«Ahoi» Alex und Nadine

Das Packen sollte sich einfach gestalten. Susanne und Cherif sind auf den Fotos braun gebrannt, also kommen viele kurze Klamotten in das Gepäck. Es stellte sich jedoch heraus, dass eine Regenjacke doch sinnvoll gewesen wäre, da das heisse Wetter Dänemark verlassen hat und das bekannte Amsterdamertief langsam auf uns zusteuerte.

Auch bei uns durfte das Steinerbrötli am Flughafen Zürich nicht fehlen und hoch motiviert machten wir uns auf den Weg in die Ferien. Nachdem wir mit viel Verspätung und einer verätzen Nase in Kopenhagen gelandet sind (wir hatten das Glück gleich hinter der Toilette zu sitzen, welche ein Rohrleitungsbruch hatte und deren Inhalt sich über den ganzen Boden verteilte – Swiss geht sehr sparsam mit dem Febrezspray um) fuhren wir (natürlich immer noch motiviert allerdings nicht ganz sooo euphorisch wie vor unserem Stinkflug) mit dem Zug nach Helsingor wo Susanne und Cherif uns herzlich begrüssten.

Am nächsten Tag war ein langer Segeltag geplant, da das Wetter allerdings nicht so wollte wie wir wollten ging es nur nach Gilleleje und mit dem Zug zurück nach Helsingor an einen Mittelaltermarkt, was uns ALLE (vor allem Susanne und Nadine ;)) sehr erfreute. Nach einem wunderbaren Raclette verabschiedeten wir uns in das Land der Träume.

Am nächsten Tag segelten wir zur Insel Ven wo Susanne im letzten Augenblick die dänische Flagge herunter nahm und die schwedische hisste. Gemütlich nahmen wir unseren wie immer schwer benötigten Ankunftsdrink und spielten einige Runden «Hoseabe».

Am nächsten Tag genehmigten wir uns alle ein frisches langes oder kurzes je nachdem (Alex war eher an den kürzeren Badespässe interessiert) Bad in der See . Von der Insel Ven segelten wir weiter nach Dragor. Auf hoher See wurden wir besucht von einer Gruppe Delphine, welche uns bis fast an unser Ziel begleiteten. Obwohl Alex ihr Handy «all Zeit bereit» hielt um den springenden Delphin zu photographieren hat es nicht ganz so geklappt. Trotzdem war es eine wunderschöne Begegnung. Hier die Ausbeute. (Susanne Sei Dank)

In Dragor angekommen verlor Nadine beim Aussteigen ihren ausserordentlich für Segeltrips unpraktischen Ring, welcher sich in die ewigen Jagdgründe des Hafenbeckens aufmachte, doch er hatte die Rechnung ohne Cherif gemacht. Während Nadine und Alex mit dem Bus nach Kopenhagen fuhren um sich die Stadt genauer anzuschauen, machte er sich nur mit Taucherbrille, Badehosen und der Gasflasche auf, um den Ring zu suchen. Um ca. 17:00Uhr erhielten Nadine und Alex ein Foto, auf welchem Cherif den Ring siegessicher der Kamera entgegenstreckte.

Der Tag war gerettet. Nadine und Alex verweilten noch etwas in Kopenhagen bevor sie die 40minütige Busreise zurück antraten.

Das Wetter versprach viel Gutes für den nächsten Tag, also sollte geankert und grilliert werden. Natürlich fand der Skipper einen wunderschönen Platz, nur dumm war er sehr weit vom Land entfernt und das Resli war auch nicht aufgeblasen – wo und wie soll Alex bloss ihre Sucht stillen? Kurzerhand heckten Nadine und Alex einen Plan aus. Die Pfänder sollten aneinander gebunden werden und als Floss dienen. Kaum angekommen machte sich Nadine sogleich an die Durchführung des Plans,

wenige Minuten später wurde die Konstruktion zu See gelassen. Mit gewissen Anlaufschwierigkeiten, schaffte es Alex dann doch, eine halbe Zigarette auf dem provisorischen Floss zu rauchen. Nadine war aber noch nicht vollumfänglich zufrieden und wasserte kurzerhand das Floss aus und machte sich weiter an die Arbeit, zum Wohle von Alex. Der zweite Versuch war stabiler, doch nach einer halben Zigarette versinkte Alex dann trotzdem (inkl. des Drinks).

An dieser Stelle möchte ich Nadine für ihre Bemühungen danken, ich weiss dies sehr zu schätzen! Nach einem wunderbaren Grill und einem knapp überlebten Schwalbenangriff verabschiedeten wir auch diesen Tag.

Nach einem erfrischenden Bad am Morgen ging die Reise durch die unzähligen Fischernetzte in der Fahrstrasse weiter. Alle Augen wurden gebraucht um die kleinen Fähnchen zu erkennen. Teilweise wurde geflucht, geschätzt und diskutiert aber schlussendlich musste Cherif nicht tauchen gehe um Cachana von einem unbeabsichtigt mitgenommenen Netz zu befreien, was als Erfolg gefeiert werden konnte (natürlich mit einem altbekannten Ankunftsdrink). In Stege erkundeten Susanne, Nadine und Alex die Kreidefelsen von Mons Klint währenddem Cherif das Schiff auf Vordermann brachte.

 

Am nächsten Tag landeten wir auf der Obstinsel, welche wir zu Fuss und mit dem Fahrrad erkundeten. Alex und Cherif starteten die Fahrradtour mit einem Wettfahren, welches Cherif dann knapp verlor da er zu kräftig in die Pedalen getreten war und somit sein Velo auswechseln musste wegen auftauchender Problematik mit der Kette.  Trotzdem konnten wir als neu gegründete Velogang ohne weiter Zwischenfälle die  Insel erkunden.

Die sogenannte Obstinsel hatte allerlei Früchte zu bieten und die freiwachsenden Brombeeren schmeckten hervorragend. Obwohl der bekannte Cider auf der Insel nicht wie geplant beim Produktionsort gekauft werden konnte (da geschlosse aus unerklärlichen Gründen), genossen wir je eine Flasche in einer Bar nahe bei uns am Hafen. Anschliessend zauberte Susanne, während Cherif, Nadine und Alex «Hoseabe» spielten, ein leckeres Abendessen.

In einer kurzen Regenpause machten wir uns auf zur Insel Veiro wo uns luxuriöse Duschen erwarteten und noch mehr Brombeeren. Kurzerhand wurde die Waschmaschine den ganzen Nachmittag beschlagnahmt, die Dusche nicht ganz so lang, aber trotzdem ausreichend. Das Wetter machte Erkundungsspaziergänge unmöglich und so spielten wir wie immer «Hoseabe», lasen und beobachteten die eintreffenden Schiffe inklusive Crew darauf ;).

Am Sonntag sollte früh Tageswache sein um einmal um die Insel zu laufen – das Sprichwort Morgensport ist Mord stimmt nicht ganz… ? Weiter ging’s nach Nyborg, welches auch schon die letzte Destination für Nadine und Alex war. ☹

Nachdem Nadine die Cachana wunderbar parkiert hatte, genossen wir den Abend bei einem gemütlichen Grill, Resten und ein riiiiisen Glace für Alex und Nadine.

Am nächsten Tag konnten wir ausschlafen und genehmigten uns einen wunderbaren Lunch. Da es regnete beschlossen wir noch ein wenig zu warten bevor wir uns aufmachten um die Stadt zu erkunden, dies nutzten einige um ein Mittagsschlaf zu machen. Danach wurde gemütlich die Stadt erkundet und sich einen Apero gegönnt, welcher Alex aufgrund ihrer verlorenen Wetten während den Ferien bezahlen musste. (Danke Alex) Am letzten Abend wurde dann einmal mehr, einer von Alex’s Wunschen eingelöst. Es gab Spaghetti mit Zuccettisose und wir assen unter Deck – es war soo gemütlich und lecker. Am nächsten Morgen hiess es dann auch schon Abschied nehmen und Nadine und Alex machten sich wehmütig auf den Nachhauseweg, aber mit vielen wunderschönen Erinnerungen.

(wenn der Blog von Susanne oder Cherif geschrieben worden wäre, dann währe er wahrscheinlich viel ausführlicher, doch man muss am Rande noch vermerken, dass die Verfasser des Bloges pro Tag ca. 12-14 Stunden geschlafen haben und dies nicht nur während der Nacht ?)

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