Unsere Tage bei Susanne und Chérif
2026 hatten wir mal wieder die Möglichkeit, mit Susanne und Chérif, ein paar Tage auf der Cachana zu verbringen. Wir freuten uns sehr über diese Möglichkeit, da 2025 die gemeinsamen Tage abgesagt werden mussten (Leistenbruch).
Nach kurzer Vorbereitung war klar, dass wir am Donnerstag 28. Juni um 07.05 den Flug nach London antreten werden und anschliessend mit dem Zug nach Milford Haven fahren würden. Geplant war um 8 Uhr abends gemeinsam zu Essen. Wie öfters in den letzten Jahren driftet Plan und Realität auseinander. So auch dieses Jahr. Denn als wir im Bahnhof Paddington ein Billett nach Milford Haven kaufen wollten, teilte uns der nette Mann hinter dem Schalter mit, dass dies nicht möglich sei. Die nächsten Züge würden nur bis Swansee fahren. Dort müssten wir warten und könnten erst einen Zug nach 19.00 Uhr nehmen, womit wir erst um ca. viertel nach acht oder gegen halb neun ankommen würden.
Was nun? Zuerst einen Apero trinken. Während wir also unseren Prosecco genossen kam mir die Idee, dass man dennoch früher fahren könnte. Dann besteht vielleicht die Möglichkeit in Swansee einen Uber zu nehmen und so dennoch zurzeit anzukommen. Ein guter Plan. Denn so verlief die Reise auch, so dass wir zurzeit bei Chérif und Susanne waren und rechtzeitig Nachtessen konnten. Nach dem üblichen «Schlumi» ging es ins Bett.
Am nächsten Tag konnte ausgeschlafen werden, was wir alle genossen. Denn der Wasserstand, aufgrund der Gezeiten, erlaubte ein Auslaufen sowieso erst kurz nach Mittag. Es blieb somit genügend Zeit um zu Essen, Wasser zu bunkern und Diesel zu tanken.

Gemütlich segelten wir den Fluss nach Llangwm hoch


und ankerten in ruhigen Gewässern. Nachdem die Cachana an der Boje festgemacht war, begannen die Arbeiten für das Nachtessen und Chérif startete die Planung für die nächsten Tage.

Es war von Beginn weg klar, dass die Cachana und ihre Crew weiter nach Süden segeln muss. Nächstes Etappenziel wird sein, «Padstow». Also war Wind (ungünstig), Strömung und Wetter zu studieren und den bestmöglichen Plan zu entwerfen. Wie immer hatte Chérif eine Idee, welche die Crew widerspruchslos folgte. Der Plan war, am nächsten Tag gemütlich und unter Motor in

die Bucht von «Dale Beach» zu fahren

und am übernächsten Tag die rund 74 Seemeilen nach Padstow zu segeln. Ein Törn, welches frühes Aufstehen, guten Wind und wenig Gegenströmung erforderte.

Glücklicherweise konnten wir beide Tage wie geplant umsetzen, so dass wir am Sonntag 31. Mai fahrplanmässig in Padstow ankamen.

Bei traumhaften Wetter segelten wir in rund 14 Stunden bis in den Hafen von Padstow, wo wir in der «zweiten Reihe» festmachen konnten.

Der Montag war mit englischem Wetter gesegnet. Somit hiess es ausschlafen und einen ruhigen Tag mit Einkaufen, Duschen, Kaffeetrinken und Ortbesichtigung zu verbringen. Alles gut. Leider war während dieser Woche ein Weitersegeln ausgeschlossen. Wind zu stark und aus der falschen Richtung und es war mit Wellen von drei bis vier Metern zu rechnen. Was also tun. Der Plan war schnell gefasst. Am Dienstag gab es eine wunderschöne Wanderung der Küste entlang von Padstow.




Und für Mittwoch / Donnerstag mieteten wir ein Auto und fuhren nach Cardiff, wo wir übernachteten.


Leider war es unmöglich einen Hop on Hop off Bus zu finden, weshalb wir die Stadt und einige Geschäfte zu Fuss erkunden mussten.

Wer uns kennt, weiss, dass dies für uns keine Herausforderung darstellte. Wir vier finden regelmässig zu essen, zu trinken

und bei Bedarf etwas zu kaufen.
Am Donnerstag genossen wir den Vormittag noch kurz in Cardiff

ehe wir über Bristol zurück nach Padstow fuhren. Die bekannte Clifton Brücke von Bristol

und der Hafen kann jedermann empfohlen werden.


Auch in Bristol kann man sich gut verweilen und es gibt / gäbe einiges zu entdecken.

Leider war unsere Zeit auf der Cachana am Freitag schon wieder zu Ende.

Um die Rückreise in die Schweiz etwas entspannter angehen zu können planten wir eine Nacht und einen Tag in London ein, so dass wir London kurz und per Hop on Hop off Bus erkunden konnten. Da wir das Mietauto bis Freitag reserviert hatten half uns dies, unser Gepäck nach Bodmin zu bringen. Danach fuhr uns das Taxi zum Bahnhof.
Die Tage mit Susanne und Chérif vergingen wie im Flug und waren wie immer traumhaft. Vielen Dank