Freitag morgen 5. Juni, machen sich Sandra und Michi bereit zum Abreisen. Nach der herzlichen Verabschiedung haben wir beschlossen, mit der Fähre zur anderen Seite nach Rock zu fahren und auf dem South-West Coast Path wandern zu gehen!

Wir reservieren für den Sonntag noch im Little Prawn einen Tisch für das Dinner. Das Restaurant hat tolle Bewertungen und die Speisekarte ist nach unserem Gusto! Vielleicht geht es ja dann am Montag weiter! Immer wieder scheint die Sonne, abwechselnd mit Wolken, Wind und Regen.


Nach knapp 3 Stunden wandern macht der Wind und Regen ernst! Wir entschliessen uns zur Umkehr und nehmen den Bus, welcher uns in die Nähe der Fährstation bringt.

Nun zurück mit der Fähre!

Wow! Die heisse Dusche wirkt Wunder! Wir werden von Anne und Bernhard angefragt, ob wir mit Ihnen im St Petroc’s Bistro Nachtessen möchten , mhhh, wir sagen zu. Sehr fein und mit sehr netten, interessanten Gesprächen, ein schöner Abend. Heute Nacht sind Sturmböen aus Süd angesagt. Wir liegen sehr sicher in diesem Hafen. Aber die Cachana beginnt trotzdem zu Schaukeln und es heult und pfeift. Der Skipper erfährt von alledem erst morgens aus der Erzählung der Bordfrau!

Es regnet und wir nutzen die Zeit, um uns schlau zu machen wie es weitergehen soll! Die ganze nächste Woche sind viele Stürme aus West oder Südwest angesagt (bereits die 2. Woche). Am Montag haben die Wettermodelle bis ca. 14.00 Uhr Nordwest Wind, drehend auf West angesagt. Eigentlich möchten wir sehr gerne zu den Scilly Inseln segeln, aber mit diesen Wettervorhersagen eher schwierig! Und dazu wird das Gezeitentor frühestens 9.30 Uhr geöffnet. Wir wollen auf keinen Fall im Dunkeln in den 75sm entfernten Scilly’s ankommen. Dazwischen gibt es keine Häfen, nur ungeschützte Ankerbuchten. Desshalb gibt es nur noch die Variante um Land’s End, (westlichster Punkt von England’s Festlandsküste) in die Penzance Bay zu segeln, die knapp 60sm entfernt ist. Dazu sind Wellen zwischen 2-2.5m aus Westen angesagt und diverse Gezeitenströme. Nicht ganz einfach, mal abwarten und Sonntag’s nochmals die Wettermodelle ansehen! Nachmittags spazieren wir eine halbe Stunde zu einem spannenden Farmer Shop, welcher viele Frischprodukte, Gemüse, Fleisch und Spezialitäten anbietet. Wir kaufen dort einige Delikatessen ein und spazieren weiter zum Tesco. Gestern Abend haben wir festgestellt, dass der Rotwein alle ist. Wir müssen wieder bunkern. Mit 2 schweren Rucksäcken kriechen wir zurück. Pünktlich um 20.00 Uhr nehmen wir Platz an unserem Tisch im Little Prawn ein. Ein kleines Restaurant mit etwa 20 Plätzen und ein junges, sympathisches Team. Das Essen, Tapas artig aber anders!



Hervorragend, wir können das Restaurant nur empfehlen! Wir geniessen den Abend! Heute Sonntag, eher grau, bewölkt und ab und zu Nieselregen.

Wir nutzen die Zeit um einige Arbeiten zu erledigen und das Wetter zu studieren. Was neu ist, dass fast alle Wettermodelle auf nächstes Wochenende eine Wetterberuhigung voraussagen! Wir entscheiden uns, dass wir hier an diesem so wunderschönen Ort bleiben und nächstes Wochenende zu den Scilly’s segeln. Am Mittag geniessen wir unsere hausgemachtes Kaviar-Omelette. Jetzt haben wir Zeit und planen was wir in den nächsten Tagen unternehmen möchten. Montag morgen, bei mehrheitlich sonnigem Wetter, fahren wir mit der Fähre wieder nach Rock und laufen zur 20 Minuten entfernten Busstation. Wir fahren mit dem Bus nach Polzeath

und wandern der South-West Coast Path weiter der Küste entlang zu Port Isaac. Der direkte Weg wäre etwa 2.5 Stunden, der Küste entlang 5.5 Std. mit ca. je 1200 Höhenmeter rauf und runter. Wir entscheiden uns für den längeren.




Wir werden mit wunderbaren Ausblicken belohnt.

Zurück mit Bus nach Rock, dann in einem sehr gut ausgestatteten Laden kaufen wir etwas Wein, Pouletschenkel und grünen Spargel ein. Spazieren zurück zur Fähre und werden doch noch verregnet. Kaum von der Fähre scheint die Sonne wieder. Der Grill wird montiert und die Pouletschenkel und Spargeln kommen gleich auf den Grill, zum Dessert ein Grill-Raclette Brötchen. Sehr fein! Dienstag Morgen laufen wir zum Fahrrad-Verleih und mieten E-Bike’s. Und los geht’s den Camel Trail entlang von Padstow über Wadebridge und Bodmin nach Wenford Bridge.

Die Wege führen dem Fluss entlang, über Wiesen und Wälder auf einem alten Bahntrassee, dass zu einem Fahrrad und Spazierweg umfunktioniert wurde.

Nach ca. 18 Meilen = 29 km erreichen wir Wenford Bridge. Dort geniessen wir unseren Picknick und fahren wieder heimwärts.

Auf dem Weg möchten wir noch einen kleinen Abstecher ins Weingut Camel Valley machen. Ihr liest richtig, Weingut in England? Tatsächlich!! Es gibt hier in der Gegend 2 Weingüter, das Trevibban Mill Vineyard und Camel Valley! Wir degustieren auf der Terrasse,

mit schönem Ausblick auf die Weinberge, 2 Prosecco von der Pinot Noir Traube, Rose und Weiss, dann noch 2 Weissweine ein Chardonnay und ein Bacchus,

sind überrascht alle sind sehr fein! Aber teuer sind sie schon.

Weiter geht’s nach Wadebridge auch dort machen wir halt. Überraschung! Da hat es einen Käsespezialisten der den Käse und Butter selber produziert, es hat aber auch andere ausgewählte Käse. Wir dürfen degustieren und natürlich kommen wir nicht ohne den leckeren Käse heim. Nun müssen wir uns beeilen, der Fahrrad Verleih schliesst um 17.00 Uhr, das wird knapp. Wir ziehen aus den E-Bike den maximalen Strom und mit unserer maximalen Muskelkraft erreichen wir 17.02 Uhr die Station! Die Fahrräder sind bereits eingeräumt, aber die Verleiherin ist noch hier und lächelt, da seid Ihr ja! Die Fahrräder abgegeben laufen wir zur Cachana. Zum Abendessen wird der Grill wieder angefeuert und wir grillieren Lammplätzli, dazu gibts Coco-Bohnen und Salat.

Mittwoch ist Sonne, Regen und Wolken angesagt, trotzdem machen wir uns morgens auf den Weg zur Bus Station und fahren eine knappe Stunde nach Magwan Porth. Die Strassen sind in dieser Gegend sehr eng. Es ist abenteuerlich in den englischen Doppelstock Bussen durch die engen, kurvigen Wege zu crusen! Wir bewundern die Gelassenheit des Buschauffeurs.

Angekommen wandern wir wieder auf dem South-West Coast Path.


Es geht der Küste entlang bis zur Constantine Bay. Wunderschöne Steinmauern säumen den Weg. Was für eine Arbeit, sie faszinieren uns immer wieder.

Von Constantin Bay aus gehts wieder mit dem Bus nach Hause. Wir haben Wetterglück es hat nur einmal kurz geregnet, meistens Wolken mit Sonne und viel Wind. Angekommen scheint die Sonne. Wir geniessen ein Ribeye Steak vom Grill!

Am Donnerstag ist viel Wind und immer wieder Regen angesagt. Es stehen einige Arbeiten, wie Büroarbeiten, Blog und Routenplanung an. Um 17.00 Uhr sind wir bei Anne und Bernhard auf der Bass Rock zum Apero eingeladen wir geniessen den Abend mit den Beiden. Freitag ist das Wetter etwas besser aber eben nur etwas! Macht Nix!! Wir haben immer noch einige Abklärungen zu erledigen und somit ist der Tag schnell vorbei. Samstag hat sich das angekündigte Hoch über uns eingeschlichen. Die Sonne scheint mit einer leichten Brise. Wir flanieren in Padstow. Viele, viele Touristen, aber eine sehr gemütliche Atmosphäre, uns kommt es fast so vor wie an einem schönen Sommertag in Ascona an der Uferpromenade!


Wir begleichen die Hafengebühren, 14 Nächte das haben wir noch nie geschafft! Für uns fühlt es sich so an als hätten wir in Cornwall 2 Wochen Ferien gebucht. Wir nehmen viele schöne Erlebnisse und Eindrücke mit. Wir treffen unsere Vorbereitungen, Einkäufe, Waschen, Wasser bunkern, Wetter/Strom und Routenplanung etc.

Denn Morgen 4.30 Uhr möchten wir ablegen. Unser Kurs soll uns zu den 75sm entfernten Scilly Inseln führen. Wieder ist es so, dass wir Ströme mit uns haben werden aber auch noch stärkere gegen uns, dazu ein 10sm breites Verkehrstrenngebiet, welches wir im rechten Winkel überqueren müssen. Wir sind gespannt. Bis bald Cachanieros