Bergen – Kristiansand

Sonntag, 18. Juli 2021

Bergen – Espevær

Es regnet immer noch! Um 08.55 geht es los. Auf uns warten 60 sm. Die ersten wenigen Meilen verlassen wir Bergen unter Motor. Doch bald stellt sich ein segelbarer Wind ein und wir geniessen einen trüben Segeltag mit Wind bis zu 27 kn. Um 19.40 Uhr sind wir schliesslich in Espevær angekommen. Wir konnten am Holzquai anlegen direkt neben der Fähre und dem kleinen Joker Laden. Sogar Landstrom gibt es. Belohnt wurden wir mit dem wunderbaren Nachtessen eines Steinbutts. 

Good By Bergen
Unser Anleger Steuerbord voraus
Steinbutt

Montag, 19.07.2021

Espevær – Rott

Um 06.00 Uhr bums! Ein schlechtes Erwachen mit einem unguten Gefühl. Beim Morgenkaffee haben wir schliesslich die Ursache festgestellt. Die ablegende Fähre hat unser nicht festgeschraubtes Ruder auf eine Seite geknallt – bums! Um 09.25 geht es los weiter Richtung Süden. Chérif überrascht uns mit feinen Kirschen aus dem Joker. Bei mittleren Winden segeln wir als Highlight durch den Haugesund, mitten durch die Stadt, schade können wir nicht bleiben. Schliesslich steht die Frage an segeln wir nach Rott, einer hübschen kleinen Insel ohne Infrastruktur oder nach Tananger? Wir entscheiden uns für die Insel und hoffen am Dienstag die ersehnte Dusche zu nehmen. Die einzige Boje in Rott war leider besetzt, doch hat es neu einen Gästeanlieger wo wir herzlich empfangen wurden. Die Einladung zum Aquavite um 19.00 Uhr im Schulhaus mussten wir leider ablehnen, da wir am Dienstag beizeiten weiter wollten. So widmeten wir uns unserem Nachtessengrill. 

Haugesund
Schöne Bauten im Haugesund
Rott
Der Grillmeister

Dienstag, 20.07.2021

Rott – Egersund

Um 09.20 Uhr kommen wir endlich los, bei bedecktem Himmel und Nieselregen. Das bremst am Morgen! Es folgt wiederum ein schöner Segeltag bei ziemlich trockenem Wetter mit Einlagen von Sonnenschein. Die Einfahrt zum Egersund von Norden ist landschaftlich sehr schön und wir geniessen die verschiedenen Aussichten. Es fällt uns auf, dass hier Bootsgaragen Inn sind. Kaum ein Haus am Wasser ohne eine solche. Schliesslich beschleunigen wir die Fahrt, damit wir es vor 17.00 Uhr in den Vinmonopolet schaffen. 16.30 Uhr im Hafen fest.  Susanne sputet sich. Anschliessend geniessen wir alle die längst fällige Dusche. 

Die Empfangsdame
Nostalgie in Egersund

Heute Abend fiel der Entscheid, dass Susanne und Chérif erst Ende Woche, voraussichtlich am Sonntag nach Dänemark übersetzen werden. Somit werde ich die beiden am Samstag in Kristiansand verlassen und von Oslo heimfliegen.

Mittwoch, 21.07.2021

Egersund – Børøy

Um 09.20 geht es los. Wir haben 40 sm vor uns. Mehrheitliches Segeln mit achterlichen Winden macht uns Freude. Leider führen die Angelversuche zu keinem Erfolg, aber zu Köderverlusten. In Børøy angekommen um 17.45 Uhr führt eine schmale Einfahrt in eine wunderhübsche Bucht, in der leider alle Stege schon besetzt sind. Wir beschliessen in der Bucht sonnentechnisch optimal zu Ankern. (Möglichst lange Sonne) Zur Feier des Tages gab es ein XXL Steak. Chérif muss schon über einen grösseren Grill nachdenken. Ein wunderschöner Sonnenuntergang krönt den Abend.

Die Bucht
Ohne Worte

Donnerstag, 22.07.2021

Børøy – Helgøya

Nach einem Morgenbad und einer erneuten Überprüfung des Schiffsthermometers (es ist kein Verlass mehr auf das Ding) verliessen wir unsere hübsche Bucht im Sonnenschein. Der Wetterbericht verhiess uns wenig Nordwestwind und so dachten wir, dass wohl einige Motorstunden dazukommen werden. Doch weit gefehlt, kaum sind wir aus den Schären raus, hatten wir 20 kn und somit einen wunderbaren Segeltag mit achterlichem Wind. Einzig das Mittagessen musste umdisponiert werden. Ich hatte eigentlich Rösti mit Fischtartar on Top versprochen, doch wir mussten mit einem kalten Essen vorlieb nehmen. Am Nachmittag schwenkten wir von der offenen See ab in die Schären um ein wenig die Landschaft geniessen zu können. In Helgøya angekommen mussten wir feststellen, dass die Bucht bereits schon übervoll war. Mit verkürzter Ankerkettenlänge haben wir dann einen Platz gefunden. Zu allem Elend hat die Windrichtung mitten in der Nacht noch im 180 Grad gedreht und gegen Morgen stellten sich starke Böen ein. Schliesslich machte Susanne Ankerwache. Der Anker hat nicht ganz gehalten, sich aber gleich neu eingegraben, so dass keine Manöver nötig waren.

Der Verkehr in den Schären
Die Bucht im Panorama

Freitag, 23.07.2021

Helgøya – Fosseviga – Kristiansand

Bei schönem warmen Wetter ging es zur letzten Etappe meiner diesjährigen Reise auf der Cachana. Da wir genügend Zeit hatten, beschlossen wir einen Mittags Ankerhalt zu machen. Ich durfte wünschen und so gab es zum Abschluss nochmals Kaviar Omeletts. Natürlich war auch der Hafen in Kristiansand voll, doch erspähte Chérif nach einem Zwischenhalt an der Aussenmole noch ein Plätzchen im Hafen. Somit war meine Seereise aus dem hohen Norden nach 988 sm zu Ende. Nach einer verdienten Dusche gingen wir ins Hafenviertel. Ein Kunterbunt aus Brücken, Kanälen und Stegen. Den Apero konnten wir gegenüber eines Windjammers mit Livemusik geniessen. Zum Abendessen liessen wir uns mit Rekkers, Muschel und Krabben verwöhnen. 

Apero mit Kulisse und Musik

Schliesslich noch einen Absacker auf der Cachana und ab in die Kojen. 

Samstag 24.07.2021

Kristiansand

I‘ts time to say good by! Um 07.00 Uhr fährt der Bus nach Oslo.

Ich überlasse die Beiden ihrem Schicksal und freue mich sie in zwei Wochen wiederzusehen an der Hochzeit von Chantal und Matthias. Danke für die wunderbaren 3 Wochen.

Heimflug spezial

Mein Flugi

Ende.

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