht-Ende weiss auch nicht genau was zu tun ist. Aber sie sagt, dass sie schon gehört habe, wenn man sich mit dem Schlüssel vom Auto entfernen würde, schliesse sich der Kofferraum. Gesagt getan und klappt. Die “gute” neue Technik.

Wir übernachten in der Lüneburger-Heide und am Sonntag gehts weiter nach Fehmarn, wo die Cachana schon auf uns wartet. Wir beginnen mit Einrichten, Aufriggen, Basteln, Putzen und natürlich darf der Schnagg mit den Fehmarnern nicht fehlen.

Vom 30.4 bis 6.5 unser jährlicher Ausflug auf der Pampero mit Bodo, Tanja, Markus und Didé, hat wie immer richtig Spass gemacht.

Grillen auf der Düne in Helgoland

Montag Abend zurück auf der Cachana. Weiter gehts.

Am Donnerstag Abend erwarten wir mit Freuden Sibylle und Markus. Zusammen geniessen wir unser erstes Raclette auf dem Boot. Freitags wird an der Elektrik gearbeitet und getestet, gepröbelt und ausprobiert. Voller Erfolg, Markus vielen Dank.

Samstags , nach gemeinsamen Frühstück und Abschied nehmen, Leinen los.

Unser Ziel heute, Bagenkop in Dänemark. Mit schönem Wind, wenig Wind und viel Wind, diese Route geht nie ganz normal. Sonntags bleiben wir liegen, zuviel Wind gegenan. Wir wandern in die Südspitze von Langeland, wunderschön.

Durchqueren Weideland mit wilden Ponies .

Montags gehts nach Fischeinkauf, frischer Seezunge und noch warme Fisch-Frikadellen, weiter Richtung Marstal. Wir kreuzen bei Sonnenschein und kühlen Temperaturen auf.

Weiter Richtung Rudkøbing, weil es so schön ist dran vorbei, unter der Brücke durch bis nach Lundeborg. Ein “hügeliger” Fischerhafen. Uns gefällts.

Am 14.5 stellen wir uns auf Motoren ein. Doch siehe da, wir ziehen mit der Genua von dannen. Super. Eigentlich möchten wir in Reersø vor Anker gehen. Doch die Fischer verbauen mit ihren Netzen den Weg in die Bucht. Auch ist die Wassertiefe unter dem angegebenen Kartenmass. Somit gehen wir doch in den Hafen und machen an unserem bekannten, von den Möwen heissgeliebten , Steg fest. Feiner Grill am Abend , nicht mit gewohnten Temperaturen :-))

Wir ziehen uns am Abend gerne in die warme Stube zurück.

Mittwoch morgen, schon parat zum Auslaufen, kommt ein Fischer längsseits an die Mole. Kaum festgemacht, sind wir schon vor Ort um nach frischem Fisch zu fragen. Nein nein, wir dürfen nicht verkaufen, das ist in Dänemark verboten. Als der Fischer unseren Frust sieht, erbarmt er sich unser und schenkt uns glatt weg 3 fangfrische Schollen. :-)) Supernett. Nach einem weiteren wunderschönen Segeltag

machen wir im Hafen, der Insel Sejerø, fest. Grill am Strand mit Bilderbuch Sunset.

Donnerstag und Freitag verweilen wir auf der Insel. Wind und Welle gegenan, versprechen kein schönes Segeln. Am Donnerstag wandern wir zum Leuchtturm an der Nordspitze der Insel. Idylle pur, wunderschön.

Kommen müde und zufrieden am Abend zurück und geniessen noch einmal einen wunderbaren, romantischen Abend am Strand. Der Freitag vergeht im Flug mit Schreiben, Werken, etc. Nahrungsaufnahme wurde fast vergessen!

Morgen denken wir nach Anholt weiterzuziehen.

Mit lieben Grüssen und bis bald die Cachanieros

Wieder zu Hause…..!

Heute , Dienstag morgen den 5. September, möchten wir weiter nach Middelfart zum alten Stadthafen. Also zuerst wieder mal Gennaker klarieren, geht einem langsam auf dem Wecker!!! Dann Auslaufen und nun bei leichten Winden Richtung Süden. Der Wind passt für den Gennaker. Also ziehen wir ihn hoch, rollen ihn ein und  wieder aus. Wunderbar es klappt und jetzt geniessen wir unseren Gennaker Kurs in vollen Zügen. Wir sind bei Zeiten im alten Hafen. Dort liegen diverse alte, hölzerne 2 Master die  uns zu einem Spaziergang animieren.

Beim Hafen hat es einen Fischladen, der fantastischen frischen wie auch geräucherten Fisch anbietet. Abendessen ist klar, da wir noch von unserem zubereiteten Fond haben gibt es Spaghetti del mare. Morgens nochmals Fischeinkauf und frische Brötchen für den Skipper. Heute leider wenig Wind und müssen die 10 000 Meilen Marke motorend zurücklegen, darauf wird natürlich angestossen. Dann gibt’s doch noch etwas Wind und  wir segeln  bis zur Insel Als in eine Bucht welche wir von unserem 1. Törn im Jahr 2013 mit der Cahira bereits kennen. Wir geniessen den Ankerplatz, wir sind ganz alleine.

Mittwoch morgen noch mal ein Bad. Wird es das  Letzte sein??? (Leider war es das letzte Mal) . Dann Anker hoch immer vom Cockpit aus, da die vordere Fernbedienung defekt ist. Nun den schönen engen Alssund runter, der Skipper käpselt mit einer Comfortina 38 , es sind auch einige Wenden nötig. Wir sind immer noch vorne als der Skipper, welcher dicht an unserem Heck klebt, die Segel einholt und den Motor startet. Er ruft uns zu, dass die Brücke in Sonderborg in 15 Minuten aufgeht. Er schoss davon! Wir streichen schnell die Segel. Der Motor wird gestartet, doch die  Cachana kann trotz den höheren Touren unter Motor nicht mithalten. Der Comfortina reicht es knapp, 100m vor uns schauen wir machtlos zu wie die Brücke schliesst.

Jetzt heisst es eine gute Stunde warten. Wir machen die Cachana fest und geniessen ein herrliches Mittagessen bestehend aus geräuchertem Dorsch, die Entdeckung dieses Sommers, sehr lecker. Dann geht’s weiter nach Flensburg in den Stadthafen Jaich, es ist nicht zu fassen kein Platz, das erste Mal!!! Dann also zur nahen Marina Werftkontor auch sehr nett mit einer wunderschönen Aussicht auf Flensburger Altstadt.

Wir geniessen den Abend an Bord, da wir ja morgen Flensburg unsicher machen werden. Ziehen am Freitag bei Zeiten los um Flensburg zu erkunden. Fazit: Hafen-Seite, schöne alte Gässchen mit ehemaligen Kapitäns-Häusern. Die gegenüberliegende Altstadtseite hat sehr schöne erhaltene Häuser, lange Einkaufs Meile; wirkt am Abend eher etwas verschlafen.

Auch auf der Stadtseite ein altes Museum mit diversen, alten, traditionellen Segelschiffen. Natürlich mit einer Fischbude an die Cherif nicht nur vorbei laufen kann. Gegen Abend gehen wir nochmals zur  “roten Strasse” , nicht das was Du jetzt denkst, sondern eine lauschige Einkaufsstrasse mit Handwerk Boutiken, einer Rum – Destillerie. Na klar, diverse Rum werden probiert und der Beste wird eingekauft. Anschliessend in die benachbarte lauschige Weinbar, wo wir gleich “höckle bliebed” und Susanne sogar für den Super leckeren Flammenkuchen, in allen Variationen, eine sehr seltene Ausnahme macht.

Hat sich gelohnt. Samstag Morgen Duschen, Einkaufen, Wasser tanken und los geht’s. Ziehen nur das Gross und kommen schnell voran.

Hören am Funk Meldungen von Gale Warnungen. Na ja, gibt’s häufig und in der Flensburgerfjörde was soll da passieren. Wir schauen mal “Back-wärts” Oha Lätz!! Zum anziehen der Kombihose für Susanne reicht’s knapp noch. Chérif hat keine Chance mehr. Es brodelt, fliegendes Wasser. Wir nehmen das Gross runter, da der Wind extrem achterlich kommt und ziehen Fock hoch. Wir rauschen dahin. Eigentlich möchten wir zum empfohlenen Hafen Langballigholz in der Flensburgerfjörde, aber ab dem Mittag schönstes Segeln mit gereften Grosssegel und Fock. Wir wollen noch nicht in den Hafen rein.  Deshalb Planänderung, mit Ziel Ostküste der Insel Als, zum Hafen Mommark. Ein kleiner, lauschiger Hafen, gefällt uns!!

Weiter geht’s nach Bagenkop. Wieder schönstes Segeln und wir kommen gut voran. Wir machen Innen an der Aussenmole längsseits fest. Hinter uns die “Marena” eine Alu Yacht mit dem Schweizerpaar Gian – Andrea und Christine, welche zu einem gemütlichen Apéro kommen.   Was für ein Zufall!! Wir treffen hier unsere alten  Bekannten,  Peter und Gisela, welche wir letztes Jahr an der Nordsee kennen gelernt haben. Sie kommen gleich anschliessend an die Marena Crew  zum Apero . In Bagenkop besuchen wir noch das mit Herz eingerichtete Museum. Sehr nett. Dann Abendessen und es werden langsam  die restlichen Vorräte aufgebraucht.

Zum Schluss ein Schlumi auf der Marena. Montag morgen hat der Fiskeladen offen. Schnell noch ein paar Fischburger (Glutenfrei), etwas Lachs und Schollennfilet gekauft. Dann geht’s los! Letzter Segeltag, der Skip möcht’s nochmals wissen. Schon im Hafenbecken, Gross rauf, oh es klemmt, ah ja Reff ist noch drin. Frage der Bordfrau willst Du wirklich ausreffen? Ja klar, also Gross hoch!  Der Wind kommt doch nicht ganz so achterlich wie gedacht und wieder 2. Reff, dann Fock und wir rauschen auch heute mit gut Wind Richtung Fehmarn. Etwa 10 Meilen vor Fehmarn kein Wind mehr! Da hat sich der Wetterbericht aber richtig vertan. Und so Motoren wir die letzten Meilen. Im Hafen werden wir von Volker herzlich erwartet und eingewiesen. Dann werden die Segel noch abgebaut, da am Abend und am Dienstag Regen angesagt ist. Nachtessen im Netti’s schmeckt wirklich lecker aber Nord-Deutsche Portionen. Wir sind Vollgefressen und gehen früh ins Bett. Dienstag bis Donnerstag wird eingepackt, geräumt, gereinigt, repariert  und geschnackt.

Am letzten Abend werden wir von Jörn zu einer typischen Fehmarn Spezialität eingeladen, und zwar Sauerbraten an einer Süss-scharfen Sauce, wirklich fein! Freitag morgens die letzten Arbeiten, dann kommt die Cachana raus!! Klappt alles.

Nach der Besichtigung des Unterwassers, welches in Ordnung ist, verabschieden wir uns und fahren nach Burg um kleine Besorgungen zu erledigen, natürlich ohne die Fischbude auszulassen. Es ist bereits Freitag Mittag als wir die Rückfahrt antreten. Sehr viel Verkehr, viele Lastwagen und Staus. Das Fahren ist sehr ermüdend. Wir studieren die Karte und entschliessen  uns,  nach Duderstadt zu fahren um dort zu Übernachten. Ein wunderschönes, mittelalterliches Städtchen. Wir finden ein Hotel gleich am Marktplatz und sie haben auch ein Zimmer für uns frei, Ausblick davon.

Dann einen ausgiebigen Spaziergang durch das Städtchen. Wir haben noch nie so viele, schön, alte Riegelhäuser an einem Ort gesehen.

Sehr schön! Dann Nachtessen im Ratskeller, mundet ausgezeichnet, und anschliessend nach dem Schlumi in die Horizontale. Nächsten Morgen schönes Frühstück, dann nochmals kleinen Spaziergang durch’s Städtle, diesmal haben die Läden offen und somit wird noch ein bisschen geschoppt. Gegen 11.30 Uhr geht’s los Richtung home sweet home und wir kommen schnell und zügig mit wenig Verkehr am späteren Nachmittag zu Hause an und werden von unserer Familie herzlich empfangen.

 

Dieser Bericht ist der letzte Eintrag dieser wunderschönen Reise gewesen. Wir hoffen, dass wir Euch auf diesem Weg einen Einblick unserer Reise wiedergeben konnten. Es hat uns immer viel Freude bereitet, von Euch via Mail, Telefon  oder Blog zu hören.

Mit lieben Grüssen

die Cachanieros

 

 

 

 

Auf dem Rückweg………

Am Dienstag  Morgen noch  Ausschlafen, bevor die Hektik auf der Cachana ausbricht. Dann geht’s ans Packen bei Alex und Nadine. Wir nehmen wieder mal unter Tränen, (jedenfalls die Einen) Abschied von unseren Kids welche die Rückreise per Bus, Zug und Flug antreten. Wir ziehen weiter im grossen Belt, Richtung Norden zur Halbinsel Reersö. Ein kleiner Fischerhafen, sehr nett.

Jetzt einen kleinen Spaziergang ins Dorf  um die nähere Umgebung ein wenig zu erkunden. Auf dem Rückweg sehen wir, wie ein Fischer seinen heutigen Fang am Ausladen ist. Gesehen, gerannt, gekauft, 1,5 kg Steinbutt, frischer geht’s nicht. Fein, nun direkt auf den Grill, Mhhhh super lecker.

Am nächsten Morgen müssen wir noch den Gennaker klarieren, da er beim Einziehen gezickt hat. Dann geht’s los mit Kurs zur Insel Samsö. Ein wunderbarer Gennaker Kurs alles klappt wie am Schnürchen. Nach 28 sm machen wir in Ballen die Leinen fest. Donnerstag ist eine Inselwanderung geplant die jedoch buchstäblich ins Wasser fällt. Es regnet aus Kübeln. Wir nutzen den Tag indem Susanne die Karten berichtigt und Chérif sich unserem Batterien-Problem annimmt, welches wir diesen Winter lösen möchten. Leider können wir in letzter Zeit nur 1x Ankern ohne dass der Batteriewächter Alarm schlägt. Heute Nachtessen Teigi  mit exzellentem Langustenfond, welchen wir in Dragor aufgesetzt haben.

Freitag 31.8. Heute wieder ein normaler Cachana Morgen: Kaffee, Kaffee, Törnplanung, wir kommen langsam in die Gänge 🙂 Beim Auslaufen entdeckt dem Skippers  scharfes Auge einen schwimmenden Bootshacken. Sofort wurde Mann über Bord Manöver eingeleitet und auch erfolgreich beendet. Über Funk werden die umliegenden Schiffe angefragt ob jemand einen Hacken vermisst, keine Antwort, worauf die Cachana nun 2 besitzt. Darauf folgt ein wunderschöner Segeltag mit allen möglichen Segelstellungen, den Skipper freuts, die Vorschötlerin hat alle Hände voll zu tun.

In Marup angekommen, sind wir begeistert von diesem kleinen idyllischen Segel und Fischerhafen.

Mit einen Abendspaziergang runden wir den wunderschönen Tag ab.

Am nächsten Morgen, Törnplanung, E-Reader Bücher up Date, da wir Wlan haben 🙂

,und dann gibts einen vorzüglichen Zmorge. Weiche Eier, Toast, Käse und Schinken, ohne Worte. Heute machen wir uns erst um 13.00 auf den Weg , da die Distanz bis Tuno, nur 3,5 sm beträgt. Wir sind uns bewusst, dass ev. viele Wochenendsegler da sein  werden. Aber hopsala, mit solch einer Bootsüberschwemmung haben wir dann doch nicht gerechnet. Sie liegen teilweise schon im Päckchen. Nein nein, dies möchten wir nicht. Also Segel hoch und ganzen Weg zurück. Wir entschliessen uns zu Ankern und geniessen unseren Grill in vollen Zügen. Noch einen kurzen Schwumm , ziemlich übertrieben, da überall Quallen rumschwimmen,

aber Badeleiter runter und wieder hoch 🙂 , dann gute Nacht.

Nach einer durchgeschlafenen Nacht, oh Wunder , kein Batteriengepipse, geniessen wir unseren Ägyptischen Kaffee. Wir stellen fest, dass dies die Bucht der Tiere sein muss. Zuerst besucht uns eine Schweinswal-Familie, dann schaut ein Seehund kurz vorbei  und  nicht zu vergessen die diversen Vögel, welche nicht nur am Tag von sich hören lassen, 🙂 einfach wunderschön. Nun ziehen wir aber weiter, leider schon Richtung Süden, und lassen den Anker nach einem schönen Segeltag in der Bucht bei Korshavn fallen.

Geniessen den Abend bei einem weiteren wunderbaren Grill. Am nächsten Morgen ziehen wir weiter nach Rosenvold. Ein wirklich kleiner schnugeliger Hafen, wo wir in der hintersten Ecke beim Kran noch einen Platz zugewiesen bekommen.

Glück gehabt. Wir erkunden die Gegend und vertrampen uns die Füsse. :-)) Machen es den Clubmitgliedern gleich und setzten uns, nachdem ihr Grill beendet ist, an deren Stelle und geniessen unseren Grill in vollen Zügen, der Grillimaster hat  brilliert. Bye Bye bis zum nächsten und dieses Jahr letzte Mal eure Seefahrer

“Ahoi” Alex und Nadine

Das Packen sollte sich einfach gestalten. Susanne und Cherif sind auf den Fotos braun gebrannt, also kommen viele kurze Klamotten in das Gepäck. Es stellte sich jedoch heraus, dass eine Regenjacke doch sinnvoll gewesen wäre, da das heisse Wetter Dänemark verlassen hat und das bekannte Amsterdamertief langsam auf uns zusteuerte.

Auch bei uns durfte das Steinerbrötli am Flughafen Zürich nicht fehlen und hoch motiviert machten wir uns auf den Weg in die Ferien. Nachdem wir mit viel Verspätung und einer verätzen Nase in Kopenhagen gelandet sind (wir hatten das Glück gleich hinter der Toilette zu sitzen, welche ein Rohrleitungsbruch hatte und deren Inhalt sich über den ganzen Boden verteilte – Swiss geht sehr sparsam mit dem Febrezspray um) fuhren wir (natürlich immer noch motiviert allerdings nicht ganz sooo euphorisch wie vor unserem Stinkflug) mit dem Zug nach Helsingor wo Susanne und Cherif uns herzlich begrüssten.

Am nächsten Tag war ein langer Segeltag geplant, da das Wetter allerdings nicht so wollte wie wir wollten ging es nur nach Gilleleje und mit dem Zug zurück nach Helsingor an einen Mittelaltermarkt, was uns ALLE (vor allem Susanne und Nadine ;)) sehr erfreute. Nach einem wunderbaren Raclette verabschiedeten wir uns in das Land der Träume.

Am nächsten Tag segelten wir zur Insel Ven wo Susanne im letzten Augenblick die dänische Flagge herunter nahm und die schwedische hisste. Gemütlich nahmen wir unseren wie immer schwer benötigten Ankunftsdrink und spielten einige Runden «Hoseabe».

Am nächsten Tag genehmigten wir uns alle ein frisches langes oder kurzes je nachdem (Alex war eher an den kürzeren Badespässe interessiert) Bad in der See . Von der Insel Ven segelten wir weiter nach Dragor. Auf hoher See wurden wir besucht von einer Gruppe Delphine, welche uns bis fast an unser Ziel begleiteten. Obwohl Alex ihr Handy “all Zeit bereit” hielt um den springenden Delphin zu photographieren hat es nicht ganz so geklappt. Trotzdem war es eine wunderschöne Begegnung. Hier die Ausbeute. (Susanne Sei Dank)

In Dragor angekommen verlor Nadine beim Aussteigen ihren ausserordentlich für Segeltrips unpraktischen Ring, welcher sich in die ewigen Jagdgründe des Hafenbeckens aufmachte, doch er hatte die Rechnung ohne Cherif gemacht. Während Nadine und Alex mit dem Bus nach Kopenhagen fuhren um sich die Stadt genauer anzuschauen, machte er sich nur mit Taucherbrille, Badehosen und der Gasflasche auf, um den Ring zu suchen. Um ca. 17:00Uhr erhielten Nadine und Alex ein Foto, auf welchem Cherif den Ring siegessicher der Kamera entgegenstreckte.

Der Tag war gerettet. Nadine und Alex verweilten noch etwas in Kopenhagen bevor sie die 40minütige Busreise zurück antraten.

Das Wetter versprach viel Gutes für den nächsten Tag, also sollte geankert und grilliert werden. Natürlich fand der Skipper einen wunderschönen Platz, nur dumm war er sehr weit vom Land entfernt und das Resli war auch nicht aufgeblasen – wo und wie soll Alex bloss ihre Sucht stillen? Kurzerhand heckten Nadine und Alex einen Plan aus. Die Pfänder sollten aneinander gebunden werden und als Floss dienen. Kaum angekommen machte sich Nadine sogleich an die Durchführung des Plans,

wenige Minuten später wurde die Konstruktion zu See gelassen. Mit gewissen Anlaufschwierigkeiten, schaffte es Alex dann doch, eine halbe Zigarette auf dem provisorischen Floss zu rauchen. Nadine war aber noch nicht vollumfänglich zufrieden und wasserte kurzerhand das Floss aus und machte sich weiter an die Arbeit, zum Wohle von Alex. Der zweite Versuch war stabiler, doch nach einer halben Zigarette versinkte Alex dann trotzdem (inkl. des Drinks).

An dieser Stelle möchte ich Nadine für ihre Bemühungen danken, ich weiss dies sehr zu schätzen! Nach einem wunderbaren Grill und einem knapp überlebten Schwalbenangriff verabschiedeten wir auch diesen Tag.

Nach einem erfrischenden Bad am Morgen ging die Reise durch die unzähligen Fischernetzte in der Fahrstrasse weiter. Alle Augen wurden gebraucht um die kleinen Fähnchen zu erkennen. Teilweise wurde geflucht, geschätzt und diskutiert aber schlussendlich musste Cherif nicht tauchen gehe um Cachana von einem unbeabsichtigt mitgenommenen Netz zu befreien, was als Erfolg gefeiert werden konnte (natürlich mit einem altbekannten Ankunftsdrink). In Stege erkundeten Susanne, Nadine und Alex die Kreidefelsen von Mons Klint währenddem Cherif das Schiff auf Vordermann brachte.

 

Am nächsten Tag landeten wir auf der Obstinsel, welche wir zu Fuss und mit dem Fahrrad erkundeten. Alex und Cherif starteten die Fahrradtour mit einem Wettfahren, welches Cherif dann knapp verlor da er zu kräftig in die Pedalen getreten war und somit sein Velo auswechseln musste wegen auftauchender Problematik mit der Kette.  Trotzdem konnten wir als neu gegründete Velogang ohne weiter Zwischenfälle die  Insel erkunden.

Die sogenannte Obstinsel hatte allerlei Früchte zu bieten und die freiwachsenden Brombeeren schmeckten hervorragend. Obwohl der bekannte Cider auf der Insel nicht wie geplant beim Produktionsort gekauft werden konnte (da geschlosse aus unerklärlichen Gründen), genossen wir je eine Flasche in einer Bar nahe bei uns am Hafen. Anschliessend zauberte Susanne, während Cherif, Nadine und Alex “Hoseabe” spielten, ein leckeres Abendessen.

In einer kurzen Regenpause machten wir uns auf zur Insel Veiro wo uns luxuriöse Duschen erwarteten und noch mehr Brombeeren. Kurzerhand wurde die Waschmaschine den ganzen Nachmittag beschlagnahmt, die Dusche nicht ganz so lang, aber trotzdem ausreichend. Das Wetter machte Erkundungsspaziergänge unmöglich und so spielten wir wie immer “Hoseabe”, lasen und beobachteten die eintreffenden Schiffe inklusive Crew darauf ;).

Am Sonntag sollte früh Tageswache sein um einmal um die Insel zu laufen – das Sprichwort Morgensport ist Mord stimmt nicht ganz… ? Weiter ging’s nach Nyborg, welches auch schon die letzte Destination für Nadine und Alex war. ☹

Nachdem Nadine die Cachana wunderbar parkiert hatte, genossen wir den Abend bei einem gemütlichen Grill, Resten und ein riiiiisen Glace für Alex und Nadine.

Am nächsten Tag konnten wir ausschlafen und genehmigten uns einen wunderbaren Lunch. Da es regnete beschlossen wir noch ein wenig zu warten bevor wir uns aufmachten um die Stadt zu erkunden, dies nutzten einige um ein Mittagsschlaf zu machen. Danach wurde gemütlich die Stadt erkundet und sich einen Apero gegönnt, welcher Alex aufgrund ihrer verlorenen Wetten während den Ferien bezahlen musste. (Danke Alex) Am letzten Abend wurde dann einmal mehr, einer von Alex’s Wunschen eingelöst. Es gab Spaghetti mit Zuccettisose und wir assen unter Deck – es war soo gemütlich und lecker. Am nächsten Morgen hiess es dann auch schon Abschied nehmen und Nadine und Alex machten sich wehmütig auf den Nachhauseweg, aber mit vielen wunderschönen Erinnerungen.

(wenn der Blog von Susanne oder Cherif geschrieben worden wäre, dann währe er wahrscheinlich viel ausführlicher, doch man muss am Rande noch vermerken, dass die Verfasser des Bloges pro Tag ca. 12-14 Stunden geschlafen haben und dies nicht nur während der Nacht ?)