Norwegen 🇳🇮, Shetlands, Orkney, Schottland 🏮󠁧󠁱󠁳󠁣󠁮󠁿

Didé kommt!
14.06.2023, Mittwoch

Ankunft in Stavanger Airport am spĂ€teren Nachmittag. Mit GlĂŒck und einem Flughafen Marathon in Oslo hatte ich den Anschlussflug gerade noch erwischt. Der Flug ZĂŒrich Oslo war 45 Minuten verspĂ€tet, so reichte es in Oslo nur knapp. Doch schliesslich sass ich im Taxi zur Tananger Marina wo ich von Susanne und ChĂ©rif erwartet wurde. Nach der herzlichen BegrĂŒssung musste ich feststellen, dass mein Oliventransport in den Segelstiefeln nicht ganz optimal verlaufen war. Doch ein feiner Olivengeschmack in den Stiefeln ist auch nicht schlecht.

Zum Nachtessen Grill trafen wir uns mit der Crew der Silmaril beim nett eingerichteten Grillplatz im Hafen. Die Krabbe zur Vorspeise lies mich schliesslich so richtig ankommen im Norden.

15.06.2023, Donnerstag

Tananger Marina – Haugesund

Um 10.30 ging es schliesslich los. Bei moderaten Winden ging es nordwĂ€rts der KĂŒste entlang zwischen den kleinen typischen Inseln hindurch. Ein Mittagsimbiss durfte natĂŒrlich auch nicht fehlen. Beim Fischen hatte ChĂ©rif eine Makrele am Haken, die sich aber leider mit dem Köder kurz bevor sie an Bord genommen werden konnte losriss. Von Achtern kam ein Frachter auf uns zu mit zwei ĂŒberdimensionalen „Kaminen“. Schliesslich wurden wir von ihm ĂŒberholt und Google sei Dank erfuhren wir, dass es das grösste Frachtschiff sei, dass Segeln kann. Die beiden Zylinder drehen sich im Wind und erzeugen so den Vortrieb. 

Die Zylinder stehen beim Segeln senkrecht. Jetzt gekippt fĂŒr BrĂŒckendurchfahrt.

Ziel war es noch vor 17.00 bei der GasfĂŒllstation die Gasflasche auffĂŒllen zu können. Doch leider waren wir mit dem Gegenwind und der damit verbundenen Kreuzerei ein wenig zu spĂ€t. Die Silmaril hat es knapp geschafft. Um 17.30 legten wir im Stadtkanal von Haugesund bei der HochbrĂŒcke an. Zur Überraschung gab es nochmals eine Krabbe zu Vorspeise. Der anschliessende Grill an Bord inmitten der Stadt rundete den Abend ab.

16.06.2023, Freitag

Haugesund – RĂžvĂŠr Gasthafen

Nach dem Morgenkaffee im Sonnenschein liess uns ein kleiner Spaziergang durch die FussgĂ€ngerzone mit Einkauf verbunden den Charme von Haugesund nĂ€her kommen. 

Um 11.30 ging es los. Segel setzen und den Kanal zurĂŒck nach SĂŒden zur GasfĂŒllstation. Diese ist hinter einem Eisenrecycling Betrieb. Der Industrieanleger am dreckigen Betonquai mit den alten Lastwagenreifen machten einem nicht wirklich Freude hier anzulegen. Aber wir brauchten Gas! Das FĂŒllen der Flasche klappte sehr gut.

Schliesslich haben wir beschlossen das Mittagessen unterwegs einzunehmen, um den unschönen Quai wieder verlassen zu können. So fuhren wir mit Autopilot unter Motor den Kanal Richtung Norden. Es erwarteten uns frische Rekker aus unserem Einkauf am Morgen. Sehr fein!

Ausgangs Haugesund setzten wir nur das Grossegel um mit mĂ€ssiger Geschwindigkeit Fischen zu können. Leider ohne Erfolg. Von weitem machte sich eine Nebelwand bemerkbar, die uns schliesslich einholte. Im Nebel erreichten wir schliesslich RĂžvĂŠr, eine kleine hĂŒbsche Insel. Festgemacht am kleinen Besuchersteg um 16.20. Die Silmaril kam etwas spĂ€ter an und legte sich bei uns ins PĂ€ckli.

17.06.2023, Samstag

Rover – Utsira Nordhafen

Am Morgen war ein Inselspaziergang, mit Museumsbesuch angesagt. Maritimes Museum das sich vor allem mit der Fischerei, bzw. der Fischzucht beschĂ€ftigt. Die Erkenntnis: Chile ist der zweitgrösste Lachsproduzent der Welt. Ende der 70iger Jahre hatte die Fischzuchtindustrie in Norwegen die grosse Krise, infolge Halbierung der Exportpreise fĂŒr Lachs. Heute wird nur noch in einem Prozent der Produktion Antibiotika eingesetzt. Man glaube was man will!

ZurĂŒck im Hafen war noch Wassertank fĂŒllen angesagt und eine Dusche. Um 14.30 Leinen los

und wir segelten leider immer noch im Nebel nach der Insel Utsira in den Nordhafen.

16.50 waren wir am Quai hinter dem FĂ€hranleger festgemacht. In diesem Minihafen gab es weder Strom noch Wasser. Die zwei Inselrestaurants besichtigten wir und entschieden uns schliesslich fĂŒr Teigwaren mit Langustensauce und Crevetten auf dem Schiff.

18.06.2023, Sonntag

Utsira Nordhafen

Leider immer noch im Nebel genossen wir unseren Morgenkaffee, sahen uns den Wetterbericht einmal mehr an und beschlossen in Absprache mit der Silmaril am Montag Morgen um 05.00 nach den Shetlands auszulaufen. 

Nach vorzĂŒglichen Kaviar Omeletten machten wir uns auf die Inselwanderung, leider immer noch im Nebel.

Über HĂŒgel und Heiden ging es zur OstkĂŒste und dann zum SĂŒdhafen. Eine wunderschöne Wanderung. ZurĂŒck beim Schiff liefen die Vorbereitungen fĂŒr die Überfahrt. Der Nebel wich, die Sonne kam.

Nach dem feinen Nachtessen, wird es Morgen um 05.00 los gehen. Goodby Norwegen 🇳🇮 Welcome Shetlands

News are coming son😀

Wir geniessen Norwegen

Montag, 5. Juni, wir liegen im idyllischen Hafen RasvĂ„g, auf der Insel Hidra. Unsere to do Liste ist unendlich lang. Voller Tatendrang stehen wir auf. Brrrr, sofort die Heizung an. Draussen 8 Grad und drinnen 11. So nehmen wir nochmals einen Kaffee. Doch schon bald scheint die Sonne richtig warm und wir liegen ja im Windschatten. T-Shirt und kurze Hosen und los gehts mit arbeiten. Der Skip fĂ€ngt an neue Tampen an die Fender zu nĂ€hen und die Skipperin hat drinnen genĂŒgend zu tun. Zwischendurch gibts Lachs zum Zmittag. Nach dem Essen bergen wir unseren ausgelegten Krabbenkorb! Oh Freude herrscht! 2 grosse Krabben! Landen gleich in der Pfanne.

Unsere Vorspeise am Abend ist gesichert, sehr lecker!

Fischfilet vom frischen Polak auf GemĂŒse mit Weisswein abgelöscht

Es hat immer noch Fischkopf Resten also geht der Krabbenkorb gleich wieder rein. Wir verraten’s gleich, Dienstag Mittag gibt’s noch einmal, leider nur Eine, ist aber voll OK! Wir haben bis Donnerstag Zeit um diverse offene Arbeiten zu erledigen. Teakdeck wird gewaschen und gereinigt, Chromstahl auf Hochglanz gebracht, Schlauchboot (Reesi) aufgeblasen, Proberunde mit Aussenborder der nur leicht Zickt. Reesi ist leider nicht mehr ganz dicht und hat ein paar Flicke erhalten. Ob wir keine nasse FĂŒsse bekommen, werden wir wahrscheinlich erst in Schottland feststellen.

Und viele weitere kleine Arbeiten. Auch wird gewaschen, die Waschmaschine ist in unmittelbare NĂ€he, so ein Luxus! Mittwoch machen wir eine Pause um die Umgebung zu erkunden. Wir nehmen den Bus und fahren nach Kirkehamn. Dort angekommen wird das Tante Emma LĂ€deli durchstöbert. Immer sehr spannend was die alles haben und natĂŒrlich wird noch etwas fĂŒr den geplanten Picknick eingekauft. Ein hĂŒbsches, idyllisches Dorf mit einer weissen Holzkirche, auch die HĂ€user sind fast alle aus Holz und in weiss gehalten. Die GĂ€rten wie in Norwegen ĂŒblich mit Herz angelegt und sehr gepflegt.

Die Umgebung hier hatte wĂ€hrend des 2. Weltkriegs eine sehr wichtige Bedeutung. Norwegische Marinesoldaten waren hier stationiert, um die NeutralitĂ€t zu wahren. Auf dem höchsten Gipfel, dem HĂ„gĂ„sen, sass der WĂ€chter und ĂŒberwachte die KĂŒstenlinie zwischen Sokndal und Lista. Nach der Invasion wurde HĂ„gĂ„sen vom deutschen MilitĂ€r eingenommen. Oberhalb von Kirkehamn befindet sich die Festung mit Kanonenstellungen und DurchgĂ€ngen in den Bergen,

mit einer fantastischen Aussicht. Kurz vor unserem Gipfelsturm steht uns ein Schafbock im Weg. Und jetzt?

Nach gefĂŒhlten 5 Minuten macht er uns blökend den Weg frei. Wir geniessen on the Top die wunderschöne Aussicht mit einem feinen Picknick .

Nachmittags bevor wir im Bus einsteigen kaufen wir nochmals vom feinen Fenelor ein (getrocknetes, gesalzenes Fleisch von der Lammkeule). Und schon kommt der Bus! Wir geniessen die Fahrt und besprechen was wir heute noch alles erledigen möchten, bevor der Grill heiss lÀuft.

Donnerstag geht’s weiter mit unseren Arbeiten. Heute kommt Fredrik mit seinem Segelschiff! Als wir nach TromsĂž segelten 2019, haben wir Fredrik kennengelernt und hatten in der Zwischenzeit immer wieder Mail Kontakt. Wir freuen uns. Nachmittag’s ist so weit Fredrik kommt mit seiner Bris in den Hafen. NatĂŒrlich trinken wir zusammen einen BegrĂŒssungsdrink. Wir laden Fredrik und Kristen, der aus Schweden kommt und mit seiner La Choix Richtung Norden segelt, zum Grill ein. Dann rĂ€umt Fredrik seine Bris auf und wir die machen die Cachana klar. Morgen geht’s weiter, der SĂŒdwind kommt. Am Abend sitzen wir alle zusammen.

Fredrik bringt ein Mousseux de Bourgogne den wir zum Apero geniessen. Dann HohrĂŒcken, GemĂŒse und Bratkartoffeln. Kristen bringt einen 15 jĂ€hrigen Pusser’s Rum mit. Der Rum wurde in der Zeit um 1730 von der Royal Navy ausgegeben und getrunken. LĂ€sst sich sehr, sehr gut trinken!! Ein wundervoller, lustiger, spannender Abend.

Freitag Morgens, Kristen ist bereits frĂŒh los! Fredrik ist wie wir auch in den Startlöchern. Verabschiedung und los geht’s. Fredrik will Richtung Schweden er hat Winde gegen sich. Wir haben es perfekt, achterliche Winde treiben uns nach Egersund wunderschönes Segeln mit viel Sonne und Wind. Aber die Wassertemperatur wird immer kĂ€lter 8,2 Grad zeigt der Thermometer an. Brrrr……. In Egersund angekommen, fĂŒllen wir unseren halbvollen Dieseltank auf und entschliessen uns in eine Bucht zu fahren. Haben keine Lust auf Hafen und Egersund kennen wir bereits. TatsĂ€chlich finden wir eine wunderschöne Bucht mit einer kleinen Steganlage am Felsen.

Wir können die Cachana mit Heckboje und vorne am Steg festmachen, leider etwas quer zum Wind aber doch etwas geschĂŒtzt. Dann noch ein paar Arbeiten, unter anderem Krabbenkorb auslegen :-). Auch ist es nicht immer ganz ruhig in unserer heimeligen Bucht

Wir geniessen den Abend aber trotzdem in vollen ZĂŒgen.

Samstag, wir haben uns eigentlich schon gestern Abend entschlossen, dass wir heute hierbleiben werden. Am Morgen, Wow, wir noch im Bett am Lesen, Rumps Bumbs nicht gut. Stossen mit dem Bug in den Steg rein. Sofort raus, vorne lösen, hinten anziehen . Jetzt sollte es ok sein. Wieder zurĂŒck unter die warme Decke. Weiter lesen. Rumbs, oh weiha, jetzt gehts erst richtig los mit umvertĂ€uen. Am Ende der Übung liegen 3 Festmacher Tampen backbord, ist auch nötig, 26kn von der Seite in der Böe. Zum GlĂŒck hĂ€lt die Boje :-).

Am Nachmittag machen wir eine kleine Wanderung durch eine wunderschöne Gegend. Rauf runter, rauf runter, ein markierter Weg zeigt uns die Richtung, jedenfalls manchmal.

Sonntag

Auch heute bleiben wir noch in der Bucht. Am Morgen ist es noch fast windstill. Somit steht einem Bad bei 12.3 Grad Wassertemperatur nichts im Wege. Erfrischend und von kurzer Dauer. 🙂 Krabbenkorb ist leider leer. Am Nachmittag unternimmt die Frau des Hauses allein eine kleine Wanderung nach Maurholen, wo heute ein Konzert stattfinden soll. Der Herr bewacht das Schiff. Na ja, die Wanderung war toll das Konzert ohne Worte. 🙂 Zum Znacht gibts heute mal kein Grill. Es weht ein kalter Wind und wir geniessen den Abend im Bauch der Cachana. Den Schlumi gibts dann aber draussen mit wunderschöner Abendstimmung.

Montag 12.6.23 bis wir alle unsere Festmacher abmontiert und aufgeschossen haben dauert es eine Weile. Heute kurz und gut, ein wunderbarer Segeltag. Wir können uns bis jetzt wirklich nicht beklagen. So viel Sonne und schönen Wind, einfach herrlich.

Wir erreichen Tananger im Laufe des Nachmittags. Ursula und Alex, welche mit der Silmaril auch in Tananger liegen, sind noch unterwegs. Sie haben uns durch den Hafenmeister einen super Liegeplatz reservieren lassen. Toll. Wir gehen Einkaufen und treffen uns danach mit unseren lieben Freunden auf ein Glas Wein. Den Abend verbringen wir zusammen bei einem feinen Grill und gemĂŒtlicher Stimmung am Hafen.

Dienstag , der heutige Tag vergeht wie im Fluge. Kommt doch unser lieber Freund DidĂ© morgen Nachmittag auf die Cachana. Koje vorbereiten, Einkaufen, der Skip hilft beim Nachbarsboot noch einiges mit und am Nachmittag gehts mit dem Bus nach Stavanger. Die einen gehen zum BootsausrĂŒster die anderen zum Vinmonopolet. Ne ne es ist anders als Ihr denkt 🙂

EindrĂŒcke von Stavanger

In einem Thai-Restaurant nahe des Ölmuseums essen wir ein feines Curry und fahren zufrieden gegen 22.00 Uhr mit dem Bus wieder nach Hause. Ab morgen geben wir das Blog schreiben wieder ab 🙂

Es grĂŒsst Euch bis bald

die Cachanieros

Norwegen ahoi

Montag 29.5.23 in LĂŠsĂž

Eigentlich wollten wir heute morgen mit dem Bus nach Østerby fahren. Um dort vor Ort noch einen Kleiderladen zu besuchen, welcher wunderschöne Wollpullover zu verkaufen hat. Die hiesige Temperatur verleitet einem enorm. Es kam anders als gedacht. Da wir es heute Vormittag nicht eilig haben, wurde kein Wecker gestellt. Wir haben verschlafen 🙂 Der Wind soll sich erst gegen Mittag zu unseren Gunsten drehen. Also erst um 12 Uhr Leinen los. Aber wo ist der vorhergesagte Wind? Wir kreuzen auf, kreuzen auf . Dies lieben wir nicht besonders ;-). Doch mit einiger VerspĂ€tung dreht der Pustekuchen doch noch nach Westen. Wir segeln zwischen riesigen vor Anker liegenden Frachtern hindurch. Spiesrutenlauf wĂ€re ĂŒbertrieben, aber dennoch ein sehr beeindruckendes, imposantes GefĂŒhl.

In Skagen angekommen gibts zur Vorspeise den berĂŒhmten Toast Skagen im naheliegenden Restaurant, sehr lecker.

Auf der Cachana dann die in Anholt gekauften Schollen in Butter gebraten. Ein Genuss. Schnell aufgerĂ€umt und die Kleider fĂŒr die morgige Reise bereit gelegt. Gehts morgen doch ziemlich frĂŒh los.

Dienstag 30.5.23

3.30 schrillt der Wecker. 1. Kaffee im Bett an der WÀrme, 2. Kaffee erst unterwegs. 4.05 Leinen los in Skagen. Es ist schon dÀmmrig. Wenig Wind , wenig Welle ( macht nix) und auf nach Norwegen. Ein wunderschöner Sonnenaufgang empfÀngt uns Richtung Norden.

Der Wind, Strom und Sonne sind uns wohlgesonnen. Wir kommen gut vorwĂ€rts. Der Wind wegen der Temperatur des Wassers eher kĂŒhl aber mit Autopilot können es sich beide im Windschatten der Sprayhood gemĂŒtlich machen. Mit Segeln, Ausschau halten, Lesen, Essen und einem Nickerchen geht die Zeit schnell vorbei. Ah ja, der Skip angelt noch, leider ohne Erfolg wir sind zu schnell. Um 12.30 erblicken wir in weiter Ferne die KĂŒste von Norwegen. Yeah. Um 17.00 kommt vermehrt Wind auf und wir rauschen mit gerefftem Gross und gereffter Genua Norwegen entgegen.

Unsere ausgesuchte Ankerbucht scheint uns doch nicht ganz so ruhig wie gedacht und so legen wir im Hafen Gjeving an der neuen Steg Anlage an. Zum Znacht gibts feine Langusten-Spaghetti und Salat.

Lecker. Wir schreiben noch Jan und Leila, unseren lieben Kollegen aus Norwegen, welche wir in 2017 in Stokken kennengelernt haben, dass wir kommen. Dann, könnt Ihr Euch vorstellen, kriechen wir ziemlich mĂŒde in die Koje.

Mittwoch 31.5.23

Wir haben heute Nacht keinen Strom gebraucht. Somit gibts einen Ă€gyptischen Kaffee in der Bialetti zubereitet, fein. Wir studieren wie jeden Morgen den Wetterbericht. Ende nĂ€chster Woche siehts nach einem Wetterfenster aus, wo wir den Wind nicht gegen an haben. Hoffen wir es bleibt so. Wir motoren durch die sĂŒdnorwegischen SchĂ€ren

und ankern in einer geschĂŒtzten Bucht.

Ein sehr schönes GefĂŒhl wieder in Norwegen zu sein. Wir geniessen eine Heckdusche und danach einen schweizerischen Grill. Servelat mit einem Raclette Brot und Salat.

Donnerstag 1.6.23

Wir haben sehr gut geschlafen. Jedoch fĂ€llt das morgentliche Bad wegen Frostgefahr aus. Wasser Temp. 10.2 Brrrrr. Der Wind hĂ€lt was er versprochen hat. Von Osten her kommend blĂ€st er uns achterlich Richtung Westen. Der Skip steuert meisterhaft. Hat’s doch ab und zu grosse Wellen, welche von hinten her stossen. Wir kommen gegen 17.00 in Kristiansand an. Fischen? Ein kleiner Köhler hat angebissen, liessen ihn aber wieder frei. Im Hafen spritzt der Skip die Cachana Salzwasser frei und der Smutje geht Einkaufen.

Wir entschliessen uns im nahen kleinen Hafenbecken Essen zu gehen. Es gibt Moules, Frites, nicht ganz typisch norwegisch 🙂 aber fein.

Jan telefoniert uns. Morgen Treffpunkt um ca 12.00 in der Stokken Bucht. Einen Absacker gibts noch down Town wo zur Zeit ein Rockkonzert stattfindet.

Wir geniessen danach die Ruhe auf der Cachana umso mehr. Schnell noch den Brotteig vorbereitet, dass er in der Nacht aufgehen 🙂 kann. Klappt bei Sus Brot sowieso nicht, das mit dem Aufgehen. Wir werden morgen sehen.

Freitag 2.6.23

Sehr gut geschlafen. Dann zum BootsausrĂŒster noch einige Dinge einkaufen und schon kriegt ChĂ©rif den Anruf von Jan, sie seien da. Nix wie los. Den Teig in den Ofen, ist nicht aufgegangen 🙂 und los gehts.

es ist nicht so hart wie es aussieht :-))

Ein kleines FrĂŒhstĂŒck unterwegs und schon legen wir in der westlichen Bucht in Stokken an. Probieren es jedenfalls. Ein mal, zwei mal, beim dritten Mal klappts mit dem Heckanker. Buchtkino fĂŒr die Anderen. Jan, Leila und ihre Freunde, welche wir alle von 2017 kennen, erwarten uns herzlich. Wir verbringen einen gemĂŒtlichen Nachmittag miteinander

und werden von Jan mit einem feinen Nachtessen ĂŒberrascht. Krabben, Lobster und Shrimps. Mhhhhh ohne Worte.

Wir geniessen den Schlumi alle zusammen mit noch anderen Norwegern in der kleinen HĂŒtte nebenan.

Wir geben eine Runde Rum und Toblerönli fĂŒr alle aus. Ah in Norwegen ist ĂŒblich, dass jeder seine GetrĂ€nke selbst mitnimmt. Es wird sehr geschĂ€tzt. Als Dank kriegen wir von einem Geniessenden einen Liter selbstgebrannten Aquavit. Wir werden sehen, aber so was von Nett.

Schon auf dem Weg ins Bett werden wir noch von einem anderen Herrn angesprochen. Er entfĂŒhrt uns zu Lagerfeuer und gspĂŒhrsch mi fĂŒhlsch mi Tour. Jetzt definitiv nicht unsere Masche. Wir verabschieden uns und fallen sooo was von zufrieden ins Bett.

Samstag 3.6.23

Mhhhh, wir haben sehr gut geschlafen. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Morgentliches Kaffee trinken, Routen planen etc. Wir verabschieden uns gegen Mittag herzlich von unseren Freunden.

Es war toll und wir wurden sowas von verwöhnt. So ziehen wir Richtung Westen. Zuerst unter Motor, dann Wind gegen an und Aufkreuzen. Wie angesagt. Dann dreht der Wind Juppii, auch dies ist weather forecast. Und dann? der angesagte Wind von SĂŒd dreht auf West und wie. 20 Knoten gegenan. Na ja nicht gerade das was man sich wĂŒnscht, aber gut hĂ€ndelbar, fĂŒr die einen. Auch der Matrose sass ab und zu an der Pinne. NatĂŒrlich lange nicht so professionell wie der Skip. Machte sich mit durchnĂ€sstem Po bemerkbar. :-))

Wir ankern in der Bucht der Insel Hille. Toll.

Einen feinen Grill zum Abschluss vom Tag. Doch der Tag scheint noch nicht zu Ende. Ein Fischer kommt angebraust und legt sein Netz keine 20 Meter von uns aus.

Mist. Am Anker schwoit das Schiff je nach Windrichtung. Wir wissen es nicht, ob es mit der Distanz reicht oder nicht. Wir dislozieren. Was solls, in der Mitte der Bucht schlÀft es sich sicher auch sehr gut. Gute Nacht

Sonntag 4.6.23

So war es auch. Bei unseren Tagwache war der Fischer von gestern schon sein Netz einholen. Einen Fisch als Dankeschön, fĂŒr unser Verholen, hat er nicht dagelassen. :-))

Wir fahren aus der Bucht raus . Wow der Wind hat uns nicht im Stich gelassen. Wir kommen gut voran. Der sĂŒdlichste Punkt von Norwegen umrunden wir mit gut Wind von achterlich.

Und dann, Lindesnes vorbei, stehen wir still in einem Windloch. Wir sind gespannt was kommt. Nun nicht unbedingt das was wir uns wĂŒnschen. Gegenan. Also Motor an , und los Richtung Nordwesten. Der Skip fischt und zag zag zag zieht er nacheinander 3 kleine Köhler heraus. Wir geben sie dem Meer zurĂŒck, da sie uns ( mir ) zu klein erscheinen. Beim 4. Fang klappts. Ein richtig grosser Pollack hat angebissen. :-))

Wir fahren durch enge gekennzeichnete Einfahrten in unseren ausgewÀhlten Hafen.

Wie es sich herausstellt sehr sehr gute Wahl. Was möchte man mehr. Klein, fein wunderbar. Sehr wahrscheinlich bleiben wir hier 3-4 Tage. Der Wind blĂ€st gegen an. Ende der Woche sollten sĂŒdliche Winde kommen und wir sollten ohne Gegenwind nach Tananger segeln können. Hier, unsere Liste to do ist ohne Ende. Also kein Problem hier einige Tage zu verbringen. Da es auch wirklich sehr reizvoll ist.

Wir geniessen nach dem Essen noch die Abendsonne, legen den Krabbenkorb aus und verkriechen uns zufrieden in die Koje.

TschĂŒss bis zum nĂ€chsten Mal.

Cachanieros

Weiter nach DĂ€nemark…..

Sonntag, 21. Mai 2023

Wir liegen in Kappeln und bleiben etwas lÀnger im Bett als sonst! Gestern hat unser Abenteuer gleich mit einer 47sm langen Strecke begonnen und hat uns am Abend mit unseren Freunden Sybille und Markus und Ihren Freunden einen langen genussreichen Abend beschert. Der heutige Tag wird mit kleinen Arbeiten an der Cachana und der Despina verbracht. Am spÀten Nachmittag stossen noch Lore und Peter zu uns, die am Auffahrts Wochenende mit Ihrer Luise die Rumregatta bestreitet haben. Wir geniessen ein feines Essen im Restaurant Specht,(sehr zu empfehlen) und nehmen Abschied von Sybille und Markus die den langen Heimweg nach Hochwald in Angriff nehmen. Montag Morgen verabschieden wir uns auch von Lore und Peter. Wir tuckern der wunderschönen Schlei entlang.

Wir sind uns nicht sicher ob wir nach SĂžnderborg segeln oder zur 44sm entfernten kleinen Insel ÅrĂž. Kaum aus der Schlei raus weht ein schöner Segelwind aus Ost. Wir segeln aussen herum zur Insel.

Unsere neue Fock soll auch getestet werden. Fazit, Schnitt ist super, die Cachana lĂ€uft wunderbar, nur das umschĂ€keln ist noch nicht befriedigend. Wir werden schon noch drauf kommen. 17.30 Uhr machen wir in ÅrĂž fest. Am Abend geniessen wir noch die von Fehmarn gekauften Spargeln. Mmh sehr fein.

Dienstag bleiben wir auf der Insel. Wetter sonnig mit Wolken, geniessen die Zeit und wandern rund um die Insel.

Abwechselnd wandern wir auf kleinen Wegen auf dem Damm und manchmal dem Strand entlang. Hat uns sehr gefallen. Am Abend einen feinen Grill!

Mittwoch, 9.00 Uhr legen wir ab. Hat nicht viel Wind. Teilweise segeln wir, mĂŒssen leider aber öfters Motoren. Wir möchten durch den idyllischen kleinen Belt bis zur Insel Endelave. Doch wir Ă€ndern unseren Plan und fahren zur nĂ€heren Insel ÆbelĂž. Immer wieder kommen uns in 2er Gruppen Delphine oder TĂŒmmler entgegen.

Gegen 18.15 Uhr fĂ€llt der Anker und wir sollten gut geschĂŒtzt vom Nordwest Wind sein. Geht so, schaukelt schon!

Etwas nÀher zum Land wÀre ruhiger, aber der Skip traut sich nicht! Und da der Anker auf dem steinigen Untergrund hÀlt, lassen wir es sein. Wir geniessen den Abend mit Grill vor Anker,

wir haben schon besser geschlafen aber OK!

9.30 Morgens Anker auf.

Wir sind segelnd schnell unterwegs zur 38sm entfernten Insel TunĂž. 16.00 Uhr machen wir bereits fest.

Da reicht es doch noch fĂŒr einen Spaziergang. Die Insel ist nicht so gross. Die lĂ€ngste Achse ist etwa 3km lang, doch sehr idyllisch. Nein, dies auf dem Bild ist nicht der Skip.

Am Abend wird der Wetterbericht studiert. StĂ€rkere Winde sind angesagt und die Windrichtungen zwischen West bis Nord, alles nicht klar. Wir sind uns nicht schlĂŒssig ob wir auslaufen sollen, sowie das Wohin… Zur Auswahl steht unsere geliebte Insel Anholt 60sm entfernt , Hafen Greena ca. 40sm welcher uns aber nicht so reizt (grosse Hafenanlage) oder das 50sm entfernte BĂžnnerup. Wir verschieben die Entscheidung auf Freitag Morgen 7.00 Uhr.

PĂŒnktlich 7.00 Uhr schellt der Wecker. Auch heute morgen fĂ€llt uns die Entscheidung nicht einfach. Wir beschliessen Auszulaufen, wenn’s zuviel wird können wir retour, TunĂž ist gut geschĂŒtzt. Wohin werden wir unterwegs entscheiden! 8.00 Uhr Leinen weg und losgeht’s! Macht Spass, die Cachana mit Fock und 2. Reff im Gross lĂ€uft zĂŒgig durch die Wellen. Nach ca. 30sm mĂŒssen wir entscheiden wohin es geht. Greena haben wir beide keine Lust, fĂ€llt weg! Im Moment haben wir West bis SĂŒdwest Wind, BĂžnnerup wĂ€re möglich, da waren wir noch nie. Also Kurs auf BĂžnnerup! Nach etwa 4sm dreht der Wind gegen unsere Fahrrichtung auf Nordwest. Geht nicht! Also Kurswechsel und ab nach Anholt. Wir umsegeln den Windpark Anholt, dann etwa 3sm vor der Insel legt sich der Wind. Auch dies stand in keinem Wetterbericht! Aber wir können noch bis kurz vor der Hafeneinfahrt Segeln. DafĂŒr ist das Hafenmanöver bei wenig Wind angenehmer! Leider ist es zu spĂ€t (zu kĂŒhl wenn die Sonne untergeht) um den Grill am Sandstrand aufzustellen.

Am Grillplatz hat es 4 grosse Gasgrills. Wir machen es uns einfach und schnell ist das GemĂŒse parat und ein Rumpsteak auf dem Grill.

Lecker! Nachschub! Noch ein Speck, den kann man ja auch noch in den nÀchsten Tagen kalt essen, falls wir nicht mehr mögen! Skipperin Susanne sieht einen Anschlag, dass die Gasgrills um 22.00 Uhr abgestellt werden. Reicht das? Das Fleisch ist eigentlich fertig noch ein bisschen knuspriger. Doch 21.55 Uhr stellt der Gasgrill ferngesteuert ab. Aber alles OK!

Wir zotteln zum Schiff und besprechen den morgigen Tag. Eigentlich wĂ€ren wir gerne einen Tag geblieben. Aber das Wetter…… Wir entscheiden, dass wir Morgen zur Insel LĂŠsĂž weitersegeln.

Samstag, 27. Mai 1964 Ă€h!!!! Tschuldigung! NatĂŒrlich 2023

Dieses Jahr darf ich noch!!

59 Jahre ist es her, da mein geliebtes Herzchen, die Welt erblickte! Und heute an Ihrem Geburtstag segelt Sie mit mir in das 53sm entfernten LĂŠsĂž. Danke!!

Der Tag fÀngt sehr, sehr gut an! Die Sonne scheint, blauer Himmel und der Fischer fÀhrt mit seinem Fang rechtzeitig im Hafen ein. Wir eilen zum Fischer kaufen 3kg frische Langusten

und 2 Schollen. Mmh… Wir freuen uns schon. Dann schnell zur Cachana! Es soll heute Wind von West spĂ€ter drehend auf SĂŒdwest abflauend geben. Passt, unser Kurs Nord West. Die ersten 4sm mĂŒssen wir leider motoren damit wir die Untiefen besser umfahren können. Dann Grosssegel und Fock. Wir sind fĂŒr 53sm zu langsam unterwegs. Wir brauchen mehr PS! Fock runter Genua rauf.

Die Cachana lĂ€uft jetzt zĂŒgig.

Mittagszeit; Susanne wird verwöhnt mit Lachs und Cave!

Nicht nur Susanne wird verwöhnt, auch Neptun gedenken wir mit einem Schluck Rum, damit er uns auf der Reise wohlgesinnt begleitet.

Kaum fertig, dreht der Wind nach SĂŒdwest und wir werden langsamer. Genua einrollen und Gennaker raus, eine wunderbare, sonnige, schnelle Fahrt bis nach LĂŠsĂž. Am Abend gibt’s Langusten und Spargeln vom Grill und etwas Reis dazu!

Ein feines Geburtstagessen. Wir kommen spÀt ins Bett und Morgen ist kein Wecker gestellt. Wir bleiben in LÊsÞ.

Heute Sonntag ist hier ein Hafenfest

mit verschiedenen Angeboten, EssenstĂ€nden mit Hummersuppe, Fish und Chips, Miesmuscheln etc. Aber auch das berĂŒhmte LĂŠsĂž-Salz wird verkauft. Ein Stand zeigt, dass Seetang zu Isolationsplatten fĂŒr HĂ€user verarbeitet wird, usw.

Nachmittags sind wir mit Waschen, Langusten pullen, Blog schreiben beschÀftigt.

Nun ist 19.00 Uhr und bald gibt’s ein feines Nachtessen.

Es ist schon 21.00 und das Nachtessen ist in Produktion. Es gibt Venere Reis, Langusten Ă  la Noilly Prat mit Salat

Es war super lecker. WĂŒnschen allen eine gute Zeit und bis bald

die Cachanieros

Los gehts 2023

Am 14.5.23 starten wir in Winterthur mit dem am Freitag zuvor geholten Ford Kuga. Siehe da, alles GepĂ€ck wird im Heck des gemieteten Autos verstaut, super. Unsere Kinder eskortieren uns ĂŒber die Grenze, damit wir auch genĂŒgend Rum Reserve auf unsere Reise mitnehmen können . Alles gut geklappt. Der Abschied fĂ€llt den einen nicht leicht, aber wir freuen uns umso mehr auf das Wiedersehen.

Wir kommen gut voran und Übernachten abgelegen in einer einfachen aber sehr netten GaststĂ€tte in Wotersen.

Ausgeschlafen gehts am Montag weiter nach Fehmarn, wo die Cachana schon auf uns wartet. 12.30 ist Krantermin . Yeah wir freuen uns.

Nun , Ihr könnt Euch vorstellen was kommt. EinrĂ€umen, VerrĂ€umen, Aufriggen, Verstauen was alles auf so einem Boot Platz findet ist auch fĂŒr uns immer wieder erstaunlich.

Gegen Abend verholen wir die Cachana noch an Ihren Platz im Hafen. Zum GlĂŒck, den schon in der kommenden Nacht braust der angekĂŒndigte Wind im Fehmarnsund ein. Dies kann uns jedoch nicht von einem feinen Grill am Strand abhalten. Fest eingepackt geniessen wir den ersten Abend in Fehmarn.

Jedoch haben wir uns die erste Nacht auf der Cachana etwas anders vorgestellt. Es pfeift, tĂ€gelet und die Fallen vom Nachbarboot hĂ€tten auch etwas besser abgespannt werden können. Gegen 3 Uhr steht die Co Skipperin auf um die Leinen im Luv etwas zu verstĂ€rken. Es schlĂ€ft sich besser meint sie. Na ja , Ahoi auf See. Mit Vorbereitungen vergeht der Dienstag wie im Fluge. Am Mittwoch morgen, wir geniessen den ersten Kaffee, kommt der Gaskontrolleur ohne Voranmeldung, peng peng peng aufs Boot. KapitĂ€n ChĂ©rif, noch im Pischi, empfĂ€ngt den Eindringling jedoch herzlich und lĂ€sst Ihn seine Arbeit tun, worĂŒber wir natĂŒrlich auch sehr froh sind, da die Gaskontrolle nach ist. Alles notwendige ausgewechselt und kontrolliert tip top. Anschliessend wird auch das Nachbarschiff inspiziert, wieso nicht von Anfang an dahin, da schlĂ€ft keiner drauf. Na ja , man versteht nicht immer alles genau. Heute wird Grosseinkauf getĂ€tigt und das obligate Fischbrötchen geschmaust. Lecker. Am Abend gehts zu unserem Lieblingsrestaurant , dem Margaretenhof, und wir geniessen.

Donnerstag, Auffahrt, hat alles zu. Somit richten wir die Cachana fertig ein und geniessen am Abend noch einmal das leckere Essen im Margaretenhof.

Am Freitag wird die neue Fock Anlage fertig moniert und noch das Fehlende eingekauft. Am Abend Grill im Windschatten und einem schönen Sonnenuntergang. Adieu Fehmarn

20.5. 23 Leinen los und Segel hoch. Welch gutes GefĂŒhl wieder unterwegs zu sein.

Heutige Tagesetape 47 sm nach Kappeln. Wir haben gut Wind achterlich und die Cachana rauscht bei schönem, aber eher kĂŒhlem Wetter der Schlei entgegen.

Wir werden herzlich von Sybille , Markus und ihren Freunden in Kappeln empfangen. Wir geniessen einen wunderschönen Abend zu 6 auf der Despina und fallen etwas 🙂 nach Mitternacht mĂŒde und sehr zufrieden in die Koje.

Der Schluss unserer wunderschönen Reise

Montag den 12. September,

Gegen Mittag fĂ€hrt Susanne mit Joelle, Fynn und AĂŻcha nach Hamburg zum Flughafen. Sie mĂŒssen frĂŒhzeitig abfahren, denn wir sehen von unserem Platz aus direkt auf die FehmarnbrĂŒcke welche die Insel mit dem Festland verbindet. Da die BrĂŒcke saniert wird stehen beidseitig die Fahrzeuge.

FehmarnbrĂŒcke am Abend aber ohne Stau

Schlussendlich brauchen Sie 45 Minuten um die BrĂŒcke zu passieren! Sie erreichen rechtzeitig den Flughafen. Die Wetterprognosen prophezeien, viel Wind, Sonne, Wolken und Regen! Die Segel sind trocken. Ich möchte die Segel so schnell als möglich bergen. Das Grossegel alleine herunternehmen und vom Schiff zu nehmen und es auf einen grossen Platz zu tragen damit ich es richtig zusammenlegen kann, ist doch noch ein Kraftakt. Anschliessend geniesse ich ein kĂŒhles Bier.

Gegen 20.00 Uhr kommt Susanne zurĂŒck und wir geniessen zusammen die Zeit mit einem feinem Raclette. Dienstag – Donnerstag sind wir am rĂ€umen, putzen und abbauen.

Grosse Reinigung

Dienstag Abend werden die Resten verwertet.

Wir haben mit der Werft abgemacht, dass die Cachana am Freitag 10.00 Uhr ausgekrant werden sollte.

Mittwoch und Donnerstag Abend geniessen wir in unserem Lieblings Restaurant Margharetenhof das feine Nachtessen. Hier ein paar Impressionen.

Frisch gerollte California Sushi; mit schottischem Lachs/Gurkenrelish/Papaya/Tobbiko-Kaviar
Gebackene EntenfrĂŒhlingsrolle mit Erdnuss-Papaya Salat
Black Tiger Riesengarnelen, rotes Thai-Kokoscurry/WokgemĂŒse Shiitake+gebratenen Reis mit Cashew
Halb knusprige Flugente Thay-Style; mit WokgemĂŒse+Cashews in grĂŒnem Kokoscurry/gebr. Thainudeln
Rinderfilet Teriyaki

Bereits Donnerstag Nachmittag kommen die ersten Zweifel auf ob gekrant werden kann, da der Wind massiv zugelegt hat. In der Nacht heult und pfeift der Wind. Am nĂ€chsten Morgen alles klar! Die Cachana bleibt im Wasser. Die Werft nimmt die Cachana raus, sobald das Wetter sich beruhigt hat. Wir beenden die letzten arbeiten, dann in Burg noch tanken und kleine EinkĂ€ufe und Fischbrötchen werden auch noch fĂŒr Unterwegs eingekauft. Die FehmarnbrĂŒcke ist fĂŒr Campingwagen und AnhĂ€nger gesperrt wegen zu viel Wind und wahrscheinlich die Bauarbeiten aus dem gleichen Grund auch eingestellt. Mittags fahren wir ab und zu unserer Freude kommen wir staufrei ĂŒber die BrĂŒcke. Leider ist die Freude von kurzer Dauer! Wir fahren von Stau zu Stau und keine Chance zum umfahren. Wir kommen sehr langsam vorwĂ€rts. Wir benötigen fĂŒr die 390km nach Göttingen 7 Stunden. Wir finden im Netz ein charmantes Hotel mit sehr gut bewerteten Restaurant. Eigentlich ausgebucht, wir gehen trotzdem vorbei und erhalten ein gemĂŒtliches Zimmer. Das Nachtessen ist wirklich sehr fein und lĂ€dt uns zum Schlemmen ein.

Glasierte WachtelsuprĂȘme mit Kohlrabi-Aprikosen & Brombeesauce
Kalbskotelett mit Sauce Bernaise, Steinpilzen + glasierten Bohnen

Dann MĂŒde ins Bett und schlafen aus. Das FrĂŒhstĂŒcksbĂŒffet sieht nicht nur lecker aus, wir geniessen,s!

Gegen Mittag fahren wir weiter und kommen ohne grossen Stau gegen 18.00 Uhr zu Hause an. Zu unserer grossen Freude sind Chantal, Matthias und Ari noch hier! Sie haben sich entschieden auf uns zu warten und erst am Sonntag Morgen frĂŒh in die Ferien nach Frankreich zu fahren.

Wir haben uns sehr gefreut ĂŒber all die Kommentare, die wir direkt oder indirekt erhalten haben. Wir GrĂŒssen Euch, bis nĂ€chstes Jahr! Wir sind gespannt wohin es gehen wird?

Susanne und Chérif

Action an Bord

Am 29. August geht es endlich los. Nach drei langen Jahren geht es wieder auf die Cachana, ich freue mich riesig. Die Reise macht zwar ein bisschen Bauchweh, aber das kriegen wir schon hin. Fynn kann es schliesslich kaum erwarten Nana und PĂšre wieder zu sehen. Mit Hilfe von Moni in ZĂŒrich und dann der unerwarteten Hilfe von Mami und Papi in Kopenhagen hat alles ganz wunderbar geklappt und die Kleinen haben alles gut mitgemacht.

So gibt es dann auf der Cachana angekommen den ersten wohlverdienten Ankunftsdrink im Christianshavn. 

Nach einem erfolglosen Versuch Fynn fĂŒr einen Mittagsschlaf zu motivieren, beschliessen wir direkt loszugehen. Einmal quer durch die tolle Stadt, um den am Abend zuvor verlorenen Ohrring von Mami im Restaurant abzuholen. Über Nyhavn geht’s zurĂŒck in Richtung Schiff. Unterwegs geniessen wir am Streetfoodplatz ein feines Abendessen: Moules & Frites sehr lecker. FĂŒr Fynn organisieren wir leckere Pasta mit Tomatensauce, schnell hat er aber bemerkt, dass Moules viel besser schmecken und Nana musste ihre Portion mit Fynn teilen. ZurĂŒck auf dem Schiff geht’s fĂŒr die Jungmannschaft direkt ins Bett und auch wir fallen nach einem Schlumi mĂŒde in unsere Kojen. 

Am nĂ€chsten Morgen geht’s dann nochmals in die Stadt, um die VorrĂ€te aufzufĂŒllen. Auf dem RĂŒckweg noch schnell in der BĂ€ckerei vorbei, um uns mit FrĂŒhstĂŒck und einer feinen dĂ€nischen Leckerei, der Wienerstange auszurĂŒsten. ZurĂŒck im Hafen wird schnell alles bereit gemacht, das Schiff mit Wasser befĂŒllt und los geht’s!

Christianshavn

Ab in Richtung Ven. Mit gutem Wind kommen wir schnell voran und nach ein paar tollen Segelstunden erreichen wir das ca. 20 Seemeilen entfernte Norreborg. Nach Fynns

und AĂŻchas

Mittagsschlaf machen wir uns auf, um die Insel zu erkunden.

Den steilen «Zwergliweg» hinauf geht es in Richtung Zentrum der Insel. Unterwegs treffen wir auf diverse Inselbewohner. So können wir beispielsweise die Fasane beim Essen und die Feldhasen im Stoppelfeld beobachten. Fynn freut sich riesig und möchte am liebsten den Hasen hinterher. Den Tag beschliessen wir mit einem feinen Grill. 

Am Mittwoch schaffen wir es zeitig aus den Federn und um halb 11 heisst es «Leinen Los». Nach einer kurzen aber tollen Überfahrt machen wir in Helsingborg fest. WĂ€hrend Fynn seinen Mittagsschlaf hĂ€lt, suchen Mami und Papi das BrillengeschĂ€ft auf, nur leider macht dieses erst am folgenden Morgen wieder auf. Zum GlĂŒck haben wir zuvor bereits beschlossen die Nacht hier zu verbringen. Auf der Suche nach Pampers gehen wir am Nachmittag nochmals einkaufen und erkunden die Stadt. Die Burg von Helsingborg

bestaunen wir wÀhrend eines Glaces

von aussen und geniessen gleichzeitigden tollen Blick auf die Stadt.

Auf dem RĂŒckweg gehen wir noch kurz in den Systembolaget, der unweit des Hafens zu finden ist, um nach meinem Lieblingscider zu suchen. Und sie haben es wirklich, die Freude ist gross. Zum Abendessen entscheiden wir uns fĂŒr Fynn’s Lieblingsessen, es gibt Pizza, die wir Take Away auf dem Schiff dann in Ruhe geniessen. 

Nach einer ruhigen Nacht beginnt der Tag wieder frĂŒh. Mit kleinen Kids an Bord ist ausschlafen ein Fremdwort. Aber das macht nichts, schliesslich hat man so nur noch mehr vom Tag. Mami und Papi gehen im BrillengeschĂ€ft shoppen wĂ€hrend Fynn und ich uns mit TreppenhĂŒpfen die Zeit vertreiben. AĂŻcha macht das zum GlĂŒck alles zufrieden einfach mit. SpĂ€ter geht es dann los. Das Ziel der hĂŒbsche Fischerhafen Gilleleje. Unterwegs werden wir dann plötzlich von der KĂŒstenwache angehupt. Was will er denn von uns?

Ups, vor uns liegt ein Grundsitzer und wir werden aufgefordert mindestens 300m Abstand zu halten. Naja macht nichts, wir drehen ab und fahren in einem grossen Bogen um das manövrierunfÀhige Schiff herum. Kurz darauf frischt der Wind auf und wir können segeln. Das gefÀllt nicht nur uns, sondern auch einem Delfin der uns eine viertel Stunde begleitet.

Die Freude ist riesengross, was fĂŒr wunderschöne Tiere.

In Gilleleje festgemacht, erkunden wir den schönen Fischerhafen. Schnell entdecken wir einen tollen Spielplatz, auf welchem sich Fynn so richtig austoben kann. WĂ€hrend Fynn und ich herausfinden, wie schnell die Rutsche werden kann, checken Mami und Papi aus, was der Fischer gefangen hat. Schnell wird darauf entschieden, dass wir das Abendessen beim Fischer geniessen werden. Das Essen war wunderbar und fĂŒr Fynn gab es zur Krönung dann sogar noch ein Schoggiglace. 

In den neuen Tag starten wir alle, ausser Fynn der weigert sich, mit einer schönen Dusche. Ich geniesse die Dusche ohne Kids und freue mich auf den vor uns liegenden Tag. Schnell noch Wasser gefĂŒllt, die VorrĂ€te beim Fischer aufgefrischt, Fynn ein bisschen herumtoben lassen und los geht’s. Das Ziel Hundested. Mit achterlichen Winden können wir das erste mal den Gennaker setzen. Fynn freut sich ĂŒber das farbige Segel und geniesst die Aussicht zwischen Nana’s Beinen vorne auf dem Schiff.

Kurz ein paar Teigwaren gegessen und dann heisst es fĂŒr ihn auch schon wieder ab ins Bett fĂŒr den Mittagsschlaf. Den geniesst er meist ausgiebig, was uns ein ruhiges Segeln ermöglicht. In Hundested kann man noch bis Ende Oktober wunderschöne Sandfiguren bestaunen. Mami und ich liessen es uns nicht nehmen, da mal kurz hineinzuschauen.

Fynn der partout mitkommen wollte, konnte dann im eigens dafĂŒr gemachten Sandkasten selbst kĂŒnstlerisch aktiv werden. Zum Abendessen gab es dann natĂŒrlich den am Morgen erstandenen Fisch vom Grill. Super lecker! 

Heute erwartet uns ein Segeltag wie aus dem Bilderbuch. Das brauchen wir auch, den das heutige Ziel heisst SejrĂž und ist knappe 40 Seemeilen entfernt. Deshalb heisst es auch bereits um 10 Uhr natĂŒrlich erst nach dem obligaten Kaffee zu fĂŒnft in Mama und Papas Bett (Fynn kriegt anstatt Kaffee seinen Milchschoppen):

Leinen Los! Unter Gross und Fock zieht es uns weiter westwĂ€rts auf die kleine Insel Sejerby. Dort gibt es zum GlĂŒck auch eine Waschmaschine. Die habe ich dringend nötig, da die dĂ€nischen Windeln anscheinend nicht dasselbe aushalten wie die unsrigen
 Auch das wird uns eine Lehre sein. 😀 WĂ€hrend dem ich mich der WĂ€sche widme bereiten Papa und Fynn den Grill vor. Da der Ort bereits bekannt ist, war auch der perfekte Grillplatz schnell gefunden.

Er war wirklich so perfekt wie von Papa versprochen. Mit direkter Sicht aufs Meer, am Sandstrand gelegen und im Windschatten der Hafenanlage; einfach nur wunderschön. Zum Essen gab es ein wunderbares Piri Piri und Salat. 

Heute mĂŒssen wir uns definitiv entscheiden, ob wir das grosse oder das kleine Belt in Richtung SĂŒden segeln. Die Vernunft siegt und wir entscheiden uns aufgrund der Wetter- und Wellenprognosen fĂŒr das grosse Belt. Fynn der die ersten paar Tage ziemlich gegen die Seekrankheit zu kĂ€mpfen hatte, ist uns sicher dankbar. So erwartet uns auch an diesem Tag eine fĂŒr die Kids ziemlich lange Strecke. Das heisst auch heute sind wir bereits um halb 11 los. Mit teilweise recht grossen Wellen geht es in Richtung SĂŒdwesten nach Kerteminde auf der Insel FĂŒnen.

Unterwegs wird fleissig mit den neu erhaltenen Autos gespielt, die Mami und Papi fĂŒr Fynn erworben haben, es stellt sich heraus, ein sehr gut investiertes Geschenk. Fynn freut sich riesig und kann kaum genug davon bekommen mit Nana und den Autos zu spielen. Um halb eins heisst es dann fĂŒr ihn ein paar NĂŒdeli essen und dann ab ins Bett. Anschliessend gibt es fĂŒr uns ein leckeres Mittagessen. Feines Brot, KĂ€se, Wurst und Fleischwaren werden auf der rutschfesten Matte aufgetischt. Mhmmm
 Nach dem Mittagessen dreht unser Kurs mehr in Richtung SĂŒden, erstaunt stellen wir fest, dass wir gegen gute 2 Knoten Gegenstrom ankĂ€mpfen mĂŒssen
 Das Ganze stellt sich als entsprechend hĂ€rter und lĂ€nger heraus als gedacht.

einige finden die Überfahrt richtig toll

Endlich in Kerteminde angekommen freuen wir uns ĂŒber den ruhig gelegenen Hafen, von den hohen Wellen merkt man kaum etwas. Der Hafen ist gross, wirkt aber dennoch sympathisch und familiĂ€r. Diverse SpielplĂ€tze erfreuen Fynn, der sich so auch richtig austoben kann. Da es fĂŒr einen Grill zu windig und ungemĂŒtlich war, entschieden wir uns fĂŒr Teigwaren mit Fisch und Crevettensud. Der Sud wurde zuvor von Mama aus den erstandenen Garnelenresten gekocht und am heutigen Abend mit Fisch und feinen NĂŒdelis zubereitet. Super lecker! Fynn aber blieb lieber bei seinen NĂŒdelis mit Ketchup. Auch heute fallen wir nach dem Abendessen mĂŒde ins Bett. 

Nach einer ziemlich unruhigen Nacht, vor allem weil sich Mami und Papi viele Gedanken zum kommenden Tag machten, geniessen wir erst einmal unseren Kaffee. Angesagt sind sehr viel Wind und 1.4m hohe Wellen
 Kurz wird diskutiert, ob ich mit den Kids den Landweg nehmen soll. Wir entschliessen uns dann aber dagegen und die Fahrt in Richtung SĂŒden gemeinsam zu meistern. So verabschieden wir uns von Kerteminde und machen uns auf den Weg. Draussen stellt sich glĂŒcklicherweise heraus, dass es nicht ganz so schlimm ist wie befĂŒrchtet. Mit viel Wind, Gegenstrom und doch ordentlichen Wellen segeln wir sĂŒdwĂ€rts, der BrĂŒcke, welche die Insel Seeland mit FĂŒnen verbindet entgegen.

Je nĂ€her wir der BrĂŒcke kommen, umso stĂ€rker wird der Gegenstrom und umso höher unser Adrenalin
 reicht es unter der BrĂŒcke durch? Kurz vor der BrĂŒcke wird der Motor eingeschalten und es klappt zum GlĂŒck alles wunderbar. Wir entscheiden uns weiterzusegeln um so schnell wie möglich in die Abdeckung von Langeland zu kommen. Der Wind und die Wellen nehmen weiter zu, der Wind blĂ€st mit bis zu 28 Knoten,

und wir sind froh, als wir in das ruhigere Wasser hinter Langeland gelangen. Festgemacht wird in Lundeborg, ein sĂŒsser kleiner Hafen der vom Wind und Wasser gut geschĂŒtzt ist. WĂ€hrend Papi gemeinsam mit Fynn den Grill anschmeisst, können wir einige angefressene Jollensegler beobachten, die es sich nicht nehmen lassen und auch bei diesen Bedingungen nach draussen gehen. Das macht gleich Lust auch selbst wieder mal einen Laser zu segeln. Auf dem Grill werden Auberginen mit Pesto und feine Lammracks zubereitet die wir dann genĂŒsslich verspeisen. Wieder geht ein schöner Tag viel zu schnell zu Ende und wir fallen mĂŒde ins Bett.

Aus irgendeinem unerklĂ€rlichen Grund beschliessen Fynn und AĂŻcha heute um 5:30, dass es Zeit ist aufzustehen
 Ächz! Aber nun gut, da gibt es nichts zu machen, wir stehen auf und bereiten erstmal einen Kaffee und Fynn’s Schoppen zu.

MĂŒde werden die GetrĂ€nke im Spitz vorne genossen und auch den Nachschub haben wir heute morgen alle dringend nötig. Um 11.00 geht’s dann los und wir binden die Cachana los um in Richtung SĂŒden nach Svendborg zu segeln. Die relativ kurze Strecke von 13 Seemeilen, legen wir in relativ kurzer Zeit aber mit viel Wind 21-26 Knoten hinter uns. Hier liegen wir gemĂŒtlich und gehen erst einmal einkaufen, zuerst beim FischhĂ€ndler, danach in den grossen Supermarkt. Wir tĂ€tigen einen Grosseinkauf und verstauen dann alles erst einmal im Schiff. Fynn assistiert beim EinrĂ€umen, das macht er wirklich gut. Danach gibt es zur Vorspeise Avocado mit Crevettencocktail und danach Red Snapper mit Blumenkohl. Richtig fein. 😀 

Von Svendborg

geht es weiter nach Marstal. Nur mit der Fock unterwegs kommen wir nach knapp 20 Seemeilen an. Marstal gefĂ€llt uns sehr. FĂŒr Fynn hat es gleich zwei SpielplĂ€tze und vom Schiff aus können wir diverse Kitesurfer beobachten.

Wir gehen noch ein bisschen im StÀdtchen spazieren, um Milch einzukaufen. Uns gefÀllt es hier sehr gut und wir beschliessen, am kommenden Tag zu bleiben.

Den verbringen wir mit Spielen, Waschen, Shoppen und geniessen. Am Nachmittag wird besprochen wie es weiter gehen soll
 Wir entscheiden uns noch einen weiteren Tag zu bleiben und erst am Samstag nach Bagenkop weiterzuziehen. Wir nutzen auch diesen Tag um zu entspannen, einzukaufen und trotzen dem Regen auf dem Spielplatz. Fynn feiert die riesigen PfĂŒtzen und springt voller Freude darin herum.

Die Regenkleidung hĂ€lt fast was sie verspricht und wir gehen uns im Schiff wieder aufwĂ€rmen. Zum Abendessen gibt es Auberginen mit Hackfleisch und Bratkartoffeln
 Mhm fein! 

Heute geht es besonders frĂŒh los! Bereits um 09:00 Uhr legen wir ab. Ziel ist es vor 12:00 in Bagenkop zu sein, da dann nĂ€mlich der Fischerladen schliesst, welcher doch ĂŒber die leckeren glutenfreien Fischburger verfĂŒgt. Das schaffen wir auch knapp und stehen um halb 12 Uhr nach einer Überfahrt mit eher wenig Wind vor dem FischergeschĂ€ft. Leider stellt sich heraus, dass der Fischer im Urlaub ist
 Also vergebens frĂŒh aufgestanden. Macht nichts, wir schauen im Supermarkt nach, ob wir was Feines finden. Gesagt, getan, frischen Fisch gibt es aber auch hier nicht. Egal, wir haben noch genug anderes, was sich zu einem leckeren Abendessen zubereiten lĂ€sst. ZurĂŒck auf dem Schiff, legt sich Fynn zum MittagsschlĂ€fchen hin und wir geniessen nochmals super feinen gerĂ€uchten Lachs. Den Nachmittag verbringen wir mit Spielen, klettern auf den Turm im Bagenkoper Hafen und bestaunen die vielen Schiffe, welche sich im Hafen fĂŒr ihre nĂ€chste grosse Reise ausruhen.

Im Verlaufe des Nachmittags sehen wir einen Fischer in den Hafen einlaufen und Papa macht sich los, um beim Fischer direkt frischen Fisch zu ergattern. Mit einem grossen Smile und vier Schollen in einer PlastiktĂŒte kommt er zum Schiff zurĂŒck. NatĂŒrlich mĂŒssen diese aber zuerst noch ausgenommen werden, was Mama profimĂ€ssig erledigt.

Juhui, Z’Nacht ist gesetzt. Die Schollen werden auf dem Grill auf verschiedene Weisen zubereitet und von einem Steinpilzrisotto begleitet. Mit einem Schlumi fĂŒr die einen und einigen M&M’s fĂŒr die anderen an Bord beschliessen wir den Tag, bevor wir mĂŒde ins Bett fallen. 

Ausschlafen!!! Bis halb 9 Uhr lĂ€sst uns Fynn in den Federn ruhen. Wir geniessens auf jeden Fall. Nach dem Aufstehen geht aber die Hektik schnell los. Sind es doch gut 30 Seemeilen, die es heute zu meistern gilt. Ziel ist der Heimathafen der Cachana: Fehmarn. Mit einem lĂ€chelnden und einem weinenden Auge machen wir uns auf, fĂŒr die diesjĂ€hrige letzte Etappe an Bord. Ausnahmsweise stimmt der Wetterbericht und der Wind hĂ€lt sich sehr in Grenzen. So segeln wir teilweise ziemlich platt vor dem Wind mit dem Gennaker vor uns hin und mĂŒssen leider aber immer wieder gewisse Strecken unter Motor zurĂŒcklegen, da wir ansonsten erst sehr spĂ€t in Fehmarn ankommen wĂŒrden.

Auf den letzten Metern, unter der BrĂŒcke hindurch wird nochmals bewusst, dass dies nun das Ende unserer wunderschönen Ferien bedeutet. Schnell werden diese Gedanken beiseite geschoben, wir haben schliesslich noch den Abend und eine Nacht an Bord. Nach unserem letzten Ankunftsdrink machen wir auch schon den Grill bereit. Wie meistens gehen Papi und Fynn den Grill aufstellen, Mami macht das Abendessen an Bord bereit und ich versuche AĂŻcha davon zu ĂŒberzeugen, dass das Trinken jetzt viel toller ist, als zu dem Zeitpunkt, wenn das Essen auf dem Tisch steht. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich auch heute Abend erfolglos bleibe
 Naja anscheinend kennen das meine Eltern zu genĂŒge
 AĂŻcha so meinen sie, habe das absolut nicht gestohlen. Ups
! Fynn der vom ganzen Tag an Borg Energie ohne Ende hat, rennt den ganzen Abend im Hafen herum. Der ganze Körper in Aktion, nur die Ohren scheinen mal wieder nicht zu funktionieren. Nachdem er uns nicht geglaubt hat, dass die Schuhe nass werden, wenn man mit ihnen ins Wasser lĂ€uft, ist er auch absolut davon ĂŒberzeugt, dass die Rampe, welche ins Wasser fĂŒhrt nicht rutschig ist
 Einmal TrĂ€nen trocknen und umziehen spĂ€ter, sind wir dann wirklich bereit fĂŒrs Abendessen. Die Scholle, die Jakobsmuscheln und das Entrecote wurden auf dem Grill, die Zucchetti vom Mami an Bord zubereitet. Einfach nur genial. Zum Abschluss dann ein feines Raclettebrötli. Jetzt bleibt uns nur noch die Kindersitze fĂŒr die Autofahrt nach Hamburg zu buchen und dann ab ins Bett fĂŒr unsere diesjĂ€hrige letzte Nacht auf der Cachana.

Heute heisst es alles packen, gar nicht so einfach mit zwei kleinen Kids. Zum GlĂŒck helfen Mami und Papi mit, bespassen Fynn und hĂ€tscheln AĂŻcha, so dass ich fleissig zusammensuchen kann. SpĂ€ter mĂŒssen wir dann noch die Sitze holen, so dass uns Mami sicher nach Hamburg fahren kann. Und nun heisst es auch schon definitiv Abschied nehmen. Auch wenn es nicht lange dauert, bis wir Mami und Papi wiedersehen, fĂ€llt der Abschied schwer. Die Zeit an Bord der Cachana war einfach wunderschön.


Vielen lieben Dank euch beiden, dass wir die zwei Wochen bei euch verbringen durften, fĂŒr die Hilfe und die Geduld, die ihr uns Dreien entgegengebracht haben. Es hat unglaublich gut getan und wir haben jede Sekunde genossen! 

Weiter mit Ziel Kopenhagen

Hallo liebe Freunde und Leser, wir sind’s wieder! Susanne und ich freuen uns, noch eine Woche Zweisamkeit.

Montag, den 22. August

Morgens wird ein Bad genommen und die Cachana wird startklar gemacht. Nach unserem, etwas veralteten, FĂŒhrer öffnet die Hassllöbron BrĂŒcke jeweils stĂŒndlich von 7.10 Uhr an. Wir rechnen, es sind ca. 1.5 sm, somit sollten 20 Min. mit 10 Min Reserve, gut reichen. Wir legen 10.40 ab und wir rufen von unterwegs den BrĂŒckenwart an, um uns anzumelden. Seine Antwort, er öffne uns gerne die BrĂŒcke aber jeweils nur zur vollen Stunde und am Mittag gibt es keine Öffnung! Ohhh! Der Motor wird auf die höchstzulĂ€ssige Tourenzahl gedreht und es reicht knapp.

DrehbrĂŒcke am öffnen

Nach der BrĂŒcke suchen wir einen hĂŒbschen Ankerplatz um einen kleinen Mittagsimbiss zu geniessen. Auch soll der Wind am Nachmittag auffrischen, also keine Eile.

Ankerbucht

Nach dem Essen geht’s weiter Richtung TjĂ€rö. Die Skippersfrau versucht sich im Fischen, leider verhadert sich die Angelschnur beim auswerfen in einem ca. 150m Gewikel! Sie braucht den ganzen Nachmittag um das Gewikel aufzulösen, mit Vermerk “freiwillig” und leider keine Fotos. Bald frischt der Wind auf von SSW und wir segeln am Wind. Schönes Segeln und schönes Gebiet!

TjĂ€rö ist ebenfalls ein Naturschutzgebiet mit einer langen Steganlage, wirklich hĂŒbsch.

Der Hafen

Heute Abend ist mal wieder grillieren an Bord angesagt, sehr fein und eine unglaubliche Stimmung

NÀchsten Morgen möchten wir die Insel erkunden und wandern um die schöne Insel.

Nach der Insel Umrundung legen wir ab und segeln mit wenig Wind zur Insel Hanö. Leider stellt bald auch der schwache Wind ab und wir mĂŒssen Motoren.

Hanö

NĂ€chsten Morgen geht’s weiter zu dem 35sm entfernten Brantevik. Die Empfehlung einer netten Schwedin. Guter Wind aus Nord Ost ist prophezeit unser Kurs ist SĂŒd West, also only Gennaker. Am Anfang nur wenig Wind und der Skipper versucht sich im Fischen und siehe da, ein kleiner Dorsch fĂŒr Norwegische VerhĂ€ltnisse, und doch ist die Freude gross, der 1. Fischfang in der Ostsee.

NatĂŒrlich wird der Dorsch gleich ausgenommen und filetiert. Am spĂ€teren Nachmittag erreichen wir das herzige Brantevik.

Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch Brantevik, gefĂ€llt! Wir entdecken ein nettes FischgeschĂ€ft, hat aber bereits geschlossen, dann halt Morgen! Wir stellen fest, dass wir keine HafengebĂŒhr bezahlen mĂŒssen, auch nett. An der Hafenmauer entdecken wir einen lauschigen Platz zum Grillen. Der Grill wird aufgestellt, was gibt’s? Klar doch Dorsch.
Grillplatz
Dorschfilet auf Lauchbeet, dann ein Gurkensalat und als Abschluss ein Raclette Brötchen
Wir geniessen’s und haben viel Freude

NĂ€chsten morgen steigen wir in den Bus nach Simrishamn etwa 5km entfernt. Wir mĂŒssen dringend unsere VorrĂ€te auffĂŒllen.

Alte Kirche in Simrishamn

Nach den EinkÀufen nehmen wir ein Taxi. Seit der letzten Nacht weht ein schöner Wind von Osten und die Welle lÀuft gegen die Einfahrt des Hafens rein. Wir möchten raus bevor die Wellen grösser und grösser werden. Angekommen gehen wir zum FischhÀndler, kaufen etwas ein und spazieren vollbeladen zum Schiff. Schreck!!! Irgendwelche Vögel haben die vordere HÀlfte der Cachana, gÀnzlich verkackt. So etwas haben wir noch nie erlebt!! Wir waren so perplex, leider keine Fotos. Wir haben sicher 1 Stunde die Cachana gereinigt.

Dann endlich los, wir fahren mit viel Geschwindigkeit durch die kleine Hafeneinfahrt, gegen die Wellen. Geht besser als gedacht, genug Wind, wir ziehen nur das Grosssegel.

Unterwegs nach Ystad (Heimatort von Detektiv Kurt Wallander)

Die Cachana surrt nur so in der Welle und wir geniessen einen super Segeltag. Eigentliches Segelziel ist KÀseberga. Aber weil wir so schönen Wind haben, der Himmel sich eher regnerisch und verhangen zeigt, macht KÀsaberga keinen Sinn und wir ziehen weiter bis nach Ystad.

Wir sind etwas MĂŒde und faul! Wir gehen ins Restaurant das”le petit bistro” und bekommen im vollen Restaurant noch 2 PlĂ€tze an der Bar. Wir sind Hin und Weg. Wir werden unterhalten von der ganzen Crew, welche miteinander und aufgestellt zusammen arbeiten. Perfekte Bedienung, Speis und Trank sehr fein.

Vorspeise: Vietnamesisches Kalbstatar
Vorspeise: Escargots
Entenbrust an einer Himbeersauce

Am spĂ€teren Abend spazieren wir glĂŒcklich und zufrieden zum Schiff und schwĂ€rmen vom Abend.

Freitag 26. August

Morgens wird Diesel aufgefĂŒllt, 50 L passen rein und der FĂ€kalientank ausgepumpt. Wir segeln, mit only Gennaker, Richtung SkĂ€ne oder alternativ in das ca. 20sm weiter entfernte Skanör. Da in den nĂ€chsten Tagen eher mit Gewitter und Schauer zu rechnen ist. Der Wind passt bestens, so segeln wir weiter nach Skanör.

Etwas bewölkt aber kein Regen!

Wir sind ĂŒberrascht es hat viele Schiffe und Touristen, im Gegensatz zum letzten Jahr. Da waren wir auch schon hier! Ist ein sehr schöner Ort mit SandstrĂ€nden weit und breit und mit den warmen Wassertemperaturen von ĂŒber 21 Grad ist es kein Wunder.

Am Samstag Morgen entscheiden wir trotz Regen und Wind gegen an, dass wir weiter nach Kopenhagen segeln, damit wir am Sonntag noch Schiff klar machen können, wenn JoĂ«lle mit Fynn und AĂŻcha uns besuchen kommen. Und natĂŒrlich auch um die tolle Stadt zu geniessen. Wir mĂŒssen alles aufkreuzen und zwischendurch regnets aber richtig. Was soll’s!!

Der Autopilot arbeitet, Chérif unter der Sprayhood

Susanne hat mal gehört, dass wenn’s regnet die Fische bissig sein sollen.

Susanne beim Fischen

Wir schreiben ein SMS am Hafenmeister vom Kanalhafen Christianshavn ob es noch Platz hat fĂŒr uns. Er bestĂ€tigt uns Platz 79! Wunderbar! Wir verpassen um 5 Minuten die BrĂŒckenöffnung. Das heisst eine Stunde warten, wir nutzen die Zeit fĂŒr einen Kanaldrink!

19.30 Uhr geht die BrĂŒcke auf und wir fahren zum Platz79. Nur ist leider der Platz besetzt und die MĂ€dels haben auch eine BestĂ€ttigung fĂŒr Platz79. Zum GlĂŒck finden wir einen weiteren freien Platz nach telefonischer AbklĂ€rung können wir auch bis am Dienstag bleiben.

Blick von der Cachana aus

Nach einem kleinen Ankunftsdrink, aufrĂ€umen, trocknen etc. meldet sich der Hunger, aber zu spĂ€t 21.45 gibt’s nichts mehr, also in die KĂŒche und Skippersfrau zaubert Pasta Sarde auf den Tisch, so fein!!

Sonntag, 28. August am Morgen wird ausgiebig geduscht. Anschliessend Spaziergang durch den Flohmarkt, Susanne’s Freude und dann zur ChĂ©rif’s LieblingsbĂ€ckerei. Anschliessend Blog schreiben, aufrĂ€umen etc.

Gegen 17.30 Uhr machen wir uns auf dem Weg Richtung Stadt, die Sonne guckt hervor und so ist es schnell entschieden, wir finden in Nyhavn ein Platz an der Sonne und geniessen den prall gefĂŒllten Aperol Spritz.

Nyhavn

Der Aperol regt die MagensĂ€fte an, der Hunger meldet sich. Wir finden im Netz ein spannendes Restaurant “Keyser Social” eine Mischung aus Japanisch/Asiatisch und Skandinavischer KĂŒche. Wir möchten reservieren aber erst um 20.45 ist Platz fĂŒr uns, auch OK!

Wir schlendern durch die Stadt und betrachten eine alte Kirche mit einem angebauten grossen Turm, den wir besichtigen und nach oben steigen.

Der angebaute Turm an der Kirche

Wow die Aussicht, beeindruckend!

Kopenhagen vom Turm aus

Dann ist es Zeit. Wir sitzen im Keyser und warten auf unser Essen!

Entres
2. Runde
3. Runde
4. Runde
Dessert
Sehr, sehr fein!! Wir können dieses Erlebnis jedem Empfehlen

Mit ĂŒberfĂŒlltem Magen spazieren wir zu unserer 30 Minuten entfernten Cachana. MĂŒde fallen wir ins Bett.

Montag, Morgens 29. August

Jetzt gilt’s!!! Cachana bereit machen

fĂŒr unsere 3 SchĂ€tze. Joelle Fynn und AĂŻcha landen um 14.00 Uhr in Kopenhagen und werden 2 Wochen bei uns sein. Wir freuen uns, sind auch gespannt wie das sein wird mit Fynn und AĂŻcha auf dem Schiff!!

Bald sind wir bereit und gehen mit der naheliegenden Metro zum Flughafen unsere Liebsten holen! Joelle, Fynn und AĂŻchia sind gut angekommen! Freude herrscht!

Angekommen

By By, liebe GrĂŒsse die Cachanieros

GemĂŒtlich Richtung SĂŒden

14. August auf der Insel Furö

Wie immer in letzter Zeit wird ausgeschlafen, gemĂŒtlich Kaffee getrunken. Das Baden wird im Moment eher ausgelassen, da die Wassertemperaturen eher den Enten und SchwĂ€nen liegen. Gegen Mittag legen wir ab und möchten nach Sandvik auf Öland segeln, wobei der Wind etwas streikt, somit darf nach langer Zeit der Motor mal wieder. Zum GlĂŒck meldet sich der Wind nach einer guten Stunde zurĂŒck. Wir segeln zuerst langsam, der Wind nimmt aber stetig zu und es macht richtig Spass. Gegen 18.00 Uhr machen wir in Sandvik die Leinen fest. Die Wetterprognosen melden Gewitter fĂŒr heute Abend. Aber es reicht noch fĂŒr einen Grill mit wunderschönem Sonnenuntergang.

Am nĂ€chsten Morgen wird beim FischhĂ€ndler gerĂ€ucherter Lachs eingekauft, Wassertank gefĂŒllt und los gehts. Wir möchten nach Stora Rör in den Hafen, da weitere Gewitter angesagt sind. Wir rauschen dahin, segeln pur!!

In Stora Rör machen wir, wie ĂŒblich in Schweden, mit Heckboje fest.

Cachana in Stora Rör mit Heckboje

Wir erinnern uns mit viel Freude an die Zusammenkunft hier mit Nadine, Alex, Sam und der Cahira im Juli.

Die Ferien der meisten Schweden sind vorbei. Dies ist spĂŒrbar. Viel Platz in den HĂ€fen und zum Teil sind die GeschĂ€fte auf den Inseln bereits geschlossen.

Das Wetter ist immer noch schön aber schwĂŒl. Somit wird der Grill auf dem Land aufgestellt. Wir sitzen auf einer Bank und geniessen wieder einmal den Sonnenuntergang.

NĂ€chsten Morgen ist der Gang zur offenen Bakery angesagt und einer der besseren Kardemumma bulle (Kardamon Schnecke) wird eingekauft, extrem Lecker!

Am geniessen

Weiter geht’s unter der KalmarbrĂŒcke durch, welche 1972 gebaut wurde und damals als lĂ€ngste BrĂŒcke Europas galt.

Unser Ziel ist nicht Kalmar sondern FĂ€rjestaden. Ein gemĂŒtlicher, lauschiger Hafen mit allem Komfort. Dort haben wir sehr schöne Erinnerungen. Haben wir doch 2018 dort unsere Freunde Markus und Sibylle kennen gelernt. Kaum angekommen nutzt die Skippersfrau die freie Waschmaschine und wĂ€scht was das Zeug hĂ€lt.

Da eher ein kĂŒhler Wind aus Westen blĂ€st gibt es keinen Grill. Die Skipperin produziert zur Vorspeise gebratene Jakobsmuscheln an Noilly Prat und dann gebratenenes Hackfleisch auf Lattich aus dem Ofen sehr fein.

Morgens Donnerstag 18. August gibt’s am Mittag ein leckeres Kaviar Omelette,

dann frisch gestĂ€rkt gehts weiter nach Kristianopel. Wir haben mittel bis starke Winde von SĂŒden, dass heisst Gegenan und mit einer unangenehmen kurzen Welle! Wir kreuzen auf. Die Cachana kĂ€mpft in der Welle, sie macht es gut und wir erreichen gegen 20.00 Uhr unser Ziel. MĂŒde sind wir und essen ĂŒberreifen KĂ€se mit etwas Rotwein, was will man mehr!!

NĂ€chsten Morgen haben die Wetterprognosen sehr wenig Wind angesagt, trotzdem laufen wir aus und mĂŒssen am Anfang etwas motoren. Wir fahren durch einen Blaualgenteppich, welche wir bis jetzt nur wenige male angetroffen haben, hoffen es bleibt so!

Blaualgen

dann kommt etwas Wind. Der Gennaker wird gesetzt und plötzlich beschleunigt die Cachana so,

dass wir statt Sandhamn, das von uns bevorzugte Ziel Torehamn 6 sm weiter anvisieren, und erreichen.

Torehamn

So ein schönes Ambiente! Uns gefĂ€llts sehr und da es seit Tagen sehr schwĂŒl und warm ist und Gewitter angesagt sind, denken wir, dass wir einen Tag hier pausieren. Wir sollten mal einen BĂŒrotag einlegen und ein paar Arbeiten erledigen. Hier hat es ein kleines gemĂŒtliches Restaurant und wir nehmen unseren Ankunftsdrink dort. Am nĂ€chsten Morgen machen wir einen Spaziergang die Sonne scheint wider erwarten! Dann gibt’s eine kleine StĂ€rkung.

Da eine gute Brise weht, wird kurz entschlossen der BĂŒrotag verschoben. Somit Leinen los, raus aus dem schmucken Hafen, ein Bad nehmen da die Wassertemperatur ĂŒber 21 Grad gestiegen ist. Was fĂŒr eine Wohltat!! So schön!! Erfrischt segeln wir weiter durch Untiefen

nach Sanda ein kleiner, hĂŒbscher, ehemaliger Fischerhafen.

Auch heute Abend und in den nÀchsten Tagen sind Gewitter und RegenfÀlle prognostiziert. In der Nacht ein bisschen Gewitter und Regen. Am nÀchsten Tag so schön, dass wir eine Wanderung zur Nachbarinsel Tjurkö machen wollen. Wir sind mit einer kleinen FÀhre zur Insel gefahren worden.

Dort gibt es einen stillgelegten Steinbruch mit Museum. Im Steinbruch mussten HĂ€ftlinge welche wegen kleinen Diebstahls oder Landstreicherei zu Zwangsarbeit verurteilt wurden, die schwere Arbeit ausfĂŒhren.

Steinbruch

Eine interessante Wanderung die ĂŒber eine BrĂŒcke wieder zum Hafen fĂŒhrte, einzig die Wanderwege fehlen, wir laufen zum Teil auf der Strasse.

Anschliessend BĂŒroarbeiten, zwischendurch wird gebadet. Das Wasser immer noch ĂŒber 21 Grad. Gearbeitet wird bis in die Nacht. Muss auch mal sein!

NatĂŒrlich wurde die Arbeit unterbrochen um den traumhaften Sonnenuntergang zu beobachten.

Sonntag 21. August

Morgens nach dem Café nehmen wir ein Bad und segeln weiter,

nah an Karlskrona vorbei, welches wir schon kennen und rechts liegen lassen um nach Tromtö zu segeln. Es ist nicht weit aber sehr lauschig und hĂŒbsch.

5 km kleine Wanderung durch das Naturschutzgebiet.

Abends grillieren wir an der gmögigen Grillstelle.

Wir wĂŒnschen Allen eine gute Woche, liebe GrĂŒsse

die Cachanieros

Wieder zu Zweit

Nyköping, Samstag 6.8.22

Heute morgen in aller FrĂŒh

nach 3 wunderschönen Wochen auf See, verliess uns DidĂ© und reiste mit Zug und Flieger wieder in die Schweiz zurĂŒck.

Wir hatten noch einiges zu erledigen. Einkaufen, Wasser fĂŒllen, Mittagessen :-))

und Abwassertank absaugen, welches wunderbar funktionierte. Kurz nach 14.00 ging es los und wir segelten den langen Schlund von Nyköping aus in die SchĂ€ren in einer GemĂŒtlichkeit und hatten schön Zeit den weidenden KĂŒhen und GĂ€nsen zuzusehen.

Unser Ziel in den nĂ€chsten Tagen war, die SchĂ€ren noch einmal in vollen ZĂŒgen zu geniessen.

So langweilen wir Euch nicht mit tÀglichen Ritualen wie Schwimmen (Wassertemperatur oft zwischen 13-16 Grad) , Kaffeetrinken, Routenplanung, etc, sondern senden Euch wunderschöne Impressionen und einige aussergewöhnliche Vorkommnisse.

Schlafplatz 1 Lilla TrÀssö vor Anker

7.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 2 Styrsö Gillersholmen vor Anker

Vorspeise

8.8.22

am nÀchsten Morgen

Nun waren wir in den AussenschÀren.

Der Skip hatte eine wunderhĂŒbsche Bucht zum Übernachten gefunden und wir machten uns bereit das Anlegemanöver am Stein in Angriff zu nehmen. Na ja, klappt nicht immer beim ersten Mal. Heckanker hielt nicht. Auf ein Neues. Diesmal den Anker etwas weiter hinten rein. Doch ohh Schreck. Zu weit entfernt vom Stein und der Anker hielt was das Zeug hĂ€lt und Wutsch , das Band welches den Anker hĂ€lt war ausgerissen und segelte zum schönen Heckanker auf den Grund der See. Mist. GeistesgegenwĂ€rtig liessen wir den Buganker runter, welcher zum GlĂŒck hielt, und machten uns an die Bergung des Geschirrs von hinten.

Wie ihr seht, hat alles geklappt. :-))

Band wieder montiert

Nun zum Übernachten hatten wir keinen Bock mehr in dieser Bucht zu bleiben, da auch der Wind in der Nacht, nach neuem Wetterbericht, etwas drehen wĂŒrde. So fanden wir ganz in der NĂ€he einen perfekten Platz am Stein, in der FlisĂŽ Bucht.

Den Abend genossen wir sehr. Schweinssteak vom Grill, frische Erbsen und Blumenkohl und einer wunderschönen Abendstimmung.

Ah ja und unseren Krabbenkorb kam auch das erste mal zum Einsatz. Mal schauen , was er morgen fĂŒr Überraschungen bringen wird.

9.8.22

Nichts. Ausser Spesen nichts gewesen. :-)) Nur unsere Crevettenköder schwammen noch drin. Ich als Krabbe, hĂ€tte mich auch nicht von so viel Abfall verleiten lassen. 🙂

Auf dem Spaziergang am morgen

Unterwegs

Schlafplatz 4 Byxklabben am Stein

10.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 5 KÄrö vor Anker

11.8.22

Unsere Solarmatten brachten die erwarteten Leistungen nicht. Somit machte sich der Captain dran, die Stecker der nicht festinstallierten Matte auszuwechseln. Ein Zeit und Nervenaufreibendes Unterfangen. Doch schlussendlich klappte es und es lÀdt wieder nach altguter Manier.

Auf unserem Weg Richtung SĂŒden kamen wir an “unserer begehrten” Lachsfarm vorbei und wir kauften grosszĂŒgig ein.

Schlafplatz 6 Lilla Vistingsö am Stein

Mond und Sonne, fast zu selben Zeit

12.8.22

Der heutige Tag verlangte dem Skipper ein starkes NervenkostĂŒm ab. Der Weg war wunderschön, traumhaft aber eng, untief und voller Steine.

Eine gute Meile lang war die Aura des Capitains nicht mehr Violett. Dann mit einem lauten Seufzer und eine Tonne leichter, kamen wir wieder ins Fahrwasser und in sichere GewÀsser.

In KlintemĂ„la hatten wir einen Einkaufszwischenstop eingelegt. Die Ausbeute war sehr sehr ĂŒberschaubar, da sie am Sonntag End of Saison haben. Aber Wasser konnten wir bunkern, da unser Tank langsam aber sicher leer war. Weiter Richtung Abendbucht.

Schlafplatz 7 Skabbholmen vor Anker

Nachts um 03.46 :-))

13.8.22

Heute Abend wollten wir eigentlich noch einmal Ankern oder an einem Stein eine Bucht vor dem Kalmarsund geniessen. Doch auf dem Weg kamen wir an Furö vorbei.

Furö

Eine kleine unscheinbare, flache Insel, welche zum grossen Teil Naturschutzgebiet ist. Ein Traum wie ihr sehen könnt.

Oft begegnen wir Boote welche Ihre Haustierlieblinge im Sommer mit auf ihr Schiff nehmen. Doch den Begleiter unseres Nachbarschiffes hatten wir noch nie gesehen. Ein wunderschöner ausgewachsener Ara sass majestÀtisch im Cockpit.

Nach einem ausgiebigem Spaziergang

genossen wir das Abendessen auf der Cachana in vollen ZĂŒgen.

Bis nÀchste Woche mit neuen Impressionen unserer Reise

herzlichst Eure Cachanieros