Tromsø, auf nach Süden

Eidkjosen – Tromsø

Samstag, 3. Juli 2021

Nachdem ich ich bereits am Freitag, ein Tag früher als geplant, angereist war, überraschte mich ein sonniger, warmer Morgen im hohen Norden von Norwegen.Nachdem wir der Silmaril beim montieren des Grossegels geholfen haben, kehrten wir noch beim Eide – Handel ein, einfach der Laden für alles Feine aus Norwegen. Schliesslich verliessen wir kurz nach Mittag Eidkjosen um nach Tromsø zu segeln, wo schliesslich am Sonntag die Reise so richtig starten sollte. Mit mässigen Winden sind wir kurz vor 15.00 Uhr im Tromsø Stadthafen angekommen. Noch die restlichen Einkäufe Bunkern und dann kamen schon Ursula und Alex (Silmaril) zum Apero auf die Cachana. Nach einem feinen Abendessen im Art – Café mussten wir uns von Ihnen verabschieden. Dies taten wir bei einem Glas Rotwein beim Italiener.

Abschied von Eidkjosen
Hafen Tromsø

Sonntag, 4. Juli 2021

Tromsø – Finnsnes

Heute ging es so richtig los unsere Reise, an welcher ich für die kommenden 3 Wochen teilhaben darf. Bereits um 08.30 Uhr sind wir bei Kaiserwetter in Tromsø losgesegelt. Am Anfang fast kein Wind dann ging es aufwärts. Es folgte ein schöner Segeltag durch die nördlichen Landschaften Richtung Süden bei tollem Sonnenschein aber kühlen Temperaturen. Nach 44 SM sind wir in Finnsnes angekommen und liessen den Tag bei einem Grill mit Rentier und gefüllten Peperoni ausklingen nach einem Avocado -Lachs Sashimi.

Mitternachtssonne in Finnsnes

Montag, 5. Juli 2021

Finnsnes – Helløya

Ein ruhiger Morgen bei Sonnenschein, Kaffee und Morgendusche im Segelclub. Eile war keine angesagt. Susanne wollte für Fynn noch ein Ersatztierchen kaufen und die Läden öffneten erst um 10.00 Uhr. So lief Susanne zu Fuss in die Stadt und wir holten sie nach erfolgreichem Einkauf am Hurtigrutenterminal in der Stadt ab. Ein Hochsommertag für den Norden. In kurzen Hosen mit viel Motor- und wenig Segelstunden sind wir 40 SM gereist. Unterwegs an einem Vogelfelsen vorbei, an dem vor allem 3 Fuss Zehen Möwen brüten. Eine grosses Kommen und Geschrei. Nicht weit davon haben wir unsere Bucht gefunden zum Übernachten. Vorbei an einem karibischen Sandstrand können wir an einer Boje in einer „nur für uns Bucht“ festmachen. Natürlich lassen wir noch den Krabbenkorb ins Wasser. Ein wunderbares Nachtessen von zwei von Susanne in einem Streich gefangenen Köhlern rundet den wunderbaren Tag ab. Die Mitternachtssonne verschwindet kurz hinter einem Hügel taucht doch sogleich wieder wieder auf. Susanne uns Chérif geniessen die Nacht, die Tag ist und schlafen an Deck.

3 Zehen Möwen
Die beiden Köhler
Karibik Strand
Einfahrt zur Ankerbucht
Sonnen Auf / Untergang

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Dienstag, 6. Juli 2021

Heløya – Blokken

Der nächste Tag brachte die Ungewissheit, wer oder was ist im Krabbenkorb. Leider wie erwartet nur 1 kleine Krabbe und eine Schnecke. Sie durften ihr Leben behalten. Nach einem Morgenbad bei 18 Grad (der schreibende hielt sich noch zurück) ging es los. Leider bei wenig Wind brachten wir die 41 SM mehrheitlich unter Motor hinter uns. Das Angelglück war uns besser gesinnt, ein Dorsch gefangen. Schliesslich viel der Entscheid nicht nach Andenes zu fahren und somit auch das Wal Watching auszulassen. Die Ankerbucht war nicht dermassen hübsch wie angepriesen. Dafür ein feiner Grill mit Entrcôte und Salat. Natürlich durfte das Shasimi zur Vorspeise nicht fehlen. Schliesslich liessen wir uns die EM Italien  – Spanien nicht entgehen. Forza Italia! 

Der „leere“ Korb
unterwegs

Ankerbucht

Mittwoch, 7. Juli 2012

Blöken – Stamsund

Heute genoss die ganze Mannschaft ein Morgenbad bei 19.8 Grad, es wir immer wärmer? Heute leider wieder sehr wenig Wind. Wir installieren die Fock mit den zusätzlichen Holepunktleinen. Schliesslich scheint die Variante zwischen den Wanten die Beste. Es wird sich zeigen wenn wir wirklich Wind haben werden. Zum Mittagessen gibt es eine Delikatesse gepökelter Rotbarsch, wunderbar. Die Anglerei hat leider nur zu kleinen Köhlern geführt, die Ihre Freiheit wieder erlangt haben. Das Wetter war bewölkt bis leicht feucht. Um 19.00 Uhr sind wir in Stamsund auf den südöstlichen Lofoten angekommen. Wir liegen an einem Restaurants Quai geniessen aber den Abend auf dem Schiff. 

Hafen Stamsund

Donnerstag, 8. Juli 2021

Stamsund – Bodø

Heute verlassen wir bereits die Lofoten und die Überfahrt nach Bodø steht an. Es ist guter Wind angesagt und so freuen wir uns auf einen schönen Segeltag. Um 09.00 Uhr geht es nach dem Morgenkaffee los. Auf einem Anliegerkurs haben wir Wind zwischen 14 und 20 kn. Die Fock bewährt sich prima und wir kommen gut vorwärts. Susanne fühlt sich nicht so ganz wohl. Der Skipper versorgt uns zum Mittagessen mit belegten Knäckebroten. Vor dem Festland frischt der Wind in Böen auf 30 kn auf. Es dauert eine Weile bis wir auf die Idee kommen nur noch unter Fock zu segeln, was dann aber prima klappt. Schliesslich kommen wir um 19.15 in Bodø nach 58 sm an. Doch leider sind alle Gästeplätze besetzt. Schliesslich legen wir am Kopf eines Privatsteges an. In Vorfreude auf ein Nachtessen im Restaurant ziehen wir uns um. Doch leider ist die Türe auf unserem Steg verschlossen. Zurück auf Feld 1, wir kochen auf der Cachana. Es gibt Auberginen Lachs Gratin mit Nudeln und Salat.

By By Lofoten
Hafen Bodø

Freitag, 9. Juli 2021

Bodø – Storvika

Am Morgen ist einkaufen angesagt. und dem Auffüllen des Wassertanks verlegen wir uns an einen Gästesteg, damit wir freien Ausgang in die Stadt haben. Zurück mit drei prall gefüllten Rucksäcken und 2 kg Rekker direkt vom Fischer, beschliessen wir, das Mittagessen auf See einzunehmen, da es schon wieder 13.00 Uhr geworden ist. So bringen wir die 28 sm halb segelnd, halb unter Motor fahrend bei feinem Rekker Essen hinter uns. Ein kleiner Hafen Sandvika war unser geplantes Ziel. Doch leider waren die nur vier Gästeplätze bereits besetzt. So begaben wir uns in die gegenüberliegende Bucht zum Ankern am Sandstrand. Unterwegs hatte Susanne nochmals Angelglück, ein Dorsch und ein sehr grosser Köhler erfreute unseren zukünftigen Speiseplan. 

Reker fein😀
Bodø

Catch of the day
Storvika

Samstag, 10.Juli 2021 – Sonntag 11. Juli 2021

Storvika – Rørvik

Es ist Nordwind angesagt, auf nach Süden in einem grossen Schritt. Nach dem Morgenkaffee und einem Bad bei 20 Grad geht es los zu einer Nachtfahrt nach Rørvik. Am Samstag um 09.00 geht es los. Ursprünglich wollten wir die Küste verlassen und aussen rum segeln. Da es aber bald Böen von 30 kn hatte mit stattlicher Welle haben wir den Plan geändert und sind doch zwischen den Inseln gesegelt.

Samstag, 10. Juli 2021, 14.51 Uhr 66 Grad 33.55 nördliche Breite, wir passieren den Polarkreis Richtung Süden.

Polarkreis

Auf Neptun


Der Nordwind passte und so konnten wir weite Strecken segeln. Über Nacht hatten wir leider zeitweise keinen Wind, dass wir unter Motor fahren mussten. Die Zubereitung des Nachtessens klappte, es gab einen Kartoffel Zuchetti Gratin mit dem gefangenem Dorsch vom Vortag. Die Nachtwachablösungen haben gut geklappt. Am Morgen drehte der Wind auf Ostund dastünde schönes Segeln brachte. Kurz vor dem Ziel war es aber dann soweit, der angedrohte Südwind  und mit ihm der Regen kam. Am Sonntag um 13.00 Uhr sind wir im Hafen Rørvik angekommen, nach 145 sm. So war dann ein Mittagsschläfchen und eine Dusche angesagt. Schliesslich liessen wir den Abend bei einer Dorschelette, in der Küchenbude ausklingen. Der Fussballfinal durfte natürlich auch nicht fehlen, Viva Italia.
Ansteuerung durch den Kanal

Fortsetzung folgt.

One thought on “Tromsø, auf nach Süden

  1. Hallo Susanne, Hallo Cherif, immer wieder schön von euren Fahrten mit der Cachana zu lesen und tolle Bilder zu sehen. Allzeit gute Fahrt ihr Lieben. Alles Gute und Grüße von Ulrike B., jetzt aus A.

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