Wir sind in Norwegen

Hey, Hey

ist übrigens auch in Norwegen die normale Begrüssungsform.        Aber der Reihe nach. Am Freitag, den 26. Mai,  gegen 9.00 Uhr Leinen los in Hvide Sande. Welle und Wind tip top, müssen nur ab und zu einen Holer segeln, da der Wind nicht ganz von Norden kommt. Am frühen Nachmittag kommt Nebel auf und wir stellen zur Sicherheit den Radar ein. Dann hört Susanne ein piepen aus dem Schiffsinnern. Das Batterie-überwachungs -system meldet , dass die Verbraucherbatterie leer ist!!  Das ist seltsam, der Radar braucht schon viel Strom, aber die Batterien waren voll geladen. Da sich parallel der Wind fertig ausgetobt hat ,  können wir mit ruhigem gewissen den Diesel anwerfen, so kommen  wir auch wieder besser vorwärts und die Batterien werden auch gleich wieder geladen. Nach einer guten Stunde legen wir in Thyboron an. Nächsten Morgen Samstag den 27. Mai ist Susann’s Geburri und die Sonne scheint vom feinsten. Es wird so richtig warm. Es gibt Kaviar-Omlett zum z’Mittag, dann an den Strand, feinster Sand und beide gehen das erste Mal, wohl kurz, aber doch schwimmen. Ziemlich frisch!!

Sandstrand in Thyborøn

Eigentlich wollen wir morgen weiter, da der Wetterfrosch eine starke Backstagbrise verspricht! Leider sind der Diesel und die Wasserreserven ziemlich aufgebraucht. Eigentlich kein Problem wir sind ja in einem großen Fischerhafen mit 2 Tankstellen. Da wir nächsten Morgen früh raus wollen entschliessen wir uns heute den Tank aufzufüllen. Wir machen fest bei der Dieseltankstelle, aber beim Bezahlungsautomaten steht out of order und es geht wirklich nicht. Dann geht’s weiter zu der anderen unbemannten Tankstelle, die sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus und dort steht Marine Oil. Was ist denn das? Nach längerem Herumfragen wurde uns mitgeteilt, dass wir das teurere nehmen müssen da das andere unverzolltes für die Berufschiffahrt und Fischer ist . Als wir uns entschlossen haben uns auf das Abenteuer einzulassen haben wir die  Kreditkarte eingeführt! Meldung » unbekannte Karte» und bei den weiteren Karten die gleiche Meldung. Am Zahlungsautomat haben wir eine Tel. entdeckt und haben gleich angerufen. Der nette Herr teilte uns mit, dass diese Tankstelle nur für die Berufsschifffahrt ist mit grossen Tanks. Also zurück zum Platz! Der Skip ist langsam aber sicher etwas genervt und dies am Geburtstag von Susanne!!! In 1km Entfernung finden wir eine Strassentankstelle aber keine grösseren Kanister zu kaufen!! Wir entschliessen uns jetzt den Abend zu geniessen. Einen romantischen, schönen Grill am Sandstrand mit zauberhaftem Sonnenuntergang!!! Zuerst aber noch schnell Wasser auftanken, man glaubt’s nicht.  Es hat keinen Wasserschlauch, und von unseren mit diversen Anschlüssen passt auch keiner. Susanne meint, dass es wahrscheinlich einen guten Grund hat, dass wir morgen nicht auslaufen sollen, der Skip nimmt’s zur Kenntnis. Trotzdem füllen wir den Tank zu einem 1/3, indem ich unseren Schlauch an den Wasserhahn halte. Beim heraustragen vom Grill und Kohle hat uns ein Schiffseigner gefragt ob wir Erfolg hatten mit dem Tanken. Nachdem er vom Skip aufgeklärt wurde, hat der nette Herr Ihm versprochen er könne nicht zulassen, dass ein Gast mit fast leerem Dieseltank nach Norwegen segelt.  Er organisiert 2 grosse Kanister, total 50 L, und ist mit uns mit seinem Auto zur Tankstelle gefahren und hat uns wieder zurück gebracht. Es sind wirklich sehr nette und hilfsbereite Menschen. Worauf der Skip Susanne angestrahlt hat und meinte, dass sei doch eine Fügung um Morgen doch nach Norwegen zu segeln! Und noch zu erwähnen ist, dass es ein wunderschöner, romantischer Grillabend mit Sonnenuntergang wurde.

Sonnenuntergang am Strand

Was für eine kurze Nacht!!!   4.20 Uhr weckt uns unser Wecker mit schöner Musik!! Batteriencheck! Komische Werte einerseits ist die Meldung Batterie voll, es sollen aber nur noch 150 Ampere drin sein statt 270???? Wir nehmen’s gelassen. Pünktlich 5.00 Uhr Leinen los! Wir legen, mit etwa 20 Knoten Wind, ab. Grossegel ,Fock und wir segeln Richtung Mandal, Norwegen entgegen, Entfernung etwa 85sm. Anschliessend beruhigt sich der Wind und wir setzen unseren Genaker und die Cachana surft weiter. Nach einer Weile nimmt der Wind richtig zu, Genaker runter und Fock raus schliesslich 2. Reff im Grosssegel und Fock gerefft und die Cachana ist immer zwischen surfen und gleiten mit der Welle. Wunderschön!!

Schönes Segeln

Am frühen Nachmittag hat es wieder piep, piep gemacht. Wir ahnen es!! Batterie leer und dies ohne Radar. Wir kommen zum Entschluss, entweder Kontrollsystem defekt oder Batterien kaputt. Plötzlich besucht uns ein Mauersegler und ruht sich auf der Cachana aus.

Der blinde Passagier

Nach mehreren Inspektionen auch im Innern des Schiffs verlässt er uns nach etwa 10sm. Total schön!! Als wir uns der norwegischen Küste nähern, werden die Wellen immer höher. Eigentlich kein Problem, aber in der Literatur steht, dass vor Mandal die Küste steil ansteigt und bei viel Wind und spezieller Strömung  gefähliche Wellen entstehen können,  die Kreuz und Quer mit Brecher  gefählich sind . Also Plan B wir umfahren das heikle Gebiet Richtung Osten nach Kristianssand,noch weitere 15sm . Macht nix wir sind ja so schnell unterwegs und wir legen zufrieden um 20.00 Uhr nach 100sm an. Nun geniessen wir unsere Raclette in der warmen Stube. Am nächsten Tag bleiben wir hier, wir wollen unser Elektrik Problem lösen. Jetzt zeigt der Kontroller bei voller Batterie noch 85 Ampere an, unsere Vermutung defekte Batterie. Susanne möchte Innen eine Komplet Reinigungen machen und ich das ganze Deck richtig durchschruppen. Wir bekommen einen Tipp von einem Schiffsnachbar für einen guten Bootselektriker. Wir rufen an und er sagt er rufe zurück er müsse mit dem Chef besprechen ob sie Zeit haben. Wir haben schönes Wetter und Zeit für unsere Reinigungsarbeiten . Wir haben den ganzen Tag gebraucht und keinen Rückruf. Nächsten Morgen rufe ich nochmals an um zu hören, dass Sie keine Zeit haben! Nach meiner Frage ob Sie mir jemanden anders empfehlen können, war die Antwort Sie frage den Chef und rufe zurück, auf diesen Rückruf warte ich immer noch!!! Nicht die feine Art. Möchte an dieser Stelle einfügen, dass wir sonst bis jetzt nur sehr nette und freundliche Norweger erlebt und kennengelernt haben. Auf der Suche nach einem  Bootszubehörshop wurden wir fündig, eine halbe Werft, die konnten auch unsere Batterien testen. Nach der Analyse war die Bestätigung da, Batterien defekt.  Wir  müssen neue bestellen, die am nächsten Tag am späteren Nachmittag geliefert werden sollen . Währendessen haben wir die Zeit in Kristiansand einfach genossen, Dom anschauen, flanieren, usw.

Impressionen

aus

Kristiansand

Donnerstag 1. Juni geht’s weiter. Der Plan ist, in einer 14sm nahen gut geschützten Bucht, zu ankern. Wind von Westen mit einer stramen Brise, wir kreuzen in den Schären auf. Wunderschön!!

Fahrwasser

Die Schären sind viel wuchtiger und öfters bewachsen als die schwedischen Ostschären. Gefällt uns auch sehr. Unsere Bucht sehr schön und geschützt.

Der 1. Grill vor Anker

Nächsten Vormittag geht’s weiter nach Mandal, ein schmucke Stadt mit älteren weissen Holzhäusern .

Die Fischer unterwegs!

Ein Fischladen mit vielen, verschiedenen, frischen Fischen. Wir nutzen das Angebot und freuen uns schon auf die geplante Fischsuppe. Samstag 3. Juni

Der Lindesnes fyr ist Norwegens ältester und südlichster Leuchturm auf dem Festland. (1655)

segeln wir weiter nach Korshavn, dass uns von Peter und Gila empfohlen wurde, danke, ist sehr nett hier. Gestern Abend wurden wir eingeladen an einer kleinen Norwegerparty  mit Livemusik teilzunehmen. War nett und wir bekommen den Eindruck, dass die Norweger fröhliche, offene, nette Leute sind. Weil es uns hier so gefällt bleiben wir noch einen Tag liegen.

Korshavn

Umgebung

Heute 8.30 Uhr Leinen los Richtung Egersund. Leider weniger Wind als prognostiziert und platt von Hinten und eine sehr unangenehme Welle seitlich. Die Cachana läuft unter Motor und schaukelt hin und her.  Als es etwas mehr Wind gibt möchten wir das Grosssegel setzen. Beim Aufziehen klemmt aber das Fall , also wieder runter und wir sehen , dass sich das Fall zwischen den 2 oberen Salings und Dampferlicht hoffnunglos eingeklemmt hat. Somit durfte Susanne in den Bootmannstuhl reinsitzen und wurde dem Mast hoch gezogen um das Fall zu klarieren. Hat bestens geklappt aber nachher war der Wind wieder weg.

Die fantastische Natur

Gegen 17.00 haben wir in Egersund fest gemacht. In den nächsten Tagen ist eher viel Wind angesagt und wir entscheiden erst morgen ob es weiter geht.

Euch allen liebe Grüße von der Cachancrew.

4 thoughts on “Wir sind in Norwegen

  1. Au Hey Hey,
    nachträglich no alles Gueti zum Geburtstag. Wunderschöni
    Fotos und spannendi Bricht. Danke viel mal.
    Freu mi jetzt scho uf dä nächschti.

    Ganz Liebi Grüess
    Karin

    • saluti Karin
      danka vielmal für din Bitrag. freut üs sehr wenn öpper sich ilogget und en Bitrag schribt 🙂 üs gahts tip tip. sind chlige underhalb vo Berge und hüt isch d Joelle zu üs cho. mir hend üs mega gfreut. Wetter isch sehr abwechsligsriich. 🙂 sehr viel füecht und ab und zue Sunne. mer nehmeds wies chunt nöchscht Wuche sets besser werde obwohl ehrlicher wiis zuegäh die letschte Täg wunderbar warm gsi sind. hends sehr gnosse .de nöchschti Bricht isch i bearbeitig :-)) ganz herzlichi Grüess Chérif und Susanne

  2. Hallo Susanne und Cherif,

    auch von uns noch alles Gute zum Geburtstag.

    Super Bericht, freue mivh schon auf den nächsten.

    Gruß

    Tina&Rainer

    • Hallo Rainer und Tina
      Wir haben heute festgestellt das beim übertragen Eurer Meldung auf der Page ein Fehler passiert ist. Jetzt ist alles klar. Danke für die Glückwünsche hat uns gefreut.
      Freut uns sehr, dass Ihr Euch eingeloggt habt. Bei uns alles sehr schön, wunderbare Natur, nur das Wetter macht seine eigenen Kapriolen, aber das weiss man ja wenn man hier in Norden oben ist.
      Ihr habt ja bis jetzt einen sehr heissen Sommer und wir hoffen Ihr könnt ihn geniessen. Mit lieben Grüssen Susanne und Chérif

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