Der Schluss unserer wunderschönen Reise

Montag den 12. September,

Gegen Mittag fährt Susanne mit Joelle, Fynn und Aïcha nach Hamburg zum Flughafen. Sie müssen frühzeitig abfahren, denn wir sehen von unserem Platz aus direkt auf die Fehmarnbrücke welche die Insel mit dem Festland verbindet. Da die Brücke saniert wird stehen beidseitig die Fahrzeuge.

Fehmarnbrücke am Abend aber ohne Stau

Schlussendlich brauchen Sie 45 Minuten um die Brücke zu passieren! Sie erreichen rechtzeitig den Flughafen. Die Wetterprognosen prophezeien, viel Wind, Sonne, Wolken und Regen! Die Segel sind trocken. Ich möchte die Segel so schnell als möglich bergen. Das Grossegel alleine herunternehmen und vom Schiff zu nehmen und es auf einen grossen Platz zu tragen damit ich es richtig zusammenlegen kann, ist doch noch ein Kraftakt. Anschliessend geniesse ich ein kühles Bier.

Gegen 20.00 Uhr kommt Susanne zurück und wir geniessen zusammen die Zeit mit einem feinem Raclette. Dienstag – Donnerstag sind wir am räumen, putzen und abbauen.

Grosse Reinigung

Dienstag Abend werden die Resten verwertet.

Wir haben mit der Werft abgemacht, dass die Cachana am Freitag 10.00 Uhr ausgekrant werden sollte.

Mittwoch und Donnerstag Abend geniessen wir in unserem Lieblings Restaurant Margharetenhof das feine Nachtessen. Hier ein paar Impressionen.

Frisch gerollte California Sushi; mit schottischem Lachs/Gurkenrelish/Papaya/Tobbiko-Kaviar
Gebackene Entenfrühlingsrolle mit Erdnuss-Papaya Salat
Black Tiger Riesengarnelen, rotes Thai-Kokoscurry/Wokgemüse Shiitake+gebratenen Reis mit Cashew
Halb knusprige Flugente Thay-Style; mit Wokgemüse+Cashews in grünem Kokoscurry/gebr. Thainudeln
Rinderfilet Teriyaki

Bereits Donnerstag Nachmittag kommen die ersten Zweifel auf ob gekrant werden kann, da der Wind massiv zugelegt hat. In der Nacht heult und pfeift der Wind. Am nächsten Morgen alles klar! Die Cachana bleibt im Wasser. Die Werft nimmt die Cachana raus, sobald das Wetter sich beruhigt hat. Wir beenden die letzten arbeiten, dann in Burg noch tanken und kleine Einkäufe und Fischbrötchen werden auch noch für Unterwegs eingekauft. Die Fehmarnbrücke ist für Campingwagen und Anhänger gesperrt wegen zu viel Wind und wahrscheinlich die Bauarbeiten aus dem gleichen Grund auch eingestellt. Mittags fahren wir ab und zu unserer Freude kommen wir staufrei über die Brücke. Leider ist die Freude von kurzer Dauer! Wir fahren von Stau zu Stau und keine Chance zum umfahren. Wir kommen sehr langsam vorwärts. Wir benötigen für die 390km nach Göttingen 7 Stunden. Wir finden im Netz ein charmantes Hotel mit sehr gut bewerteten Restaurant. Eigentlich ausgebucht, wir gehen trotzdem vorbei und erhalten ein gemütliches Zimmer. Das Nachtessen ist wirklich sehr fein und lädt uns zum Schlemmen ein.

Glasierte Wachtelsuprême mit Kohlrabi-Aprikosen & Brombeesauce
Kalbskotelett mit Sauce Bernaise, Steinpilzen + glasierten Bohnen

Dann Müde ins Bett und schlafen aus. Das Frühstücksbüffet sieht nicht nur lecker aus, wir geniessen,s!

Gegen Mittag fahren wir weiter und kommen ohne grossen Stau gegen 18.00 Uhr zu Hause an. Zu unserer grossen Freude sind Chantal, Matthias und Ari noch hier! Sie haben sich entschieden auf uns zu warten und erst am Sonntag Morgen früh in die Ferien nach Frankreich zu fahren.

Wir haben uns sehr gefreut über all die Kommentare, die wir direkt oder indirekt erhalten haben. Wir Grüssen Euch, bis nächstes Jahr! Wir sind gespannt wohin es gehen wird?

Susanne und Chérif

Action an Bord

Am 29. August geht es endlich los. Nach drei langen Jahren geht es wieder auf die Cachana, ich freue mich riesig. Die Reise macht zwar ein bisschen Bauchweh, aber das kriegen wir schon hin. Fynn kann es schliesslich kaum erwarten Nana und Père wieder zu sehen. Mit Hilfe von Moni in Zürich und dann der unerwarteten Hilfe von Mami und Papi in Kopenhagen hat alles ganz wunderbar geklappt und die Kleinen haben alles gut mitgemacht.

So gibt es dann auf der Cachana angekommen den ersten wohlverdienten Ankunftsdrink im Christianshavn. 

Nach einem erfolglosen Versuch Fynn für einen Mittagsschlaf zu motivieren, beschliessen wir direkt loszugehen. Einmal quer durch die tolle Stadt, um den am Abend zuvor verlorenen Ohrring von Mami im Restaurant abzuholen. Über Nyhavn geht’s zurück in Richtung Schiff. Unterwegs geniessen wir am Streetfoodplatz ein feines Abendessen: Moules & Frites sehr lecker. Für Fynn organisieren wir leckere Pasta mit Tomatensauce, schnell hat er aber bemerkt, dass Moules viel besser schmecken und Nana musste ihre Portion mit Fynn teilen. Zurück auf dem Schiff geht’s für die Jungmannschaft direkt ins Bett und auch wir fallen nach einem Schlumi müde in unsere Kojen. 

Am nächsten Morgen geht’s dann nochmals in die Stadt, um die Vorräte aufzufüllen. Auf dem Rückweg noch schnell in der Bäckerei vorbei, um uns mit Frühstück und einer feinen dänischen Leckerei, der Wienerstange auszurüsten. Zurück im Hafen wird schnell alles bereit gemacht, das Schiff mit Wasser befüllt und los geht’s!

Christianshavn

Ab in Richtung Ven. Mit gutem Wind kommen wir schnell voran und nach ein paar tollen Segelstunden erreichen wir das ca. 20 Seemeilen entfernte Norreborg. Nach Fynns

und Aïchas

Mittagsschlaf machen wir uns auf, um die Insel zu erkunden.

Den steilen «Zwergliweg» hinauf geht es in Richtung Zentrum der Insel. Unterwegs treffen wir auf diverse Inselbewohner. So können wir beispielsweise die Fasane beim Essen und die Feldhasen im Stoppelfeld beobachten. Fynn freut sich riesig und möchte am liebsten den Hasen hinterher. Den Tag beschliessen wir mit einem feinen Grill. 

Am Mittwoch schaffen wir es zeitig aus den Federn und um halb 11 heisst es «Leinen Los». Nach einer kurzen aber tollen Überfahrt machen wir in Helsingborg fest. Während Fynn seinen Mittagsschlaf hält, suchen Mami und Papi das Brillengeschäft auf, nur leider macht dieses erst am folgenden Morgen wieder auf. Zum Glück haben wir zuvor bereits beschlossen die Nacht hier zu verbringen. Auf der Suche nach Pampers gehen wir am Nachmittag nochmals einkaufen und erkunden die Stadt. Die Burg von Helsingborg

bestaunen wir während eines Glaces

von aussen und geniessen gleichzeitigden tollen Blick auf die Stadt.

Auf dem Rückweg gehen wir noch kurz in den Systembolaget, der unweit des Hafens zu finden ist, um nach meinem Lieblingscider zu suchen. Und sie haben es wirklich, die Freude ist gross. Zum Abendessen entscheiden wir uns für Fynn’s Lieblingsessen, es gibt Pizza, die wir Take Away auf dem Schiff dann in Ruhe geniessen. 

Nach einer ruhigen Nacht beginnt der Tag wieder früh. Mit kleinen Kids an Bord ist ausschlafen ein Fremdwort. Aber das macht nichts, schliesslich hat man so nur noch mehr vom Tag. Mami und Papi gehen im Brillengeschäft shoppen während Fynn und ich uns mit Treppenhüpfen die Zeit vertreiben. Aïcha macht das zum Glück alles zufrieden einfach mit. Später geht es dann los. Das Ziel der hübsche Fischerhafen Gilleleje. Unterwegs werden wir dann plötzlich von der Küstenwache angehupt. Was will er denn von uns?

Ups, vor uns liegt ein Grundsitzer und wir werden aufgefordert mindestens 300m Abstand zu halten. Naja macht nichts, wir drehen ab und fahren in einem grossen Bogen um das manövrierunfähige Schiff herum. Kurz darauf frischt der Wind auf und wir können segeln. Das gefällt nicht nur uns, sondern auch einem Delfin der uns eine viertel Stunde begleitet.

Die Freude ist riesengross, was für wunderschöne Tiere.

In Gilleleje festgemacht, erkunden wir den schönen Fischerhafen. Schnell entdecken wir einen tollen Spielplatz, auf welchem sich Fynn so richtig austoben kann. Während Fynn und ich herausfinden, wie schnell die Rutsche werden kann, checken Mami und Papi aus, was der Fischer gefangen hat. Schnell wird darauf entschieden, dass wir das Abendessen beim Fischer geniessen werden. Das Essen war wunderbar und für Fynn gab es zur Krönung dann sogar noch ein Schoggiglace. 

In den neuen Tag starten wir alle, ausser Fynn der weigert sich, mit einer schönen Dusche. Ich geniesse die Dusche ohne Kids und freue mich auf den vor uns liegenden Tag. Schnell noch Wasser gefüllt, die Vorräte beim Fischer aufgefrischt, Fynn ein bisschen herumtoben lassen und los geht’s. Das Ziel Hundested. Mit achterlichen Winden können wir das erste mal den Gennaker setzen. Fynn freut sich über das farbige Segel und geniesst die Aussicht zwischen Nana’s Beinen vorne auf dem Schiff.

Kurz ein paar Teigwaren gegessen und dann heisst es für ihn auch schon wieder ab ins Bett für den Mittagsschlaf. Den geniesst er meist ausgiebig, was uns ein ruhiges Segeln ermöglicht. In Hundested kann man noch bis Ende Oktober wunderschöne Sandfiguren bestaunen. Mami und ich liessen es uns nicht nehmen, da mal kurz hineinzuschauen.

Fynn der partout mitkommen wollte, konnte dann im eigens dafür gemachten Sandkasten selbst künstlerisch aktiv werden. Zum Abendessen gab es dann natürlich den am Morgen erstandenen Fisch vom Grill. Super lecker! 

Heute erwartet uns ein Segeltag wie aus dem Bilderbuch. Das brauchen wir auch, den das heutige Ziel heisst Sejrø und ist knappe 40 Seemeilen entfernt. Deshalb heisst es auch bereits um 10 Uhr natürlich erst nach dem obligaten Kaffee zu fünft in Mama und Papas Bett (Fynn kriegt anstatt Kaffee seinen Milchschoppen):

Leinen Los! Unter Gross und Fock zieht es uns weiter westwärts auf die kleine Insel Sejerby. Dort gibt es zum Glück auch eine Waschmaschine. Die habe ich dringend nötig, da die dänischen Windeln anscheinend nicht dasselbe aushalten wie die unsrigen… Auch das wird uns eine Lehre sein. 😀 Während dem ich mich der Wäsche widme bereiten Papa und Fynn den Grill vor. Da der Ort bereits bekannt ist, war auch der perfekte Grillplatz schnell gefunden.

Er war wirklich so perfekt wie von Papa versprochen. Mit direkter Sicht aufs Meer, am Sandstrand gelegen und im Windschatten der Hafenanlage; einfach nur wunderschön. Zum Essen gab es ein wunderbares Piri Piri und Salat. 

Heute müssen wir uns definitiv entscheiden, ob wir das grosse oder das kleine Belt in Richtung Süden segeln. Die Vernunft siegt und wir entscheiden uns aufgrund der Wetter- und Wellenprognosen für das grosse Belt. Fynn der die ersten paar Tage ziemlich gegen die Seekrankheit zu kämpfen hatte, ist uns sicher dankbar. So erwartet uns auch an diesem Tag eine für die Kids ziemlich lange Strecke. Das heisst auch heute sind wir bereits um halb 11 los. Mit teilweise recht grossen Wellen geht es in Richtung Südwesten nach Kerteminde auf der Insel Fünen.

Unterwegs wird fleissig mit den neu erhaltenen Autos gespielt, die Mami und Papi für Fynn erworben haben, es stellt sich heraus, ein sehr gut investiertes Geschenk. Fynn freut sich riesig und kann kaum genug davon bekommen mit Nana und den Autos zu spielen. Um halb eins heisst es dann für ihn ein paar Nüdeli essen und dann ab ins Bett. Anschliessend gibt es für uns ein leckeres Mittagessen. Feines Brot, Käse, Wurst und Fleischwaren werden auf der rutschfesten Matte aufgetischt. Mhmmm… Nach dem Mittagessen dreht unser Kurs mehr in Richtung Süden, erstaunt stellen wir fest, dass wir gegen gute 2 Knoten Gegenstrom ankämpfen müssen… Das Ganze stellt sich als entsprechend härter und länger heraus als gedacht.

einige finden die Überfahrt richtig toll

Endlich in Kerteminde angekommen freuen wir uns über den ruhig gelegenen Hafen, von den hohen Wellen merkt man kaum etwas. Der Hafen ist gross, wirkt aber dennoch sympathisch und familiär. Diverse Spielplätze erfreuen Fynn, der sich so auch richtig austoben kann. Da es für einen Grill zu windig und ungemütlich war, entschieden wir uns für Teigwaren mit Fisch und Crevettensud. Der Sud wurde zuvor von Mama aus den erstandenen Garnelenresten gekocht und am heutigen Abend mit Fisch und feinen Nüdelis zubereitet. Super lecker! Fynn aber blieb lieber bei seinen Nüdelis mit Ketchup. Auch heute fallen wir nach dem Abendessen müde ins Bett. 

Nach einer ziemlich unruhigen Nacht, vor allem weil sich Mami und Papi viele Gedanken zum kommenden Tag machten, geniessen wir erst einmal unseren Kaffee. Angesagt sind sehr viel Wind und 1.4m hohe Wellen… Kurz wird diskutiert, ob ich mit den Kids den Landweg nehmen soll. Wir entschliessen uns dann aber dagegen und die Fahrt in Richtung Süden gemeinsam zu meistern. So verabschieden wir uns von Kerteminde und machen uns auf den Weg. Draussen stellt sich glücklicherweise heraus, dass es nicht ganz so schlimm ist wie befürchtet. Mit viel Wind, Gegenstrom und doch ordentlichen Wellen segeln wir südwärts, der Brücke, welche die Insel Seeland mit Fünen verbindet entgegen.

Je näher wir der Brücke kommen, umso stärker wird der Gegenstrom und umso höher unser Adrenalin… reicht es unter der Brücke durch? Kurz vor der Brücke wird der Motor eingeschalten und es klappt zum Glück alles wunderbar. Wir entscheiden uns weiterzusegeln um so schnell wie möglich in die Abdeckung von Langeland zu kommen. Der Wind und die Wellen nehmen weiter zu, der Wind bläst mit bis zu 28 Knoten,

und wir sind froh, als wir in das ruhigere Wasser hinter Langeland gelangen. Festgemacht wird in Lundeborg, ein süsser kleiner Hafen der vom Wind und Wasser gut geschützt ist. Während Papi gemeinsam mit Fynn den Grill anschmeisst, können wir einige angefressene Jollensegler beobachten, die es sich nicht nehmen lassen und auch bei diesen Bedingungen nach draussen gehen. Das macht gleich Lust auch selbst wieder mal einen Laser zu segeln. Auf dem Grill werden Auberginen mit Pesto und feine Lammracks zubereitet die wir dann genüsslich verspeisen. Wieder geht ein schöner Tag viel zu schnell zu Ende und wir fallen müde ins Bett.

Aus irgendeinem unerklärlichen Grund beschliessen Fynn und Aïcha heute um 5:30, dass es Zeit ist aufzustehen… Ächz! Aber nun gut, da gibt es nichts zu machen, wir stehen auf und bereiten erstmal einen Kaffee und Fynn’s Schoppen zu.

Müde werden die Getränke im Spitz vorne genossen und auch den Nachschub haben wir heute morgen alle dringend nötig. Um 11.00 geht’s dann los und wir binden die Cachana los um in Richtung Süden nach Svendborg zu segeln. Die relativ kurze Strecke von 13 Seemeilen, legen wir in relativ kurzer Zeit aber mit viel Wind 21-26 Knoten hinter uns. Hier liegen wir gemütlich und gehen erst einmal einkaufen, zuerst beim Fischhändler, danach in den grossen Supermarkt. Wir tätigen einen Grosseinkauf und verstauen dann alles erst einmal im Schiff. Fynn assistiert beim Einräumen, das macht er wirklich gut. Danach gibt es zur Vorspeise Avocado mit Crevettencocktail und danach Red Snapper mit Blumenkohl. Richtig fein. 😀 

Von Svendborg

geht es weiter nach Marstal. Nur mit der Fock unterwegs kommen wir nach knapp 20 Seemeilen an. Marstal gefällt uns sehr. Für Fynn hat es gleich zwei Spielplätze und vom Schiff aus können wir diverse Kitesurfer beobachten.

Wir gehen noch ein bisschen im Städtchen spazieren, um Milch einzukaufen. Uns gefällt es hier sehr gut und wir beschliessen, am kommenden Tag zu bleiben.

Den verbringen wir mit Spielen, Waschen, Shoppen und geniessen. Am Nachmittag wird besprochen wie es weiter gehen soll… Wir entscheiden uns noch einen weiteren Tag zu bleiben und erst am Samstag nach Bagenkop weiterzuziehen. Wir nutzen auch diesen Tag um zu entspannen, einzukaufen und trotzen dem Regen auf dem Spielplatz. Fynn feiert die riesigen Pfützen und springt voller Freude darin herum.

Die Regenkleidung hält fast was sie verspricht und wir gehen uns im Schiff wieder aufwärmen. Zum Abendessen gibt es Auberginen mit Hackfleisch und Bratkartoffeln… Mhm fein! 

Heute geht es besonders früh los! Bereits um 09:00 Uhr legen wir ab. Ziel ist es vor 12:00 in Bagenkop zu sein, da dann nämlich der Fischerladen schliesst, welcher doch über die leckeren glutenfreien Fischburger verfügt. Das schaffen wir auch knapp und stehen um halb 12 Uhr nach einer Überfahrt mit eher wenig Wind vor dem Fischergeschäft. Leider stellt sich heraus, dass der Fischer im Urlaub ist… Also vergebens früh aufgestanden. Macht nichts, wir schauen im Supermarkt nach, ob wir was Feines finden. Gesagt, getan, frischen Fisch gibt es aber auch hier nicht. Egal, wir haben noch genug anderes, was sich zu einem leckeren Abendessen zubereiten lässt. Zurück auf dem Schiff, legt sich Fynn zum Mittagsschläfchen hin und wir geniessen nochmals super feinen geräuchten Lachs. Den Nachmittag verbringen wir mit Spielen, klettern auf den Turm im Bagenkoper Hafen und bestaunen die vielen Schiffe, welche sich im Hafen für ihre nächste grosse Reise ausruhen.

Im Verlaufe des Nachmittags sehen wir einen Fischer in den Hafen einlaufen und Papa macht sich los, um beim Fischer direkt frischen Fisch zu ergattern. Mit einem grossen Smile und vier Schollen in einer Plastiktüte kommt er zum Schiff zurück. Natürlich müssen diese aber zuerst noch ausgenommen werden, was Mama profimässig erledigt.

Juhui, Z’Nacht ist gesetzt. Die Schollen werden auf dem Grill auf verschiedene Weisen zubereitet und von einem Steinpilzrisotto begleitet. Mit einem Schlumi für die einen und einigen M&M’s für die anderen an Bord beschliessen wir den Tag, bevor wir müde ins Bett fallen. 

Ausschlafen!!! Bis halb 9 Uhr lässt uns Fynn in den Federn ruhen. Wir geniessens auf jeden Fall. Nach dem Aufstehen geht aber die Hektik schnell los. Sind es doch gut 30 Seemeilen, die es heute zu meistern gilt. Ziel ist der Heimathafen der Cachana: Fehmarn. Mit einem lächelnden und einem weinenden Auge machen wir uns auf, für die diesjährige letzte Etappe an Bord. Ausnahmsweise stimmt der Wetterbericht und der Wind hält sich sehr in Grenzen. So segeln wir teilweise ziemlich platt vor dem Wind mit dem Gennaker vor uns hin und müssen leider aber immer wieder gewisse Strecken unter Motor zurücklegen, da wir ansonsten erst sehr spät in Fehmarn ankommen würden.

Auf den letzten Metern, unter der Brücke hindurch wird nochmals bewusst, dass dies nun das Ende unserer wunderschönen Ferien bedeutet. Schnell werden diese Gedanken beiseite geschoben, wir haben schliesslich noch den Abend und eine Nacht an Bord. Nach unserem letzten Ankunftsdrink machen wir auch schon den Grill bereit. Wie meistens gehen Papi und Fynn den Grill aufstellen, Mami macht das Abendessen an Bord bereit und ich versuche Aïcha davon zu überzeugen, dass das Trinken jetzt viel toller ist, als zu dem Zeitpunkt, wenn das Essen auf dem Tisch steht. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich auch heute Abend erfolglos bleibe… Naja anscheinend kennen das meine Eltern zu genüge… Aïcha so meinen sie, habe das absolut nicht gestohlen. Ups…! Fynn der vom ganzen Tag an Borg Energie ohne Ende hat, rennt den ganzen Abend im Hafen herum. Der ganze Körper in Aktion, nur die Ohren scheinen mal wieder nicht zu funktionieren. Nachdem er uns nicht geglaubt hat, dass die Schuhe nass werden, wenn man mit ihnen ins Wasser läuft, ist er auch absolut davon überzeugt, dass die Rampe, welche ins Wasser führt nicht rutschig ist… Einmal Tränen trocknen und umziehen später, sind wir dann wirklich bereit fürs Abendessen. Die Scholle, die Jakobsmuscheln und das Entrecote wurden auf dem Grill, die Zucchetti vom Mami an Bord zubereitet. Einfach nur genial. Zum Abschluss dann ein feines Raclettebrötli. Jetzt bleibt uns nur noch die Kindersitze für die Autofahrt nach Hamburg zu buchen und dann ab ins Bett für unsere diesjährige letzte Nacht auf der Cachana.

Heute heisst es alles packen, gar nicht so einfach mit zwei kleinen Kids. Zum Glück helfen Mami und Papi mit, bespassen Fynn und hätscheln Aïcha, so dass ich fleissig zusammensuchen kann. Später müssen wir dann noch die Sitze holen, so dass uns Mami sicher nach Hamburg fahren kann. Und nun heisst es auch schon definitiv Abschied nehmen. Auch wenn es nicht lange dauert, bis wir Mami und Papi wiedersehen, fällt der Abschied schwer. Die Zeit an Bord der Cachana war einfach wunderschön.


Vielen lieben Dank euch beiden, dass wir die zwei Wochen bei euch verbringen durften, für die Hilfe und die Geduld, die ihr uns Dreien entgegengebracht haben. Es hat unglaublich gut getan und wir haben jede Sekunde genossen! 

Weiter mit Ziel Kopenhagen

Hallo liebe Freunde und Leser, wir sind’s wieder! Susanne und ich freuen uns, noch eine Woche Zweisamkeit.

Montag, den 22. August

Morgens wird ein Bad genommen und die Cachana wird startklar gemacht. Nach unserem, etwas veralteten, Führer öffnet die Hassllöbron Brücke jeweils stündlich von 7.10 Uhr an. Wir rechnen, es sind ca. 1.5 sm, somit sollten 20 Min. mit 10 Min Reserve, gut reichen. Wir legen 10.40 ab und wir rufen von unterwegs den Brückenwart an, um uns anzumelden. Seine Antwort, er öffne uns gerne die Brücke aber jeweils nur zur vollen Stunde und am Mittag gibt es keine Öffnung! Ohhh! Der Motor wird auf die höchstzulässige Tourenzahl gedreht und es reicht knapp.

Drehbrücke am öffnen

Nach der Brücke suchen wir einen hübschen Ankerplatz um einen kleinen Mittagsimbiss zu geniessen. Auch soll der Wind am Nachmittag auffrischen, also keine Eile.

Ankerbucht

Nach dem Essen geht’s weiter Richtung Tjärö. Die Skippersfrau versucht sich im Fischen, leider verhadert sich die Angelschnur beim auswerfen in einem ca. 150m Gewikel! Sie braucht den ganzen Nachmittag um das Gewikel aufzulösen, mit Vermerk «freiwillig» und leider keine Fotos. Bald frischt der Wind auf von SSW und wir segeln am Wind. Schönes Segeln und schönes Gebiet!

Tjärö ist ebenfalls ein Naturschutzgebiet mit einer langen Steganlage, wirklich hübsch.

Der Hafen

Heute Abend ist mal wieder grillieren an Bord angesagt, sehr fein und eine unglaubliche Stimmung

Nächsten Morgen möchten wir die Insel erkunden und wandern um die schöne Insel.

Nach der Insel Umrundung legen wir ab und segeln mit wenig Wind zur Insel Hanö. Leider stellt bald auch der schwache Wind ab und wir müssen Motoren.

Hanö

Nächsten Morgen geht’s weiter zu dem 35sm entfernten Brantevik. Die Empfehlung einer netten Schwedin. Guter Wind aus Nord Ost ist prophezeit unser Kurs ist Süd West, also only Gennaker. Am Anfang nur wenig Wind und der Skipper versucht sich im Fischen und siehe da, ein kleiner Dorsch für Norwegische Verhältnisse, und doch ist die Freude gross, der 1. Fischfang in der Ostsee.

Natürlich wird der Dorsch gleich ausgenommen und filetiert. Am späteren Nachmittag erreichen wir das herzige Brantevik.

Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch Brantevik, gefällt! Wir entdecken ein nettes Fischgeschäft, hat aber bereits geschlossen, dann halt Morgen! Wir stellen fest, dass wir keine Hafengebühr bezahlen müssen, auch nett. An der Hafenmauer entdecken wir einen lauschigen Platz zum Grillen. Der Grill wird aufgestellt, was gibt’s? Klar doch Dorsch.
Grillplatz
Dorschfilet auf Lauchbeet, dann ein Gurkensalat und als Abschluss ein Raclette Brötchen
Wir geniessen’s und haben viel Freude

Nächsten morgen steigen wir in den Bus nach Simrishamn etwa 5km entfernt. Wir müssen dringend unsere Vorräte auffüllen.

Alte Kirche in Simrishamn

Nach den Einkäufen nehmen wir ein Taxi. Seit der letzten Nacht weht ein schöner Wind von Osten und die Welle läuft gegen die Einfahrt des Hafens rein. Wir möchten raus bevor die Wellen grösser und grösser werden. Angekommen gehen wir zum Fischhändler, kaufen etwas ein und spazieren vollbeladen zum Schiff. Schreck!!! Irgendwelche Vögel haben die vordere Hälfte der Cachana, gänzlich verkackt. So etwas haben wir noch nie erlebt!! Wir waren so perplex, leider keine Fotos. Wir haben sicher 1 Stunde die Cachana gereinigt.

Dann endlich los, wir fahren mit viel Geschwindigkeit durch die kleine Hafeneinfahrt, gegen die Wellen. Geht besser als gedacht, genug Wind, wir ziehen nur das Grosssegel.

Unterwegs nach Ystad (Heimatort von Detektiv Kurt Wallander)

Die Cachana surrt nur so in der Welle und wir geniessen einen super Segeltag. Eigentliches Segelziel ist Käseberga. Aber weil wir so schönen Wind haben, der Himmel sich eher regnerisch und verhangen zeigt, macht Käsaberga keinen Sinn und wir ziehen weiter bis nach Ystad.

Wir sind etwas Müde und faul! Wir gehen ins Restaurant das»le petit bistro» und bekommen im vollen Restaurant noch 2 Plätze an der Bar. Wir sind Hin und Weg. Wir werden unterhalten von der ganzen Crew, welche miteinander und aufgestellt zusammen arbeiten. Perfekte Bedienung, Speis und Trank sehr fein.

Vorspeise: Vietnamesisches Kalbstatar
Vorspeise: Escargots
Entenbrust an einer Himbeersauce

Am späteren Abend spazieren wir glücklich und zufrieden zum Schiff und schwärmen vom Abend.

Freitag 26. August

Morgens wird Diesel aufgefüllt, 50 L passen rein und der Fäkalientank ausgepumpt. Wir segeln, mit only Gennaker, Richtung Skäne oder alternativ in das ca. 20sm weiter entfernte Skanör. Da in den nächsten Tagen eher mit Gewitter und Schauer zu rechnen ist. Der Wind passt bestens, so segeln wir weiter nach Skanör.

Etwas bewölkt aber kein Regen!

Wir sind überrascht es hat viele Schiffe und Touristen, im Gegensatz zum letzten Jahr. Da waren wir auch schon hier! Ist ein sehr schöner Ort mit Sandstränden weit und breit und mit den warmen Wassertemperaturen von über 21 Grad ist es kein Wunder.

Am Samstag Morgen entscheiden wir trotz Regen und Wind gegen an, dass wir weiter nach Kopenhagen segeln, damit wir am Sonntag noch Schiff klar machen können, wenn Joëlle mit Fynn und Aïcha uns besuchen kommen. Und natürlich auch um die tolle Stadt zu geniessen. Wir müssen alles aufkreuzen und zwischendurch regnets aber richtig. Was soll’s!!

Der Autopilot arbeitet, Chérif unter der Sprayhood

Susanne hat mal gehört, dass wenn’s regnet die Fische bissig sein sollen.

Susanne beim Fischen

Wir schreiben ein SMS am Hafenmeister vom Kanalhafen Christianshavn ob es noch Platz hat für uns. Er bestätigt uns Platz 79! Wunderbar! Wir verpassen um 5 Minuten die Brückenöffnung. Das heisst eine Stunde warten, wir nutzen die Zeit für einen Kanaldrink!

19.30 Uhr geht die Brücke auf und wir fahren zum Platz79. Nur ist leider der Platz besetzt und die Mädels haben auch eine Bestättigung für Platz79. Zum Glück finden wir einen weiteren freien Platz nach telefonischer Abklärung können wir auch bis am Dienstag bleiben.

Blick von der Cachana aus

Nach einem kleinen Ankunftsdrink, aufräumen, trocknen etc. meldet sich der Hunger, aber zu spät 21.45 gibt’s nichts mehr, also in die Küche und Skippersfrau zaubert Pasta Sarde auf den Tisch, so fein!!

Sonntag, 28. August am Morgen wird ausgiebig geduscht. Anschliessend Spaziergang durch den Flohmarkt, Susanne’s Freude und dann zur Chérif’s Lieblingsbäckerei. Anschliessend Blog schreiben, aufräumen etc.

Gegen 17.30 Uhr machen wir uns auf dem Weg Richtung Stadt, die Sonne guckt hervor und so ist es schnell entschieden, wir finden in Nyhavn ein Platz an der Sonne und geniessen den prall gefüllten Aperol Spritz.

Nyhavn

Der Aperol regt die Magensäfte an, der Hunger meldet sich. Wir finden im Netz ein spannendes Restaurant «Keyser Social» eine Mischung aus Japanisch/Asiatisch und Skandinavischer Küche. Wir möchten reservieren aber erst um 20.45 ist Platz für uns, auch OK!

Wir schlendern durch die Stadt und betrachten eine alte Kirche mit einem angebauten grossen Turm, den wir besichtigen und nach oben steigen.

Der angebaute Turm an der Kirche

Wow die Aussicht, beeindruckend!

Kopenhagen vom Turm aus

Dann ist es Zeit. Wir sitzen im Keyser und warten auf unser Essen!

Entres
2. Runde
3. Runde
4. Runde
Dessert
Sehr, sehr fein!! Wir können dieses Erlebnis jedem Empfehlen

Mit überfülltem Magen spazieren wir zu unserer 30 Minuten entfernten Cachana. Müde fallen wir ins Bett.

Montag, Morgens 29. August

Jetzt gilt’s!!! Cachana bereit machen

für unsere 3 Schätze. Joelle Fynn und Aïcha landen um 14.00 Uhr in Kopenhagen und werden 2 Wochen bei uns sein. Wir freuen uns, sind auch gespannt wie das sein wird mit Fynn und Aïcha auf dem Schiff!!

Bald sind wir bereit und gehen mit der naheliegenden Metro zum Flughafen unsere Liebsten holen! Joelle, Fynn und Aïchia sind gut angekommen! Freude herrscht!

Angekommen

By By, liebe Grüsse die Cachanieros

Gemütlich Richtung Süden

14. August auf der Insel Furö

Wie immer in letzter Zeit wird ausgeschlafen, gemütlich Kaffee getrunken. Das Baden wird im Moment eher ausgelassen, da die Wassertemperaturen eher den Enten und Schwänen liegen. Gegen Mittag legen wir ab und möchten nach Sandvik auf Öland segeln, wobei der Wind etwas streikt, somit darf nach langer Zeit der Motor mal wieder. Zum Glück meldet sich der Wind nach einer guten Stunde zurück. Wir segeln zuerst langsam, der Wind nimmt aber stetig zu und es macht richtig Spass. Gegen 18.00 Uhr machen wir in Sandvik die Leinen fest. Die Wetterprognosen melden Gewitter für heute Abend. Aber es reicht noch für einen Grill mit wunderschönem Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen wird beim Fischhändler geräucherter Lachs eingekauft, Wassertank gefüllt und los gehts. Wir möchten nach Stora Rör in den Hafen, da weitere Gewitter angesagt sind. Wir rauschen dahin, segeln pur!!

In Stora Rör machen wir, wie üblich in Schweden, mit Heckboje fest.

Cachana in Stora Rör mit Heckboje

Wir erinnern uns mit viel Freude an die Zusammenkunft hier mit Nadine, Alex, Sam und der Cahira im Juli.

Die Ferien der meisten Schweden sind vorbei. Dies ist spürbar. Viel Platz in den Häfen und zum Teil sind die Geschäfte auf den Inseln bereits geschlossen.

Das Wetter ist immer noch schön aber schwül. Somit wird der Grill auf dem Land aufgestellt. Wir sitzen auf einer Bank und geniessen wieder einmal den Sonnenuntergang.

Nächsten Morgen ist der Gang zur offenen Bakery angesagt und einer der besseren Kardemumma bulle (Kardamon Schnecke) wird eingekauft, extrem Lecker!

Am geniessen

Weiter geht’s unter der Kalmarbrücke durch, welche 1972 gebaut wurde und damals als längste Brücke Europas galt.

Unser Ziel ist nicht Kalmar sondern Färjestaden. Ein gemütlicher, lauschiger Hafen mit allem Komfort. Dort haben wir sehr schöne Erinnerungen. Haben wir doch 2018 dort unsere Freunde Markus und Sibylle kennen gelernt. Kaum angekommen nutzt die Skippersfrau die freie Waschmaschine und wäscht was das Zeug hält.

Da eher ein kühler Wind aus Westen bläst gibt es keinen Grill. Die Skipperin produziert zur Vorspeise gebratene Jakobsmuscheln an Noilly Prat und dann gebratenenes Hackfleisch auf Lattich aus dem Ofen sehr fein.

Morgens Donnerstag 18. August gibt’s am Mittag ein leckeres Kaviar Omelette,

dann frisch gestärkt gehts weiter nach Kristianopel. Wir haben mittel bis starke Winde von Süden, dass heisst Gegenan und mit einer unangenehmen kurzen Welle! Wir kreuzen auf. Die Cachana kämpft in der Welle, sie macht es gut und wir erreichen gegen 20.00 Uhr unser Ziel. Müde sind wir und essen überreifen Käse mit etwas Rotwein, was will man mehr!!

Nächsten Morgen haben die Wetterprognosen sehr wenig Wind angesagt, trotzdem laufen wir aus und müssen am Anfang etwas motoren. Wir fahren durch einen Blaualgenteppich, welche wir bis jetzt nur wenige male angetroffen haben, hoffen es bleibt so!

Blaualgen

dann kommt etwas Wind. Der Gennaker wird gesetzt und plötzlich beschleunigt die Cachana so,

dass wir statt Sandhamn, das von uns bevorzugte Ziel Torehamn 6 sm weiter anvisieren, und erreichen.

Torehamn

So ein schönes Ambiente! Uns gefällts sehr und da es seit Tagen sehr schwül und warm ist und Gewitter angesagt sind, denken wir, dass wir einen Tag hier pausieren. Wir sollten mal einen Bürotag einlegen und ein paar Arbeiten erledigen. Hier hat es ein kleines gemütliches Restaurant und wir nehmen unseren Ankunftsdrink dort. Am nächsten Morgen machen wir einen Spaziergang die Sonne scheint wider erwarten! Dann gibt’s eine kleine Stärkung.

Da eine gute Brise weht, wird kurz entschlossen der Bürotag verschoben. Somit Leinen los, raus aus dem schmucken Hafen, ein Bad nehmen da die Wassertemperatur über 21 Grad gestiegen ist. Was für eine Wohltat!! So schön!! Erfrischt segeln wir weiter durch Untiefen

nach Sanda ein kleiner, hübscher, ehemaliger Fischerhafen.

Auch heute Abend und in den nächsten Tagen sind Gewitter und Regenfälle prognostiziert. In der Nacht ein bisschen Gewitter und Regen. Am nächsten Tag so schön, dass wir eine Wanderung zur Nachbarinsel Tjurkö machen wollen. Wir sind mit einer kleinen Fähre zur Insel gefahren worden.

Dort gibt es einen stillgelegten Steinbruch mit Museum. Im Steinbruch mussten Häftlinge welche wegen kleinen Diebstahls oder Landstreicherei zu Zwangsarbeit verurteilt wurden, die schwere Arbeit ausführen.

Steinbruch

Eine interessante Wanderung die über eine Brücke wieder zum Hafen führte, einzig die Wanderwege fehlen, wir laufen zum Teil auf der Strasse.

Anschliessend Büroarbeiten, zwischendurch wird gebadet. Das Wasser immer noch über 21 Grad. Gearbeitet wird bis in die Nacht. Muss auch mal sein!

Natürlich wurde die Arbeit unterbrochen um den traumhaften Sonnenuntergang zu beobachten.

Sonntag 21. August

Morgens nach dem Café nehmen wir ein Bad und segeln weiter,

nah an Karlskrona vorbei, welches wir schon kennen und rechts liegen lassen um nach Tromtö zu segeln. Es ist nicht weit aber sehr lauschig und hübsch.

5 km kleine Wanderung durch das Naturschutzgebiet.

Abends grillieren wir an der gmögigen Grillstelle.

Wir wünschen Allen eine gute Woche, liebe Grüsse

die Cachanieros

Wieder zu Zweit

Nyköping, Samstag 6.8.22

Heute morgen in aller Früh

nach 3 wunderschönen Wochen auf See, verliess uns Didé und reiste mit Zug und Flieger wieder in die Schweiz zurück.

Wir hatten noch einiges zu erledigen. Einkaufen, Wasser füllen, Mittagessen :-))

und Abwassertank absaugen, welches wunderbar funktionierte. Kurz nach 14.00 ging es los und wir segelten den langen Schlund von Nyköping aus in die Schären in einer Gemütlichkeit und hatten schön Zeit den weidenden Kühen und Gänsen zuzusehen.

Unser Ziel in den nächsten Tagen war, die Schären noch einmal in vollen Zügen zu geniessen.

So langweilen wir Euch nicht mit täglichen Ritualen wie Schwimmen (Wassertemperatur oft zwischen 13-16 Grad) , Kaffeetrinken, Routenplanung, etc, sondern senden Euch wunderschöne Impressionen und einige aussergewöhnliche Vorkommnisse.

Schlafplatz 1 Lilla Trässö vor Anker

7.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 2 Styrsö Gillersholmen vor Anker

Vorspeise

8.8.22

am nächsten Morgen

Nun waren wir in den Aussenschären.

Der Skip hatte eine wunderhübsche Bucht zum Übernachten gefunden und wir machten uns bereit das Anlegemanöver am Stein in Angriff zu nehmen. Na ja, klappt nicht immer beim ersten Mal. Heckanker hielt nicht. Auf ein Neues. Diesmal den Anker etwas weiter hinten rein. Doch ohh Schreck. Zu weit entfernt vom Stein und der Anker hielt was das Zeug hält und Wutsch , das Band welches den Anker hält war ausgerissen und segelte zum schönen Heckanker auf den Grund der See. Mist. Geistesgegenwärtig liessen wir den Buganker runter, welcher zum Glück hielt, und machten uns an die Bergung des Geschirrs von hinten.

Wie ihr seht, hat alles geklappt. :-))

Band wieder montiert

Nun zum Übernachten hatten wir keinen Bock mehr in dieser Bucht zu bleiben, da auch der Wind in der Nacht, nach neuem Wetterbericht, etwas drehen würde. So fanden wir ganz in der Nähe einen perfekten Platz am Stein, in der Flisô Bucht.

Den Abend genossen wir sehr. Schweinssteak vom Grill, frische Erbsen und Blumenkohl und einer wunderschönen Abendstimmung.

Ah ja und unseren Krabbenkorb kam auch das erste mal zum Einsatz. Mal schauen , was er morgen für Überraschungen bringen wird.

9.8.22

Nichts. Ausser Spesen nichts gewesen. :-)) Nur unsere Crevettenköder schwammen noch drin. Ich als Krabbe, hätte mich auch nicht von so viel Abfall verleiten lassen. 🙂

Auf dem Spaziergang am morgen

Unterwegs

Schlafplatz 4 Byxklabben am Stein

10.8.22 Unterwegs

Schlafplatz 5 Kårö vor Anker

11.8.22

Unsere Solarmatten brachten die erwarteten Leistungen nicht. Somit machte sich der Captain dran, die Stecker der nicht festinstallierten Matte auszuwechseln. Ein Zeit und Nervenaufreibendes Unterfangen. Doch schlussendlich klappte es und es lädt wieder nach altguter Manier.

Auf unserem Weg Richtung Süden kamen wir an «unserer begehrten» Lachsfarm vorbei und wir kauften grosszügig ein.

Schlafplatz 6 Lilla Vistingsö am Stein

Mond und Sonne, fast zu selben Zeit

12.8.22

Der heutige Tag verlangte dem Skipper ein starkes Nervenkostüm ab. Der Weg war wunderschön, traumhaft aber eng, untief und voller Steine.

Eine gute Meile lang war die Aura des Capitains nicht mehr Violett. Dann mit einem lauten Seufzer und eine Tonne leichter, kamen wir wieder ins Fahrwasser und in sichere Gewässer.

In Klintemåla hatten wir einen Einkaufszwischenstop eingelegt. Die Ausbeute war sehr sehr überschaubar, da sie am Sonntag End of Saison haben. Aber Wasser konnten wir bunkern, da unser Tank langsam aber sicher leer war. Weiter Richtung Abendbucht.

Schlafplatz 7 Skabbholmen vor Anker

Nachts um 03.46 :-))

13.8.22

Heute Abend wollten wir eigentlich noch einmal Ankern oder an einem Stein eine Bucht vor dem Kalmarsund geniessen. Doch auf dem Weg kamen wir an Furö vorbei.

Furö

Eine kleine unscheinbare, flache Insel, welche zum grossen Teil Naturschutzgebiet ist. Ein Traum wie ihr sehen könnt.

Oft begegnen wir Boote welche Ihre Haustierlieblinge im Sommer mit auf ihr Schiff nehmen. Doch den Begleiter unseres Nachbarschiffes hatten wir noch nie gesehen. Ein wunderschöner ausgewachsener Ara sass majestätisch im Cockpit.

Nach einem ausgiebigem Spaziergang

genossen wir das Abendessen auf der Cachana in vollen Zügen.

Bis nächste Woche mit neuen Impressionen unserer Reise

herzlichst Eure Cachanieros

Dänemark – Schweden

schwedische Ostküste 🇸🇪 2022

01.08.2022, Montag

Jungfruskär,mit Heckanker am Stein – Slaholmen mit Heckanker am Stein

Rundsicht

Nach dem Morgenbad, bereits bei 17 Grad kamen wir erst um 11:30 los. Zuvor mussten wir noch unser WC Tank Problem lösen. Wir haben zwei Szenarien entwickelt:

Variante 1- Tanküberlauf zuhalten und mit der WC Pumpe Druck aufbauen, damit sich der Stau ev. löst.

Variante 2 – In den nächsten Hafen mit Absauganlage und versuchen mit dieser das Problem zu beheben. 

Variante 1 hat funktioniert, wir sind wieder entspannt. 

Mit Südwind von bis zu 15 Kn kamen wir gut voran, weiter Richtung Norden. Um 16:00 hatten wir unsere Bucht für die 1. August Feierlichkeiten gefunden. Wir legten mit Heckanker am Stein bei Slaholmen an. Das Schiff wurde ordnungsgemäss mit den Schweizerfahnen geschmückt.

Auf dem Stein gab es Windlichter und eine Lichterschlange.

Grillplatz

Das Wetter kippte leider so, dass nach dem Grill die Party auf das Schiff verlagert werden musste. Fähnchen gleich wieder einziehen. 

Schliesslich konnten wir zu Ehren von Helvetia den Abend mit einem Pintchen Rum aus Khaters feinen Beständen abschliessen. 

Captains Choice!

02.08.2022, Dienstag

Slaholmen mit Heckanker am Stein – Grytsholm mit Heckanker am Stein

Noch etwas später als am Vortag kamen wir nach dem Morgenbad endlich in Fahrt. Von 12:15 – 15:40 brauchten wir um die 12 sm bei SO Winden bis zu 10 Kn zu segeln. Immer wieder eine wunderbare Fahrt durch die Schären. 

03.08.2022, Mittwochs,

Grytsholm mit Heckanker am Stein – Vattenholmen mit Heckanker am Stein

Um 10:10 ging es heute los. Bei südliche Winden bis zu 20 Kn kamen wir gut voran. Wir wollten einen Zwischenstop in Arkösund einlegen um noch ein wenig Einzukaufen. An der Aussenseite der Schwimmstege legten wir längsseits an. Netterweise erliess uns der Hafenmeister die Hafengebühren für den Kurzstop.

Nach dem Einkaufsbummel gab es gleich noch den Mittagsimbiss auf der Cachana. Das Ablegen war etwas hektisch da der Hafenmeister unseren Platz einem Neuankömmling zugeteilt hat. Um 16:00 waren wir nach ingesamt 18 sm bereits am Stein vor Anker.

Kleine Kletterpartie

Da die Wetteraussichten zum Nachtessen etwas Regen in Aussicht stellten, entschlossen wir uns auf dem Schiff zu grillieren. 

04.08.2022, Donnerstag

Vattenholmen mit Heckanker am Stein – frei ankernd bei Langskär

Um 11:30 ging es los, man gewöhnt sich an das Schärenleben mit den kurzen Distanzen. Nach 14 sm waren wir bereits am nächsten Ankerplatz. Wir entschieden uns frei zu Ankern, da auf die Nacht Winddreher von 90 Grad und Regen angesagt waren. 

In Vattenholmen war die Wassertemperatur noch bei 17 Grad, heute Abend wurden wir endlich mit 19 Grad belohnt, was zu einem längerem Bad mit Apero animiert. 


Die Kopffarbe gleicht sich dem Drink an.

Am Vortag hatten wir tiefgefrorenes Hirschfilet eingekauft. So freuten wir uns auf den Grill. Das aufgetaute Fleisch entpuppte sich als geschnetzeltes Entenfilet. Somit gab es eine Menuänderung, heute kein Grill. Die Ente war fein, zum Glück mit wenig Flugstunden, begleitet von Zucchini und Reis.

05.08.2022, Freitag

Frei ankernd bei Langskär – Nyköping

Mitten in der Nacht um 09:50 mussten wir unseren Ankerplatz verlassen.

Ankerplatz

Doch der Frühschwumm bei 19 Grad wurde zuvor ausführlich genossen. Mit Kaffee aus Ägypten, immer wieder ein Highlight. Der frühe Aufbruch hatte seinen Grund. Ab Mittag waren starke Niederschläge angesagt. So schafften wir die 6 sm trocken und legten längsseits im Hafen an. Chérif ging zum Hafenmeister und Susanne und ich schafften es gerade noch die Kuchenbude vor den grossen ersten Tropfen aufzustellen.

Der grosse Regen
Confit de Canard

Bei der ersten Regenpause gingen wir in die Stadt einkaufen. Fürs Nachtessen gab es frische Rekker und Confit de Canard. 

06.08.2022, Samstag

Nyköping – Stockholm – Zürich

Leider geht jede Reise irgendwann zu Ende. 

Ich danke Susanne und Chérif das ich eine wunderbare Zeit verbringen durfte.

Der Autor und Mitsegler Didé

Dänemark – Schweden

Öland 🇸🇪- Gotland 🇸🇪 – schwedische Ostküste 🇸🇪 2022

25.07.2022, Montag

Byxelkrok – Visby

Das Reiseziel von Susanne und Chérif kommt näher. Da für die Überfahrt ca. 45 sm angesagt waren, wollten wir spätestens um 09.00 los, was uns auch gelang. Mit einem guten Schnitt von 6.6 Kn waren wir bereits um 16.00 in Visby, Gotland angekommen. Wo werden wir unseren Hafenplatz finden? Visby hat den grossen Nachteil, dass es bei SW Wind einen starken Schwell im Hafen gibt, der bis zuhinterst in den Gästehafen reicht. So wollten wir in den Fischerhafen. Diese Idee hatten wohl schon einige vor uns, denn er war bis zum letzten Platz besetzt. Als wir  wieder rausfuhren, kam uns der Hafenmeister im Schlauchboot entgegen und meinte nach Klärung unseres Tiefgangs, er hätte einen wunderbaren ruhigen Platz im Privathafen für uns. So konnten wir ihm folgen und bekamen den Platz zugewiesen. Als Dank bekam er von Susanne ein wenig Schokolade. Kommt immer gut an. 

Gästehafen Visby

Für den nächsten Tag ist Visby Sightseeing angesagt. Das Wetter wurde unterdessen schlechter. So beschlossen wir fürs Nachtessen auf der Cachana zu Grillieren.

26.07.2022, Dienstag

Visby, Sightseeing Visby

Wie man das so tut, zuerst Besuch im Tourist Office. Mit Reiseführer und Karte bewaffnet machten wir uns auf die Stadterkundung. Visby hat eine 3.5 km lange Stadtmauer mit vielen Wehrtürmen, die gut erhalten sind. Wir haben beinahe die ganze Stadtmauer abgewandert.

Natürlich mussten wir einen Mittagsrast einlegen. Das war gar nicht so einfach, denn bei allen Restaurants standen die Leute Schlange. Schliesslich haben wir einen Sonnenplatz in einer Tapasbar an einem der Hauptplätze ergattert. Es war sehr fein.

Somit am Nachmittag 2. Teil des Sightseeing,  Stadtmauer, Kirchenruinen und in der aktuellen Kirche ein Orgelspiel.

Ruine
Kirche mit Orgelspiel
Apero unterwegs
Nordtor

Zurück auf dem Schiff haben wir beschlossen nur noch etwas kleines zu Essen. So haben wir den Abend auf dem Schiff genossen.

27.07.2022, Mittwoch

Visby, Ausflug nach Lummelunda

Der Ausflug am Mittwoch führte uns mit dem ÖV nach Lummelunda. Die dortigen Tropfsteinhöhlen sind ca. 13 km nördlich von Visby. Wir haben uns für die kurze, ca. 45 min lange, Touristenführung auf Englisch entschieden. Was wir dann leider erst vor Ort erfahren haben, es gibt auch einen deutschen Audioguide, so hätten wir auch die schwedische Führung buchen können.

Höhleneingang


Die Geschichten rund um die Entdeckung und den Ausbau der Höhle war spannend. Mit Abenteuergeist könnte man mit kleinen Booten und kriechend in weitere Teile der Höhle vordringen. Das haben wir ausgelassen. 

Das Mittagessen gab es in einem saloonähnlichem Lokal gleich vor Ort, da wir eh auf den Rückreisebus warten mussten. In Visby suchten wir nach einem leichten Znacht.

So fanden wir ein Sushi Lokal, das sogar die Gartentische unter den Storen vor dem beginnendem Regen geschützt hatte. Wunderbare Sashimi und Sushi waren die Belohnung. In der nächsten Regenpause ging es zurück aufs Schiff.

28.07.2022, Donnerstag

Visby, Ausflug Gotland Nord, Fårö

Die Insel Gotland ist grösser als man denkt. Die Busse fahren überall hin, aber nur gelegentlich und unregelmässig. Daher haben wir beschlossen für zwei Tage ein Auto zu mieten um flexibel zu sein. Wir haben bei Avis einen gelben Peugeot 208 gemietet. 

Unser gelbes Monster auf der Fähre

So ging es los auf die nördliche Insel Fårö. Die Autofähre zwischen den Inseln ist gratis. Auf Fårö wollten wir die bekannten Rauken besichtigen. Sie sind aus einem jahrmillionen alten Korallenriff entstanden. Der ganzen Küste nach hat es immer wieder Ansammlungen der skurrilen Gebilde die zur Fantasie anregen was sie genau darstellen könnten.


Auf dem Rückweg fuhren wir noch nach Likersham, bereits wieder auf Gotland. Wir besuchten die Rauke Jungfru und durften noch in der Hafenräucherei feine Fische, Makrelen, Saibling und Lachs einkaufen. Der Strand versprach einige Versteinerungen im Kies.  Susanne war nicht zu bremsen und hatte auch einige gefunden.

Fischerdorf

Zurück nach Visby, Nachtessen im einem Wunderbaren Fischlokal nach einem „leider“ langen Apero von einer Stunde. Den Tisch im Apero und im Restaurant durften wir mit drei Stockholmer teilen, welche interessante Erkenntnisse brachte. 

29.07.2022, Freitag

Visby, Ausflug Gotland Süd

Ein Auto kann auch zum Einkaufen hilfreich sein. Am Morgen lag noch Regen in der Luft, darum entschlossen wir uns unsere Vorräte aufzufüllen, sowohl bei den Getränken im Systembolag, wie auch bei den Lebensmitteln im ICA. Zurück aus dem Laden, ergoss sich der Wolkenbruch über uns. Schnell die Einkäufe auf dem Schiff verstaut, fuhren wir mit dem Auto nach Süden. Chérif hat einen Tip bekommen für ein Restaurant im Süden. Es musste eine französische Trouvaille sein, mit einer DS und einem AK als Glacestand. Dort angekommen, der Parklatz war schon fast voll, also ein Geheimtip. Mit einem frischen Salat, Chèvre chaud und Shrimps war es das perfekte Mittagessen in einer perfekten Umgebung.

Chérif inspiziert die DS

Gestärkt ging es weiter Richtung Süden zum kleinen Hafen Vandburg. Von dort aus ging es zu Fuss weiter. Entlang von herrlichen Sandstränden mit frei lebenden Kaninchen wanderten wir zum Raukenfeld mit dem Pferdekopf, bzw. wenn man es von der anderen Seite ansieht dem Nessie.

Pferd
Nessie

Dieser Anblick veranlasste uns zu einem Umtrunk. Da wir am nächsten Morgen zeitig los wollten Richtung schwedisches Festland, wollen wir das Nachtessen auf dem Schiff einnehmen, da die Stadt sehr voll ist und wir nicht nochmals eine Stunde anstehen wollten.

30.07.2022, Samstag

Visby – Mjödö vor Anker

Wir wollten um 09.00 los, war wir auch geschafft haben. Angesagt war am Morgen wenig Wind, doch wir wurden gleich beim Auslaufen mit 10 Kn überrascht. 

Privathafen Visby

Mit südöstlichen Winden bis zu 16 Kn machten wir schnelle Fahrt und kamen nach 53.3 sm um 18.30 in der Ankerbucht Mjödö an.

Mjödö

Der Abendgrill beendete den wunderschönen Segeltag. Wir sind zurück in den Schären.  

31.07.2022, Sonntag

Mjödö vor Anker – Jungfruskär mit Heckanker an Stein

Nach dem Morgenbad, nur Teile der Crew, machten wir uns etwas später auf den Weg. Um 10:30 wieder mit besten Winden konnten wir weiter nach Norden segeln und durften unterwegs einen Zwischenstop machen an einem berühmten Ort in Laxboa, auf Stora Grindö bei Rökt Lax. Der kleine Anlegesteg wurde gleich vor uns freigegeben, so stand unserem Einkauf nichts mehr im Wege. Zum Ablegen konnten wir wieder einmal das Ausdampfen üben. 


Arbeitsboot der Lachszucht

Für das Mittagessen ankerten wir kurz bei Kårö.

Nach 18 sm durften wir um 15:40 in Jungfruskär am Stein mit Heckanker anlegen. Der erste Grill für dieses Jahr auf dem Stein.


Unser Grillör

Leider wurde der Abend getrübt, unser WC Tank ist voll und am Überlaufen. Haben wir diesen nicht geleert? Somit wurden Pläne zur Abhilfe geschmiedet, doch erst der neue Tag wird Klärung bringen.

Fortsetzung folgt.

Der Autor und Mitsegler Didé

Dänemark – Schweden

Dänemark 🇳🇴 – Schweden 🇸🇪 2022

16.07.2022

Ankunft in Bornholm von Kopenhagen aus um 18:05. Mit dem Taxi zum Hafen Nørrekås wo ich von Susanne und Chérif bereits erwartet und herzlich empfangen wurde. 

17.07.2022, Montag

Bornholm – Utklippan

Bereits um 07:15 wurden die Leinen gelöst und wir machten uns an die Überfahrt nach Utklippan. Damit verliessen wir bereits Dänemark. Um 17:15 waren wir schon, nach einem herrlichen Segeltag, auf der kleinen Felseninsel mit dem hübschen Leuchtturm angekommen. Die westlichen Winde mit 20 Kn haben uns zu einer schnellen Überfahrt verholfen. Ein Platz direkt an der Mole war noch frei, sogar mit Stromanschluss. So stand dem Nachtessen nichts mehr im Weg und bald war der Schreibende doch etwas müde in der Koje versunken.

18.07.2022, Dienstag

Utklippan – Grönhögen

Heute durften wir ein wenig länger schlafen, standen doch nur 33 sm auf dem Programm. So ging es nach feinen Nespresso‘s erst um 10:50 los. Beim entfernen der Fender waren wir dann etwas erschrocken. Die beiden weissen Kugelfender hatten die Farbe gewechselt. Wir hatten an einem Betonpier angemacht welcher mit alten Autoreifen behangen war. Diese hatten auf den Fendern deutliche Spuren hinterlassen. Mit Bootspolitur konnten wir das schöne Weiss wieder herstellen. Fast wie neu. Wieder mit 20 Kn WSW Wind hatten wir bereits um 16:40 in Grönhogen festgemacht. Somit waren wir auf der Insel Öland an der Westseite angekommen. Unterwegs war die Sonne etwas verhalten und einige Tropfen waren in der Wetterküche auch dabei. Einen schönen Sonnenuntergang durften wir beim Grill am Strand geniessen. 

Hafen Grönhögen

19.07.2022, Mittwoch

Grönhögen – Bergkvara

Am Morgen wollten wir zur Südspitze von Öland wandern um dem höchsten Leuchtturm von Schweden zu bewundern. Im Hafenguide wurde uns für einen Weg 5 km prognostiziert. Auf zum Leuchtturm! Unterwegs als wir uns nach dem Weg erkundigten, wir wollten die Hauptstrasse meiden, erklärten uns zwei nette Schwedinnen, dass es wohl 9 km pro Richtung seien. Das kontaktierte Google meinte dasselbe. Somit kein Leuchtturm! Unsere Wanderung führte uns in die andere Richtung ein wenig der Küste entlang bis zum Golfplatz. 

Der anschliessende Apero im Hafenkaffee viel nicht ganz zu unserer Zufriedenheit aus, da die Glas Kunstgalerie eher im Vordergrund stand als die Gastro. 

So verliessen wir den Hafen nach dem Mittagsimbiss auf dem Schiff in Richtung Norden. Nach 3 Stunden waren wir bereits in Bergkvara, mit SW bis W Wind von 14 Kn, angekommen. Es war ein heisser Tag mit über 30 Grad. Susanne und Chérif gingen an die Beach und nahmen ein erfrischendes, kühles Bad. Den Abendgrill durften wir neben dem Strand am Wasser verbringen. 

20.07.2022, Donnerstag

Bergkvara – Stora Rör

Ein besonderer Tag! Um 10:30 ging es los weiter nach Norden. Mit mittlerem bis mässigem Südwind ging es mit Genaker schnell voran und so hatten wir bereits um 16.20 nach 22 sm im Hafen angelegt.

So kam bald das das Highlight des Tages. Wir trafen uns mit der Cahira. 

Wir freuen uns auf Nadine, Alex und Sam. Herzlich war die allseitige Begrüssung und auf der Cachana wurde ein Apero ausgeben.

Den gemeinsamen Grill im Hafen mit dem entsprechend schönen Sonnenuntergang rundete den Tag ab.

Cahira im Hafen

21.07.2022, Donnerstag

Stora Rör – Anker bei Björkenäs

Wir liessen uns Zeit am Morgen und liefen erst um 14:00 aus. Der Plan war zusammen mit der Cahira zu Ankern und ein schöne Fotos von der Khater Flottille zu machen. Um 16:00 waren wir nach 13 sm in der wunderschönen einsamen Bucht bei Björkenäs angekommen. 1. Ankerversuch, er hält nicht! Dafür hatten wir einen riesigen Büschel Seegrass aufgepickt. Es dauerte eine Weile bis der Anker davon befreit war. 2. Versuch: Wir entschlossen uns den Anker nicht mehr einzufahren, dafür viel mehr Kette zu geben. Hat funktioniert. So waren wir bereit die Cahira zu empfangen, die etwas mit Verspätung eintraf. Wo war diese Bucht genau? 

Nach dem Ankunftsdrink ging es los die Cahira durfte Ihr nagelneues Beiboot ausprobieren. Sam musste beim Aufpumpen einige technische Hindernisse überwinden, doch es klappte und der Fotosession stand nichts mehr im Weg. 



Der anschliessende Grill war wunderbar und schliesslich liessen wir den Abend bei einem Gläschen Crews Choice ausklingen.

22.07.2022, Freitag

Anker bei Björkenäs – Borgholm

Schon hiess es wieder Abschied nehmen. Cahira nach Süden, Cachana nach Norden. Nach dem Morgenkaffee trennten sich die Wege.

Wir borgen um 11:00 den Anker, zum Glück mit fast keinem Kraut. Die 23 sm bei Sonnenschein und südlichen Winden legten wir schnell zurück und waren bereits um 13:20 in Borgholm. Somit wieder auf Öland. 

23.07.2022, Samstag

Borgholm – Byxelkrok

Um 11:00 Uhr verliessen wir den Hafen und segelten nach Norden fast ans Ende von Öland. Die 15 sm hatten wir um 16:50 hinter uns. Ein wenig bewölkt doch mit warmen südlichen Winden hatten wir eine schnelle Reise. Am Abend nahm der Wind zu und die Grilltische auf der Mole lockten uns nicht mehr. So gab es Nachessen auf der Cachana. Obwohl der Ausblick auf die Tausend „Steinmanndli“ faszinierend gewesen wäre. 

Steinmandligarten neben der Hafenmauer

24.07.2022, Sonntag

Byxelkrok Hafentag, nein Ausflugstag. 

Nachdem wir an der Südspitze von Öland den langen Jan verpasst hatten, mussten wir doch den langen Eric an der Nordspitze besuchen. Gesagt, Fahrräder gemietet und los. Eine schöne Radtour grösstenteils auf Radwegen erwartete uns. Vorbei an der Küste des Neptun Place (Flache Steinformationen am Ufer, die fast wie Pools aussehen)

durch Wälder an die Nordspitze der Insel. Da steht er nun der lange Eric. Imposant! Man kann ihn sogar besteigen, nicht gratis?

Schliesslich muss man da rauf koste es was es wolle! Die Aussicht ist grandios. 


Nach einem Apero inmitten von „Steinmännchen“ ging die Velotour weiter in den Zauberwald. Eine Rundwanderung durch einen alten Wald mit 900 jährigen Eichen und windgepeitschten Föhren ist ein Traum. Susanne bekommt einen Fehen Stab nach überschreiten der heiligen Linie.


Hinten rechts der Zauberstab

Der Rückweg auf dem Velo mit Gegenwind schliesst die sportliche Tagesleistung ab. 

Zur Belohnung gab es Steinbeisser zum Nachtessen.

Ein wunderbares Steinbeisserfilet

Der Autor und Mitsegler Didé

Bornholm eingeweht

Nach einer wunderschönen gemeinsamen Woche, verlassen uns Sandra und Michi und Sie fahren mit dem Bus zum Flughafen. Wir bemerken in der Zwischenzeit ein kleines Loch im Bauch, was eigentlich kaum möglich ist :-), und Chérif kocht uns ein ausgezeichnetes Rührei mit Tomate und Zwiebeln. Wohlgenährt machen wir uns auf, um die grossflächige Hafenanlage von Rønne zu erkunden. Diverse Fähren legen an, fahren schwerbeladen wieder Richtung Zielort fort. Polen, Deutschland, Schweden und Dänemark werden angelaufen.

eine der Fähren

Wir spazieren weiter und entdecken im Südhafen ein Fischgeschäft. Mhhh lecker aber leider schon geschlossen. Morgen werden wir Einkaufen gehen. Weiter gehts an einem wunderschönen 3 Master vorbei

weiter in die verschiedenen Hafenbecken. Nun zurück durch die Stadt an den wunderschönen, zum Teil sehr alten, Bauten vorbei.

Nach einem wunderbaren Essen, wie oft vom Grillmeister höchst persönlich grilliert, geniessen wir bei Vollmond im Cockpit zu zweit einen Schlumi in vollen Zügen. ( Nicht aufs Trinken bezogen 🙂 )

Blick vom Cockpit aus

Donnerstags, nach dem Einkauf beim Fischhändler, gehts mit dem Bus auf Vergnügungsfahrt quer durch Bornholm. Nach Svaneke flanieren, einen Apéro geniessen

einen Sonnen/Regenbogen bestaunen,

weiter mit dem Bus nach Naxø und wieder heim nach Rønne.

Zum Abendessen gibts zur Vorspeise Scampi scharf, danach frisch ausgepulte Erbsen mit Schollenfilet und etwas Reis. Köstlich

Auch heute geniessen wir eine wunderschöne Abendstimmung und gehen danach zufrieden in die Koje.

Freitags geniessen wir unseren schnapszahligen Hochzeitstag. Flanieren in Rønne

und lassen uns am Abend in vollen Zügen im Râzapâz verwöhnen.

Karottenkombination
Tatar mit Johannisbeeren und Estragonschaum

War ausgezeichnet. Danach könnt Ihr Euch vorstellen, vielen wir vollgefressen unter die Federn.

Heute Samstag kommt unser lieber Freund Didé zu Besuch . Wir freuen uns riesig. Der Tag verging mit Einkaufen, vorbereiten, Wasser bunkern etc. Jetzt muss ich aufhören er ist im Anmarsch :-))

Und Tschüss die 3 Cachanieros

Reisebericht von Sandra und Michi

Reiseberich von Sandra und Michi 6. – 13. Juli 2022

Endlich, drei Jahre seit dem letzten Mal und nach Corona ist es wieder soweit. Wir dürfen ein paar Tage mit Susanne und Chérif auf grosse Fahrt. Kurz vor unserer Abreise meldete sich Chérif und gab uns den Treffpunkt Rostock durch. Also husch, husch die Reise geplant, den Flug nach Hamburg gebucht und bei der Deutschen Bahn den Fahrplan studiert. Um 07.20 ging der Flug von Zürich nach Hamburg. Dank vorabend Check-In klappte es auch mit unserem Gepäck. Wie beiliegendes Bild zeigt ist dies nicht selbstverständlich.

gestrandetes Gepäck

Wir Schweizer schätzen unsere SBB viel zu wenig. Denn das erste was der Tourist in Hamburg erfährt ist, dass der gewünschte Zug 10.21 von Hamburg nach Rostock ausfällt. Also Zeit für einen Kaffee und dann die nächste Chance den IC um 12.40 genommen. Alles soweit gut, unser Abteil war leer, bis eine Mutter mit Ihrem Sohn uns von unseren Plätzen verjagte, da sie reservierte Plätze hätte. Und gleichzeitig vehement uns aufforderte, endlich Masken zu tragen. Nun gut. Typisch schweizerisch wechselt man das Abteil, was gut war. Denn so hatten wir ein Abteil für uns alleine.

In Rostock angekommen informierte uns Chérif, dass wir ein 9-Euro Ticket kaufen sollten. Denn das Nachtessen (6 Gänge bei Frank) sei bereits reserviert und das Ticket bräuchten wir um nach Warnemünde zu kommen und abends zurück nach Rostock und wieder zum Schiff. Wie sich jeder, der Susanne und Chérif kennt, vorstellen kann, war das Nachtessen der Hammer. Im kleinen familiären Rahmen, mehr oder weniger extra für uns geöffnet, genossen wir ein Feinschmeckermenü.

Begrüssung auf der Cachana
Robbenforschungszentrum in Warnemünde
Beim Znacht :-)) im «Albert und Emilie» in Rostock

Donnerstag, Abfahrt nach Barhöft. Ein kleiner Hafen auf Rügen. Der Hafen ist wunderschön mit Shop, Hotel und Nationalpark. Jederzeit ein Besuch wert.

Das einzige Problem. Die Müüücken. Wir konnten trotz Insektenspray und Nahkampftaktik die «Viecher» nicht unter Kontrolle halten. Aufgrund des Windes, Wetters und dem Muss, am Mittwoch in Bornholm zu sein, entschlossen wir uns am Freitag nach Stralsund zu fahren. Dies nicht ohne Besuch im Nationalparkzenter, welches manch Interessantes über die Küstenlandschaft und Barhöft bekannt gab.

Ausblick vom Aussichtsturm im Park Barhöft

Bei sehr starkem Wind gelang Chérif ein 1a Anlegemanöver am Nachmittag in Stralsund. Nach dem obligaten Welcome Drink ging es zum Zentrum und ins Touristbüro.

Kurzentschlossen buchten wir Karten für die Störtebeker Freilichtfestspiele in Ralswiek. Durch diesen Entscheid war die nächste Etappe bereits klar und die Planung für den Rest unserer Woche vorgegeben. Aber alles der Reihe nach. Am Freitag in der Früh legten wir ab nach Ralswiek.

Stralsund

Der Törn war mit rund 45 Meilen recht lang aber dank gutem Wind kurzweilig und sehr schön zu segeln.

Ralswiek ist ein kleiner idyllischer Hafen mit kleinem Dörfchen, Hotels, Restaurants und einer professionell gebauten Freilichtbühne.

Da wir nicht viel Hunger hatten und diverse Buden Essen aller Art anboten, haben wir uns entschlossen, unterwegs und vor der Vorstellung eine Wurst zu essen. Auch hier gilt. Liebe Schweizer schätzt Eure Würste. Thüringer Bratwurst tönt zwar gut, aber an eine gute Bratwurst vom Sternen kommt sie nicht heran.

Pünktlich um 20.00 Uhr beginnt die Vorstellung.

Zur Erinnerung rief die Platzsprecherin um 19.55 alle «hurtig, hurtig» auf, ihren Platz einzunehmen. Wer kennt Klaus Störtebeker nicht? Der Pirat der Ost- und Nordsee, welcher der Sage nach, sieben seiner Männer rettete indem er ohne Kopf an ihnen vorbei gelaufen ist. Die Störtebeker Festspiele finden jährlich zwischen Mai und September statt und haben fünf Teile. Im letzten wird Störtebeker geköpft. Wir haben den Teil «Bergen brennt» gesehen und nächstes Jahr kommt Teil 4, Gotland unter Feuer.

Die Aufführung ist einen Besuch wert. Pferde, Schiffe, Komparsen und ein tolles Bühnenbild sorgen dafür, dass der Abend kurzweilig und unterhaltsam ist. Und dies obwohl der Anlass mit ca. 6’000 Zuschauern durchgeführt wird.

Tag Fünf mit Chérif und Susanne führte uns an einen Ankerplatz im Norden von Rügen, östlich von Kap Arkona. Wieder war uns Wind und Wetter hold. Nur ein kurzes Stück musst der Motor gegen den Westwind ankämpfen und dann halfen gute 18 Knoten Wind und tolles Wetter, die rund 42 Meilen zu bewältigen.

Im späteren Nachmittag kamen wir am Ankerplatz an.

Zuerst war unklar ob die Stelle für die Nacht geeignet ist. Doch Petrus hatte ein Einsehen und liess den Wind einschlafen. Da aber am nächsten Tag der Törn nach Bornholm anstand, war klar, dass wir früh in die Gänge kommen mussten. 

Abfahrt um 06.20 Uhr nach Bornholm. Allen Befürchtungen zum Trotz, war der Wind wieder einmal besser und stärker als prognostiziert. Nach nur 10 Stunden waren die rund 60 Seemeilen überwunden. Und dies mit Rudertest und Kontrolle ob die Verbesserungen an der Cachana Wirkung zeigten. Unsere Skipper sind nicht ganz glücklich, stellen aber eine deutliche Verbesserung fest. Popeye hat ausgedient.

Unser vorletzter Abend mit Susanne und Chérif hat begonnen. Wir sitzen im Cockpit, geniessen unseren Drink und studieren über das Nachtessen nach.

Grillen und Gemüse ist angesagt. Wir freuen uns. Morgen gibt es einen «Ruhetag» auf Bornholm. Das Programm ist noch zu fixieren. Wir warten ab.

Abendstimmung im Hafen von Rønne

Dienstag 12. Juli. Unser letzter Tag auf der Cachana naht. Wir schlafen aus und trinken um neun Uhr unseren Kaffee und planen den Tag. Klar Schiff lautet der Auftrag von Chérif. Wasser an Bord ist der Input von Susanne. Aber alle geniessen die Dusche als Erstes. Nach der Dusche geht es los. Der Schlauch wird montiert und das Schiff von Vorne nach Hinten abgespült. Das Geschirr vom letzten Abend noch abgewaschen und nachdem alle Aufgaben erledigt sind, wandern wir nach Rønne.

Den Busbahnhof finden wir erst im zweiten Anlauf (Michi hat Google Maps auf seine Art interpretiert). Nach einem Abstecher ins Tourismusbüro und dem Kauf der Tickets geht’s mit dem Bus nach Nexø. Dort steigen wir um und fahren nach Gudhjem. Nach einer kurzen Stärkung und einer Besichtigung des Ortes geht es mit dem Bus zurück nach Rønne. Natürlich nicht ohne Besichtigung des «Hammerhus».

Nun sitzen wir auf dem Schiff, bereiten das Nachtessen vor (u.a. ganz frische Erbsen, die wir selber ausgeschält haben).  Gemeinsam geniessen wir unseren Apéro und freuen uns auf das Abendessen. Mhhh war ausgezeichnet. Lachsbrötli zur Vorspeise, Erbsen mit angeschwitzten Zwiebeln , Bratkartoffeln mit Rosmarin und Speck vom Grill. Plötzlich, Chérif sieht im Dunkeln einen Fender davon schwimmen. Jetzt kommt Hektik auf. Susanne, ohne zu Zögern zieht alle Kleider aus und springt ins Hafenbecken. Zwei, drei Züge und der Fender ist eingefangen. Eine Minute nach Sichtung des Fenders ist die Rettungsaktion vorbei. Susanne nun in einem grossen Badetuch warm eingewickelt. Wir alle lachen über das Erlebte. Nun noch kurz die Position der Cachana kontrolliert und weiter geht der gemütliche Abend.

Vollmond über Rønne

Wir sind sicher, dass dieses Erlebnis noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird.

Leider gehen unsere Tage mit Chérif und Susanne zu Ende.

Morgen geht’s nach Kopenhagen und am Freitag erwartet uns unser Heimflug nach Zürich. Dann ist der diesjährige Segeltörn endgültig vorbei… 

Hoffen wir auf einen ähnlich schönen in naher Zukunft.