Crew Wechsel in Bergen

Eine neue Crew ein neuer Blog von Sandra und Michi.
Wir sind vom Samstag 24. Juni bis Samstag 1. Juli zu Gast auf der Cachana.

Die Anreise mit dem Swiss Direktflug am Samstag 24. Juni war wunderbar kurz und einfach. Kein warten in Oslo. Nach zwei Stunden Flug kamen wir um 18.30 Uhr in Bergen an. Das Wetter war wie erwartet (nass und kalt). Nach einer 30 minütigen Fahrt ins Zentrum, Hotelbezug und Tenü Wechsel (warme Kleider und Regenschirm) machten wir uns auf die Suche nach Susanne und Cherif. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Natel fanden wir uns um 21.00 Uhr beim Fischmarkt.
Die Begrüssung von Susanne, Nadine, Alex und Cherif war wie immer sehr herzlich. Da wir alle noch nichts gegessen hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal. Trotz Regenschirm und Regenjacken mussten wir unsere Suche unterbrechen und in einem Hauseingang eine Pause einlegen. Ohne diesen Stopp wären wir „klatsch“ nass geworden. Nach einem wunderbaren Essen ging es wohl gestärkt zum „Absacker“ auf die Cachana. Anschliessend machten sich alle auf den Weg ins Bett.
Ausgeruht und voller Tatendrang, besichtigten wir am Sonntag die Stadt Bergen. Mit dem Hop On Hop Off Bus (ein Billett war noch vorhanden) machten wir die Rundreise durch die Quartiere der Stadt und liessen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen. Susanne und Cherif nutzten die Zeit um das Schiff für den Crewwechsel vorzubereiten. Um Mittag trafen wir uns und richteten uns häuslich ein. Ich glaube, an diesem Tag hat es nur einmal geregnet. Zurückblickend müssen wir feststellen, dass Sandra und ich auf dem Weg vom Hotel zum Schiff Glück hatten. In diesem Moment war der Regen nur ein leichtes „nieseln“.
Nach einem ausgezeichneten Nachtessen im Egon und einer erholsamen Nacht auf der Cachana starteten wir am Montag in die neue Woche. Cherif fasste die Aufgabe, den Blogtext von Nadine und Alex mit Bildern zu versehen und den Text ins Internet zu stellen. Da das Wi-Lan im Restaurant sehr, sehr langsam war, hatten Susanne, Sandra, Cherif und ich genügend Zeit, um gemütlich zwei Flaschen Prosecco zu trinken.

Michi

Endlich nach gefühlten 5 Stunden im Restaurant, legten wir um ca. 14.00 Uhr Richtung Süden ab.

Sandra

Bei trockenem Wetter segelten wir nach „Tyssoyna“ eine wirklich traumhafte Bucht.

Die Bucht

Da noch ein „eingelegter“ Fischkopf an Bord war, wurde der Krabbenkorb bestückt und an einer nahen Felswand versenkt.

Am Krabbenkorb auslegen

Nach dieser schweisstreibenden Tätigkeit hatten wir unseren Anlegeapero mehr als verdient. Nach getaner Arbeit machten wir uns bereit, das Nachtessen vorzubereiten. Bratkartoffeln, Hamburger und Susannes „Haussalat“ stillten unseren Hunger perfekt. Ein Glas Wein aus dem Karton rundete das Festmahl ab. Mit einem Schlumi gings ab ins Bett.
Dienstag. Die Routenplanung von Cherif sieht vor, dass wir 35 Meilen nach Rosendal segeln. Das Wetter ist schlicht ein Traum. Sonne, angenehme Temperaturen und meistens guter Wind führten in der Summe zu einem wunderschönen Tag. Das Tüpfelchen auf dem i war unser Ankerplatz („Kalvasundet“) für die Nacht.

Eine Gåste Bryggen ist zwar vorhanden, doch Cherif war nicht überzeugt, ob der Wasserstand für die Cachana angemessen war. Zur Sicherheit machten wir nicht am Steg fest, sondern ankerten in der Bucht.

Wie sich beim Nachtessen auf dem Steg zeigte, war es eine gute Entscheidung nicht am Steg festzumachen. Bei Ebbe wäre die Cachana auf Grund gelaufen und trocken gelegen. Da wir den Untergrund nicht kannten, war es sinnvoll, dieses Experiment nicht einzugehen.
Nun sitzen wir beim Mittwochmorgen Kaffee und beginnen mit der Planung für den heutigen Tag. Da für den heutigen Tag kein Wind erwartet wird, fahren wir nach Rosendal. Im Informationscenter informieren wir uns über An- und Abreise nach Bergen. Einerseits geht es um die Anreise von Joëlle und andererseits für unsere Heimreise am Samstag.
Leider passen die Fähren nicht optimal. Wir müssen am Samstagmorgen relativ früh fahren oder sind am Samstag auf den letzten Drücker am Flughafen. Wie sich später zeigen wird, hätten wir leicht die spätere Fähre nehmen können. Unser Flug kommt mit Verspätung an und wir fliegen in Bergen erst um 21.00 Uhr ab.
Für Joëlle wird es in jedem Fall keine Anreise Lösung am Samstag mehr geben. Das Taxi wäre eine mögliche Variante aber sehr teuer. 3‘000 NOK erscheinen uns allen als zu viel.
Aufgrund des fehlenden Windes ist das Programm für diesen Tag gemacht. Unter Motor fahren wir 17 Meilen zu einem super schönen Ankerplatz im Hardangerfjord. Ein kleiner Felsen im Fjordeingang mit dem symphatischen Namen „Svanholmane“ wird unser Ankerplatz für die Nacht.

Sandra + Michi im Hintergrund Schneebergen/ Gletscher

Die an diesem Nachmittag sehr hohen Temperaturen verleiten zu allerlei Freizeitbeschäftigungen. Die einen geniessen ein Buch und einen Drink im Schatten auf der Insel, die Andern Fischen mit dem „Reesi“ bzw. versuchen einen Fisch zu erwischen und der Letzte opfert die Zeit für einen persönlichen Parkdienst. Ein » Bad» im Fjord und eine Dusche auf der Cachana sowie eine Rasur wirken Wunder. Seebären verwandeln sich so in gesellschaftsfähige Gentleman. Ein Grillabend in dieser wunderbaren Abendstimmung runden den ereignisreichen Tag ab.
Für Heute Donnerstag ist eine neue Route zu planen. Angeblich hat der Wetterbericht keinen Wind vorhergesagt. Alles Märchen. Bei satten 20 – 26 Knoten segeln wir Richtung Süden. Geplant ist das Anlaufen eines Steges im Hardangerfjord. Doch bei näherer Besichtigung stellt man fest, nicht alle Seekarten und Routen Ratgeber sind auf dem aktuellen Stand. Somit muss die Planung angepasst werden. Da die Heimreise nach Bergen in Kürze ansteht und für Freitag überhaupt kein Wind zu erwarten ist, ändern wir das Programm und fahren nochmals in unsere Lieblingsbucht vom Dienstag. Hier geniessen wir unseren Vorabenddrink bei sehr angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Der Skipper erholt sich bei einem Mittagschlaf und der Lehrling schreibt den Blog für diesen Tag. Wir alle freuen uns auf ein Raclette.

Abendstimmung

Am Freitag 30. Juni machen wir Blau. Wie erwartet gab es überhaupt keinen Wind, dafür Sonne satt. Bei guten 25 Grad und wolkenlosem Himmel geniessen wir einen Tag auf dem Schiff. Ausser faulenzen, sonnen, essen und lesen gibt es nicht zu tun. Susanne und Cherif nutzen den Tag um die Cachana mal wieder zu trocknen. Matrazen, Decken und allerlei feuchtes dekorieren das Deck. Die Sonne und ein leichtes Lüftchen trocknen alles wunderbar. Gegen Abend fahren wir mit der Cachana nach Rosendal. Wir brauchen Strom und Wasser und eine Dusche.
Und schon ist die Woche im Norden vorbei. Es ist Samstag neun Uhr. Die Fähre wartet und bringt uns zurück nach Bergen, wo wir noch ein paar Stunden die Stadt anschauen können.
Vielen Dank an Cherif und Susanne für die tolle Woche in den Fjorden von Norwegen.

One thought on “Crew Wechsel in Bergen

  1. Hallo Zusammen
    Ihr schreibt super Berichte, so natürlich, dass man gleich Lust bekommt, Euch zu besuchen. Geniesst diese schöne Zeit auf Eurem schönen Schiff. Habe unser Boot nun definitiv Dani übergeben, da Er seine Dehler an den Vierwaldstättersee verkauft hat. Somit ist unser Hafenplatz für die Zukunft gesichert.
    Euch beiden nur das Beste wünschend
    Wisy & Ninotschka

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